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	<title>Hugo Kaun - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:34:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hugo_Kaun&amp;diff=261747&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-29940-75 am 24. Oktober 2025 um 14:43 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-24T14:43:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Foto Hugo Kaun.jpg|mini|Hugo Kaun]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Wilhelm Ludwig Kaun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. März]] [[1863]] in [[Berlin]]; † [[2. April]] [[1932]] ebenda) war ein deutscher [[Komponist]], [[Dirigent]] und [[Musikpädagogik|Musikpädagoge]]. Seine Werke genossen in Deutschland und Amerika höchste Wertschätzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater Johann Ludwig Kaun (1830–1886) war ein Textilfabrikant aus [[Chojnice|Konitz]] in Westpreußen. Seine Mutter Emma Albertine Wilhelmine war eine geborene Kräutlein (1841–1926). 1887 heiratete er in [[Chicago]] Clara Helene Friedrich (*&amp;amp;nbsp;1865 in Berlin; †&amp;amp;nbsp;1954 ebenda).&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamt Berlin-Dahlem, Sterbeurkunde Nr. 338 vom 15. Februar 1954&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: [[Bernhard Kaun|Bernhard]], Martha, Margarethe, Maria und Ella.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Schulzeit Hugo Kauns auf dem Berliner [[Andreas-Gymnasium|Andreas-Realgymnasium]] schloss sich 1876 das Studium der Musik an. Die erste musikalische Ausbildung erhielt er in seiner Heimatstadt Berlin, wo er Musik und Klavier bei [[Oskar Raif]] und ab 1879 Komposition bei [[Friedrich Kiel]] an der 1869 gegründeten [[Universität der Künste Berlin|Königlichen Hochschule für Musik]] studierte. Von der Hochschule wurde er wegen wiederholten Schwänzens des Unterrichts verwiesen. Danach leistete er seinen Militärdienst ab und gründete anschließend einen Musikalien-Verlag. 1887 reiste er in die Vereinigten Staaten von Amerika aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chicago studierte Kaun beim deutsch-amerikanischen Musiktheoretiker [[Bernhard Ziehn]], bei dem auch [[Wilhelm Middelschulte]] sein Rüstzeug bekam. Später lehrte er, wie auch Middelschulte, am dortigen Konservatorium. Es folgten bis 1901 Tätigkeiten als Musikpädagoge, Dirigent und Komponist in Milwaukee, Wisconsin und anderen Orten sowie als Gründer und Dirigent des &amp;#039;&amp;#039;Milwaukee Liederkranz&amp;#039;&amp;#039; sowie als Leiter der Festtage des &amp;#039;&amp;#039;Nordwestlichen Sängerbundes&amp;#039;&amp;#039;. Unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Bold&amp;#039;&amp;#039; schrieb Kaun in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch gehobene [[Unterhaltungsmusik]]. Sein Freund [[Theodore Thomas]], Gründer und Dirigent des [[Chicago Symphony Orchestra]], sorgte in Amerika für die Aufführung seiner ersten Sinfonie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaun Hugo 1.jpg|mini|Das Grab von Hugo Kaun auf dem [[Friedhof Zehlendorf]]]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 kehrte er nach Berlin zurück und wohnte in der Schwerinstraße&amp;amp;nbsp;25 (am 20.&amp;amp;nbsp;März 1937 in Kaunstraße umbenannt) in [[Berlin-Zehlendorf|Zehlendorf]]. Die Familie folgte zwei Jahre später. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Kaun sein Opus&amp;amp;nbsp;49 geschrieben. Nachdem er als Lehrer an die [[Akademie der Künste (Berlin)|Königliche Akademie der Künste]] in Berlin aufgenommen worden war, wurde er 1912 zum Professor ernannt. Von 1922 bis 1932 wirkte Kaun als Lehrer für Komposition am [[Klindworth-Scharwenka-Konservatorium]]. Auch setzte er seine umfangreiche Lehrtätigkeit im privaten Rahmen fort. Kompositionsschüler von ihm waren [[Heinrich Kaminski]], [[Hans Uldall]], [[Walter Gronostay]], [[Max Donisch]], [[Franz R. Friedl]], [[Walter Morse Rummel]] sowie sein jüngster Sohn [[Bernhard Kaun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugo Kaun starb 1932 im Alter von 69&amp;amp;nbsp;Jahren in seiner Wohnung in Berlin-Zehlendorf. Er ist auf dem [[Friedhof Zehlendorf|dortigen Friedhof]] bestattet (Feld 017-524). Am Grabstein befindet sich ein Bronzerelief mit einem Porträt Kauns im Profil.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;675.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Hugo Kaun gilt als moderner [[Musik der Romantik|Spätromantiker]], der sich und seine Musik als „deutsch“ empfand. Die zeitgenössischen Kritiker pflichteten ihm bei. In vielen seiner Werke wendete er die [[Harmonielehre]]grundsätze seines Lehrers [[Bernhard Ziehn]], namentlich die symmetrische Umkehrung, konsequent an. Er selbst sah sich [[Max Reger]] und [[Hans Pfitzner]] nahestehend. Die Musik [[Arnold Schönberg]]s betrachtete er dagegen abfällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1920 änderte sich Kauns Kompositionsstil deutlich; diese Spätwerke stellen eine Klang- und Stilsymbiose aus [[Richard Wagner|Wagnerscher]] Expressivität einerseits und Elementen des [[Impressionismus (Musik)|Impressionismus]] andererseits dar. Die Tatsache, dass Kauns Musik nach seinem Tode im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] besonders oft gespielt wurde, ist allein dem unglücklichen Umstand zuzuschreiben, dass er mit [[Peter Raabe]], dem späteren Leiter der [[Reichsmusikkammer]] und Widmungsträger seiner 2.&amp;amp;nbsp;Symphonie, gut befreundet war. So erklangen oft seine Werke, vor allem die Frauenchöre a cappella und Opern, auch noch bis Ende der 1930er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine intensive, musikwissenschaftliche Aufarbeitung des Gesamtwerkes von Kaun steht noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Harmonie- und Modulationslehre&amp;#039;&amp;#039;. Zimmermann, Leipzig 1915; 2. Auflage 1921. Neuauflage Severus-Verlag, Hamburg 2013, ISBN 978-3-86347-671-7&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben. Erlebtes und Erlauschtes&amp;#039;&amp;#039; Autobiographie. Linos-Verlag, Berlin-Zehlendorf, 1932. Neuauflage Hamburg 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikeditionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:kaun c-moll.jpg|180px|mini|Hugo Kaun: 2. Klavierkonzert&amp;lt;br /&amp;gt;(1. Seite)]]&lt;br /&gt;
* „Märkische Suite“ für Orchester op. 92&lt;br /&gt;
* Sinfonische Dichtung „Sir John Falstaff“ op. 60&lt;br /&gt;
* 1. Klavierkonzert es-Moll, op. 50&lt;br /&gt;
* 2. Klavierkonzert c-Moll op.115&lt;br /&gt;
* Oktett op. 34&lt;br /&gt;
* Sinfonie Nr. 3 in e-Moll op. 96&lt;br /&gt;
* „Vom deutschen Rhein“ (für Männerchor)&lt;br /&gt;
* Opern&lt;br /&gt;
** „[[Sappho]]“ (1917)&lt;br /&gt;
** „Der Fremde“ (1920)&lt;br /&gt;
** „Menandra“ (1925)&lt;br /&gt;
** „Der Pietist“ („Oliver Brown“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Werke Hugo Kauns sind im [[Hugo Kaun-Werkverzeichnis]] (HKW) katalogisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
*  Ehrenmitglied der Sängerschaft Leopoldina Breslau&lt;br /&gt;
*  Ehrenmitglied der [[Deutsche Sängerschaft|Deutschen Sängerschaft]]&lt;br /&gt;
*  Benennung der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Schlachtensee|Kaunstraße]] in [[Berlin-Schlachtensee]] (1937)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Altmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kaun&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Monographien moderner Musiker.&amp;#039;&amp;#039; C. F. Kahnt, Leipzig 1906, S. 156–164; {{archive.org|monographienmod01unkngoog|Blatt=n191}}.&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|362|362|Kaun, Hugo|Werner Bollert|116078073}}&lt;br /&gt;
