<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hugo_Grotius</id>
	<title>Hugo Grotius - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hugo_Grotius"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hugo_Grotius&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T16:42:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hugo_Grotius&amp;diff=58018&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: /* Biografie */ Syntax</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hugo_Grotius&amp;diff=58018&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-11T17:12:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biografie: &lt;/span&gt; Syntax&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Grotius|Zum Asteroiden siehe [[(9994) Grotius]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Michiel Jansz van Mierevelt - Hugo Grotius.jpg|mini|Hugo Grotius – Porträt von [[Michiel van Mierevelt|Michiel Jansz van Mierevelt]], 1631&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Grotius’ Unterschrift: [[Datei:Hugo Grotius signature 1634.svg|rahmenlos|zentriert|100px]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{nlS|&amp;#039;&amp;#039;Huigh&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hugo de Groot&amp;#039;&amp;#039;}}; * [[10. April]] [[1583]] in [[Delft]], [[Republik der Vereinigten Niederlande]]; † [[28. August]] [[1645]] in [[Rostock]], [[Mecklenburg]]) war ein [[Politische Philosophie|politischer Philosoph]], [[Calvinismus|reformierter]] [[Theologe]], [[Rechtswissenschaft|Rechtsgelehrter]] und früher [[Vordenker der Aufklärung|Aufklärer]] sowie Vorkämpfer des [[Toleranz]]gedankens in religiösen Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grotius gilt als einer der intellektuellen Gründungsväter des [[Souveränität]]sgedankens, der [[Naturrecht]]slehre und des [[Aufklärung|aufgeklärten]] [[Völkerrecht]]s. Er begründete eine eigenständige systematische Völkerrechtswissenschaft. Sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;De Jure Belli ac Pacis libri tres&amp;#039;&amp;#039; wurde 1625 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grotius wurde in eine wohlhabende [[Calvinismus|calvinistische]] Familie geboren. Er galt als [[Wunderkind]], das bereits im Alter von zwölf Jahren fließend [[Latein]] und [[Altgriechische Sprache|Griechisch]] sprach und auf Latein Verse verfasste, die wegen ihrer Eleganz und Subtilität auch von Gelehrten gerühmt wurden. Grotius studierte bereits mit elf Jahren an der [[Universität Leiden]], wo er zunächst die üblichen Kurse in den [[Sieben freie Künste|freien Künsten]] absolvierte. Hier stand er unter Aufsicht und Leitung des Theologen [[Franz Junius der Ältere|Franz Junius]]. Im Zuge einer Reise nach Frankreich wurde ihm 1599 von der [[Universität Orléans]] ein Ehrendoktortitel verliehen. Auch am französischen Hofe konnte Grotius beeindrucken. Der französische König [[Heinrich IV. (Frankreich)|Heinrich&amp;amp;nbsp;IV.]] stellte ihn dort als „le miracle de la Hollande“ vor und verlieh ihm eine goldene Kette mit seinem Bildnis als Anhänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spriet-Leven-Hugo-de-Groot-ppn050837346-9007.tif|mini|&amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius und die Bücherkiste&amp;#039;&amp;#039;, Illustration von G.&amp;amp;nbsp;Sibelius, 1771]]&lt;br /&gt;
Grotius machte schnell Karriere, erhielt mit sechzehn Jahren schon seine Zulassung als Anwalt, wurde 1607 &amp;#039;&amp;#039;advocaat-fiscaal&amp;#039;&amp;#039; (Staatsanwalt) der [[Staaten von Holland und Westfriesland|Staaten von Holland]] und 1613 Pensionär (Stadt[[syndikus]]) von [[Rotterdam]]. Zu dieser Zeit befand sich seine Heimat im Konflikt mit Spanien und Portugal über den Seehandel mit Indien. Aufgrund dessen veröffentlichte Grotius 1609 die Schrift &amp;#039;&amp;#039;Mare Liberum&amp;#039;&amp;#039;, die das niederländische Begehren eines freien Handels zur See unterstützt und juristisch begründet. In der neueren Forschung ist jedoch hervorgehoben worden, dass &amp;#039;&amp;#039;Mare Liberum&amp;#039;&amp;#039; nicht nur als abstrakte naturrechtliche Programmschrift zu verstehen ist. Historiker wie Peter Borschberg betonen den konkreten europäisch–asiatischen Entstehungskontext, in dem Grotius’ Argumente aus praktischen Handelskonflikten, diplomatischen Auseinandersetzungen und rechtlichen Verhandlungen mit außereuropäischen Akteuren hervorgingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/51045 Peter Borschberg, Hugo Grotius, the Portuguese and Free Trade in the East Indies (2011)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unterstützte die Staaten von Holland in ihrem Konflikt mit orthodoxen [[Calvinismus|Calvinisten]] und dem [[Statthalter]] Prinz [[Moritz (Oranien)|Moritz von Oranien]]. Grotius veröffentlichte im Zuge der heftigen Parteikämpfe eine Reihe von Streitschriften. Darin erinnerte er daran, dass die aristokratisch-republikanische Verfassung die historisch begründete Verfassung der Niederlande sei, und trat für das Recht des Staates ein, auch über geistliche und kirchliche Dinge zu entscheiden. Diese Publikationen sollten sich als für ihn verhängnisvoll erweisen. Nachdem die orthodoxen