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	<title>Hungerstreik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T08:58:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hungerstreik&amp;diff=51922&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Politischer Hungerstreik */ Hungerstreik-Medaille</title>
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		<updated>2026-02-07T19:27:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Politischer Hungerstreik: &lt;/span&gt; Hungerstreik-Medaille&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hungerstreik Zelt Hannover.jpg|mini|Zelt eines Hungerstreikenden in der Öffentlichkeit]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hungerstreik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form des [[Passiver Widerstand|passiven Widerstands]]. Ein Einzelner oder eine Gruppe verweigern dabei die [[Nahrung]]saufnahme mit dem bewussten Risiko, Schaden zu nehmen, vielleicht auch zu sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trockenen Hungerstreik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird auch die Aufnahme von Flüssigkeit verweigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hungerstreik wurde weltweit schon früh als Form des politischen Widerstands praktiziert. Wie jede [[Streik]]aktion ist der politische Hungerstreik eine öffentliche [[Demonstration]] mit einem konkreten Ziel. Das unterscheidet den Hungerstreik vom [[Fasten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Die Nahrungsverweigerung kann ab etwa drei bis vier Wochen zu ernsthaften, zum Teil bleibenden gesundheitlichen Schäden bis hin zum [[Tod]] führen, siehe [[Hungerstoffwechsel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige hungerstreikende Menschen haben 50 bis 70 Tage überlebt. [[Bobby Sands]], ein Mitglied der [[Provisional Irish Republican Army|IRA]], starb während des [[Irischer Hungerstreik von 1981|Hungerstreiks von 1981]] nach 66 Tagen. [[Holger Meins]], Mitglied der Rote Armee Fraktion, starb nach 57 Tagen im Jahre 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zwangsernährung]] bei Hungerstreik ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verboten. Das Verbot des Weltärzteverbandes wird in einigen anderen Ländern missachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/politik/ausland/aerzte-aechten-zwangsernaehrung-guantanamo_id_1726492.html Focus: Weltärztebund hat Zwangsernährung bei Hungerstreik verboten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Politischer Hungerstreik ===&lt;br /&gt;
[[Mohandas Karamchand Gandhi|Mahatma Gandhi]] in Indien verweigerte in den 1930er und 1940er Jahren mehrfach wochenlang die Nahrungsaufnahme, um sein Volk von einem Bürgerkrieg abzuhalten, zu dem es dann tatsächlich nicht kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Louis Lecoin]] (1888–1971) trat in seinem 1958 begonnenen, auch von [[Albert Camus]] unterstützten Kampf für Legalisierung der Kriegsdienstverweigerung am 1. Juni 1961 in einen Hungerstreik, der bald von der großen Presse (besonders der satirischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Canard enchaîné]]&amp;#039;&amp;#039;) unterstützt wurde. Am 22. Tag brach er das Fasten aufgrund eines Einlenkens von Premierminister [[Georges Pompidou]] ab, aber erst auf Androhung eines erneuten Hungerstreiks zwei Jahre später kam es zum Nachgeben der Regierung und schließlich im Dezember 1963 zum Erlass eines Gesetzes und zur Freilassung der inhaftierten Verweigerer. Seine Nominierung für den Friedensnobelpreis ließ er 1964 zugunsten von [[Martin Luther King]] zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1967 protestierte [[Fritz Teufel]] gegen seine [[Verhaftung]] bei der [[Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin]] mit einem politischen Hungerstreik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inhaftierten Mitglieder der linksextremistischen Terrororganisation [[Rote Armee Fraktion]] setzen ab 1972 in Westdeutschland den Hungerstreik massiv als politisches Mittel ein, um ihre Haftbedingungen zu verbessern. Die Justiz ging auf einige Forderungen ein, die wichtigste Forderung nach Zusammenlegung aller RAF-Häftlinge wurde jedoch nie gewährt. Die RAF-Häftlinge führten bis 1994 insgesamt zehn kollektive Hungerstreiks durch, an deren Folgen zwei Gefangene starben. Vor allem der Tod von [[Holger Meins]] 1974 wurde von der RAF als Märtyrertum bezeichnet und trug dazu bei, dass eine zweite Generation entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tübinger Lehrer [[Hartmut Gründler]] setzte zwischen 1975 und 1977 mehrfach das Druckmittel des Hungerstreiks ([[Saftfasten]], [[Wasserfasten]]) ein, um in [[Wyhl]], Tübingen und Kassel gegen vermeintliche „Falschinformation“ in der Atomenergiepolitik, speziell zur [[Endlagerung]], zu protestieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1980 