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	<title>Homburger Hof - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T23:03:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Homburger_Hof&amp;diff=1860132&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form, gr</title>
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		<updated>2024-05-08T13:35:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form, gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Guntersblum- Weingut Rudolf Hill (Homburger Hof)- von Alsheimer Straße aus 17.4.2010.jpg|mini|hochkant=1.5|Homburger Hof]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Homburger Hof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im [[Rheinhessen|rheinhessischen]] [[Guntersblum]] war ein [[Gutshof]] mit einer bedeutenden Geschichte. Heute befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Homburger Hofs ein gleichnamiges [[Weingut]]. Das Anwesen gilt heute als [[Kulturdenkmal]]&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: [https://denkmallisten.gdke-rlp.de/Mainz-Bingen.pdf Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Rheinland-Pfalz für den Landkreis Mainz-Bingen] als PDF-Datei, S. 22 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Homburger Hofs geht bis in das 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück: Hier soll laut einer [[Urkunde]] Thilemann Schraß [[Acker|Äcker]] in Guntersblum besessen haben. Nachdem 1350 ein [[Ritter]] namens &amp;#039;&amp;#039;Ring von Sauwelnheim&amp;#039;&amp;#039; Schraß’ Tochter Catharina heiratete, vererbte er später seinen Besitz an seinen Sohn, den [[Schöffe (historisch)|Gerichtsschöffen]] Anthis Ring. Dieser gab seinen Besitz wiederum an die Adelsfamilie &amp;#039;&amp;#039;Iring&amp;#039;&amp;#039; ab. So wird der Ehemann von Anna Iring, Hans von Zwingenberg, 1462 in einer Urkunde als Besitzer eines Feldes &amp;#039;&amp;#039;uff den Merssäckern&amp;#039;&amp;#039; genannt. Etwa 20&amp;amp;nbsp;Jahre später, im Jahre 1483, wird schließlich ihre Tochter Eva in einer Urkunde als Grundstücksbesitzerin aufgeführt. Nachdem sie 1484 gestorben war, ging ihr Besitz an ihren Mann Simon Leifried von Heppenheim über. Nachdem dieser wiederum am 16. Februar 1553 starb, vererbte er seinen Besitz an den Ehemann, Philipp [[Molsberg (Adelsgeschlecht)|von Molsberg]], seiner verstorbenen Schwester Anna. Nachdem dieser 1569 in [[Bodenheim]] gestorben war, wurde das Grundstück an seine Enkelin Maria von Molsberg und ihren Ehemann Johann Friedrich [[Wachenheim (Adelsgeschlecht)|von Wachenheim]] vererbt. Ab sofort nannte man das Gut &amp;#039;&amp;#039;Wachenheimisches Gut&amp;#039;&amp;#039;. Nachdem Maria von Molsberg am 14. März 1659 starb, ging der Besitz des Grundstückes an ihren Neffen, den [[Fürst|hochfürstlich]] [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|hessen-darmstädtischen]] [[Kammerrat]], Haus-, Hof- und Oberjägermeister Heinrich Ludwig von Bobenhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts unter der Verantwortung des [[Geschichte Frankreichs#1589–1789: Haus Bourbon|französischen]] [[König]]s [[Ludwig XIV.]] große Teile des [[Rhein|linksrheinischen]] Gebietes infolge der [[Reunionspolitik]] [[Annexion|annektiert]] wurden, verkauften Heinrich Ludwig von Bobenhausen und der hochfürstliche Hofjunker und &amp;#039;&amp;#039;Capitaine Lieutenant&amp;#039;&amp;#039; Johann Wilhelm von Burckhausen ihren adligen Besitz in Guntersblum für 3.000&amp;amp;nbsp;[[Gulden]] an Anna von Wages. Laut einer Urkunde vom Dezember 1685 soll ihr Anwesen nun eine [[Scheune]], [[Stall]]ungen, ein [[Kelter]]haus und einen [[Garten]] umfassen. Des Weiteren soll das Anwesen in der &amp;#039;&amp;#039;Holdergasse&amp;#039;&amp;#039; liegen und im Süden begrenzt von dem Grundstück des Oberschultheiß Jost Wilhelm Walter, im Norden begrenzt von dem Anwesen des [[Dalberger Hof (Guntersblum)|Dalberger Hofs]] und im Westen begrenzt von dem Grundstück von Johann Paul Kolter sein. Außerdem soll das Anna von Wages Grundstück 66&amp;amp;nbsp;[[Morgen (Einheit)|Morgen]] Äcker, 71&amp;amp;nbsp;Morgen [[Wiese (Grünland)|Wiesen]], 16&amp;amp;nbsp;Morgen [[Wald]]ungen, 10&amp;amp;nbsp;Morgen [[Weinbau|Weingärten]] und 9&amp;amp;nbsp;Morgen Gärten umfasst haben. Zudem kaufte von Wages 1686 zusätzlich 47&amp;amp;nbsp;Morgen Äcker