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	<title>Horst Bienek - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Horst_Bienek&amp;diff=101070&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WolfgangRieger: /* Zum Werk */</title>
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		<updated>2026-03-17T22:29:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zum Werk&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:horst bienek tafel polnisch.jpg|mini|Gedenktafel in polnischer Sprache am Geburtshaus Horst Bieneks …]]&lt;br /&gt;
[[Datei:horst bienek tafel deutsch.jpg|mini|… sowie eine in deutscher Sprache]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Horst Georg Bienek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Mai]] [[1930]] in [[Zatorze (Gliwice)|Gleiwitz-Stadtwald]], [[Oberschlesien]]; † [[7. Dezember]] [[1990]] in [[München]]) war ein [[Liste deutschsprachiger Schriftsteller/B|deutscher Schriftsteller]], [[Redakteur]], [[Regisseur]], [[Drehbuchautor]], [[Librettist]], [[Verlagslektor|Lektor]] und bildender Künstler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Horst Bieneks Familie, römisch-katholisch, lebte in [[Zatorze (Gliwice)|Gleiwitz-Stadtwald]]. Der Vater Johann Hermann Bienek (1884–1961) war Lokomotivheizer bei der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutschen Reichsbahn]]. Die Mutter Vally Marie, geborene Piontek (1889–1941) war Klavierlehrerin. Nach dem deutschen [[Überfall auf Polen]] 1939 wurde der Vater versetzt und lebte bis zu seinem Tod in [[Salzgitter]]. Als die Mutter 1941 in Gleiwitz starb, blieb Horst dort in der Obhut seiner älteren Schwestern Stefanie Bienek (1916–1986) und Edeltraut Veit, geb. Bienek (1918–2012). Er besuchte die örtliche Volksschule.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.literaturportal-bayern.de/autorenlexikon?task=lpbauthor.default&amp;amp;pnd=118510754 |titel=Horst Bienek |hrsg=Literaturportal Bayern |abruf=2015-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Horst Bienek war das jüngste von sechs Kindern. Zwei seiner drei Brüder, Hubert (1924–1945) und Werner (1926–1944) fielen als Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Das älteste der Kinder, Leo Bienek, wurde 1911 geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-biographie.de/dbo012174.html#dbocontent&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1945–1951 ===&lt;br /&gt;
Von der Straßenbahn aus wurde er Zeuge des [[Todesmarsch]]s der überlebenden [[KZ Auschwitz|Auschwitz]]-Häftlinge durch Gleiwitz, die zwischen dem 19. und dem 23. Januar 1945 Gleiwitz und [[Wodzisław Śląski|Loslau]] erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundeszentrale für politische Bildung |url=https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/303537/vor-75-jahren-todesmarsch-aus-auschwitz/ |titel=Vor 75 Jahren: Todesmarsch aus Auschwitz {{!}} Hintergrund aktuell |werk=bpb.de |datum=2022-02-09 |abruf=2024-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 23. Januar 1945 eroberte die [[Rote Armee]] Gleiwitz&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat aus Bieneks postum veröffentlichten Text &amp;#039;&amp;#039;Die vertauschten Augen&amp;#039;&amp;#039; (1991): „Ich komme aus einer kleinen Stadt, aus Gleiwitz, damals im alten Reich, ganz weit im Osten, gelegen. Heute heißt die Stadt Gliwice und liegt mitten in Polen. Ich bin dort oft an der Klodwitzbrücke gestanden und habe zugesehen, wie das Wasser in die Oder floß.“&amp;lt;/ref&amp;gt; und unterstellte es im März 1945 der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]], die es in &amp;#039;&amp;#039;Gliwice&amp;#039;&amp;#039; umbenannte. Das Elternhaus wurde beschlagnahmt. Bienek wurde zur Demontage der Werkzeugmaschinen für den Transport in die [[Sowjetunion]] zwangsverpflichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1945 beantragte Bienek die Ausreise in die [[Sowjetische Besatzungszone]] und reiste 1946 nur mit einem Rucksack aus. Er lebte danach zunächst in [[Köthen]] ([[Anhalt]]), wo er sich als Gelegenheitsarbeiter durchschlug. Zum 1. Januar 1949 nahm ihn die in [[Potsdam]] erscheinende Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tagespost (Potsdam)|Die Tagespost]]&amp;#039;&amp;#039; als [[Volontariat|Volontär]] in ihre Redaktion auf. Im selben Jahr erhielt er einen Anerkennungspreis für seine Prosa.