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	<title>Hugo Obermaier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-24362-64: /* Hugo-Obermaier-Gesellschaft */</title>
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		<updated>2026-04-21T08:52:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hugo-Obermaier-Gesellschaft&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hugo Obermaier.jpg|mini|240px|Hugo Obermaier in [[Pamplona]], 1924]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Obermaier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Januar]] [[1877]] in [[Regensburg]]; † [[12. November]] [[1946]] in [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]], [[Schweiz]]) war ein deutscher [[Prähistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Als Sohn des Königlichen [[Studienrat (Deutschland)|Studienrates]] Anton Obermaier wuchs Hugo Obermaier in gutbürgerlichen Verhältnissen auf. Von 1886 bis 1895 besuchte er das &amp;#039;&amp;#039;Alte Gymnasium&amp;#039;&amp;#039; am [[Ägidienplatz (Regensburg)|Ägidienplatz]] in [[Regensburg]], die Vorläuferschule des [[Albertus-Magnus-Gymnasium Regensburg|Albertus-Magnus-Gymnasiums]]. Nach dem Absolutorium (heute [[Abitur]]) studierte er von 1895 bis 1900 am Regensburger [[Lyzeum (Hochschule)|Lyzeum]] katholische [[Theologie]] und Geschichte. Erste archäologische Erfahrungen sammelte Obermaier im Jahre 1897, als er dem Privat-Archäologen Joseph Fraunholz bei der Erforschung der [[Kastlhänghöhle]] nahe [[Essing]] ([[Landkreis Kelheim|Lkr. Kelheim]]) half.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1900 wurde er zum [[Diözesanpriester|Weltpriester]] geweiht, beantragte jedoch nach kurzer Zeit die Beurlaubung, um sich dem Studium der Altertumswissenschaften widmen zu können. Diese wurde gewährt, und er studierte anschließend von 1901 bis 1904 in [[Wien]] die Fächer [[Prähistorische Archäologie]], [[Physische Geographie]], [[Geologie]], [[Paläontologie]], [[Ethnologie]], [[Deutsche Philologie]] und [[Anatomie]]. Zu seinen Lehrern zählten in dieser Zeit unter anderem [[Moriz Hoernes (Prähistoriker)|Moritz Hoernes]], [[Albrecht Penck]] und [[Josef Szombathy]]. 1904 wurde er mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Verbreitung des Menschen während des Eiszeitalters in Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Vier Jahre später [[Habilitation|habilitierte]] er sich mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Steingeräte des französischen Altpaläolithikums&amp;#039;&amp;#039;. Im Sommer des Jahres 1908 war er an archäologischen Profilaufnahmen in [[Willendorf in der Wachau]] tätig, als die berühmte [[Venus von Willendorf]] gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1909 wurde er trotz des Widerstandes von Albrecht Penck [[Privatdozent]] in Wien. Von 1909 bis 1914 nahm er an mehreren Grabungskampagnen in der spanischen Höhle [[El-Castillo-Höhle|El Castillo]] teil. Freundschaften verbanden ihn seit diesen Jahren mit den französischen Paläolithforschern [[Émile Cartailhac]] und [[Henri Breuil]].&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Breuil, Hugo Obermaier: &amp;#039;&amp;#039;Les premiers travaux de l&amp;#039;Institut de Paléontologie Humaine.&amp;#039;&amp;#039; L&amp;#039;Anthropologie 23, 1912, S. 1–27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 nahm er eine Professorenstelle am neu gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Institut de Paléontologie Humaine&amp;#039;&amp;#039; in [[Paris]] an, die er bis zum Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] besetzte. Während dieser Zeit unternahm er zahlreiche Forschungsreisen zu bekannten archäologischen Fundplätzen in Europa, wie die Höhle „La Pasiega“ ([[Kantabrien]]) oder zu den [[Felsmalereien in der spanischen Levante]]. Durch die Finanzierung des Pariser Instituts konnte er im Sommer 1912 und 1913 zusammen mit [[Paul Wernert]] an der Ausgrabung der [[Klausenhöhle]] bei [[Essing]] teilnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Obermaier, Paul Wernert: &amp;#039;&amp;#039;Die Klausennische bei Neu-Essing (Niederbayern).