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	<title>Horst Brasch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Horst_Brasch&amp;diff=290633&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Passau2021: Grammer: Dativ</title>
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		<updated>2025-12-02T07:48:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammer: Dativ&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horst Brasch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Dezember]] [[1922]] in [[Berlin]]; † [[18. August]] [[1989]] in [[Ost-Berlin]]) war ein deutscher [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-[[Funktionär|Parteifunktionär]] und 1966 bis 1969 stellvertretender [[Ministerium für Kultur|Minister für Kultur]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Brasch war jüdischer Herkunft und konvertierter [[römisch-katholische Kirche|Katholik]]. Er war verheiratet mit Gerda Brasch (1921–1975), Vater der Schriftsteller [[Thomas Brasch]] (1945–2001) und [[Peter Brasch]] (1955–2001), des Schauspielers [[Klaus Brasch]] (1950–1980) sowie der Journalistin und Radio-Moderatorin [[Marion Brasch]] (* 1961). In seinen Funktionen war er direkt mit dem DDR-System der [[Zensur in der DDR|Zensur]] und ideologischen Kontrolle mitverantwortlich, das auf dem [[Realsozialismus|Sozialistischen Realismus]] und dem  [[Antifaschismus]] als Staatsdoktrin basierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Horst Brasch war der Sohn eines jüdischen Textilfabrikantenpaares und Stiefsohn des Schriftstellers und Biologen [[Curt Thesing]]. Von 1936 bis 1939 besuchte er das [[Benediktinergymnasium Ettal]]. Dort war er Mitglied des katholischen [[ND – Christsein.heute|Bundes Neudeutschland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herms, Lange, Noack&amp;quot;&amp;gt;Michael Herms, Katharina Lange, Gert Noack: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Freien Deutschen Jugend in Frankreich, der ČSR und Großbritannien&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Helga Gotschlich]] und andere: &amp;#039;&amp;#039;„Das neue Leben muss anders werden ...“ Studien zur Gründung der FDJ&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 1996, ISBN 3-926893-64-8, S. 173–211, hier S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 emigrierte Brasch aufgrund der Verfolgung von Menschen jüdischer Herkunft durch die Nationalsozialisten mit einem [[Kindertransport]] nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]]. Als „[[Enemy Alien]]“ wurde er 1940/1941 [[Internierungslager im Vereinigten Königreich im Zweiten Weltkrieg#Internierungslager in den Dominions und in Indien|in Kanada interniert]]. Nach der Rückverlegung nach England beteiligte er sich dort 1941 am Aufbau der dortigen [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] und war ab 1942 ihr Vorsitzender (als Nachfolger von [[Adolf Buchholz (Wirtschaftsfunktionär)| Adolf Buchholz]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herms, Lange, Noack&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1945 war er Mitglied des 1942 in London gegründeten Weltjugendrats (als Nachfolger von [[Werner Fischer (Widerstandskämpfer)|Werner Fischer]]) und dann Beobachter der FDJ auf der 1.&amp;amp;nbsp;Weltjugendkonferenz des [[Weltbund der demokratischen Jugend|Weltbundes der demokratischen Jugend]] in London. Er vertrat im Weltbund auch die deutsche Jugend, die einen Beobachterposten erhalten hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Fleischhacker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das war unser Leben, Erinnerungen und Dokumente zur Geschichte der FDJ in Großbritannien 1939–1946.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Neues Leben, Berlin 1996. S. 192 ISBN 3-355-01475-3&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 wurde er Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]. Ebenfalls 1944 heiratete er in London die gebürtige Wienerin Gerda Wenger, die mit einem Visum für Hausangestellte nach Großbritannien entkommen war.&amp;lt;ref&amp;gt;The National Archives; Kew, London, England; HO 396 WW2 Internees (Aliens) Index Cards 1939–1947; Reference Number: Ho 396/101, online via [[Ancestry]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;General Register Office; United Kingdom; Volume: 1a; Page: 1153 (July 1944), via [[Ancestry]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;IKG Wien, Geburtsregister 1921, abrufbar via [[JewishGen]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 siedelte Horst Brasch in die [[sowjetische Besatzungszone]] über, ein Jahr später folgte ihm seine Familie. Er war 1946 bis 1950 Mitglied des Zentralrats der FDJ, dabei 1946/1947 und 1949/1950 Sekretär des Zentralrats, ab 1947 Mitglied des Redaktionskollegiums der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Generation (Zeitschrift)|Junge Generation]]&amp;#039;&amp;#039; und von August 1947 bis Februar 1948 als Nachfolger von [[Adolf Buchholz (Wirtschaftsfunktionär)|Adolf Buchholz]] Chefredakteur der &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Welt|Jungen Welt]]&amp;#039;&amp;#039;. Ab März 1948 war er Vorsitzender der FDJ im Land Brandenburg, 1948/1949 war Brasch Mitglied des [[Deutscher Volksrat|Deutschen Volksrats]]. Von 1950 bis 1952 war er Volksbildungsminister im [[Land Brandenburg (1946–1952)|Land Brandenburg]], anschließend bis 1957 Sekretär des Rates des [[Bezirk Cottbus|Bezirks Cottbus]], zuletzt seit 1956 amtierender Vorsitzender dieses Rates.