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	<title>Holzapfel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T10:06:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Holzapfel&amp;diff=235640&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AndersenAnders: Bild eines zweifelhaft reinen Wildapfels ersetzt durch Bild eines morphologisch einwandfrei wilden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Holzapfel&amp;diff=235640&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-09T20:51:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild eines zweifelhaft reinen Wildapfels ersetzt durch Bild eines morphologisch einwandfrei wilden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert &amp;#039;&amp;#039;Malus sylvestris&amp;#039;&amp;#039;. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Wildapfel]] und [[Holzapfel (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Holzapfel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Malus sylvestris&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|L.]]) [[Philip Miller|Mill.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Äpfel&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Malus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Kernobstgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Pyrinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Subtribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pyreae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Spiraeoideae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Rosaceae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Bild             = Crab apple (Malus sylvestris) fruit and foliage (3830013351).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Holzapfel (&amp;#039;&amp;#039;Malus sylvestris&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malus sylvestris.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Malus sylvestris&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Malus sylvestris sl1.jpg|mini|Die Laubblätter sind unterseits kahl.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Malus sylvestris sl3.jpg|mini|Blüte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Malus sylvestris sl4.jpg|mini|Die Kelchblätter sind außen kahl.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Malus sylvestris sl11.jpg|mini|Kurztrieb mit Knospe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Malus sylvestris sl13.jpg|mini|Knospe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildapfelbaum, Malus sylvestris.jpg|mini|Wildapfelbaum]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzapfel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Malus sylvestris&amp;#039;&amp;#039;), auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Europäischer Wildapfel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krabapfel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;crab (apple)=Holzapfel)&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ternes&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-89947-165-2|Seiten=803}}&amp;lt;/ref&amp;gt; lateinisch früher auch als &amp;#039;&amp;#039;Mala maciana&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mala silvestria&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 201 (&amp;#039;&amp;#039;Malamaciana – holzopffel – Mala–marciana – holczephhele, mala silvestris – Mala maciana […]&amp;#039;&amp;#039; = Wilde Form von Malus silvestris bzw. Pyrus malus).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Laubbaum]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Äpfel]] (&amp;#039;&amp;#039;Malus&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Rosengewächse]] (Rosaceae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wissenschaftliche Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Malus&amp;#039;&amp;#039; entspricht dem lateinischen &amp;#039;&amp;#039;mālus&amp;#039;&amp;#039; (Apfelbaum), das [[Artepitheton]] &amp;#039;&amp;#039;sylvestris&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „im Wald wachsend“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzapfel war der [[Baum des Jahres]] 2013 in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Prof. Andreas Roloff |url=https://baum-des-jahres.ternum-dev.de/wp-content/uploads/2020/10/2013_Wildapfel.pdf |titel=Der Wild-Apfel – Baum des Jahres 2013 |werk=Baum des Jahres |hrsg=Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung |sprache=de |abruf=2026-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Holzapfel ist ein sommergrüner [[Baum]], der Wuchshöhen bis zu 10 Meter erreicht; überwiegend wächst er jedoch als großer [[Strauch]] mit Wuchshöhen von 3 bis 5 Metern. Die [[Baumkrone|Krone]] ist dicht; die Äste und Zweige weisen mehr oder minder [[Dorn (Botanik)|verdornende]] Kurztriebe auf. Die [[Rinde]] ist eine graubraune, längsrissige Schuppenborke. Die Knospen sind wollig. Die nur schwach behaarten bis fast kahlen, gestielten, bespitzten bis spitzen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind eiförmig, am Rand grob gesägt und 4 bis 8 Zentimeter lang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Im April bis Mai erscheinen die rosa-weißen [[Blüte]]n auf kahlen Blütenstielen. Die kugeligen [[Frucht (Botanik)|Früchte]] sind gelbgrün mit ggfs. roter Backe, haben nur einen Durchmesser von 2 bis 4 Zentimetern und sind herbsauer und holzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 34.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Tropicos|ID=27800987|WissName=Malus sylvestris|ProjektID=9|Abruf=2026-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zu anderen Arten ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Malus sylvestris&amp;#039;&amp;#039; galt bisher als eine mutmaßliche Stammform des [[Kulturapfel]]s (&amp;#039;&amp;#039;Malus domestica&amp;#039;&amp;#039;), wobei eine [[Kreuzung (Genetik)|Kreuzung]] mit &amp;#039;&amp;#039;[[Malus praecox]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Malus dasyphylia]]&amp;#039;&amp;#039; möglich erschien. Neuere [[gentechnisch]]e Untersuchungen weisen dagegen auf eine Abstammung des Kulturapfels vom [[Asiatischer Wildapfel|Asiatischen Wildapfel]] (&amp;#039;&amp;#039;Malus sieversii&amp;#039;&amp;#039;) hin.&amp;lt;!-- Gehört in einen Abschnitt zur Systematik. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Unterscheidbarkeit des Holzapfels zum Kulturapfel ist an [[Blatt (Pflanze)|Laubblättern]], Früchten und Blüten gegeben, wobei diese Merkmale unterschiedlich verlässlich sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzapfel verfügt über kleine, häufig schrumpelige Früchte, die einen Durchmesser von weniger als 4 Zentimetern aufweisen. Die ab September reifen Früchte haben einen sehr sauren bis bitteren Geschmack, was auf den hohen Gehalt an [[Gerbstoff]]en zurückzuführen ist. Weitere Merkmale der Früchte sind das sehr kleine Kerngehäuse und die flachen Stiel- und Kelchgruben. Aufgrund der großen Variabilität von Hybriden sind die Früchte allein jedoch kein eindeutiges Merkmal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterseite der Blätter des Holzapfels weist im Unterschied zum Kulturapfel keine oder nur eine geringe [[Trichom|Behaarung]] auf. Auch Hybriden sind zumeist stärker behaart, können jedoch teils auch vollkommen kahle Blätter aufweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum kann nur anhand der Blüten eine eindeutige Bestimmung vorgenommen werden. Im Gegensatz sowohl zu Kulturäpfeln als auch zu Hybriden haben reine Wildäpfel stets einen kahlen [[Kelchblatt|Kelch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Feulner, Anja Schulze-Bierbach, Tessa Urbon, Barbara Fussi, Gregor Aas |Titel=Bestimmbar nur mit Blüte - Genetisch abgesicherte morphologische Merkmale zur Unterscheidung von Wildapfel (Malus sylvestris), Hausapfel (Malus × domestica) und ihren Hybriden |Hrsg=Bayerische Botanische Gesellschaft |Sammelwerk=Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft |Band=92 |Datum=2022 |Online=https://www.researchgate.net/profile/Martin-Feulner/publication/371226159_Bestimmbar_nur_mit_Blute_-Genetisch_abgesicherte_morphologische_Merkmale_zur_Unterscheidung_von_Wildapfel_Malus_sylvestris_Hausapfel_Malus_domestica_und_ihren_Hybriden/links/647999a1b3dfd73b775c76c7/Bestimmbar-nur-mit-Bluete-Genetisch-abgesicherte-morphologische-Merkmale-zur-Unterscheidung-von-Wildapfel-Malus-sylvestris-Hausapfel-Malus-domestica-und-ihren-Hybriden.