<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Holzteer</id>
	<title>Holzteer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Holzteer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Holzteer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T08:51:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Holzteer&amp;diff=596613&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Verwendung */ Beßler ersetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Holzteer&amp;diff=596613&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-14T05:18:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwendung: &lt;/span&gt; Beßler ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wood tar.jpg|mini|Holzteer]]&lt;br /&gt;
Bei &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzteer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|wood tar}}; als Arzneimittel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pix liquida&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) handelt es sich um eine braunschwarze, durchscheinende, leicht körnige, klebrige Flüssigkeit von eigentümlichem, kräftigem Geruch und Geschmack.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandt&amp;quot;&amp;gt;W. Brandt, A. Braun, R. Brieger, H. Dieterle, R. Dietzel, W. Moeser, P. N. Schürhoff, F. Stadlmayr, O. Wiegand: &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum Deutschen Arzneibuch.&amp;#039;&amp;#039; 6. Ausgabe, 1926, 2. Band, Springer Berlin Heidelberg, 1928, ISBN 978-3-642-88891-5, S.&amp;amp;nbsp;299.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das zähflüssige, nicht wasserlösliche Gemisch organischer Substanzen entsteht, neben [[Holzkohle]], [[Holzgas]], [[Holzessig]] und [[Wasser]], bei der [[Pyrolyse]] von [[Holz]]. Früher waren [[Pech (Stoff)|Pech]] und Teer nicht abgegrenzt, heutzutage definiert die Norm DIN 55946 die beiden Begriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Teerofen Heizöffnungsseite.jpg|mini|Teerofen zur Holzverschwelung (Ansicht Heizungsöffnung)]]&lt;br /&gt;
Die [[Kohlenmeiler|Verkohlung]] des Holzes zum Zwecke der Gewinnung von Holzkohle ist sehr alt, bereits in der [[Mittelsteinzeit]] kannte man die bei der Verkohlung entstehenden [[Destillation]]sprodukte, z.&amp;amp;nbsp;B. flüssigen Holzteer und Holzessig, welche die [[Altes Ägypten|Ägypter]] zum [[Einbalsamierung|Einbalsamieren]] ihrer Toten verwandten, Holzteer wurde genutzt als [[Klebstoff|Klebemittel]] sowie [[Konservierungsmittel]]. [[Teer]] und [[Pech (Stoff)|Pech]] aus Holz sind die ältesten [[Kunststoff]]e der Menschheitsgeschichte. So gewannen zeitgleich mit technologischen Neuerungen bei der Teerherstellung die [[Wikingerzeit|Plünderfahrten]] der [[Wikinger]] deutlich an Dynamik.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/wikinger-eroberten-europa-dank-massenproduktion-von-teer-a-1236944.html &amp;#039;&amp;#039;Was die Wikinger zu gefürchteten Seefahrern machte.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]].&amp;#039;&amp;#039; vom 6. November 2018, abgerufen am 6. November 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Hennius: &amp;#039;&amp;#039;Viking Age tar production and outland exploitation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Band 92, Nr. 365, 2018, S.&amp;amp;nbsp;1349–1361, [[doi:10.15184/aqy.2018.22]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die aus der Vorzeit stammenden Verkohlungsmethoden hielten sich grundsätzlich fast unverändert bis in die heutige Zeit. Während man es zwar schon früher verstand, den Holzteer zu verwerten→[[Kohlenmeiler]], erfolgte die technische Ausnutzung der leichter flüchtigen Destillationsprodukte erst im 19. Jahrhundert mit Erfolg. Bis Ende des 18. Jahrhunderts geschah die Verkohlung von Holzkohle häufig in [[Grubenmeiler]]n,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.afm-oerlinghausen.de/afm-rundgang/fruehes-mittelalter/grubenmeiler | wayback=20170109113804 |text=&amp;#039;&amp;#039;Grubenmeiler&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kohlenmeilern oder [[Teergrubenmeiler]]n,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmaltag2008/downloads/Teergrubenmeiler2008.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Teergrubenmeiler&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20170206220311 |archiv-bot=}} (PDF; 2,60&amp;amp;nbsp;MB), auf stadtentwicklung.berlin.de, abgerufen am 6. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; wodurch alle wertvollen Produkte außer Teer verlorengingen. Eine wesentliche Verbesserung brachten die gemauerten [[Ofen|Öfen]] (&amp;#039;&amp;#039;Einkammeröfen&amp;#039;&amp;#039;) der [[Pechofen]], diese waren schon seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jh. im Gebrauch,&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Osteroth: Biomasse: &amp;#039;&amp;#039;Rückkehr zum ökologischen Gleichgewicht.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1992, ISBN 978-3-642-77410-2, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch wurde Holzteer auf [[Pechölstein]]en gewonnen, sowie in gemauerten [[Hangmeiler]]n. Um 1800 wurde [[Essig]] aus Holzessig hergestellt ([[Johann Tobias Lowitz]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner&amp;quot;&amp;gt;H.&amp;amp;nbsp;M. Bunbury, W. Elsner: &amp;#039;&amp;#039;Die trockene Destillation des Holzes.&amp;#039;&amp;#039; Springer Berlin Heidelberg, 1925, ISBN 978-3-642-91149-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach den Untersuchungen von [[Karl von Reichenbach|Carl Reichenbach]] (1835) über die Bestandteile des Holzteeres und durch [[Philippe Lebon]] und [[Max von Pettenkofer]] über die des Holzgases begann man den Holzdestillationsprodukten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kreosot]]) größere Aufmerksamkeit zu schenken. Die nächste Folge dieses Bestrebens war die Anwendung von [[Gusseisen|gusseisernen]] Öfen und [[Retorte]]n (&amp;#039;&amp;#039;Zweikammeröfen&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elsner&amp;quot;/&amp;gt; zum Verkohlen des Holzes. Die Holzteerdestillate wurden später durch Steinkohle-, Braunkohle- und Petroleumdestillate verdrängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Max&amp;quot;&amp;gt;Max Klar: &amp;#039;&amp;#039;Technologie der Holzverkohlung.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 1903, ISBN 978-3-642-98495-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Wird Holz unter Luftabschluss in einem abgeschlossenen Behälter (Meilern, Ofen, Retorte) über etwa 250&amp;amp;nbsp;°C und höher erhitzt, also pyrolysiert, beginnt es, sich in die Stoffe [[Holzkohle]], Holzteer, [[Holzessig]] und [[Holzgas]] zu zersetzen. Bis auf die Holzkohle sind bei der hohen Temperatur alle Stoffe gasförmig. Bei der Abkühlung auf Umgebungstemperatur kondensieren Holzteer und Holzessig und lediglich das Holzgas bleibt gasförmig. Der Holzessig besteht aus dem Wasser, das bei der [[Pyrolyse]] entsteht, und den in ihm gelösten organischen Stoffen wie zum Beispiel [[Methanol]], [[Ameisensäure]], [[Essigsäure]] und [[Phenol]]. Der Holzteer enthält die wasserunlöslichen organischen Stoffe, beide Flüssigkeiten sind nicht mischbar; der Holzessig schwimmt oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will man nicht von außen heizen, kann man auch ein wenig Luft in den Behälter strömen lassen, so dass das Holz [[Schwelbrand|verschwelt]]. Unter solchen Bedingungen, die denen einer [[Holzvergasung]] entsprechen, reagiert der Sauerstoff mit den organischen Teer- und Holzessigstoffen. Deren Eigenschaften und Zusammensetzung sind dann anders als bei der reinen Pyrolyse und entsprechen nahezu denen des [[Holzgaskondensat]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
*Absetzteer (Büttenteer, Ligninteer), dieser trennt sich durch die höhere Dichte vom Holzessig.&lt;br /&gt;
*Extraktionsteer (Rückstandteer, Blasenteer), dieser ist im Rohholzessig gelöst und verbleibt als Blasenrückstand nach Abdestillieren der Essigsäure.&lt;br /&gt;
*Esterteer, der [[schwefelsäure]]haltig ist, fällt bei der Herstellung von [[Methylester]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Winnacker]], [[Leopold Küchler]]: &amp;#039;&amp;#039;Chemische Technologie: Organische Technologie I-II.&amp;#039;&amp;#039; Carl Hanser Verlag, 1952, S.&amp;amp;nbsp;571.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rohholzteere werden durch [[fraktionierte Destillation]] zu [[Kreosot]] verarbeitet unter gleichzeitiger Gewinnung von „Holzteerölen“, bei [[Nadelholz]]teer wird zusätzlich [[Terpentinöl]] gewonnen, der verbleibende Rest ist Holzteer-[[Pech (Stoff)|Pech]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitz&amp;quot;&amp;gt;L. Schmitz, J. Follmann: &amp;#039;&amp;#039;Die flüssigen Brennstoffe: ihre Gewinnung, Eigenschaften und Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Springer, 1923, ISBN 978-3-642-89309-4, S.