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	<title>Hutu - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T20:04:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hutu&amp;diff=20120&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TenWhile6: Änderungen von ~2026-18589-30 (Diskussion) wurden auf die letzte Version von Rack Pack zurückgesetzt: bitte keine &lt;u&gt;-Tags in Artikeln</title>
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		<updated>2026-03-25T12:39:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-18589-30&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-18589-30&quot;&gt;~2026-18589-30&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-18589-30&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-18589-30 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) wurden auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Rack_Pack&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Rack Pack (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Rack Pack&lt;/a&gt; zurückgesetzt: bitte keine &amp;lt;u&amp;gt;-Tags in Artikeln&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hutu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine [[Bantu]]-[[Ethnie]] in [[Ostafrika]] und stellen in [[Ruanda]] und [[Burundi]] die Bevölkerungsmehrheit. Etwa 85 Prozent der Ruander und der Burundier gelten als Hutu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vorkolonialer Zeit gab es in Ruanda und Burundi ein Nebeneinander der Ethnien der [[Tutsi]], Hutu und [[Twa]]. Während die Tutsi überwiegend Viehzüchter waren und die Twa als Jäger und Sammler lebten, betrieben die Hutu vornehmlich Landwirtschaft, außerdem regional Jagd, Bienenzucht und Fischfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konflikt zwischen Hutu und Tutsi ==&lt;br /&gt;
Der Konflikt zwischen den beiden Ethnien reicht weit zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt_2004-05-04&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Florian Stark |url=https://www.welt.de/geschichte/article191378491/Genozid-in-Ruanda-1994-37-9-Prozent-wurden-mit-Macheten-getoetet.html |titel=Genozid in Ruanda 1994: „Todesursache: Machete, in den Armen seiner Mutter“ |werk=[[Die Welt|welt.de]] |datum=2019-04-05 |abruf=2026-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich ist die ethnische Abgrenzung zwischen Hutu und Tutsi schwierig. Zwar ließen sich bereits vor dem [[Völkermord in Ruanda]] klare Abgrenzungen zwischen beiden Gruppen erfassen, etwa im Heiratsverhalten, in bestimmten kulturellen Praktiken (bei Hutu etwa die Vermeidung von Milch und die Bevorzugung von Hammelfleisch als Nahrung und im Gegensatz zu Tutsi fehlende Sprachtabus&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher C. Taylor |Titel=Molders of Mud: Ethnogenesis and Rwanda’s Twa |Sammelwerk=Ethnos |Band=76 |Nummer=2 |Datum=Juni 2011 |DOI=10.1080/00141844.2010.547252 |Seiten=183–208 |Kommentar= }}, hier: S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt;) und in der jeweiligen Selbstwahrnehmung. Zugleich teilen beide eine Sprache, das [[Kinyarwanda]], sowie verschiedene Rituale und mündlich weitergegebene Erzählungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher C. Taylor |Titel=Molders of Mud: Ethnogenesis and Rwanda’s Twa |Sammelwerk=Ethnos |Band=76 |Nummer=2 |Datum=Juni 2011 |DOI=10.1080/00141844.2010.547252 |Seiten=183–208 |Kommentar= }}, hier: S. 186&amp;lt;/ref&amp;gt; Genetische Analysen lassen darauf schließen, dass gemeinsame Nachkommen zwischen Tutsi und Hutu schon weit vor der klaren Unterscheidung beider Gruppen im 19. Jahrhundert selten waren. Demnach besteht eine größere Nähe der Hutu zu den [[Bantu|Bantuvölkern]] und der Tutsi zu Völkern des [[Afroasiatische Sprachen|Afroasiatischen Sprachraums]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher C. Taylor |Titel=Molders of Mud: Ethnogenesis and Rwanda’s Twa |Sammelwerk=Ethnos |Band=76 |Nummer=2 |Datum=Juni 2011 |DOI=10.1080/00141844.2010.547252 |Seiten=183–208 |Kommentar= }}, hier: S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliches Unterscheidungskriterium zwischen Tutsi und Hutu war und ist deren wirtschaftliche Betätigung. Archäologische Funde aus Ruanda lassen von spätestens dem 17. Jahrhundert an auf eine starke wirtschaftliche Ausdifferenzierung der Volksgruppen nach [[Ackerbau]], [[Pastoralismus]] und [[Jäger und Sammler|Wildbeutertum]] erkennen. Während mit &amp;#039;&amp;#039;Tutsi&amp;#039;&amp;#039; ab dem 17. Jahrhundert eine Oberschicht unter den Pastoralisten beschrieben wird, lässt sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Hutu&amp;#039;&amp;#039; erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts fassen. Er bezeichnete damals die Träger von Waffen und Ausrüstung, die im Rahmen militärischer Auseinandersetzungen den Tutsi als eigentlichen Kämpfern beigegeben waren. Diese Unterscheidung scheint sich in den folgenden Jahrzehnten verstetigt und vertieft zu haben. So wurde 1870 den Hutu eine Art Frondienst auferlegt, von denen die Herdenhalter ausgenommen waren. Für das späte 19. Jahrhundert lässt sich auch eine striktere Trennung der Heiratsnetzwerke zwischen den beiden Volksgruppen nachweisen. Im späteren [[Königreich Ruanda]] definierte sich die Zugehörigkeit zur Gruppe der Hutu sowohl wirtschaftlich als Schicht der Ackerbauern als auch