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	<title>Holzwerder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:12:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-07-17T06:07:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Blick auf Holzwerder.JPG|miniatur|Blick über den Holzwerder vom östlichen Anleger der Fähre Westerhüsen]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzwerder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Landstrich am rechten Ufer der [[Elbe]] gegenüber den Dörfern [[Salbke]] und [[Westerhüsen]]. In historischer Zeit befand sich in diesem Bereich das Waldgebiet &amp;#039;&amp;#039;Praepositurholz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Werder erstreckt sich zwischen dem Elbufer und dem weiter östlich gelegenen Gewässer [[Kuhlenhagen (Elbe)|Kuhlenhagen]]. Nach Osten schließt sich die [[Kreuzhorst]] an. Im Süden reicht das Gebiet bis zur [[Fähre Westerhüsen]]. Südlich hiervon liegt der [[Kapitelwerder]]. Heute gehört der nördliche Teil des Geländes zum [[Magdeburg]]er Stadtteil Kreuzhorst, der südliche zum Stadtteil [[Randau-Calenberge]]. Auch derzeit befindet sich in Teilen des Gebiets ein Wald, wobei jedoch die Bezeichnung Praepositurholz bzw. &amp;#039;&amp;#039;Praepositurwald&amp;#039;&amp;#039; hierfür nicht mehr geläufig ist und auf üblichen Karten noch nicht verzeichnet wird. Der Wald wird, da auch im entsprechenden Stadtteil gelegen, üblicherweise mit zur Kreuzhorst gezählt. Im Übrigen wird der Bereich durch ausgedehnte Wiesen geprägt. Da keine Eindeichung erfolgte, ist das Gebiet häufig durch Hochwasser der Elbe betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name Praepositurholz rührte von &amp;#039;&amp;#039;Propst&amp;#039;&amp;#039; ([[Praepositus (Propst)|Praepositus]]), dem Verwalter weltlicher Angelegenheiten eines Klosters her. Der Wald war lange Zeit in Besitz des [[Sankt-Sebastian-Kirche (Magdeburg)|Magdeburger Klosters Sankt Sebastian]]. Seine südliche Grenze zum auf dem Kapitelwerder befindlichen Kapitelholz wurde von einem [[Grenzgraben]] markiert. Als Förster des Waldes ist aus der Zeit um 1600 &amp;#039;&amp;#039;Moritz Sangerhausen&amp;#039;&amp;#039; überliefert, der im [[Gut Kulenhagen|Forsthaus Kuhlenhagen]] lebte. Aufgrund der abgeschiedenen Lage sollen sich die Zerstörungen und Beeinträchtigungen durch den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] in Grenzen gehalten haben. Allerdings setzte [[Johann t’Serclaes von Tilly|Tilly]] mit seinen Truppen am 6. Mai 1631 an der Fähre Westerhüsen über die Elbe, so dass sich größere Truppenteile auch einige Zeit unmittelbar im Praepositurholz aufgehalten haben. Darüber hinaus befanden sich mit [[Trutz Tilly]] und [[Magdeburger Succurs]] zwei [[Schanzen (Festungsbau)|Schanzen]] in unmittelbarer Nähe, an denen es auch zu Kampfhandlungen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später erwarb das Magdeburger [[Kloster Unser Lieben Frauen]], das auch Eigentümer der Kreuzhorst war, den Rest von Kuhlenhagen. Der Waldbestand dürfte im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau Magdeburgs nach der [[Magdeburger Hochzeit|Zerstörung im Jahr 1631]] stark zurückgegangen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Streitigkeiten zwischen Verwaltern von Praepositur- und Kapitelholz ===&lt;br /&gt;
Der Förster des Präpositurholzes befand sich in einem dauerhaften tiefen Streit mit dem Förster des Kapitelholzes &amp;#039;&amp;#039;Joachim Schnauke&amp;#039;&amp;#039;, so dass es zu ständigen beiderseitigen Übergriffen kam, in dem jeweils unberechtigter Weise vom anderen Holz abgefahren oder eine Wiese gemäht wurde. Überliefert ist, dass nach einem Versehen des Knechts des Moritz Sangerhausen dessen Kühe südlich der Grenze weideten. Schnauke trieb die Kühe zunächst in seinen Stall und forderte dann eine Geldbuße. Häufig mussten Praepositus &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Troßkau&amp;#039;&amp;#039; und die [[Magdeburger Dom|Domherren]] als Eigentümer des südlichen Bereichs schlichtend eingreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Schnauke etwa 1631 verstorben war, übertrug man Sangerhausen auch das Kapitelholz. Nach seinem baldigen Tod 1632 benannte das Kloster als Nachfolger &amp;#039;&amp;#039;Peter Voigt&amp;#039;&amp;#039;. Nach Voigts Tod stritten Kloster und Domherren um das Recht, den Förster zu ernennen. Beim Kloster war – bedingt durch die Kriegswirren – in Vergessenheit geraten, dass der Förster nur zum Teil Eigentum des Klosters, im Übrigen jedoch Eigentum der Domherren verwaltete. Die Akten waren weitgehend vernichtet, die älteren Einwohner tot. Daher reklamierte das Kloster nach Voigts Tod für sich das Recht, den Förster zu bestimmen, während das Domkapitel eigene Ansprüche geltend machte. Auf Ortsterminen am 27. Juli und 8. August 1659 wurden drei ältere Westerhüsener Einwohner zu den vormaligen Besitzverhältnissen befragt. &amp;#039;&amp;#039;David Koch&amp;#039;&amp;#039; aus Westerhüsen konnte noch konkrete Angaben machen und zeigen, wo der alte Grenzgraben verlief. Das Sebastianskloster erkannte daraufhin die Ansprüche des Domkapitels an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. März 1739 veräußerte [[Leopold II. Maximilian (Anhalt-Dessau)|Leopold II. Maximilian von Anhalt-Dessau]] für 13.000 Thaler das Holz des &amp;#039;&amp;#039;Praepositurwerders&amp;#039;&amp;#039;. Dieser gehörte zu diesem Zeitpunkt dem [[Dekanat]] des Domkapitels. Sowohl das Domkapitel als auch das Kapitel von Sankt Sebastian hatten dem Verkauf zuvor zugestimmt. Der Praepositurwerder wurde zu &amp;#039;&amp;#039;Wiesewachs&amp;#039;&amp;#039; gemacht. Das Geld wurde später zum Ankauf von Gütern für das Dekanat genutzt. So wurde auch der weiter südlich gelegene [[Greifenwerder]] angekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Friedrich Pauli]], &amp;#039;&amp;#039;Leben grosser Helden des gegenwärtigen Krieges&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, bey Christoph Peter Francken, Halle 1759, Seite 299&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Friedrich Großhennig, &amp;#039;&amp;#039;Ortschronik von Westerhüsen im Stadtbezirk Magdeburg-SO&amp;#039;&amp;#039;, Manuskript im Stadtarchiv Magdeburg, Signatur 80/1035n, I. Teil, Seite 96 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52.073215|EW=11.684647|type=forest|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Sachsen-Anhalt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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