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	<title>Hundeherz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hundeherz&amp;diff=1822050&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Albinfo: so dürfte es passen</title>
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		<updated>2025-11-29T22:08:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;so dürfte es passen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bulgakov MA 1926.jpg|mini|hochkant|Michail Bulgakow (1926)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel {{ruS|Собачье сердце}}, [[Transkription (Schreibung)|transkribiert]] &amp;#039;&amp;#039;Sobatschje serdze&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Powest|Erzählung]] des russischen Schriftstellers [[Michail Afanassjewitsch Bulgakow|Michail Bulgakow]]. Sie ist eine zynische Satire auf den von der [[Sowjetunion]] propagierten „neuen sowjetischen Menschen“ und handelt von einem durch ein Experiment entstandenen grobschlächtig-ruchlosen „Hundemenschen“, der sich zum Alptraum für seinen Schöpfer entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfasst wurde das Werk 1925, zur Zeit der [[Neue Ökonomische Politik|Neuen Ökonomischen Politik]] (NÖP), als in der Sowjetunion  kapitalistische Wirtschaftsmechanismen teilweise wieder eingeführt wurden, was heftige politische Auseinandersetzungen und Kämpfe mit sich brachte und auch einen grundlegenden Wandel in der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|Partei]] selbst zur Folge hatte: Der kommunistische Idealist trat in den Hintergrund zugunsten des kommunistischen Bürokraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marc Slonim: &amp;#039;&amp;#039;Die Sowjetliteratur. Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners_Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 418). Kröner, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41801-0, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obschon die NÖP zu einer relativ gemäßigten Haltung gegenüber Schriftstellern und Künstlern führte,&amp;lt;ref&amp;gt;Marc Slonim: &amp;#039;&amp;#039;Die Sowjetliteratur. Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 418). Kröner, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41801-0, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039;, mit seinen unverkennbaren [[Allegorie|allegorischen]] Anspielungen auf Widersprüche zwischen ursprünglichen revolutionären Hoffnungen, offizieller [[Propaganda]] und den Realitäten der NÖP-Zeit, verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ralf Schröder |Hrsg=Michail Bulgakow |Titel=Literaturgeschichtliche Anmerkungen |Sammelwerk=Teufeliaden – Erzählungen |Verlag=Verlag Volk und Welt |Ort=Berlin |Datum=1994 |ISBN=3-353-00945-0 |Seiten=316}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst 1987, 47 Jahre nach dem Tode des Autors, konnte die Erzählung in der Sowjetunion erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ralf Schröder |Hrsg=Michail Bulgakow |Titel=Literaturgeschichtliche Anmerkungen |Sammelwerk=Teufeliaden – Erzählungen |Verlag=Verlag Volk und Welt |Ort=Berlin |Datum=1994 |ISBN=3-353-00945-0 |Seiten=318}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kustodiev dogs.jpg|mini|Hundefänger bei der Arbeit (1920), Gemälde von [[Boris Kustodijew]] –&amp;amp;nbsp;Symbolbild]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte spielt im Winter 1924/25 in [[Moskau]], vorwiegend in der Wohnung des erfolgreichen und wohlhabenden Chirurgen Professor &amp;#039;&amp;#039;Filipp Filippowitsch Preobrashenski&amp;#039;&amp;#039;, der sich auf verjüngende Operationen spezialisiert hat. In einem Experiment implantiert er zusammen mit seinem Assistenten Doktor &amp;#039;&amp;#039;Iwan Arnoldowitsch Bormental&amp;#039;&amp;#039; dem streunenden [[Haushund|Hund]] &amp;#039;&amp;#039;Bello&amp;#039;&amp;#039; die [[Hypophyse|Hirnanhangdrüse]] und [[Hoden]] des kürzlich verstorbenen Alkoholikers