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	<title>Huri - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T12:11:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Huri&amp;diff=326548&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fano: Änderung 257961445 von ~2025-20821-1 rückgängig gemacht; Unbegründete Löschung</title>
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		<updated>2025-07-17T00:13:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/257961445&quot; title=&quot;Spezial:Diff/257961445&quot;&gt;257961445&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-20821-1&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-20821-1&quot;&gt;~2025-20821-1&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Unbegründete Löschung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Houri|Zum französischen Fußballspieler siehe [[Lyes Houri]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Houris on Camelback - 15th century Persia.png|mini|300px|Huris reiten im Paradies Kamele. Persische Darstellung des 15. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Huris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|حور|d=ḥūr}}, [m. u.] f. pl.; Nebenformen f. sg. u. pl. [nicht im Koran] {{arS|حورية|d=ḥūrīya}}, pl.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|ḥūrīyāt}}&amp;#039;&amp;#039;) sind nach [[Islam|islamischem Glauben]] Jungfrauen (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|al-ḥūr}}&amp;#039;&amp;#039;, „die Blendendweißen“) im [[Dschanna|Paradies]], die den Seligen beigegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Von „Huris“ spricht der Koran nur in vier Versen: von „großäugigen“ in 44:54, 52:20, 56:22, ohne dieses Attribut in [[Ar-Rahmān (Sure)|55]]:72.&lt;br /&gt;
* Ohne die Bezeichnung „Huris“ erwähnt er „großäugige“ Paradiesesfrauen in 37:48, den Männern „gleichaltrige“ in 38:52, 78:33.&lt;br /&gt;
* Von [[Jungfrau]]en spricht er in 55:56.74 und 56:35&amp;amp;nbsp;f. (doch auch hier ohne die Bezeichnung „Huris“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die volkstümliche Zahl 72 für die Anzahl der im Paradies einem Mann beigegebenen Huris steht nicht im Koran. Sie hat eine mystisch-magische Funktion und bedeutet etwa so viel wie „reichlich“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huris sind nach der Schilderung im [[Koran]] von blendender Schönheit (55:58: „wie Rubine und Korallen“; 56:23: „gleich wohlverwahrten Perlen“) und mit schwellenden Brüsten (78:33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungen ==&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
Die Beschreibungen der Huris im Koran sind im Laufe der Zeit von der traditionellen Überlieferung und der [[Koranexegese|Exegese]] mit Einzelheiten versehen und ausgeschmückt worden. Aus dem Vers, der besagt, dass sie weder von Mensch noch von [[Dschinn]] berührt wurden, haben einige Kommentatoren auf die Existenz von zwei Arten Huris geschlossen, und zwar solche von menschlicher Natur und von der Natur der Dschinn. Auf ihrer Brust seien zwei Namen eingeschrieben: der [[99 Namen Allahs|Name Gottes]] und der Name ihres Ehegatten. Sie selbst seien nach der weiblichen Form des Namens ihres Gatten benannt. Immer wieder wird das junge Alter betont und die stets erneuerte Jungfräulichkeit. In ihrer Reinheit kenne eine Huri weder [[Menstruationsbeschwerden]], menschliche Bedürfnisse noch die Schmerzen der [[Wehe]]n, da sie keine Kinder gebäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Koranexeget [[at-Tabarī]] zitiert einen Prophetenspruch, wonach es sich bei den Huris um verstorbene muslimische Frauen handelt, die, selbst wenn sie im hohen Alter verstarben, im Paradies ihre Jungfräulichkeit und Jugend zurückerhalten und dort für immer jung bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Tor Andrae: &amp;#039;&amp;#039;Mohammed. The Man and his Faith&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, 2013. [https://books.google.de/books?id=AXZmmZAFktIC&amp;amp;pg=PA57&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 57] mit Verweis auf aṭ-Ṭabarīs Kommentar zu 56:36 ([https://www.altafsir.com/Tafasir.asp?tMadhNo=0&amp;amp;tTafsirNo=1&amp;amp;tSoraNo=56&amp;amp;tAyahNo=36&amp;amp;tDisplay=yes&amp;amp;Page=2&amp;amp;Size=1&amp;amp;LanguageId=1 online verfügbar]): &amp;#039;&amp;#039;hunna allawātī qubiḍna fī &amp;#039;d-dunyā ʿaǧāʾiza rumṣan šumṭan, ḫalaqahunna Allāhu baʿda &amp;#039;l-kibar faǧaʿalahunna ʿaḏārā&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellungen hinsichtlich des Lebens im Jenseits unterscheiden sich stark in den unterschiedlichen Richtungen des Islam. Dies gilt unter anderem sowohl für die Huris, die gemäß verschiedener Richtungen mit Weiblichkeit nichts zu tun haben, als auch für die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Gilmans&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|غِلْمانُ الْجَنَّةٌ}}), welche für fromme Frauen bestimmt sein sollen. Bedenken gegen allzu materialistische und sinnliche Deutungen zu den Genüssen des [[Garten Eden|Paradieses]] wurden