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	<title>Hrimthurse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T13:13:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hrimthurse&amp;diff=51429&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Acky69: Hauptlemma der Kat.</title>
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		<updated>2026-01-31T19:43:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hauptlemma der Kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hrimthursen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Isländische Sprache|isländisch]] &amp;#039;&amp;#039;hrímþursar&amp;#039;&amp;#039;) sind die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reif-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frost-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eis[[riese]]n&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]]. Sie kommen in den [[Kosmogonie#Nordgermanische Mythen|kosmogonischen Mythen]] der [[Edda]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das [[Altnordische Sprache|altnordische]] und isländische Wort &amp;#039;&amp;#039;hrím&amp;#039;&amp;#039; bedeutet auf Deutsch „[[Reif (Niederschlag)|Reif]]“. Um Verwechselungen mit dem [[Adjektiv]] „reif“ zu vermeiden, wird der Ausdruck durch die verwandten [[Nomen]] „[[Frost]]“ oder „[[Eis]]“ [[Semantik|semantisch]] aufgehellt. Daher wird &amp;#039;&amp;#039;hrímþurs&amp;#039;&amp;#039; im Deutschen als Reifriese, Frostriese oder Eisriese übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nomen &amp;#039;&amp;#039;Thurse&amp;#039;&amp;#039; ist verwandt mit isländisch &amp;#039;&amp;#039;þurs&amp;#039;&amp;#039;, [[mittelenglisch]] &amp;#039;&amp;#039;thurse, thursse, thyrce, thurs, thirs&amp;#039;&amp;#039;, [[Altenglische Sprache|altenglisch]] &amp;#039;&amp;#039;þyrs&amp;#039;&amp;#039; („Riese, [[Dämon]], [[Zauberer]]“). Zugrunde liegt [[Urgermanische Sprache|proto-germanisch]] *þurisaz, *þursaz, *þursiz („Riese“, Name der [[Thurisaz|þ-Rune]]), von der [[Indogermanische Ursprache|proto-indoeuropäischen]] Wurzel *tur-, *twer- („rotieren, drehen, wirbeln, bewegen“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/wort/idg/german/thurs.htm |wayback=20220704091556 |text=Heinrich Tischner: &amp;#039;&amp;#039;Etymologie þurs&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Semantik des Begriffes weist auf die elementaren Urgewalten hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genese ==&lt;br /&gt;
[[Stammvater]] der Eisriesen ist [[Vafþrúðnir]], ein Sohn [[Ymir]]s. Andere Erzählungen benennen [[Thrudgelmir|Þrúðgelmir]] als Ahnen der Reifriesen, der aus dem Aneinanderreiben von Ymirs Füßen  entstanden ist. Er ist ein hässliches, [[gletscher]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;ähnliches Wesen mit sechs [[Kopf|Häuptern]] und hat einen Sohn namens [[Bergelmir]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BB&amp;quot;&amp;gt;Brian Branston: &amp;#039;&amp;#039;Gudar och Hjältar i Nordisk Mytologi&amp;#039;&amp;#039;. Bokförlaget Legenda AB, Stockholm 1985, S. 20, ISBN 91-582-0047-9 (schwedisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass er sechs Köpfe hat, ist nur in den &amp;#039;&amp;#039;[[Vafþrúðnismál]]&amp;#039;&amp;#039; überliefert, nicht in der &amp;#039;&amp;#039;[[Gylfaginning]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RGA|27|242|256|Schöpfungsmythen|Anders Hultgård|hier S. 248}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Götter sich mit den Riesen treffen, um zu beratschlagen, entsteht ein [[Streit]]. [[Odin]] und seine Brüder [[Vili]] und [[Vé]] töten Ymir und zerhacken ihn in Stücke. In seinem endlosen [[Strom (Gewässerart)|Strom]] von [[Blut]] ertrinken alle Abkömmlinge Ymirs mit Ausnahme Bergelmirs und seiner Frau. Dieser schwimmt durch die blutigen [[Wasserwelle|Woge]]n und zieht seine Frau an ihren [[Haare]]n hinterher, bis es ihm gelingt, an einer Riesen[[mühle]] an Land zu kriechen, wo beide ausgestreckt und nach Luft ringend überleben und so das [[Geschlecht (Genealogie)|Geschlecht]] der Reifriesen retten und sich fortpflanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen, Charakter, Lebenswelt ==&lt;br /&gt;