und Kleinkriminellen &amp;#039;&amp;#039;Klim Grigorjewitsch Tschugunkin&amp;#039;&amp;#039;. Wider Erwarten überlebt der Hund den Eingriff, gesundet allmählich und bekommt in den nächsten Tagen mehr und mehr menschliche Züge: Er verliert sein Fell, wächst, geht auf den Hinterbeinen und beginnt zu sprechen. Nachdem seine Umwandlung in einen Menschen abgeschlossen ist, stellt sich heraus, dass er die negativen Eigenschaften des Spenders ererbte: schlechte Manieren, Aggressivität, vulgäre Ausdrucksweise und einen starken Hang zum Alkohol. Der &amp;#039;&amp;#039;neue Mensch&amp;#039;&amp;#039; gibt sich den absurden Namen &amp;#039;&amp;#039;Polygraf Polygrafowitsch Bellow&amp;#039;&amp;#039; (in anderer deutscher Übersetzung auch Lumpi versus Lumpikoff im russ. Original jedoch Scharik „Шарик“ und als Mensch „Шариков“ Scharikoff), nimmt schließlich eine Anstellung als Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Unterabteilung zur Säuberung der Stadt Moskau von streunenden Tieren (Katzen usw.) bei der Stadtreinigung der Moskauer Kommunalwirtschaft&amp;#039;&amp;#039; an und verkehrt mehr und mehr mit Kommunisten, die versuchen, &amp;#039;&amp;#039;Bellow&amp;#039;&amp;#039; gegen seinen regimekritischen Schöpfer auszuspielen. Mit seinem Verhalten macht er das Leben in der Wohnung des Professors vollends zu einem Albtraum, was diesen und seinen Assistenten dazu veranlasst, die Verwandlung rückgängig zu machen: &amp;#039;&amp;#039;Bellow&amp;#039;&amp;#039; wird erneut operiert und verwandelt sich zurück zu einem Hund. &amp;#039;&amp;#039;Bello&amp;#039;&amp;#039; kann sich nicht an die Ereignisse erinnern und ist dazu bestimmt, ein angenehmes Leben in der Wohnung des Professors zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Teil wird aus der [[Erzählperspektive|Perspektive]] des Hundes Bello erzählt und beschreibt, wie der ausgemergelte und verletzte Hund vom Professor in die Wohnung gelockt, gepflegt und reichlich verköstigt wird. In der Folge verfolgt der Hund den Alltag in der Wohnung des Professors und fürchtet um sein gutes Leben im geheizten Haus mit reichlich Nahrung, wenn er sich mal wieder schlecht benommen hat. Dabei wechselt die Perspektive des Hundes gelegentlich mit der des allwissenden Erzählers. Der nächste Abschnitt, der die Verwandlung des Hunds nach der Operation zu Bellow beschreibt, besteht aus dem Tagebuch des Doktors Bormental. Den Rest des Geschehens sieht man wieder aus der Perspektive des allwissenden Erzählers; nur in den letzten beiden Abschnitten des [[Nachwort|Epilogs]] wird Bello noch einmal zum Erzähler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thematik und Interpretation ==&lt;br /&gt;
Bulgakow spinnt im Prosawerk &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039; das [[Homunkulus]]-Thema (vgl. Goethes &amp;#039;&amp;#039;[[Goethes Faust|Faust]]&amp;#039;&amp;#039; oder Shelleys &amp;#039;&amp;#039;[[Frankenstein (Roman)|Frankenstein]]&amp;#039;&amp;#039;) aus und verbindet dieses mit spöttischen Anspielungen auf den „neuen proletarischen Menschen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Reinhard Lauer]] |Titel=Kleine Geschichte der russischen Literatur |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=2005 |ISBN=3-406-52825-2 |Seiten=212}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere zu Goethes &amp;#039;&amp;#039;Faust&amp;#039;&amp;#039; werden in der literarischen Interpretation zahlreiche Analogien gezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rs&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ralf Schröder |Hrsg=Michail Bulgakow |Titel=Literaturgeschichtliche Anmerkungen |Sammelwerk=Teufeliaden – Erzählungen |Verlag=Sammlung Luchterhand |Ort=München |Datum=2005 |ISBN=3-630-62094-9 |Seiten=300-360 |Kommentar=verfasst in Berlin 1994}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039; spielen Tiere in vielen Werken Bulgakows eine wesentliche Rolle. Sie eignen sich besonders, verschlüsselt Kritik zu üben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;häfner&amp;quot;&amp;gt;Antonia Häfner: &amp;#039;&amp;#039;Sozialkritik am Beispiel des Hundes Bello im Hundeherz von Michail Bulgakow&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg 2006  (Seminararbeit).