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	<title>Hornmilben - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T16:10:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hornmilben&amp;diff=2091054&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bötsy: /* Weblinks */ form</title>
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		<updated>2025-02-12T09:57:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Zu Informationen über den Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Hornmilben&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Oribatida&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Antoine Louis Dugès|Dugès]], 1834&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Acariformes&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Milben&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterklasse &lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Spinnentiere&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Arachnida&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Klasse &lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Kieferklauenträger&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Chelicerata&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterstamm&lt;br /&gt;
| Bild             = Phthiracarid.jpg  &lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Hornmilbe aus der Familie [[Phthiracaridae]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stomacarus.jpg|miniatur|Eine Hornmilbe aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Stomacarus]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hornmilben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Oribatida), auch Moos-, Käfer- oder Panzermilben genannt, sind eine Ordnung der [[Milben]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Evans Walter |Kapitel=Hidden in plain sight: mites in the canopy |Seiten=224–241 |Hrsg=Margaret Lowman, H. Bruce Rinker |Titel=Forest Canopies |Online={{Google Buch|BuchID=F471I0uJv-8C |Seite=229}} |Datum=2004 |Verlag=[[Academic Press]] |ISBN=978-0-12-457553-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Zhi-Qiang Zhang, Xiao-Yue Hong, Qing-Hai Fan, Jie-Liu Xin |Datum=2010 |Titel=Xin Jie-Liu Centenary: Progress in Chinese Acarology |Sammelwerk=Zoosymposia |Band=4 |ISSN=1178-9905}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=G. W. Krantz, D. E. Walter |Datum=2009 |Kapitel=Astigmatina. Chapter 16 |Titel=A Manual of Acarology 3rd Edition |Verlag=Texas Tech. University Press}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die überwiegend im [[Humus]] und Boden, aber auch in feuchtem Moos und selten in Wasser leben. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der [[Streu (Ökologie)|Streuzersetzung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] der Hornmilben ist äußerst arten- und formenreich. Fossilien belegen, dass diese Tiergruppe bereits vor etwa 380 Millionen Jahren im [[Devon (Geologie)|Devon]] vorkam. Heute sind weltweit etwa 10.000 Hornmilbenarten bekannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;IDW&amp;quot;/&amp;gt;, von denen circa 60 [[Familie (Biologie)|Familien]] mit 400 Arten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brohmer&amp;quot;/&amp;gt; in Deutschland zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Körperbau ==&lt;br /&gt;
Die meisten [[Art (Biologie)|Arten]] sind stark gepanzert und haben eine kugelige Form. Diese dient zum Schutz vor Feinden und gegen Austrocknung. Die kugelförmige Schutzstellung kann zusätzlich durch das Anlegen der Beine in Körpervertiefungen oder durch Überdeckung der Beine durch flügelartige Anhänge des [[Hysterosoma]] verstärkt werden. Das Einziehen der Beine in den Körper und ihre Abdeckung durch das [[Prodorsum|Rostrum]] wird [[Ptychoidie]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eingangs erwähnten deutschen Namen der Oribatida beziehen sich auf die Ähnlichkeit mit [[Käfer]]n oder die starke [[Panzerung]] (oder auch auf den Lebensraum [[Moose|Moos]]) und sind somit nicht für die ganze Ordnung zutreffend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arten der Familien [[Damaeidae]] und [[Neoliodidae]] sind vorwiegend groß und haben verhältnismäßig lange Beine. Sie leben meist in lockerer Streu und Moos und schützen sich, indem sie auf ihrem Rücken alte abgestreifte Larven- beziehungsweise Nymphenhäute mit sich herumtragen. Dieses Schutzpaket ist häufig noch zusätzlich mit Schmutzteilen [[Inkrusten|inkrustiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feuchtigkeitsbedürftigen Arten der Familie [[Brachychthoniidae]] sind gar nicht oder kaum gepanzert. Die Tiere sehen weißlich aus, da sie nur wenig [[Chitin]] besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
Hornmilben fressen, je nach Typ, Pflanzenteile wie zum Beispiel Laubblätter, seltener leben sie räuberisch oder als Aasfresser. Ernährungsbiologisch werden sie nach ihrem Futter in 3 verschiedene Gruppen eingeteilt. Die makrophytophagen Arten ernähren sich nur vom makrophytischen Bestandesabfall, die mikrophytophagen Arten von Mikroorganismen wie Algen, Bakterien und Pilzen, und die dritte Gruppe der panphytophagen Arten ernähren sich als Nichtspezialisten von gemischter Nahrung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schatz&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei den bodenbewohnenden Milben sind Hornmilben mit einem Anteil von 70 bis 90 % vertreten. Sie leben in der [[Streu (Ökologie)|Streu]] und in der oberen Bodenschicht bis 5 cm (maximal 10 cm) Bodentiefe. Hier ertragen sie sowohl Trockenheit als auch Nässe. Wegen ihrer Toleranz gegenüber niedrigen [[pH-Wert]]en gehören Hornmilben in stark versauerten Waldböden zu den wichtigsten Streuzersetzern. Sie können 10 bis 20 % des jährlichen Bestandesabfalls fressen. Dabei wird die [[Zellulose]] und das [[Lignin]] von Mikroorganismen im Darm der Milben aufgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Individuendichte auf einem Quadratmeter Waldboden kann 20.000 bis 50.000 Tiere betragen. Dieses entspräche einem Lebendgewicht von 8 bis 20 kg je [[Hektar]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uni Kassel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Einige