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	<title>Hugo Hassinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grundausstattung: lf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Rudolf Franz Hassinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. November]] [[1877]] in [[Wien]]; † [[13. März]] [[1952]] ebenda) war ein österreichischer [[Geograph]]. Er zählte zu den bedeutendsten Kulturgeographen Österreichs. Seine geographische Gesamtauffassung fokussierte sich auf das Wirken des Menschen in der Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hassinger studierte Geographie, Geschichte und Geologie und wurde 1902 [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1903 schloss er seine Lehramtsprüfung ab und war danach als Gymnasiallehrer tätig. 1914 konnte er sich in [[Universität Wien|Wien]] habilitieren, war anschließend [[außerordentlicher Universitätsprofessor]] an der Universität Wien und später ordentlicher Professor an der [[Universität Basel]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“] (PDF; 4,2&amp;amp;nbsp;MB), S. 214ff, Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er 1923 Begründer der [[Geographisch-Ethnologische Gesellschaft Basel|Geographisch-Ethnologischen Gesellschaft Basel]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1927 und 1930 lehrte er an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]], in denen er [[Rassenideologie|rassenideologisch]] geprägte Werke wie „Die geographischen Grundlagen der Geschichte“ verfasste. 1931 kehrte er an die Universität Wien als ordentlicher Professor zurück. Im selben Jahr wurde er wirkliches Mitglied der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften]]. Als Professor in Wien half er, die „[[Südostdeutsche Forschungsgemeinschaft]]“ zu gründen, deren Ziel es war, wissenschaftliche Vorarbeiten für eine „[[Umvolkung]]“ zu leisten. Dadurch trug Hassinger direkt zur [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Lebensraum im Osten|Lebensraumpolitik]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren engagierte sich Hassinger aktiv für die Wiederaufnahme des [[Deutscher Imperialismus|deutschen Imperialismus]]. Seine Arbeiten in Wien lieferten die damals wissenschaftliche Legitimation für Konzepte wie „[[Mitteleuropa]]“ und den „Deutschen Volks- und Kulturboden“. Der daraus abgeleitete deutsche Imperialismus des NS-Regimes in Deutschland beanspruchte Gebiete in der Tschechoslowakei, Polen und Slowenien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Bemühungen im Bereich der gemischtsprachigen Landschaft an der [[Mährische Pforte|Mährischen Pforte]] machten ihn zum [[Länderkunde|Länderkundler]] und [[Kulturgeographie|Kulturgeographen]]. 1939 übernahm er die Leitung über die [[Hochschularbeitsgemeinschaften für Raumforschung|Hochschularbeitsgemeinschaft für Raumforschung]] an den Wiener Hochschulen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ndb&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|8|49|50|Hassinger, Hugo Rudolf Franz|[[Hans Bobek]]|116515597}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Südostforschung]] wurde in der [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|Zeit des Nationalsozialismus]] durch das NS-Regime gefördert und Wien unter Hassinger zu deren Zentrum ausgebaut. Die Akademie der Wissenschaften und Hassinger spielten in den Vorbereitungen der Umsiedlungspläne in Südosteuropa eine zentrale Rolle („Balkan- und Südostkommission“). Hassingers [[Deutschnationale Bewegung|deutschnationale]] Einstellung schlug sich auch in seiner [[Volkstumsforschung]] nieder, in der Hassinger etwa 1942 konstatierte, dass „Wiens deutsche Sendung“ darin bestand, die „Stufe des Kulturgefälles zwischen Westen und Osten allmählich ostwärts“ zu verschieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hassinger war 1942 außerdem Mitglied der „Kommission zur Herausgabe von Schriften zur [[Rassenkunde]] und menschlichen Erblehre“, in der auch [[Fritz Knoll]] und [[Eduard Pernkopf]] saßen. Hassinger wurde von den [[Amt Ausland/Abwehr|NS-Abwehrstellen]] als „[[V-Person|Vertrauensmann]]“ gelistet, was in der NS-Zeit mit einem politischen [[Spitzel]] gleichgesetzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Hassinger nie Mitglied der [[NSDAP]] war, wurde er nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nicht mit einem Berufsverbot belegt. 1946 gründete er die „Kommission für Raumforschung und Wiederaufbau“ an der Akademie der Wissenschaften, eine 1947 an der Akademie gegründete „Österreichische Forschungsgemeinschaft für den Südosten und Orient“ wurde durch die [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Besatzungsmächte]] 1950 aufgrund einer Verfügung wieder aufgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt; Er wurde am [[Hütteldorfer Friedhof]] bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Hugo Hassinger|Friedhof=Hütteldorf|Jahr=1952|historisch=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Grab ist bereits aufgelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Söhne [[Herbert Hassinger]] und [[Erich Hassinger]] waren Historiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hemmungen nationaler Schutzarbeit.