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	<title>Hugo Linck - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T16:00:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hugo_Linck&amp;diff=1790760&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Weigandwood: /* Silberschatz */</title>
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		<updated>2023-10-12T17:34:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Silberschatz&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ehepaar Linck.tif|hochkant=1.2|mini|Maria und Hugo Linck (1958)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Linck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. März]] [[1890]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]; † [[24. Dezember]] [[1976]] in [[Hamburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Pastor]], der bis 1948 bei seiner Gemeinde in Königsberg/Kaliningrad geblieben war.&amp;lt;ref&amp;gt;C. ST.: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Pfarrer von Königsberg. Hugo Linck starb im Alter von 87 Jahren in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Preußische Allgemeine Zeitung|Ostpreußenblatt]].&amp;#039;&amp;#039; Folge 2, 8. Januar 1977, S. 15, Sp. 2 f. ([https://archiv.preussische-allgemeine.de/1977/1977_01_08_02.pdf#page=15 archiv.preussische-allgemeine.de] [PDF; 11,5&amp;amp;nbsp;MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hugo Linck besuchte das [[Collegium Fridericianum]]. Nach dem Abitur studierte er an der [[Albertus-Universität Königsberg]] und (ein Semester) an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]] [[Evangelische Theologie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;OB59&amp;quot; /&amp;gt; Als [[Freiwilliger (Militär)|Freiwilliger]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] geriet er 1915 in russische [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenschaft]]. Er wurde nach [[Sibirien]] verbracht. Nach gelungener Flucht wurde er am 28. Dezember 1918 in der [[Schlosskirche (Königsberg)]] [[Ordination|ordiniert]]. Seine erste Pfarrerstelle versah er vom 1. Januar 1919 bis zum Juni 1922 in [[Spychowo-Pupy|Puppen]], [[Kreis Ortelsburg]], [[Masuren]]. Unmittelbar anschließend war er bis Oktober 1930 in [[Snamensk (Kaliningrad)|Wehlau]]. Später wurde er [[Pfarrer]] an der [[Löbenichtsche Kirche|Löbenichtschen Kirche]]. [[Liep]] war ein dörflicher Gemeindeteil im Osten der Stadt, 3&amp;amp;nbsp;km von der Kerngemeinde [[Löbenicht]] entfernt. Da der Lieper Gemeindeteil sehr rasch wuchs, baute Linck als 1. Löbenicht-Pfarrer ab 1936 in Liep ein Gemeindezentrum. Das Gemeindehaus und das Pfarrhaus für den 2. Pfarrer der Löbenicht-Gemeinde wurde 1937 eingeweiht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HePi&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S. ?! --&amp;gt; Linck engagierte sich früh in der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]]. Ab 1936 saß er im ostpreußischen [[Landesbruderrat]]. Nach der [[Schlacht um Königsberg]] und der Zerstörung des Löbenicht verlagerte sich das Zentrum des Gemeindelebens nach Liep. Linck blieb bei seiner Gemeinde. Die Mitarbeiter der evangelischen Restkirche wählten ihn im März 1946 zum „Hauptpfarrer“, zum Leiter der evangelischen Kirche in Ostpreußen. Das Angebot der Russen, ihn zum „Bischof“ zu ernennen, lehnte er ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HePi&amp;quot;&amp;gt;Henriette Piper (2019).&amp;lt;!-- S. ?! --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zur Ausweisung der letzten Deutschen im März 1948 blieb er in Liep.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 4. Mai 1948 in Hamburg, aber zunächst noch in Erholungsurlaub, nahm er am 1. August 1948 seine Arbeit als [[kommissar]]ischer Pastor an [[St. Johannis (Harvestehude)]] auf. Im Oktober 1948 war die extra für ihn geschaffene Stelle eingerichtet. Die offizielle Amtseinführung war am 5. Februar 1949. Zehn Jahre später wurde er emeritiert. Als passionierter [[Rudern|Ruderer]] und Mitglied der [[Akademische Ruderverbindung|Akademischen Ruderverbindung]] „Alania“ Königsberg begründete Linck die Altherrenschaft der Akademischen Ruderverbindung zu Hamburg (1958) und die Akademische Ruderverbindung „Alania“ zu Hamburg (1960).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Silberschatz ==&lt;br /&gt;
