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	<title>Horst Kasner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Horst_Kasner&amp;diff=449628&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gert Lauken: /* Pastoralkolleg Templin */ Wertung raus.</title>
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		<updated>2026-03-14T21:52:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Pastoralkolleg Templin: &lt;/span&gt; Wertung raus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horst Kasner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. August]] [[1926]] in [[Berlin]] als &amp;#039;&amp;#039;Horst Kazmierczak&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpON20130313&amp;quot;&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kanzlerin-merkel-hat-polnische-wurzeln-a-888674.html &amp;#039;&amp;#039;Familiengeschichte der Kanzlerin: Merkels polnische Wurzeln.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel Online&amp;#039;&amp;#039;, 13. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[2. September]] [[2011]] ebenda)&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbeort war nach Angaben in mehreren Pressemeldungen (z.&amp;amp;nbsp;B. Jörg Ratzsch, Peter Könnicke, Susann Fischer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2854536&amp;amp;swbm=all Angela Merkel trauert um ihren Vater]&amp;#039;&amp;#039;, Sächsische Zeitung, 5. September 2011) [[Templin]]; nach Angaben aus der Familie mit Verweis auf die Sterbeurkunde ist Kasner jedoch in [[Berlin-Mitte]] gestorben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.kirchlein-im-gruenen.de/chronik.html Chronik – Kirchlein im Grünen.]&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 1. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Deutschland|deutscher]] [[evangelischer Theologe]] und Vater von [[Angela Merkel]], die [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzlerin]] war, als er starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Eltern ===&lt;br /&gt;
Horst Kasner wurde 1926 als Sohn des [[Preußen|preußischen]] [[Polizeibeamter|Polizeibeamten]] Ludwig Kaźmierczak (*&amp;amp;nbsp;1896 in [[Posen]]; †&amp;amp;nbsp;1959 in [[Berlin-Karlshorst]]) und dessen Ehefrau Margarete, geborene Pörschke, in [[Berlin-Wedding]] geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Kasners Vater war 1896 als [[Unehelichkeit|uneheliches]] Kind von Anna Rychlicka Kaźmierczak und Ludwig Wojciechowski in Posen geboren worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/politik/familiegeschichte-der-kanzlerin-merkel-hat-polnische-wurzeln-1.1623363 &amp;#039;&amp;#039;Merkel hat polnische Wurzeln.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 1915 wurde er im Alter von neunzehn Jahren in die [[preußische Armee]] eingezogen, kämpfte an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] und geriet in französische [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenschaft]] oder [[Desertieren|desertierte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gudula Hörr |url=http://www.n-tv.de/panorama/Merkels-Opa-kaempfte-gegen-Deutsche-article10353776.html |titel=Merkels Opa kämpfte gegen Deutsche: Die Wurzeln der „Aniola Kazmierczak“ |werk=n-tv.de |datum=2013-03-24 |abruf=2024-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die polnische Presse veröffentlichte 2013 ein Foto, das Kaźmierczak im Jahre 1919/20 in der Uniform der [[Blaue Armee|Blauen Armee]] zusammen mit einer unbekannten jungen Frau zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://poznan.wyborcza.pl/poznan/1,36037,13607990,Dziadek_Angeli_Merkel_byl_w_armii_Hallera__Walczyl.html#TRrelSST &amp;#039;&amp;#039;Dziadek Angeli Merkel był w armii Hallera. Walczył z Niemcami?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gazeta Wyborcza]]&amp;#039;&amp;#039; (Poznań), 23. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Verband, der auch [[Józef Haller|Haller]]-Armee genannt wurde, war unter französischer Anleitung aus deutschen Kriegsgefangenen polnischer Herkunft und polnischen Freiwilligen aus Übersee gebildet worden. Die Haller-Armee kämpfte zumindest in Teilen 1918 in Frankreich auf Seiten der Westalliierten gegen das Deutsche Reich sowie von 1919 bis 1921 im [[Polnisch-Ukrainischer Krieg|Polnisch-Ukrainischen Krieg]] und [[Polnisch-Sowjetischer Krieg|Polnisch-Sowjetischen Krieg]]. Es ist daher möglich, dass auch Kazmierczak gegen Deutschland kämpfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/merkels-polnische-wurzeln-grossvaters-krieg-12124653.html &amp;#039;&amp;#039;Großvaters Krieg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[FAZ]],&amp;#039;&amp;#039; 22. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1920er-Jahre siedelte Ludwig Kazmierczak nach Berlin über, nachdem die [[Preußen|preußische]] und zum [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] gehörende [[Provinz Posen]] 1920 Teil des neu gegründeten [[Zweite Polnische Republik|Polen]] geworden war. Anfang 1930 änderte die Familie ihren Nachnamen von Kazmierczak in Kasner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpON20130313&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/merkels-opa-sorgt-fuer-aufregung-polen-freuen-sich-wir-sind-auch-kanzlerin_aid_941920.html &amp;#039;&amp;#039;Merkels Opa sorgt für Aufregung.&amp;#039;&amp;#039;] [[Focus.de]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ludwig Kasner wird im Berliner Adressbuch ab 1928 als Polizei-Oberwachtmeister und 1943 als Polizei-Hauptwachtmeister, wohnhaft in Berlin-Pankow geführt.&amp;lt;!--ref&amp;gt;[https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=84112 Familiengeschichte der Kanzlerin (Archiv). Net Forum]&amp;lt;/ref--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit, Studium, Heirat ===&lt;br /&gt;
Kasner wuchs im Berliner Ortsteil [[Berlin-Pankow|Pankow]] auf. Er wurde zwar römisch-katholisch [[Taufe|getauft]], dann aber evangelisch [[Konfirmation|konfirmiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ Webarchiv | url=http://www.pfaelzischer-merkur.de/region/themendestages/art27542,4755794 | wayback=20131105173316 | text= &amp;#039;&amp;#039;Die Familie von Kanzlerin Merkel war früher katholisch.&amp;#039;&amp;#039;}} &amp;#039;&amp;#039;[[Pfälzischer Merkur]]&amp;#039;&amp;#039;, 24. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über seine Kindheit ist wenig bekannt. Es existiert eine Krankenakte vom Mai/Juni 1935, als er wegen einer [[Lungenentzündung]] im Polizeikrankenhaus war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Zweiten Weltkrieg wurde er aus der Kriegsgefangenschaft]] nach [[Heidelberg]] entlassen, wo er 1946 das [[Abitur]] nachholte. Er studierte ab 1948 [[Evangelische Theologie]], zunächst an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], anschließend an der [[Kirchliche Hochschule Bethel|Kirchlichen Hochschule Bethel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Lachmann, Ralf Georg Reuth: &amp;#039;&amp;#039;Das erste Leben der Angela&amp;amp;nbsp;M.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 2013, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Studiums hielt er regelmäßigen Kontakt zu seiner Heimatkirche, der [[Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg|Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg]], und schon 1951 äußerte er den Wunsch, dorthin zurückzukehren. Da ein Umzug in die DDR wegen des seinerzeit besonders restriktiven kirchenpolitischen Kurses 1953 auf Schwierigkeiten stieß, verabredete er mit dem zuständigen [[Evangelisches Konsistorium (Berlin)|Konsistorium]], sein [[Vikar]]iat in Hamburg abzuleisten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Heinrich Lütcke]]: &amp;#039;&amp;#039;„…&amp;amp;nbsp;sobald der Notruf der ostzonalen Landeskirchen nach Brüdern an sein Ohr kam&amp;amp;nbsp;…“. Theologen aus Westdeutschland werden Pfarrer in der Ostregion Berlin-Brandenburgs (1949–1956).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 70, 2015, S. 262–290, hier S. 276 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Vikar an der [[Epiphanienkirche (Hamburg-Winterhude)|Epiphanienkirche in Winterhude]] heiratete er die zwei Jahre jüngere Latein- und Englischlehrerin Herlind Jentzsch (*&amp;amp;nbsp;8.&amp;amp;nbsp;Juli 1928 in [[Danzig]]; †&amp;amp;nbsp;6.&amp;amp;nbsp;April 2019&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.superillu.de/angela-merkels-mutter-gestorben |titel=Angela Merkel trauert um ihre Mutter |abruf=2019-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), eine Tochter des Lehrers und Politikers [[Willi Jentzsch]]. Am 17. Juli 1954 wurde die gemeinsame Tochter [[Angela Merkel|Angela]] geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersiedlung in die DDR ===&lt;br /&gt;
