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	<title>Hundefleisch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hundefleisch&amp;diff=550070&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wagner67: /* Rezeption */</title>
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		<updated>2025-12-13T06:16:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chien หมา ma.jpg|mini|Hundefleisch im Angebot auf einem Markt in Thailand]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hundefleisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in einigen Ländern als Nahrung genutzt. Im 21. Jahrhundert wird Hundefleisch in eher geringem Maße in [[Korea]], [[Volksrepublik China|China]], [[Indonesien]], [[Nigeria]], der [[Schweiz]], [[Vietnam]] und [[Indien]] konsumiert. In vielen Kulturen hat sich ein [[Nahrungstabu]] herausgebildet, das den Verzehr verbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Verbreitung des Konsums ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grande Boucherie Canine a Paris (canular photographique).jpg|mini|Hundemetzgerei in Frankreich (1910)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Forschungen haben gezeigt, dass bereits ab der mittleren [[Steinzeit]] in Nordeuropa Hunde verzehrt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Ewersen: &amp;#039;&amp;#039;Der Hund – geliebt, gebraucht und gegessen.&amp;#039;&amp;#039; B. Ramminger, H. Lasch: &amp;#039;&amp;#039;Hunde – Menschen – Artefakte.&amp;#039;&amp;#039; Gedenkschrift für Gretel Galley. Studia honoraria Bd. 32 (Rahden/Westf. 2012) S. 249–262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders in der [[Jungsteinzeit]] wurden Hunde vielerorts zu Nahrungszwecken geschlachtet, stellten aber auch häufig [[Opfergabe]]n dar. Die Entwicklung, Hunde als Opfergaben zu verwenden, kann sich in der folgenden [[Bronzezeit]] noch verstärkt haben, was einzelne archäologische Befunde vermuten lassen. Für die folgenden Jahrhunderte bis in die [[römische Kaiserzeit]] hinein konnte ebenfalls nachgewiesen werden, dass Hunde nicht nur im Kult eine Rolle spielten, sondern auch profan als Fleischressource genutzt wurden&amp;lt;ref&amp;gt;J. Ewersen, Hundehaltung auf der kaiserzeitlichen Wurt Feddersen Wierde – ein Rekonstruktionsversuch. Siedlungs- und Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet 33 (2010) S. 53–75.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Für das Jahr 1277 belegen Schriftquellen den Verzehr von Hundefleisch in [[Tirol]], [[Kärnten]] und der [[Steiermark]] und um 869 wird der Verzehr dann ausdrücklich in den Annalen des Rheingebietes sowie in [[Burgund]] und [[Gallien]] festgehalten. Zwei Jahrhunderte später wurde wiederum das Unterschieben von Hundefleisch als schwerwiegendes Vergehen geahndet. Ein derartiger Betrug kostete den Fleischer häufig das Leben. Ausnahmen stellten nur Notzeiten dar, denn bei der kriegerischen Belagerung von Städten wie im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] mussten die Menschen aus Nahrungsmangel notgedrungen auf Hundefleisch zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das 1. Viertel des 19. Jahrhunderts sind in etlichen Dörfern Sachsens Hundeschlächter bezeugt und der Genuss des Fleisches scheint vielerorts üblich gewesen zu sein. Nur wenige Jahre danach schätzte man in Deutschland Hundefleisch zu festlichen Gelegenheiten. Zu dieser Zeit galt das Fleisch in manchen Bevölkerungsschichten als besondere Delikatesse. Während der [[Belagerung von Paris (1870–1871)|Belagerung von Paris 1870/71]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;oe&amp;quot;&amp;gt;Erhard Oeser: &amp;#039;&amp;#039;Hund und Mensch: die Geschichte einer Beziehung&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 2004, ISBN 3-89678-496-X; Kapitel 7: &amp;#039;&amp;#039;Der Hund als Medizin und Nahrung&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;143–151.&amp;lt;/ref&amp;gt; boten Speisekarten eine Auswahl mehrerer Hundefleischgerichte: Es gab beispielsweise geschnetzelte Hundeleber, Schulterfilet vom Hund in Tomatensauce und Hundekeule garniert mit jungen Ratten. Im 20. Jahrhundert wurden beispielsweise in den Jahren 1904 bis 1924 in den Städten Chemnitz, Breslau und München zusammen etwa 42.400 Hunde zum Verzehr geschlachtet. Im Jahrzehnt vor dem Ersten Weltkrieg wurden im Deutschen Reich jährlich ca. 84&amp;amp;nbsp;t Hund geschlachtet, zwischen 1920 und 1924 lagen die amtlichen Werte bei ca. 115 t. Die Dunkelziffer lag beträchtlich höher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Spiekermann |Hrsg=Uwe Spiekermann, Gesa U. Schönberger |Titel=Das Andere Verdauen. Begegnungen