&amp;amp;nbsp;112 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Falbe, M. Regitz: &amp;#039;&amp;#039;RÖMPP Lexikon Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;H–L&amp;#039;&amp;#039;, 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, 1997, ISBN 3-13-734810-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Früher wurde Holzteer nur verkocht, die leichteren Fraktionen gingen verloren, man erhielt dann feineres und gröberes Pech (Teer) und den Rückstand, den [[Pechkuchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung der verschiedenen Holzteere ist stark von dem eingesetzten Holz und dem angewendeten Verkohlungsverfahren abhängig. Die besten Ausbeuten an Teer ergeben [[Laubholz|Laubhölzer]], besonders wertvoll ist Teer aus [[Buchenholz]] (Kreosot).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Holzteere setzen sich zusammen aus [[Harzsäuren]], [[Fettsäuren]], [[Phenole]]n, [[Terpene]]n, [[Harze]]n und [[Aromaten]] ([[Benzol]], [[Toluol]], [[Xylol]], [[Styrol]], [[Benzo(a)pyren]], [[Naphthalin]], [[Reten]], [[Chrysen]], [[Cumol]], [[Cymole]], [[Mesitylen]], [[Pseudocumol]]), [[Ketone]]n und verschiedenen anderen Stoffen, [[Kreosol]], [[Kresole]]n, [[Phenolether]], [[Guajakol]], [[Essigsäure]] und anderen [[organische Säuren]], sowie hochsiedenden [[Kohlenwasserstoffe]]n, aliphatische [[Alkohole]]n, [[Aldehyde]]n, [[Brenzcatechin]], [[Acylglycerine|Glyceriden]], [[Paraffin]]en und [[Pyrogallolether]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bleyberg: S.&amp;amp;nbsp;594.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Anselmino, [[Ernst Friedrich Gilg|Ernst Gilg]]: &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum Deutschen Arzneibuch:&amp;#039;&amp;#039; 3. Band, 5. Auflage, Springer, 1911, ISBN 978-3-662-38918-8 (Reprint), S.&amp;amp;nbsp;57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P.&amp;amp;nbsp;H. List, L. Hörhammer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039; Handbuch der Pharmazeutischen Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, 6. Band: &amp;#039;&amp;#039;Chemikalien und Drogen&amp;#039;&amp;#039;, Teil A: &amp;#039;&amp;#039;N–Q&amp;#039;&amp;#039;, Springer, 1977, ISBN 978-3-642-65036-9 (Reprint), S.&amp;amp;nbsp;538.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Max&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegensatz zu [[Steinkohlenteer]] enthält Holzteer keine Teerbasen (Stickstoffhaltige Heterozyklen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Heizwert beträgt ca.&amp;amp;nbsp;24&amp;amp;nbsp;MJ pro kg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Holzteer ist ein gut brennbares Gemisch, wurden bei der Herstellung auch die Stoffe mit vergleichsweise niedrigem Siedepunkt gewonnen, so ist der Teer flüssig (nicht zähflüssig), riecht stechend nach Rauch und hat eine braune Farbe. Lässt man den Teer offen stehen, so wird er durch [[Verdunstung]] und weitere chemische Reaktionen der organischen Stoffe an Licht und Luft immer zähflüssiger bis fest. Der Teer ist dann fast schwarz und fest wie etwa [[Knetmasse]]. Der aromatische Geruch geräucherter Wurst- und Fleischwaren stammt von diesen Stoffen. Holzteer ist schwerer als Wasser und Teere von [[Braunkohle]], [[Torf]] und [[Schiefer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandt&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Holzteer wurde lange Zeit im Holz-[[Schiffbau]] zum [[Kalfatern]] und zur Konservierung von Holz und [[Tauwerk]], [[Textilie]]n und Leder verwendet → [[Kreosot]], sowie als Klebemittel, im Salzwasser verwendete Netze wurden ebenfalls mit Holzteer imprägniert. Auch als [[Schmierstoff]] (mit Zusätzen: [[Kienöl]], [[Calciumcarbonat|Kalk]], tierische Fette, Bienenwachs) war er in Gebrauch, als Wagenschmiere sowie bei [[Eisenhammer|Hammerwerken]] etc. Auch wurden daraus Tinten und Farben hergestellt. Er wurde auch als [[Träger]] im [[Griechisches Feuer|griechischen Feuer]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dieter&amp;quot;&amp;gt;Dieter Osteroth: Biomasse: &amp;#039;&amp;#039;Rückkehr zum ökologischen Gleichgewicht.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 1992, ISBN 978-3-642-77409-6, S.&amp;amp;nbsp;85.