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu: Verena Nolte: &amp;#039;&amp;#039;„Ich habe die Zeit gesehen“. Literaturausstellung Horst Bienek 1930–1990.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben im Auftrag der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek von Reinhard Laube. Hameln 2011, S. 33&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 durfte er am ersten Jahrgang für Schriftsteller in [[Bad Saarow]] teilnehmen. [[Martin Gregor-Dellin]], der damalige Leiter des „Kulturellen Beirats für das Verlagswesen“ in Ost-Berlin,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/dr2/index.htm?kid=95EE87932A9E4728B46A01CDE2485507 |titel=Fundstelle im Archivbestand des Ministeriums für Volksbildung im Bundesarchiv |hrsg=[[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] |abruf=2024-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Kulturelle Beirat für das Verlagswesen oder das Amt für Literatur funktionierten als Kontroll- und Zensurinstanzen. Vgl. dazu: Carsten Gansel: &amp;#039;&amp;#039;Parlament des Geistes: Literatur zwischen Hoffnung und Repression 1945–1961.&amp;#039;&amp;#039; Basisdruck, Berlin 1996, ISBN 978-3-86163-067-8, S. 120–131.&amp;lt;/ref&amp;gt; ernannte ihn zu seinem Assistenten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bernd-Ulrich Hergemöller]]: &amp;#039;&amp;#039;Mann für Mann: biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-39766-4, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1951 veröffentlichte er lyrische Dichtungen in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Sinn und Form]]&amp;#039;&amp;#039; (über Henri Martin, ein ehemaliges Mitglied der französischen Résistance und einen späteren Angehörigen der französischen Kriegsmarine), die [[Peter Huchel]] leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu: {{Webarchiv|url=https://kulturportal-west-ost.eu/korrespondenzen/%E2%80%9Eworter-meine-fallschirme |wayback=20201230045104 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2025-06-28 05:04:17 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1951 nahm ihn [[Bertolt Brecht]] in seine Meisterklasse am &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Ensemble]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Ost-Berlin]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung, Verurteilung und Zwangsarbeit in Workuta 1951–1955 ===&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1951 nahm das [[Ministerium für Staatssicherheit]] Bienek fest und übergab ihn der [[Ministerium für Staatssicherheit (UdSSR)|sowjetischen Geheimpolizei MGB]]. Nach Verhören in der [[Gedenkstätte Lindenstraße 54/55#Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Geheimpolizei|Untersuchungshaftanstalt Potsdam-Lindenstraße]] verurteilte am 5. März 1952 das Militärtribunal der „Verwaltung Rückwärtige Dienste der Gruppe der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland“ Bienek wegen „antisowjetischer Propaganda“ (Art. 58-10/2 StGB der RSFSR) und „Spionage“ (Art. 58-6/1 StGB RSFSR) zu insgesamt 20 Jahren „Besserungsarbeitslager“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://verurteiltundvergessen.de/biografie/horst-bienek |titel=Horst Bienek |werk=Verurteilt und Vergessen |hrsg=Dokumentationsstelle Dresden/Stiftung Sächsische Gedenkstätten |datum=2024 |abruf=2024-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bertolt Brecht hatte sich nicht für seinen verhafteten Schüler eingesetzt. „Nach Bieneks Verhaftung hatte es im ‚Berliner Ensemble‘ eine Versammlung gegeben, um dem Inhaftierten zu helfen. Die Forderung: Man solle sich an höherer Stelle nach ihm erkundigen. Aber als eine Abordnung bei Brecht vorstellig werden will, hat der sich eingeschlossen und ist nicht zu sprechen. Wenig später wird die [[Helene Weigel|Weigel]] mutmaßen, Bienek sei wohl doch ein Spion gewesen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Tilman Urbach: &amp;#039;&amp;#039;Leben zwischen den Zeilen – Horst Bieneks Tagebücher.