von Ernährungskulturen |Sammelwerk=Ernährung in Grenzsituationen |Auflage=1. |Verlag=Springer |Ort=Berlin et al. |Datum=2002 |ISBN=3-540-42201-3 |Seiten=89-105, hier 93 |DOI=10.1007/978-3-642-56106-1_8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit unterlag die Schlachtung von Hunden in Deutschland der gesetzlichen Fleischbeschau. Eine Änderung, die mit dem Verbot von Hundeschlachtung zur Fleischgewinnung einherging, erfuhr das Gesetz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/tier-lmhv/__22.html |titel=§ 22 Tier-LMHV – Einzelnorm |werk=gesetze-im-internet.de |abruf=2023-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; erst 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Notsituation einzelner Personen oder Gruppen, die sich in Extremlagen befanden (z.&amp;amp;nbsp;B. Polarexpeditionen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roald Amundsen|R. Amundsen]], P. Klaiber [Übers.]: &amp;#039;&amp;#039;Die Eroberung des Südpols&amp;#039;&amp;#039;. München 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Armut), führten zur Nutzung von Hunden als Nahrung. Als Symbol für große Verzweiflung hat dieses Verhalten Eingang in die Literatur gefunden: In einer Szene in [[Gerhart Hauptmann|Hauptmanns]] Drama „[[Die Weber]]“ schlachtet ein alter Mann seinen Hund. Allerdings gab es auch in Gebieten, in denen die Bevölkerungsmehrheit kein Hundefleisch aß, Regionen, in denen regelmäßig Hunde verspeist wurden. Beispiele dafür sind der Kanton [[Appenzellerland|Appenzell]] und das [[St. Galler Rheintal]] in der Schweiz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sascha Zürcher |url=https://www.srf.ch/audio/srf-4-news-aktuell/die-ostschweiz-und-der-mythos-vom-hundefleisch-essen?id=2b438f19-117a-4187-8986-c5476549ab54 |titel=Die Ostschweiz und der Mythos vom Hundefleisch essen |titelerg=Audio &amp;amp;#38; Podcasts – SRF 4 News aktuell |werk=srf.ch |hrsg=[[Schweizer Radio und Fernsehen]] |sprache=de |abruf=2025-01-24 |kommentar=Audiobeitrag; Laufzeit 5 [[Minute|min]] 1 [[Sekunde|s]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder einige sächsische Städte. Offiziellen Angaben zufolge wurden in den Jahren um 1900 in Chemnitz durchschnittlich 226, in Dresden 136 und in Zwickau 58 Hunde jährlich geschlachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;oe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schriftliche Zeugnisse, die die Zubereitung von Hundefleisch als kulinarische Tradition belegen, sind u.&amp;amp;nbsp;a. aus China bekannt. Bereits im 4. Jahrhundert vor Christus wurde Hundefleisch vom Philosophen [[Mengzi]] empfohlen. Nähere Angaben zur „Wirkung“ finden sich dann beispielsweise in einer Enzyklopädie des 16. Jahrhunderts. Die Bewertung war allerdings von Provinz zu Provinz verschieden: Die [[Mandschu]] im Norden verachteten die Menschen im Süden dafür. [[Sun Yat-sen]], der Revolutionär gegen die [[Qing-Dynastie|Dynastie der Mandschuren]], begann seine politischen Treffen mit einem Hundemahl, um seine Einstellung zu den nördlichen Herrschern zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dog meat at Gyeongdong Market.jpg|mini|Hundefleisch auf einem Markt in Seoul, Südkorea (2008)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben zur aktuellen Verbreitung und Beliebtheit von Gerichten mit Hundefleisch schwanken und sind umstritten. So tendieren Tierschutzvereine dazu, sehr hohe Zahlen getöteter Hunde anzugeben: Bis zu 20&amp;amp;nbsp;Millionen Hunde seien es laut &amp;#039;&amp;#039;Animals Asia&amp;#039;&amp;#039; jährlich allein in China&amp;lt;ref name=&amp;quot;aa&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.animalsasia.org/index.php?lg=ge |titel=Offizielle Webpräsenz von Animals Asia |werk=animalsasia.org |hrsg=Animals Asia Foundation e.&amp;amp;nbsp;V |sprache=de en |abruf=2023-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 10 Millionen Hunde und Katzen laut &amp;#039;&amp;#039;[[Vier Pfoten]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Vietnam]], [[Kambodscha]] und [[Indonesien]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200211_OTS0074/zehn-millionen-hunde-und-katzen-werden-jaehrlich-in-suedostasien-geschlachtet-bild &amp;#039;&amp;#039;Zehn Millionen Hunde und Katzen werden jährlich in Südostasien geschlachtet&amp;#039;&amp;#039;.] ots.at, 11. Februar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig bemühen sie sich, den Kreis der menschlichen Verbraucher als sehr klein darzustellen, und führen teilweise den Konsum außerhalb Koreas und Chinas ausschließlich auf die Präsenz von [[Auslandschinesen]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.animalpeoplenews.org/99/6/dogmeat.