Calvinisten die Oberhand im Konflikt erlangt hatten, wurde Grotius 1618 gemeinsam mit [[Johan van Oldenbarnevelt]] auf Betreiben Moritz’ von Oranien verhaftet. Oldenbarnevelt wurde 1619 hingerichtet, Grotius im Mai 1619 zu Gefängnis auf Lebenszeit und einer Konfiskation seines Vermögens verurteilt. Grotius wurde im Urteil unter anderem schuldig befunden, die religiösen Zustände erschüttert und für die Landesverfassung gefährliche Grundsätze aufgestellt und weiterverbreitet zu haben. Anschließend wurde er zur Haft ins [[Schloss Loevestein]] gebracht. Dorthin durften ihn Frau und Kinder begleiten, und auch seine wissenschaftlichen Studien durfte er fortsetzen. Während der Haft begann er auch sein wohl berühmtestes Werk, &amp;#039;&amp;#039;De jure belli ac pacis&amp;#039;&amp;#039;. Des Weiteren gestattete man ihm, sich Bücher schicken zu lassen und diese wieder zurückzugeben. Dieses Privileg nutzte er im März 1621 zur Flucht: Seine Frau Marie Reigersberg packte ihn in die Bücherrückgabekiste, und so entkam Grotius getarnt als Stapel theologischer Bücher. Sowohl das [[Rijksmuseum Amsterdam|Rijksmuseum]] in [[Amsterdam]] als auch das [[Prinzenhof (Delft)|Museum Prinsenhof]] in Delft behaupten, im Besitz der Original-Bücherkiste zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hug. Grotii Bataui Syntagma Arateorum 981373 00009.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Batavi Syntagma Arateorum&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Seine Flucht führte ihn über [[Antwerpen]] schließlich nach [[Paris]], wo er ehrenvoll und freundlich aufgenommen wurde. Hier war er ab 1622 von einer nur unregelmäßig gezahlten Pension von 3000 Livres des französischen Königs abhängig und betätigte sich vor allem als Verfasser von theologischen, juristischen, geschichtlichen und poetischen Werken. Unter anderem griff Grotius in dieser Zeit ein altes Projekt auf und erstellte Vorschläge für eine Wiedervereinigung der römisch-katholischen und der protestantischen Konfessionen. Zeitweise war Grotius dann im Gespräch als Direktor einer neu zu gründenden Akademie in [[Friedrichstadt]] im [[Herzogtum Schleswig]]; die Pläne zerschlugen sich aber. Nach dem Tod Moritz’ von Oranien im Jahr 1625 gelang es 1630, die Konfiszierung seines Vermögens rückgängig zu machen, und im Herbst 1631 kehrte er sogar in die Niederlande zurück. Seine Hoffnungen, eine ihm freundlicher gesinnte Umgebung vorzufinden, wurden aber enttäuscht; nachdem die [[Republik der Vereinigten Niederlande]] einen Preis auf seine Verhaftung ausgelobt hatte, musste er im folgenden Frühjahr seine Heimat wieder verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugo Grotius hielt sich zunächst 1632 in [[Hamburg-Blankenese|Blankenese]] ([[Dockenhuden]]) auf, wo er bei seinem Landsmann &amp;#039;&amp;#039;Julio de Moor&amp;#039;&amp;#039; Zuflucht fand. Dort ist heute der &amp;#039;&amp;#039;Grotiusweg&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beckershaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Straßennamen – Woher sie kommen und was sie bedeuten.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. CEP Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86393-009-7, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wohnte er in der &amp;#039;&amp;#039;Holländischen Reihe&amp;#039;&amp;#039; in [[Bezirk Altona|Altona]] und in der später nach ihm benannten Straße &amp;#039;&amp;#039;Grootsruhe&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-Hamm]], wo er bis 1634 blieb. Nachdem er in schwedische Dienste getreten war, verließ Grotius Hamburg und diente der schwedischen Königin [[Christina (Schweden)|Christina]] als Botschafter in Frankreich, so dass er im Dreißigjährigen Krieg eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen zwischen Schweden und Frankreich als zwei der wichtigsten Kriegsparteien einnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.richterverein.de/mhr/mhr102/m10211.htm |titel=Hugo Grotius in Hamburg |hrsg=Hamburgischer Richterverein |abruf=2016-01-15 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine diplomatischen Aktivitäten werden allerdings in der Geschichtsschreibung eher zurückhaltend beurteilt. Mit der Zeit reifte in ihm jedoch der Entschluss, von seiner Stellung entbunden zu werden, und 1645 wurde ihm dies unter Vorbehalt anderweitiger Verwendung gewährt. Nachdem Grotius vom schwedischen Kanzler [[Axel Oxenstierna]] nach Stockholm einbestellt worden war und Unterredungen über seine künftige Stellung ergebnislos geblieben waren, erlitt er auf der Rückreise am 17. August Schiffbruch in der Ostsee. Dem Tode nur mit Not entronnen, erreichte er neun Tage später Rostock. Zu diesem Zeitpunkt war er schon schwer erkrankt. Hugo Grotius verstarb zwei Tage später am 28. August 1645.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grotius lebte in einer Zeit intensiver Spannungen zwischen verschiedenen [[Calvinismus|calvinistischen]] Gruppen in den Niederlanden, den [[Remonstranten]] und den [[Contraremonstranten]], die in der [[Prädestination]]slehre gegensätzliche Positionen vertraten. Später erlebte er den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] aus nächster Nähe. Es verwundert nicht, dass ein Großteil seines Werkes sich um den Ausgleich zwischen den [[Denomination (Religion)|Denominationen]] dreht und sich mit der Frage eines &amp;#039;&amp;#039;[[Gerechter Krieg|gerechten Krieges]]&amp;#039;&amp;#039; befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