in der islamischen Geschichte schon früh geäußert. Der [[Schafiiten|schafiitische]] Koranexeget [[al-Baidāwī]] aus dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. war der Meinung, dass die Substanzen, aus denen Frauen oder auch Nahrungsmittel des Paradieses bestehen, sich von den jeweiligen irdischen Entsprechungen grundlegend unterscheiden. Eine ähnliche Interpretation wird auch von den [[Islamische Philosophie|islamischen Philosophen]] und den [[Sufismus|Sufis]] vertreten, welche den konkreten Angaben aus dem Koran einen [[Esoterik|esoterischen]] Sinn verleihen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Arent Jan Wensinck, Charles Pellat: &amp;#039;&amp;#039;Ḥūr&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopaedia of Islam. New Edition&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. Brill, 1971. S. 581b&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Gibt es im Paradies Gilman für Frauen?&amp;#039;&amp;#039; |url=http://farukbeser.com/soru/cennette-kadinlar-icin-gilman-mi-vardir-6740.htm |wayback=20090223194812 |archiv-bot=2018-04-15 11:52:10 InternetArchiveBot }} (türkisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der persische Dichter [[Omar Chayyām|Omar Chayyam]] schrieb im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert durchaus kritisch: „Wenn’s heißt, ein Paradies mit Huris winkt, lob’ ich den Wein, den man auf Erden trinkt. ’s ist bares Geld. Auf Hoffnung pfeife ich! Von fern nur schön die tapfre Trommel klingt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Hakim von Nischapur Omar Chajjám und seine Rubaijat.&amp;#039;&amp;#039;, nach alten und neuesten persischen Handschriftenfunden von Manuel Sommer, Pressler, Wiesbaden 1974, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der unter dem Pseudonym [[Christoph Luxenberg]] schreibende Autor geht in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Die syro-aramäische Lesart des Koran&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Luxenberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Syro-Aramäische Lesart des Koran. Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache&amp;#039;&amp;#039;. Hans Schiller, 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; von einer fehlerhaften Interpretation des Begriffes „Hur“ aus und interpretiert diesen mit „weiße, kristallklare Trauben“:&amp;lt;ref&amp;gt;Da Luxenberg noch andere sprachliche Ungereimtheiten nachweist, übersetzt er 44:54 folgendermaßen: &amp;#039;&amp;#039;Wir werden es ihnen unter weißen kristall(klaren) (Weintrauben) behaglich machen.&amp;#039;&amp;#039; Siehe: Christoph Luxenberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Syro-Aramäische Lesart des Koran. Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache&amp;#039;&amp;#039;. Hans Schiller, 2015. S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt; Früchte, die in den Paradiesvorstellungen des Orients von alters her als Sinnbild von Wohlleben und Behaglichkeit galten und die im Kontext des nächsten Verses&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;... und sie verlangen darin in Sicherheit (und Frieden) nach allerlei Früchten&amp;#039;&amp;#039; 44:55 nach [[Koranübersetzung#Paret (1966)|Paret]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ihre Ergänzung finden. Seine dahingehenden Thesen sind auf teils heftige Kritik gestoßen. (Siehe [[Christoph Luxenberg#Akademische Rezeption der syro-aramäischen Lesart des Koran]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung in der Gegenwart ==&lt;br /&gt;
In der Gegenwart dienen die Huris mehrfach als Mittel zur Motivierung von jungen männlichen Muslimen zu [[Selbstmordattentat]]en. So wurde zum Beispiel den [[Terroranschläge am 11. September 2001|Attentätern des 11. September]] in der [[Geistliche Anleitung|„Geistlichen Anleitung“]], die in ihrem Gepäck gefunden wurde, in Aussicht gestellt, dass die Paradiesgärten bereits für sie geschmückt seien und die Huris sie herbeiriefen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Albrecht Fuess, Moez Khalfaoui und Tilman Seidensticker: &amp;quot;Die &amp;#039;Geistliche Anleitung&amp;#039; der Attentäter des 11. September&amp;quot; in Hans G. Kippenberg, Tilman Seidensticker (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Terror im Dienste Gottes: Die &amp;#039;Geistliche Anleitung&amp;#039; der Attentäter des 11. September 2001&amp;#039;&amp;#039;. 2004. S. 17–27, hier S. 22 u. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ana Davitashvili: &amp;#039;&amp;#039;Von den Huris zu den gläubigen Frauen im Paradies. Ein Beitrag zur Untersuchung des frühislamischen Frauenbildes.&amp;#039;&amp;#039; Brill-Schöningh, Paderborn 2024. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vokabular des Korans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eschatologie (Islam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernatürliches Wesen (Islam)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fano</name></author>
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