&amp;#039;&amp;#039; Kapitel in: &amp;#039;&amp;#039;Paläolithbeiträge aus Nordbayern.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen der anthropologischen Gesellschaft in Wien, Band 44, 1914, S. 53–55&amp;lt;/ref&amp;gt; Während eines Spanienaufenthaltes im Jahre 1914 entschloss er sich, zunächst am &amp;#039;&amp;#039;Museo Nacional de Ciencias Naturales&amp;#039;&amp;#039; in [[Madrid]] zu arbeiten und wurde 1922 auf einen eigens für ihn umgewidmeten [[Lehrstuhl]] an der [[Universität Complutense Madrid]] berufen. 1924 wurde er korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]], 1925 ordentliches Mitglied des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]] und Ehrendoktor der Medizinischen Fakultät der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]. Ab 1922 war er Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Kaiserlichen Deutschen Akademie der Naturforscher zu Halle]] (Leopoldina)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|5872|IDName=hugo-obermaier|Name=Hugo Obermaier|Datum=10. August 2015}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1927 Mitglied der [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche, persönliche und politische Gründe veranlassten ihn, in Anbetracht des heraufziehenden [[Drittes Reich|Dritten Reichs]] im November 1932 auf den einen Monat zuvor erfolgten Ruf an den vakanten Berliner Lehrstuhl [[Max Ebert]]s zu verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieges]], dessen Beginn im Juli 1936 mit einem Aufenthalt Obermaiers in [[Oslo]] zusammenfiel, musste er aufgrund politischer Schwierigkeiten und fachlicher Rivalitäten seinen Lehrstuhl aufgeben. Im Jahre 1939 verließ er Spanien für immer, um eine Professorenstelle in [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]] ([[Schweiz]]) anzunehmen. Dort verstarb er 1946 nach mehr als einjähriger schwerer Krankheit im örtlichen [[Theologenkonvikt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hugo-Obermaier-Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Verdienste Hugo Obermaiers liegen in der [[Altsteinzeit]]forschung. Obermaiers synthetische Darstellung der europäischen Urgeschichte im Werk „Der Mensch der Vorzeit“ (1912) trug zu Beginn des 20. Jahrhunderts maßgeblich zur Europäisierung der Urgeschichtsforschung bei. Am 23. Juni 1951 wurde auf Initiative des [[Erlangen|Erlanger]] Prähistorikers [[Lothar Zotz]] die [[Hugo Obermaier-Gesellschaft]] gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten [[Archäologe]]n, [[Geologe]]n, [[Paläontologe]]n und [[Anthropologe]]n. Im Jahre 1956 erhielt die Gesellschaft den Zusatz „für Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Züchner: &amp;#039;&amp;#039;Fünfzig Jahre Hugo Obermaier-Gesellschaft für Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit. Geschichte und Ziele der Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: Quartär 53/54, 2006, S. 9–20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
(Auswahl, chronologisch gereiht)&lt;br /&gt;
* (zusammen mit [[Franz Xaver Kießling]]): &amp;#039;&amp;#039;Das Plateaulehm-Paläolithikum des nordöstlichen Waldviertels von Niederösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 41, 1911, S. 51ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch der Vorzeit.&amp;#039;&amp;#039; Allgemeine Verlags-GmbH Berlin, München &amp;amp; Wien 1912. [https://archive.org/details/b29011620 Online]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;El Hombre fosil.&amp;#039;&amp;#039; Colegio Universitario de Ediciones Istmo Madrid, 1916 (Neuauflage als [[Faksimile]] 1985).&lt;br /&gt;