=== Wegweisende Werke ===&lt;br /&gt;
1604/05 verfasste Grotius mit &amp;#039;&amp;#039;De jure praedae&amp;#039;&amp;#039; („Über das [[Prisenrecht]]“) ein Rechtsgutachten für die [[Niederländische Ostindien-Kompanie]]. Es enthält bereits die Grundgedanken seines späteren Hauptwerkes, blieb aber bis 1868 unveröffentlicht. Lediglich ein Kapitel daraus wurde 1609 zunächst anonym unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mare Liberum&amp;#039;&amp;#039; („Das freie Meer“) veröffentlicht. Die katholische Kirche [[Index librorum prohibitorum|indizierte]] &amp;#039;&amp;#039;Mare Liberum&amp;#039;&amp;#039; umgehend, da es die [[Vertrag von Tordesillas|päpstliche Weltordnung]] untergrub. Die Streitschrift griff die Monopolansprüche des [[Kolonialismus#Portugal und Spanien|spanischen und portugiesischen See- und Kolonialhandels]] an, welcher die Ressourcen des [[Kolonialismus#Niederlande|holländischen Handelsstaates]] bis zum Erlahmen einzuschränken drohte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wieacker&amp;quot; /&amp;gt; Grotius formulierte hier einen revolutionären neuen Grundsatz, indem er erklärte, an den Meeren könne niemand Eigentum begründen ([[res extra commercium]]). Sie dürften als [[internationale Gewässer]] von allen Nationen zur [[Handelsmarine|Handelsschifffahrt]] genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Rath: [https://www.lto.de/recht/feuilleton/f/hugo-grotius-voelkerrecht-seerecht/ &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius – Wunderkindgeburtstag.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;[[Legal Tribune Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 7. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[England]], mit den Holländern heftig um die Herrschaft im Welthandel konkurrierend, widersetzte sich dieser Idee und behauptete mit [[John Selden]]s &amp;#039;&amp;#039;Mare clausum&amp;#039;&amp;#039; eine weiträumige Gewässerhoheit um die [[Britische Inseln|Britischen Inseln]]. Grotius’ Landsmann [[Cornelis van Bynkershoek]] bejahte das Eigentum am Meer nur für die Reichweite der damaligen Geschütze. Mit dieser sinnvollen Einschränkung, der [[Dreimeilenzone]], sollte sich Grotius’ „&amp;#039;&amp;#039;Freiheit der Meere&amp;#039;&amp;#039;“ schließlich als Grundlage des modernen [[Seerecht]]s durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hugo-de-Groot-Nicolaas-Blanckaert-Hugonis-Grotii-De-jure-belli MG 0041.tif|mini|Hugo Grotius]]&lt;br /&gt;
Die Debatte hatte wichtige ökonomische Implikationen. Die holländische Republik unterstützte im Wesentlichen die Idee des [[Freihandel]]s (hielt jedoch am [[Monopol|Handelsmonopol]] an [[Muskatnussbaum|Muskatnuss]] und [[Gewürznelkenbaum|Gewürznelken]] in den [[Molukken]] fest). England verbot 1651 mit der [[Navigationsakten|Navigationsakte]] die Einfuhr sämtlicher Waren, ausgenommen derer auf englischen Schiffen. Das Gesetz führte letztlich zum [[Englisch-Niederländischer Krieg (1652–1654)|ersten niederländisch-englischen Seekrieg]] (1652–1654).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufbauend auf seinem unveröffentlichten ersten Werk, legte Grotius ab 1619 mit &amp;#039;&amp;#039;Inleiding tot de hollandsche Rechts-Geleerdheid&amp;#039;&amp;#039; aufsehenerregend nach. Die erst 1631 veröffentlichte Schrift legte den Grundstein für eine erste überzeugende Darstellung einer &amp;#039;&amp;#039;nationalen Rechtsordnung&amp;#039;&amp;#039;. Grotius band dazu das gesamte bestehende [[Gemeines Recht|Gemeine Recht]] ein. Seine im Lichte des – insbesondere französisch geprägten – [[mos gallicus]] (auch: Elegante Jurisprudenz genannt) vorgenommene, freiheitlich-humanistische Interpretation des [[Corpus iuris civilis]] sorgte für Aufsehen. Neu war auch sein reflektiertes Verständnis für überkommenes Recht, das außerhalb der römischen Rechtstradition stand. Da Grotius seine Wertmaßstäbe mit höchst eigener Note formulierte, gilt das Buch noch heute als ein Meilenstein des Staats- und Rechtsdenkers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wieacker&amp;quot;&amp;gt;[[Franz Wieacker]]: &amp;#039;&amp;#039;Privatrechtsgeschichte der Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Göttingen 1967, {{DNB|458643742}} (1996, ISBN 3-525-18108-6), S. 287–301 (288 f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Vorgehen übertrug er auf &amp;#039;&amp;#039;De jure belli ac pacis (libri tres)&amp;#039;&amp;#039; („Über das Recht des Krieges und des Friedens“) und erlangte damit den Ruf als [[Oikistes|Gründungsheros]] des neueren Natur- und Völkerrechts. Das 1625 in Paris erschienene Buch gilt als Grotius’ Meisterwerk, das im 17. und 18. Jahrhundert in zahlreichen Auflagen erschien. Er fordert darin ein suprakonfessionelles und supranationales [[Völkerrecht]], das er sämtlicher [[Moraltheologie|moraltheologischer]] Ansätze und Traditionen entkleidet. Da das Völkerrecht bis dahin frei handhabbares Recht war, das keinen