und Wiesen in Guntersblum von [[Weiprecht von Gemmingen (1608–1680)|Weiprecht von Gemmingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als schließlich die Franzosen während ihrer Herrschaft immer mehr in Guntersblum wüteten, war im Februar 1695 der Schaden an dem Anwesen von Anna von Wages so groß, dass sie es für 4.200&amp;amp;nbsp;Gulden an den [[Baron]] Johann Wilhelm Moser von Vilseck verkaufen musste. Dieser verkaufte es wiederum im März 1704 für 6.000&amp;amp;nbsp;Gulden an den [[Graf]]en [[Carl Ludwig (Leiningen-Dagsburg-Falkenburg)|Carl Ludwig von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg]]. Er kaufte das Anwesen zwecks seiner Hochzeitsfeier mit Anna Sabina Freifrau von Nostitz. Kurz darauf veranlasste er, auf dem Grundstück ein [[Schloss (Architektur)|Schloss]] &amp;#039;&amp;#039;von Steinen auffgeführt&amp;#039;&amp;#039; zu bauen. Doch nachdem Carl Ludwig von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg bereits fünf Jahre später im Alter von 29&amp;amp;nbsp;Jahren gestorben war, konnte man nur den [[Rohbau (Bauwesen)|Rohbau]] des Gebäudes fertigstellen. Infolge des Todes ihres Mannes und ihre damit verbundene [[Bankrott|Zahlungsunfähigkeit]] war sie schließlich 1717 dazu gezwungen, das Anwesen für 16.500&amp;amp;nbsp;Gulden an [[Carl von Venningen]] zu verkaufen. Doch auch er verstarb kurze Zeit später, nachdem er den ersten Anteil von 1.500&amp;amp;nbsp;Gulden bezahlt hatte. Nachdem seine Erben sich vom Kauf des Grundstückes zurückziehen wollten, klagte Anna Sabina von Leiningen gegen die Entscheidung der Erben. Als sie schließlich 1722 Recht bekam, übernahmen die Nachkommen von Carl von Venningen, seine verwitwete Frau und seine Tochter, den Besitz des Anwesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem seine Tochter Helena Elisabetha Juliana von Venningen den [[Innenausbau]] vornehmen ließ, verkaufte sie 1733 das Grundstück an den neuen Ortsherrn in Guntersblum, an den 23-jährigen Grafen [[Emich Ludwig (Leiningen-Dagsburg-Falkenburg)|Emich Ludwig von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg]]. Als ein [[Gericht]] 1746 ein [[Gutachten]] wegen einer Rechtsstreitigkeit zwischen Emich Ludwig von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg und der früheren Besitzerin Helena Elisabetha Juliana von Venningen vornehmen ließ, wurde das Anwesen schließlich mit einem Nebenhaus, drei Scheunen, mit einem [[Stall|Kuhstall]], einem Schweinestall, einem Pferdestall, einer Kelter, einem [[Kutsche]]nhaus, einer [[Waschküche]], einem drei Morgen umfassenden Garten und einem [[Baum]]- und [[Genuss]]garten beschrieben. Außerdem sei das Anwesen &amp;#039;&amp;#039;alt und nicht gar zu wohl conditioniert&amp;#039;&amp;#039;. Nachdem sich schließlich auch Emich Ludwig von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg [[Verschulden|verschuldet]] hatte, musste er das Grundstück 1749 an den [[Justizrat]] und &amp;#039;&amp;#039;Resident&amp;#039;&amp;#039; [[Franz Jacob von Sachs]] verkaufen. Der [[Reichtum|reiche]] Besitzer Franz Jacob von Sachs ließ in den folgenden Jahren zahlreiche [[Sanierung (Bauwesen)|Sanierungsarbeiten]] und [[Neubau (Bauwesen)|Neubauten]] auf dem Grundstück des heutigen Homburger Hofs vornehmen. So ließ er ab 1750 das marode Wohnhaus renovieren und errichtete zudem weitere Gebäude auf dem mittlerweile 200&amp;amp;nbsp;Morgen großen Grundstück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als schließlich 1768 Franz Jacob von Sachs im Alter von 58 Jahren starb, hinterließ er seiner Witwe einen [[Schulden]]berg. Nachdem sie die Schulden nicht zurückzahlen konnte, musste sie 1771 [[Insolvenzrecht (Deutschland)|Konkurs]] anmelden. Anschließend wurde das &amp;#039;&amp;#039;Sachsische sog. Homburger Hofguth&amp;#039;&amp;#039; durch das gräflich-leiningische Amt mit 18.605&amp;amp;nbsp;Gulden und die Gebäude mit 4.570&amp;amp;nbsp;Gulden taxiert. Nachdem Anfang 1772 eine [[Auktion]] durchgeführt wurde, wurde die Familie Lincker neuer Eigentümer des Anwesens, das für ihren Erwerb 27.000&amp;amp;nbsp;Gulden bezahlte. Als im Folgenden Graf [[Wilhelm Carl (Leiningen)|Wilhelm Carl von Leiningen-Guntersblum]] die Guntersblumer Ortsherrschaft übernahm, kaufte er den Homburger Hof von Franz von Lincker für 27.000&amp;amp;nbsp;Gulden. Nachdem Wilhelm Carl von Leiningen-Guntersblum zuerst die Renovierung des zum Homburger Hof gehörenden Schloss in Angriff nahm, entschied er sich 1788 für den Bau eines [[Leininger Schloss|neuen Schlosses]]. Das alte Schloss auf dem Grundstück des Homburger Hofs wurde im Folgenden als [[Gästehaus]] benutzt. 