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	<title>Hugo Ibscher - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T17:04:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hugo_Ibscher&amp;diff=2330718&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2024-08-15T14:13:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hugo-Ibscher-(vor-1927).jpg|mini|Hugo Ibscher (vor 1927)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Ibscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. September]] [[1874]] in [[Berlin]]; † [[26. Mai]] [[1943]] ebenda) war ein deutscher Restaurator, der sich auf die Konservierung und Restaurierung von [[Papyrus|Papyri]] spezialisierte. Er gilt als Begründer der Papyrusrestaurierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hugo Ibscher wurde als Sohn eines schlesischen Werkmeisters geboren, der in Berlin eine [[Kneipe]] betrieb. Er wuchs in diesem Milieu auf, bis er nach der Schule beim [[Buchbinder]] Fröhlich in die Lehre ging. Bei seinem Wunschberuf erlernte er zum einen die Grundlagen seiner späteren Arbeit, zum anderen aber auch schon die Liebe zu [[Beschreibstoff]]en und dem geschriebenen beziehungsweise gedruckten Wort, die ihn auch später auszeichnen sollte. Daneben besuchte er die [[Kunstschule]] und war Angehöriger eines [[Sportverein|Turnvereins]]. Seine weitere berufliche Karriere erfuhr im Alter von 16 Jahren die entscheidende Wendung. Er wurde Gehilfe des [[Arabistik|Arabisten]] [[Ludwig Abel (Semitist)|Ludwig Abel]], der bei Fröhlich Hilfe für seine Arbeiten suchte. Bei Abel lernte Ibscher zunächst, wie bereits gereinigte und geglättete Papyri zwischen zwei Glasscheiben eingefasst wurden. Schnell erlernte er auch die weiteren Arbeitsgänge und überflügelte Abel in seiner Könnerschaft. Noch während seiner Lehrzeit lernte er die Schriftbilder von zehn verschiedenen Sprachen kennen, darunter [[Latein]], [[Altgriechische Sprache|Altgriechisch]], [[Arabische Sprache|Arabisch]] und [[Aramäische Sprachen|Aramäisch]]. Zudem zeigte Ibscher ein großes Verständnis für die Strukturen der Papyri, etwa für den Verlauf der Faserungen, kleinste Farbnuancen und das Zusammenfügen kleinster Teile. Ibscher galt auf seinem Fachgebiet als genial.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Müller (Papyrologe)|Wolfgang Müller]], Rolf Ibscher, Otto Werner Luke: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.jstor.org/pss/3880498 Zur Chiffonierung der Papyrusrolle P. 11651]&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Berichte&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;6, 1964, S.&amp;amp;nbsp;97–101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Abel 1896 an die [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen]] berufen wurde, blieb Ibscher alleinverantwortlich in Berlin zurück. Schnell entwickelte er sich zu einem der renommiertesten Fachleute auf dem Gebiet der Papyruskunde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wulfila bibel.jpg|miniatur|Seite aus dem Codex Argenteus (Mk. 3, 27–32)]]&lt;br /&gt;
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wuchs die [[Ägyptisches Museum Berlin|Berliner Papyrussammlung]] unter der Leitung [[Wilhelm Schubart (Philologe)|Wilhelm Schubarts]] von einer kleinen Sammlung zu einer der größten Sammlungen ihrer Art weltweit an, etwa durch die gezielten Erwerbungen des [[Deutsches Papyruskartell|Deutschen Papyruskartells]]. Berlin entwickelte sich mit Forschern wie Schubart, [[Ulrich Wilcken]], [[Adolf Erman]] oder [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]] zum internationalen Zentrum der [[Papyrologie]], dem seinerzeit jüngsten Fach der [[Altertumswissenschaft]]en. Aufgrund seines Könnens wurden ihm schnell wertvolle Stücke wie die [[Elephantine-Papyri]] anvertraut. Noch nicht einmal 30 Jahre alt wurde Ibscher international bekannt, als er mit den „Persern“ des [[Timotheos von Milet|Timotheos]] eines der bedeutendsten Zeugnisse literarischer Papyri entdeckte. Nun wurden auch andere Forschungsstellen auf Ibscher aufmerksam. 