* Georg Richard Kruse: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kaun&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Musik&amp;#039;&amp;#039;, 98. Jg., 1931, S. 105–110; {{archive.org|NeueZeitschriftFuerMusik1931Jg98|Blatt=n155}}.&lt;br /&gt;
* Fred K. Prieberg: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch deutscher Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. S. 3596–3598.&lt;br /&gt;
* Richard Schaal: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kaun, Leben und Werk. Ein Beitrag zur Musik der Jahrhundertwende&amp;#039;&amp;#039;. [[Josef Habbel|Habbel-Verlag]], Regensburg 1948. Neuauflage Hamburg 2005.&lt;br /&gt;
* {{MGG2|Verfasser=Hartmut Hein|Lemma=Kaun, (Wilhelm Ludwig) Hugo|Band=P9|SpalteVon=1560|SpalteBis=1562|ID=mgg07102}}&lt;br /&gt;
* Hartmut Hein: &amp;#039;&amp;#039;Das Zweite Streichquartett von Hugo Kaun (1863-1932). Ein „gotisches“ Streichquartett aus Amerika und sein deutschlandweiter Erfolg im Anschluß an das Essener Tonkünstler-Fest 1906&amp;#039;&amp;#039;. In: Robert von Zahn, Wolfram Ferber, Klaus Pietschmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Streichquartett im Rheinland&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Rheinischen Musikgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. 167). Merseburger, Kassel 2005, S. 66–115.&lt;br /&gt;
* Walter Zielke: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Kaun, Der Komet von Berlin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Tonkunst&amp;#039;&amp;#039;, 1. Jg., 2007, Nr. 2 (April), {{ISSN|1863-3536}}, S. 143–145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116078073}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116078073}}&lt;br /&gt;
* [https://www.klassika.info/Komponisten/Kaun_Hugo/wv_abc.html Werkeverzeichnis von Hugo Kaun] auf &amp;#039;&amp;#039;Klassika.info&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Kaun, Hugo}}&lt;br /&gt;
* [http://www.romana-hamburg.de/KaunWerkverzeichnis.pdf Gesamtwerkeverzeichnis] (PDF; 116&amp;amp;nbsp;kB) auf [http://www.romana-hamburg.de/ Edition ROMANA Hamburg]&lt;br /&gt;
* [https://archives.nypl.org/mus/20309 Nachlass in der New York Public Library]&lt;br /&gt;
* {{Kalliope|Person|116078073}}&lt;br /&gt;
* [https://www.classical-sheet-music.eu/free-sheet-music-Kaun-Piano-page-1 Klaviernoten von Hugo Kaun] (freeware)&lt;br /&gt;
* [http://www.romana-hamburg.de/Kaun.htm Seite über Hugo Kaun mit Bildern, CDs, Film] auf &amp;#039;&amp;#039;romana-hamburg.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116078073|LCCN=nr97023041|VIAF=32739342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kaun, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Chor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Milwaukee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Akademie der Künste Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Klindworth-Scharwenka-Konservatorium)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer Studentenverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kaun, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kaun, Hugo Wilhelm Ludwig; Ferdinand Bold (Pseudonym); Emil Frascard (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist, Dirigent und Musikpädagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. März 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. April 1932&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-29940-75</name></author>
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