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	<title>Hot Club Leipzig - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T03:27:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hot_Club_Leipzig&amp;diff=1917695&amp;oldid=prev</id>
		<title>185.109.154.49 am 18. März 2025 um 04:59 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-18T04:59:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hot Club Leipzig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HCL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein überregional bekannter informeller [[Jazzclub]] in [[Leipzig]], der in den [[1930er]] Jahren von [[Kurt Michaelis]] („Hot-Geyer“) initiiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Club hatte kein festes Clublokal; man traf sich nach vorheriger Verabredung im Stamm-Cafe in einer der Wohnungen der Interessierten und hielt dort die Jazzabende ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Oft traf man sich im „Geyer-Horst“, wie die [[Gohlis (Leipzig)|Gohliser]] Wohnung von Kurt Michaelis unter den Freunden hieß oder ab Ende 1938 bei „Goethe-Papa“ [[Franz Neubert]], dem Vater des Schlagzeugers „Teddie“ [[Frohwalt Neubert]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Mitglieder hatten einen Spitznamen (Nickname), das gehörte zum Stil der Zeit und stellte sich später als großer Vorteil heraus. Der am Nebentisch sitzende [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Spitzel kannte die Klar-Namen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WikiHCL0101.png|miniatur|Hot Club Leipzig,&amp;lt;br /&amp;gt;Frühe Mitglieder 1937]]&lt;br /&gt;
Die Jazz-Freunde versammelten sich an sogenannten „blauen Montagen“ um ein mit der Aufziehkurbel zu bedienendes Koffergrammophon und hörten amerikanische, britische und deutsche [[Jazz]]-Aufnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Treffen hatten etwas Rituelles an sich: Jacketts und Krawatte waren als Kleidung vorgeschrieben, Tee und Kekse wurden gereicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin knüpften die Mitglieder Kontakte zu Hot Clubs und Jazzbegeisterten in anderen Städten und Ländern. Einige Mitglieder fuhren bereits 1930 nach [[Berlin]], in das deutsche Mekka des Jazz, um die Kapellen von [[Dajos Béla]] und [[Lud Gluskin]] zu erleben. Zwei Jahre später war ein Auftritt von [[Louis Armstrong]] in [[London]] ihr Ziel. 1934 besuchten sie London zum zweiten Mal, dort lernten sie Max Abrams, den Schlagzeuger von [[Jack Hylton]], kennen und auch den Plattensammler und späteren Schallplattenhändler und Schlagzeuger Carlo Krahmer, der 1936 zum Gegenbesuch nach Leipzig kam. Michaelis selbst korrespondierte auch mit [[Leonard Feather]], der die Nachrichten über die zunehmende Unterdrückung des Jazz in Deutschland im &amp;#039;&amp;#039;[[Melody Maker]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte, und mit amerikanischen Plattensammlern wie [[Ross Russell (Musikproduzent)|Ross Russell]], so dass die Mitglieder des Hot Club auch über aktuelle Konzerte, etwa das [[The Famous Carnegie Hall Concert 1938|Carnegie Hall Concert 1938]] von [[Benny Goodman]] durch briefliche Mitteilungen informiert waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael H. Kater: &amp;#039;&amp;#039;Gewagtes Spiel&amp;#039;&amp;#039;, S. 152ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Herrschaft galten die Aktivitäten des HCL als illegal. Aus den Kreisen des HCL gingen später namhafte Jazz-Größen wie [[Jutta Hipp]] hervor. Zu den Mitgliedern des HCL gehörten (in der zeitlichen Reihenfolge ihres Kommens):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WikiHCL0102.png|miniatur|Hot Club Leipzig,&amp;lt;br /&amp;gt;Session at R.C. Sport Club 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kurt Michaelis]] („Hot-Geyer“), „Fiddlin’ Joe“ Joachim Frommann, Stefan Krywes, Scheer, Klude, Robert Schramm, „Teddie“ [[Frohwalt Neubert]] – Drums, „Schütterfürst“, „Rhythm-Doc Salm“, Joachim Leipziger, Georgie Catsaros, [[Roger Rossmeisl|Cliff Rossmeisl]], Lutz Warschauer, Peter Fuchs, „Herby“ Herbert Becke – Bass, „Ibse“ Hans Gross, Siggi Michel, Ingfried Henze, H. J. Beugel, Lammy Sathoff, [[Maria Becke-Rausch]], [[Jutta Hipp]], „Wespe“ Hertha Thomas, Willi Lichtinger, Gerhardt Wienstroht, Charlie Rohmann, „Bienenkorb“ Eva Landmann, Evi Stampa, Pfeifer, Tom Haller, „Pee Wee“ Morell-Bohrmann, „Kuli“ Schmidt, [[Roger Rossmeisl]], Hans Krayer, Dieter Jörs, [[Rolf Wiedemann]] – Alt, Werner Tautz&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brillant-musik.de/Textframes/home.html Brilliant-Musik Werner Tautz]&amp;lt;/ref&amp;gt; – Piano, [[Rolf Kühn (Musiker)|Rolf Kühn]] – Clar., Albert Leyko – Tenor, Herbert Beck – Tenor, Herzog – Bass, Erling Corneliussen – Tenor, Alf Corneliussen – Posaune+Piano, Wolfgang Doleys – Guitar, „Tom“ [[Thomas Buhé]] – Guitar, [[Walter Eichenberg]] – Trump., [[Fips Fleischer]], Harry Passage, Rolf Keller, Götz Wagner, Wolfgang Schultz, Rolf Melzer, Wolfgang Arndt – Drums, Hans Reinhold – Trump., Dieter Resch, Rolf Cratzschik, Wolfgang Günther, Rolf Weller, Teddy Göpner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmender Dauer des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] waren immer mehr Mitglieder zum Wehrdienst eingezogen; die jungen Frauen „wurden zum stabilen Element, denn sie konnten nicht einberufen werden.