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek: Ein Schriftsteller in den Extremen des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-0971-5. S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bienek verbüßte seine Strafe im [[Gulag]] in der Sowjetunion. Er musste zuerst zwischen Nord-Ural und Eismeer im [[Arbeitslager Workuta]] unter Tage im [[Steinkohlenbergbau]] arbeiten und später in [[Jekaterinburg|Swerdlowsk]] im Wohnungsbau. Nach vier Jahren kam er im Oktober 1955 im Zuge der „[[Heimkehrer#Die Heimkehr der Zehntausend|Heimkehr der Zehntausend]]“ frei und wurde auf eigenen Wunsch in die [[Bundesrepublik Deutschland]] abgeschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er lernte unter den Zwangsarbeitern die russische Sprache lieben und dann auch die russische Literatur; er nahm am [[Aufstand von Workuta|Häftlingsaufstand von Workuta]] im Sommer 1953 teil; er schrieb Gedichte auf Toilettenpapier, die er in Zahnpastatuben versteckte und hinausschmuggeln konnte, als er am 9. Oktober 1955“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://kulturportal-west-ost.eu/korrespondenzen/%E2%80%9Eworter-meine-fallschirme |wayback=20201230045104 |text=kulturportal-west-ost.eu |archiv-bot=2025-06-28 05:04:17 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; von Eisenach nach Salzgitter-Lebenstedt bei Braunschweig, wo sein mittlerweile wieder verheirateter Vater lebte, entlassen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Verena Nolte: &amp;#039;&amp;#039;„Ich habe die Zeit gesehen“. Horst Bienek 1930–1990.&amp;#039;&amp;#039; Hg. im Auftrag der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek von Reinhard Laube, Hameln 2011, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dreizehn Jahre später verarbeitete er die Erfahrungen aus Untersuchungs- und Lagerhaft in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Zelle&amp;#039;&amp;#039; (1968).&amp;lt;ref&amp;gt;Zu dem in &amp;#039;&amp;#039;Sinn und Form&amp;#039;&amp;#039; 1951 erschienenen Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Ein Wort&amp;#039;&amp;#039;, seine Lagerhaft, dem Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Zelle&amp;#039;&amp;#039; und dem vom &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 1990 erhobenen Vorwurf, [[Walter Kempowski]] habe in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Im Block&amp;#039;&amp;#039;, in dem er seinerseits seine Lagererfahrungen verarbeitete, Bieneks &amp;#039;&amp;#039;Zelle&amp;#039;&amp;#039; plagiiert vlg.: Matthias Meitzel: &amp;#039;&amp;#039;»Der Erste, der mir zur Seite sprang«. Walter Kempowski über Horst Bienek.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sinn und Form]].&amp;#039;&amp;#039; 3/2020, S.&amp;amp;nbsp;411–413.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1955–1990 ===&lt;br /&gt;
Da sich Bienek mit seinem Vater auch jetzt nicht verstand, zog er bald weiter zu seiner Schwester Edeltraut, die in [[Alstädten-Burbach|Burbach]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kalliope-verbund.info/de/ead?ead.id=DE-611-HS-770062 &amp;#039;&amp;#039;Brief von Horst Bienek an Karl Dedecius, 23.02.1957.&amp;#039;&amp;#039;] Kalliope-Verbund&amp;lt;/ref&amp;gt; bei Köln wohnte und ihm durch ihre Unterstützung „seinen zweiten Weg als Schriftsteller“&amp;lt;ref&amp;gt;Verena Nolte: &amp;#039;&amp;#039;„Ich habe die Zeit gesehen“. Literaturausstellung Horst Bienek 1930–1990.&amp;#039;&amp;#039; Hg. im Auftrag der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek von Reinhard Laube, Hameln 2011, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebnete.&lt;br /&gt;
Von 1957 bis 1961 arbeitete er unter anderem als Kultur[[redakteur]] beim [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunk]] und von 1959 bis 1961 mit [[Hans Platschek]] als [[Herausgeber]] der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Blätter + Bilder&amp;#039;&amp;#039;, ab 1961 als [[Verlagslektor]] beim [[Deutscher Taschenbuch Verlag|Deutschen Taschenbuch Verlag]] (dtv). 1965 ließ er sich als freier Schriftsteller in [[Ottobrunn]] bei München nieder und wurde „zu einer der Zentralgestalten des deutschen Kulturlebens. Reisen mit Vorträgen und Lesungen führen ihn durch Europa, Amerika und Australien. Für sein filmisches und literarisches Werk wird er vielfach ausgezeichnet.