skandalisierten 11 Sinti, darunter [[Romani Rose]] und [[Jakob Bamberger]], und eine Sozialarbeiterin den [[Antiziganismus]] deutscher Behörden durch einen Hungerstreik in der [[KZ-Gedenkstätte Dachau]]. Nach acht Tagen wurde der Streik abgebrochen, aber zu einem zentralen Gründungsmoment der [[Bürgerrechtsbewegungen|Bürgerrechtsbewegung]] von [[Sinti und Roma]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Irischer Hungerstreik von 1981|irischen Hungerstreik von 1981]] starben zehn Häftlinge, Mitglieder der [[Provisional Irish Republican Army]] (IRA) und der [[Irish National Liberation Army]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. August 2021 begannen sieben junge Menschen in Berlin den unbefristeten [[Hungerstreik der letzten Generation]], um vor der [[Klimakatastrophe]] zu warnen. Zudem forderten sie, „eine ehrliche und offene Diskussion“ mit den drei Kanzlerkandidaten der [[Bundestagswahl 2021]] zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nordbayern.de/politik/hungerstreik-furs-klima-vor-dem-reichstag-unsere-lage-spitzt-sich-zu-1.11349754 |titel=Hungerstreik fürs Klima vor dem Reichstag: „Unsere Lage spitzt sich zu“ |abruf=2021-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Par l’édition du soir, avec l’Agence France-Presse (AFP) |url=https://www.ouest-france.fr/leditiondusoir/2021-09-15/qui-sont-ces-jeunes-allemands-qui-font-une-greve-de-la-faim-pour-denoncer-linaction-climatique-af4f17db-5c6b-4dec-99d8-9df58cc9245d |titel=Qui sont ces jeunes Allemands qui font une grève de la faim pour dénoncer l’inaction climatique ? |hrsg=Edition du soir Ouest-France |datum=2021-09-15 |abruf=2021-09-16 |sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 25. September wurde der Hungerstreik abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Hungerstreik-Medaille|Hungern bis ihr ehrlich seid}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hungerstreik von Flüchtlingen ===&lt;br /&gt;
Während der [[Flüchtlingsproteste in Deutschland 2012/13|Flüchtlingsproteste in Deutschland]] kam es 2013 zu einem Hungerstreik von über 70 Personen in München. Das Lager der Asylsuchenden wurde nach 8 Tagen von der Polizei geräumt, um ernsthafte gesundheitliche Zwischenfälle zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/politik/deutschland/44-asylbewerber-im-krankenhaus-hungerstreik-camp-in-muenchen-trotz-gegenwehr-geraeumt_aid_1030127.html |titel=Hungerstreik-Camp in München trotz Gegenwehr geräumt |hrsg=Fokus online |datum=2013-06-30 |abruf=2013-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Oktober 2013 traten über 20 Flüchtlinge vor dem Brandenburger Tor in Berlin in einen trockenen Hungerstreik. Sie fordern die Änderung der Asylgesetzgebung, die Abschaffung der [[Residenzpflicht]] und die Anerkennung ihrer Asylanträge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rbb-online.de/politik/thema/streit-um-fluechtlingsheime/beitraege/fluechtlinge-in-schlechtem-gesundheitszustand1.html |titel=Polizei will &amp;quot;Gruppensuizid&amp;quot; der Flüchtlinge verhindern |hrsg=rbb online |datum=2013-10-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131020074315/http://www.rbb-online.de/politik/thema/streit-um-fluechtlingsheime/beitraege/fluechtlinge-in-schlechtem-gesundheitszustand1.html |archiv-datum=2013-10-20 |abruf=2013-10-20 |offline=1 |archiv-bot=2019-04-18 04:46:09 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nürnberg streikten 2015 sechs Flüchtlinge fünf Tage in trockenem Hungerstreik gegen die Flüchtlingspolitik und die Verfahrensverschleppung durch das [[Bundesamt für Migration und Flüchtlinge|BAMF]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Trockener Hungerstreik von Flüchtlingen in Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Abendzeitung.&amp;#039;&amp;#039; 22. September 2015 ([https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nuernberg-weder-essen-noch-trinken-fluechtlinge-im-hungerstreik.c203c499-729e-4db5-8427-073e5a1ecfe5.html abendzeitung-muenchen.de])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hungerstreik gegen Werks- und Grubenschließungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Salz-hungerstreikglas hg.jpg|mini|hochkant=0.6|Ein Glas mit Salz erhielt 1993 jeder am Hungerstreik im [[Kaliwerk Bischofferode]] beteiligte Bergmann]]&lt;br /&gt;
In Deutschland kam es in den 1960er Jahren im Zusammenhang mit der Schließung verschiedener Steinkohle-Zechen mehrfach zu Hungerstreikaktionen, die zwar großes Medienecho hervorriefen, aber die Schließungen nicht verhindern konnten. Auch die Stilllegung der [[Kombinat Kali|Kaligruben der ehemaligen DDR]] konnte in den 1990er Jahren durch Hungerstreiks der Bergleute nicht abgewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hungerstreik gegen Haftbedingungen ===&lt;br /&gt;
