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	<title>Horst Michel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T06:34:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Horst_Michel&amp;diff=2867073&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;F. Peter Müller: /* Leben */ Privatunterricht</title>
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		<updated>2026-04-03T15:51:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Privatunterricht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horst Alfred Otto Michel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. September]] [[1904]] in [[Cychry (Dębno)|Zicher]]; † [[21. April]] [[1989]] in [[Weimar]]) war ein deutscher [[Formgestalter]], der die [[Produktgestaltung]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] bis zum Anfang der 1960er Jahre maßgeblich beeinflusst hat. Zwischen 1946 und 1970 war er Professor für industrielle Formgebung und Innengestaltung an der späteren [[Bauhaus-Universität Weimar|Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach einer Lehre zum [[Patroneur|Musterzeichner]] studierte Michel von 1926 bis 1929 „Dekorative Malerei“ an der [[Universität der Künste Berlin|Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Berlin]], an der er von 1933 bis 1943 als Dozent für Textil-Entwurf und Weben lehrte. Von 1929 bis 1933 arbeitete er im Atelier von [[Bruno Paul]] in Berlin. In den letzten Kriegsjahren wurde er als künstlerischer Mitarbeiter des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]] bei der Einrichtung von Ausweichquartieren eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1970 lehrte Michel als [[Professor]] für industrielle Formgebung und ab 1954 auch für Innengestaltung an der späteren Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (heute: [[Bauhaus-Universität Weimar]]). Das von ihm gegründete Institut für Innengestaltung an der Weimarer Hochschule zeichnete durch den Ministerratsbeschluss von 1954 für die gestalterische Betreuung einzelner Gebrauchsgüterindustrien verantwortlich, die in den Betrieben vor Ort von den Mitarbeitern des Instituts übernommen wurde: [[Wolfgang Dyroff]] (Möbel und Baubeschläge), [[Rudolf Großmann (Designer)|Rudolf Großmann]], [[Hellfried Lack]], [[Sigrid Kölbel]] (Teppiche und Dekostoffe), [[Heinz Melzer]] (Kachelofen, Heiz- und Kochgeräte). In der Ausstellung „neues leben – neues wohnen“ (1962) in Berlin-Fennpfuhl demonstrierte das Weimarer Institut die Möglichkeiten modernen Wohnens in der DDR mit der kompletten Einrichtung einer Dreiraum-Wohnung (Möbel, Textilien, Farbgestaltung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michel stiftete den &amp;#039;&amp;#039;Preis für hervorragende gestalterische Leistungen an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Der Preis wurde als staatliche Stiftung der DDR für den Ankauf des Lebenswerks Michels getragen. Erster Preisträger war 1984 Jochen Burhenne (* 1952).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;form + zweck&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 5/1984, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden aus dem Hochschuldienst gab er weiter privaten Unterricht. Einer seiner Schüler war der Keramiker [[Herbert Schulze (Keramiker)|Herbert Schulze.]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-16200-0345, Leipzig, Messe, Musterwohnzimmer.jpg|mini|Musterwohnzimmer auf der Leipziger Messe (1952)]]&lt;br /&gt;
Michel blieb zeitlebens den Gestaltungsmaximen des [[Deutscher Werkbund|Deutschen Werkbundes]] verpflichtet, die er trotz der schwierigen Versorgungslage und der ideologischen [[Formalismusstreit|Formalismus-Debatte]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] gestalterisch im Sinne der [[Gute Form|Guten Form]] zu realisieren versuchte. Seine Initiativen gegen den [[Kitsch]] waren ebenso legendär wie seine Merksprüche (“Wenn nur noch Gutes produziert wird, kann nichts Schlechtes mehr verkauft werden”). 1957 präsentierte sich das Weimarer Institut mit einer großen Ausstellung im Institut für Neue Technische Form auf der [[Sehenswürdigkeiten in Darmstadt#Mathildenhöhe|Mathildenhöhe in Darmstadt]] und sorgte damit für eine der äußerst seltenen deutsch-deutschen Designbegegnungen. Michel war von 1958 bis 1978 von der Vierten Deutsche Kunstausstellung bis zur VIII. [[Kunstausstellung der DDR]] in Dresden vertreten. Als Vorsitzender der Sektion Formgestaltung im [[Verband Bildender Künstler der DDR]] kuratierte er 1962 die Abteilung Angewandte Kunst der [[Kunstausstellung der DDR|V. Deutschen Kunstausstellung]]. Auswahl und Präsentation wurden durch [[Walter Ulbricht]] kritisiert, der Ausstellungskurator diskreditiert. In der Folge verlagerte sich das designpolitische Zentrum der DDR vollständig nach Berlin in das Zentralinstitut für Formgestaltung, das spätere [[Amt für industrielle Formgestaltung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde der Ehrenpromotion.jpg|mini|hochkant|Ehrenpromotion (1961)]]&lt;br /&gt;
* 1957: Goldmedaille der [[Triennale di Milano]]&lt;br /&gt;
* 1960: [[Kunstpreis der DDR]]&lt;br /&gt;
* 1961: Goldmedaille des [[Ministerium für Kultur (DDR)|Ministeriums für Kultur]] für hervorragende Formgebung&lt;br /&gt;
* 1961: Ehrendoktortitel der [[Technische Universität Dresden|Technischen Universität Dresden]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/zentrale_einrichtungen/ua/navpoints/archiv/doku/ehrendok#M |titel=Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden |hrsg=Technische Universität Dresden |archiv-datum= |zugriff=2015-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1979: [[Designpreis der Deutschen Demokratischen Republik|Designpreis der DDR]]&lt;br /&gt;
* 1981: [[Nationalpreis der DDR]] III. Klasse&lt;br /&gt;
