<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Humins%C3%A4uren</id>
	<title>Huminsäuren - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Humins%C3%A4uren"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Humins%C3%A4uren&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T16:39:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Humins%C3%A4uren&amp;diff=165039&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NadirSH: Einzelnachweis ergänzt / Gliederung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Humins%C3%A4uren&amp;diff=165039&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-03-20T17:09:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis ergänzt / Gliederung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Humic acid.svg|mini|hochkant=2.0|Beispielstruktur einer Huminsäure.&amp;lt;ref&amp;gt;F. J. Stevenson: &amp;#039;&amp;#039;Humus Chemistry. Genesis, Composition, Reactions&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. John Wiley and Sons, New York NY u. a. 1994, ISBN 0-471-59474-1, S. 289.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kann unterschiedliche chemische Komponenten wie [[Chinone|Chinon]]-, [[Phenol]]-, [[Zucker]]- oder [[Peptid]]komponenten enthalten, die miteinander beispielsweise über phenolische Brücken verknüpft sind.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Huminsäuren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind natürlich in [[Humus]]böden, [[Torf]] und [[Braunkohle]] vorkommende [[Huminstoff]]e. Die Gruppe verschiedener [[Säure]]n bildet sich durch partiellen Abbau von Resten abgestorbener [[Lebewesen]] im Boden. Sie erfüllen in Humusböden eine wichtige Funktion als [[Bioeffektor]] und Speicher für basische Stickstoffverbindungen.&amp;lt;ref name=woc&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/chemie/huminsaeuren/4207 |titel=Huminsäuren |titelerg= |werk=Lexikon der Chemie |hrsg=Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg |datum=1998 |abruf=2023-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals beschrieben wurden sie vom deutschen Chemiker [[Franz Carl Achard]]. Ihre Salze werden als Humate bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Huminsäuren sind hochmolekulare [[chemische Verbindung]]en, die neben anderen Huminstoffen während des Abbauprozesses von biologischem Material durch „Humifizierung“ gebildet werden. Der Molmassenbereich der Huminsäuren liegt dabei zwischen 2000 und 300.000 [[Dalton (Einheit)|Dalton]].&amp;lt;ref name=woc/&amp;gt; Sie bestehen hauptsächlich aus teilweise abgebautem pflanzlichem [[Lignin]] und [[Cellulose]], an die oft auch [[Proteine]] und [[Kohlenhydrate]] angelagert sind. Dabei werden leicht abbaubare Substanzen wie [[Zucker]] [[Endoxidation|endoxidiert]], wohingegen schwer abbaubare Stoffe wie Lignin, [[Wachs]]e sowie [[Fette|Fett]]- und Proteinkomponenten lange im Boden enthalten bleiben und derart für die Erhaltung biologischer Komponenten wie Holz, Leder, Pflanzenfasern, [[Pollen]] etc. sorgen, was zum Beispiel für die Archäologie wichtig ist, andererseits jedoch durch den hohen Säuregrad den Kalk in Knochen rasch auflösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]] stellt also eine meist dunkle Masse von organischen, nicht leicht abbaubaren Substanzen dar, die durch Bakterien, Pilze und [[Protozoen]] in chemisch nicht klar definierte [[polymer]]e Stoffe überführt werden. Im Boden besitzen die Huminsäuren eine wichtige Funktion als natürliche [[Ionenaustauscher]], die basische Stickstoffverbindungen binden und diese im Austausch gegen metallische Kationen wieder freisetzen.&amp;lt;ref name=woc/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huminsäuren weisen neben den [[Carboxygruppe|Säuregruppen]] noch andere [[funktionelle Gruppe]]n auf. In Wasser dissoziieren sie in ein elektrisch hoch geladenes Poly[[anion]] und eine entsprechende Anzahl von [[Kation]]en. Bei der Wasseraufbereitung werden Huminsäuren mit [[Aktivkohlefilter]]n, speziellen Ionenaustauschfiltern ([[Ionenaustauscher#Kunstharz-Ionenaustauscher|Scavengerfiltern]]) oder Membranverfahren ([[Umkehrosmose]]) entfernt, da das Wasser sonst gelb gefärbt wäre oder nachgeschaltete Ionenaustauschharze durch [[Ionenaustauscher#Kunstharz-Ionenaustauscher|„Fouling“]] geschädigt würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung / Fraktionierung ==&lt;br /&gt;
Entsprechend der unterschiedlichen [[Löslichkeit]] können Huminstoffe fraktioniert (chemisch aufgeteilt) werden. Nach F. J. Stevenson unterscheidet man die wasserlöslichen [[Fulvosäuren]] (Molmasse &amp;lt; 3000 Da) von den wasserunlöslichen, aber alkalilöslichen Huminsäuren und den wasser- und alkaliunlöslichen [[Humine]]n. Aus den Huminsäuren kann man durch Lösen mit [[Ethanol|Alkohol]] die [[Hymatomelansäure]]n abtrennen. Weiterhin ist durch spezielle Trennverfahren eine Auftrennung der Huminsäuren in Grau- und Braunhuminsäuren möglich. Huminsäuren lassen sich aus ihren alkalischen Lösungen mit verdünnten [[Mineralsäure]]n ausfällen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;International Humic Substances Society &amp;#039;&amp;#039; (IHSS, deutsch: Internationale Huminstoffgesellschaft) befasst sich mit der Chemie, den Eigenschaften und der Anwendung von Huminsäuren, insbesondere in der Umwelt, Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, während die &amp;#039;&amp;#039;Internationale Moor- und Torfgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (IMTG) sich vorwiegend mit der Erforschung und Anwendung von Humin- und Fulvosäuren aus [[Torf]] in der Landwirtschaft ([[Gartenbau]]) aber auch der Medizin ([[Balneologie]]) beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Huminsäure}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* F. J. Stevenson: &amp;#039;&amp;#039;Humus Chemistry. Genesis, Composition, Reactions&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. John Wiley and Sons, New York NY u. a. 1994, ISBN 0-471-59474-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4160791-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Huminsauren}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organische Säure| Huminsauren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NadirSH</name></author>
	</entry>
</feed>