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	<title>Hugo Lunardon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-21T07:47:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hugo Lunardon.jpg|mini|Hugo Lunardon als Gendarmeriebeamter]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Albano Lunardon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. November]] [[1893]] in [[Hard]]; † [[14. März]] [[1940]] im [[KZ Mauthausen]]) war ein [[österreich]]ischer [[Bundesgendarmerie|Gendarmeriebeamter]], der nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistische Deutschland]] im Konzentrationslager Mauthausen getötet wurde. Lunardon hatte vor dem Anschluss von 1933 bis 1938 als Postenkommandant des Gendarmeriepostens [[Dornbirn]] insbesondere die in Österreich illegalen Nationalsozialisten bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Hugo Lunardon wurde am 2. November 1893 in der [[Vorarlberg]]er Bodenseegemeinde Hard als Sohn des italienischsprachigen Flickschusters Bartolo Lunardon und seiner Frau Maria (geborene Tomio) geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pichler&amp;quot;&amp;gt;[[Meinrad Pichler]]: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.vn.at/kultur/2018/04/06/ein-gewissenhafter-ordnungshueter.vn |wayback=20180816125935 |text=Ein gewissenhafter Ordnungshüter |archiv-bot=2025-07-10 02:38:05 InternetArchiveBot }},&amp;#039;&amp;#039; [[Vorarlberger Nachrichten]] vom 7. April 2018, S. D5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wuchs in Hard auf und erlernte zunächst den Beruf des [[Graveur]]s. Mit dem Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde Lunardon im Jahr 1914 als 21-Jähriger zum Kriegsdienst eingezogen und sofort an die Front versetzt. Zweimal wurde er im Verlauf des Krieges verwundet, ehe er in russische [[Kriegsgefangene|Kriegsgefangenschaft]] geriet und 43 Monate in verschiedenen russischen Gefangenenlagern inhaftiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere bei der Gendarmerie ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Vorarlberg fand Lunardon in der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Österreich der [[Zwischenkriegszeit]] keine Anstellung mehr als Graveur, sodass er sich zum Eintritt in die österreichische Bundesgendarmerie entschied. Er absolvierte seine Grundausbildung in [[Innsbruck]] und wurde mit deren Abschluss dem Landesgendarmeriekommando für Vorarlberg zugeteilt. Hugo Lunardon war zu diesem Zeitpunkt bereits wesentlich älter als die meisten anderen neu eingestellten Gendarmeriebeamten, sodass er sich doppelt bemühte und sich bald durch seinen Eifer bei Kollegen und Vorgesetzten einen guten Ruf erarbeitete. 1923 wurde er der neu gegründeten Ausforschungsabteilung in Bregenz zugewiesen und war beruflich sehr erfolgreich. Lunardon verschickte als Schriftführer der freien Polizeigewerkschaft ein Protokoll, in welchem illegale Machenschaften einer Gruppe monarchistischer Polizeioffiziere in Salzburg zur Finanzierung eines „Kampffonds gegen die rote Gendarmerie“ aufgezeigt wurde. Dies führte zu dienstlichen Suspendierung Lunardons im Sommer 1927. Die Suspendierung wurde 14 Tage später vom Bundeskanzleramt als ungerechtfertigt aufgehoben. Das Landesgendarmeriekommando Vorarlberg versetzte daraufhin Lunardon auf den Posten in [[Dalaas]] und kurz darauf ins hinterste [[Montafon]], nach [[Partenen]], wo er sich u.&amp;amp;nbsp;a. um die Konflikte unter den Bauarbeitern des [[Vermuntwerk]]es kümmern musste. Im Sommer 1930 kam Lunardon wieder in eine untergeordnete Stellung zum Posten in Bregenz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pichler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. März 1931 heiratete Hugo Lunardon die am 11. Jänner 1904 in [[Bregenz]] geborene Bäckerstochter Olga Frick, mit der er am 11. Jänner 1933 die Tochter Olga und am 30. Jänner 1935 die Tochter Gertrud Maria bekam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Familienbuch&amp;quot;&amp;gt;[https://lexikon.dornbirn.at/startseite/geschichte/dornbirner-familienbuch/?tx_familybook_pi1%5Brel%5D=P%3A64833 Eintrag zu Hugo Lunardon]. In: &amp;#039;&amp;#039;Familienbuch des [[Stadtarchiv Dornbirn|Stadtarchivs Dornbirn]],&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 17. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 wurde der bis dahin in [[Hohenems]] tätige Lunardon zur Bekämpfung der in Dornbirn sehr einflussreichen illegalen Nationalsozialisten zum Postenkommandanten des Gendarmeriepostens [[Dornbirn]] ernannt. In der Stadt, die später als das „braune Nest“ Vorarlbergs bezeichnet wurde, existierte bereits seit dem Jahr 1924 eine [[NSDAP-Ortsgruppe]], was die Gemeinde zu einem Zentrum der politischen Auseinandersetzungen zwischen Christlich-sozialen und Deutschnationalen machte. Diese Auseinandersetzungen eskalierten im Herbst 1933, als die [[Illegaler Nationalsozialist|illegalen Nationalsozialisten]] unter der Führung von [[Anton Plankensteiner]] regelmäßig Böller- und Sprengstoffanschläge verübten. Schließlich wurden einige finanzkräftige Fabrikanten und auch Plankensteiner selbst verhaftet, was erneut zu einer Welle an Machtdemonstrationen und Bölleranschlägen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugo Lunardon tat sich bei der Bekämpfung der Nationalsozialisten besonders hervor und hatte dabei auch gegen Widerstand in den eigenen Reihen zu kämpfen. So sabotierte etwa sein Stellvertreter, Franz Walch, regelmäßig dessen Vorgehen gegen die Sympathisanten der Nationalsozialisten. Den größten Erfolg feierte Lunardon, als es ihm gelang, den [[SS-Sturmbannführer]] [[Alfons Mäser]] zu verhaften, der mit einer um sich gescharten Truppe für zahlreiche Anschläge im ganzen Land verantwortlich war. Gemeinsam mit dem Kriminalbeamten Anton König wurde dessen Verantwortung aufgedeckt und Mäser in der Folge vor Gericht zu 15 Jahren schwerem Kerker verurteilt. Lunardon und König wurden daraufhin vom Vorarlberger Sicherheitsdirektor für eine Auszeichnung vorgeschlagen und am 8. Jänner 1935 mit der &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Großen Silbernen Verdienstmedaille&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ===&lt;br /&gt;