Zwängen unterlag und gerade deshalb auch ohne verbindliche Autorität war, bestand die Schwierigkeit für Grotius in der Aufgabe, plausibel herzuleiten, dass die Menschheit als Ganzes bereits einem sie verbindenden [[Naturrecht]] unterlag. Beschrieben wird zunächst das Recht, welches in Kriegs- und in Friedenszeiten zwischen den Völkern zu gelten habe. Da es aber die Rechtsstrukturen der ganzen Menschheit innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;magna generis humani societas&amp;#039;&amp;#039; durchdringen musste, gründete sein Naturrecht nicht auf Hypothesen oder Axiomen, sondern auf den Zeugnissen der umfassenden menschheitlichen Rechtserfahrungen. Vornehmlich hieß das, [[Römisches Recht|romanistische]], [[Kanonisches Recht|theologische]] und [[Aufklärung|humanistische]] Vermächtnismassen zusammenzuführen und diese dem Gebot des Naturrechts zu unterwerfen, um sein Völkerrecht allgemeinverbindlich rechtfertigen zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wieacker&amp;quot; /&amp;gt; Würdigend zusammengefasst, trug er (wie auch Pufendorf) zur Neutralisierung des Naturrechts einerseits bei, andererseits zur Befreiung des weltlichen Rechts von Theologie und zur Befreiung der weltlichen Macht vom Klerus.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Dreitzel: &amp;#039;&amp;#039;Neues über Althusius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ius Commune (Zeitschrift)|Ius Commune]]&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Dieter Simon (Rechtswissenschaftler)|Dieter Simon]], Band 16. Vittorio Klostermann Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1989. S. 275–302 (275 f.; 288). Der Aufsatz bezieht in die Auswertung den Sammelband ein: [[Karl-Wilhelm Dahm]], [[Werner Krawietz]], [[Dieter Wyduckel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politische Theorie des Johannes Althusius&amp;#039;&amp;#039;. (Rechtstheorie, Beiheft 7). Berlin, Duncker &amp;amp; Humblot, 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliches Umfeld und Einflüsse ===&lt;br /&gt;
Im Umfeld des rechtlich vorherrschenden [[Rezeption des römischen Rechts|Wissenschaftsbetriebs]] des [[usus modernus pandectarum]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wesel&amp;quot;&amp;gt;[[Uwe Wesel]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Rechts: Von den Frühformen bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2001, ISBN 978-3-406-54716-4. Rnr. 246 (S. 369).&amp;lt;/ref&amp;gt; galt Grotius über lange Zeit hinweg als Begründer des [[Säkularisierung|profanisierten]] Naturrechts und damit Wegbereiter des [[Vernunftrecht]]s. Wenngleich er in &amp;#039;&amp;#039;De jure belli ac pacis libri tres&amp;#039;&amp;#039; eine alte, bereits aus der mittelalterlichen [[Scholastik]] stammende Denkformel verwendete, wonach gewisse Prinzipien der natürlichen Gerechtigkeit auch dann gelten würden, wenn Gott nicht existieren würde &amp;#039;&amp;#039;(etiamsi daremus, quod sine summo scelere dari nequit, non esse Deum aut non curari ab eo negotia humana ...)&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wesel&amp;quot; /&amp;gt; machte er im gleichen Werk auch deutlich, dass es eine naturrechtlich umrahmte natürliche Religion gebe: Alle Menschen seien also beispielsweise verpflichtet, an einen einzigen, personalen Gott zu glauben – ein Gedanke, den Grotius in seinen theologischen Werken wie &amp;#039;&amp;#039;Meletius&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Über die Wahrheit des Christentums&amp;#039;&amp;#039; noch näher erläuterte. Weitere Glaubenspflichten ergeben sich nach Grotius darüber hinaus für diejenigen Menschen, denen die göttliche Offenbarung insbesondere im Evangelium bekannt gegeben werde. Derartige Glaubenspflichten aus natürlichem Recht oder göttlichem Recht seien allerdings nicht unmittelbar durchsetzbar. Dementsprechend lehnte Grotius eine gewaltsame Mission von Nichtchristen entschieden ab. Er war ein früher Verfechter des auf [[Gleichberechtigung]] beruhenden [[Toleranz]]gedankens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grotius, der als „Vater des Völkerrechts“&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Hilgendorf. In: &amp;#039;&amp;#039;Juristische Schulung.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S.&amp;amp;nbsp;761 (764).&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet wurde, zählt zu den wesentlichen Gründerpersönlichkeiten des [[Völkerrecht|internationalen Rechts]], ist aber nicht der einzige: viele seiner Gedanken finden sich auch bei den sich an [[Thomas von Aquin]] anschließenden [[Spanische Spätscholastik|spätscholastischen]] [[Thomismus|thomistischen]] Idealisten [[Francisco de Vitoria]], [[Balthasar Ayala]], [[Diego de Covarrubias y Leyva|Didacus Covarruvias]] und [[Francisco Suárez]] der [[Schule von Salamanca]]. All diese anerkannte er als bedeutende Autoritäten und zog sie immer wieder zu Rate. Die betonte und umfassende Zusammenstellung der Zeugnisse der Spanier, deren kulturelle Strahlkraft auch nicht durch die [[Achtzigjähriger Krieg|Befreiungskämpfe]] litt, verhalf Grotius dazu, den Naturrechtsgedanken zu einem fortschrittlichen Durchbruch zu verhelfen. Als er seinen Ruf schließlich