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	<title>Hugo Kraas - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Graph Pixel: /* Leben */ Tippfehler korrigiert.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hugo Kraas - Unterschrift - Beförderung von Walter Krüger zum SS-Obersturmbannführer 1945.jpg|mini|„SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS“ &amp;#039;&amp;#039;Kraas&amp;#039;&amp;#039; – Unterschrift auf der Beförderungsurkunde des SS-Obersturmbannführers Walter Krüger, 1945.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Januar]] [[1911]] in [[Witten]]; † [[20. Februar]] [[1980]] in [[Selk]]) war ein deutscher [[SS-Brigadeführer]] und [[Generalmajor]] der [[Waffen-SS]], Regimentskommandeur der [[Leibstandarte Adolf Hitler]] und ab 15. November 1944 der letzte Kommandeur der [[12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“]]. Er wurde 1952 Geschäftsführer des Bezirksverbands der [[FDP Nordrhein-Westfalen]] in [[Düsseldorf]] und leitete von 1969 bis zu seinem Tod 1980 ein [[Kinderkurheim]] in [[Sankt Peter-Ording]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kraas war der älteste von sechs Söhnen des Hauptlehrers Franz Albert Kraas († März 1933) und dessen Ehefrau Maria Christine, geborene Korte, und wuchs in [[Scharfenberg (Brilon)]] auf. Nachdem Hugo Kraas im Februar 1933 sein [[Abitur]] an der [[Friedrich-Spee-Gymnasium|Aufbauschule]] [[Rüthen]] bestanden hatte, begann er ein Lehramtsstudium an der [[Hochschule für Lehrerbildung]] in [[Kiel]], das er aus finanziellen Gründen jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1933 trat Kraas der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.204.561),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22591512&amp;lt;/ref&amp;gt; am 1. Oktober 1933 auch der [[Sturmabteilung|SA]] bei, der er bis zum 20.&amp;amp;nbsp;April 1935 angehörte. Kraas meldete sich 1935 freiwillig zur [[Wehrmacht]] und begann am 1. Juli 1935 seinen Dienst als [[Offizieranwärter|Offiziersanwärter]] in der 10.&amp;amp;nbsp;Kompanie des Infanterieregiments&amp;amp;nbsp;6. Bereits am 30.&amp;amp;nbsp;September 1935 wurde er in die Reserve entlassen. Am 15.&amp;amp;nbsp;Oktober 1935 trat Kraas in die [[SS-Verfügungstruppe]] ein (SS-Nummer 289.633) und kam als [[SS-Rottenführer]] in das [[SS-Verfügungstruppe#SS-Standarte 2 „Germania“|I./SS-VT-„Germania“]] in [[Hamburg-Veddel]]. Kraas besuchte den 4. „Junkerlehrgang“ der [[SS-Junkerschule Braunschweig]] vom 1. April 1937 bis zum 1. Oktober 1937 und wurde am 12.&amp;amp;nbsp;März 1938 zum [[SS-Untersturmführer]]  befördert. Bei der [[Annexion Österreichs]] am 12. April 1938 bildete er zusammen mit sieben weiteren SS-Führern den persönlichen Stab von [[Reichsführer SS]] [[Heinrich Himmler]] für dieses Unternehmen. Ab 1. April 1938 gehörte er der [[Leibstandarte SS Adolf Hitler]] (LSSAH) an und wurde mit der Führung eines Zuges einer Panzerjägerkompanie betraut. Er führte diese Abteilung 1939 während des [[Überfall auf Polen|Überfalls auf Polen]] und erhielt das [[Eisernes Kreuz#Zweiter Weltkrieg|Eiserne Kreuz II.&amp;amp;nbsp;Klasse]] am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Oktober 1939 heiratete Kraas in Kiel Ruth Godbersen (1912–1997)&amp;lt;!-- Nicht zu verwechseln mit der Bildhauerin [[Ruth Godbersen]] (1921-2006)--&amp;gt;, eine Lehrerin und [[Bund deutscher Mädel|BDM]]-Führerin, die im Vorfeld der SS-Eheschließung ihren „jüdischen“ Vornamen in &amp;#039;&amp;#039;[[Sünne]]&amp;#039;&amp;#039; ändern ließ. [[Adolf Hitler|Hitler]] ließ über seinen Adjutanten [[Max Wünsche]] einen Brief mit den besten Wünschen zur Hochzeit übermitteln; außerdem eine Sonderausgabe von Hitlers &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039; mit persönlicher Widmung und 3000,- RM zur Gründung eines Haushalts.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Finke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas – Teil 2. „Ein Krieg ist etwas Furchtbares, nicht Schilderbares“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbrief, Scharfenberg.