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	<title>Hotzenwald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; empty-cells:show; width:250px; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em; background:#EBE085;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:smaller&amp;quot;| [[Datei:Hotzenwald Region.gif|250px|zentriert|Region Hotzenwald – engere und weitere Definition hervorgehoben]]&lt;br /&gt;
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|Land: || [[Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Landkreise: || [[Landkreis Waldshut|Waldshut]], [[Landkreis Lörrach|Lörrach]]&lt;br /&gt;
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|Region: || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hotzenwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Region Hotzenwald.png|mini|Topographische Karte des Hotzenwalds]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hotzenwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Landschaft]] und [[Region]] im [[Südschwarzwald]] im [[Landkreis Waldshut]]. Die Landschaft entsprach weitgehend dem [[Habsburg]]er Verwaltungsgebiet der sogenannten [[Grafschaft Hauenstein]] mit Sitz im [[Waldvogteiamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage und Topografie ==&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Landscape Ibach.jpg|mini|links|Hotzenwaldlandschaft bei Ibach]]&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Hotzenwaldes ist nicht genau definiert. Im engeren Sinn ist der Hotzenwald das südlichste Gebiet des Südschwarzwaldes, das nach Westen in etwa durch die [[Wehra]], im Norden in etwa durch den Oberlauf der [[Alb (Hochrhein)|Alb]] bei [[St. Blasien]], im Osten durch den Bergrücken zwischen Alb und [[Schlücht]] sowie im Süden durch den [[Hochrhein]] und [[Klettgau]] begrenzt wird. Diese Eingrenzung des Hotzenwaldes deckt sich in etwa mit dem Gebiet der ehemaligen [[Grafschaft Hauenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinn werden Gebiete dem Hotzenwald zugerechnet, die mit dem historisch im Südschwarzwald bedeutenden [[Kloster St. Blasien (Schwarzwald)|Kloster St. Blasien]] oder der Grafschaft Hauenstein in Verbindung standen. Hierzu gehört beispielsweise die Gemarkung von [[Gersbach (Schopfheim)]], welche im Jahr 1166 durch die Schenkung einer Kirche an das Kloster St. Blasien erstmals schriftlich erwähnt wurde und direkt nordwestlich der Wehra liegt. Weiter sind dies im Nord-Westen die Gebiete bis zum Mittel- und Oberlauf der [[Wiese (Fluss)|Wiese]] und im Osten bis zum Bergrücken zwischen Schlücht und [[Steina (Wutach)|Steina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region erstreckt sich nach beiden Definitionen überwiegend über mittlere und hohe Lagen des Südschwarzwaldes. Sie steigt vom Niveau des Hochrheins (etwa {{Höhe|300|DE-NN|link=true}}) zügig an und erreicht auf dem größten Teil der Fläche eine Höhe von 500 bis über {{Höhe|1000|DE-NN|link=false}}. Die Region fällt von den Erhebungen des Südschwarzwaldes im Norden zum Hochrhein im Süden hin ab und ist gekennzeichnet durch sonnige Hochebenen und [[Hochtal|Hochtäler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flüsse im Hotzenwald bilden im Oberlauf in der Regel ein Hochtal und schneiden in ihrem weiteren Verlauf tief in das Grundgebirge des Schwarzwaldes ein. Sie folgen dem Gefälle des Südschwarzwaldes in Nord-Süd-Richtung und münden schließlich als rechte Nebenflüsse in den Rhein. Flüsse in der Region Hotzenwald sind von Westen nach Osten Wiese, Wehra, [[Murg (Südschwarzwald)|Murg]], Alb und Schlücht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden im Kern der Region sind [[Rickenbach (Hotzenwald)|Rickenbach]], [[Herrischried]], [[Dachsberg (Südschwarzwald)|Dachsberg]] und [[Görwihl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
=== Grundgebirge ===&lt;br /&gt;