Einen Tag vor der Geburt der Tochter [[Übersiedler|siedelte]] Kasner von Hamburg in die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] über. Die damaligen Wanderungsbewegungen über die noch nicht vollständig abgeriegelte [[innerdeutsche Grenze]] liefen in die umgekehrte Richtung: Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 1954 hatten 180.000 Menschen die DDR verlassen, zwischen 1949 und dem [[Mauerbau]] 1961 rund 2,5 Millionen. Kasner jedoch, der darin auch von dem Hamburger Bischof [[Hans-Otto Wölber]] bestärkt wurde, hielt vor dem Hintergrund des damaligen Pfarrermangels innerhalb der DDR an seinem Vorhaben fest, nach Brandenburg zu gehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerd Langguth]]: &amp;#039;&amp;#039;Angela Merkel.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2005, ISBN 3-423-24485-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er trat eine Pfarrstelle im Dorf [[Quitzow (Perleberg)|Quitzow]] bei [[Perleberg]] an; Ehefrau und Tochter, die nach der Geburt zunächst bei der Großmutter Gertrud Jentzsch in der [[Isestraße 95]] in Hamburg gewohnt hatten, zogen nach sechs Wochen in das Quitzower Pfarrhaus nach.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article108097769/Merkels-Vater-Horst-Kasner-gestorben.html &amp;#039;&amp;#039;Merkels Vater Horst Kasner gestorben.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;abendblatt.de.&amp;#039;&amp;#039; [[Hamburger Abendblatt]], 5. September 2011, abgerufen am 2. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Situation von [[Christen und Kirchen in der DDR]] war zum damaligen Zeitpunkt durch Bedrängung seitens der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] geprägt. Dabei zeigten einzelne Pfarrer unterschiedlich starke Bereitschaft, mit der Staatsführung zusammenzuarbeiten und beim „[[Aufbau des Sozialismus]]“ mitzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pastoralkolleg Templin ===&lt;br /&gt;
1957 wechselte Kasner in die Kleinstadt [[Templin]] in Brandenburg. Dort übernahm er auf Wunsch von [[Albrecht Schönherr]], der 1963 [[Superintendent|Generalsuperintendent]] wurde, den Aufbau eines Seminars für kirchliche Dienste, später [[Pastoralkolleg]], eine kirchliche Weiterbildungsstelle. „Aufgrund seiner guten Voraussetzungen für das Amt und seiner Fähigkeit, auch pädagogisch zu wirken“, sei Kasner nach Templin berufen worden, sagte Schönherr in einem Gespräch 2004. Der Standort der Weiterbildungsstelle war der Waldhof, ein kirchlicher Gebäudekomplex außerhalb des unmittelbaren Stadtgebietes von Templin, auf dessen Gelände ab 1958 auch geistig Behinderte untergebracht waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juli 1957 wurde der Sohn Marcus und am 19. August 1964 die zweite Tochter Irene geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasner galt als ein Kirchenmann, der nicht in Opposition zur Staatsführung und zur Kirchenpolitik der SED stand, er wurde jedoch auch nicht als [[Inoffizieller Mitarbeiter|IM]] der [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]] geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Angela-Merkel-trauert-um-ihren-Vater-177910.html |titel=Der Geistliche Horst Kasner starb mit 85 Jahren – Angela Merkel trauert um ihren Vater |werk=[[Schwäbisches Tagblatt]] |hrsg=Schwäbisches Tagblatt |datum=2011-09-05 |abruf=2018-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war – ebenso wie Albrecht Schönherr und [[Hanfried Müller]] – Mitarbeiter im [[Weißenseer Arbeitskreis]], der Gegenpositionen zum Bischof von Berlin-Brandenburg [[Otto Dibelius]] und dessen Nachfolger [[Kurt Scharf]] vertrat. Aus Sicht der Staatsführung gehörte Kasner zu den „progressiven“ Kräften. Sein Spitzname zu DDR-Zeiten, der auch in der Presse immer wieder zitiert wird, war dementsprechend der „rote Kasner“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alexander Cammann |url=http://www.zeit.de/2013/21/debatte-leben-angela-merkel |titel=Die Legende von Angela |werk=[[Zeit Online]] |hrsg=Zeit Online |datum=2009-09-06 |abruf=2018-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben von [[Rainer Eppelmann]] und [[Lothar de Maizière]] war Kasner der Schöpfer der umstrittenen Formel [[Kirche im Sozialismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die Journalistin Christiane Hoffmann gibt eine Äußerung Eppelmanns wieder: „Kasner habe ihm gegenüber erklärt, dass er der eigentliche Erfinder der ‚Kirche im Sozialismus‘ sei, sagt Eppelmann, der im Rahmen seiner Pfarrerausbildung in Templin war.“ Chr. Hoffmann: [https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gauck-und-merkel-der-pfarrer-und-die-pfarrerstochter-11679371.html &amp;#039;&amp;#039;Der Pfarrer und die Pfarrerstochter.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. März 2012, abgerufen am 29. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lothar de Maiziere |url=https://www.youtube.com/watch?v=UO25J2h5wa0&amp;amp;t=896 |titel=Ex-DDR Ministerpräsident Lothar de Maiziere |werk=Youtube.com |datum=2020-10-01 |sprache=de |abruf=2022-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kasner war auch der Schöpfer des Konzepts „Kirche als Lerngemeinschaft“ bzw. „Kirche als Gemeinschaft von Lernenden“, das innerhalb der evangelischen Kirche ebenfalls umstritten war.&amp;lt;ref&amp;gt;„Kirche als Gemeinschaft von Lernenden“, Referat Horst Kasner, Oktober 1974; Landeskirchliches Archiv in Berlin (ELAB) Bestand/Signatur 55.1/337.