&amp;#039;&amp;#039; 25. Jahrgang 71, (PDF, {{Webarchiv|url=http://www.scharfenberg-hsk.de/Bbriefe/BB-71.pdf |wayback=20210731143232 |text=scharfenberg-hsk.de  }}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Kurt Meyer (SS-Mitglied)|Kurt Meyer]] kam Kraas im November 1939 in eine [[Krad-Schützen]]kompanie der LSSAH.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas&amp;#039;&amp;#039;, auch mit Fotografien, in dem apologetisch-kriegsverherrlichenden Erinnerungsbuch von Kurt Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Grenadiere&amp;#039;&amp;#039;. 1. bis 10. Auflage 1957 bis 2004 im [[Schild-Verlag (München)|Schild-Verlag]], ab 11. Auflage 2007 bei [[VDM Heinz Nickel]]; passim.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der zum [[SS-Obersturmführer]] aufgestiegene Kraas nahm mit dieser Kompanie am [[Westfeldzug]] teil und wurde als erster Offizier der LSSAH mit dem [[Eisernes Kreuz#Zweiter Weltkrieg|Eisernen Kreuz I.&amp;amp;nbsp;Klasse]] ausgezeichnet. Nach der Besetzung der [[Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg|Niederlande]] und [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|Frankreichs]] wurde die LSSAH vergrößert und Kraas wurde Chef der Kradschützenkompanie. Mit dieser Einheit kam er auch im [[Balkanfeldzug]] und beim [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Überfall auf die Sowjetunion]] zum Einsatz. Nach der [[Schlacht um Rostow]] wurde ihm Ende 1941 das „[[Deutsches Kreuz|Deutsche Kreuz in Gold]]“ verliehen. Im Juni 1942 übernahm Kraas das Kommando über das I.&amp;amp;nbsp;Bataillon des SS-Panzer-Grenadier-Regiments&amp;amp;nbsp;2. Am 20. April 1942 zum [[SS-Sturmbannführer]] befördert, „bewährte“ er sich mit seinem Bataillon bei der [[Schlacht bei Charkow (1943)|Einnahme von Charkow]] im Frühjahr 1943, wofür er am 28. März 1943 mit dem [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Ritterkreuz]] ausgezeichnet wurde. Am 2. April 1943 lud [[Joseph Goebbels]] Kraas und andere Ritterkreuzträger des SS-Panzer-Grenadier-Regiments&amp;amp;nbsp;2 von Charkow zu einem propagandistisch inszenierten Empfang nach Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotografie: [[Österreichische Nationalbibliothek]], [https://onb.digital/result/BAG_352331 ÖNB Digital, 352331].&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Juni 1943 zum [[SS-Obersturmbannführer]] befördert, übernahm Kraas als Nachfolger von [[Theodor Wisch]] das Kommando über das SS-Panzergrenadier-Regiment 2, mit dem er sich während des [[Unternehmen Zitadelle|Unternehmens Zitadelle]] auszeichnen sollte. Anfang August 1943 wurde die 1. SS-Panzer-Division „LSSAH“ vorübergehend von der Ostfront nach [[Oberitalien]] verlegt und das 2. Regiment unter Hugo Kraas mit drei Bataillonen im [[Piemont]] stationiert, das Regimentskommando in [[Chivasso]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Krieg in der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 71), Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-77241-1, S. 255.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1943 ermordeten Angehörige des I. Bataillons im [[Massaker vom Lago Maggiore]] 54 Juden auf der piemontesischen Seite des [[Lago Maggiore]]; es waren dies [[Italienische Sozialrepublik#Judenverfolgung|die ersten Massenmorde an Juden in Italien]]. Im November 1943 erfolgte die Rückverlegung der LSSAH an die Ostfront, wo Kraas&amp;#039; Einheit im Raum [[Schytomyr]] eingesetzt wurde. Am 24. Januar 1944 wurde Kraas mit dem [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes#Stufeneinteilung des Ritterkreuzes|Eichenlaub zum Ritterkreuz]] ausgezeichnet, das ihm Hitler auf dem [[Berghof (Obersalzberg)|Obersalzberg]] persönlich überreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Finke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas – Teil 3. Für Führer und Vaterland bis zum bitteren Ende.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbrief, Scharfenberg.