&amp;#039;&amp;#039; 1907.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die mährische Pforte.&amp;#039;&amp;#039; 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kunsthistorischer Atlas von Wien.&amp;#039;&amp;#039; 1916.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die geographischen Grundlagen der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geographie des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; 1933–1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Burgenlandatlas.&amp;#039;&amp;#039; 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wiens deutsche Sendung im Donauraum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien.&amp;#039;&amp;#039; 85, 1942.&amp;lt;ref&amp;gt;Referat und Kritik [https://web.archive.org/web/20150626162821/http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/ash/Texte_fuer_Lehrveranstaltungen/Svatek_Hassinger_deutsche.pdf von Petra Svatek] (PDF; 853&amp;amp;nbsp;kB) sowie  [https://web.archive.org/web/20140104161506/http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/ash/Texte_fuer_Lehrveranstaltungen/Svatek_Suedosten.pdf &amp;#039;&amp;#039;Wien als Tor nach dem Südosten. Der Beitrag Wiener Geisteswissenschaftler zur Erforschung Südosteuropas während des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 183&amp;amp;nbsp;kB), ebenfalls von Petra Svatek, insbes. zur &amp;#039;&amp;#039;Südostdeutschen Forschungsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Anteil an der Erforschung der Erde. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Holzhausen, Wien 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
* Präsident der [[Österreichische Geographische Gesellschaft|Geographischen Gesellschaft Wien]] (1937–51)&lt;br /&gt;
* korrespondierendes Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften]] (1938)&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]] (1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1954 wurde in Wien-[[Floridsdorf]] die &amp;#039;&amp;#039;Hassingergasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Rieger (Schriftführer): &amp;#039;&amp;#039;Die Südostdeutsche Forschungsgemeinschaft 1931–1935. Mit dem Protokoll der Studienfahrt Wiener und Prager Hochschullehrer ... durch das Waldviertel und angrenzende Südböhmen vom 28. – 30. April 1935.&amp;#039;&amp;#039; SODFG, 1935.&amp;lt;ref&amp;gt;Bibliographischer Nachweis: Im Bestand der [[Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg]]. Hassinger spielte hier eine Rolle gemeinsam mit [[Wilhelm Winkler (Statistiker)]], [[Hans Hirsch (Historiker)]] u. a. Bisweilen wird die Organisation verschrieben zu &amp;quot;Süddeutsche Forschungsgemeinschaft&amp;quot;, so [http://epa.oszk.hu/00000/00036/00080/pdf/Regio_2010_04_003-032.pdf hier] (PDF; 643&amp;amp;nbsp;kB), in Ungarisch, und bei [[Christian Ingrao]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Elite. Die Wegbereiter des nationalsozialistischen Massenmordes.&amp;#039;&amp;#039; Übers. Enrico Heinemann und Ursel Schäfer. Propyläen, Berlin 2012, ISBN 978-3-549-07420-6; wieder [[Bundeszentrale für politische Bildung]] BpB, Bonn 2012, ISBN 978-3-8389-0257-9 (zuerst Paris 2010) (zitiert wird [[Michael Fahlbusch]]) S. 423 Anm. 68&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Christine Zippel: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Hassinger.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ingo Haar]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der völkischen Wissenschaften. Personen, Institutionen, Forschungsprogramme, Stiftungen.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 2008, ISBN 978-3-598-11778-7, S. 226–230.&lt;br /&gt;
* Petra Svatek: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Hassinger (1877–1952). Volkstumsforscher, Raumplaner, Kartograph und Historiker&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Karel Hruza]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Historiker. Lebensläufe und Karrieren 1900–1945&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3, Wien u.&amp;amp;nbsp;a.: Böhlau 2019, ISBN 978-3-205-20801-3, S. 123–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116515597|VIAF=62302155}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hassinger, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hassinger, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hassinger, Hugo Rudolf Franz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Geograph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. November 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. März 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grundausstattung</name></author>
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