Hornmilben dienen als Zwischenwirte verschiedener [[Echte Bandwürmer|Bandwürmer]], vor allem der [[Anoplocephalidae]], die in Haus- oder Wildtieren parasitieren. So infizieren sich zum Beispiel Kühe oder Pferde, wenn sie auf feuchten Weiden grasen und dabei Hornmilben verschlucken. Für die [[Monieziose]] der [[Wiederkäuer]] sind allein 20 Arten von Hornmilben als Zwischenwirt bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eckert&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten der Hornmilben können fettlösliche [[Alkaloide]] [[Biosynthese|synthetisieren]], die eine Giftwirkung aufweisen. Verschiedene kleine Froscharten, darunter die [[Pfeilgiftfrösche]], deren Nahrung zu einem großen Teil aus Hornmilben besteht, erhalten durch diese [[Sequestrierung von Toxinen]] ihre eigenen Gifte. Sie können diese Stoffe, meist [[Pumiliotoxine]], so umbauen, dass sie ihnen nicht schaden und über die Haut abgegeben werden können. Die Gifte dienen diesen Fröschen als Schutz vor Bakterien und Pilzen und halten [[Fressfeind]]e ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodríguez&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gattungen und Arten der Überfamilie [[Analgoidea]] parasitieren auf den Federn von Vögeln und werden daher als [[Federmilben]] bezeichnet. Federmilben können jedoch auch aus anderen Gruppen der Milben, die nicht mit den Hornmilben näher verwandt sind, stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hornmilben der Arten &amp;#039;&amp;#039;[[Trhypochtonius tectorum]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Trichoribates trimaculatus]]&amp;#039;&amp;#039; sind vermutlich für die Ausbreitung der [[Gewöhnliche Gelbflechte|Gewöhnlichen Gelbflechte]] verantwortlich. In ihrem Kot können [[Ascosporen]] und Algenzellen nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mites&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Familie [[Achipteriidae]]&lt;br /&gt;
* Familie [[Psoroptidae]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brohmer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Paul Brohmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Fauna von Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 18. Auflage, Heidelberg 1992, ISBN 3-494-01200-8, S. 153.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IDW&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://idw-online.de/pages/de/news296492 Informationsdienst Wissenschaft]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodríguez&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ariel Rodríguez, Dennis Poth, Stefan Schulz und Miguel Vences: &amp;#039;&amp;#039;Discovery of skin alkaloids in a miniaturized eleutherodactylid frog from Cuba.&amp;#039;&amp;#039; Biology Letters, Royal Society Publishing, Onlinepublikation am 3. November 2010 {{DOI|10.1098/rsbl.2010.0844}} [http://rsbl.royalsocietypublishing.org/content/early/2010/11/01/rsbl.2010.0844.full.pdf+html Volltext] (PDF, englisch).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schatz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/BERI_66_0007-0020.pdf Heinrich Schatz: Über Ernährungsbiologie von Oribatiden (Acari) im Hochgebirge. 1979] (PDF; 851&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uni Kassel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv |url=http://www.uni-kassel.de/fb11/bbp/Skript-G04.pdf |wayback=20120813060902 |text=(Skript zur Vorlesung, Universität Kassel)}} (PDF; 5,7&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eckert&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Johannes Eckert, Karl Theodor Friedhoff, Horst Zahner, Peter Deplazes: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Enke-Verlag, 2008, S. 194ff [http://books.google.de/books?id=6_has9Xh-scC&amp;amp;pg=PT212&amp;amp;lpg=PT212&amp;amp;dq=Moniezia+bandwurm&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=NZOrfCTCtc&amp;amp;sig=AfFbaPjsDxqZOPUYHa-iEaMQO-A&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=et6hTMCVO5DKswab7sGKBQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=8&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwBw#v=onepage&amp;amp;q=Moniezia%20bandwurm&amp;amp;f=false bei Google Books].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;mites&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
F.A. Meier, S. Scherrer, R. Honegger: &amp;#039;&amp;#039;Faecal pellets of lichenivorous mites contain viable cells of the lichen-forming ascomycete. &amp;#039;&amp;#039;Xanthoria parietina&amp;#039;&amp;#039; and its green algal photobiont, &amp;#039;&amp;#039;Trebouxia arbicola&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biological Journal of the Linnean Society&amp;#039;&amp;#039; 76 (2002), S. 259–268, [[doi:10.1111/j.1095-8312.2002.tb02087.x]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfram Dunger: Tiere im Boden. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 327, A. Ziemsen Verlag, Wittenberg Lutherstadt, 1983, {{ISSN|0138-1423}}&lt;br /&gt;
* Gerald W. Krantz, David E. Walter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;A Manual of Acarology.&amp;#039;&amp;#039; 3rd edition. Texas Tech University Press, Lubbock TX 2009, ISBN 978-0-89672-620-8. S. 430–564.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Oribatida|Hornmilben (&amp;#039;&amp;#039;Oribatida&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gbif.de/evertebrata2/oribatida Willkommen in der Welt der Hornmilben (Oribatida)] – Global Biodiversity Information Facility&lt;br /&gt;
* [[Peter Wohlleben]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/zeit-wissen/2017/04/hornmilbe-wald-tiere-erforschung Die geheime Macht der Hornmilbe]&amp;#039;&amp;#039; in: Zeit Wissen 4/2017&lt;br /&gt;
* [https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/milben-fortpflanzung-100.html &amp;#039;&amp;#039;Fortpflanzung. Hornmilben - es geht auch ohne Sex&amp;#039;&amp;#039;] von Veronika Bräse, BR, am 11. Februar 2025 auf tagesschau.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sarcoptiformes (Ordnung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bötsy</name></author>
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