europaweit gefestigt hatte, war das [[ius gentium]] allerorten ein Begriff und Völkerrecht bedeutete nicht notwendigerweise &amp;#039;&amp;#039;Kriegsrecht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Starken Einfluss übten auf Grotius die Zeugniskraft der [[Bibel|heiligen Schrift]] und die [[Kirchenvater|alten Kirchenväter]] aus. Unmittelbar wirkten auf ihn auch die [[Alte Kirche|altkirchlichen]] moraltheologischen Traditionen ein, denen er sich als bekennender [[Remonstranten|Remonstrant]] enger verbunden sah als zumindest dem strengen [[Calvinismus]]. Damit grenzte er sich auch gegenüber dem Briten [[Thomas Hobbes]] ab, dessen englische Tradition ihn über Descartes eher zu Fragen des [[Universalienproblem|Nominalismusstreits]] führte. Grotius war zudem ein exzellenter Kenner des [[Römisches Recht|römischen Rechts]]. Dessen Vorbildcharakter machte er in der [[Zwölftafelgesetz|nach Rom portierten]] [[Antikes Griechenland|Antike]] einerseits fest; er spürte ihn aber auch in den späteren Lehrmeinungen auf, sowie den ethisch-moralischen [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topoi]] der [[Stoa]] und im [[Platonische Akademie|platonisch geprägten Skeptizismus]] des Universalfachmanns [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wieacker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezeption ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerard ter Borch - Allegory of Hugo Grotius and the Peace of Westphalia - City Museum of Münster GE–0357–2.jpg|mini|[[Gerard ter Borch]]: &amp;#039;&amp;#039;Allegorie auf Hugo Grotius und den [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]]&amp;#039;&amp;#039;, um 1648, [[Stadtmuseum Münster]]]]&lt;br /&gt;
Auf dem naturrechtlichen Ansatz Grotius’ bauten die deutschen Rechtsgelehrten [[Samuel von Pufendorf]], [[Christian Thomasius]] und [[Christian Wolff (Aufklärer)|Christian Wolff]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wieacker&amp;quot; /&amp;gt; Nicht unbeachtlich ist sein Einfluss auf später im Rahmen des [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] noch diskutierte Denkansätze des Zivilrechts. Beispielsweise entwickelte er Erkenntnisse zu irrtumsrechtlichen Problemen, die später durch die sogenannte „Erklärungstheorie“ abgehandelt wurden; es wurde lange angenommen, dass diese im 19. Jahrhundert von den [[Pandektenwissenschaft#Rechtslehre des 19. Jahrhunderts|Spätpandektisten]] in die Welt gesetzt worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Schermaier]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bestimmung des wesentlichen Irrtums von den Glossatoren bis zum BGB&amp;#039;&amp;#039; (= Forschungen zur Neueren Privatrechtsgeschichte. Band 29). Böhlau Verlag Wien/Köln/Weimar 2000, Abschnitt 10, &amp;#039;&amp;#039;Die Irrtumsrechtliche Diskussion zwischen Erklärungs-, Vertrauens- und Willenstheorie.&amp;#039;&amp;#039; S. 537 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch thematisierte er in innerer Auseinandersetzung zum &amp;#039;&amp;#039;ius divinum&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ius civile&amp;#039;&amp;#039; später aufgegriffene Fragen zur Entstehung, zum Inhalt und zur Übertragung von [[Eigentum]] oder zur [[Laesio enormis|Vertragsgerechtigkeit]] und zur [[Ehe]] nachhaltig naturrechtlich, so dass sie auch auf Kriegszeiten anwendbar sein würden. Hierzu macht er auch Anleihen beim [[Altrömisches Recht|altrömischen]] [[Gewohnheits- und Sakralrechtswesen im antiken Rom|Sakralrecht]] der [[Pontifex|Priesterkollegien]] der [[Fetialen]] ([[Kriegsvölkerrecht|&amp;#039;&amp;#039;ius in bello&amp;#039;&amp;#039;]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wieacker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Naturrechtslehre, die mit einer dosierten Minimalmoral auskam, nahm Grotius erheblichen Einfluss auf den etwas jüngeren [[Thomas Hobbes]] und dessen Naturrechtstheorie. Grotius argumentierte seine ethischen Grundsätze dergestalt, dass jeder Mensch ein Recht auf Selbsterhaltung habe. Das Selbsterhaltungsrecht rechtfertige sich nicht erst durch kulturelle Konventionen, sondern aufgrund der bloßen Existenz des einzelnen Menschen. Er ging darüber hinaus und kollektivierte den Selbsterhaltungsgedanken. Ein Volk müsse sich nicht libertär ordnen, sondern zu seinem Schutz genauso einen absoluten Monarchen wählen, ohne dass ein Widerspruch entstünde. Naturrecht werde durch absolutistische Herrschaft nicht aufgehoben, sondern für ein soziales Zusammenleben und zur Schadensabwehr gerechtfertigt. Diesen Gedanken der frühneuzeitlichen Naturrechtstheorie griff Hobbes für sein politisches Denken auf und verwendete ihn fundamental: Freiheit zum Staat, ungeteilte Macht und Gesellschaftsvertrag sowie politische Souveränität. Anders urteilte später [[Jean-Jacques Rousseau]], der Grotius in seinem &amp;#039;&amp;#039;Contrat social&amp;#039;&amp;#039; als „Helfershelfer des Despotismus“ bezeichnen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Geburt des Liberalismus aus dem Geiste des Absolutismus in der frühen Neuzeit – Vom Aposteriori zum Apriori des Rechts&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Buch: &amp;#039;&amp;#039;Was Freiheit zu Recht macht.