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung wurde einerseits interpretiert als [[Satire]] auf die sowjetischen [[Utopie|utopischen]] Versuche, die menschliche Natur durch Schaffung des &amp;#039;&amp;#039;Neuen Sowjetmenschen&amp;#039;&amp;#039; grundlegend zu verbessern,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilborn Hampton |Titel=Stage: &amp;#039;Heart of a Dog&amp;#039; |Sammelwerk=[[The New York Times]] |Datum=1988-02-01 |Sprache=en |Online=http://www.nytimes.com/1988/02/01/theater/stage-heart-of-a-dog.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und andererseits als ironische Stellungnahme zu den Versuchen der Wissenschaftler, in die Natur einzugreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sovlit.net/bios/bulgakov.html |titel=Encyclopedia of Soviet Writers: Bulgakov, Mikhail Afanasievich |abruf=2013-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verbreitete akzeptierte Interpretation lautet, Bulgakow versuche all die Unzulänglichkeiten des Systems aufzuzeigen, das einem Menschen mit der Intelligenz eines Hundes erlaubt, wichtige Aufgaben zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bellow ist nach Auffassung der Oxforder Slawistin Julie Curtis eine &amp;#039;&amp;#039;Wiedergeburt des widerlichen Proletariers&amp;#039;&amp;#039;, während der Professor eine &amp;#039;&amp;#039;übertriebene Vision des [[Bourgeoisie|bourgeoisen]] Traums&amp;#039;&amp;#039; repräsentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RefGuide&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=J.A.E. Curtis |Hrsg=Neil Cornwell, Nicole Christian |Titel=The Heart of a Dog |Sammelwerk=Reference guide to Russian literature |Verlag=Taylor &amp;amp; Francis |Ort=London, Chicago |Datum=1998 |ISBN=1-884964-10-9 |Seiten=203 f. |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=ehaZrlRY_YgC |Hervorhebung=Poligrafovich}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen spielen in der Geschichte eine bedeutende Rolle: Preobrashenskis Name ist vom russischen Wort für &amp;#039;&amp;#039;Verwandlungskunst&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet. Der Name erinnert außerdem an [[Jewgeni Alexejewitsch Preobraschenski]], einen kommunistischen Funktionär und Wirtschaftsfachmann der UdSSR. Bellos russischer Name, &amp;#039;&amp;#039;Scharik&amp;#039;&amp;#039;, ist im Russischen ein weit verbreiteter Hundename. Vor- und Vatersname des „Hundemenschen“ &amp;#039;&amp;#039;Polygraf Polygrafowitsch&amp;#039;&amp;#039; lassen sich ungefähr mit &amp;#039;&amp;#039;Drucker, Sohn des [[Druckwesen]]s&amp;#039;&amp;#039; (das Druckwesen wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Polygrafisches Gewerbe&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) übersetzen und setzt eine Tradition unsinniger Doppelnamen in der [[Russische Literatur|russischen Literatur]] fort, die auf [[Nikolai Wassiljewitsch Gogol|Gogols]] Helden &amp;#039;&amp;#039;Akakij Akakijewitsch&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mantel (Gogol)|Der Mantel]]&amp;#039;&amp;#039; zurückgeht. Der Name ist zudem eine Satire auf eine Mode in der frühen Sowjetzeit, Kindern Namen mit Bezug zur Revolution, zur (Industrie-)Produktion und zum „Fortschritt“ im Allgemeinen zu geben. Dennoch wurde der Name in der Geschichte nach der alten russischen Tradition gewählt, den Kalender zu konsultieren, der den [[4. März]] als Polygrafs [[Namenstag]] angab. Sein Nachname im russischen Original lautet in Anlehnung an den Hundenamen &amp;#039;&amp;#039;Scharikow.