&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Deutschland vom 13. November 1956 und 27. März 1957&amp;lt;/ref&amp;gt; Von September 1957 bis Mai 1959 war er Vorsitzender des [[Rat des Bezirkes|Rates des Bezirkes]] des [[Bezirk Neubrandenburg|Bezirks Neubrandenburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Deutschland vom 22. September 1959&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Brasch, Horst 03.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Ab 1959 war Brasch Vorsitzender des Büros des Präsidenten des Nationalrates der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]], seit 1963 bis zu seinem Tod war er Abgeordneter der [[Volkskammer]] und Mitglied im [[ZK der SED]], von 1966 bis 1969 schließlich stellvertretender Minister für Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politischen Aktivitäten seines Sohnes [[Thomas Brasch]], der nach Protesten gegen die Niederschlagung des [[Prager Frühling]]s im Jahr 1968 in Haft geriet, sorgten für das Ende der [[Nomenklatura]]-Karriere Horst Braschs. Er wurde zu einem weiterbildenden Studium an die [[Parteihochschule der KPdSU]] nach Moskau geschickt und danach von 1971 bis 1975 als 2. Sekretär der SED-Bezirksleitung in [[Chemnitz|Karl-Marx-Stadt]] (heute Chemnitz) eingesetzt. 1975 wurde er auf Grund einer Auseinandersetzung mit einem Politbüromitglied von seiner Funktion entbunden und mit der Funktion als Generalsekretär der [[Liga für Völkerfreundschaft]] betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Brasch starb am 18. August 1989 im Alter von 66 Jahren an [[Krebs (Medizin)|Krebs]]. Seine Urne wurde in der [[Gräberanlage Pergolenweg|Gräberanlage „Pergolenweg“]] der [[Gedenkstätte der Sozialisten]] auf dem Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1962 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber&lt;br /&gt;
* 1973 Vaterländischer Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
* 1982 [[Karl-Marx-Orden]]&lt;br /&gt;
* 1987 Vaterländischer Verdienstorden Ehrenspange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* (Als Herausgeber) &amp;#039;&amp;#039;Junge Abgeordnete sagen ihre Meinung. Einige Diskussionsbeiträge auf dem 2. Parlament&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1947&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Treffpunkt Budapest&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1949&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rings um Big Ben&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wie müssen die Parteiorganisationen die Arbeit der Nationalen Front unterstützen?&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1961&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gestaltung des Menschenbildes der sozialistischen Gesellschaft, die Jahrhundertaufgabe unserer Kultur&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1968&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebensdauer. Erinnerung an [[Curt Thesing]], einen deutschen Patrioten und Humanisten&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1987&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=horst-brasch|lemma=Horst Brasch|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]]|band=1|idNum=392}}&lt;br /&gt;
* Gabriele Baumgartner, [[Dieter Hebig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Abendroth – Lyr.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 1996, ISBN 3-598-11176-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thomas Brasch: Liebe Macht Tod. Stücke und Materialien&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt (Main) 2002.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das blanke Wesen.&amp;#039;&amp;#039; Arbeitsbuch Thomas Brasch. Hg. v. Martina Hanf &amp;amp; [[Kristin Schulz]]. Berlin 2004.&lt;br /&gt;
* [[Marion Brasch]]: &amp;#039;&amp;#039;Ab jetzt ist Ruhe. Roman meiner fabelhaften Familie.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-10-004420-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
*  [[Annekatrin Hendel]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Familie Brasch]]&amp;#039;&amp;#039;, Dokumentarfilm, 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1023692627}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/4fd04ea1-3337-46bc-ba16-eac8d69dc9aa/ Nachlass Bundesarchiv NY 4301]&lt;br /&gt;
* [https://www.chemnitzgeschichte.de/pers-kat-liste-top/136-horst-brasch &amp;#039;&amp;#039;Horst Brasch.&amp;#039;&amp;#039;] Bei chemnitzgeschichte.de&lt;br /&gt;
* [https://www.europeana.eu/de/search?query=Horst%20Brasch Aufnahmen mit Horst Brasch bei europeana.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Bildungsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Wissenschaftsminister von Brandenburg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende des Rats des Bezirks Neubrandenburg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1023692627|VIAF=250876909}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brasch, Horst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stellvertretender Minister (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender eines Rates des Bezirkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Freien Deutschen Jugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stellvertretender Kultusminister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nationale Front der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chefredakteur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brasch, Horst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SED), MdV, stellvertretender Minister für Kultur der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Dezember 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. August 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Passau2021</name></author>
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