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	<title>Holztrompete - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T02:37:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Holztrompete&amp;diff=1704255&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: kl erg</title>
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		<updated>2025-11-22T08:31:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Neverlur.JPG|mini|hochkant|Rindentrompete in der Form einer geraden Holztrompete: norwegische &amp;#039;&amp;#039;nverlur&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holztrompete&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet allgemein [[Naturtrompete]]n, deren konische oder zylindrische Blasröhre aus Holz besteht und die von einem halben Meter bis fünf Meter lang sein können. Die bekannteste Holztrompete ist das Schweizer [[Alphorn]]. In ihrer Bauart und traditionellen Funktion als [[Signalinstrument|Signal-]] und Warninstrument der Hirten und teilweise für rituelle Anlässe sind neben vielen anderen mit dem Alphorn verwandt: der Schweizer &amp;#039;&amp;#039;[[Büchel (Musikinstrument)|Büchel]]&amp;#039;&amp;#039;, das in Teilen von Norddeutschland und den Niederlanden vorkommende &amp;#039;&amp;#039;[[Middewinterhorn]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;bucium&amp;#039;&amp;#039; in [[Rumänien]], die &amp;#039;&amp;#039;[[trembita]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Ukraine]], die &amp;#039;&amp;#039;[[fakürt]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Ungarn]], die &amp;#039;&amp;#039;lur&amp;#039;&amp;#039; in [[Schweden]] und die &amp;#039;&amp;#039;[[bazuna]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Polen]]. Während früher aus einem Ast gefertigte Trompeten mit Rinde umwickelt wurden, bestehen reine &amp;#039;&amp;#039;Rindentrompeten&amp;#039;&amp;#039; nur aus aufgewickelten Rindenstreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
=== Konische Holztrompeten ===&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von Holztrompeten wird üblicherweise ein Ast längs in zwei Hälften gespalten. Früher wurden die beiden ausgehöhlten und wieder zusammengeleimten Hälften meist mit Birkenrinde umwickelt. Verwandte Signalinstrumente in der Tradition der Hirten sind konische Rindentrompeten, die mit einem kleinen Durchmesser beginnend aus hälftig sich überlappenden Rindenstreifen aufgewickelt werden. Rindentrompeten sind in Norwegen die &amp;#039;&amp;#039;neverlur&amp;#039;&amp;#039;, bei den [[Walachen (Serbien)|Walachen]] in Serbien die &amp;#039;&amp;#039;rikalo&amp;#039;&amp;#039; und in Sibirien und Nordostchina die „Saugtrompete“ &amp;#039;&amp;#039;[[Sucked trumpet|byrgy]]&amp;#039;&amp;#039;. Funktionell entsprechend werden [[Schneckenhorn|Schneckenhörner]] geblasen. Die musikalischen Möglichkeiten dieser Naturtrompeten hatten einen Einfluss auf die tonalen Rufe und [[Jodeln|Jodler]] in den Bergen, so ahmt etwa der rumänische &amp;#039;&amp;#039;hăulit&amp;#039;&amp;#039; (Jodler, Jauchzer) die Melodien der Holztrompeten stimmlich nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gattung von Hirtenliedern, mit denen in den Schweizer Alpen früher die Kühe zum Melken angelockt wurden, sind die [[Kuhreihen]]. Im badenwürttembergischen [[Villingen-Schwenningen|Villingen]] am Rand des Schwarzwaldes wird nach einem jahrhundertealten Brauch jedes Jahr am 24. Dezember der Kuhreihen auf der Holztrompete &amp;#039;&amp;#039;Herterhorn&amp;#039;&amp;#039; geblasen, zum Dank dafür, dass in der Mitte des 18. Jahrhunderts die Stadt eine Viehseuche überstand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das &amp;#039;&amp;#039;Herterhorn&amp;#039;&amp;#039; durch eine metallene Trompete ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Suppan]]: &amp;#039;&amp;#039;Hirtenmusik. II. Zum Material / Beispiele. 4. Instrumental- und Vokalstile.