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Czoik |url=https://www.literaturportal-bayern.de/autorenlexikon?task=lpbauthor.default&amp;amp;pnd=118510754 |titel=Horst Bienek |hrsg=[[Bayerische Staatsbibliothek]] |abruf=2024-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner eigenen literarischen Tätigkeit betreute er &amp;#039;&amp;#039;die neue reihe&amp;#039;&amp;#039; beim dtv, in der vorrangig schwer verkäufliche Texte erschienen. Mit einer großen Zahl von Vor- oder Nachworten begleitete er engagiert das Werk vieler, auch noch nicht etablierter Schriftstellerkollegen. Ab 1970 war er Mitglied der [[Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung|Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]. 1983 zeichnete ihn [[David Hockney]].&amp;lt;ref&amp;gt;Verena Nolte: &amp;#039;&amp;#039;„Ich habe die Zeit gesehen“.&amp;#039;&amp;#039; Literaturausstellung Horst Bienek 1930–1990. Hg. im Auftrag der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek von Reinhard Laube, Hameln 2011, S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1987 reiste er mit polnischem Visum nach Schlesien und veröffentlichte 1988 die Autobiografie &amp;#039;&amp;#039;Reise in die Kindheit&amp;#039;&amp;#039; beim [[Carl Hanser Verlag]]. Bis 1990 war er außerdem Leiter der Literaturabteilung an der [[Bayerische Akademie der Schönen Künste|Bayerischen Akademie der Schönen Künste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Bienek starb im Dezember 1990 in München an den Folgen einer zu jener Zeit noch nicht behandelbaren [[HIV]]-Infektion. Er soll seit 1987 von seiner Erkrankung gewusst haben. Die Grabstätte befindet sich auf dem Parkfriedhof in [[Ottobrunn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.knerger.de/html/bienekschriftsteller_122.html |titel=schriftsteller 122 |hrsg=knerger.de |abruf=2024-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rehabilitierung ===&lt;br /&gt;
Nach Bieneks Tod stellte [[Horst Hennig (Mediziner)|Horst Hennig]] in eigener Sache mit Unterstützung von Bieneks Schwester Edeltraut 1994 einen [[Rehabilitierung]]santrag; die Rehabilitierung erfolgte am 1. September des gleichen Jahres durch die Generalstaatsanwaltschaft der [[Russland|Russischen Föderation]]. Durch diesen Vorgang ergab sich eine erstmalige Akteneinsicht und Kenntnis der Bienek vorgeworfenen Straftaten: Bieneks Name tauchte im Adressbuch des in den Westen übergelaufenen [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Funktionärs [[Günter Grell (Journalist)|Günter Grell]] auf, der zurück nach Ost-Berlin entführt wurde. Diesem hatte Bienek auf dessen Wunsch ein frei verkäufliches Adressbuch der Einwohner Potsdams übergeben. Der zweite Vorwurf bezog sich auf zwei bei der Hausdurchsuchung bei Bienek gefundene politisch verbotene Bücher sowie eine [[Josef Stalin|Stalin]]-Karikatur und &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039;-Material zur „[[Rote Kapelle|Roten Kapelle]]“. Nach der Prüfung der Unterlagen stellte die russische Generalstaatsanwaltschaft fest, dass Horst Bienek ohne Grund und aus politischen Motiven verurteilt worden war und [[postum]] rehabilitiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu den umfangreichen Forschungsbericht von Daniel Pietrek: &amp;#039;&amp;#039;Horst Bieneks Verhaftung, Aktenüberlieferung, Bekenntnis und Selbstdarstellung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek: Ein Schriftsteller in den Extremen des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-0971-5. S. 209–230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Werk ==&lt;br /&gt;
Freunde und Kollegen hatten Bienek 1990 gefragt, warum er nicht über seine Erlebnisse in Workuta geschrieben habe. Daraufhin machte er sich an diese Arbeit, die aber wegen seines Todes unvollendet blieb. Trotzdem stellte sein Verleger [[Michael Krüger (Schriftsteller)|Michael Krüger]] die Fragmente zusammen und gab sie 2013 mit einem Nachwort versehen im Göttinger [[Wallstein Verlag]] heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kai Agthe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Seele war wie aus Blei. Bieneks Erinnerungen an Workuta.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringische Landeszeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 9. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bieneks Werk zeichnete sich von Anfang durch eine hohe Sprachsensibilität aus. Sein literarischer Antrieb war [[Ästhetik|ästhetischer]] Art, die [[Ethik|ethische]] Komponente wurde durch die erlittenen Gefangenschafts- und Gewalterfahrungen aufgezwungen. Seine Literatur kreist um die innere und äußere Selbstbehauptung des Menschen gegenüber einem übermächtigen Staat, aber hinter subjektiven Erfahrungen dringt er in tiefere Schichten gesellschaftlicher Zustände vor.