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	<title>Hundsrose - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Georg Hügler am 10. Oktober 2025 um 16:55 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-10T16:55:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Hundsrose&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Rosa canina&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Hundsrosen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Caninae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Sektion&lt;br /&gt;
| Taxon3_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Rosa&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Untergattung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Rosen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Rosa&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Rosoideae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Rosaceae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Bild             = Rosa canina 6.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Hundsrose (&amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hundsrose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hunds-Rose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heckenrose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heiderose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hagrose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;hage&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 396 (zu &amp;#039;&amp;#039;hagroße&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;hage&amp;#039;&amp;#039;; „hagroßen vnd pletter von hagen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;) genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der [[Rosengewächse]] (Rosaceae). Sie ist die mit Abstand häufigste wild wachsende Art der Gattung Rosen (&amp;#039;&amp;#039;Rosa&amp;#039;&amp;#039;) in Mitteleuropa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Das [[Epitheton#Biologie|Artepitheton]] &amp;#039;&amp;#039;canina&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;canis&amp;#039;&amp;#039; ‚Hund‘ ab,&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag &amp;#039;&amp;#039;caninus.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmut Genaust: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen.&amp;#039;&amp;#039; 2., verbesserte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1983, ISBN 3-7643-1399-4, S. 91–92.&amp;lt;/ref&amp;gt; der deutsche Name Hundsrose ist eine Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Rubus caninus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Pape-1880/0/Suche?&amp;amp;q=CANINUS Pape (1880).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 153 (&amp;#039;&amp;#039;Rubus caninus:&amp;#039;&amp;#039; Rosa canina L.)&amp;lt;/ref&amp;gt;). Für den [[Trivialname]]n „Hundsrose“ gibt es mehrere Erklärungen. Einerseits werden zusammengesetzte Wörter (Komposita) mit „Hund-“ als Zuschreibung verwendet, um etwas Niedriges, möglicherweise Verachtenswertes, auszudrücken;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://woerterbuchnetz.de/DWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=DWB&amp;amp;mode=Volltextsuche&amp;amp;lemid=GH13199#XGH13199 Hund, im DWB Deutsches Wörterbuch, von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961. Digital bearbeitet im Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier, www.woerterbuchnetz.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; die Hundsrose wäre also die „gemeine“ oder „gewöhnliche“ Rose. Andererseits wurde die Hundsrose als Heilmittel gegen die auch „Hundswut“ genannte [[Tollwut]] angegeben,&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Madaus: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der biologischen Heilmittel.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Neuauflage, Georg Olms Verlag, 1976, ISBN 978-3-487-05892-4, auf Seite 2334–2335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Giebelmann (2004): &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeschichtliches zu Rosengewächsen.&amp;#039;&amp;#039; T + K &amp;#039;&amp;#039;Toxichem Krimtech (Mitteilungsblatt der Gesellschaft für Toxikologische und Forensische Chemie)&amp;#039;&amp;#039; 71 (2): 54-63.