Wegen angeblicher Schikanen gegen Gefängnisinsassen befanden sich, nach Angaben des Organisators, seit dem 1. August 2008 mehr als 550 Häftlinge aus insgesamt 49 bundesdeutschen Gefängnissen in einem einwöchigen Hungerstreik. Aus Solidarität mit ihnen verweigerten auch einige wenige Gefängnisinsassen aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Spanien für eine Woche die Nahrung. Unabhängige Bestätigung dieser Zahlen liegt nicht vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/tp/features/Hungerstreik-in-deutschen-Gefaengnissen-3419591.html Hungerstreik in deutschen Gefängnissen] Vgl. dazu auch die {{Webarchiv |url=http://www.strafvollzugsarchiv.de/index.php?action=archiv_beitrag&amp;amp;thema_id=20&amp;amp;beitrag_id=220&amp;amp;gelesen=220 |text=Strafvollzugsarchiv |wayback=20120120201027 |archiv-bot=2019-04-18 04:46:09 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2011 führten fünf [[Sicherungsverwahrung|Sicherheitsverwahrte]] in der [[Justizvollzugsanstalt Celle|JVA Celle]] einen 37-tägigen Hungerstreik für bessere Unterbringungsbedingungen durch. Dabei beriefen sie sich auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Mai 2011, nach der die Sicherungsverwahrung vom Strafvollzug abzugrenzen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sicherungsverwahrte beenden fünfwöchigen Hungerstreik&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 7. September 2011 ({{Webarchiv|url=http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Sicherungsverwahrte-beenden-fuenfwoechigen-Hungerstreik |wayback=20140307180205 |text=haz.de |archiv-bot=2025-07-11 19:34:13 InternetArchiveBot }}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 17. April 2012 kam es in israelischen Gefängnissen zu einem großangelegten Hungerstreik von 1600 palästinensischen Gefangenen, darunter im [[Schikma-Gefängnis]] in Aschkelon, für bessere Haftbedingungen. Sie forderten Aufhebung von Beschränkungen bei Familienbesuchen, mehr Bildungsmöglichkeiten, die Abschaffung der Einzelhaft sowie der [[Administrativhaft (Israel)|Verwaltungshaft]], die ohne Anklage unbegrenzt verlängert werden kann. Dieser Streik wurde erst nach Zugeständnissen der Gefängnisverwaltung nach bis zu 70 Tagen beendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/palestinian-prisoners-end-hunger-strike-as-agreement-reached-with-israeli-officials-1.430437 Palestinian prisoners end hunger strike as agreement reached with Israeli officials], Ha-Aretz am 14. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Tagesschau: {{Webarchiv |url=http://www.tagesschau.de/ausland/hungerstreikpalaestinenser100.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Hungerstreik Palaestinenser&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120505172005}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Israel Palaestinenserhungerstreik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.zeit.de/politik/ausland/2012-05/israel-palaestinenser-hungerstreik zeit.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Monate davor war es bereits zu Hungerstreiks Einzelner gegen ihre [[Militärgericht#Administrativhaft|administrative Haft]] gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuellste Fall eines Hungerstreiks ist der des Ukrainers Serhij K., welcher seit dem 31. Oktober 2025 in einem italienischen Hochsicherheitsgefängnis jegliche Nahrungsaufnahme verweigert. Serhij K. ist der mutmaßliche Drahtzieher beim [[Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines]] im September 2022. Er protestiert damit gegen seine Haftbedingungen und die geplante Auslieferung nach Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/nord-stream-verdaechtiger-in-italien-im-hungerstreik-li.10003934 Nord-Stream-Verdächtiger in Italien im Hungerstreik], Berliner Zeitung vom 4. November 2025, eingesehen am 5. November 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hungerstreiks für Klimaschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Bundestagswahl 2021 traten Klimaaktivisten in den Hungerstreik (&amp;quot;[[Hungerstreik der letzten Generation|Hungerstreiks der letzten Generation]]&amp;quot;). Ab dem 30. August hielten sie sich in einem Camp im Spreebogenpark auf und forderten öffentliche Gespräche mit allen  Kanzlerkandidaten der großen deutschen Parteien über Klimaschutz und die Abhaltung eines &amp;quot;Bürgerrats Klima&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Augsburger Allgemeine |url=https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Berlin-Hungerstreik-fuers-Klima-Aktivisten-setzen-Scholz-Laschet-und-Baerbock-ein-Ultimatum-id60599736.html |titel=Hungerstreik fürs Klima: Aktivisten setzen Scholz, Laschet und Baerbock ein Ultimatum |sprache=de |abruf=2024-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Teil der Gruppe initiierte später die als &amp;quot;Klimakleber&amp;quot; bekannt gewordene Aktivitätengruppe &amp;quot;[[Aufstand der letzten Generation]]&amp;quot; (kurz &amp;quot;LG&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 7. März 2024 fordern Aktivisten von &amp;quot;[[hungern bis ihr ehrlich seid]]&amp;quot; im Berliner Regierungsviertel von Bundeskanzler Scholz eine Regierungserklärung zur Klimakrise.