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	<title>Hugo Strunz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 21. April 2026 um 20:42 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Hugo Strunz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Strunz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Februar]] [[1910]] in [[Weiden in der Oberpfalz]]; † [[19. April]] [[2006]] in [[Unterwössen]]), war ein [[deutscher]] [[Mineraloge]], Hochschullehrer und Entwickler der modernen Klassifikation der [[Mineral]]e (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; Systematik der Minerale nach Strunz in der [[Systematik der Minerale nach Strunz (8. Auflage)|8. Auflage]] bzw. [[Systematik der Minerale nach Strunz (9. Auflage)|9. Auflage]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Abschlüsse ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn eines Malermeisters. Nach Abschluss der Oberrealschule in [[Regensburg]] begann Hugo Strunz 1929 in [[München]] das Studium der Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt [[Mineralogie]] und erhielt 1933 seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Doktor|Dr.]] der Philosophie an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]. Zwei Jahre später erhielt er an der [[Technische Universität München|TH München]] seinen Doktorgrad in technischen Wissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 kam Strunz an das [[Museum für Naturkunde (Berlin)|Mineralogische Museum]] von [[Berlin]], wurde Assistent von [[Paul Ramdohr]] (1890–1985) und [[Habilitation|habilitierte]] sich 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1939 bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lehrte er als Dozent für Mineralogie und [[Petrographie]] an der Friedrich-Wilhelm-Universität (seit 1946 [[Humboldt-Universität zu Berlin]]) in Berlin. Danach lehrte er an der [[Philosophisch-theologische Hochschule Regensburg|Philosophisch-theologischen Hochschule in Regensburg]] Mineralogie und gründete dort ein Mineralogisch-Geologisches Institut, das später zum Staatlichen Forschungsinstitut für angewandte Mineralogie erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 erhielt Strunz den [[Lehrstuhl]] für Mineralogie und Petrographie an der [[Technische Universität Berlin|TU Berlin]] und errichtete dort in wenigen Jahren ein Mineralogisches Institut, in dem er bis zu seiner [[Emeritierung]] 1978 tätig war. In dieser Zeit entstanden über 200 Veröffentlichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strunz besuchte auf seinen mineralogischen Forschungsreisen die meisten Länder Europas und einige Länder Afrikas, darunter [[Madagaskar]], [[Namibia]], [[Simbabwe]] und [[Tansania]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Gründungsmitglied der [[International Mineralogical Association]] (IMA) und von 1958 bis 1970 Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Mineral Data Commission&amp;#039;&amp;#039;, ab 1982 stellvertretender Vorsitzender. Nach seiner [[Emeritierung]] wurde Strunz [[Kurator (Museum)|Kustos]] des Mineralogischen Museums in seiner Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat zum 1. August 1935 der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 2.538.529)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/43711193&amp;lt;/ref&amp;gt; und war seit 1933 SA-Mitglied (später NSKK). In Zürich war er bis 1937 Block- und Presseamtsleiter der NSDAP.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch R 4901/13278&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausragende Leistungen ==&lt;br /&gt;
Karl Hugo Strunz entwickelte für [[Mineral]]e auf der Grundlage ihrer chemischen Zusammensetzung und Kristallstruktur eine Mineralklassifikation, bestehend aus neun Mineralklassen (vormals und seit 2001 wieder zehn Mineralklassen), die erstmals 1941 erschien. Seit dieser Zeit wurden diese „Mineralogischen Tabellen“ ständig dem aktuellen Erkenntnisstand angepasst, in mehrere Sprachen übersetzt und sind mittlerweile Standardwerk für Mineralsystematiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er entdeckte und beschrieb 14 neue Minerale wie beispielsweise [[Laueit]], [[Hagendorfit]], [[Chudobait]], [[Fleischerit]], [[Stranskiit]], [[Liandradit]] und [[Petscheckit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auszug) ==&lt;br /&gt;
Das bekannteste Werk von Strunz sind die &amp;#039;&amp;#039;Mineralogischen Tabellen&amp;#039;&amp;#039;, ein Gesamtwerk über die Klassifizierung der Mineralien auf kristallchemischer Grundlage mit einer Einführung in die Kristallchemie, das 1941 erstmals erschien. Die 4. Auflage wurde 1966 unter Mitwirkung von [[Christel Tennyson]] komplett überarbeitet und erweitert, bis zur 8. Auflage 1982 immer wieder aktualisiert und in mehrere Sprachen übersetzt. Die 9. Auflage erschien 2001 in englischer Sprache und unter Mitwirkung von [[Ernest Henry Nickel|Ernest H. Nickel]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mineralogical tables: chemical structural mineral classification system&amp;#039;&amp;#039;. Sie enthält etwa 4000 Minerale (darunter 3881 von der [[International Mineralogical Association]] anerkannte Minerale) sowie 9248 sonstige Bezeichnungen wie Handelsnamen oder bergmännische Bezeichnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arno Mücke]], Besprechung von &amp;#039;&amp;#039;Strunz Mineralogical Tables. Ninth Edition.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Der Aufschluss&amp;#039;&amp;#039;, 2002. Zitiert in: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.schweizerbart.de/publications/detail/isbn/9783510651887/Strunz-Mineralogical-Tables-Ninth-Edition Strunz Mineralogical Tables. Ninth Edition.]&amp;#039;&amp;#039; Website des Verlags [[E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung|Schweizerbart]] (abgerufen am 6. Oktober 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Lieber]], Besprechung von &amp;#039;&amp;#039;Strunz Mineralogical Tables. Ninth Edition.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Lapsis&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 3/2002. Zitiert in: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.schweizerbart.de/publications/detail/isbn/9783510651887/Strunz-Mineralogical-Tables-Ninth-Edition Strunz Mineralogical Tables. Ninth Edition.]