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	<title>Hubert Cremer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T22:19:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hubert_Cremer&amp;diff=1476304&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-04-18T10:02:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: digizeitschriften.de =&amp;gt; gdz.sub.uni-goettingen.de, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, http nach https umgestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hubert Cremer.png|mini|Hubert Cremer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hubert Cremer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Dezember]] [[1897]] in [[München]]; † [[26. Februar]] [[1983]] in [[Merzhausen]]) war ein [[deutscher]] [[Mathematiker]]. Cremer war von 1949 bis 1966 ordentlicher Professor für Mathematik am Lehrstuhl C für Mathematik und Großrechenanlagen an der [[RWTH Aachen]] und Autor mehrerer Bücher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Hubert Cremer war das älteste von drei Kindern des Physiologieprofessors [[Max Cremer]] und dessen Frau Elisabeth Rothmund, ihrerseits Tochter eines Universitätsprofessors. Er wuchs in einem akademischen Umfeld auf; seine Schwester war die spätere Physikochemikerin [[Erika Cremer]] und sein Bruder der spätere Elektrotechniker und Akustiker [[Lothar Cremer]]. Die Familie zog den Berufungen des Vaters folgend 1909 nach Köln und 1911 nach Berlin. Dort besuchte er das Dorotheenstädtische Realgymnasium, bis er im März 1916 zum Kriegsdienst in das Deutsche Heer eintrat. Im Dezember 1916 legte er sein [[Notabitur]] ab. Er diente bis März 1919 und wurde nach eigenen Angaben 1917 in Rumänien durch ein feindliches Artilleriegeschoss schwer am Kiefer verwundet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hubert Cremer |Titel=Lebenslauf |TitelErg=Anhang zur Dissertation |Verlag= |Online=https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN271008733?tify=%7B%22pages%22:%5B16%5D,%22pan%22:%7B%22x%22:0.605,%22y%22:0.531%7D,%22view%22:%22info%22,%22zoom%22:0.639%7D |Abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hubert Cremer studierte seit 1919 an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] zunächst Medizin und dann ab dem zweiten Semester hauptsächlich Mathematik und Physik. Er hörte Vorlesungen unter anderem bei [[Albert Einstein]], [[Max Planck]], [[Max von Laue]], [[Richard von Mises]], [[Erhard Schmidt (Mathematiker)|Erhard Schmidt]], [[Gábor Szegő]] und [[Ludwig Bieberbach]]; bei letzterem wurde er 1927 in Mathematik [[Promotion (Doktor)|promoviert]] (Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Zum Zentrumproblem&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=19719}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Nach wechselnder Tätigkeit als Assistent in [[Münster]] und [[Leipzig]] habilitierte er sich 1931 an der [[Universität zu Köln]]. Hier wurde er auch 1938 zum außerordentlichen Professor ernannt. 1940 erhielt er einen Ruf als ordentlicher Professor an die [[Technische Hochschule Breslau]], wo er bis Kriegsende blieb. 1946 kam er im Rahmen eines Lehrauftrages an die [[RWTH Aachen]]. 1949 wurde er unter Ernennung zum ordentlichen Professor auf den Lehrstuhl für Mathematik berufen und zum Direktor des Mathematischen Instituts ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1952 organisierte er die erste Konferenz über elektronische Computer in Deutschland an der RWTH Aachen, bei der der Astrophysiker [[Ludwig Biermann]] (Göttingen, wo als erste deutsche elektronische Rechenanlage die G1 seines Mitarbeiters [[Heinz Billing]] lief), [[Alwin Walther]], [[Konrad Zuse]], [[Joachim Weyl]] (der über die Entwicklung in den USA berichtete) und [[Hans Bückner]] (Analogrechner, Firma Schoppe und Faeser in Minden) Vorträge hielten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://blog.hnf.de/computerszene-1952/ Computerszene 1952, HNF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Cremers Initiative hin wurde 1956/57 das erste [[Rechenzentrum]] heutigen Typs des Landes [[Nordrhein-Westfalen]] an der [[RWTH Aachen]] gegründet, dessen Leitung er bis 1965 innehatte. 1958 setzte sich Cremer für die Beschaffung des ersten serienmäßig hergestellten Röhrenrechner ein, der [[Zuse Z22|Z 22]] der [[Zuse KG]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://blog.rwth-aachen.de/itc/2018/08/06/die-aera-cremer/ |titel=60 Jahre IT Center – Die Ära Cremer (bis 1964) |hrsg=RWTH Aachen |datum=2018-08-06 |sprache=de |abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anlage war bis Ende 1966 in Betrieb und stand anschließend im ehemaligen [[Computermuseum Aachen|Computermuseum]] der RWTH Aachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Er war verheiratet mit Elisabeth Rahner.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Weigl, Ludwig Battista, Anton Heinen, Elisabeth Rahner, [[Maria Montessori]]: &amp;#039;&amp;#039;Pädagogik und Didaktik der Altersstufen&amp;#039;&amp;#039;. Kösel &amp;amp; Pustet, München 1931–1934.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Heinen, Elisabeth Rahner, Maria Montessori: &amp;#039;&amp;#039;Familien- und Kleinkinderpädagogik&amp;#039;&amp;#039;. Kösel &amp;amp; Pustet, 1934.