&amp;#039;&amp;#039; Der Name des trinkenden Spenders der menschlichen Implantate ist &amp;#039;&amp;#039;Tschugunkin&amp;#039;&amp;#039;, eine Ableitung von [[Gusseisen]] und mögliche Parodie auf [[Josef Stalin|Stalins]] Namen, der für &amp;#039;&amp;#039;der Stählerne&amp;#039;&amp;#039; stehen dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Vorbild für die Figur des Professors Preobrashenski war höchstwahrscheinlich der russisch-französische Chirurg [[Serge Voronoff]], der durch seine Experimente, Menschen Hoden und [[Schilddrüse]]n von Tieren zu implantieren, Berühmtheit erlangte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tatjana Batenewa |Titel=В погоне за здоровьем человек готов породниться с любой скотиной (Im Streben nach Unsterblichkeit sind Menschen bereit, Verwandte von Tieren zu werden) |Sammelwerk=[[Iswestija]] |Datum= |Sprache=ru |Kommentar=unbekanntes Publikationsdatum |Online=http://life.orthomed.ru/zhizn/etika/00003.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bulgakow wurde selber Teil der im Buch dargestellten &amp;#039;&amp;#039;Moskauer Intelligenz&amp;#039;&amp;#039;, die sich mit der von ihr abhängigen Sowjetmacht arrangiert hatte und wie auf einer Insel weiterlebte, nachdem er 1924 die [[Aristokratie|Aristokratentochter]] Ljubow Jewgenjewna Beloserskaja geheiratet hatte. In diesen Kreisen traf er auch auf Ärzte, die ebenfalls als Vorbild für die Charaktere im Buch gedient haben könnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preobrashenski, der als „Umwandler“ dem leidenden Hund ein schönes, aber unfreies Leben verschafft, dürfte zudem auch als &amp;#039;&amp;#039;russischer Faust&amp;#039;&amp;#039; eine Parodie auf [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]] darstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichung und Rezeption ==&lt;br /&gt;
Bulgakow schrieb &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039; in den ersten drei Monaten des Jahres 1925, konnte jedoch eine Veröffentlichung als Einzelband oder als Bestandteil seiner Erzählungensammlung &amp;#039;&amp;#039;Teufeliaden&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Дьяволиада}}) nicht erreichen. Aus Furcht vor der [[Zensur in der Sowjetunion|Zensur]] lehnte der Verleger Boris Leontjew die Publikation ab&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elsbeth Wolffheim |Titel=Michail Bulgakow |Verlag=Rowohlt Taschenbuchverlag |Ort=Reinbek bei Hamburg |Datum=1996 |ISBN=3-499-50526-6 |Seiten=57}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und gab in einem Brief an Bulgakow das Urteil des einflussreichen Parteimitglieds [[Lew Borissowitsch Kamenew|Lew Kamenew]] über das &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039; wieder: „Sie ist eine ätzende Attacke auf unsere gegenwärtigen Verhältnisse und kommt auf keinen Fall für eine Veröffentlichung in Betracht …“.&amp;lt;ref&amp;gt;Michail Bulgakow, herausgegeben von Julie Curtis.: &amp;#039;&amp;#039;Manuskripte brennen nicht : eine Biographie in Briefen und Tagebüchern&amp;#039;&amp;#039;, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-10-011334-9, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der als „revolutionsfeindlich“ kritisierte Sammelband &amp;#039;&amp;#039;Teufeliaden&amp;#039;&amp;#039;, mit seinen fünf Erzählungen ungleicher Länge (u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;[[Die verhängnisvollen Eier]]&amp;#039;&amp;#039;) erschien daher im Sommer 1925 ohne &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039;. Das Buch wurde kurz darauf beschlagnahmt, 1926 jedoch neu aufgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michail Bulgakow, herausgegeben von Julie Curtis.: &amp;#039;&amp;#039;Manuskripte brennen nicht : eine Biographie in Briefen und Tagebüchern&amp;#039;&amp;#039;, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-10-011334-9, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Собачье сердце. Фото 1.jpg|mini|Vorführung des Theaterstücks Hundeherz in einem russischen Theater 2015]]&lt;br /&gt;