ethnisch. Der Status wurde in der Regel vererbt, aber auch Angehörige der Hutu konnten in Einzelfällen bei großem Rinderbesitz den Status eines Tutsi erreichen. Umgekehrt konnten Tutsi durch den Verlust ihrer Herden zu Hutu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher C. Taylor |Titel=Molders of Mud: Ethnogenesis and Rwanda’s Twa |Sammelwerk=Ethnos |Band=76 |Nummer=2 |Datum=Juni 2011 |DOI=10.1080/00141844.2010.547252 |Seiten=183–208 |Kommentar= }}, hier: S. 194, 198 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute verbreitete Auffassung der Volkszugehörigkeit und der strikten ethnischen Unterscheidung von Tutsi und Hutu beruht vor allem auf Zuschreibungen während der deutschen und belgischen Kolonialzeit vom Ende des 19. Jahrhunderts an. In diesem Rahmen erhielten Tutsi Leitungsaufgaben innerhalb der Kolonie, was auch der vorherigen Gesellschaftsordnung entsprach. Diese Handhabung wurde durch [[phänotyp]]ologisch zugeschriebene Körpermerkmale und die [[Hamitentheorie]] gestützt, der zufolge die Tutsi entweder aus Richtung Ägypten oder vom [[Horn von Afrika]] eingewandert seien und durch ihre genetische Nähe zu den Hamiten „höherwertig“ seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher C. Taylor |Titel=Molders of Mud: Ethnogenesis and Rwanda’s Twa |Sammelwerk=Ethnos |Band=76 |Nummer=2 |Datum=Juni 2011 |DOI=10.1080/00141844.2010.547252 |Seiten=183–208 |Kommentar= }}, hier: S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erzählung von den eingewanderten Tutsi hat sich zum Teil bis in die Gegenwart gehalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de_2019-04-04&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans Hielscher |url=https://www.spiegel.de/geschichte/hutu-gegen-tutsi-der-voelkermord-in-ruanda-1994-und-die-uno-a-1260307.html |titel=Ruanda vor 25 Jahren: Der angekündigte Völkermord |werk=[[Der Spiegel (online)|Spiegel Online]] |datum=2019-04-04 |abruf=2026-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als wohlhabende Viehzüchter waren die Tutsi im 19. Jahrhundert damit maßgeblich am Aufbau der staatlichen Strukturen beteiligt, während die Ackerbau treibenden Hutu traditionellen Lebensformen verhaftet blieben und damit die Unterschicht bildeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt_2004-05-04&amp;quot;/&amp;gt; 1959 bekleideten Tutsi in Ruanda-Urundi 43 von 45 höheren Posten in der Verwaltung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de_2019-04-04&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ruandas Unabhängigkeit 1962 wurden jedoch Angehörige der Bevölkerungsmehrheit der Hutu zur herrschenden Gruppe (84 Prozent der damals 7,4 Millionen Ruander), die bis dahin die Unterschicht gestellt hatte und errang die Macht und vertrieb Hunderttausende Tutsi.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de_2019-04-04&amp;quot;/&amp;gt; Es gab über 500.000 Flüchtlinge, die vor allem innerhalb Afrikas blieben, während etwa 30.000 nach Übersee auswanderten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de_2019-04-04&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese historische Entwicklung ist eine der mittelbaren Ursachen für ethnische Konflikte in Ruanda, der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]] und Burundi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konflikt zwischen Hutu und Tutsi führte 1994 zum [[Völkermord in Ruanda]] einschließlich des [[Massaker von Nyarubuye|Massakers von Nyarubuye]] sowie mehreren [[Völkermorde in Burundi|Völkermorden in Burundi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Hutu ==&lt;br /&gt;
* [[Jean-Baptiste Gatete]], ruandischer Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
* [[Juvénal Habyarimana]], ehemaliger ruandischer Präsident&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Wiens: &amp;#039;&amp;#039;Giheke Kitabu. Aus dem Innenleben Afrikas oder Entwicklung ohne Kooperation?&amp;#039;&amp;#039; Novum-Verlag, Neckenmarkt u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-85022-696-7.&lt;br /&gt;
* Helmut Strizek: &amp;#039;&amp;#039;Geschenkte Kolonien. Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schlaglichter der Kolonialgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 4). Mit einem Essay über die Entwicklung bis zur Gegenwart. Links, Berlin 2006, ISBN 3-86153-390-1.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katharina Borchardt |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-kurze-geschichte-von-deutsch-ostafrika-100.html |titel=Die kurze Geschichte von Deutsch-Ostafrika |werk=[[Deutschlandfunk Kultur|Deutschlandfunk-Kultur]]-Sendung „Buchtipp“ |datum=2006-06-11 |kommentar=Rezension |abruf=2026-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Uwe Hoering (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Zum Beispiel Hutu und Tutsi. (Der Völkermord hätte verhindert werden können, befand ein UN-Bericht)&amp;#039;&amp;#039; (Lamuv-Taschenbuch 214 &amp;#039;&amp;#039;Süd-Nord&amp;#039;&amp;#039;). Lamuv-Verlag, Göttingen 1997, ISBN 3-88977-473-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Ruanda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Burundi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkermord in Ruanda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TenWhile6</name></author>
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