1828 wurde der Homburger Hof schließlich in viele Teile aufgeteilt und ohne das alte Schloss mit dem Garten verkauft. Die folgenden Besitzer des stark verkleinerten Homburger Hofs, bestehend aus einem &amp;#039;&amp;#039;einstöckigt(en) Haus (mit) Hofreit, Zugehör und Garten&amp;#039;&amp;#039;, waren ab jetzt Moses und Joseph Salm. Nachdem sie 1831 das Anwesen an Georg Wilhelm Küstner verkauften, übernahm zwei Jahre später sein Sohn den Besitz des Homburger Hofs. Im Folgenden wurden der Gutshof des Homburger Hofs zur Betreibung einer [[Mälzerei]] genutzt, bevor Anfang des 20. Jahrhunderts die Gebäude zum Betrieb eines Weingutes in Anspruch genommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Homburger Hof befindet sich im Guntersblumer Ortskern. Wenige Meter südlich des Homburger Hofs befindet sich die Guntersblumer katholische Kirche und das Leininger Schloss. Zudem befindet sich nur einige hundert Meter nordwestlich die evangelische Kirche, und nur wenige hundert Meter nördlich befinden sich das zweite Guntersblumer Schloss, das heutige &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Schloss (Guntersblum)|Schlossgut Schmitt]]&amp;#039;&amp;#039; und der ehemalige [[Deutschherrenhof]]. Des Weiteren sind der [[Guntersblumer Kellerweg]] und der [[Julianenbrunnen]] nur wenige hundert Meter in westlicher Richtung entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Guntersblum- Weingut Rudolf Hill (Homburger Hof)- Hof von Alsheimer Straße aus 14.1.2009.jpg|mini|Der Hof des heutigen Weingutes &amp;#039;&amp;#039;Homburger Hof&amp;#039;&amp;#039; in Guntersblum]]&lt;br /&gt;
Der heutige Homburger Hof besitzt die [[Grundstück|Grundfläche]] von 87 mal 26 Metern. Auf ihr befindet sich das alte Schloss, ein [[Hof (Architektur)|Hof]], ein Garten und einige Gebäude zur Betreibung des heute gleichnamigen Weinguts. Heute wird das alte Schloss als Wohngebäude für die Grundstücksbesitzer verwendet. Der Homburger Hof wird dabei in nördlicher Richtung durch zahlreiche Wohnhäuser unterschiedlicher Besitzerschaft, in östlicher Richtung durch die &amp;#039;&amp;#039;Alsheimer Straße&amp;#039;&amp;#039; (eine der [[Hauptstraße (allgemein)|Hauptstraßen]] Guntersblums), in südlicher Richtung durch ein ehemaliges Weingut und in westlicher Richtung durch die Guntersblumer &amp;#039;&amp;#039;Kleine Neustraße&amp;#039;&amp;#039; begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Nachdem 1936 die Familie Bluem das Anwesen kaufte, wurden die Gebäude auf dem ehemaligen Homburger Hof für den Betrieb eines Weingutes verwendet. Nach den Gebäudeschäden des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Anwesen mit der heutigen Adresse &amp;#039;&amp;#039;Alsheimer Straße Nr. 19&amp;#039;&amp;#039; in der [[Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland]] erheblich renoviert und im Weiteren mehr den Bedürfnissen eines Weingutes angepasst. 1976 übernahm schließlich Rudolf Hill das heutige Weingut &amp;#039;&amp;#039;Homburger Hof&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmäler in Guntersblum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karin Holl: &amp;#039;&amp;#039;Guntersblum, vom leiningischen Dorf zur Residenz.&amp;#039;&amp;#039; Dieter Schölles GmbH, Hessheim 2008, S. 113–121.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Homburger Hof (Guntersblum)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.weingut-homburger-hof.de/ Internetauftritt] des Weinguts Homburger Hof auf dem &amp;#039;&amp;#039;Homburger Hof&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49.796032|EW=8.345881|type=landmark|region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Guntersblum}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Guntersblum|Homburger Hof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Guntersblum|Homburger Hof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weingut (Rheinhessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Landkreis Mainz-Bingen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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