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, München, Boston: De Gruyter, 2014, S.&amp;amp;nbsp;53–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die christliche Glaubenslehre (Dogmatik) wurde Grotius zum wichtigen Vorkämpfer der Mäßigung und Toleranz. Während der zweieinhalb Jahre im Kerker von Loevestein schrieb er unter wichtigen juristischen Werken den Text &amp;#039;&amp;#039;De veritate religionis Christianae&amp;#039;&amp;#039;, worin er eine religiöse Welt ohne theologische Streitfragen und Spitzfindigkeiten entwarf; in zahlreiche Sprachen übersetzt hat das Werk mehr als siebzig Auflagen erlebt. Auch nach seiner Flucht aus dem Kerker arbeitete Grotius in mäßigendem Sinne weiter bis zu den berühmten „Annotationes“ von 1641.&amp;lt;ref&amp;gt;Willem Jan Marie van Eysinga: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius, eine biographische Skizze.&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von M. Plemp van Duiveland, mit einem Vorwort von [[Werner Kaegi (Historiker)|Werner Kaegi]]; Schwabe Verlag, Basel 1952, S.&amp;amp;nbsp;75–76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Autograph]]en von ihm werden unter anderem in der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek|Niedersächsischen Landesbibliothek]] aufbewahrt. In der [[Walhalla]] bei Regensburg steht eine Büste von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Asteroid [[(9994) Grotius]] trägt seit 2000 seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertragsverständnis ===&lt;br /&gt;
Hugo Grotius kommt in der Geschichte des kontinentaleuropäischen Vertragsrechts eine besondere Bedeutung zu. Er steht an der Schwelle zwischen den mittelalterlichen bzw. spätscholastischen und den naturrechtlichen [[Vertragstheorie|Vertragslehren]] des 17. und 18. Jahrhunderts. Als einer der Ersten konstruierte Grotius eine vom System der römischen Vertragstypen emanzipierte, ausdifferenzierte Vertragsdogmatik. Damit leistete er einen wesentlichen Beitrag zur Form- bzw. Typenfreiheit des modernen Vertragsrechts. „Grotius gilt heute allgemein als wesentlicher Vertreter, wenn nicht gar Begründer der Rechtsübertragungs- oder Veräußerungstheorien zur Begründung vertraglicher Verbindlichkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Kowalski: &amp;#039;&amp;#039;Das Vertragsverständnis des Hugo Grotius. Zwischen Gerechtigkeit, Treue und Rechtsübertragung&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau Verlag, Köln 2022, S. 387, ISBN 978-3-412-52492-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grotius-CTH.JPG|mini|Gedenkmünze von 1995, 925er Silber, 25&amp;amp;nbsp;ECU]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Annotationes ad Vetus Testamentum.tif|mini|&amp;#039;&amp;#039;Annotationes ad Vetus Testamentum&amp;#039;&amp;#039;, 1732]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Adamus exul]]&amp;#039;&amp;#039; (Der verbannte Adam; Tragödie). Den Haag 1601.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De republica emendanda&amp;#039;&amp;#039; (Über die Verbesserung der Republik; Handschrift 1601).&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;De Republica Emendanda: A Juvenile Tract by Hugo Grotius on the Emendation of the Dutch Polity.&amp;#039;&amp;#039; Van Gorcum, Assen 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Parallelon rerumpublicarum&amp;#039;&amp;#039; (Vergleich von Verfassungen; Handschrift 1601–1602). Veröff. Haarlem 1801–1803.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Indis&amp;#039;&amp;#039; (Über beide Indien; Handschrift 1604–1605). Veröff. 1868 als &amp;#039;&amp;#039;De Jure Praedae&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Commentary on the Law of Prize and Booty.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Martine Julia van Ittersum (Liberty Fund, 2006).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Christus patiens]]&amp;#039;&amp;#039; (Das Leiden Christi; Tragödie). Leiden 1608.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mare liberum&amp;#039;&amp;#039; (Die freie See; aus Kapitel 12 von &amp;#039;&amp;#039;De Indis&amp;#039;&amp;#039;). Leiden 1609.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;The Free Sea.&amp;#039;&amp;#039; Ed. David Armitage (Liberty Fund, 2004).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De antiquitate reipublicae Batavicae&amp;#039;&amp;#039; (Über das Alter der Batavischen Republik). Leiden 1610&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;The Antiquity of the Batavian Republic.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Jan Waszink und andere (van Gorcum, 2000).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meletius.&amp;#039;&amp;#039; (Handschrift 1611).&lt;br /&gt;
: Guillaume H. M. Posthumus Meyjes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius: Meletius sive De iis quae inter Christianos conveniunt epistola. Critical Edition with Translation, Commentary and Introduction.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1988, ISBN 90-04-08356-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Annales et historiae de rebus Belgicus.&amp;#039;&amp;#039; (Annalen und Geschichte Belgiens; Handschrift 1612). Veröff. Amsterdam 1657.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;The Annals and History of the Low-Countrey-warrs.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Thomas Manley (London, 1665).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordinum Hollandiae ac Westfrisiae pietas&amp;#039;&amp;#039; (Die Frömmigkeit der Stände Hollands und Westfrieslands). Leiden 1613.&lt;br /&gt;