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres wichtiges Abgrenzungsmerkmal zwischen Wildapfel und verwilderten Kulturäpfeln ist die Stellung der Kelchblätter; der Wildapfel hat relativ schmale, lange Kelchblätter, die alle zusammenstehen. Bei verwilderten Kulturäpfeln, die ansonsten nicht von Wildäpfeln zu unterscheiden sind, ist mindestens ein Kelchblatt umgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die Blüten sind [[Dichogamie|proterogyne]], [[Nektar (Botanik)|nektarführende]] [[Scheibenblume]]n; da die Narben mehrere Tage vor den Staubbeuteln reifen, ist eine spontane [[Selbstbestäubung]] zumindest erschwert, wenn nicht unmöglich. Die Blüten werden durch [[Zweiflügler]] und [[Hautflügler]] (besonders [[Bienen]]) bestäubt, für die der Holzapfel einen Nektar- und Pollenspender von besonderem Wert darstellt. Die Frucht enthält das [[Anthocyan]]-Glycosid Idaein (aus [[Cyanidin]] und [[Galactose]]), die Apfelsamen sind durch das enthaltene [[Amygdalin]] schwach giftig. Der Holzapfel ist ein [[Flachwurzler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Standorte ==&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Holzapfels ist wohl [[Europa]] bis [[Vorderasien]], wobei die Süd- und Ostgrenze seines Verbreitungsgebietes nicht sicher bestimmbar ist. Als Hauptverbreitungsgebiet gelten die Tieflandgebiete [[Mitteleuropa]]s. In den [[Alpen]] kommt der Holzapfel bis zu einer Höhe von 1100 m [[Normalnull|NN]] vor. Es handelt sich bei ihm um eine licht- und wärmeliebende Art, die besonnte und freie Bodenflächen zur Keimung benötigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoffmann&amp;quot;&amp;gt;Ulrike Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Wildäpfel im Spannungsfeld menschlichen Wirtschaftens&amp;#039;&amp;#039;. Natur in NRW 2/2018: 17-21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzapfel wächst sehr zerstreut in [[Auwald|Auenwäldern]], auf [[Steinriegel|Steinriegeln]], in [[Hecke|Hecken]] und Gebüschen auf frischem, nährstoff- und basenreichem, meist tiefgründigem Lehm- oder Steinboden in humid-milder Klimalage. Nach [[Zeigerwerte nach Ellenberg|Ellenberg]] ist er eine Halblichtpflanze, ein Frischezeiger, ein Schwachsäure- und Schwachbasezeiger, auf mäßig stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Klassencharakterart der Sommerlaubwälder und -gebüsche (Querco-Fagetea).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Holzapfel im Kontext von Beweidung und Hutewaldwirtschaft ==&lt;br /&gt;
Mit der Auflichtung der Wälder durch die Viehwirtschaft seit der [[Jungsteinzeit]] nahm der Holzapfel, wie Untersuchungen bei Ausgrabungen und Pollendiagramme zeigten, in Mitteleuropa zu, da die Landschaft großflächig eher einem [[Hutewald]] glich. Wegen seiner hohen Regenerationskraft, der Fähigkeit zur Bildung von [[Stockausschlag|Stockausschlägen]] aus der Stammbasis, der Neigung, sich aus [[Wurzelbrut|Wurzelschösslingen]] zu verjüngen und seiner spitzen, dornenartigen Kurzsprosse konnte sich der Holzapfel gut unter [[Weidelandschaft|Beweidungseinfluss]] etablieren und behaupten. Das Vieh verbreitete zudem Samen des Holzapfels, indem es die Äpfel fraß und durch den [[Kot|Dung]] verteilte, außerdem wirkt sich das Durchqueren einer Darmpassage auf die Kerne des Holzapfels keimfördernd aus. Samen, die von Vieh verbreitet werden, profitieren von einer mehrmonatigen Ruhepause im sich zersetzenden Dung, der ein geeignetes Keimbett liefert, welches außerdem für einige Zeit von einer Beweidung verschont bleibt. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Waldhude mehr und mehr aufgegeben, und so entfiel das Vieh als ständiger Samenverteiler über den Dung. Der Deckungsgrad der Vegetation wurde seit den 1960er Jahren allgemein dichter und verschlechterte die Bedingungen für eine erfolgreiche Verjüngung des Holzapfels immer mehr, da Holzäpfel in der Keim- und Jugendphase einen sich schnell erwärmenden Boden und ein konkurrenzarmes Umfeld benötigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoffmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzapfel profitiert also in hohem Maße von einer Beweidung oder ist für eine erfolgreiche Verjüngung sogar von ihr abhängig, er könnte also im Sinne der [[Megaherbivorenhypothese]] eine Art darstellen, deren Präsenz in Mitteleuropa nicht nur als Relikt der Hudewaldwirtschaft vergangener Jahrhunderte, sondern sogar als Hinweis auf eine offene Waldweide als [[Potenzielle natürliche Vegetation|natürlicher Vegetation]] in Teilen Mitteleuropas auch vor dem Beginn des menschlichen Einflusses interpretiert werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestand und Bestandsentwicklung ==&lt;br /&gt;