&amp;#039;&amp;#039; 26. Jahrgang 72, 2015 (PDF, {{Webarchiv|url=http://scharfenberg-hsk.de/Bbriefe/BB-72.pdf |wayback=20210731150107 |text=scharfenberg-hsk.de    }}), mit Abbildung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30. Januar 1944 folgte seine Beförderung zum [[SS-Standartenführer]]; kurze Zeit später porträtierte ihn NS-Fotograf [[Walter Frentz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Biogramm und Abbildungen auf [https://www.walter-frentz-collection.de/fotoarchiv/personenarchiv-a-z/personen-i-k www.walter-frentz-collection.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. November 1944 wurde Kraas der letzte Kommandeur der 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“. Unter seiner Führung wurde die Division der [[6. Panzerarmee (Wehrmacht)|6. Panzerarmee]] unter [[SS-Oberstgruppenführer]] [[Sepp Dietrich]] für die [[Ardennenoffensive]] unterstellt. Die Division war an der [[Belagerung von Bastogne]] beteiligt und wurde bis zum 18. Januar 1945 wie die anderen deutschen Einheiten auf ihre jeweilige Ausgangsposition zurückgedrängt. Am 20. Januar 1945 wurde die 6. Panzerarmee nach Westungarn verlegt, um [[Schlacht um Budapest|Budapest]] zu [[Entsatz|entsetzen]]. Noch am 20. April 1945 war Kraas zum [[SS-Brigadeführer]] und Generalmajor der Waffen-SS befördert worden, bevor die Division am 8.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 vor den [[US-Army|amerikanischen Streitkräften]] bei [[Linz]] kapitulierte. Kraas geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft und war bis September 1948 in [[Neu-Ulm]] in amerikanischer, zuletzt in Hamburg in britischer Internierungshaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entnazifizierung und Leben nach 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung aus der Internierungshaft wurde der überzeugte Nationalsozialist und ranghohe Waffen-SS-Veteran im Rahmen seiner [[Entnazifizierung]] 1949 von der [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] Hamburg lediglich als [[Mitläufer]] eingestuft; anwaltlich vertreten von [[Richard Behn]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Finke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas – letzter Teil. „…meine Hände sind sauber geblieben“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbrief, Scharfenberg.&amp;#039;&amp;#039; 26. Jahrgang 73, 2015, (PDF, {{Webarchiv|url=http://www.scharfenberg-hsk.de/Bbriefe/BB-73.pdf |wayback=20210731141103 |text=scharfenberg-hsk.de   }}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1946 trat Kraas im [[Malmedy-Prozess]] als Zeuge der Anklage gegen [[Joachim Peiper]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Finke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas – letzter Teil. „…meine Hände sind sauber geblieben…“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbrief, Scharfenberg&amp;#039;&amp;#039;, 26. Jahrgang 73, 2015, (PDF, {{Webarchiv|url=http://www.scharfenberg-hsk.de/Bbriefe/BB-73.pdf |wayback=20210731141103 |text=scharfenberg-hsk.de  }})&amp;lt;/ref&amp;gt; Kraas wurde außerdem 1954 und 1955 im Rahmen von [[Ettore Ovazza#Der Mord|Prozessen]] am [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht]] [[Klagenfurt]] und am [[Italienische Militärjustiz|Militärgericht]] von [[Turin]] gegen einen österreichischen Kompanieführer der LSSAH, SS-Obersturmführer Gottfried Meir, wegen des Mordes an italienischen Juden im Piemont im September 1943 vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Raphael Rues: [https://insubricahistorica.ch/blog/2019/10/13/breve-storia-del-i-battaglione-panzer-grenadier-regiment-2-della-divisione-leibstandarte-ss-adolf-hitler-prima-e-dopo-gli-eccidi-di-ebrei-sul-lago-maggiore/ &amp;#039;&amp;#039;Kurze Geschichte des I. Panzer-Grenadier Regiments 2 der Division Leibstandarte SS Adolf Hitler vor und nach den Massakern an den Juden am Lago Maggiore&amp;#039;&amp;#039;] (italienisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 wurden fünf weitere Angehörige des I. Bataillons des LSSAH-Regiments 2 vor dem [[Landgericht Osnabrück]] wegen Mordes an 22 italienischen Juden im Raum Lago Maggiore verurteilt. Zahlreiche SS-Führer, darunter Sepp Dietrich, Theodor Wisch und Hugo Kraas wurden wiederum nur als Zeugen vernommen und gaben sich als unwissend bzw. wiesen eine Verantwortung der Regiments- oder Divisionsführung für diese Kriegsverbrechen zurück. Kraas schien überdies vergessen zu haben, dass er bereits 1954 in dieser Angelegenheit vernommen worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Westemeier: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Krieg in der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 71), Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-77241-1, S. 587.