Die ältesten im Hotzenwald vorkommenden Steine sind [[Gneis]]e und [[Migmatit]]e, die im [[Paläozoikum]] entstanden. Der größte Teil des Hotzenwaldes ist das [[Granit]]land zwischen [[Bernau im Schwarzwald|Bernau]] und [[Bad Säckingen]]. Die hier vorkommenden Granitgesteine sind Untersuchungen zufolge 325 bis 335 Millionen Jahre alt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körner Geologie&amp;quot;&amp;gt;Helge Körner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Hotzenwald. Beiträge zur Natur und Kultur einer Landschaft im Südschwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; Lavori, Freiburg 2003, ISBN 978-3-935737-44-9, S. 29 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Bodenbestandteile sind [[Granitporphyr]] und [[Lamprophyr]]. Bei Laufenburg durchschnitt einst der [[Kleiner Laufen bei Laufenburg|Kleine Laufen]] das Grundgebirge, er ist heute überstaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deckgebirge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ichthyosauruswirbel.jpg|mini|Wirbelknochen eines [[Ichthyosaurier]]s, Fundort: Oberalpfen, Hotzenwald, Unterer Muschelkalk]]&lt;br /&gt;
Im östlichen und südöstlichen Hotzenwald überlagert das Deckgebirge das Grundgebirge. Die im Durchschnitt 15&amp;amp;nbsp;Meter mächtige, direkt auf dem Grundgebirge aufliegende [[Buntsandstein]]schicht ist laut Untersuchungen im Raum [[Waldshut]]/[[Dogern]] aufgegliedert in drei Teile: oben befinden sich 8 Meter [[Röt-Formation|Röttonsteine]], darunter etwa 5&amp;amp;nbsp;Meter mit [[Karneol]] gemischter [[Sandstein]] (Karneolhorizont) und ganz unten über dem Grundgebirge eine zirka 2,5&amp;amp;nbsp;Meter dicke Schicht groben [[Mühlsandstein]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körner Geologie&amp;quot; /&amp;gt; Bei [[Oberalpfen]] und Unteralpfen ist der [[Unterer Muschelkalk|Wellenkalk]] ausgewittert. In Lesesteinen finden sich zahlreiche Fossilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gletscher ===&lt;br /&gt;
Während der [[Würm-Kaltzeit]] bedeckte der Albtal[[gletscher]] den Hotzenwald von Norden her bis kurz vor Görwihl. Die Ausbreitungsgrenzen des Schwarzwaldgletschers der [[Riß-Kaltzeit]] sind heute nicht mehr genau bekannt, es ist aber davon auszugehen, dass er ebenfalls von Norden her bis vor [[Hottingen (Rickenbach)|Hottingen]] reichte. Die Funde aus der Riß-Kaltzeit stammender [[Alpen|alpiner]] Kiese lassen vermuten, dass die von den Alpen kommenden Gletscher bis nördlich von Waldshut-Tiengen reichten. Ein Zusammenstoß des Schwarzwaldgletschers und der alpinen Gletscher hat aber höchstwahrscheinlich nicht stattgefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körner Geologie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vegetation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ScheuchzeriaPalustris.jpg|mini|hochkant|Blumenbinse (&amp;#039;&amp;#039;Scheuchzeria palustris&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Nach der Eiszeit herrschte in der Hotzenwaldregion [[Tundra|Tundrenklima]]. [[Buchen]] als vorherrschende Pflanzenart können für bis zu 600&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. nachgewiesen werden. Weiterhin dienen Getreidepollen, die ebenfalls diesem Zeitraum zugeordnet werden können, als Beweis für eine erste Besiedlung des Hotzenwalds. Um 1000 n.&amp;amp;nbsp;Chr. löste die [[Fichten|Fichte]] die Buche in ihrer vorherrschenden Rolle ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EricaTetralix.jpg|mini|hochkant|links|Glockenheide (&amp;#039;&amp;#039;Erica tetralix&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Die Hoch- und Übergangs[[moor]]e vor allem im [[Ibach (Schwarzwald)|Ibach]]/[[Dachsberg (Südschwarzwald)|Dachsberger]] Bereich besitzen als Überbleibsel der Eiszeit ein reiches Vorkommen ansonsten im Schwarzwald begrenzt vorkommender Pflanzen wie [[Rosmarinheide]], [[Schlamm-Segge|Schlamm-]] und [[Wenigblütige Segge]], [[Blumenbinsen]], [[Alpen-Rasenbinse]], [[Weißes Schnabelried]] oder [[Alpenlattich]]. Der europäische [[Siebenstern]] hat im Hotzenwald ein verstärktes Vorkommen, die [[Glockenheide]] ihr einziges natürliches Vorkommen im gesamten süddeutschen Raum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körner Landschaftskunde&amp;quot;&amp;gt;Helge Körner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Hotzenwald. Beiträge zur Natur und Kultur einer Landschaft im Südschwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; Lavori, Freiburg 2003, ISBN 978-3-935737-44-9, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem in der ersten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde durch forstliche Versuche zur Entwässerung die Anzahl der Moore drastisch gesenkt. Daher wurden einige Moore im Hotzenwald zu [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebieten]] erklärt, im Jahr 1998 waren es zehn Stück. Darüber hinaus wird versucht, ehemalige Moore wieder zu regenerieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wälder im Ibach/Dachsberger Bereich sowie der Oberwald bestehen hauptsächlich aus [[Tannen]], Buchen und Fichten. In den abflussarmen Wannen werden diese durch Moore oder Fichtenwälder unterbrochen. In der zweiten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wandelten sich einige Hochweiden in Fichtenwälder. Ebenfalls in dieser Zeit wurde mit der Aufforstung der steilen Talschlüsse, Hänge und ungenutzter Talwiesen begonnen. Dahingegen wurde der Vorwald-Terrassenhang überwiegend abgerodet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Hochweiden besitzt der [[Flügelginster]] eine vorherrschende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
Der Hotzenwald gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten des Schwarzwaldes. Nördlich des Todtmooser Bereichs schlug es in den Jahren 1891 bis 1930 im Durchschnitt jährlich rund 2000&amp;amp;nbsp;mm nieder, in den Höhenlagen des Herrischrieder Bereichs 1800&amp;amp;nbsp;mm. In der Rickenbacher Region schlug es im Durchschnitt nur noch 1300&amp;amp;nbsp;mm nieder. Im unterhalb des Hotzenwalds liegenden St. Blasien regnete es etwa 1400&amp;amp;nbsp;mm im Jahr. Das Ibacher Gebiet rangiert auch bei der Anzahl der Tage mit mehr als 10&amp;amp;nbsp;mm Niederschlag obenauf, im Durchschnitt sind es 70&amp;amp;nbsp;Tage im Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körner Landschaftskunde&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lufttemperatur der Gebiete bei 1000–1100&amp;amp;nbsp;m.&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;NN liegt im Jahresdurchschnitt bei 5–5,5&amp;amp;nbsp;°C. Auch in den Talmulden in etwa 700&amp;amp;nbsp;m.&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;NN Höhe beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur nur rund 6,0&amp;amp;nbsp;°C. Erst die Vorwaldterrassenhänge auf etwa 500&amp;amp;nbsp;m Höhe erreichen im Jahresschnitt 8,0&amp;amp;nbsp;°C, die auf 350&amp;amp;nbsp;m sogar 8,9&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittliche Anzahl der Tage mit [[Schnee]]decke liegt im Ibach/Dachsberger Bereich zwischen 120 und 140, im Hohen Hotzenwald sind es noch 100&amp;amp;nbsp;Tage. Die größten Schneehöhen schwanken zwischen 80&amp;amp;nbsp;und&amp;amp;nbsp;100&amp;amp;nbsp;Zentimetern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigen [[Nebel]] im [[Hochrhein]]tal (an 40&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;95&amp;amp;nbsp;Tagen im Jahr) steigen selten über 700&amp;amp;nbsp;m hinaus. Erst über 1000&amp;amp;nbsp;m steigen die Nebeltage wieder stark auf 90&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;160 jährlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körner Landschaftskunde&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte des Hotzenwalds}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Dom St. Blasien frontal view.jpg|mini|Dom und ehemalige Klosterkirche in St. Blasien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Hotzenwald war als &amp;#039;&amp;#039;[[Grafschaft Hauenstein]]&amp;#039;&amp;#039; vor 1806 Teil [[Vorderösterreich]]s und somit Hoheitsgebiet des [[Habsburg|Hauses Habsburg]], wie auch die vier [[Waldstädte]] am Hochrhein – Rheinfelden, Säckingen, Laufenburg, Waldshut – und das [[Kloster St. Blasien (Schwarzwald)|Kloster St.&amp;amp;nbsp;Blasien]]. Die Stadt Waldshut war der Verwaltungsmittelpunkt, dort saß der Waldvogt im [[Waldvogteiamt]]. Merk schreibt in seiner Abhandlung folgendes zur Frühgeschichte des Hotzenwalds: „Das Land, wo diese Einung bestand, ist der südöstliche Theil des Schwarzwaldes, und gehörte in den ältesten Zeiten zum marcianischen Walde, der seinen Namen wohl nicht vom Mars, wie einige annehmen, sondern von den [[Markomannen]] erhielt, welche in dieser Gegend als Nachbarn der [[Rauriker|Rauracher]], Tulinger, und [[Latobiker|Latobringer]] wohnten und [[Marbod]], nach einigen drohenden Bewegungen gegen [[Gallien]], sich plötzlich vom [[Rhein]]e hinwegwendend, in das Land der [[Boier|Bojer]] wanderten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Merk: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Ursprungs, der Entwickelung und Einrichtung der hauensteinischen Einung im Mittelalter,&amp;#039;&amp;#039; in: Karl Heinrich Ludwig Poelitz: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuecher der Geschichte und Staatskunst,&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;2, Leipzig 1833.