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	<title>Holy Seven - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Holy_Seven&amp;diff=2674052&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-17T10:14:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holy Seven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – deutsch „heilige sieben (Krankheiten)“ – war der klassische Katalog von sieben [[psychosomatisch]]en Krankheiten, die 1950 von [[Franz Alexander]] beschrieben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Alexander]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychosomatic medicine&amp;#039;&amp;#039;. Its principles and applications. Norton, New York 1950, 300 S., [https://d-nb.info/993025870 DNB-online,] deutsch „psychosomatische Medizin“. Grundlagen und Anwendungsgebiete. De Gruyter, Berlin 1951.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;holy seven&amp;#039;&amp;#039; wurde allerdings erst nachträglich gebildet, da Alexander „spezifische Konflikte“ bei diesen Erkrankungen annahm und dabei glaubte, mit jeder dieser Krankheiten jeweils typische Kennzeichen für einen ganz bestimmten [[Persönlichkeit]]styp gefunden zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPS&amp;quot; /&amp;gt; Diese Fragestellung verbindet sich heute mit der Annahme einer bestimmten [[Psychodynamik]] bei den [[Psychosomatische Krankheit|Psychosomatosen]], wie etwa die bei der [[Essentielle Hypertonie#Psychodynamik|essentiellen Hypertonie]] bzw. mit Fragen nach einer [[Differentielle Psychologie|differentiellen Typologie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NPP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katalog ==&lt;br /&gt;
Es handelte sich bei diesen sieben Krankheiten um: &lt;br /&gt;
# [[Ulcus ventriculi]] (Magengeschwür) und [[Ulcus duodeni]] (Zwölffingerdarmgeschwür)&lt;br /&gt;
# [[Asthma bronchiale]] (Bronchialasthma)&lt;br /&gt;
# [[Rheumatoide Arthritis]] (Chronische Polyarthritis)&lt;br /&gt;
# [[Neurodermitis]] (Hauterkrankung)&lt;br /&gt;
# [[Essentielle Hypertonie]] (Bluthochdruck)&lt;br /&gt;
# [[Hyperthyreose]] (Schilddrüsenüberfunktion)&lt;br /&gt;
# [[Colitis ulcerosa]], [[Morbus Crohn]] ([[chronisch-entzündliche Darmerkrankungen]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;NPP&amp;quot;&amp;gt;[[Sven Olaf Hoffmann]], G. Hochapfel: &amp;#039;&amp;#039;Neurosenlehre, Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 1999, Compact-Lehrbuch, Schattauer, Stuttgart 2003, ISBN 3-7945-1960-4; (a)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Psychodynamik bei der Essentiellen Hypertonie“: S.&amp;amp;nbsp;312&amp;amp;nbsp;ff.; (b)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Holy Seven“ S. 304; (c)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „vegetativer Dauerstress“ S. 304; (b)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Reduktionistische Verabsolutierungen vermeinden“ S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einigen Autoren wird auch die [[Migräne]] zu den &amp;#039;&amp;#039;Holy Seven&amp;#039;&amp;#039; der [[Psychosomatische Krankheit|Psychosomatosen]] gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezifische Konflikte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme von sieben spezifischen Krankheiten ließ sich zwar nicht in einer strengen Art und Weise bestätigen, da die [[Charaktertypen|Typisierung]] der Persönlichkeit nicht in jedem Einzelfall genau genug ist, um alle individuellen Besonderheiten zu berücksichtigen. Die Psychologie kann zwar nicht auf die Annahme [[Nomothetische versus idiographische Forschung|gesetzmäßiger]] Zusammenhänge verzichten, allerdings ist sie hauptsächlich als [[Idiographie|idiographisch]]e Wissenschaft zu verstehen, das heißt, als Forschung, die von der Darstellung von Einzelfällen lebt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GUN&amp;quot;&amp;gt;[[Wilhelm Windelband]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Naturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Straßburg: Heitz, 3. Auflage 1904. [https://www.