&amp;lt;/ref&amp;gt; die oft durch Hundebisse übertragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:20140211Rosa canina3.jpg|mini|links|[[Stachel (Botanik)|Stacheln]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration Rosa canina1.jpg|mini|Illustration von [[Otto Wilhelm Thomé]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosa canina blatt 2005.05.26 11.50.13.jpg|mini|links|Gefiedertes Laubblatt mit Nebenblättern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Hundsrose wächst als sommergrüner, aufrechter, lockerer [[Strauch]] und bildet lange, bogig überhängende Äste und Zweige. Meist wird sie zwei bis drei Meter hoch, selten vier; im Schatten kann sie als [[Spreizklimmer]] auch höher werden. Sie ist schnellwüchsig und meist breiter als hoch. Die [[Stachel (Botanik)|Stacheln]] sind gleichartig: Sie haben eine breite, herablaufende Basis, sind kräftig und hakig, nur selten sichelig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständig angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. [[Blattstiel]] und [[Rhachis|Blattrhachis]] sind meist kahl, selten mit einzelnen Härchen, drüsenlos oder mit einzelnen Stieldrüsen, seltener stärker mit Drüsen besetzt. Die unpaarig gefiederte Blattspreite besteht je nach Varietät aus sehr unterschiedlichen fünf oder sieben Fieder[[blättchen]]. Die derben und starren Fiederblätter sind von frischgrüner Farbe, nur selten hechtblau überlaufen, glänzend oder matt bereift. Die Fiederblättchen sind meistens 1,5-mal so lang wie breit und elliptisch bis eiförmig. Die Basis der Fiederblättchen ist gerundet, und am oberen Ende steht eine kurze, nicht klar abgesetzte Spitze. Der Rand der Fiederblättchen ist seltener regelmäßig einfach gesägt, häufiger ein- bis zweifach drüsig gesägt. Die in der Regel schmalen, spitz und nach vorne streichenden Blättchenzähne tragen Knorpelspitzen, Drüsenrudimente oder einzelne Drüsen. Blattober- wie -unterseiten sind kahl, die Oberseite ist drüsenlos, die Unterseite kann drüsig sein. Die kahlen [[Nebenblatt|Nebenblätter]] besitzen einen kahlen oder häufiger drüsig gewimperten Rand. Die Drüsen der Hundsrose haben keinen auffälligen Duft. Die Herbstfärbung der Laubblätter ist fahlgelb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hunds-Rose.ISO200.f6.3.jpg|mini|Radiärsymmetrische Blüte mit fünf Kronblättern und vielen Staubblättern]]&lt;br /&gt;
An den Sträuchern sitzen meist viele rosafarbige Blüten, die einzeln oder bis zu zehnt (selten zahlreicher) zusammenstehen. Die einzelnen Blüten sind nur wenige Tage geöffnet. Der meist drüsenlose Blütenstiel ist 1 bis 2, selten bis 3 Zentimeter lang. Hochblätter sind kaum bis gut entwickelt, meist drüsenlos, am Rand aber drüsig gewimpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwittrigen [[Blüte]]n sind [[radiärsymmetrisch]] und fünfzählig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Die fünf kahlen und drüsenlosen bis drüsig gewimperten [[Kelchblätter]] sind nach der [[Anthese]] zurückgeschlagen und fallen frühzeitig ab, so dass sie zur Fruchtreife nicht mehr vorhanden sind. Der Durchmesser der Blütenkrone beträgt meist 3,5 bis 4,5&amp;amp;nbsp;cm, seltener zwischen 2,5 und 5&amp;amp;nbsp;cm. Die fünf [[Kronblatt|Kronblätter]] sind meist hellrosafarben, (als „Weiße Heckenrose“) selten weiß oder kräftig rosafarben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der [[Staubblatt|Staubblätter]] ist unterschiedlich, liegt aber zwischen 20 und 100. Die [[Griffel (Botanik)|Griffel]] sind kahl, steifhaarig oder wollig behaart. Das [[Narbe (Botanik)|Narbenköpfchen]] ist vom Huttyp, selten vom Buketttyp. Blütezeit ist im Juni, sie ist einmal blühend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosa canina fruits.jpg|mini|Die reifen Früchte tragen keine Kelchblätter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
Die [[Frucht|Früchte]], die sogenannten [[Hagebutte]]n, sind von der Gestalt sehr variabel, bei der Hundsrose kommen praktisch alle bekannten Hagebuttenformen vor. An einem Strauch ist die Form&amp;amp;nbsp;– mit Ausnahme der endständigen Zentralbutte&amp;amp;nbsp;– immer gleich: Am häufigsten sind sie länglich-ellipsoidisch oder eiförmig. Sie sind meist drüsenlos, nur bei stieldrüsigen Formen kann auch die Basis der Hagebutten mit Drüsen besetzt sein. Der Stiel der Hagebutte ist meist ein- bis zweimal so lang wie die Hagebutte, häufig auch kürzer, nur selten auch länger. Zur Reife sind die Hagebutten rot und hart, häufig sind sie auch im Frühling noch am Strauch. Der Griffelkanal ist eng, der Diskusring ist breit. Der Diskus ist schwach bis stark konvex und hat einen Durchmesser von 3,2 bis 5, selten 6 Millimetern. Die Reife erfolgt im Vergleich zu anderen Rosen sehr spät im Oktober und November, selten schon im September.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genetik ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahl beträgt 2n=35. Wie alle Arten der Sektion &amp;#039;&amp;#039;[[Hundsrosen|Caninae]]&amp;#039;&amp;#039; verfügt die Hundsrose über eine besondere Form der [[Meiose]], die [[Hundsrosen#Canina-Meiose|balancierte Heterogamie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltsstoffe ===&lt;br /&gt;