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Gedanke der Mütterschulung in seiner Entwicklung von Comenius bis zur Gegenwart. Dissertation Elisabeth Rahner, 1936&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Kinder sind der Physiker [[Christoph Cremer]], der Humangenetikers [[Thomas Cremer (Mediziner)|Thomas Cremer]]&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Hubert Cremers Söhne Christoph und Thomas sprechen über 40 Jahre gemeinsame Erforschung der funktionellen Genomarchitektur |url=http://www.tlb.de/de/list/article/tlb-visionaere-auf-us-special-leica-scie.html |wayback=20151225080516 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Wirtschaftswissenschaftlers [[Georg Cremer]], Generalsekretär des [[Deutscher Caritasverband|Deutschen Caritasverbandes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Cremer forschte schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der [[Funktionentheorie]], insbesondere zur von [[Pierre Fatou]] und [[Gaston Julia]] in den Jahren 1918/19 begründeten Iterationstheorie rationaler Funktionen. Im Jahre 1925 verfasste Cremer einen Übersichtsartikel über die Fatou-Juliasche Theorie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN37721857X_0033 &amp;#039;&amp;#039;Über die Iteration rationaler Funktionen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung&amp;#039;&amp;#039;, Band XXXIII, 1925, S.&amp;amp;nbsp;185–209.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seinen eigenen Ergebnissen zum Thema sind vor allem seine Beiträge zum [[Zentrumsproblem]] zu nennen. Die von ihm als „Nichtzentren“ bezeichneten Punkte werden heute zu seinen Ehren [[Cremer-Punkt]]e genannt.&lt;br /&gt;
Weitere wichtige Arbeiten wurden von ihm den Gebieten der Theoretischen [[Akustik]] und Stabilitätstheorie der [[Regelungstechnik]] gewidmet und er befasste sich mit Schiffs-Hydrodynamik und Strömungsproblemen bei Windkanälen. Im Bereich der Lehre sind vor allem seine Vorlesungen über elektronische Rechenanlagen und seine Programmierkurse hervorzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* mit Franz Kolberg: &amp;#039;&amp;#039;Zur Stabilitätsprüfung von Regelungssystemen mittels Zweiortskurvenverfahren&amp;#039;&amp;#039;. Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen, Vieweg/Teubner 1964&lt;br /&gt;
* mit Franz Kolberg: &amp;#039;&amp;#039;Zur Theorie der Bewegung eines Schiffes bei begrenzten Fahrwasserverhältnissen&amp;#039;&amp;#039;. Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen, Vieweg/Teubner 1966&lt;br /&gt;
* mit Franz Kolberg: &amp;#039;&amp;#039;Der Strömungseinfluß auf den Wellenwiderstand von Schiffen&amp;#039;&amp;#039;. Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen, Westdeutscher Verlag 1964&lt;br /&gt;
* mit Friedrich Heinz Effertz, Karl Hermann Breuer: &amp;#039;&amp;#039;Zur Synthese zweipoliger elektrischer Netzwerke mit vorgeschriebenen Frequenzcharakteristiken&amp;#039;&amp;#039;. Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen, Opladen, Westdeutscher Verlag 1964&lt;br /&gt;
* mit Friedrich Heinz Effertz, Wilhelm Meuffels: &amp;#039;&amp;#039;Über Realisierbarkeitskriterien für die Synthese zweipoliger elektrischer Netzwerke mit vorgeschriebener Frequenzabhängigkeit&amp;#039;&amp;#039;. Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen, Opladen, Westdeutscher Verlag 19643&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carmina mathematica und andere poetische Jugendsünden&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Mayer, Aachen 1965&lt;br /&gt;
* mit Georg Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Geschwindigkeitskorrekturen in Windkanälen mit geschlossener und offener Messstrecke bei kompressibler Unterschallströmung&amp;#039;&amp;#039;. Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen, Westdeutscher Verlag, 1961&lt;br /&gt;
* Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Entwicklung programmgesteuerter Rechengeräte und Integrieranlagen&amp;#039;&amp;#039;. Vorträge des Kolloquiums über Programmgesteuerte Rechengeräte und Integrieranlagen im Juli 1952 an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Mathematisches Institut C, RWTH Aachen 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zum Zentrumproblem&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mathematische Annalen&amp;#039;&amp;#039;, Band 98, 1927, S. 151–163 (Dissertation)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen &amp;#039;&amp;#039;Carmina mathematica&amp;#039;&amp;#039; (auf Deutsch) versuchte Cremer mathematische Einsichten in heiterer Versform zu vermitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Cremer: &amp;#039;&amp;#039;Carmina Mathematica und andere poetische Jugendsünden&amp;#039;&amp;#039;. Zeichnungen von Maria-Letizia Mancino. 7. um GroßDelta vermehrte Auflage. J. A. Mayer Verlag, 1982&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1973 wurde ihm das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland für seine herausragenden Leistungen verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hubert Cremer (mathematician)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.rz.rwth-aachen.de/ca/c/oef/lang/de/ Historie der Rechnersysteme.] Rechenzentrum der RWTH Aachen&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv.rwth-aachen.de/web/ouploads/Zuse%20Z22.pdf &amp;#039;&amp;#039;Vor 50 Jahren: Zuse kommt nach Aachen&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 53&amp;amp;nbsp;kB) Die Z22 an der RWTH Aachen&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv.rwth-aachen.de/lehrkoerper/ Professoren/innen und Dozenten/innen an der RWTH Aachen 1870 bis 1995.] Biografisches Findmittel ([[Hochschularchiv der RWTH Aachen]])&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/cremer.hubert Hubert Cremer] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105205524|LCCN=no2018136641|VIAF=27521968}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cremer, Hubert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cremer, Hubert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker und Computerpionier; Gründer Rechenzentrum RWTH Aachen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Dezember 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Februar 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Merzhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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