Neben Augsburg, Nürnberg und Danzig war Königsberg ein Zentrum deutscher [[Goldschmiedekunst]]. Zum Kirchenschatz der [[Löbenichtsche Kirche|Löbenichtschen Kirche]] gehörte eine in Silber gefasste liturgische Schrift von 1681. Im August 1944 mauerte Linck sie in einer verborgenen [[Gruft]] seiner Kirche ein. Außer ihm kannten nur zwei Männer den Ort; der eine war Kollege im ostpreußischen [[Bruderrat]]. Die beiden [[Luftangriffe auf Königsberg]] Ende August zerstörten auch die Löbenichtsche Kirche. Einige Monate wurde die Ruine von einer Luftbombe getroffen und der Silberschatz aufgesprengt. Linck sammelte die Reste ein und hielt sie in der [[Schlacht um Königsberg]] versteckt. Als er die (tote) Stadt im März 1948 verlassen durfte, nahm er den Einband mit nach Hamburg. Er übergab ihn einem Bruderratskollegen. Erst 1970 berichtete er über den tollkühnen „Schmuggel“. Überlebt hatte auch der dritte Mitwisser. Dessen Enkel, ein Dresdner, machte sich nach der sog. [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] auf die Spurensuche. Zufällig fiel ihm Lincks später Bericht in die Hände. So erfuhr er von der Übergabe an den Kollegen vom Bruderrat; der war längst gestorben und in einem von ihm gegründeten Stift in Niedersachsen beerdigt. Das Stift war für Flüchtlinge aus den [[Ostgebiete des Deutschen Reiches|Ostgebieten des Deutschen Reiches]] gedacht und entwickelte sich zu einer Senioren- und Sozialeinrichtung. Im Treppenhaus hing ein aufwändig besticktes Altartuch von 1711 aus der Löbenichtschen Kirche, ein Hinweis auf die Richtigkeit der Spur. Weitere Nachforschungen förderten auch die übrigen Teile des Silberschatzes zutage. Über die „frohe Botschaft“ in Kenntnis gesetzt, begannen die Kuratoren des [[Ostpreußisches Landesmuseum|Ostpreußischen Landesmuseums]] mit den Eigentümern der kostbaren Stücke zu verhandeln. Sowohl die [[Evangelische Kirche in Deutschland]] als auch das Stift erklärten sich mit einer [[Dauerleihgabe]] einverstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Mähnert]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Spur eines Silberschatzes. Wie Gemeindepfarrer Hugo Linck eine Kostbarkeit aus Königsberg rettete und sie nach Lüneburg gelangte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Landeszeitung für die Lüneburger Heide.&amp;#039;&amp;#039; 9. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachfahren ==&lt;br /&gt;
Hugo Linck und seine Frau Maria hatten vier Kinder. Die beiden älteren Söhne fielen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], der eine als [[U-Boot]]-Kommandant der [[Kriegsmarine]], der andere beim [[Heer (Wehrmacht)|Heer]] an der [[Ostfront (Zweiter Weltkrieg)|Ostfront]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;OB59&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aus den ostpreußischen Heimatkreisen… Königsberg-Stadt. Abschiedsfeier für Pfarrer Linck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Preußische Allgemeine Zeitung|Ostpreußenblatt]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 10, Folge 16, 18. April 1959, S. 5, Sp. 1 ([https://archiv.preussische-allgemeine.de/1959/1959_04_18_16.pdf#page=5 archiv.preussische-allgemeine.de] [PDF; 9,6&amp;amp;nbsp;MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beiden jüngeren Kinder Ingeborg und Roland kamen in Wehlau zur Welt. Der Sohn Roland (1925–2008) hatte vier Kinder: Annekathrin, Elisabeth, Tilman und den Historiker Stephan Linck. Die Tochter Ingeborg verh. Andresen (1923–2014) hatte drei Kinder: Christiane (1950–2019), Henriette (* 1951) und Carl Clemens (* 1954). [[Henriette Piper]]s Buch über Hugo Linck erschien 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Königsberg (Linck).jpg|hochkant|mini|Erstausgabe 1952]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Königsberg 1945–1948.&amp;#039;&amp;#039; Rautenberg &amp;amp; Möckel, Leer 1952, 5. Auflage (1997), ISBN 3-7921-0350-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kirchenkampf in Ostpreußen. 