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Where else dogs and cats are eaten.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20060220183038}} In: animalpeoplenews.org, Juli, August 1999, abgerufen am 2. Juni 2023 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer im Februar 2020 aktualisierten Marktanalyse zufolge werden in Kambodscha über 3 Millionen Hunde, in Indonesien über 1 Million Hunde und in Vietnam über 5 Millionen Hunde jedes Jahr für den Handel getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://media.4-paws.org/8/0/0/3/80039a8956751c7b9bf934c35993858592182db3/FOURPAWS_Big_DCMT_Report_GB.pdf |titel=The Dog and Cat Meat Trade in Southeast Asia: A Threat to Animals and People Harvard Kennedy School |werk=media.4-paws.org |hrsg=[[Vier Pfoten|Four Paws]] |datum=2020-02 |seiten=4 |format=PDF; 5,5&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en |abruf=2023-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Verteidiger der Sitte weisen hingegen darauf hin, dass auch in Afrika und Europa das Essen von Hundefleisch verbreitet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;so beispielsweise auf {{Webarchiv |url=http://www.deliciousdogs.com/ |text=&amp;#039;&amp;#039;DeliciousDogs.com.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20101118042242}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Korea, China und [[Vietnam]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Clare Arthurs |url=http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/1735647.stm |titel=Vietnam&amp;#039;s dog meat tradition |werk=news.bbc.co.uk |hrsg=[[BBC News]] |datum=2001-12-31 |sprache=en |abruf=2023-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden regelmäßig Hunde gegessen; und diese Tatsache wird auch von zumindest einem Teil der Bevölkerung als normal empfunden. Allerdings gilt Hundefleisch in allen drei Ländern als Spezialität und ist teuer. Gezielte Züchtungen und „Hundefarmen“ gibt es erst seit kurzem.&amp;lt;!-- Lieber Zahlen nennen – &amp;quot;kurz&amp;quot; ist relativ. --&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aa&amp;quot; /&amp;gt; In China sind die Provinzen [[Guangdong]], [[Guizhou]] und [[Jilin]] für den Verzehr von Hundefleisch bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin soll der Verzehr von Hundefleisch in [[Laos]], [[Myanmar]], [[Malaysia]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ap&amp;quot;&amp;gt;John Feffer: [https://prospect.org/article/politics-dog &amp;#039;&amp;#039;The Politics of Dog&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;The American Prospect&amp;#039;&amp;#039;, 6.&amp;amp;nbsp;März 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie in [[Ghana]] und im [[Demokratische Republik Kongo|Kongo]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ap&amp;quot; /&amp;gt; vorkommen. Dass einige [[Igorot]]-Völker auf den [[Philippinen]] Hunde für den Verzehr halten, wurde im Zusammenhang der &amp;#039;&amp;#039;[[Louisiana Purchase Exposition|Saint Louis World&amp;#039;s Fair]]&amp;#039;&amp;#039; 1904 von Tageszeitungen in den Vereinigten Staaten verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Samantha Heinrich: [http://www.wiu.edu/cas/history/wihr/pdfs/wihr-filipino-dog-eaters.pdf &amp;#039;&amp;#039;The ‘Savage’ Filipino Natives and Their Dog-Eating Habits.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Western Illinois Historical Review,&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Frühjahr 2017, S. 25–41.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Thailand]] gilt Hundefleisch in einigen Regionen, vor allem in [[Sakon Nakhon]] ([[Isan]]), als Delikatesse, obwohl die meisten Thais das Schlachten von Hunden ablehnen. In [[Osttimor]] gilt Hundefleisch als Delikatesse.&amp;lt;ref&amp;gt;East Timor Phrasebook, 1. Auflage, ISBN 1-74059-020-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings soll sich diese Sitte erst in den 1980er Jahren von [[Sulawesi Utara|Nordsulawesi]] ([[Indonesien]]) kommend, wo Hundefleisch traditionell vom Volk der [[Minahasa]] gegessen wird, eingebürgert haben, als in der Landeshauptstadt [[Dili]] das erste Hundefleisch-Restaurant eröffnete. Im Südwesten [[Nigeria]]s findet jedes Jahr ein großes Fest statt, bei dem Hunderte Hunde geköpft werden. Ihr Blut wird auf eine Götterstatue gesprenkelt, das Fleisch danach gegrillt und gegessen.&amp;lt;ref&amp;gt;Olaleye Akintola: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/neue-heimat-am-besten-schmecken-sie-mir-geroestet-vom-grill-1.3184750 Neue Heimat – Die Rache der Hunde], In: Süddeutsche Zeitung vom 30. September 2016, S. R6.