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	<title>Hufner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T18:59:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hufner&amp;diff=459526&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-17T08:05:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hufner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hüfner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein [[Landwirt|Bauer]], der als [[Grundbesitz]] eine, mehrere oder einen Teil einer [[Hufe]] Land bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen für diese Angehörigen des [[Bauernstand]]s sind regional unterschiedlich. Sie lauteten im [[niedersächsisch]]en Sprachraum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hovener&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hofener&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, im [[Mitteldeutsche Sprachen und Dialekte|mitteldeutschen]] Gebiet vorwiegend &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hufner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hüfner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und im [[Oberdeutsche Dialekte|Oberdeutschen]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Huber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. In manchen Gegenden existierten auch völlig abweichende Bezeichnungen, wie zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pferdner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder im [[thüringisch-obersächsische Dialektgruppe|Obersächsischen]] auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;besessener Mann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hufner war Vollmitglied der [[Gemeinde]] der Bauern, besaß Mitspracherecht in der Gemeinde und durfte die [[Allmende]] nutzen. In der [[Ländliche Sozialstruktur|dörflichen Sozialhierarchie]] standen die Hufner als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vollbauern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und Besitzer eines Hofes mit Land von – regional unterschiedlich – 30 bis 100 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] vor den [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtnern]] und [[Häusler]]n. Im Gegensatz zu diesen konnten sie im Dorf das [[Schöffe (historisch)|Schöppenamt]] ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Namensvarianten ==&lt;br /&gt;
Von diesem Berufsnamen und seinen regionalen Varianten leitet sich eine Vielzahl von [[Nachname]]n ab. An erster Stelle zu nennen ist der Name [[Huber]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Günther Herforth-Unger |url=http://historische-berufe.de/bauer-gaertner/ |titel=Bauer &amp;amp; Gärtner |werk=Historische Berufe |zugriff=2019-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der im deutschen Sprachraum zu den fünf bis zehn häufigsten Nachnamen gehört und neben Süddeutschland besonders in der [[Schweiz]] und [[Österreich]] verbreitet ist. Durch die regional unterschiedliche Aussprache des Nachnamens Huber entwickelten sich hier ferner die Nachnamen [[Huemer]], [[Humer]], Haumer, Huebmer und [[Hueber]]. Ebenfalls verbreitet sind die Formen [[Höffner|Höf(f)ner]], [[Huff]] und [[Hübner|Hüb(e)ner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hufner hatte die gleiche soziale Stellung wie der &amp;#039;&amp;#039;Einspänner&amp;#039;&amp;#039;, der Besitzer eines [[Gespann]]es; beide waren [[Frondienst|fronpflichtig]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=J. Gorsler |url=http://baseportal.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/JGorsler/Berufs/Beruf&amp;amp;localparams=1&amp;amp;range=270,30:J. |titel=Alte Berufsbezeichnungen aus Kirchenbüchern |werk=baseportal.de |zugriff=2019-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist allerdings außerdem auf die Art und Regionalität des Hufen- oder Bauernguts zu achten, welches der Vollbauer bewirtschaftete. Handelte es sich um ein &amp;#039;&amp;#039;bonum censuale&amp;#039;&amp;#039;, also um ein bäuerliches Erb- oder Zinsgut, so war auf dem bäuerlichen Anwesen selbst manchmal die Fron und immer ein fester jährlicher Zins, der bei Zahlungsausfall nicht zur Folge hatte, dass der Inhaber vom Gut vertrieben werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Hieronymus Hermann |Titel=Teutsches Systema iuris civilis, worinnen das Bürgerliche Recht nach der Ordnung der Pandecten deutlich und gründlich vorgetragen |Verlag=Johann Rudolph Cröter |Ort=Jena und Leipzig |Datum=1735 |Seiten=253 |Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11067640_00277.html Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zinsgüter konnten in [[Erbpacht]], [[Lehnswesen|Lehn]] oder sogar in [[Allod|freiem Eigentum]] des persönlich freien Vollbauern stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Heinrich Zöpfl|Heinrich Zoepfl]] |Titel=Alterthümer des deutschen Reichs und Rechts |Band=Band 2 |Verlag=[[Universitätsverlag Winter|Winter’sche Verlagshandlung]] |Ort=Leipzig/Heidelberg |Datum=1860 |Seiten=146 |Online=[https://books.google.de/books?id=MlIPAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=bona%20censualia&amp;amp;f=false Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;schlechten Zinsgüter&amp;#039;&amp;#039; waren für den Bauern aber generell mit größeren [[Besitz|Besitzrechten]] einhergehend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brigitta Vits |Titel=Hüfner, Kötter und Beisassen – Die Wirtschafts- und Sozialstruktur ländlicher Siedlungen in Nordhessen vom 16. bis 19. Jahrhundert |Band=Band 25 Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde |Verlag=[[Verein für hessische Geschichte und Landeskunde|Verlag des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde]] |Ort=Kassel |Datum=1993|Seiten=64 |ISBN=3-925333-25-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Obergrafschaft Katzenelnbogen]] beispielsweise kannte die &amp;#039;&amp;#039;schlechten Zinsgüter&amp;#039;&amp;#039; nur als bäuerliches Eigentum,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Taut |Titel=Die ländliche Verfassung im Gebiete der ehemaligen