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere die weitgehende, frühe und demokratische Selbstverwaltung der Grafschaft Hauenstein sowie die [[Salpetererunruhen]] oder &amp;#039;&amp;#039;Salpetererkriege&amp;#039;&amp;#039; werden heute mit dem Hotzenwald assoziiert. Diese Ereignisse bezeichnete Scheffel einst als „fossil gewordener [[Bauernkrieg]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Scheffels Werke,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Leipzig 1917, S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine für die Region typische Form des Bauernhauses war das [[Hotzenhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Wehr - Hornbergbecken.JPG|mini|Das Hornbergbecken]]&lt;br /&gt;
In der Zeit, als sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hotzenwald&amp;#039;&amp;#039; im Sprachgebrauch etablierte, verlor die Region den Anschluss an die wirtschaftliche Entwicklung, im Wesentlichen durch den Bau der [[Bahnstrecke Mannheim–Basel|Rheintalbahnlinie]]. Die Bergwerke im Hotzenwald sowie die Eisenhütten und -schmieden am Hochrhein wurden unrentabel. Die Holzwirtschaft und Köhlerei im Hotzenwald (aber auch anderswo) verlor ihren Absatzmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Mai 1903 wurde die [[Stromabsatzgenossenschaft Waldelektra]] zum Antrieb von Maschinen, vor allem Webstühle, der [[Hotzenwälder Hausindustrie]] gegründet. Den Strom lieferte das [[Altes Wasserkraftwerk Rheinfelden|Kraftwerk Rheinfelden]]. Die Ausführung des Leitungsnetzes wurde der [[AEG]] übertragen. Mit dem Kraftwerk wurde ein Liefervertrag für Drehstrom mit 6000 Volt verketteter Spannung auf 10 Jahre abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Leopold Döbele, &amp;#039;&amp;#039;Die Hausindustrie des Hotzenwaldes&amp;#039;&amp;#039;, 1929, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region entwickelte sich, unter anderem auch aufgrund der hier vorherrschenden [[Realteilung]], zu einem &amp;#039;&amp;#039;Armenhaus&amp;#039;&amp;#039; in Süddeutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg legte das Land [[Baden-Württemberg]] ein &amp;#039;&amp;#039;Hotzenwaldprogramm&amp;#039;&amp;#039; auf, das die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und die touristische Entwicklung förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Hornbergbecken]] ermöglicht durch die topographischen Gegebenheiten eine mittlere Fallhöhe des Wassers von 625&amp;amp;nbsp;m zur Stromerzeugung, bevor dieses in die [[Wehratalsperre]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Namens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Joseph Victor von Scheffel, 1867.jpg|mini|Joseph Victor von Scheffel]]&lt;br /&gt;
Den Begriffen &amp;#039;&amp;#039;Hotzenwald&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Hotz]]&amp;#039;&amp;#039; liegen wahrscheinlich die &amp;#039;&amp;#039;[[Hotzen]]&amp;#039;&amp;#039; genannten Pluderhosen der [[Grafschaft Hauenstein|hauensteinischen]] Volkstracht zugrunde. Eine konzentrierte Erörterung der verschiedenen Deutungsvorschläge findet sich im &amp;#039;&amp;#039;[[Badisches Wörterbuch|Badischen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Badisches Wörterbuch,&amp;#039;&amp;#039; Band II, Seite 779, unter &amp;#039;&amp;#039;Hotz I&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Hotzenwald&amp;#039;&amp;#039; findet sich erstmals 1848 bezeugt, als der anonyme Schreiber «Hans Guckinofe am Cholweg» in seiner anlässlich der [[Badische Revolution|Badischen Revolution]] in Hotzenwälder Mundart verfassten Revolutionsschrift &amp;#039;&amp;#039;Na Büachli für d’Hauesteiner&amp;#039;&amp;#039; den „Hotzawald“ erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.badische-zeitung.de/goerwihl/erste-nennung-schon-1848--121741312.html &amp;#039;&amp;#039;Erste Nennung schon 1848. Der Begriff Hotzenwald tauchte erstmals in einem Buch eines Hauensteiner Revoluzzers auf.