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Kambodscha]] wurde im Oktober 2019 der größte Hundefleisch-Anbieter der [[Takeo (Provinz)|Provinz Takeo]] geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kleinezeitung.at/international/tiere/5717097/Kambodscha_Vier-Pfoten-schloss-grosses-HundeSchlachthaus &amp;#039;&amp;#039;Kambodscha Vier Pfoten schloss großes Hunde-Schlachthaus&amp;#039;&amp;#039;], vom 5. November 2019 in [[Kleine Zeitung|Kleinezeitung.at]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell wurden Hunde auch bei den [[Polynesier]]n als Nahrung genutzt. Auf [[Hawaii]] gab es eine spezifisch zur Mast gezüchtete Hunderasse, den [[Hawaiian Poi Dog]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2020 veröffentlichte China einen nationalen Nutztier-Katalog, der Hunde explizit ausschließt. Damit ist der Verkauf von lebenden Hunden und Hundefleisch zum Verzehr in China verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200530_OTS0013/china-verbietet-den-verkauf-von-hunde-und-katzenfleisch-bild &amp;#039;&amp;#039;China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch&amp;#039;&amp;#039;], auf Ots.at vom 30. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Südkorea]] wurde 2024 ein Gesetz erlassen, das den Verzehr und Verkauf von Hundefleisch ab 2027 verbietet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lee Hae-rin |url=https://www.koreatimes.co.kr/www/nation/2024/01/356_366614.html |titel=Korea ends age-old tradition of dog meat consumption |werk=[[The Korea Times]] |datum=2024-01-09 |sprache=ko |abruf=2024-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/ausland/asien/suedkorea-hundefleisch-100.html |titel=Südkorea verbietet Verkauf von Hundefleisch |titelerg=Traditionelle Delikatesse |werk=[[tagesschau.de]] |hrsg=[[ARD-aktuell]], [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]] |datum=2024-01-09 |abruf=2024-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Hundefleisch wird beschrieben als dunkelbraun und feinfaserig mit „sehr fettarmen Muskeln, die von einem Fettlager umgeben sind, das sich weich und schmierig anfühlt“, Fleisch und Fett haben einen „sehr widerlichen Geruch“ bzw. „süßlich-widerlichen Geruch“, das Fett hat einen Schmelzpunkt bei 22,5°. Diese eigentümlichen Merkmale unterscheiden es von anderen Fleischsorten, etwa dem Schweinefleisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=[[Otto Dammer]] |Titel=Illustriertes Lexikon der Verfälschungen und Verunreinigungen der Nahrungs und Genußmittel, der Kolonialwaren und Manufakte, der Droguen, Chemikalien und Farbwaren,gewerblichen und landwirtschaftlichen Produkte, Dokumente u. Wertzeichen: Mit Berücksichtigung des Gesetzes vom 14. Mai 1879, betr. den Verkehr mit Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen, sowie aller Verordnungen und Vereinbarungen. Unter Mitwirkung von Fachgelehrten und Sachverständigen herausgegeben von Otto Dammer. |Verlag=J. J. Weber |Datum=1887 |Seiten=252}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Theodor Weyl]] |Titel=Handbuch der Hygiene |Band=3 |Verlag=G. Fischer |Datum=1896 |Seiten=463 |Online=https://books.google.de/books?id=HwrX7xPq0LIC&amp;amp;pg=PA420&amp;amp;dq=villain+bascou+Manuel&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;source=gb_mobile_search&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjPsZS85pWRAxXWgv0HHWDdGtQQ6AF6BAgGEAM#v=onepage&amp;amp;q=Hundefleisch&amp;amp;f=false |Abruf=2025-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem französischen Fleischbeschauer Louis Villain (1850 – nach 1910)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://labibliothequemondialeducheval.org/biobiblio/doc/pddn_p.BMC_4544.html |titel=Villain, Louis (1850 – 19..) |sprache=en |abruf=2025-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hat das „ausgeschlachtete“ Hundefleisch „die Farbe des Hammelfleisches“, sein Geruch sei kaum bemerkbar, das sehr weiße Fett erinnere an Schweinefett und sei ölig. Villain - der als [[Doyen]] der veterinärmedizinischen Fleischbeschau in Frankreich galt und oberster Beamter des Pariser Fleischinspektionsdienstes sowie Verfasser mehrerer veterinärer Schriften war,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Marcel Streng]] |Titel=Subsistenzpolitik im Übergang: Die kommunale Ordnung des Brot- und Fleischmarktes in Frankreich 1846–1914 |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Datum=2017 |ISBN=978-3-647-37045-3 |Seiten=280}}&amp;lt;/ref&amp;gt; habe Hunden Hundefleisch zum Fressen vorgesetzt, und festgestellt, dass diese daran rochen und sich furchtsam zurückzogen. Er berichtete auch, dass während der Pariser Belagerung, von einigen Franzosen Hundefleisch verzehrt wurde, auch er selbst, und es keinen schlechten Geschmack hatte. Gekocht schmecke es wie Geflügelfleisch, während am Spieß gebratenes an Hammelbraten erinnere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Villain, Ueber die Kynophagie |Sammelwerk=Zeitschrift für Fleisch- und Milchhygiene |Band=7 |Verlag=Verlag Richard Schoetz |Datum=1897 |Seiten=77}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zubereitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dog meat hotpot.JPG|mini|Hundefleisch-Gericht, [[Guilin]] ([[China]]) mit einem Hundeschwanz garniert.]]&lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten der Zubereitung sind vielfältig: es kann gekocht, gebraten, gegrillt oder frittiert werden; in Vietnam werden auch Würste aus Hundeinnereien hergestellt. Im Rahmen der traditionellen chinesischen Ernährungslehre (die, vergleichbar dem antiken Verständnis von [[Diät]]-[[Nahrungsmittel]]n, jeweils bestimmte quasi-medizinische Wirkungen zuschreibt) gilt Hundefleisch als „wärmend“. &amp;lt;!--der satz sollte verkürzt werden, sobald es einen Artikel über chin. &amp;quot;medizinische&amp;quot; Kochkonzepte gibt--&amp;gt;Es wird daher in China und Vietnam zumeist im Winter gegessen und beispielsweise als scharfes Fondue ([[Feuertopf]]) zubereitet. In Korea hingegen wird das bekannteste Hundegericht, der Eintopf [[Bosintang]], als Sommergericht und nützlich gegen die Hitze angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle und religiöse Differenzen, Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Die extremen Unterschiede in der Bewertung von Hundefleisch lassen sich mit der US-amerikanischen Kontroverse um den Export von [[Pferdefleisch]] vergleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;so beispielsweise bei {{Webarchiv |url=http://www.american.edu/TED/dog.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;TED Case Studies.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20060413075322}} In: american.edu, abgerufen am 2. Juni 2023 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu den Tabus um [[Schweinefleisch|Schweine]] (die zum Beispiel von [[Jüdische Speisegesetze|Juden]] und [[Halāl|Muslimen]] nicht gegessen werden dürfen), [[Meerschweinchen]] (die in [[Ecuador]] und [[Peru]] teils [[Cuy|speziell für den Verzehr gezüchtet]], in Europa aber nicht gegessen werden) und Rinder (deren Schlachtung in einigen Bundesstaaten Indiens verboten ist, siehe [[Heilige Kuh]]) führt bei Hunden und Pferden die Tatsache, dass es sich um Tiere handelt, zu denen ihre Besitzer häufig eine enge, emotionale Beziehung haben, dazu, dass fremde Esssitten aktiv kritisiert werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Berichte über [[Tiertransport|Transport-]] und [[Tierhaltung|Zuchtbedingungen]], die als [[Tierquälerei]] betrachtet werden. Zudem kommt es immer wieder zu besonders grausamen Schlachtungen, bei denen die Hunde vor dem Töten geschlagen werden; das dabei produzierte Adrenalin macht das Fleisch zäher&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schlachtung-mit-achtung.de/home/themen/fleischqualit%C3%A4t/ Übersäuerung durch Adrenalin].&amp;lt;/ref&amp;gt;, was angeblich potenzsteigernde Wirkung hat. Die Häufigkeit dieser Praxis ist umstritten: Verteidiger verweisen darauf, dass die meisten Hunde, die zwecks Verzehr geschlachtet werden, nicht gequält werden und ihre Lebensbedingungen nicht schlechter sind als die von anderem Schlachtvieh.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://wolf.ok.ac.kr/~annyg/deutsch/d3.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Unvernünftige Gründe gegen das Essen von Hunden.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070927183509}} In: wolf.ok.ac.kr, abgerufen am 2. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bianca Knoche et Alfred Hendricks [Hrsg.], Auf den Hund gekommen? Natur- und Kulturgeschichte des Hundes, Münster 2001 (ISBN 3-924590-75-3), S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker argumentieren auch damit, dass Hunde als Fleischlieferanten eine Ausnahme bildeten: Das Fleisch von landlebenden Beutegreifern werde so gut wie nie als Nahrung verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jared Diamond: &amp;#039;&amp;#039;Guns, Germs, and Steel: The Fates of Human Societies&amp;#039;&amp;#039;. W. W. Norton &amp;amp; Company, 1999, ISBN 0-393-06922-2, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Wölfe würden üblicherweise nicht verzehrt. Hundefleisch sei außerdem nicht wirtschaftlich, da Hunde wie alle Raubtiere sehr hochwertige Nahrung