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Interview mit Günter Gaus behauptete [[Angela Merkel]] 1991, ihr Vater habe sich „immer gegen diese Formel Kirche im Sozialismus aufgelehnt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Angela Merkel, Günter Gaus |url=https://www.youtube.com/watch?v=YQBslPEZceI&amp;amp;t=903s |titel=Günter Gaus im Gespräch mit Angela Merkel (1991) |werk=Youtube.com |datum=2020-07-28 |sprache=de |abruf=2022-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er befand sich als langjähriger Leiter des Pastoralkollegs in einer Schlüsselstellung innerhalb der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg: Theologen mussten im Rahmen ihrer Weiterbildung oder während ihrer Ausbildungszeit als [[Vikar]]e vor dem zweiten theologischen Examen nach Templin. In diesem Zusammenhang ist kein Druck auf Pfarrer bekannt, die – anders als Kasner – als systemkritisch galten. [[Richard Schröder (Theologe)|Richard Schröder]] schreibt 2004:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Für mich gehörte Herr Kasner immer zu den vertrauenswürdigen Personen. Und jedenfalls war er kein [[Konformität|Konformist]]. Das Pastoralkolleg Templin war für uns immer auch ein Fenster nach Westen, durch westliche Referenten und westliche Literatur. Die theologischen Referenten waren nicht nach Linie handverlesen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach [[Gerd Langguth]]: &amp;#039;&amp;#039;Angela Merkel.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2005, ISBN 3-423-24485-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasner nahm an Auslandsreisen der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]] teil und verfügte neben dem Privileg von Westreisemöglichkeiten über zwei PKW: einen Dienstwagen und ein Privatfahrzeug, das über [[Genex]] beschafft worden war. Andererseits jedoch blieb seiner Frau Herlind Kasner die Tätigkeit im DDR-Schuldienst verwehrt. Ein Anwerbeversuch der [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit]] gilt als gescheitert. Die Aufnahme eines Hochschulstudiums der Kinder Angela und Markus wurde – anders als bei den meisten anderen Pfarrersfamilien – nicht behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständige Gesprächspartner Kasners in Sachen SED-Kirchenpolitik waren [[Wolfgang Schnur]] und [[Clemens de Maizière]], der Vater des späteren DDR-Ministerpräsidenten [[Lothar de Maizière]]. Gegenüber dem Autor Andreas Schumann, der damals an einer Familienbiographie der de Maizières arbeitete, behauptete Kasner 2008, Clemens de Maizière nur „flüchtig gekannt zu haben“, und stritt eine engere Zusammenarbeit ab. Ein Gespräch mit Schumann lehnte er ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Schumann |Titel=Familie de Maizière |Verlag=Orell Füssli Verlag AG |Ort=Zürich |Datum=2014 |ISBN=978-3-280-05531-1 |Seiten=234}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schnur, der spätere Vorsitzende der Partei [[Demokratischer Aufbruch]], war Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Greifswald, zeitweise Vizepräsident der Synode der Evangelischen Kirche der Union (EKU) und Synodaler des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Clemens de Maizière war ebenfalls als Rechtsanwalt in der DDR tätig. Er war daneben Synodaler der berlin-brandenburgischen Kirche und Mitglied der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU der DDR]]. Der Verhandlungspartner von de Maizière, Wolfgang Schnur und Kasner in der DDR-Regierung war von 1979 bis 1988 der damalige Staatssekretär für Kirchenfragen [[Klaus Gysi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland stand Kasner spätestens seit den 1960er-Jahren kritisch gegenüber; er unterstützte die [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] nicht. Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] sah er 1992 Ostdeutschland um das versprochene Wirtschaftswunder betrogen. Er kritisierte, dass „sich die etablierten Parteien den Staat zur Beute gemacht“ hätten und sich „der Parteienstaat der BRD … eigentlich nur noch durch das Mehrparteiensystem von der Parteidiktatur der DDR“ abhebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacqueline Boysen zitiert seinen Kommentar aus der &amp;#039;&amp;#039;Kirchenzeitung der Berlin-Brandenburgischen Evangelischen Kirche&amp;#039;&amp;#039; (Sommer 1992) in: &amp;#039;&amp;#039;Angela Merkel.