1926 schrieb Bulgakow anhand der Erzählung ein Theaterstück für das [[Tschechow-Kunsttheater Moskau]]. Die Aufführungen wurden aber abgesagt, nachdem die Geheimpolizei [[Gossudarstwennoje polititscheskoje uprawlenije|OGPU]] das Manuskript und die Kopien am 7. Mai konfisziert hatte. Dank der Unterstützung von [[Maxim Gorki]] erhielt der Autor 1929 das Manuskript von &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039; zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rs&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;RefGuide&amp;quot; /&amp;gt; In der Sowjetunion wurde &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039; erst 1987 veröffentlicht, mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Fertigstellung des Werkes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;häfner&amp;quot; /&amp;gt; Als [[Samisdat]] wurde die Geschichte jedoch schon vorher in der Sowjetunion verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Exilverlag in [[Frankfurt am Main]] publizierte die Erzählung 1968 erstmals.&amp;lt;ref name=&amp;quot;häfner&amp;quot; /&amp;gt; Dieser Text und die ersten Übersetzungen – ins Deutsche von [[Thomas Reschke]] – folgten aber nicht Bulgakows letztem Transkript.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nicola Steiner |url=http://www.srf.ch/kultur/literatur/wie-uebersetzt-man-einen-virtuosen-der-bizarren-sprachbilder |titel=Wie übersetzt man einen Virtuosen der bizarren Sprachbilder? |werk=[[Schweizer Radio und Fernsehen]] |datum=2013-05-21 |abruf=2013-05-22 |zitat=Das Buch wurde erst nicht veröffentlicht, die Sowjetzensur stufte es als konterrevolutionär ein. Das hatte unter anderem zur Folge, dass verschiedene Versionen des Textes kursierten, bis der Roman erstmals 1968 in einem Exilverlag in Frankfurt am Main auf Russisch erschien.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;drk&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Olga Hochweis |url=http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/2114323/ |titel=Das Hündische im Menschen |werk=Deutschlandradio Kultur |datum=2013-05-21 |abruf=2013-05-22 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160822211056/http://www.deutschlandradiokultur.de/das-huendische-im-menschen.950.de.html?dram:article_id=247287 |archiv-datum=2016-08-22 |zitat=Im westlichen Ausland wurden in den 60er-Jahren Versionen veröffentlicht, doch sie stützen sich dabei nicht auf die letzte, von Bulgakow überarbeitete Fassung.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem deutschen Buchmarkt war &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039;, erschienen 1968 in Neuwied,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Ronald_M._Hahn]], Volker Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Science Fiction-Films.&amp;#039;&amp;#039; Heyne, München 1997, ISBN 3-453-11860-X, S. 995.&amp;lt;/ref&amp;gt; lange nur im Sammelband &amp;#039;&amp;#039;Teufeliaden&amp;#039;&amp;#039; mit einigen anderen Erzählungen erhältlich. 2013 erschien eine Neuübersetzung von [[Alexander Nitzberg]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das hündische Herz&amp;#039;&amp;#039;, die auf der letzten Fassung von Bulgakows Text basiert,&amp;lt;ref name=&amp;quot;drk&amp;quot; /&amp;gt; 2023 eine weitere Neuübersetzung von Alexandra Berlina (&amp;#039;&amp;#039;Das Hundeherz&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039; wurde 1976 in einer italienisch-deutschen Produktion als &amp;#039;&amp;#039;Warum bellt Herr Bobikow?&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Cuore di cane&amp;#039;&amp;#039;) verfilmt. In der Hauptrolle spielte [[Max von Sydow]] den Professor Preobrashenski.