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	<title>Hundetragen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hundetragen&amp;diff=325933&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhard Dietrich: ergänzt</title>
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		<updated>2025-03-18T13:22:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hundetragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Mittelalter|mittelalterliche]] [[Strafe]], die ursprünglich bei den [[Franken (Volk)|Franken]] und [[Schwaben]] und später im gesamten Reichsgebiet für [[Adel|Adlige]] üblich war, die aufgrund von [[Landfriedensbruch]] verurteilt worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten mussten, bevor ein Todesurteil an ihnen vollstreckt wurde, oder als Ersatz für eine über sie verhängte [[Todesstrafe]], welche (etwa aus politischen Gründen) nicht vollstreckt wurde, einen [[Haushund|Hund]] aus einem [[Gau]] in den anderen tragen. Dadurch sollte [[symbol]]isch angedeutet werden, dass sie besser getan hätten, bei ihrem Geschäft zu bleiben, als unberufen Kriegswirren anzustiften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ließ König [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] 938 die Anhänger des [[Aufruhr|aufrührerischen]] [[Herzog]]s [[Eberhard (Franken)|Eberhard]] von [[Herzogtum Franken|Franken]] bestrafen&amp;lt;ref&amp;gt;Widukind, Sachsengeschichte II, 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; und  eine [[Reichstag zu Worms (1155)|Reichsversammlung in Worms zu Weihnachten 1155]] verurteilte [[Erzbischof]] [[Arnold von Selenhofen|Arnold]] von [[Bistum Mainz|Mainz]] und den rheinischen [[Pfalzgraf|Pfalzgrafen]] [[Hermann von Stahleck]], die sich [[Fehde|befehdet]] und damit den [[Landfrieden]] gebrochen hatten, sowie ihre Helfer, Hunde zu tragen. Dem Erzbischof wurde – wohl aus politischen Rücksichten – die Strafe erlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto von Freising]] und [[Rahewin]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesta Frederici seu rectius cronica / Die Taten Friedrichs oder richtiger Cronica&amp;#039;&amp;#039;. (Übersetzt von Adolf Schmidt, hg. von [[Franz-Josef Schmale]]). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1965, S. 378f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Strafe ereilte auch andere Gruppen der Bevölkerung: So ließ man [[Geistliche]] einen Kodex tragen, Bauern ein Pflugrad und Dienstleute einen [[Reitsattel|Sattel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den gesammelten Werken des [[Justus Lipsius]] wird das Hundetragen erwähnt und als Herleitung für das Wort [[Canaille]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Justus Lipsius: &amp;#039;&amp;#039;Iusti Lipsi V.C. Opera omnia, postremum ab ipso aucta et recensita ; nunc primum copioso rerum indice illustrata.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4. Plantin-Moretus, Antwerpen 1637, [https://books.google.de/books?id=y0BgNdDiIaoC&amp;amp;pg=PA661 S. 661].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Josef Theophil Demel: &amp;#039;&amp;#039;Über die schmähliche Strafe des Hundetragens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, 1829, S. 713–716 [https://books.google.de/books?id=nEZEAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA713 (Digitalisat)].&lt;br /&gt;
* Bernd Schwenk: &amp;#039;&amp;#039;Das Hundetragen. Ein Rechtsbrauch im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Jahrbuch]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 110, 1990, S. 289–308 ([http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PPN=PPN385984421_0110 Onlinezugriff], nur für Abonnenten von [[DigiZeitschriften]]).&lt;br /&gt;
* [[Stefan Weinfurter]]: &amp;#039;&amp;#039;Tränen, Unterwerfung und Hundetragen. Rituale des Mittelalters im dynamischen Prozeß gesellschaftlicher Ordnung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dietrich Harth]], [[Gerrit Jasper Schenk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ritualdynamik. Kulturübergreifende Studien zu Theorie und Geschichte rituellen Handelns.&amp;#039;&amp;#039; Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-43-2, S. 117–137.&lt;br /&gt;
* Stefan Weinfurter: &amp;#039;&amp;#039;Ein räudiger Hund auf den Schultern. Das Ritual des Hundetragens im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders., Claus Ambos, Stephan Hotz, [[Gerald Schwedler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Rituale. Von der Antike bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-18701-6, S. 213–219.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte des Mittelalters (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenstrafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hund in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Dietrich</name></author>
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