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu: &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dietz-Rüdiger Moser]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neues Handbuch der deutschen Gegenwartsliteratur seit 1945.&amp;#039;&amp;#039; Nymphenburger, München 1990, ISBN 3-485-03550-5, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem für seine in zahlreiche Sprachen übersetzte [[Autobiografie|autobiografisch]] gefärbte &amp;#039;&amp;#039;Gleiwitzer&amp;#039;&amp;#039; Roman-[[Tetralogie]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Die erste Polka (Horst Bienek)|Die erste Polka]]&amp;#039;&amp;#039;, 1975; &amp;#039;&amp;#039;Septemberlicht&amp;#039;&amp;#039;, 1977; &amp;#039;&amp;#039;Zeit ohne Glocken&amp;#039;&amp;#039;, 1979; &amp;#039;&amp;#039;Erde und Feuer&amp;#039;&amp;#039;, 1982) erhielt Horst Bienek zahlreiche internationale Literaturpreise. [[Testament]]arisch vermachte er seinen literarischen Nachlass der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek]] in [[Hannover]], die Rechte an seinen Werken der [[Bayerische Akademie der Schönen Künste|Bayerischen Akademie der Schönen Künste]], die aus der daraus hervorgegangenen &amp;#039;&amp;#039;Horst-Bienek-Stiftung&amp;#039;&amp;#039; nunmehr zweijährlich den [[Horst-Bienek-Preis für Lyrik]] verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bieneks einer verlorenen Heimat gewidmete [[Prosa]] besitzt einen vergleichbaren Stellenwert in der deutschen Nachkriegsliteratur wie die Werke von [[Günter Grass]], [[Walter Kempowski]] oder [[Johannes Bobrowski]]. „Horst Bieneks ‚Gleiwitzer Tetralogie‘ etwa wird aus gutem Grund Grass’ ‚Danziger Trilogie‘ zur Seite gestellt und könnte sich auch an Bobrowskis großen Romanen ‚Levins Mühle‘ und ‚Litauische Claviere‘ messen lassen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kai Agthe: &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek: Dichter im Jahrhundert der Extreme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Blättchen - Zweiwochenschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 15. Jg., Nr. 22 vom 29. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein umfangreiches Tagebuchwerk, das mehrere tausend Seiten umfasst und das Bienek der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek vermacht hat, wurde 2024 im [[Carl Hanser Verlag]] veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/horst-bienek-es-gibt-nur-die-kunst-die-liebe-und-den-tod-dazwischen-gibt-es-nichts-9783446277441-t-3982 Ankündigung des Carl Hanser Verlags über die Publikation der Tagebücher von Horst Bienek].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er setzt sich darin unter anderem quälend mit seiner [[Homosexualität]] und seinem katholischen Glauben auseinander. Ende der 1980er Jahre dominieren dann zwei Themen: der Zusammenbruch der Staaten des [[Warschauer Pakt]]es und seine schwere Erkrankung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Joachim Göres |url=https://www.nw.de/nachrichten/kultur/kultur/4656512_Ausstellung-in-Hannover-erinnert-an-den-Brecht-Schueler-Horst-Bienek.html |titel=Ausstellung in Hannover erinnert an den Brecht-Schüler Horst Bienek |werk=nw.de |datum=2011-06-28 |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://leibniz-edition.de/sammlungen/moderne_nachlaesse/ leibniz-edition.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bienek als bildender Künstler ==&lt;br /&gt;
Bienek war zudem auch autodidaktisch als Zeichner und Bildhauer aktiv. U. a. für die Reihe &amp;#039;&amp;#039;Signatur&amp;#039;&amp;#039; schuf er eine Serie von [[Collage]]n zum Thema „Torso“ aus Silber- und Goldfolie auf farbigem Papier sowie Zeichnungen und [[Gouache]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Rommerskirchen, Remagen-Rolandseck, [1986] (Signatur; Objekt Nr. 4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Literaturpreis für junge Autoren des [[Kulturbund der DDR|Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands]] für seine Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Bienek: &amp;#039;&amp;#039;Workuta.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein-Verlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1230-2, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; – (1948, zs. mit [[Christa Reinig]])&lt;br /&gt;