1907 ging er erstmals nach England, wohin er auch in Zukunft besonders häufig reisen sollte. Kurz vor Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] und einer von Ibschers zunächst letzten Englandreisen bezeichnete ihn Kultusminister [[Carl Heinrich Becker]] als „eine gute stille Botschaft Deutschlands an das Ausland, wie sie kein guter Botschafter besser erfüllen könnte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Rolf Ibscher: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Ibscher zum Gedächtnis&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Das Altertum&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;5, 1959, S.&amp;amp;nbsp;186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgten weitere Rufe aus dem Ausland: In der [[Carolina Rediviva|Universitätsbibliothek Uppsala]] restaurierte er  den [[Codex Argenteus]], die gotische Bibel des Bischofs [[Wulfila]]. Für das Stadtarchiv [[Rostock]] restaurierte er die [[Vicke-Schorler-Rolle#Restaurierungen|Vicke-Schorler-Rolle]]. Daraufhin verlieh ihm die [[Universität Hamburg]] 1926 die [[Ehrendoktor]]würde. Im [[Vatikanstadt|Vatikan]] restaurierte er [[Papsturkunde]]n und verkehrte sogar freundschaftlich mit Papst [[Pius XI.]] Weitere Auslandsaufenthalte schlossen sich zum Teil mehrfach in [[Istanbul]] (unter anderem Restaurierung der [[Karte des Piri Reis]]), [[Kopenhagen]] ([[Avesta]]hanschriften), [[Turin]], [[Wien]], [[Paris]] und zu Ibschers besonderer Freude auch in [[Kairo]] ([[Ramesseum-Papyri]]) an. Die [[Preußische Akademie der Wissenschaften]] ehrte ihn 1926 mit der [[Leibniz-Medaille (Berlin)|Silbernen Leibniz-Medaille]], ebenso ehrte ihn die [[Bayerische Akademie der Wissenschaften]]. Vom dänischen König bekam er den [[Dannebrogorden]] verliehen, 1927 wurde ihm das [[Komtur (Ordenskunde)|Komturkreuz]] des [[Gregoriusorden|Päpstlichen Gregoriusordens]] verliehen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Acta Apostolicae Sedis|AAS]] 20 (1928), Nr. 3, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1930er Jahren stürzte sich Ibscher immer mehr in seine Arbeit. Einzig die Auslandsreisen, die häufig auch andere Restaurierungsarbeiten mit sich brachten als die von Papyri, wurden zur Erholungsphasen. Am schwierigsten erwies sich für ihn wohl die Restaurierung der [[Manichäismus|Manichäischen Handschriften]], die schon verrottet, miteinander verfilzt und jahrhundertelang unter Wasser gelegen waren. Ibscher konnte aus dem als unrettbar geltenden Blätterberg sieben Papyrusbücher herausarbeiten.  Der Fund gehörte je zur Hälfte Berlin und dem Mäzen [[Alfred Chester Beatty]]. Nicht zuletzt wegen Beattys Vertrauen in Ibscher blieb der gesamte Fundkomplex in Berlin, selbst als 1939 der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] kaum noch vermeidbar schien.  Auch andere Texte, etwa einen der frühesten Funde biblischer Texte, ließ Beatty von Ibscher restaurieren. Der Kriegsausbruch beeinträchtigte Ibscher nachhaltig in seiner Arbeit. Er hatte nicht mehr die Ruhe, die er für seine schwierige Arbeit benötigte. Durch Zufall kam er an einen Auftrag der [[Staatsbibliothek zu Berlin]], in deren Auftrag er sich einen neuen Arbeitsbereich erschloss: Er rettete Manuskripte von [[Johann Sebastian Bach]] vor [[Tintenfraß]]. Hier wendete er dieselbe Technik an, die er schon erfolgreich bei den Kopenhagener Avesta-Handschriften verwendet hatte: Die Dokumente wurden mit [[Chiffon]][[seide]] aus [[Lyon]] überzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zeit nach dem Krieg wollte Ibscher sich ausschließlich den schwierigen Fällen im Ausland widmen, bei denen der „Papyrus-Doktor“ helfen wollte, um sie zu retten. In Deutschland gab es mittlerweile weitere fähige Restauratoren, zu denen auch sein Sohn [[Rolf Ibscher]] gehörte, der wie sein Vater an der Berliner