Vitamine (insbesondere Vitamin C in der fleischigen Fruchtschale), Farbstoffe ([[Carotinoide]]), Zucker, Gerbstoffe, organische Säuren, [[Pektin]], ätherisches Öl und andere Substanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lingenlexikon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die Hundsrose ist ein winterkahler Dornstrauch mit überwiegend grünen, [[Photosynthese]] treibenden Zweigen. Als [[Spreizklimmer]] kann sie im Schatten über 5&amp;amp;nbsp;m hoch werden; sie wird maximal bis zu 300 Jahre alt. Im ersten Jahr wachsen bis über 2&amp;amp;nbsp;m lange, einfache Schösslinge heran. Im zweiten Jahr entwickeln sich aus den Achseln der vorjährigen Blätter kurze Seitentriebe, die oft in Blüten enden. Die sprichwörtlichen „[[Dorn (Botanik)|Dornen]]“ der Rose sind in Wirklichkeit [[Stachel (Botanik)|Stacheln]]; sie dienen als Kletterorgane, Fraßschutz und eventuell auch als Kondensationspunkte für [[Tau (Niederschlag)|Tau]]. Die Wurzel der Hundsrose bildet eine VA-[[Mykorrhiza]] aus. Sie ist eine Licht- bis Halbschattenpflanze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blüten sind homogame „Pollen-Scheibenblumen“, d.&amp;amp;nbsp;h., sie haben keinen [[Nektar (Botanik)|Nektar]]. Der Farbkontrast zwischen den gelben Staubbeuteln und den rosa Kronblättern ist für die Schauwirkung der Blüte verantwortlich. Die Blütenfarbe wird durch [[Anthocyane]], vor allem durch [[Cyanidin]] hervorgerufen. Der [[Pollen]] steht den Blütenbesuchern nur vormittags zur Verfügung. [[Bestäuber]] sind [[Insekten]] aller Art außer [[Schmetterlinge]]. Sie setzen sich in die Mitte der Blüte und bewirken so eine [[Fremdbestäubung]]. Auch die [[Selbstbestäubung]] ist teilweise erfolgreich. Ob daneben [[Same (Pflanze)|Samen]] auch durch [[Apomixis]] entstehen können, ist unklar. Die [[Chromosomen]] stammen überwiegend von der Mutterpflanze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Fruchtblätter bilden ein [[apokarp]]es [[Gynoeceum]]. Die Kelchblätter sind spiralig zu einer 2/5-Schraube gedreht, die untersten sind weitgehend laubig (geteilt), nach oben zu werden sie fortschreitend vereinfacht. Hierzu gibt es den Rätselvers: „Fünf Brüder sind’s,&amp;amp;nbsp;/ zu gleicher Zeit geboren,&amp;amp;nbsp;/ zwei tragen einen vollen Bart,&amp;amp;nbsp;/ dem dritten ist die Wang geschoren,&amp;amp;nbsp;/ die beiden letzten bleiben unbehaart.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte, [[Hagebutten]] genannt, sind [[Sammelnussfrucht|Sammelnussfrüchte]]. Sie entstehen dadurch, dass die freistehenden Fruchtknoten zu Nüsschen, „Kerne“ genannt, heranwachsen und insgesamt von dem zur Reife fleischigen Fruchtbechern umschlossen werden. Die Rotfärbung des Fruchtbechers wird durch [[Karotinoide]], insbesondere durch [[Lycopin]], hervorgerufen. Es erfolgt Versteck- und Verdauungsausbreitung. Fruchtreife ist von September bis Oktober.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[vegetative Vermehrung]] geschieht durch Wurzelsprosse, unterirdische [[Stolo|Ausläufer]] und durch herabgesenkte, sich bewurzelnde Zweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schädlinge ===&lt;br /&gt;