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Badische Zeitung]], 9.&amp;amp;nbsp;Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Guckinofa: &amp;#039;&amp;#039;Na Büachli für d&amp;#039;Hauensteiner über Republik, Regilion und andere Sacha&amp;#039;&amp;#039;, ca. 1848 [https://rds-blb.ibs-bw.de/link?kid=1405722304 Katalog der BLB Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere frühe Nennung als „Hozzenwald“ erfolgt 1864 in der 4.&amp;amp;nbsp;Auflage von [[Joseph Victor von Scheffel]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Trompeter von Säckingen&amp;#039;&amp;#039;. 1887 spricht der Heidelberger Wirtschaftshistoriker [[Eberhard Gothein]] in einem Vortrag 1887 vom „Hotzenwald“,&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Gothein: &amp;#039;&amp;#039;Die Naturbedingungen der kulturgeschichtlichen Entwicklung in der Rheinebene und im Schwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; In: Verhandlungen des siebenten deutschen Geographentages zu Karlsruhe am 14., 15. und 16. April 1887, Berlin 1887, S. 71 [https://books.google.de/books?id=-B5NAAAAIAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA71 Google-Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; womit der Begriff auch von der Wissenschaft aufgenommen worden ist. Als „Hotzenland“ hingegen wird die Region in &amp;#039;&amp;#039;[[Andrees Allgemeiner Handatlas|Andrees Handatlas]]&amp;#039;&amp;#039; 1881 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Hotzen&amp;#039;&amp;#039; für die Bewohner dieser Berglandschaft wird erstmals im Jahre 1833 fassbar, als [[Joseph Merk (Politiker)|Joseph Merk]] in einem Aufsatz über die Geschichte der Hauensteinischen Einung im Mittelalter von den &amp;#039;&amp;#039;Hotzen&amp;#039;&amp;#039; schreibt: „So nannte man die Waldleute spottweise wegen ihrer [[Pluderhose]]n.“&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Merk: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Ursprunges, der Entwicklung und Einrichtung der Hauensteinischen Einung im Mittelalter,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher der Geschichte und Staatskunst,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, hrsg. v. Karl Heinrich Ludwig Pölitz, Leipzig 1833, S. 154.[https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10770285?page=166,167 Digitalisat der BSB München]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits in dem ersten Werk über die Salpeterer-Unruhen, welches Pfarrer Joseph Lukas Meyer aus Gurtweil um 1810 geschrieben hatte und das erst nach seinem Tod 1821 im Jahre 1834 in Druckform herausgegeben wurde, werden die „Hotzen vom Schwarzwalde“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Lukas Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Salpetrer &amp;lt;!--sic!--&amp;gt;auf dem süd-östlichen Schwarzwalde,&amp;#039;&amp;#039; hrsg. und mit einer Biographie des Verfassers, so wie mit einem Nachtrage zur Geschichte der Salpetrer&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; versehen v. Heinrich Schreiber, Freiburg/Brsg 1837, S.&amp;amp;nbsp;29&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Hotzen&amp;#039;&amp;#039; wird 1853 auch im oben erwähnten Werk von Joseph Victor von Scheffel benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Scheffels Werke,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4 Leipzig 1917, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Traditionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirner Hotzen Tracht.jpg|mini|[[Johann Baptist Kirner]]: Preisverleihung in einer Hotzenwälder Bauernstube, [[Kunsthalle Karlsruhe]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hotzenwälder Tracht}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Tradition des Hotzenwaldes gehört die [[Tracht (Kleidung)|Tracht]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Bader]]: &amp;#039;&amp;#039;Badische Volkssitten und Trachten&amp;#039;&amp;#039;, Karlsruhe 1843, S. 8–13 [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/1040053 online bei der Badischen Landesbibliothek.