* Stipendium der [[Deutsche Akademie Rom Villa Massimo|Villa Massimo]] Rom (1960)&lt;br /&gt;
* Dokumentarfilmpreis in Oberhausen (1966)&lt;br /&gt;
* [[Bayerischer Kunstförderpreis]] (1967)&lt;br /&gt;
* [[Literaturpreis der Stadt Bremen]] (1969)&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Filmpreis|Bundesfilmpreis]] für die Beste Nachwuchsregie für &amp;#039;&amp;#039;Die Zelle&amp;#039;&amp;#039; (1971)&lt;br /&gt;
* Hermann-Kesten-Preis gestiftet vom Verlag R. S. Schulz, Percha am Starnberger See (1975)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Preis ist nicht zu verwechseln mit der vom PEN-Zentrum Deutschland seit 1985 erstmals vergebenen Hermann-Kesten-Medaille - 2008 in [[Hermann-Kesten-Preis|Hermann Kesten-Preis]] umbenannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm-Raabe-Preis#Wilhelm Raabe-Preis der Stadt Braunschweig|Wilhelm Raabe-Preis der Stadt Braunschweig]], für &amp;#039;&amp;#039;Die erste Polka&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Septemberlicht&amp;#039;&amp;#039; (1978)&lt;br /&gt;
* [[Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen]] (1978)&lt;br /&gt;
* [[Nelly-Sachs-Preis]] (1981)&lt;br /&gt;
* [[Andreas-Gryphius-Preis]] (1983; bereits 1967 die „Ehrengabe“)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland (1983)&lt;br /&gt;
* Eichendorff-Medaille (1986)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/germanistik-ndl-1/regener/eichendorff-forum/index.html |titel=Eichendorff-Forum – Universität Regensburg |abruf=2024-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Schiedel-Literaturpreis]] der Stadt Bad Wurzach (1987)&lt;br /&gt;
* [[Jean-Paul-Preis]] (1989)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.km.bayern.de/kunst-und-kultur/literatur/preise.html |text=Träger des Jean-Paul-Preises |wayback=20150627000430}}, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Würdigung des literarischen Gesamtwerks.&lt;br /&gt;
* [[Mainzer Stadtschreiber]] (1989)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* seit 1968 Mitglied des [[P.E.N.]]- Zentrums Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1968: Aufnahme in die [[Bayerische Akademie der Schönen Künste|Bayerischen Akademie der Schönen Künste]]&lt;br /&gt;
* 1970: Aufnahme in die [[Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung|Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&lt;br /&gt;
* 1982 trat er unter Protest aus dem Verband deutscher Schriftsteller (VS) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Traumbuch eines Gefangenen. Prosa und Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachtstücke.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werkstattgespräche mit Schriftstellern.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was war, was ist.&amp;#039;&amp;#039; Gedichte. Hanser, München 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Zelle.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Hanser, München 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorgefundene Gedichte / Poèmes trouvés.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bakunin. Eine Invention.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Solschenizyn und andere.&amp;#039;&amp;#039; Aufsätze. Hanser, München 1972, ISBN 3-446-11559-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit danach.&amp;#039;&amp;#039; Gedichte. Eremiten-Presse, Düsseldorf 1974, ISBN 3-87365-054-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die erste Polka (Horst Bienek)|Die erste Polka]].&amp;#039;&amp;#039; Roman. Hanser, München 1975, ISBN 3-446-12055-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gleiwitzer Kindheit. Gedichte aus 20 Jahren.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1976, ISBN 3-446-12270-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Septemberlicht.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Hanser, München  1977, ISBN 3-446-12411-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zeit ohne Glocken.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Hanser, München 1979, ISBN 3-446-12819-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Zeit und Erinnerung.