: Edwin Rabbie (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius: Ordinum Hollandiae ac Westfrisiae pietas (1613). Critical Edition with English Translation and Commentary.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1995, ISBN 90-04-10385-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De imperio summarum potestatum circa sacra&amp;#039;&amp;#039; (Über die Macht der Herrscher in religiösen Angelegenheiten; Handschrift 1614–1617). Veröffentlicht Paris 1647.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;De imperio summarum potestatum circa sacra.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Harm-Jan van Dam (Brill, 2001).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De satisfactione Christi adversus Faustum Socinum&amp;#039;&amp;#039; (Über das Sühneopfer Christi gegen [[Fausto Sozzini|Faustus Socinus]]). Leiden 1617.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Defensio fidei catholicae de satisfactione Christi.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Edwin Rabbie (van Gorcum, 1990).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Inleydinge tot de Hollantsche rechtsgeleertheit&amp;#039;&amp;#039; (Einführung in die Holländische Rechtswissenschaft; verfasst in Loevenstein). Veröff. Den Haag 1631.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;The Jurisprudence of Holland.&amp;#039;&amp;#039; Ed. R.W. Lee (Oxford 1926).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bewijs van den waaren godsdienst&amp;#039;&amp;#039; (Beweis der wahren Religion; didaktisches Gedicht). Rotterdam 1622.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Apologeticus&amp;#039;&amp;#039; (Verteidigung der Handlungen, die zu seiner Verhaftung führten). Paris 1622.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De jure belli ac pacis&amp;#039;&amp;#039; (Über das Recht des Kriegs und des Friedens). Paris 1625 (2. Aufl. Amsterdam 1631)&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;The Rights of War and Peace.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Richard Tuck (Liberty Fund, 2005).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De veritate religionis Christianae&amp;#039;&amp;#039; (Über die Wahrheit der christlichen Religion). Paris 1627. (Lateinische Prosafassung des Lehrgedichts &amp;#039;&amp;#039;Bewijs van den waaren godsdienst&amp;#039;&amp;#039; von 1622).&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;The Truth of the Christian Religion.&amp;#039;&amp;#039; ed. John Clarke (Edinburgh, 1819).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sophompaneas]]&amp;#039;&amp;#039; (über [[Josef (Sohn Jakobs)|Josef]] und seine Brüder; Tragödie). Amsterdam 1635.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De origine gentium Americanarum dissertatio&amp;#039;&amp;#039; (Dissertation über die Herkunft der amerikanischen Völker). Paris 1642.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Via ad pacem ecclesiasticam&amp;#039;&amp;#039; (Der Weg zu religiösem Frieden). Paris 1642.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Annotationes in Vetus Testamentum&amp;#039;&amp;#039; (Anmerkungen zum Alten Testament). Amsterdam 1644.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Annotationes in Novum Testamentum&amp;#039;&amp;#039; (Anmerkungen zum Neuen Testament). Amsterdam / Paris, 1641–1650.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De fato&amp;#039;&amp;#039; (Über das Schicksal). Paris 1648.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hugonis Grotii Annales et historiae de rebus Belgicis&amp;#039;&amp;#039;. Amstelaedami : Ioannis Blaeu, MDCLVII (1657) ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-1000125}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas H. Aure: &amp;#039;&amp;#039;Der säkularisierte und subjektivierte Naturrechtsbegriff bei Hugo Grotius.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forum Historiae Iuris.&amp;#039;&amp;#039; 13. Februar 2008 ([https://www.forhistiur.de/zitat/0802aure.htm Volltext]).&lt;br /&gt;
* Willem Jan Marie van Eysinga: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius, eine biographische Skizze.&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von M. Plemp van Duiveland, mit einem Vorwort von [[Werner Kaegi (Historiker)|Werner Kaegi]]; Schwabe Verlag, Basel 1952, 140 Seiten.&lt;br /&gt;
* [[Christian Gizewski]]: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius und das antike Völkerrecht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Staat.&amp;#039;&amp;#039; 32 Jg. 1993, Heft&amp;amp;nbsp;3, S.&amp;amp;nbsp;325–355 ([http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2007/1720/ Volltext]).&lt;br /&gt;