Nicht selten findet man an Rosen mehrere Zentimeter breite Gallbildungen, die „Rosenäpfel“ oder „Schlafäpfel“ genannt werden, das sind Gewebewucherungen, die nach dem Einstich der Rosengallwespe ([[Gemeine Rosengallwespe]]) entstehen und die in mehreren kleinen Kammern deren Larven beherbergen. Gelegentlich findet man in den Blüten der Hundsrose einzelne [[Gartenlaubkäfer]], die an den Blütenblättern kleine Fraßspuren hinterlassen. Auch der selten gewordene [[Goldglänzender Rosenkäfer|Goldglänzende Rosenkäfer]] ist auf Hundsrosenblüten anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Hundsrose kommt in ganz Europa mit Ausnahme der nördlichsten Gebiete vor: Sie fehlt in Finnland und Island, in den Küstenregionen Norwegens kommt sie bis zum 62. Breitengrad vor. Im Osten verläuft die Arealgrenze vom [[Ladogasee]] im Norden bis zur Wolga. Östlich davon gibt es Einzelvorkommen bis zum Ural. Zudem kommt sie im Nordwesten Afrikas vor und in Vorderasien, wobei sie in Jordanien und Israel selten ist und im Irak fehlt. Im [[Pamir (Gebirge)|Pamir]] gibt es ein isoliertes Teilareal. In Nordamerika ist die Hundsrose ein [[Neophyt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hundsrose ist häufig, lediglich in Gebirgslagen und in Sandgebieten ist sie selten. Sie bevorzugt mäßig trockene bis frische Böden, die basenreich, mäßig sauer bis milde sind. Oft sind die [[Boden (Bodenkunde)|Böden]] [[Humus|humos]] und tiefgründig, sie wächst aber auch auf steinigen Lehm- und Sandböden sowie auf Auböden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wächst an Straßen- und Wegrändern, auf Weiden, in Hohlwegen, in Gebüschen, Waldsäumen, lichten Wäldern und auf Strandwällen. Sie ist ein [[Pioniergehölz]] und pflanzensoziologisch eine [[Charakterart]] der Prunetalia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hundsrose kommt in Mitteleuropa vom Tiefland bis in die Gebirge vor, kommt also von der [[Höhenstufe (Ökologie)|planaren bis in die montane Höhenstufe]] vor, selten bis in die subalpine. In den Alpen steigt sie bis in Höhenlagen von 1680 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt sie auf der Kessel-Alpe beim Immenstädter Horn oberhalb [[Bühl am Alpsee]] bis zu einer Höhenlage von 1200 Metern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung|Erstveröffentlichung]] von &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1753 durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039;, 1, S. 491.&amp;lt;ref name=&amp;quot;biodiversitylibrary&amp;quot; /&amp;gt; [[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]] von &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} sind: &amp;#039;&amp;#039;Rosa ciliatosepala&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Blocki}}, &amp;#039;&amp;#039;Rosa corymbifera&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Borkh.}}, &amp;#039;&amp;#039;Rosa dumetorum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thuill.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; gehört zur Subsektion &amp;#039;&amp;#039;Caninae&amp;#039;&amp;#039; in der Sektion &amp;#039;&amp;#039;Caninae&amp;#039;&amp;#039; ([[Hundsrosen]]) innerhalb der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Rosen|Rosa]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; ist sehr formenreich, weshalb in der Vergangenheit einige hundert Arten dieser [[Pflanzensippe|Sippe]] beschrieben wurden. Sie werden heute nicht mehr anerkannt. Auch die von I. Klášterský 1968 im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;Flora Europaea&amp;#039;&amp;#039; aufgestellten Kleinarten werden heute meist nicht mehr als eigenständige Arten akzeptiert. Vielfach sind regionale Sippen morphologisch gut abgrenzbar, ihr taxonomischer Status ist jedoch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henker führt in der &amp;#039;&amp;#039;Flora Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039; folgende Sippen innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; an, die er vorläufig als Varietäten einstuft:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;glandulosa&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Rau}}: die häufigste Sippe in Mitteleuropa&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;andegavensis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Bastard) Arechav.}}: selten bis zerstreut&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;scabrata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Crépin ex Scheutz}}: selten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;blondaeana&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Rip. ex Crépin}}: selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sippe, wie hier vorgestellt, wird nicht von allen Autoren im Artrang geführt. Manche führen sie als Unterart einer weiter gefassten Art &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit &amp;#039;&amp;#039;[[Rosa corymbifera]]&amp;#039;&amp;#039;, teils auch mit &amp;#039;&amp;#039;Rosa tomentella&amp;#039;&amp;#039;. Die Artengruppe &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; agg. im Sinne der Liste der Gefäßpflanzen Mitteleuropas (Ehrendorfer, 1973) umfasste die als eigene Arten eingestuften Sippen &amp;#039;&amp;#039;Rosa andegavensis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rosa blondaeana&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039; s.