&amp;#039;&amp;#039; Erzählungen, Gedichte, Essays. Hrsg. v. Margareta und Günter Gorschenek. Mohn, Gütersloh 1980, ISBN 3-579-00348-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erde und Feuer.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Hanser, München 1982, ISBN 3-446-13611-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung einer Provinz. Aufzeichnungen, Materialien, Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1983, ISBN 3-446-13780-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Königswald oder Die letzte Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1984, ISBN 3-446-14135-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Blinde in der Bibliothek. Literarische Portraits.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1986, ISBN 3-446-14526-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das allmähliche Ersticken von Schreien. Sprache und Exil heute.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1987, ISBN 3-446-15011-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reise in die Kindheit. Wiedersehen mit Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1988, ISBN 3-446-15288-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Birken und Hochöfen. Eine Kindheit in Oberschlesien.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, Berlin 1990, ISBN 3-88680-372-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wer antwortet wem.&amp;#039;&amp;#039; Gedichte. Mit einem Nachwort von [[Tilman Urbach]]. Hanser, München 1991, ISBN 3-446-16396-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Workuta.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. und mit einem Nachwort von [[Michael Krüger (Schriftsteller)|Michael Krüger]]. Wallstein, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1230-2.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bwv-bayern.org/attachments/020_FuR%202013-1%20.pdf |text=Rezension (S. 23) |wayback=20131101142412}} (PDF; 3,6&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es gibt nur die Kunst, die Liebe und den Tod. Dazwischen gibt es nichts. Die Tagebücher 1951–1990.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Daniel Pietrek, Gisela vom Bruch und Michael Krüger. Hanser, München 2024, ISBN 978-3-446-27744-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiele ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sechs Gramm Caratillo.&amp;#039;&amp;#039; ([[Hessischer Rundfunk|HR]] 1960), Solo-Hörspiel mit [[Klaus Kinski]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ardmediathek.de/video/hr-retro-oder-abendschau/einpersonen-hoerspiel-mit-klaus-kinski/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xODc1MjE |titel=hr Retro – Abendschau: Einpersonen-Hörspiel mit Klaus Kinski |hrsg=ARD |abruf=2024-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einzelzelle.&amp;#039;&amp;#039; ([[Deutschlandfunk|DLF]] 1966)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Gesicht, das mein Gesicht gefangen hält.&amp;#039;&amp;#039; ([[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] 1982)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Zelle&amp;#039;&amp;#039; (1970), [[Drehbuch]] und [[Filmregisseur|Regie]]: Horst Bienek&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die erste Polka]]&amp;#039;&amp;#039; (1978), Regie: [[Klaus Emmerich (Regisseur)|Klaus Emmerich]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schloß Königswald]]&amp;#039;&amp;#039; (1987), Drehbuch: Horst Bienek, Regie: [[Peter Schamoni]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jede Straße führt in die Kindheit, Der Schriftsteller Horst Bienek.&amp;#039;&amp;#039; Ein Film von Vera Botterbusch, 45 Min. BR 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Marko Martin: &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek - Das Leid der Anderen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dissidentisches Denken. Reisen zu den Zeugen eines Zeitalters.&amp;#039;&amp;#039; Die Andere Bibliothek, Berlin 2019. ISBN 978-3-8477-0415-7. &lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Bittner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Entwurzelte. Horst Bieneks oberschlesisches Schicksal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Silesia Nova&amp;#039;&amp;#039;. 9. Jahrg., Band 4/2012, S. 109–114.&lt;br /&gt;