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.t-online.de/-/100360320 |titel=Klimaaktivist wirft sich Galgen um den Hals: Hungerstreik in Berlin gestartet |datum=2024-03-08 |sprache=de |abruf=2024-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionen zur Zwangsernährung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gurney Used for Enteral Feeding.jpg|mini|Liege zur Zwangsernährung im [[Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base]]]]&lt;br /&gt;
Artikel 6 der Erklärung von Tokio&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wma.net/en/20activities/10ethics/20tokyo/index.html |text=The World Medical Association Declaration of Tokyo |wayback=20101204222609 |archiv-bot=2018-04-15 11:40:19 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[World Medical Association]] von 1975 hält klar fest, dass Ärzte sich nicht an Maßnahmen zur [[Zwangsernährung]] von Häftlingen beteiligen dürfen. Denn durch solche Zwangsmaßnahmen würde das [[Selbstbestimmungsrecht]] – hier das [[Streikrecht]] – der Betroffenen verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;Erklärung von Malta&amp;#039;&amp;#039; von 1992 erneuerte der [[Weltärztebund]] seine Forderung an die Ärzteschaft, Zwangsernährung nicht zu unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wma.net/policies-post/wma-declaration-of-malta-on-hunger-strikers/ &amp;#039;&amp;#039;WMA Deklaration of Malta on hunger strikers&amp;#039;&amp;#039;], auf wma.net.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Declaration on Hunger Strikers“ wurde 1996 und 2006 überarbeitet und aufgrund der vermehrten Anwendung von Zwangsernährung im US-[[Internierungslager]] in [[Guantanamo-Bucht|Guantánamo]] im Wortlaut weiter verschärft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärzte im deutschen Sprachraum sind durch ihre Mitgliedschaft in der deutschen [[Bundesärztekammer]], der [[Österreichische Ärztekammer|Österreichischen Ärztekammer]] bzw. der [[Foederatio Medicorum Helveticorum|Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte]] (FMH) an diese Erklärung gebunden. Dennoch wird im deutschen Sprachraum über die Zwangsernährung von hungerstreikenden Asylbewerbern diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trockener Hungerstreik ==&lt;br /&gt;
Durch die Verweigerung von Flüssigkeitsaufnahme ist der trockene Hungerstreik eine extrem verschärfte Form des Hungerstreikes. Die Überlebenszeit ohne Wasser beträgt nur wenige Tage. [[Verdursten]] ist die Folge. Durch die kurze Zeitspanne bis zum Tod bringt der trockene Hungerstreik den Adressat des Streikes unter stärksten moralischen Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wasserverlust im Körper ([[Dehydratation (Medizin)|Dehydratation]]) führt zu [[Bewusstlosigkeit]] und zum Tod. Symptome sind Sprachstörungen, unsicherer Gang, Schwächegefühl, niedriger Blutdruck, Verwirrung ([[Delirium]]), [[Kalziummangel]], [[Nierenversagen]]. Todesursache ist [[Multiorganversagen]]. Rechtzeitiges erneutes Trinken oder Flüssigkeitszufuhr über [[Infusion]] verhindert zwar den Tod, aber Nieren und Gehirn können nach einem fortgeschrittenen trockenen Hungerstreik dauerhaft geschädigt sein. Auch unsachgemäße Flüssigkeitszufuhr kann zu zerebralen Störungen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Maximilian Buschmann: &amp;#039;&amp;#039;„Freiheit oder Hungertod“. Hungerstreiks als Protestform politischer Gefangener in der frühen Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;WerkstattGeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Heft 80, 2019, S. 17–35 ([https://werkstattgeschichte.de/wp-content/uploads/2019/09/WG80_017-035_Buschmann_Freiheit.pdf pdf]).&lt;br /&gt;
*Maximilian Buschmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung des Hungerstreiks, eine transnationale Geschichte, 1880–1950.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2023 (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft; 247), ISBN 978-3-525-37105-3 (Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität Münchem 2021).&lt;br /&gt;
*Sabine Hunziker: &amp;#039;&amp;#039;Protestrecht des Körpers. Einführung zum Hungerstreik in Haft.&amp;#039;&amp;#039; [[Unrast Verlag]], Münster 2017. ISBN 978-3-89771-585-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hunger strikes|Hungerstreik}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hungerstreik| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Suizid]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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