<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hotzenhaus</id>
	<title>Hotzenhaus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hotzenhaus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hotzenhaus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T21:04:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hotzenhaus&amp;diff=437105&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hotzenhaus&amp;diff=437105&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-17T02:39:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hotzenhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hotzenhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eines der typischen [[Schwarzwaldhaus|Schwarzwaldhäuser]], wie sie besonders im [[Hotzenwald]] im südlichen [[Schwarzwald]] in vergangenen Jahrhunderten Verwendung fanden. Das Hotzenhaus ist ein Eindachhaus, das heißt, das ganze Wohnhaus und das Ökonomiegebäude – die Stallungen und die Scheune – sind alle unterer einem einzigen Dach vereint. Menschen, Tiere, das Erntegut, die Werkzeuge so wie das übrige ganze Hab und Gut der Bewohner verbergen sich unter der mächtigen Dachkonstruktion. Erhaltene Hotzenhäuser sind der [[Freilichtmuseum Klausenhof|Klausenhof]] in [[Herrischried]] und das [[Zechenwihler Hotzenhaus]] in [[Niederhof (Murg)|Murg-Niederhof]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Oberholzer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.geschichtsverein-hochrhein.de/indexa.htm?hochrhein-suedschwarzwald/jahrgang-2006/hotzenhaus-zechenwihl.htm Das letzte traditionelle Hotzenhaus]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Herrischried - Museumshof (1).JPG|mini|Klausenhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion ==&lt;br /&gt;
Charakteristisch für das Hotzenhaus ist die [[Firstsäule]] und der rund um das Haus geführte Umgang, das sogenannte Schild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dach ==&lt;br /&gt;
Das traditionelle [[Walmdach]] ist als Schutz vor der Witterung bis tief zum Erdboden heruntergezogen. Im Gegensatz zum Schwarzwälder [[Vogtsbauernhof]] steht das Hotzenhaus meist parallel zum Hang. Das Haus hatte ursprünglich auch keinen [[Kamin]], der Rauch der ursprünglich noch offenen Feuerstelle passierte die Rauchkammer, räucherte dabei ganz nebenbei das dort aufgehängte Fleisch, den Schinken, Würste und Speck und stieg durch die Decke zum Dachboden, dort trocknete er zusätzlich noch das gelagerte Heu und hielt nicht zuletzt auch noch das Holz der Dachkonstruktion über Jahrhunderte vor Holzpilzen und anderen Schädlingen konserviert. Durch das Stroh der Dachhaut entwich der abgekühlte Rauch großflächig nach außen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das änderte sich allerdings wesentlich im 19. und 20. Jahrhundert, als in den meisten Häusern langsam aber sicher Küchenherde und auch [[Kachelofen|Kachelöfen]] eingebaut wurden, der Rauch durch den [[Kamin]] kanalisiert wurde. Zusätzlich wurde so manches Walmdach mit [[Giebel]] ausgestattet, um so im oberen Stockwerk zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen. Stroh als Dachbedeckung wurde durch Schindeldächer oder später auch durch viel schwerere Ziegelsteine ersetzt. Deshalb musste meist die Balkenkonstruktion nachträglich verstärkt werden, denn der [[Winddruck]] kann auf den Schwarzwaldhöhen sehr hoch sein. Die ältere Walmdachform bot dem Wind wohl am wenigsten Angriffsfläche, wenn zusätzlich die Schmalseite des Hauses der [[Wetterseite]] zugewandt war und auch dem Haus nahe stehende Bäume selbst noch als Windbrecher halfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Alltagsarbeit des Bauern ein wenig zu erleichtern, kann in den meisten Schwarzwaldhäusern mit der Ernte auf einer Rampe bis ins Dachgeschoss, dem Heustock eingefahren werden, die Hanglage macht solche Konstruktion oft noch wesentlich leichter möglich. Das Tierfutter und [[Tiereinstreu|Einstreu]] konnten so von oben direkt in den Stall eingeworfen werden, der Misthaufen (Miststock) stand unmittelbar vor dem Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beheizung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Murg Murg-Niederhof Zechenwihler Hotzenhaus Hotzenwaldstraße 87.jpg|mini|Zechenwihler Hotzenhaus]]&lt;br /&gt;