Am 11. März 1938 übernahmen die Nationalsozialisten im Zuge des so genannten [[Anschluss Österreichs|Anschlusses Österreichs]] an das Deutsche Reich die entscheidenden Machtpositionen auch in Vorarlberg. Anton Plankensteiner wurde neuer Landeshauptmann, der 1937 vorzeitig aus der Haft entlassene Alfons Mäser wurde Zuständiger für die Sicherheit. Lunardons Stellvertreter Franz Walch forderte sofort vehement dessen Verhaftung, was auch noch in der Nacht des 11. März geschah. Hugo Lunardon wurde ebenso wie der Kriminalbeamte Anton König in „[[Schutzhaft]]“ genommen und ins Gefangenenhaus nach Bregenz überstellt, wo in der Zwischenzeit die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] das Kommando übernommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Walch requirierte Lunardons Dienstwohnung und setzte nach einer Hausdurchsuchung dessen Gattin mit den beiden kleinen Kindern auf die Straße. Olga Lunardon kam mit ihren Kindern in der Folge bei Bekannten in [[Sulz (Vorarlberg)|Sulz]] unter. Hugo Lunardon wurde schließlich am 11. November 1938 offiziell aus dem Gendarmeriedienst entlassen. Der Versuch, ihm in einem Strafprozess [[Mißbrauch der Amtsgewalt|Amtsmissbrauch]] nachzuweisen, schlug jedoch fehl. Zuvor war Lunardon bereits am 23. Mai 1938 gemeinsam mit Kaplan [[Georg Schelling]] nach Innsbruck deportiert wurden, um dort weiteren Verhörmaßnahmen unterzogen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Tage später erfolgte der Abtransport der beiden ins [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]], wo sie sofort in so genannten „Kommandanturarrest“ genommen wurden, also eine Art verschärfte Einzelhaft. Drei Monate lang wurde Hugo Lunardon in dieser verschärften Haftform angehalten, in der er nur jeden dritten Tag etwas Brot bekam. Anschließend daran kam Lunardon in die [[Strafabteilung|Strafkompanie]] des Konzentrationslagers. Mit Kriegsbeginn im September 1939 wurde Lunardon in das [[KZ Mauthausen|Konzentrationslager Mauthausen]] überstellt, wo die Haftbedingungen noch wesentlich härter waren als zuvor im KZ Dachau. Im März 1940 wurde Hugo Lunardon, der damals bereits völlig entkräftet war, von einem [[SS-Hauptscharführer]] auf dem Weg in den Steinbruch des Konzentrationslagers zusammengeschlagen, woraufhin er endgültig zusammenbrach und schließlich starb. Sein amtlicher Todestag wurde mit dem 14. März 1940 festgelegt, wobei der amtliche Todesschein als Todesursache eine „Herzmuskelschwäche bei chronischem Herzfehler und Wassersucht“ angab. Hugo Lunardons Leichnam wurde im Krematorium Steyr verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung und Gedenken ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Hugo Lunardon [[posthum]] zum Gendarmerie-[[Rittmeister]] befördert und am 30. September 1977 vom Bundespräsidenten mit dem [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs]] ausgezeichnet. In seiner Heimatstadt Dornbirn erinnert ein Gedenkstein an ihn und in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz wurde ein Weg neben der heutigen [[Landespolizeidirektion (Österreich)|Landespolizeidirektion]] &amp;#039;&amp;#039;Hugo-Lunardon-Weg&amp;#039;&amp;#039; benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harald Walser]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Tod eines Staatsdieners. Hugo Lunardon und der Nationalsozialismus in Dornbirn.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Bundschuh]]/Harald Walser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dornbirner Statt-Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; Vorarlberger Autoren-Gesellschaft, Bregenz 1987, ISBN 3-900754-00-4. ([https://www.malingesellschaft.at/texte/nationalsozialismus/harald-walser-1987-der-tod-eines-staatsdieners.-hugo-lunardon-und-der-nationalsozialismus-in-dornbirn Online abrufbar] im Webauftritt der [[Johann-August-Malin-Gesellschaft]])&lt;br /&gt;
* Landesgendarmeriekommando für Vorarlberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hugo Lunardon. Gendarmerie-Rittmeister posthum.&amp;#039;&amp;#039; Gedenkschrift zum 150-jährigen Bestehen der Gendarmerie in Österreich, Bregenz 1999.&lt;br /&gt;
* [[Meinrad Pichler]]: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Lunardon. Ein aufrechter Staatsdiener.&amp;#039;&amp;#039; In: Meinrad Pichler: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus in Vorarlberg.&amp;#039;&amp;#039; [[Studienverlag]], Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7065-5030-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lunardon, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (Vorarlberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gendarm (Österreich)| Vorarlberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rittmeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Mauthausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Befreiung Österreichs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich der Zwischenkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dornbirn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lunardon, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lunardon, Hugo Albano (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Gendarmeriebeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. November 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hard]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. März 1940&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Mauthausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GT1976</name></author>
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