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;MGG Online&amp;#039;&amp;#039;, November 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile wird wieder ein hölzernes &amp;#039;&amp;#039;Herterhorn&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/villingen-schwenningen/wo-der-kuhreihen-stattfindet-bleibt-ein-geheimnis-buerger-koennen-ueber-das-internet-dabei-sein-und-die-herterhorn-melodie-hoeren;art372541,10694452 &amp;#039;&amp;#039;Wo der Kuhreihen stattfindet bleibt ein Geheimnis – Bürger können über das Internet dabei sein und die Herterhorn-Melodie hören&amp;#039;&amp;#039;.] Südkurier, 18. Dezember 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bonampak mural. Room 1. Musicians and dancers.jpg|mini|Prozession von zwölf Maya-Musikern, darunter zwei mit Holztrompeten. Den Abschluss der Gruppe bildet (links) ein Musiker mit einer [[Gefäßflöte]]. In der rechten Bildhälfte maskierte Tänzer, die Gottheiten verkörpern. Angeführt werden sie von fünf Männern mit [[Rassel|Gefäßrasseln]] (rechts außerhalb des Bildes). Wandmalerei in [[Bonampak]], um 775 n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Wegen der Viehwirtschaft wurden im 19. Jahrhundert Holztrompeten auch in einigen Dörfern im Schwarzwald geblasen. An Weihnachten wurden dort Holztrompeten an Weihnachten im Wechsel mit der Orgel gespielt, wie aus mehreren Belegen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts hervorgeht. Holztrompeten gehörten auch seit mindestens dem 17. Jahrhundert zur Tradition der Wallfahrtskirche in [[Engelswies]].&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Stingel, Petra Hauschke: [https://www.schwaben-kultur.de/cgi-bin/getpix.pl?obj=000000623/00145474&amp;amp;typ=orig &amp;#039;&amp;#039;Baden-Württemberg: Hirtenhornblasen gegen die Viehseuche.&amp;#039;&amp;#039;] Haus der Volkskunst, Balingen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Maya-Zivilisation]] im [[präkolumbisch]]en [[Mesoamerika]] wurden um die Mitte des 1. Jahrtausends bei religiösen Zeremonien kurze Trompeten aus Ton und lange konische Holztrompeten verwendet. Tontrompeten wurden bei archäologischen Ausgrabungen gefunden, der Einsatz von Holztrompeten ist von Wandmalereien in der Kultstätte [[Bonampak]] um 775 n. Chr. und von einer mehrfarbig bemalten Zeremonialvase aus dem 6./7. Jahrhundert bekannt, die in der Ausgrabungsstätte Chamá in [[Guatemala]] gefunden wurde. Verzierungen auf den Trompeten könnten darauf hindeuten, dass die konischen Holzröhren mit Bast- oder Rindenstreifen umwickelt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel Martí: &amp;#039;&amp;#039;[[Musikgeschichte in Bildern]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Musik des Altertums.&amp;#039;&amp;#039; Lieferung 4: &amp;#039;&amp;#039;Altamerika.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1970, S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Lange schlanke Holztrompeten mit Schallbechern aus [[Kalebasse]]n spielten die Maya bis zur spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Stevenson, Arturo Chamorro: &amp;#039;&amp;#039;Maya music. 1. To 1600.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das indigene Volk der [[De’áruwa]] (Piaroa) in [[Venezuela]] verwendet Holztrompeten aus einem zylindrischen Holzrohr und daran angesetzten zusammengerollten Rindenstreifen. Die Trompeten sind typischerweise 1,5 Meter lang und können manchmal 2 bis 3 Meter Länge erreichen. Sie werden unter Wasser aufbewahrt. Ein Ensemble besteht aus Holztrompeten, zwei stets paarweise geblasenen, langen [[Kerbflöte]]n aus Holz ohne Grifflöcher und zwei Querflöten mit Grifflöchern.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Collaer: &amp;#039;&amp;#039;[[Musikgeschichte in Bildern]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Musikethnologie&amp;#039;&amp;#039;. Lieferung 2: &amp;#039;&amp;#039;Amerika. Eskimo und indianische Bevölkerung&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1967, S. 154&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im subsaharanischen Afrika kommen selten längs geblasene Holztrompeten vor, die häufig mit einem aufgesetzten Schallbecher aus einer Kalebasse ausgestattet sind. Hierzu gehört die 140 Zentimeter lange &amp;#039;&amp;#039;asukusuk&amp;#039;&amp;#039; der [[Iteso]] in [[Uganda]]. An die zylindrische Röhre aus ausgehöhlten und wieder verbundenen Hälften wird eine ovale Kalebasse gebunden. Drei oder mehr männliche Musiker blasen &amp;#039;&amp;#039;asukusuk&amp;#039;&amp;#039; zur Tanzbegleitung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Wachsmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Tribal Crafts of Uganda. Part Two: The Sound Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, London 1953, S. 348, 363&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannter sind in Ostafrika die wie [[Elfenbeintrompete]]n quer geblasenen Trompeten aus einer Bambusröhre oder aus Bambus mit aufgesetzter Kalebasse. Fünf bis acht von solchen unterschiedlich gestimmten Quertrompeten, von denen jeder nur einen Ton oder zwei Töne produziert, bilden in [[Ruanda]] das &amp;#039;&amp;#039;[[amakondera]]&amp;#039;&amp;#039;-Ensemble, das ähnlich auch in Uganda Tänze begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bambusrohre ===&lt;br /&gt;