&amp;#039;&amp;#039; Website des Verlags [[E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung|Schweizerbart]] (abgerufen am 6. Oktober 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres wichtiges Standardwerk, [[Friedrich Klockmann|Klockmanns]] &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Mineralogie&amp;#039;&amp;#039; (ISBN 3-432-82986-8), erfuhr durch Strunz in Zusammenarbeit mit [[Paul Ramdohr]] bis zur 16. Auflage 1978 eine völlige Überarbeitung und Neuherausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1932 veröffentlichte Strunz mit [[Balthasar Gossner]] eine Untersuchung &amp;#039;&amp;#039;Über strukturelle Beziehungen zwischen Phosphaten (Triphylin) und Silikaten (Olivin) und über die chemische Zusammensetzung von Ardennit&amp;#039;&amp;#039;. Es folgte eine Beschreibung &amp;#039;&amp;#039;Über die Verwandtschaft der Silikate mit den Phosphaten und Arsenaten&amp;#039;&amp;#039; (1936) und über die &amp;#039;&amp;#039;Chemische Zusammensetzung und Struktur von Rhodizit und Jeremejewit&amp;#039;&amp;#039; (1939).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 brachte Strunz eine &amp;#039;&amp;#039;Geologische Übersichtstafel für Mitteleuropa (u.&amp;amp;nbsp;a.)&amp;#039;&amp;#039; heraus, die er 1948 noch einmal überarbeitete. Im gleichen Jahr bemühte er sich mit &amp;#039;&amp;#039;Struktur und Gestalt&amp;#039;&amp;#039; um eine leichtverständliche Einführung in die Kristallkunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Lagerstättenbeschreibung folgte 1953 mit &amp;#039;&amp;#039;Mineralien und Lagerstätten in Ostbayern&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 verfasste Strunz eine Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Von der [[Berliner Bergakademie|Bergakademie]] zur Technischen Universität Berlin&amp;#039;&amp;#039; und fünf Jahre später &amp;#039;&amp;#039;Zur Mineralogie und Geologie der Oberpfalz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1985 erhielt Hugo Strunz das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse. Er war Ehrenmitglied von über zwanzig nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gesellschaften und Akademien wie der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Mineralogischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Mineralogical Society of America&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Mineralogical Society of England&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Gemmological Society of Japan&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Mineralogischen Gesellschaft der UdSSR&amp;#039;&amp;#039;. Seit 1995 war er Ehrenmitglied der Münchener Mineralienfreunde e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren war Strunz einer der Senatoren der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]], der er ab 1968 angehörte, und Inhaber der Bořicky-Medaille der [[Karls-Universität Prag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Minerale [[Strunzit]], [[Ferristrunzit]] und [[Ferrostrunzit]] sind nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arno Mücke: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam Prof. Hugo Strunz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Aufschluss]]&amp;#039;&amp;#039; 57, Nr. 4, 2006, {{ISSN|0004-7856}}, S. 193–194.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117348686}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dmg-home.org/fileadmin/user_upload/Downloads/Forum/Forum_91.pdf Deutsche Mineralogische Gesellschaft – Nachruf Prof. Dr. Dr. Hugo Strunz] (PDF 1,2&amp;amp;nbsp;MB, S. 7–9)&lt;br /&gt;
* [http://www.vfmg-weiden.de/akalt29.htm Freunde der Mineralogie und Geologie Weiden – Nachruf für Hugo Strunz]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2008/2012/html/festschrift/strunz.htm |text=Biografie über Hugo Strunz in der Festschrift &amp;#039;&amp;#039;125 Jahre Technische Universität Berlin. The shoulders on which we stand&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120114031916}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sammlungen.hu-berlin.de/sammlungen/12/ Museum für Naturkunde (Humboldt-Universität zu Berlin) – Mineralogische Sammlung und Überblick der geschichtlichen Ereignisse]&lt;br /&gt;
* [https://badw.de/fileadmin/nachrufe/Strunz%20Hugo.pdf Bayerische Akademie der Wissenschaften – Nachruf für Hugo Strunz] (PDF 140,7&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.mineralienfreunde.de/archiv/06verein.html Münchener Mineralienfreunde e. V. – Ehrenmitgliedschaft von Hugo Strunz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochene Version&lt;br /&gt;
|datei      = De-Karl Hugo Strunz-article 2012-03-28.ogg&lt;br /&gt;
|länge      = 08:25&lt;br /&gt;
|größe      = 5 MB&lt;br /&gt;
|sprecher   = Ra&amp;#039;ike&lt;br /&gt;
|geschlecht = weiblich&lt;br /&gt;
|dialekt    = Hochdeutsch/Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|version    = 101428546&lt;br /&gt;
|datum      = 2012-03-29&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117348686|LCCN=n80164493|VIAF=113263536}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strunz, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineraloge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Mineralogical Society of America]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSKK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für ein Mineral]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2006]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Strunz, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Strunz, Karl Hugo&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mineraloge und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Februar 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weiden in der Oberpfalz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. April 2006&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Unterwössen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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