“ Die Mitglieder hörten nun nicht nur Jazzplatten und die Programme der [[British Broadcasting Corporation|BBC]], sondern gründeten auch eine eigene, informelle Band, die vor allem [[Swing (Musikrichtung)|Swing]] spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael H. Kater: &amp;#039;&amp;#039;Gewagtes Spiel&amp;#039;&amp;#039;, S. 280f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1945 wurde Leipzig von amerikanischen Truppen&amp;lt;ref&amp;gt;[[2. US-Infanteriedivision#Zweiter Weltkrieg|2. Infanterie-Division]], [[:Datei:M4 burning leipzig.jpg|Brennender Panzer]]&amp;lt;/ref&amp;gt; besetzt. Nun hofften alle sich aus der Illegalität befreien und wieder richtig auch öffentlich Jazz und Swing spielen zu können. Im Ballsaal des Hotel Fürstenhof etablierte sich auch bald die erste Band. Die Freude&amp;lt;ref&amp;gt;Man erhoffte sich fürderhin unter amerikanischer Verwaltung zu stehen, mit den Russen wollte man eher nichts zu tun haben.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber währte nur kurz. Nach den Vereinbarungen der [[Konferenz von Jalta]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hierin wurde vereinbart, dass ein Teil Berlins (die Westzonen) gegen die von den Amerikanern eroberten „Ostgebiete“ „eingetauscht“ wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt; übernahm schon am 2. Juli 1945 die [[sowjetische Militäradministration]] die Herrschaft in Leipzig, die Amerikaner zogen sich nach Bayern zurück, einige Musiker des Hot-Club folgten sogleich oder etwas verzögert, um in den Clubs der Amerikaner aufzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Hot Clubs in Deutschland formierte sich in den 1950er Jahren die [[Deutsche Jazz Föderation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Julius Becke: &amp;#039;&amp;#039;Really the Blues. Eine Jugend 1927–1948.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Rainer Bratfisch: &amp;#039;&amp;#039;Freie Töne. Die Jazzszene in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Ch. Links, Berlin 2005.&lt;br /&gt;
* [[Michael H. Kater]]: &amp;#039;&amp;#039;Gewagtes Spiel. Jazz im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 1995.&lt;br /&gt;
* J. Kurz: &amp;#039;&amp;#039;„Swinging Democracy“. Jugendprotest im 3. Reich&amp;#039;&amp;#039; (Geschichte der Jugend, Bd. 21.) Münster 1995.&lt;br /&gt;
* D. Peukert: &amp;#039;&amp;#039;[[Edelweißpiraten]], Meuten, Swing. Jugendsubkulturen im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Huck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sozialgeschichte der Freizeit&amp;#039;&amp;#039;. Wuppertal 1980, S.&amp;amp;nbsp;307–327.&lt;br /&gt;
* Bernd Polster (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Swing Heil. Jazz im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1989.&lt;br /&gt;
* F. Ritter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler und die Liebe zum Swing – Erinnerungen und Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1994.&lt;br /&gt;
* E. Stiller: &amp;#039;&amp;#039;Von „Swing“ bis „Edelweiß“. Lebenswelten von Jugendlichen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Lernen. Sammelband Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Velber 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www2.hu-berlin.de/fpm/popscrip/themen/pst08/Hoffmann.htm |text=Die Geschichte der Hot Clubs |wayback=20070705150627}}&lt;br /&gt;
* Sandra Müller, Julika Stark: {{Webarchiv |url=http://www.praxisgeschichte.de/unterricht/pdfs/mystery.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Heinz, Fritz, das Geschenk und andere Verdächtige „Jugend im Nationalsozialismus“ als Mystery&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070811050946}} (PDF)&lt;br /&gt;
* [http://www.zmo.de/biblio/nachlass/hoepp/1_21_80.pdf »Kultur« In der Berliner Kulturszene der dreißiger Jahre spielten …] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Swing-Jugend|Die Swing-Jugend]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturelle Organisation (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Jazz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet in den 1930er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Leipzig)]]&lt;/div&gt;</summary>
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