benötigen. Zu beachten sei auch, dass Beutegreifer in der [[Nahrungskette]] weit oben stehen, also Schadstoffe im Fleisch sich sehr leicht anreichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaegogi-01.jpg|mini|Hundefleisch in [[Seoul]] ([[Südkorea]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere internationale öffentliche Diskussionen fanden jeweils im Vorfeld der [[Olympische Sommerspiele 1988|Olympischen Sommerspiele in Seoul]] und der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2002]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe zu dem gesamten Komplex: William Saletan: [https://www.slate.com/id/2060840/ &amp;#039;&amp;#039;Wok the Dog&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Slate (Magazin)|Slate]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Januar 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[südkorea]]nische Regierung erließ nach entsprechenden Forderungen des [[Internationales Olympisches Komitee|IOCs]] vor den Olympischen Spielen 1988 ein gesetzliches Verbot für Lebensmittel, die „als unansehnlich gelten“ können. Da trotz technischer Illegalität der Hundefleischkonsum bis zum Jahr 2001 eher zunahm, gab es vor der WM Initiativen, die ein konsequenteres Vorgehen forderten. Eine prominente, aber auch polarisierende Fürsprecherin war [[Brigitte Bardot]]. In einigen Interviews sprach sie u.&amp;amp;nbsp;a. von einer „barbarischen Unsitte“&amp;lt;ref&amp;gt;André Kunz: [https://www.taz.de/pt/2002/01/17/a0062.1/text &amp;#039;&amp;#039;Ein Bissen für Hundeliebhaber&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039;, 17.&amp;amp;nbsp;Januar 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;, was ihr den Vorwurf des [[Rassismus]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://wolf.ok.ac.kr/~annyg/deutsch/d2.htm |text=&amp;#039;&amp;#039; Die Tricks.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070927183434}} In: wolf.ok.ac.kr, abgerufen am 2. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Snob]]ismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;ap&amp;quot; /&amp;gt; einbrachte. Auch [[FIFA]]-Präsident [[Sepp Blatter]] unterstützte ein Schlachtverbot von Hunden. Die Reaktionen auf koreanischer Seite waren diesmal allerdings weniger nachgiebig: Bemühungen um eine Legalisierung –&amp;amp;nbsp;auch mit dem Argument, dass dies der beste Weg zur Bekämpfung grausamer Schlachtmethoden sei&amp;amp;nbsp;– wurden verstärkt, und einige Nationalisten empörten sich über die Arroganz des Westens. Die Kontroverse zwischen Befürwortern der Legalisierung und Gruppen, die ein vollständiges Verbot anstreben, dauert derzeit in Südkorea noch an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Hundefleisch ist nach [[Haram (Islam)|islamischen]] und [[Jüdische Speisegesetze|jüdischen Speisegesetzen]] nicht erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DACH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verbot, Hundefleisch zu gewinnen und anzubieten, ergibt sich&lt;br /&gt;
* für &amp;#039;&amp;#039;Deutschland&amp;#039;&amp;#039; seit Mai 2010 aus {{§|22|tier-lmhv|juris}} Abs. 1a der Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung (Tier-LMHV), soweit es dem menschlichen Verzehr dient.&amp;lt;ref&amp;gt;„Es ist verboten, Fleisch von Hunden, Katzen, anderen hundeartigen und katzenartigen Tieren (Caniden und Feliden) sowie von Affen zum Zwecke des menschlichen Verzehrs zu gewinnen oder in den Verkehr zu bringen“, eingefügt durch die &amp;#039;&amp;#039;Erste Verordnung zur Änderung von Vorschriften zur Durchführung des gemeinschaftlichen Lebensmittelhygienerechts&amp;#039;&amp;#039; vom 11. Mai 2010 ({{BGBl|2010n I S. 612}}); siehe zuvor §&amp;amp;nbsp;1 Abs. 1 Satz 4 des Fleischhygienegesetzes in der Fassung von 2004 ({{BGBl|2004n I S. 934}}). Dem Grundsatz nach geht die Regelung zurück auf das &amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Änderung des Fleischbeschaugesetzes&amp;#039;&amp;#039; vom 13. April 1986 ({{BGBl|1986n I S. 398}}): „Fleisch von Affen, Hunden und Katzen darf zum Genuss für Menschen nicht gewonnen werden“; Materialien: [https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/10/044/1004410.pdf BT-Drs. 10/4410] (PDF; 517&amp;amp;nbsp;kB). Eine weiter reichende Initiative Hessens im Bundesrat war zuvor gescheitert, siehe {{Webarchiv |url=http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/BBD183-85.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;BR-Drs. 183/85 – Gesetzesantrag des Landes Hessen – Entwurf eines Gesetzes über das Verbot des Schlachtens von Hunde und Katzen.