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraas, der nach [[Düsseldorf]] gezogen war, wurde 1952 unter dem [[Freie Demokratische Partei|FDP]]-Landesvorsitzenden von [[Nordrhein-Westfalen]] [[Friedrich Middelhauve]] und dessen Mitarbeiter [[Wolfgang Diewerge]], die den Landesverband zum Ausgangspunkt einer rechtsnationalen Sammlungsbewegung machen wollten und hierfür zahlreiche ehemalige Nationalsozialisten für die Landesgeschäftsstelle gewannen, Geschäftsführer des Bezirksverbands Düsseldorf der [[FDP Nordrhein-Westfalen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Baldow: &amp;#039;&amp;#039;Episode oder Gefahr? Die Naumann-Affäre.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Freie Universität Berlin, Berlin 2012, S. 135 (PDF, [https://refubium.fu-berlin.de/bitstream/handle/fub188/9139/Dissertation_Baldow.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y refubium.fu-berlin.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Recherchen von [[Report Mainz]] 2020 blieb Kraas bis zu seinem Tod ein überzeugter Nationalsozialist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/kurheime-ns-funktionaere-101.html &amp;#039;&amp;#039;In der Obhut von Nazis&amp;#039;&amp;#039;] bei: tagesschau.de vom 10. August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; So zeigte er sich 1966 bei der Beerdigung von Waffen-SS-General Sepp Dietrich in der ersten Reihe und mit seinen NS-Auszeichnungen. Er war außerdem aktives Mitglied der [[Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS]] (HIAG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leiter eines Kinderkurheims ==&lt;br /&gt;
Von 1969 bis zu seinem Tod 1980 leitete Hugo Kraas, der keine [[Pädagogik|pädagogische]] oder [[Pädiatrie|pädiatrische]] Ausbildung besaß, zusammen mit seiner Frau Sünne das Kinderkurheim „Seeschloß“ in [[Sankt Peter-Ording]], Mitglied im „[[Verband privater Kinderheime e. V.]]“ Nach dem Tod von Kraas, der fünf Kinder hatte, übernahm dessen Sohn Godber Kraas (geb. 1952) die Heimleitung, die dieser bis zur Schließung 2002 ausübte.&amp;lt;ref&amp;gt;Birger Bahlo: &amp;#039;&amp;#039;Kindererholungsheim. Auf Spurensuche. Erinnerungen an viel Gewalt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Nordschleswiger. Eine deutsche Tageszeitung in Dänemark.&amp;#039;&amp;#039;, 1. Juni 2021 ([https://www.nordschleswiger.dk/de/deutschland-gesellschaft-schleswig-holstein-hamburg-suedschleswig/spurensuche-erinnerungen-viel nordschleswiger.dk]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Hugo und Sünne Kraas-Grabstein.jpg|mini|Grabstein-Inschrift mit Runen, Friedhof von Haddeby, Busdorf. 2021.]]&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Berichten über systematische [[Misshandlung]]en sogenannter [[Verschickungskinder]] in westdeutschen Kinderkurheimen der 1960er und 1970er Jahre wurde erst in jüngster Zeit öffentlich bekannt und kritisch thematisiert, dass im Falle des Heims „Seeschloß“ mit Kraas ein ehemaliger General der Waffen-SS der langjährige Leiter einer solchen Einrichtung war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/kurheime-ns-funktionaere-101.html tagesschau.de] &amp;#039;&amp;#039;In der Obhut von Nazis&amp;#039;&amp;#039; bei: tagesschau.de vom 10. August 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Torsten Krauel |Titel=Nazis nach 1945: Der SS-Lehrer, der keiner war |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2020-08-14 |Online=https://www.welt.de/debatte/kommentare/article213603326/Nazis-nach-1945-Der-SS-Lehrer-der-keiner-war.html |Abruf=2020-08-16}}; vgl. hierzu ein Kommentar von Annika Brockschmidt: [https://uebermedien.de/52184/die-welt-lobt-dass-kriegsverbrecher-nicht-gecancelt-wurden/ &amp;#039;&amp;#039;SS-General als Kinderheim-Leiter. Die „Welt“ lobt, dass Kriegsverbrecher nicht „gecancelt“ wurden&amp;#039;&amp;#039;], auf: &amp;#039;&amp;#039;[[Übermedien]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. August 2020, abgerufen am 1. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Birger Bahlo: &amp;#039;&amp;#039;Kritik an Verschickungsheimen. Kinderkurheime in St. Peter-Ording. Schwarze Pädagogik von einst holt SPO ein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Husumer Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; 14. Juni 2021 ([https://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/Verschickungskinder-Schwarze-Paedagogik-von-einst-holt-SPO-ein-id32558712.html shz.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugo und Sünne Kraas wurden 1980/1997 auf dem Friedhof von [[Busdorf|Haddeby, Busdorf]] begraben. Auf ihrem gemeinsamen Grabstein ist anstatt der üblichen genealogischen Zeichen für das Geburtsdatum (*) und, in gestürzter Form, für das Sterbedatum (†) die einschlägig konnotierte [[Elhaz#Zeit des Nationalsozialismus|Elhaz-Rune]] zu sehen, die vor allem bei Gräbern von SS-Angehörigen bis 1945 allgemeine Verwendung fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Runen gestern, heute, morgen&amp;#039;&amp;#039;, Bundeszentrale für politische Bildung, [https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/257816/runen-gestern-heute-morgen www.bpb.de], abgerufen am 4. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 2014/15 auf drei Nummern des Scharfenberger &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbriefs&amp;#039;&amp;#039; verteilten Artikel des [[Heimatpfleger|Ortsheimatpflegers]] Wilfried Finke (1940–2018) wurde die Lebensgeschichte des „Scharfenbergers“ Hugo Kraas und seiner Brüder, von denen zwei weitere ebenfalls Karriere in der Waffen-SS machten, in Text und Bild unkritisch und ohne Quellenangaben dargestellt, wobei der Autor u.&amp;amp;nbsp;a. ausführlich aus der Privatkorrespondenz von Kraas zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938]]&lt;br /&gt;
* [[Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938]] mit Spange &amp;#039;&amp;#039;Prager Burg&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] (1939) II. Klasse am 16. Oktober 1939&lt;br /&gt;
* Eisernes Kreuz (1939) I. Klasse am 25. Mai 1940&lt;br /&gt;
* [[Infanteriesturmabzeichen]] in Bronze am 3. Oktober 1940&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Kreuz]] in Gold am 26. Dezember 1941&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKT&amp;quot;&amp;gt;[[Veit Scherzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 468.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42]] am 25. August 1942&lt;br /&gt;
* Nennung im [[Wehrmachtbericht]] am 27. Februar 1943&lt;br /&gt;
* [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] mit Eichenlaub&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKT&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ritterkreuz am 28. März 1943&lt;br /&gt;
** Eichenlaub am 24. Januar 1944 (375. Verleihung)&lt;br /&gt;
* [[Verwundetenabzeichen#Verwundetenabzeichen (1939)|Verwundetenabzeichen]] (1939) in Silber am 15. Oktober 1944&lt;br /&gt;
* [[Nahkampfspange]] in Silber am 15. Oktober 1943&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrenring|SS-Totenkopfring]]&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrendegen|Ehrendegen Reichsführer SS]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der SS-Führer im Generalsrang#SS-Brigadeführer|Liste der Generale der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gunnar Charles Boehnert: &amp;#039;&amp;#039;A Sociography of the SS-Officer Corps 1925–1939.&amp;#039;&amp;#039; Diss. London 1954 (PDF, [https://discovery.ucl.ac.uk/id/eprint/1349180/1/450113.pdf discovery.ucl.ac.uk]).&lt;br /&gt;
* [[Dermot Bradley]] (Hrsg.), [[Andreas Schulz (Historiker)|Andreas Schulz]], Günter Wegmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Generale der Waffen-SS und der Polizei. Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterinäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Hachtel–Kutschera.&amp;#039;&amp;#039; Biblio, Bissendorf 2005, ISBN 3-7648-2592-8, S. 580–586.&lt;br /&gt;