&amp;amp;nbsp;str. und &amp;#039;&amp;#039;Rosa squarrosa&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hundsrose bildet mit den meisten europäischen Wildrosen [[Bastard]]e, sehr formenreich sind die Bastarde mit &amp;#039;&amp;#039;[[Rosa gallica]], [[Rosa pendulina]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Rosa spinosissima]]&amp;#039;&amp;#039;. Der bekannteste Bastard ist der mit &amp;#039;&amp;#039;[[Rosa tomentosa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rosa&amp;#039;&amp;#039; ×&amp;#039;&amp;#039;scabriuscula&amp;#039;&amp;#039;, die lange als eigene Art geführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hildesheim Rosenstock.jpg|mini|Der &amp;#039;&amp;#039;Tausendjährige Rosenstock&amp;#039;&amp;#039; am Hildesheimer Dom]]&lt;br /&gt;
Die Hundsrose wird als [[Pioniergehölz]] für Misch- und [[Schutzpflanzung]]en verwendet, als [[Bodenfestiger]] an Hängen, [[Böschung]]en und [[Halde]]n, zur [[Wiederbegrünung]] von Lehm- und [[Sandgrube]]n. Als Zierstrauch hat sie eine Bedeutung in naturnahen Gärten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflanzen/wildpflanzen/23026.html Wildpflanzen: &amp;#039;&amp;#039;Robuste Schönheiten – Heimische Wildrosen für den Naturgarten.&amp;#039;&amp;#039;] Website des [[Naturschutzbund Deutschland|NABU]], abgerufen am 16. Juni 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Baumschule|Rosenschule]]n ist sie die wichtigste [[Unterlage (Pflanzen)|Rosenunterlage]] zur [[Pflanzenveredelung|Veredelung]] von Rosensorten. Die Hagebutten werden vielfältig verwendet, so für Tees und für die Herstellung des Hagebuttenweins und [[Hagebuttenöl]]s.&lt;br /&gt;
Ein berühmtes und sehr altes Exemplar der Hundsrose ist der sogenannte [[Tausendjähriger Rosenstock|Tausendjährige Rosenstock]] in [[Hildesheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Henker: &amp;#039;&amp;#039;Rosa canina.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans. J. Conert u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gustav Hegi. Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band IV, Teil 2C. Spermatophyta: Angiospermae: Dicotyledones 2(4). Rosaceae (Rosengewächse).&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Parey, Berlin 2003, ISBN 3-8263-3065-X, S. 84–87.&lt;br /&gt;
* [[Ruprecht Düll]], [[Herfried Kutzelnigg]]: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Portrait.&amp;#039;&amp;#039; 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;tropicos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=27800145|WissName=Rosa canina}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;biodiversitylibrary&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.biodiversitylibrary.org/page/358510 Erstveröffentlichung eingescannt bei &amp;#039;&amp;#039;biodiversitylibrary.org&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lingenlexikon&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
L. Thurzová und Autorengemeinschaft: Lexikon der Heilpflanzen mit 112 Farbtafeln, Lingen Verlag, S. 196, ISBN 978-3-231-62457-3&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erhard Dörr, [[Wolfgang Lippert (Botaniker)|Wolfgang Lippert]]: &amp;#039;&amp;#039;Flora des Allgäus und seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 55.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Rosa canina|Hunds-Rose (&amp;#039;&amp;#039;Rosa canina&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{NCBI|id=74635}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|2651}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|26665|Rosa canina L. s. l., Hunds-Rose}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|4875|Rosa canina L. s. str.}}&lt;br /&gt;
* {{VKFloraweb|4875}}&lt;br /&gt;
* {{InfoFlora|ID=1012|WissName=Rosa canina L.|Abruf=2015-11-09}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Rosengewaechse/canina_agg.htm#Hunds-%20Rose Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wildfrucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beerenobst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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