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20150408222128}} (PDF; 91&amp;amp;nbsp;kB). In: landtag.nrw.de, abgerufen am 2. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei [[Habilitand]]en halten die Strafbewehrung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze-im-internet.de/tier-lmhv/__23.html § 23] Abs. 1 Ziff. 3 Tier-LMHV in Verbindung mit § 58 [[Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch|LFGB]] auch bei Fahrlässigkeit.&amp;lt;/ref&amp;gt; wegen der hierbei angewandten Regelungstechnik der [[Blankettverweisung]] für verfassungsrechtlich bedenklich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bode/Seiterle |url=https://www.zis-online.com/dat/artikel/2016_2_984.pdf |titel=Affenpinscher in Aspik Teil I, ZiS-Online 2016, S. 91 ff. |werk=zis-online.com |hrsg=ZiS-Online, Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik |datum=2016-02 |seiten=91 ff. |format=PDF; 412&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2023-06-02}}; unabhängig vom Problemfeld der Blankettgesetzgebung und bezogen auf das konkrete Verbot fußen ihre Bedenken allerdings vorwiegend auf einem hierin gesehenen Mangel an Bestimmtheit und auf ihren Thesen S. 94, es richte sich vor allem an &amp;quot;Bürger nichtdeutscher Herkunft&amp;quot;, bei denen solches Fleisch einen festen Platz in der traditionellen Küche habe, und die übrigen Normadressaten, also das fleischverarbeitende Gewerbe sei von Rechtsunkundigen geprägt – als dürfe ein Staat die Beachtung eines derart einfach formulierten Verbots nur von seinen &amp;quot;biodeutschen&amp;quot; Bürgern mit abgeschlossenem rechtswissenschaftlichen Studium erwarten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben besteht nach {{§|13a|lmev|buzer}} der Lebensmitteleinfuhr-Verordnung (LMEV) ein Einfuhrverbot.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe zuvor §&amp;amp;nbsp;15 des Fleischhygienegesetzes in der Fassung von 1991 ({{BGBl|1991n I S. 118}}). Diese Regelung geht wohl zurück auf die [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=dra&amp;amp;datum=19330004&amp;amp;zoom=2&amp;amp;seite=00000579&amp;amp;ues=0&amp;amp;x=9&amp;amp;y=6 Verordnung, betreffend die Einfuhr von Fleisch von Bären, Katzen, Füchsen, Dächsen und anderen fleischfressenden Tieren, die Träger von Trichinen sein können], vom 10. August 1933 (RGBl. I S. 579), später §&amp;amp;nbsp;12 des Fleischbeschaugesetzes (FlBG), siehe [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=dra&amp;amp;datum=19400004&amp;amp;seite=00001465&amp;amp;zoom=2 RGBl. 1940 I S. 1465].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* für &amp;#039;&amp;#039;Österreich&amp;#039;&amp;#039; ergibt sich das Verbot der Tötung „zur Gewinnung von Nahrung oder anderen Produkten“ aus {{§|6|Tierschutzgesetz|RIS-B|DokNr=NOR40245981}} Abs. 2 des Tierschutzgesetzes (TSchG) von 2004.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ris1.bka.gv.at/Appl/findbgbl.aspx?name=entwurf&amp;amp;format=html&amp;amp;docid=COO_2026_100_2_72288 BGBl. Nr. 118/2004]: „Es ist verboten, Hunde oder Katzen zur Gewinnung von Nahrung oder anderen Produkten zu töten“; Materialien: [https://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXII/I/I_00446/pmh.shtml 446 BlgNr XXII. GP]. Vgl. zuvor Art. 3 Abs. 2 lit. t der {{Webarchiv |url=http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrW/LRWI_L005_050/LRWI_L005_050.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Vereinbarung der Länder gemäß Art. 15a B-VG zur Verbesserung des Tierschutzes im Allgemeinen und im Besonderen im außerlandwirtschaftlichen Bereich.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090713235130}} In: ris.bka.gv.at (österreichisches Deutsch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* für die &amp;#039;&amp;#039;Schweiz&amp;#039;&amp;#039; aus [http://www.admin.ch/ch/d/sr/817_022_108/a2.html Art.&amp;amp;nbsp;2] der Verordnung des [[Eidgenössisches Departement des Innern|EDI]] über Lebensmittel tierischer Herkunft vom 23. November 2005.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/as/2005/6043.pdf AS 2005 6043] (PDF; 623&amp;amp;nbsp;kB) = [https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2017/152/de SR 817.022.108]; enthält eine Auflistung der zur &amp;#039;&amp;#039;kommerziellen&amp;#039;&amp;#039; Lebensmittelgewinnung &amp;#039;&amp;#039;zulässigen&amp;#039;&amp;#039; Tierarten. Ebenso zuvor Art. 121 der&lt;br /&gt;