1933 bis 1945. Geschichte und Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Gräfe und Unzer, München 1968, {{DNB|457435704}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Adler zwischen den Engeln – Erinnerungen an die Löbenichtsche Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Rautenberg, Leer (Ostfriesland) 1970, {{OCLC|174208472}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Feuer geprüft, als die Sterbenden, und siehe, wir leben. Berichte aus dem Leben der Restgemeinden nach der Kapitulation in und um Königsberg.&amp;#039;&amp;#039; Rautenberg, Leer 1972, ISBN 3-7921-0126-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Kirche im Kreise Wehlau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch Preußenland|Preußenland]].&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen der [[Historische Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung|Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung]] und aus den Archiven der [[Stiftung Preußischer Kulturbesitz]]. Band 7 (1969), {{ZDB|123737-8}}, S. 17.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unsere Toten.&amp;#039;&amp;#039; In: Hellmut Herbst: &amp;#039;&amp;#039;Sechzig Jahre – Geschichte des Akademischen Ruder-Bundes 1904–1964.&amp;#039;&amp;#039; Chronik der Bundeskorporationen. Hamburg 1964&amp;lt;!-- S. ?! --&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vifasport.de/cgi-bin/vifasport.pl?idhbz=HT019904348 Titelaufnahme.] In: &amp;#039;&amp;#039;vifasport.de,&amp;#039;&amp;#039; [[Virtuelle Fachbibliothek Sportwissenschaft]], abgerufen am 9. April 2020.&amp;lt;!-- s. a. https://www.vifasport.de/docs/jwd-6wbr.pdf#page=73 286 kB; – ohne [[Autopsie (Bibliothekswesen)]] der Festschrift; nicht in DNB, KVK, WorldCat --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Albinus: &amp;#039;&amp;#039;Königsberg Lexikon. Stadt und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Lizenzausgabe. Flechsig, Würzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1.&lt;br /&gt;
* [[Henriette Piper]]: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Pfarrer von Königsberg Hugo Linck zwischen Ostpreußen und Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; be.bra verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-89809-171-8.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://henriettepiper.de/ Buchvorstellung (H. Piper)] bei &amp;#039;&amp;#039;be.bra verlag&amp;#039;&amp;#039;.&amp;amp;nbsp;–&amp;lt;br /&amp;gt;Gisela Borchers: [Rezension]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 69 (2020), Nr. 1, S. 142–144 (mit umfangreicherer biografischer Skizze; [https://www.zfo-online.de/portal/index.php/zfo/article/view/10731/10735 zfo-online.de] [PDF; 109&amp;amp;nbsp;kB]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hugo Linck}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|106397095}}&lt;br /&gt;
* [[Klaus Weigelt]]: [https://kulturportal-west-ost.eu/korrespondenzen/wie-bleibt-man-christ-in-einer-solchen-welt &amp;#039;&amp;#039;Wie bleibt man Christ in einer solchen Welt? Gemeinde und kirchliches Leben im Todeslager Königsberg von 1945 bis 1947.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturportal West-Ost.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 1377&amp;lt;!-- abgerufen am 9. April 2020 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=106397095|LCCN=n2015065161|VIAF=32486697}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Linck, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Königsberg, Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitzeuge Kaliningrad (1945–1947)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ruderer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Linck, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher lutherischer Geistlicher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. März 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Dezember 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Weigandwood</name></author>
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