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein Buchverlag, Berlin 2005, ISBN 978-3-548-36832-0, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er engagierte sich zeitweilig gegen die militärische Weiternutzung des Truppenübungsplatzes Wittstock („[[Truppenübungsplatz Wittstock|Bombodrom]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Klesmann, Jürgen Schwenkenbecher: [https://www.berliner-zeitung.de/archiv/bombodrom-gegner-melden-sich-am-rande-des-deutsch-franzoesischen-gipfels-zu-wort-keine-ruhe-in-rheinsberg,10810590,10392582.html &amp;#039;&amp;#039;Keine Ruhe in Rheinsberg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 7. Juni 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus war er Vorsitzender des sich für den Erhalt des [[Kirchlein im Grünen|Kirchleins im Grünen]] einsetzenden Fördervereins &amp;#039;&amp;#039;Kirche Alt Placht e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Kirchlein im Grünen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Förderverein Kirche Alt Placht e.&amp;amp;nbsp;V., Faltblatt, ohne Jahresangabe, vor 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kasner war nach der Jahrtausendwende ein Fürsprecher der Gründung des russisch-orthodoxen [[Kloster Götschendorf|Klosters Götschendorf]] unweit von Templin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Gerlach |url=https://www.welt.de/wams_print/article1828721/Der-alte-Mann-und-sein-Kloster.html |titel=Der alte Mann und sein Kloster |werk=Die Welt |datum=2008-03-23 |abruf=2023-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im benachbarten Hohenwalde hat seine Tochter [[Angela Merkel]] seit den achtziger Jahren ein Ferienhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kasner Grab.jpg|mini|Grab von Horst und Herlind Kasner, Waldfriedhof Templin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasner verstarb am 2. September 2011 im Alter von 85 Jahren in Berlin und wurde in Templin beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gudrun Janicke: [https://www.stern.de/panorama/beerdigung-von-horst-kasner-angela-merkel-nimmt-abschied-von-ihrem-vater-3922916.html &amp;#039;&amp;#039;Beerdigung von Horst Kasner. Angela Merkel nimmt Abschied von ihrem Vater.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]].&amp;#039;&amp;#039; 10. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerd Langguth]]: &amp;#039;&amp;#039;Angela Merkel.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2005, ISBN 3-423-24485-2.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Kornelius]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kanzlerin und ihre Welt.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 2013, ISBN 978-3-455-50291-6.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Georg Reuth]], [[Günther Lachmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das erste Leben der Angela M.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Piper, 2013, ISBN 978-3-492-05581-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Markus C. Hurek: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.cicero.de/berliner-republik/prediger-gegen-die-gier/36651 Prediger gegen die Gier.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Cicero (Zeitschrift)|cicero]]&amp;#039;&amp;#039;, 23. November 2004&lt;br /&gt;
* Judy Dempsey: [https://www.nytimes.com/2005/09/05/world/europe/05iht-germany.html &amp;#039;&amp;#039;The young Merkel: Idealist’s daughter.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[International Herald Tribune]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. September 2005 (englisch)&lt;br /&gt;
* Jacqueline Boysen: [https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/wer-war-angela-merkels-vater/4571400.html &amp;#039;&amp;#039;Wer war Angela Merkels Vater?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel|Tagesspiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. September 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1015183689|VIAF=185397812}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kasner, Horst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elternteil einer berühmten Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angela Merkel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Templin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Templin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersiedler in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2011]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kasner, Horst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kaźmierczak, Horst&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Pfarrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. August 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Wedding]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. September 2011&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gert Lauken</name></author>
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