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird diese Tradition noch in [[Trachtenverein]]en und -kapellen gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Beck: &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik vom Höchenschwander Berg.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Edition Isele, Eggingen 1990, S. 105 ff.&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Cornelia Bischoff; Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wälder, Weiden, Moore. Naturschutz und Landnutzung im Oberen Hotzenwald.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Regionalkultur, Heidelberg 2004, ISBN 978-3-89735-268-1.&lt;br /&gt;
* [[Otto Gruber]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bauern- und Ackerbürgerhäuser. Eine bautechnische Quellenforschung zur Geschichte des deutschen Hauses.&amp;#039;&amp;#039; Braun, Karlsruhe 1926.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Hansjakob]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Salpeterer, eine politisch-religiöse Sekte auf dem südöstlichen Schwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; Zimmermann, Waldshut 1867.&lt;br /&gt;
* Günther Haselier: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Hotzenwalds.&amp;#039;&amp;#039; Schauenburg, Lahr 1973.&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wolfgang Hug: &amp;#039;&amp;#039;Im Hotzenwald – Kultur- und Naturführer.&amp;#039;&amp;#039; Schillinger, Freiburg 2001, ISBN 978-3-89155-266-7.&lt;br /&gt;
* Helge Körner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Hotzenwald. Beiträge zur Natur und Kultur einer Landschaft im Südschwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; Lavori, Freiburg 2003, ISBN 978-3-935737-44-9.&lt;br /&gt;
* Thomas Lehner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Salpeterer. „freie, keiner Obrigkeit untertane Leut’ auf dem Hotzenwald“.&amp;#039;&amp;#039; [[Wagenbach Verlag|Wagenbach]], Berlin 1977, ISBN 3-8031-2036-5.&lt;br /&gt;
* [[Emil Müller-Ettikon]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Salpeterer. Geschichte eines Freiheitskampfes auf dem südlichen Schwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; Schillinger, Freiburg 1979, ISBN 3-921340-42-X.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Metz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Landeskunde des Hotzenwalds. Mit Exkursionen, besonders in dessen alten Bergbaugebieten.&amp;#039;&amp;#039; Schauenburg, Lahr 1980, ISBN 3-7946-0174-2.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Günther Reichelt]] |Titel=Quartäre Erscheinungen im Hotzenwald zwischen Wehra und Alb |Sammelwerk=[[Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg]] |Band=50 |Datum=1960 |Seiten=57–127 |DNB=480950903 |Kommentar=zugleich Dissertation, naturwissenschaftlich-mathematische Fakultät der Universität Freiburg |Online={{ZOBODAT/URL|pdf/Berichte-naturf-Ges-Freiburg-Br_50_0057-0127.pdf}} |Format=PDF |KBytes=6477 |Abruf=2023-04-22}}&lt;br /&gt;
* Sandhya Hasswani: &amp;#039;&amp;#039;Sagenhafter Hotzenwald.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Reinhardt Verlag, Basel 2020, ISBN 978-3-7245-2419-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der rätselhafte Hotzenwald.&amp;#039;&amp;#039; Reise-Sendung, Deutschland, 2009, 28 Min., Produktion: [[SWR]], Reihe: [[Fahr mal hin]], Erstsendung: 6. Oktober 2009, [http://www.swr.de/fmh/-/id=100722/nid=100722/did=5304156/3qatig/index.html Inhaltsangabe] vom SWR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Hotzenwalds]]&lt;br /&gt;
* [[Oberer Hotzenwald]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hotzenwald-schwarzwald.de/ Touristische Website des Hotzenwalds]&lt;br /&gt;
* [https://www.freiburg-schwarzwald.de/hotzenwald.htm Hotzenwald zwischen Hochrhein und Hochschwarzwald]&lt;br /&gt;
* [http://www.hotzenwald-life.de/ Oberer Hotzenwald - eine der besonders geschützten Natur-Regionen Europas.] [[Regierungspräsidium Freiburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4025938-9|LCCN=sh/85/62513|VIAF=242070858}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Hotzenwald| ]]&lt;br /&gt;
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