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute findet er vor allem in Form von Buchenholzteer – nicht zu verwechseln mit [[Buchenteer]] – als Lockstoff für [[Schwarzwild]] und [[Rothirsch|Rotwild]] an [[Suhle]]n Verwendung. Beim [[Hufbeschlag]] und beim [[Klaue (Paarhufer)|Klauenschneiden]] wird heute noch Holzteer als [[Desinfektionsmittel]] verwendet. In der Medizin dient Holzteer zur Behandlung von Hautkrankheiten. Im Mittelalter dienten mit Holzteer getränkte Leinen-Lederlappen als Wundpflaster.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dieter&amp;quot; /&amp;gt; Der Holzteer von verschiedenen [[Kieferngewächse]]n (Pinaceen, [[Koniferen]], Abietineen)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Koniferen &amp;#039;&amp;#039;Abietineen&amp;#039;&amp;#039;] auf zeno.org, abgerufen am 5. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; bildet eine dicke, schwarze Flüssigkeit von der Konsistenz eines dünnen Extraktes (Pix liquida).&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Herzog, Adolf Hanner: &amp;#039;&amp;#039;Die chemischen und physikalischen Prüfungsmethoden des Deutschen Arzneibuches.&amp;#039;&amp;#039; 5. Ausgabe, Springer-Verlag, 1924, ISBN 978-3-662-27585-6 (Reprint), S.&amp;amp;nbsp;359.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zu &amp;#039;&amp;#039;pix liquida&amp;#039;&amp;#039; vgl. auch [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 439–440 (zu &amp;#039;&amp;#039;pix naualius&amp;#039;&amp;#039;: Teer, Destillationsprodukt aus (Kiefern-)Holz; […]; synonym: &amp;#039;&amp;#039;swartz pech&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;pix liquida&amp;#039;&amp;#039;. Dort Zitat aus &amp;#039;&amp;#039;[[Circa instans]]&amp;#039;&amp;#039;: „dicunt tamen quidam, quod pix liquida fex sit picis navalis, quod, dum excoquitur, pix liquida quasi fex residet. Qui mentiuntur. Fiunt enim ex diversis arboribus, quarum frusta in diversis vasis excoquuntur, a quibus in alia vasa, que sub terra posita sunt, effluit liquorisitas a lignis resundans“); und Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 151: &amp;#039;&amp;#039;Pix navalis:&amp;#039;&amp;#039; Das abgekratzte Schiffspech (Harz, Wachs, Seesalz), später durch Abdampfung des Teers über freiem Feuer gewonnen.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Kosmetikprodukten wird Holzteer in der Liste der Inhaltsstoffe als {{INCI|Name=PINUS PALUSTRIS WOOD TAR |ID=59487 |Abruf=2021-12-11}} aufgeführt. &lt;br /&gt;
Die in Teeren enthaltenen Inhaltsstoffe wirken [[juckreiz]]lindernd, [[Entzündungshemmer|entzündungshemmend]] und [[Antisepsis|antiseptisch]], die [[Epidermis (Wirbeltiere)|epidermale]] [[Zellproliferation]] wird gehemmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Hasso Frey (Hrsg.), Felix R. Althaus: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Enke Verlag, 2010, ISBN 978-3-8304-1079-9, S.&amp;amp;nbsp;415.&amp;lt;/ref&amp;gt; Holzteer wird auch als [[Flotation]]smittel in der Erzaufbereitung verwendet,&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Lange: &amp;#039;&amp;#039;Metalle und Minerale.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band, 3. Auflage, Springer-Verlag, 1923, ISBN 978-3-662-31451-7 (Reprint), S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch kann er als [[Brennstoff]] verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Teer]]&lt;br /&gt;
* [[Teeren und Federn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*W. Bleyberg, G. Meyerheim, W. Bachmann, J. Davidsohn, F. Frank, F. Fritz, J. Herzenberg, L. Jablonski, H. Kantorowicz, H.P. Kaufmann, E.L. Lederer, P. Levy, I. Lifschütz, H. Lindemann, H. Mallison: &amp;#039;&amp;#039;Kohlenwasserstofföle und Fette: sowie die ihnen chemisch und technisch nahestehenden Stoffe.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, Springer-Verlag, 1933, ISBN 978-3-642-89045-1, S.&amp;amp;nbsp;593–598.&lt;br /&gt;
*Dieter Osteroth: &amp;#039;&amp;#039;Von der Kohle zur Biomasse: Chemierohstoffe und Energieträger im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag, 1989, ISBN 978-3-642-88669-0, S.&amp;amp;nbsp;86–91.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* maritime.org: [http://www.maritime.org/conf/conf-kaye-tar.htm Holzteer: Geschichte und Gebrauch] (eng.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzverschwelung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzprodukt der Verfahrenstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>