Sammlung arbeitete. Aufgrund einer Einladung von [[Gerhart Hauptmann]] – eine Fotografie von Ibschers Händen bei der Restauration eines Papyrus regte ihn zu Überlegungen zu den „denkenden Händen“ an – war er bei den Vorbereitungen einer Reise nach Wien und [[Jagniątków|Agnetendorf]], wo er Hauptmanns erste Niederschriften zu den Jesus-Studien für seinen späteren [[Der Narr in Christo Emanuel Quint|Emanuel Quint]]-Roman sichern sollte, als er überraschend einen [[Schlaganfall]] erlitt und verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ibscher blieb zeit seines Lebens mit seiner Herkunft verbunden. So war er Vorsitzender des [[Bund deutscher Buchbinderinnungen|Bundes deutscher Buchbinderinnungen]]. Er begründete 1927 die Monatsschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Buchbinderlehrling&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 50. Geburtstage des geschäftsführenden Vorsitzenden des Bundes deutscher Buchbinderinnungen Hugo Ibscher, Berlin-Charlottenburg, am 28. September 1924. Ihrem Gründer gewidmet von der Buchbinderei-Beisitzer-Vereinigung der westlichen Vororte Berlins e. V., Sitz Charlottenburg&amp;#039;&amp;#039;, Buchbinderei-Beisitzer-Vereinigung der westlichen Vororte Berlins, Berlin-Charlottenburg 1924.&lt;br /&gt;
* [[Bruno Snell]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Papyri der Hamburger Staats- und Universitäts-Bibliothek mit einigen Stücken aus der Sammlung Hugo Ibscher.&amp;#039;&amp;#039; Augustin, Hamburg 1954.&lt;br /&gt;
* Rolf Ibscher: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Ibscher zum Gedächtnis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Altertum]]&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;5, 1959, S.&amp;amp;nbsp;183–189.&lt;br /&gt;
* [[Hans Georg Gundel]]: &amp;#039;&amp;#039;Giessener Papyrologen im Briefwechsel mit Hugo Ibscher. Neue Materialien zur Geschichte der Giessener Papyrussammlungen zwischen 1927 und 1945&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Kurzberichte aus den Giessener Papyrussammlungen 17.&amp;#039;&amp;#039; Giessen 1964. [https://web.archive.org/web/20160504132718/http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1740/pdf/Kurzberichte-17.pdf PDF]&lt;br /&gt;
* Myriam Krutzsch: &amp;#039;&amp;#039;„Geduld will beim Werke sein“. Zur Erinnerung an Hugo Ibschers Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit in der Berliner Papyrussammlung 1894.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Papyrusforschung|Archiv für Papyrusforschung und verwandte Gebiete]]&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;40, 1994, S.&amp;amp;nbsp;165–166.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118708570}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070208113939/http://tebtunis.berkeley.edu/Nov1_06remarks.html Remarks of Todd Hickey, Assistant Research Papyrologist and Curator of Papyri for the Center for the Tebtunis Papyri and The Bancroft Library, at the presentation of the Hearst papyri delivered to Berkeley after 104 years] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118708570|LCCN=no/2012/161709|VIAF=49670864}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ibscher, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papyrologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Restaurator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchbinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ägyptischen Museums Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Leibniz-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Dannebrogordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ibscher, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Restaurator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. September 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Mai 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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