* Daniel Pietrek: &amp;#039;&amp;#039;„Ich erschreibe mich selbst.“ (Autor)biografisches Schreiben bei Horst Bienek.&amp;#039;&amp;#039; Thelem Verlag, Dresden 2012.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Laube]], Verena Nolte: &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek. Ein Schriftsteller in den Extremen des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-0971-5.&lt;br /&gt;
* Verena Nolte: &amp;#039;&amp;#039;„Ich habe die Zeit gesehen“. Literaturausstellung Horst Bienek 1930–1990.&amp;#039;&amp;#039; Hg. im Auftrag der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek von Reinhard Laube, Hameln 2011.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=horst-bienek|lemma=Bienek, Horst|autor=|band=1|idNum=281}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bernd-Ulrich Hergemöller]]: &amp;#039;&amp;#039;Mann für Mann: biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-39766-4, S. 124–126.&lt;br /&gt;
* Louis F. Helbig: &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek 1930 bis 1990. Leben und Werk als Prozess der Befreiung.&amp;#039;&amp;#039; [[Haus des Deutschen Ostens]], München 2000, ISBN 3-927977-17-9.&lt;br /&gt;
* Ernst Josef Krzywon: &amp;#039;&amp;#039;Oberschlesien im Werk Horst Bieneks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trauer und Zuversicht. Literatur der Heimatvertriebenen in Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Hg. von Peter Fassl und Berndt Herrmann i. A. des Bezirks Schwaben (Katalog zur Ausstellung des Bezirks Schwaben i. Z. mit der Stadt Augsburg und dem Haus des Deutschen Ostens München im Augsburger Rathaus). Augsburg 1995, S. 42–57.&lt;br /&gt;
* Tilman Urbach (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Horst Bienek. Aufsätze, Materialien, Bibliographie.&amp;#039;&amp;#039; Carl Hanser Verlag, München/Wien 1990.&lt;br /&gt;
* [[Hubert Orłowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Bedeutung [[Joseph von Eichendorff|Eichendorffs]] in den Romanen von Horst Bienek.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aurora. Jahrbuch der [[Eichendorff-Gesellschaft]].&amp;#039;&amp;#039; 47/1987, S. 77–82 sowie in: &amp;#039;&amp;#039;Studia Germanica Posnaniensia.&amp;#039;&amp;#039; 1990.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bienek lesen: [Materialien zu seinem Werk].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Michael Krüger. Hanser, München 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118510754|TEXT=Publikationen von und über}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118510754}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0081488}}&lt;br /&gt;
* [http://www.badsk.de/text/bienek.html Gedenkabend für Horst Bienek in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste an seinem 14. Todestag, 2004]&lt;br /&gt;
* [http://horst-bienek-archiv.gwlb.de/ Horst-Bienek-Archiv] der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek]]&lt;br /&gt;
* [http://www.literaturportal-bayern.de/autorenlexikon?task=lpbauthor.default&amp;amp;pnd=118510754 Horst Bienek im Literaturportal Bayern]&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|82b78a86f4e942b9971d67d5ca5f875f}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.ohlbaum.de/foto/bienek-horst |titel=Bienek, Horst |werk=ohlbaum.de |datum= |abruf=2025-12-17 |abruf-verborgen=ja |kommentar=Porträts von Bienek, aufgenommen von [[Isolde Ohlbaum]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118510754|LCCN=n50011237|VIAF=110233031}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bienek, Horst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mainzer Stadtschreiber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer des Aufstandes von Workuta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gliwice)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bienek, Horst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bienek, Horst Georg&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Mai 1930&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zatorze (Gliwice)|Gleiwitz-Stadtwald]], [[Oberschlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WolfgangRieger</name></author>
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