* [[Jens Westemeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Krieg in der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 71). Herausgegeben mit Unterstützung des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-77241-1 (= überarbeitete Fassung der Dissertation an der Universität Potsdam 2009).&lt;br /&gt;
* [[Thomas Steensen]]: &amp;#039;&amp;#039;Nordfriesland. Menschen von A–Z&amp;#039;&amp;#039;. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2020, ISBN 978-3-96717-027-6, S. 239.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Heynowski]], [[Gerhard Scheumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kamerad Krüger&amp;#039;&amp;#039;. 94 Min., Farbe, Dokumentarfilm. DEFA-Studio für Dokumentarfilm, Berlin (DDR) 1988; Beschreibung und Langinhalt auf [https://www.defa-stiftung.de/filme/filme-suchen/kamerad-krueger/ defa-stiftung.de].&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Neumann (Filmemacher)|Ulrich Neumann]] / [[Philipp Reichert]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Leid der Verschickungskinder – Was geschah in den Kurheimen?&amp;#039;&amp;#039; [[SWR|SWR Doku]], Februar 2021; [https://www.swrfernsehen.de/betrifft/das-leid-der-verschickungskinder-was-geschah-in-den-kurheimen-100.html zu Hugo Kraas ab Minute 22:23].&lt;br /&gt;
* Thilo Eckoldt: &amp;#039;&amp;#039;Was ist damals passiert? Meine Kinderverschickung&amp;#039;&amp;#039;. [[NDR|NDR &amp;#039;&amp;#039;Unsere Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Doku]], Oktober 2021; [https://www.ardmediathek.de/video/unsere-geschichte/was-ist-damals-passiert-meine-kinderverschickung/ndr-fernsehen/Y3JpZDovL25kci5kZS9kMGE1Yjg5Mi1kM2M2LTQyZWQtOGU4NC0zNDk3OGIwMzRkMjU/ zu Hugo Kraas ab Minute 36:20].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Wilfried Finke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas – Teil 1. Ein Scharfenberger „Führer vom Dienst“ in der Reichskanzlei.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbrief, Scharfenberg.&amp;#039;&amp;#039; 25. Jahrgang 70, 2014, (PDF, [http://www.scharfenberg-hsk.de/Bbriefe/BB-70.pdf scharfenberg-hsk.de])&lt;br /&gt;
* Wilfried Finke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas – Teil 2. „Ein Krieg ist etwas Furchtbares, nicht Schilderbares“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbrief, Scharfenberg.&amp;#039;&amp;#039; 25. Jahrgang 71, 2014, (PDF, [http://www.scharfenberg-hsk.de/Bbriefe/BB-71.pdf scharfenberg-hsk.de])&lt;br /&gt;
*  Wilfried Finke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas – Teil 3. Für Führer und Vaterland bis zum bitteren Ende.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbrief, Scharfenberg.&amp;#039;&amp;#039; 26. Jahrgang 72, 2015, (PDF, [http://scharfenberg-hsk.de/Bbriefe/BB-72.pdf scharfenberg-hsk.de])&lt;br /&gt;
* Wilfried Finke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kraas – letzter Teil. „…meine Hände sind sauber geblieben…“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerbrief, Scharfenberg&amp;#039;&amp;#039;, 26. Jahrgang 73, 2015, (PDF, [http://www.scharfenberg-hsk.de/Bbriefe/BB-73.pdf scharfenberg-hsk.de])&lt;br /&gt;
* Annika Brockschmidt: &amp;#039;&amp;#039;SS-General als Kinderheim-Leiter. Die „Welt“ lobt, dass Kriegsverbrecher nicht „gecancelt“ wurden.&amp;#039;&amp;#039; Auf: &amp;#039;&amp;#039;[[Übermedien]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. August 2020 ([https://uebermedien.de/52184/die-welt-lobt-dass-kriegsverbrecher-nicht-gecancelt-wurden/ uebermedien.de])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1025910028|VIAF=316739456}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kraas, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kraas, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS, letzter Kommandeur der 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Januar 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Witten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Februar 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Selk]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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