Obergrafschaft Katzenelenbogen während des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts – Ein Beitrag zur hessischen Agrargeschichte |Sammelwerk=Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde |Band=Band 16 – Neue Folge |Ort=Darmstadt |Datum=1930 |ISSN=0066-636X |Seiten=418}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das mit einer grundherrlichen [[Reallast]] behaftet war und vom Bauern eigenmächtig verschuldet, vererbt oder frei verkauft werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Winfried Noack |Titel=Landgraf Georg I. von Hessen und die Obergrafschaft Katzenelnbogen (1567–1596) |Verlag=Verlag des Historischen Vereins für Hessen |Ort=Darmstadt/Mainz |Datum=1966 |Seiten=199, 201 |OCLC=251661225}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So waren über 88 Prozent der Bauerngüter im [[Amt Lichtenberg (Hessen)|Amt Lichtenberg]] zugleich bäuerliches Eigentum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AL1750&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brigitte Köhler und Diethard Köhler |Titel=Ausstellung. Das Amt Lichtenberg um 1750 |Nummer=Nr. 5 – Schriftenreihe des Museums [[Schloss Lichtenberg (Hessen)|Schloss Lichtenberg]] |Verlag=Museumsverlag Schloss Lichtenberg |Ort=Fischbachtal |Datum=1985 |ISBN=3-923366-02-7 |Seiten=31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Winfried Noack |Titel=Landgraf Georg I. von Hessen und die Obergrafschaft Katzenelnbogen (1567–1596) |Verlag=Verlag des Historischen Vereins für Hessen |Ort=Darmstadt/Mainz |Datum=1966 |Seiten=201 |OCLC=251661225}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;schlechten Zinsgüter&amp;#039;&amp;#039; durfte der [[Adel]] seit 1567 nicht mehr [[Grundherrschaft|patrimonialherrschaftlich]] akquirieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Winfried Noack |Titel=Landgraf Georg I. von Hessen und die Obergrafschaft Katzenelnbogen (1567–1596) |Verlag=Verlag des Historischen Vereins für Hessen |Ort=Darmstadt/Mainz |Datum=1966 |Seiten=199 |OCLC=251661225}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wobei der Verkauf durch einen landesherrlichen [[Beamtentum|Beamten]] beurkundet werden musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AL1750&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kurfürstentum Sachsen|Kurfürstentum]] und [[Königreich Sachsen]] gab es die bäuerlichen Güter der Vollhufner ebenfalls in der Form &amp;#039;&amp;#039;schlechter Zinsgüter&amp;#039;&amp;#039; mit dem &amp;#039;&amp;#039;dominum directum&amp;#039;&amp;#039; also Obereigentum in der Hand des jeweiligen Hufners.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Reiner Groß]] |Titel=Die bürgerliche Agrarreform in Sachsen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Untersuchung zum Problem des Übergangs vom Feudalismus zum Kapitalismus in der Landwirtschaft |Band=Band 8 [[Hauptstaatsarchiv Dresden|Schriftenreihe des Staatsarchivs Dresden]] |Verlag=Böhlau |Ort=Weimar |Datum=1968 |Seiten=29 |OCLC=263363476}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Manfred Wilde]] |Titel=Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen – ihre verfassungsrechtliche Stellung, ihre Siedlungsgeschichte und ihre Inhaber |Band=Band 12 [[Deutsches Adelsarchiv|Aus dem Deutschen Adelsarchiv]] |Verlag=[[Starke Verlag]] |Ort=Limburg |Datum=1997|Seiten=17 |ISBN=3-7980-0687-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz Deutschland kannte solche Bauerngüter, die im vollfreien Eigentum des Bauern standen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Georg Ludwig von Maurer]] |Titel=Geschichte der Fronhöfe, der Bauernhöfe und der Hofverfassung in Deutschland |Band=Band 3 |Verlag=Enke |Ort=Erlangen |Datum=1863 |Seiten=221 f |Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10725028_00235.html Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den &amp;#039;&amp;#039;schlechten Zinsgütern&amp;#039;&amp;#039; gab es noch die [[Erbzins|Erbzinsgüter]], sogenannte &amp;#039;&amp;#039;bona emphyteutica&amp;#039;&amp;#039;, die sich darin unterschieden, dass das Obereigentum beim Grund- oder [[Gutsherrschaft|Gutsherr]] verblieb und der Inhaber damit keine freie Verfügung über das Gut innehatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Michael von Weber |Titel= Darstellung der sämmtlichen Provinzial- und Statuar-Rechte des Königreichs Bayern, mit Ausschluß des gemeinen, preußischen und französischen Rechts nebst den allgemeinen, dieselben abändernden, neuen Gesetzen |Band=Band 2 Die Rechte von Mittelfranken |Verlag=Kollmann’sche Buchhandlung |Ort=Augsburg |Datum=1838 |Seiten=296 f |Online=[https://books.google.de/books?id=fU1lAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=falsf Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hufnerhaus ==&lt;br /&gt;
Das Hufnerhaus ist die norddeutsche Bezeichnung für das Hauptgebäude einer Wohnanlage. Es steht in [[Marschhufendorf|Marschhufendörfern]] mit dem Wohnteil (z.&amp;amp;nbsp;B. der quergestellten Wohndiele, [[Hallenhaus#Küche (Flett)|Flett]] oder &amp;#039;&amp;#039;Fleet&amp;#039;&amp;#039; genannt) zum Deich hin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=André Winternitz |url=http://www.rottenplaces.de/main/sieghardt-v-koeckritz-preisgeld-kommt-hufnerhaus-zugute-26442/ |titel=Sieghardt v. Köckritz-Preisgeld kommt Hufnerhaus zugute |werk=rottenplaces.de |datum=2016-12-23 |kommentar=Abbildung eines teilweise auf das 16. Jahrhundert zurückgehenden Hufnerhauses in [[Hamburg-Allermöhe]], Moorfleter Deich Nr. 483 |zugriff=2019-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heide Wunder]]: &amp;#039;&amp;#039;Die bäuerliche Gemeinde in Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Vandenhoeck-Reihe&amp;#039;&amp;#039; 1483). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1986, ISBN 3-525-33473-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Agrarberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarsoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferd in der Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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