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	<title>Horst Sanmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:03:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Horst_Sanmann&amp;diff=1441888&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernhard Diener: /* Familie */ + Grabort (eigene Recherche)</title>
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		<updated>2025-08-05T18:36:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Familie: &lt;/span&gt; + Grabort (eigene Recherche)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horst Sanmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Dezember]] [[1927]] in [[Hamburg-Altona|Altona a.d.Elbe]]; † [[27. August]] [[2008]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Ökonom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Krieg und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Horst Sanmann, Sohn des Kutschers und Lastwagenfahrers Alwin Sanmann und seiner Ehefrau Bertha Sanmann, geborene Klüss, war 1944 Soldat und erlitt eine [[Deutsche Kriegsversehrte im 20. Jahrhundert|schwere Verwundung]], die zum Verlust eines Beines führte. 1947 holte er das [[Abitur]] nach und studierte an der [[Universität Hamburg]] [[Volkswirtschaftslehre]]. Die Prüfung zum Diplom-Volkswirt bestand er 1950. Seine erste Bewerbung bei einer Bank scheiterte daran, dass man einen [[Kriegsversehrte]]n wegen der praktischen Unkündbarkeit nicht einstellen wollte. Ein Hamburger Unternehmen, das im Bereich des Kleiderhandels die Geschäfte tätigte, stellte ihn schließlich ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochschullaufbahn ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1951 bot ihm [[Albert von Mühlenfels]], den er als Hochschullehrer in seinem Studium kennengelernt hatte, eine Stelle als [[Wissenschaftlicher Assistent]] an der [[Universität Hamburg]] am Verkehrswissenschaftlichen Seminar an. Diese Fachrichtung führte denn auch dazu, dass Sanmann sich eingehender mit verkehrswissenschaftlichen Problemstellungen beschäftigte. Seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr.&amp;amp;nbsp;rer.&amp;amp;nbsp;pol. erlangte er 1955 mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Verkehrsstruktur der nordwesteuropäischen Seehäfen [[Antwerpen]], [[Rotterdam]], [[Amsterdam]], [[Bremen]] und Hamburg und ihre Wandlungen von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem von Mühlenfels sich vorzeitig [[Emeritierung|emeritieren]] ließ, ging Horst Sanmann auf den Vorschlag von [[Karl Schiller]] ein und nahm eine Stelle als Rektoratsassistent an. Da er aber nicht in der Wissenschaftsverwaltung seine zukünftigen Erwartungen erfüllt sah, konnte er sich über ein [[Habilitation|Habilitandenstipendium]] der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]] zwei Jahre lang auf seine [[Habilitation]] vorbereiten, die er 1964 an der Universität Hamburg am &amp;#039;&amp;#039;Institut für Verkehrswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Seeverkehrsmärkte – Grundlegung einer Ökonomie des Seeverkehrs&amp;#039;&amp;#039; erlangte und damit Privatdozent für [[Volkswirtschaftslehre]] wurde. Danach ging er 1966 kurz an die [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt]], um eine Vertretung an einem Lehrstuhl zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Jahre ===&lt;br /&gt;
Zum Wintersemester 1966/1967 nahm Sanmann einen Ruf an die [[Freie Universität Berlin]] an, wo er sich als ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre und Sozialpolitik am &amp;#039;&amp;#039;Institut für sozialpolitische Forschung&amp;#039;&amp;#039; betätigen konnte. Das Fachgebiet der [[Sozialpolitik]] bestimmte dann auch den Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeiten. In Berlin hatte er einige für ihn aufschlussreiche wissenschaftliche Kontakte, so zu [[Helmut Arndt (Ökonom)|Helmut Arndt]] und seiner Theorie des Marktes im Rahmen der [[Mikroökonomie]], zu [[Wolfram Fischer]], zu [[Carl Föhl]] und zu [[Andreas Paulsen]], der eine &amp;#039;&amp;#039;Neue Wirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039; konzipierte. Gleichzeitig wurde er Zeuge und Betroffener der [[Deutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre|Studentenunruhen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung einer [[Gruppenuniversität]] lehnte er entschieden ab. In der Studentenbewegung sah er eine politisch motivierte Revolte, die zu einer &amp;#039;&amp;#039;roten Machtergreifung&amp;#039;&amp;#039; führen würde, wobei er die Universität unter dem Symbol &amp;#039;&amp;#039;Hammer und Sichel&amp;#039;&amp;#039; sah, wie ihn das Magazin &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; zitierte. Als Gegenwehr gründete er mit anderen Hochschulbeschäftigten Ende 1969 die &amp;#039;&amp;#039;Notgemeinschaft für eine freie Universität&amp;#039;&amp;#039;, die 1970 zum Vorläufer der Vereinigung [[Bund Freiheit der Wissenschaft]] wurde. Über die mehr als drei Jahre, die er in Berlin blieb, sagte er später, dass er sich in seinem ganzen Leben &amp;#039;&amp;#039;nicht so oft und so lange Zeiträume hindurch so übermüdet und physisch überanstrengt&amp;#039;&amp;#039; gefühlt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hamburg ===&lt;br /&gt;