* 1982: [[Hans-Grundig-Medaille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolf Halfeld Athenia 1939 Cover.jpg|mini|hochkant|Von Michel entworfener Umschlag einer NS-Propagandaschrift (1939)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wenn nur Gutes produziert wird, kann nichts Schlechtes mehr verkauft werden.&amp;#039;&amp;#039; Weimar, 1955 [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721214347/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Tradition“ oder „Neuheit“&amp;#039;&amp;#039; Weimar, 1956 (Gelbes Heft 2) [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721138551/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was muss zur Qualitätsverbesserung unserer Gebrauchsgüter getan werden?&amp;#039;&amp;#039;. Weimar 1956 (Gelbes Heft 1) [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721137415/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warum ist das Angemessene modern?&amp;#039;&amp;#039; Weimar [1957] (Gelbes Heft 3) [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721139086/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die Ausstellung des Instituts für Innengestaltung an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar in Darmstadt, [Institut für Neue Technische Form] vom 6. bis 28. April 1957&amp;#039;&amp;#039;. Weimar, 1957 [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721215904/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Was kann zur Verbesserung und Produktionssteigerung unserer Gebrauchsgüter noch getan werden?&amp;#039;&amp;#039; Weimar 1958 [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721216870/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Wert der Dinge um uns&amp;#039;&amp;#039; Weimar 1960 (Gelbes Heft 4) [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721139426/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;10 Jahre Institut für Innengestaltung der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar&amp;#039;&amp;#039;. Weimar, 1961 [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721215025/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Industrieformgestaltung&amp;#039;&amp;#039; Weimar 1962 (Gelbes Heft 5) [http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/image/PPN721139957/1/LOG_0000/ Digitalisierte Ausgabe]&lt;br /&gt;
* Über Sitzmöbel und Sitzen. In: &amp;#039;&amp;#039;Bildende Kunst&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 4/1963, S. 202–207&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Horst Michel. Formgestaltung&amp;#039;&amp;#039;. Ausst. Kat. Museum des Kunsthandwerks Leipzig. Leipzig, 1979&lt;br /&gt;
* [[Hein Köster]]: &amp;#039;&amp;#039;H. Michel. Biografie und Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: form + zweck, 11. Jg., 1979, H. 5, S. 8–16&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SLUB Dresden |url=http://digital.slub-dresden.de/id416501729-19790050/10 |titel=Form + Zweck |sprache=de-DE |abruf=2025-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Heinz Hirdina]]: &amp;#039;&amp;#039;Gestalten für die Serie&amp;#039;&amp;#039;. Design in der DDR 1949–1985. Dresden 1988, S. 383 und passim&lt;br /&gt;
* Hein Köster: &amp;#039;&amp;#039;Schmerzliche Ankunft in der Moderne&amp;#039;&amp;#039;. Industriedesign auf der V. Deutschen Kunstausstellung. In: Wunderwirtschaft. DDR-Konsumkultur in den 60er Jahren. Hg. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst. Köln, Weimar u. Berlin 1996, 96–103.&lt;br /&gt;
* Petra Eisele u. Siegfried Gronert (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Horst Michel – DDR-Design&amp;#039;&amp;#039;. Tagungsband zum Kolloquium. Weimar 2004. ISBN 3-86068-214-8&lt;br /&gt;
* Siegfried Gronert u. Elke Beilfuß (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Horst Michel. Formgestalter in Weimar&amp;#039;&amp;#039;. Die Ausstellung. Weimar 2004. ISBN 3-86068-225-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Michel, Horst.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dietmar Eisold]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Künstler in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 604/605&lt;br /&gt;
* Siegfried Gronert: &amp;#039;&amp;#039;Horst Michel und das Institut für Innengestaltung. Der Weimarer Beitrag zur industriellen Formgebung in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. In: »Aber Wir sind! Wir wollen! Und wir schaffen!« Von der Großherzoglichen Kunstschule zur Bauhaus-Universität Weimar, 1860–2010. Hg. Frank Simon-Ritz, Klaus-Jürgen Winkler u. Gerd Zimmermann. Band 2. Weimar 2012, S. 147–174. ISBN 978-3-86068-427-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117018570|LCCN=n/82/238869|VIAF=40145104}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Michel, Horst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Bauhaus-Universität Weimar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriedesigner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler der Angewandten Kunst (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Kunstpreises der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Michel, Horst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Michel, Horst Alfred Otto (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Industriedesigner und Hochschullehrer an der Bauhaus-Universität Weimar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. September 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Cychry (Dębno)|Zicher]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. April 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Weimar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F. Peter Müller</name></author>
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