* (zusammen mit [[Leo Frobenius]]): &amp;#039;&amp;#039;Hadschra Maktuba. Urzeitliche Felsbilder [[Algerien|Kleinafrikas]].&amp;#039;&amp;#039; 1. Lieferung (von 6). Kurt Wolff Pantheon-Verlag für Kunstwissenschaft Florenz, Pantheon und München, 1925.&lt;br /&gt;
* (zusammen mit Carl Walter Heiss): &amp;#039;&amp;#039;Iberische Prunk-Keramik vom Elche-Archena-Typus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;IPEK, Jahrbuch für prähistorische und ethnographische Kunst&amp;#039;&amp;#039;, 1929.&lt;br /&gt;
* (zusammen mit [[Herbert Kühn (Prähistoriker)|Herbert Kühn]]): &amp;#039;&amp;#039;Buschmannkunst. Felsmalereien aus Südafrika.&amp;#039;&amp;#039; Nach den Aufnahmen von Reinhard Maak bearbeitet. Kurt Wolff Pantheon-Verlag für Kunstwissenschaft Florenz, Pantheon und München 1930.&lt;br /&gt;
* (zusammen mit Joseph Bernhart): &amp;#039;&amp;#039;Sinn der Geschichte. Eine Geschichtstheologie.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg i. Br. 1931.&lt;br /&gt;
* (zusammen mit [[Adalbert Neischl]]): &amp;#039;&amp;#039;Die vor- und frühgeschichtlichen Befestigungen am Rauhen Kulm bei Neustadt a. Kulm (Oberpfalz).&amp;#039;&amp;#039; Dultz, München 1913.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. Moure Romanillo (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;El hombre fósil&amp;quot; 80 años después. Volumen conmemorativo del 50 aniversario de la muerte de Hugo Obermaier.&amp;#039;&amp;#039; Universidad de Cantabria, Santander 1996, S. 325–343.&lt;br /&gt;
* [[Christian Züchner]]: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Obermaier (1877–1946). Dokumente seines Lebens und Wirkens im Archiv der Hugo Obermaier-Gesellschaft zu Erlangen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Madrider Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 36, 1995, S. 48–59.&lt;br /&gt;
* Christian Züchner: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Obermaier (Regensburg 1877–Fribourg 1946). Leben und Wirken eines bedeutenden Prähistorikers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Quartär&amp;#039;&amp;#039;, Band 47/48, 1997, S. 7–28, [[doi:10.7485/QU47_01]].&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|396|397|Obermaier, Hugo|Christian Züchner|117077240}}&lt;br /&gt;
* Christian Züchner: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Obermaier, Regensburg 1877–Fribourg 1946.&amp;#039;&amp;#039; In: R. T. Hosfield, F. F. Weban-Smith, M. I. Pope (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Great Prehistorians – 150 Years of Palaeolithic Research, 1859–2009&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Lithics. Journal of the Lithic Studies Society&amp;#039;&amp;#039;, Band 30). 2009, S. 143–152.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117077240}}&lt;br /&gt;
* [https://obermaier-gesellschaft.de/hugo-obermaier-1877-1946-2/ Biographie von Hugo Obermaier auf der Website der HOG]&lt;br /&gt;
* Züchner, Christian (1997): Hugo Obermaier. Leben und Wirken eines bedeutenden Prähistorikers. Quartär 47/48: 7–28. [[DOI:10.7485/QU47 01]]&lt;br /&gt;
* Homepage der [https://obermaier-gesellschaft.de/ Hugo Obermaier-Gesellschaft]&lt;br /&gt;
* {{HLS|7865|Obermaier, Hugo|Autor=Eveline Seewer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117077240|LCCN=no97016058|VIAF=32161595}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Obermaier, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prähistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Freiburg, Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Complutense Madrid)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Obermaier, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Archäologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Januar 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Regensburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. November 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Üechtland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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