Das aus dem Aneinanderreiben der Füße Ymirs entstandene Riesengeschlecht ist von robuster [[Kraft (Sport)|Kraft]] und [[dämon]]ischer Natur. Der Wuchs ist übergroß, aber von menschlicher Gestalt. Die Reifriesinnen sind von übernatürlich schönem [[Antlitz]], weshalb viele von ihnen sich mit den [[Asen (Mythologie)|Asen]] vermählen. Die männlichen Riesen dagegen sind oftmals von großer [[Hässlichkeit]]. Sie repräsentieren ähnlich wie die [[Titan (Mythologie)|Titanen]] in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] die Urgewalten der Natur. Sie sind [[Personifizierung]]en der toten, rohen Materie und Geschöpfe des [[Chaos]], weshalb sie außerhalb der Welt der Menschen und Götter leben. Die Reifriesen leben in einem Teil [[Utgard]]s, nämlich in [[Jötunheim]], der Riesenwelt. Als Wesen, die vor der Geburt der Götter lebten, besitzen sie zwar eine unergründlich tiefe Ur[[weisheit]], sind aber wie Kinder ohne [[Verstehen|Verständnis]] und aus diesem Grund gutmütig sowie leicht zu betören. Sie können aber auch ihre physische Stärke durch [[Grausamkeit|grausam]]e und [[gewalt]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;tätige Handlungen zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Nordische Mythologie&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 4. Auflage 2002, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reifriesen sind [[Todfeind]]e der Götter und liegen mit ihnen im Gegensatz zu den einfachen [[Thurse]]n fast immer im Streit. Vor allem mit [[Thor]] kämpfen sie meist um ihr Leben. Odin dagegen sucht sie manchmal auf und fragt um Rat.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Nordische Mythologie&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 4. Auflage 2002, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannte Hrimthursen sind [[Hymir]] (der Vater von [[Tyr]]) sowie [[Gymir]] aus Jötunheim (der Vater von [[Gerda (Mythologie)|Gerda]], der Frau von [[Freyr]]). Oft werden die Riesen von den Göttern durch eine List betrogen. Viele von ihnen sterben durch [[Mjöllnir]], Thors [[Hammer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HG&amp;quot;&amp;gt;Herbert Gottschalk: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Mythologie&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelm Heyne Verlag, München 1993, S. 397–398, ISBN 3-453-06530-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mauern Asgards ==&lt;br /&gt;
Ein namentlich nicht erwähnter Hrimthurse soll der Erbauer der [[Mauer]]n von [[Asgard (Mythologie)|Asgard]] sein. Für die Fertigstellung der Baumaßnahmen forderte er [[Freya]] zur Frau sowie [[Sonne]] und [[Mond]] als Geschenk von den Asen. Diese aber, listig und dem [[Täuschung|Betrug]] zugeneigt, stellten die Bedingung, den Bau in sechs Monaten zu bewerkstelligen. Als es schien, dass der Riese dies schaffen könne, verführte [[Loki]], in Gestalt einer [[Stute]], [[Svadilfari]], das [[Pferde|Pferd]] des Riesen, das diesem bei seiner Arbeit half. Aus dieser Verbindung entstand der achtbeinige Hengst [[Sleipnir]], den Loki [[Odin]] zum Geschenk machte. Durch diese List Lokis wurde die Arbeit nicht [[termin]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gerecht abgeschlossen, und die Asen verweigerten dem Riesen[[baumeister]] den zugesagten [[Arbeitsentgelt|Lohn]]. [[Wut|Wütend]] über diese List der Götter, gab er sich als Hrimthurse zu erkennen und wurde sogleich von Thor mit seinem Hammer ([[Mjöllnir]]) erschlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|24|602|607|Riesen|Leander Petzoldt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hrimthurse| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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