Diese Entwicklungen bewogen ihn auch dazu, im Jahre 1970 nach Hamburg an die Universität zu gehen. Aber auch in Hamburg wurde er mit renitenten Studenten in seinen Vorlesungen konfrontiert. So ging er schließlich 1974 an die [[Helmut-Schmidt-Universität|Universität der Bundeswehr Hamburg]]. Von 1977 bis 1984 bekleidete er das Amt des Präsidenten der Universität. Als 1984 die Universität ihr zehnjähriges Bestehen feierte, lud er [[Helmut Schmidt]] als Festredner ein. Das verstimmte den Minister [[Manfred Wörner]] so sehr, dass er eine erneute Amtszeit von Sanmann als Präsident verhinderte. 1989 wurde er emeritiert und wurde im selben Jahr Mitglied der [[Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.jungius-gesellschaft.de/SEITEN/mitglfs2.html Mitgliederliste auf der Webseite der Jungius-Gesellschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Horst Sanmann war evangelisch, seit 1953 verheiratet mit Ingeborg Sanmann, geborene Ackermann (1926–2008), und hatte zwei Kinder. Das Ehepaar ruht auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1984: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
* 1989: [[Ehrenzeichen der Bundeswehr|Ehrenkreuz der Bundeswehr]] in Gold&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wie eine Aufwertung auf die Zahlungsbilanz wirkt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 10, 1957, S. 855–856.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kuppelproduktion im Verkehr? Ein theoretischer Fehlschluß.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Verkehrswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 34, 1963, S. 86–97.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Seeverkehrsmärkte. Grundlegung einer Ökonomik des Seeverkehrs.&amp;#039;&amp;#039; 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Daten und Alternativen der deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Ära [[Heinrich Brüning|Brüning]].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 10, 1965, S. 105–140.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der europäischen Seehäfen.&amp;#039;&amp;#039; 10 Bände. 1967 ff.&lt;br /&gt;
* mit [[Ludwig von Friedeburg]], C.-L. Furck, R. Krengel, [[Peter Christian Ludz|P.-Chr. Ludz]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Lage und Entwicklung Westberlins. Politik – Wirtschaft – Bildung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1969.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Zur Problematik der Sozialinvestitionen.&amp;#039;&amp;#039; 1970.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der Friedensforschung und Entscheidungsprobleme in der Sozialpolitik.&amp;#039;&amp;#039; 1971.&lt;br /&gt;
* mit D. Kebschull, K. Fasbender, W. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Das Argument der Diskriminierung von Exportländern, insbesondere Entwicklungsländern, durch die Frachratenpolitik der Linienschiffahrtskonferenzen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1972.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Leitbilder und Zielsysteme der Sozialpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1973.&lt;br /&gt;
* mit A. Borrmann, K. Kwasniewski, W. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Führung fremder Flaggen – Zur Frage der [[Ausflaggung]] deutscher Seeschiffe.&amp;#039;&amp;#039; Gutachten im Auftrage des Bundesministeriums für Verkehr, Hamburg 1975.&lt;br /&gt;
* mit H. Lamszus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue Technologien, Arbeitsmarkt und Berufsqualifikation.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1987.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Langfristprobleme der Sozialen Alterssicherung in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 33, 1988, S. 189–222.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Albrecht Iwersen, Egon Tuchfelft (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitik vor neuen Aufgaben – Horst Sanmann zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1993.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sanmann, Horst.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1048.&lt;br /&gt;
* Walter Habel: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist Wer?&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1993.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 2007.&amp;#039;&amp;#039; Band II. München 2007&lt;br /&gt;
* Wolfram Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf Horst Sanmann * 15. Dezember 1927 † 27. August 2008.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;freiheit der wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, Dezember 2008, S. 25.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=43800907|Titel=Hoher Einsatz|Jahr=1970|Nr=41|Kommentar=zitiert zur Lage an der FU Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119076926}} &amp;lt;!-- Titel aus Tn 105215147 werden zugeordnet --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119076926}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten der Helmut-Schmidt-Universität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119076926|LCCN=n/81/74576|VIAF=45103779}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sanmann, Horst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sanmann, Horst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Volkswirtschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Dezember 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg-Altona|Altona]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. August 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernhard Diener</name></author>
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