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|tt0072837|Warum bellt Herr Bobikow? (Cuore di cane)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der offiziellen Publikation des Prosawerks in der Sowjetunion erschien 1988 der sehr erfolgreiche Film &amp;#039;&amp;#039;[[Sobatschje serdze]]&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Собачье сердце}}), der von [[Wladimir Wladimirowitsch Bortko|Wladimir Bortko]] in [[Sepia (Fotografie)|Sepia]] aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|tt0096126|Sobachye serdtse}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtige Szenen, die diesen Film bekannt machten, wurden aus der unüblich tiefen Perspektive eines Hundes gedreht. Die Darstellung des Professors Preobraschenski zählt zu den markantesten Rollen des russischen Schauspielers [[Jewgeni Alexandrowitsch Jewstignejew|Jewgeni Jewstignejew]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikalische Darbietungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das komische [[Oper]]nstück &amp;#039;&amp;#039;The Murder of Comrade Sharik&amp;#039;&amp;#039; (1973) von [[William Bergsma]] und [[Alexander Michailowitsch Raskatow|Alexander Raskatows]] Oper &amp;#039;&amp;#039;Hundeherz&amp;#039;&amp;#039; (2008/09)&amp;lt;ref&amp;gt;Olga Bugrowa: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20140714181445/http://german.ruvr.ru/2013_03_15/Komponist-Raskatow-ein-franzosischer-Moskauer/ Komponist Raskatow – ein französischer Moskauer]&amp;#039;&amp;#039;. Radio &amp;quot;Stimme Russlands&amp;quot;. 15. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Olga Bugrowa: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20140314083301/http://german.ruvr.ru/2013_03_16/In-La-Scala-wird-nicht-nur-gesungen-sondern-auch-gebellt/ In La Scala wird nicht nur gesungen, sondern auch gebellt]&amp;#039;&amp;#039;. Radio &amp;quot;Stimme Russlands&amp;quot;. 16. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; basieren auf dieser Erzählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Homo sovieticus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Deutsche Ausgabe: {{Literatur |Autor=Michail Bulgakow |Titel=Teufeliaden. Erzählungen |Reihe=Sammlung Luchterhand |NummerReihe=62094 |Verlag=Luchterhand |Ort=München |Datum=2005 |ISBN=3-630-62094-9 |Kommentar=mit literaturgeschichtlichen Anmerkungen von [[Ralf Schröder]] |Originaltitel=Собачье сердце |Übersetzer=[[Thomas Reschke]]}}&lt;br /&gt;
* Neuübersetzung: {{Literatur |Autor=Michail Bulgakow |Titel=Das hündische Herz |Verlag=Galiani Verlag |Ort=Berlin |Datum=2013 |ISBN=978-3-86971-069-3 |Kommentar=nach der [[Ausgabe letzter Hand]] |Originaltitel=Собачье сердце |Übersetzer=[[Alexander Nitzberg]]}}&lt;br /&gt;
** Von Christian Gralingen illustrierte Neuausgabe, [[Edition Büchergilde]], Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-86406-062-5&lt;br /&gt;
* Neuübersetzung: {{Literatur |Autor=Michail Bulgakow |Titel=Das Hundeherz |Verlag=Anaconda |Ort=Köln |Datum=2023 |ISBN=978-3-641-31136-0 |Originaltitel=Собачье сердце |Übersetzer=Alexandra Berlina }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Edythe C. Haber |Titel=Mikhail Bulgakov. The early Years |Sammelwerk=Russian Research Center studies |Band=90 |Verlag=Harvard University Press |Ort=Cambridge |Datum=1998 |ISBN=0-674-57418-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Heart of a dog|Hundeherz}}&lt;br /&gt;
* [http://rushist.com/index.php/rus-literature/3084-bulgakov-sobache-serdtse-polnyj-tekst Vollständiger Text des russischen Originals]&lt;br /&gt;
* Anita Häfner: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/7586 Sozialkritik am Beispiel des Hundes Bello im Hundeherz von Michail Bulgakow]&amp;#039;&amp;#039;. Universität Heidelberg 2006. (Seminararbeit am Seminar für Deutsch als Fremdsprachenphilologie, betreut von Gertrud Maria Rösch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=7561278-1|LCCN=no2010019008|VIAF=184578937}}&lt;br /&gt;
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|datei   = Hundeherz.ogg&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Hundeherz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Albinfo</name></author>
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