Von den zur [[Arawak-Sprachen|Arawak-Sprachfamilie]] gehörenden Mojo in der bolivianischen [[Provinz Mamoré]] wurde bei einer Expedition 1927–1929 eine Holztrompete gesammelt, die aus einem 73 Zentimeter langen Bambusrohr mit einem Durchmesser von 11 Zentimetern gefertigt ist. Das untere Ende wird durch einen einfachen Trichter verlängert. Im oberen, durch Wachs verschlossenen Ende steckt ein 9,5 Zentimeter langes und 2,4 Zentimeter starkes Anblasrohr. Mit dieser Trompete ließen sich mehrere Töne erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Schünemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Musikinstrumente der Indianer. Aus der Sammlung der Frankfurter Südamerika-Expedition (1927–29).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Musikforschung&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1936, [https://archive.org/details/ArchivFuerMusikforschung1jg1936/page/466/mode/2up?view=theater S. 467]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bambustrompeten sind überwiegend zylindrisch. Zu den Ausnahmen mit einer insgesamt schwach konischen Spielröhre gehören in Nordostindien die &amp;#039;&amp;#039;[[pengkul]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Chin (Volk)|Kuki]] und die &amp;#039;&amp;#039;adil&amp;#039;&amp;#039; der [[Garo (Volk)|Garo]], die aus mehreren Bambussegmenten zusammengesetzt sind, deren Durchmesser nach unten zunehmen. Auf das untere Ende ist ein Schallbecher aus Büffelhorn aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Formen ==&lt;br /&gt;
Das ausgestorbene sächsische [[Pechhorn]] wurde aus Brettern rechteckig zusammengefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Blastechnik wird beim australischen &amp;#039;&amp;#039;[[Didgeridoo]]&amp;#039;&amp;#039; angewandt. In [[Sibirien]] kamen regional den Holztrompeten baugleiche &amp;#039;&amp;#039;[[sucked trumpet]]s&amp;#039;&amp;#039; vor, die eine eigene Instrumentenkategorie bilden, weil die Töne durch Ansaugen von Luft produziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Holztrompete entwickelte [[Johann Adam Heckel]] eigens für [[Richard Wagner]]s &amp;#039;&amp;#039;Fröhliche Hirtenweise&amp;#039;&amp;#039; im 3. Akt von [[Tristan und Isolde (Oper)|Tristan und Isolde]]. Bis 1897 wurde dieses Instrument genutzt. Wagners Holztrompete wird mit einem [[Instrumentenmundstück|Trompetenmundstück]] gespielt und besteht aus einer geraden, zylindrischen oder konischen Holzröhre mit dem Schallstück des [[Englischhorn]]s und einem [[Ventil (Blasinstrument)|Ventil]]. Hierdurch konnten zusätzlich zur [[Tonleiter|Skala]] vom 2. bis zum 6. [[Oberton]] der C-Stimmung auch ein D und ein F erzeugt werden. Laut Wagner sollte ein kraftvoller natürlicher Klang erzeugt werden, für den ein hölzernes Instrument als Ersatz für das Englischhorn von Vorteil sei. Heute wird die Holztrompete häufig durch [[Heckel-Clarina]] oder [[Tárogató]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Britannica Holztrompete Harmonic Series.jpg|mini|Tonumfang von Wagners Holztrompete]]&lt;br /&gt;
* {{Grove Music Online|44835|[[Max Peter Baumann]]|Holztrompete (i)}}&lt;br /&gt;
* {{Grove Music Online|53761|3=Holztrompete (ii)}}&lt;br /&gt;
* [[Curt Sachs]]: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Musikinstrumente&amp;#039;&amp;#039;. Julius Bard, Berlin 1913, S. 189, s.&amp;amp;nbsp;v. „Holztrompete“ ({{archive.org|reallexikondermu00sach |Blatt=189}}).&lt;br /&gt;
* Curt Sachs: &amp;#039;&amp;#039;Geist und Werden der Musikinstrumente.&amp;#039;&amp;#039; Dietrich Reimer, Berlin 1929, S. 84f, s.&amp;amp;nbsp;v. „Rindentrompete“.&lt;br /&gt;
* {{Britannica 1911 |Autor=[[Kathleen Schlesinger]] |Lemma=Holztrompete |Band=13 |Seite=624}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Trompete)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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