Nur in der [[Rauchküche]] wurde zum Kochen und heizen gefeuert, von hier wurde später auch noch der Kachelofen in der Stube – das Ess- und Wohnzimmer, im Winter aber hauptsächlich auch das wichtige Arbeitszimmer (die [[Heimarbeit]] musste die Bauernfamilien miternähren), beheizt. Die Schlafkammern im Obergeschoss bekamen durch die dünne Holzdecke mit zahlreichen Fugen von der Wärme ihren Anteil, nicht selten nutzte man entsprechend auch die aufsteigende Wärme von den Tieren im Stall. Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Schild&amp;#039;&amp;#039;, ein Gang zwischen Außenwand und Wohnbereich, diente als zusätzliche Isolation und Wetterschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/zegk/iek/forschung/hotzenhaus.html | titel=Bauaufnahme Zechenwihler Hotzenhaus | zugriff=2010-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://vogts.land-in-sicht.com/index.php?%2Flayout%2Fset%2Fpopup%2Fmedia%2Fimages%2Frundgang__1%2Fhotzenwaldhaus_von_1756%2F%28bild%29%2F0 |titel=Hotzenwaldhaus von 1756 / Rundgang / Images - Freilichtmuseum Vogtsba… |datum=2013-01-27 |abruf=2020-05-11 |archiv-url=https://archive.today/20130127172619/http://vogts.land-in-sicht.com/index.php?/layout/set/popup/media/images/rundgang__1/hotzenwaldhaus_von_1756/(bild)/0 |archiv-datum=2013-01-27 |offline= |archiv-bot=2022-11-16 04:39:27 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen ihrer stabilen und praktischen Einfachheit und Robustheit wurden die charakteristischen Hotzenhöfe gerne auch außerhalb des Hotzenwaldes gebaut, bei aller Bescheidenheit waren es trotzdem keine Sitze für Kleinhäusler, sondern eher stolze Höfe (Hotzenhof). Die karge Berglandwirtschaft brachte erst in der Ergänzung durch Heimarbeit und Handwerk (Holzbearbeitung, Textil) einen bescheidenen Wohlstand, das Erbrecht (jeweils nur der jüngste Sohn erbte den Hof) verhinderte die fortlaufende Aufteilung der Güter. Diese Bauernhäuser standen stolz und einsam mitten in der Landschaft und zum nächsten Nachbar war es oft weiter als man sehen konnte. Die älteren Geschwister wanderten entweder aus oder blieben als [[Knecht]]e und [[Magd|Mägde]] am Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben der Bauern ==&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den [[Alpen|hochalpinen]] [[Bergbauer]]n in der [[Schweiz]], [[Vorarlberg]] und [[Tirol]] und lebten die Schwarzwälder Bergbauern im relativen [[Wohlstand]], so dass sie sich während des Sommers noch die Bergbauernkinder als billige Hilfsarbeitskräfte leisten konnten ([[Schwabenkinder]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aufkommende Tourismus und die fortschreitende Industrialisierung im 19. Jahrhundert veränderten auch im Schwarzwald zunehmend den Lebensstil und damit auch die Architektur der Häuser im Schwarzwald. Das Hotzenhaus, das einmal eine gewisse Wirtschaftskraft und damit auch einen bescheidenen relativen Wohlstand in deren Umgebung repräsentierte, wurde entweder angepasst und umgebaut oder mit der Zeit zum heruntergekommenen Armenhaus. Die wenigen bis heute verbliebenen authentischen Hotzenhöfe sind entweder Heimatmuseen oder drohen zu verfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsabgrenzung ==&lt;br /&gt;
Der weit verbreitete Familienname [[Hotz]] (oder Hotze) wurde früher oft auch den Hofbewohnern gegeben, deren Häuser (oder Höfe) dann anderswo wieder als Hotzenhäuser (oder Hotzenhöfe) benannt wurden, ohne gerade genau so sein zu müssen, wie es einst die ursprünglichen Schwarzwaldhäuser aus dem Hotzenwald waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ilef.ch/a_z/begriff.html?content.word_id=113&amp;amp;SID=5 |titel=- Stadt Illnau-Effretikon |datum=2013-01-15 |abruf=2020-05-11 |archiv-url=https://archive.today/20130115174728/http://www.ilef.ch/a_z/begriff.html?content.word_id=113&amp;amp;SID=5 |archiv-datum=2013-01-15 |offline= |archiv-bot=2022-11-16 04:39:27 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zechenwihler Hotzenhaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Fasolin, Florian Rauch: &amp;#039;&amp;#039;In Stein verpackter Holzbau. Am Hotzenhaus in Zechenwihl ist die Entwicklung dieses Haustyps beispielhaft ablesbar.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, 39. Jg. 2010, Heft 1, S. 38–43 ([http://www.denkmalpflege-bw.de/fileadmin/media/publikationen_und_service/nachrichtenblaetter/2010-01.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* Lohrum, Burghard: Firstständer und Schild. Zwei uralte Merkmale des südlichen Schwarzwaldhauses. In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege in Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, 43. Jg. 2014, Heft 2, S. 132–136. ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/viewFile/14881/8759 PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zechenwihler-hotzenhaus.de/ Verein zur Erhaltung des Zechenwihler Hotzenhauses e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Landwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Wohngebäude)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Fachwerk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Schwarzwald|*]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>