* [[Hasso Hofmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Stolleis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Staatsdenker in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München (3. Auflage) 1995, ISBN 3-406-39329-2, S. 52–77.&lt;br /&gt;
* Klaus Kowalski: &amp;#039;&amp;#039;Das Vertragsverständnis des Hugo Grotius. Zwischen Gerechtigkeit, Treue und Rechtsübertragung&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau Verlag, Köln 2022, ISBN 978-3-412-52492-0.&lt;br /&gt;
* [[Arthur Löwenstamm]]: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius’ Stellung zum Judentum&amp;#039;&amp;#039;. Breslau 1929.&lt;br /&gt;
* [[Stephan Meder]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsgeschichte. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Böhlau Verlag, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2017, ISBN 978-3-8252-4885-7, S.&amp;amp;nbsp;265–267.&lt;br /&gt;
* Florian Mühlegger: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius. Ein christlicher Humanist in politischer Verantwortung&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeiten zur Kirchengeschichte; Band 103). De Gruyter, Berlin/New York 2007, ISBN 978-3-11-019956-7 (zugl. Dissertation, LMU München 2004).&lt;br /&gt;
* Edgar Müller: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius und der Dreißigjährige Krieg. Zur frühen Rezeption von: De Iure Belli ac Pacis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 77, Leiden 2009, {{ISSN|0040-7585}}, S. 499–538.&lt;br /&gt;
* Henk J. M. Nellen: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Grotius. A lifelong struggle for peace in church and state 1583–1645.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 2015, ISBN 978-90-04-27436-5.&lt;br /&gt;
* [[Christian Schüle]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Mirakel von Delft&amp;#039;&amp;#039;, in [[Mare (Zeitschrift)|Mare]], Nr. 169, 04/2025, S.&amp;amp;nbsp;34–37.&lt;br /&gt;
* Christoph A. Stumpf: &amp;#039;&amp;#039;The Grotian Theology of International Law. Hugo Grotius and the Moral Foundations of International Relations&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin/New York 2006, ISBN 3-11-019120-2.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629152208/http://www.bautz.de/bbkl/g/grotius_h.shtml |band=17|spalten=505-508|autor=[[Ralph Tuchtenhagen]]|artikel=Grotius (de Groot), Hugo}}&lt;br /&gt;
* [[Erik Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Grosse Rechtsdenker der deutschen Geistesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Mohr Siebeck, 1963, ISBN 3-16-627812-5, S. 253–310.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Hugo Grotius}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hugo Grotius}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118542702}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118542702}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=004289455}}&lt;br /&gt;
* [http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/SET=1/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1004&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Grotius%2C+Hugo Bücher von und über Hugo Grotius im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund]&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/grotius/}}&lt;br /&gt;
* {{IEP|https://www.iep.utm.edu/grotius/|Hugo Grotius (1583–1645)|Andrew Blom}}&lt;br /&gt;
* [[Norbert Konegen]]: {{Webarchiv |url=http://www.staatswissenschaft.de/pdf/IFSNachrichten7.pdf |wayback=20140409023303 |text=&amp;#039;&amp;#039;Zum Staatsverständnis von Hugo Grotius&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 350&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.dbnl.org/auteurs/auteur.php?id=groo001 Briefverkehr von Hugo Grotius]&lt;br /&gt;
* [https://www.kettererkunst.de/kunst/kd/details.php?obnr=411003436&amp;amp;anummer=373&amp;amp;detail=1 &amp;#039;&amp;#039;De iure belli. 1625 im Kunsthandel&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118542702|LCCN=n78087113|NDL=00467633|VIAF=32005141}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grotius, Hugo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosoph (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politischer Philosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufklärer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Remonstrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wunderkind]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Walhalla]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Neulatein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierter Theologe (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1583]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1645]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grotius, Hugo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Groot, Huigh de; Groot, Hugo de (niederländisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländischer Philosoph und Rechtsgelehrter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. April 1583&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Delft]] (Niederlande)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. August 1645&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Rostock]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
	</entry>
</feed>