[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19981860/200407010000/817.02.pdf Lebensmittelverordnung (LMV)] vom 1. März 1995. – Siehe ferner das Urteil des [[Bundesgericht (Schweiz)|Schweizerischen Bundesgerichts]] vom 24. September 1913, [https://www.servat.unibe.ch/dfr/pdf/c1039407.pdf BGE 39 I 407] (Kassationsbeschwerde gegen ein Urteil des Amtsgerichts [[Bucheggberg-Wasseramt|Bucheggberg-Kriegstetten]]; PDF; 422&amp;amp;nbsp;kB), wodurch Art. 24 der bundesrätlichen Verordnung über das Schlachten, die Fleischschau und den Verkehr mit Fleisch und Fleischwaren vom 29. Januar 1909 bestätigt wurde: „Der Verkehr mit Hunde- und Katzenfleisch und mit daraus hergestellten Waren ist verboten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verbot gilt allerdings nur für den kommerziellen Verkehr; Gewinnung und Verzehr für den Eigengebrauch sind zulässig&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/sr/817_0/a2.html Art. 2] Abs. 4 lit. a Lebensmittelgesetz: „Das Gesetz gilt nicht: für Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände, die für den Eigengebrauch bestimmt sind.“&amp;lt;/ref&amp;gt;, solange kein Verstoß gegen die Tierschutzgesetzgebung vorliegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bz&amp;quot;&amp;gt;Markus Rohner: [http://www.maulkorbzwang.de/archive_news/02_02/200202_5.htm &amp;#039;&amp;#039;Nicht nur die Asiaten lieben Hundefleisch&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Basler Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 23.&amp;amp;nbsp;Februar 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strafe der Faulheit (Wilhelm Busch).png|mini|In „Die Strafe der Faulheit“ wird der fette Hund geschlachtet.]]&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Busch]] verdeutlicht das Schlachten eines Hundes namens Schnick in seinem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Die Strafe der Faulheit&amp;#039;&amp;#039; durch Zeichnungen. Fräulein Ammer hatte ihren Hund überfüttert, was diesem zum Verhängnis wurde, da ein Hundehäscher ihn einfängt: „Den schlacht ich,“ spricht der böse Mann, „weil er so fett und gar nichts kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Münchener Bilderbogen: 180000 |Datum=1865 |DOI=10.11588/diglit.51450 |URN=nbn:de:bsz:16-diglit-514507 |Kommentar=18.[1865] Nro. 409-432 |Online=https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/muenchener_bilderbogen1865/0030/image,info |Abruf=2025-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erhard Oeser]]: &amp;#039;&amp;#039;Hund und Mensch: die Geschichte einer Beziehung&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 2004, ISBN 3-89678-496-X; Kapitel 7: &amp;#039;&amp;#039;Der Hund als Medizin und Nahrung&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;143–151.&lt;br /&gt;
* [[Marvin Harris]]: &amp;#039;&amp;#039;Wohlgeschmack und Widerwillen: die Rätsel der Nahrungstabus&amp;#039;&amp;#039; (Übersetzung von &amp;quot;Good to eat&amp;quot;). Stuttgart 1988, ISBN 3-608-93123-6.&lt;br /&gt;
* Jörg Ewersen: &amp;#039;&amp;#039;Der Hund – geliebt, gebraucht und gegessen&amp;#039;&amp;#039;. In: Brita Ramminger, Heike Lach (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hunde – Menschen – Artefakte. Gedenkschrift für Gretel Galley&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;International Archeologie, Studia honoraria&amp;#039;&amp;#039;, Band 32), Rahden/Westfalen 2012, ISBN 978-3-89646-551-1, S. 249–262.&lt;br /&gt;
* Jörg Ewersen: &amp;#039;&amp;#039;Hundehaltung auf der kaiserzeitlichen Wurt Feddersen Wierde – ein Rekonstruktionsversuch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Siedlungs- und Küstenforschung im südlichen ,&amp;#039;&amp;#039; Band 33, 2010, S. 53–75.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dog meat|Hundefleisch|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Hundefleisch}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://wolf.ok.ac.kr/~annyg/deutsch/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Informationen zu Hundefleisch als Teil der koreanischen Kultur; mit Argumenten für den Konsum.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160219171756}} In: wolf.ok.ac.kr, Website teilweise mit der veraltete [[Adobe Flash|Adobe-Flash]]-Technik.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Offline! Zwecks Recherche, Archivierung, bitte nicht löschen, bei Bedarf Kommentierung aufheben, THX!* [http://wolf.ok.ac.kr/~annyg/deutsch/ Informationen zu Hundefleisch als Teil der koreanischen Kultur; mit Argumenten für den Konsum] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fleisch|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chinesische Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vietnamesische Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hund im Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wagner67</name></author>
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