Im Auftrag der deutschen [[Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung|Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)]] wurden im Rahmen des Projekts &amp;#039;&amp;#039;Erfassung und Dokumentation genetischer Ressourcen seltener Baumarten in Deutschland&amp;#039;&amp;#039; in den Jahren von 2010 bis 2013 die Vorkommen von zehn seltenen heimischen Baumarten in den [[Wald in Deutschland|deutschen Wäldern]] ermittelt. Die Erfassung der BLE zum Holzapfel in Deutschland stellte fest, dass 92 Prozent der Vorkommen aufgrund von Isolation, Überalterung und mangelnder [[Naturverjüngung]] bedroht oder absterbend sind, lediglich für 5 Vorkommen wurde der Erhaltungszustand als &amp;quot;sehr gut&amp;quot; und &amp;quot;gut&amp;quot; d.&amp;amp;nbsp;h. als vital und mit ausreichender Naturverjüngung, eingestuft, 15 Bestände galten als &amp;quot;geschwächt&amp;quot;, 200 als &amp;quot;bedroht&amp;quot; und 27 als &amp;quot;absterbend&amp;quot;. Auch [[Hybride|Hybridisierungen]] mit Kulturäpfeln verstärken die Bedrohung und machen es außerdem schwer, reinrassige Vorkommen zu identifizieren,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Projektfoerderung/BiologischeVielfalt/Abschlussbericht_Wildapfel.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1 „Erfassung und Dokumentation genetischer Ressourcen seltener und gefährdeter Baumarten in Deutschland“, Teillos 2: Wild-Apfel (Malus sylvestris) und Wild-Birne (Pyrus pyraster)]&amp;lt;/ref&amp;gt; da keine Kreuzungsbarrieren existieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoffmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Holzäpfel wurden in Mitteleuropa schon in der [[Jungsteinzeit]] genutzt. Die Früchte sind gedörrt oder gekocht genießbar und wurden im 17. Jahrhundert geschnitten dem Holzäpfelbier&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Gleinser: &amp;#039;&amp;#039;Anna von Diesbachs Berner ‚Arzneibüchlein‘ in der Erlacher Fassung Daniel von Werdts (1658), Teil II: Glossar.&amp;#039;&amp;#039; (Medizinische Dissertation Würzburg), jetzt bei Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1989 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 46), S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; zugesetzt. Seit der Verbreitung des Kulturapfels hat der Holzapfel keinerlei wirtschaftliche Bedeutung mehr. In Gestecken werden neben Kiefernzapfen auch Holzäpfel künstlerisch verwendet. In der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] werden die herben Holzäpfel als besondere Würze hochwertigen Apfelsäften in geringer Menge zugesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 503.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Malus sylvestris|Holzapfel (&amp;#039;&amp;#039;Malus sylvestris&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4643836-1}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|3582}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|3582}}&lt;br /&gt;
* {{InfoFlora|ID=5380|WissName=Malus sylvestris aggr.|Abruf=2015-11-05}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Rosengewaechse/apfel.htm#Holz-%20Apfel  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* [http://www.baumkunde.de/baumdetails.php?baumID=0432 Steckbrief bei baumkunde.de.]&lt;br /&gt;
* [http://www.wald-in-not.de/download13/wildapfel.pdf Wildapfel-Merkblatt der Stiftung &amp;#039;&amp;#039;Wald in Not&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, 162&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [{{GRIN|ID=23279|WissName=Malus sylvestris|Linktext=nein}} Eintrag bei GRIN.]&lt;br /&gt;
* [https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/baeume-und-waldpflanzen/laubbaeume/wildapfel-malus-sylvestris &amp;#039;&amp;#039;waldwissen.net&amp;#039;&amp;#039;: Der Wildapfel - vom Aussterben bedroht]&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2013.2&lt;br /&gt;
| ID             = 172170&lt;br /&gt;
| ScientificName = Malus sylvestris&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2010&lt;br /&gt;
| Assessor       = C. Kik, H. Korpelainen, R. Vögel, Å. Asdal, P. Eliáš, D. Draper, J. Magos Brehm&lt;br /&gt;
| Download       = 2. Dezember 2013&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Baum des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4643836-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Äpfel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum des Jahres (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apfel als Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kernobst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AndersenAnders</name></author>
	</entry>
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