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/19Jh/Windelband/win_rede.html online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Annahme von &amp;#039;&amp;#039;sieben Persönlichkeitstypen&amp;#039;&amp;#039; ist als psychologisch „gesetzhaft“ bereits deshalb unwahrscheinlich, weil jede Systematik etwas Willkürliches besitzt. Auch hat die zwischenzeitlich rasch anwachsende Zahl von Psychosomatosen diese Annahme eher als unwahrscheinlich anmuten lassen. Die Bezeichnung „Heilige Sieben“ lässt daher schon vorab an eine eher kritische Einstellung gegenüber der Theorie von Alexander denken, da sie weniger an eine [[Hypothese|wissenschaftliche These]] als vielmehr an eine [[Glaube (Religion)|Glaube]]nstatsache denken lässt. Eine Reihe von allgemein verbreiteten [[Widerstand (Psychologie)|Widerständen]] gegen psychoanalytische Deutungen stehen im Zusammenhang mit diesen Tatsachen. [[Thure von Uexküll]] berichtet selbst über eine persönliche Begegnung mit Alexander, bei der er, von einer seiner Deutungen zu einem bestimmten Krankheitsfall, sehr überrascht war. Später erwies sich diese Deutung jedoch als zutreffend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der Untersuchung von Alexander sah bereits 1935 [[Helen Flanders Dunbar]] (1902–1959) lebensgeschichtliche Ereignisse vor allem der frühen Kindheit als wesentlich für die Ausprägung von Charaktereigenschaften an. Schon damals nahm sie eine Reihe aus vorstehenden sieben Erkrankungen als Beispiel, um verursachende psychogene Krankheitsfaktoren darzulegen. Für diese hatte es bisher keine körperlichen Hinweise gegeben. Dunbar warnte selbst davor, ihre Persönlichkeitsprofile vorschnell zu verallgemeinern. Solche Persönlichkeitsprofile wurden in den 50er Jahren beispielsweise u.&amp;amp;nbsp;a. aus der Modellvorstellung der [[Managerkrankheit]] gewonnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPS&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helen Flanders Dunbar]]: &amp;#039;&amp;#039;Emotions and Bodily Changes&amp;#039;&amp;#039;. (1935) Neuauflage New York 1955; Mind and Body: Psychosomatic Mediane. New York 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme spezifischer Konflikte, die zu einer von Alexander so bezeichneten [[Organneurose|vegetativen Neurose]] führten, wurde erneut als Konzept von Thure von Uexküll aufgegriffen. Er hielt organbezogene vegetative Störungen für die Auswirkung von unbewältigtem Dauerstress und bezeichnete sie als [[Bereitstellungskrankheit]]en. Sie sind die chronische Fortführung der [[Psychodynamik|Pathodynamik]] [[Funktionelle Syndrome|funktioneller Syndrome]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NPP&amp;quot; /&amp;gt; Die praktischen Schwierigkeiten bei der diagnostischen Beurteilung und Systematik beruhen auf der grundsätzlichen [[Ambivalenz]] emotional bestimmender Motive, die sich gerade auf die Dauer der Krankheitsentwicklung in gegensätzlicher Richtung entfalten können, wie z.&amp;amp;nbsp;B. der angebliche [[Ehrgeiz]] von Magenkranken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPS&amp;quot;&amp;gt;[[Thure von Uexküll]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der psychosomatischen Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg 1963, zu Stw. „Spezifische Konflikte“: S.&amp;amp;nbsp;54–63, 69; zu Stw. „Psychologie als idiographische Wissenschaft“: S.&amp;amp;nbsp;54; zu Stw. „Flanders Dunbar“: S.&amp;amp;nbsp;50&amp;amp;nbsp;ff., 57, 63, 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Persönlichkeitsdiagnostik bezeichnete [[Karl Jaspers]] die [[Idealtypus|idealtypische]] [[Charaktertypen|Charakterkunde]] als „Systematik aller möglichen scharf bestimmten Gegensätze“. Das Maßvolle wird dabei auch als Total- oder [[Realtypus]] bzw. als das Mittlere zwischen den jeweils gegensätzlichen extremen Polen benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Jaspers]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Psychopathologie&amp;#039;&amp;#039;. 9. Auflage, Springer, Berlin 1973, ISBN 3-540-03340-8, 2.&amp;amp;nbsp;Teil: [[Verstehende Psychologie]]; 4.&amp;amp;nbsp;Kap.: Charakterologie; §&amp;amp;nbsp;4 Versuche charakterologischer Grundeinteilungen; b)&amp;amp;nbsp;Idealtypen, S.&amp;amp;nbsp;363&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Im Fall des Magen- und Zwölffingerdarmgeschwürs wurde 1982 das [[Bakterium]] &amp;#039;&amp;#039;[[Helicobacter pylori]]&amp;#039;&amp;#039; als Krankheitsverursacher identifiziert. Man geht heute davon aus, dass dieses Bakterium die Hauptursache für diese Geschwüre ist.&amp;lt;ref&amp;gt;M. P. Manns: &amp;#039;&amp;#039;Magen-, Darm- und Lebererkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; In: Martin Wehling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klinische Pharmakologie.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 3-131-26821-2, S.&amp;amp;nbsp;201 {{Google Buch |BuchID=61lQ6Wet2rcC |Seite=201}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entdeckung körperlich begründbarer Krankheitsfaktoren stellt jedoch kein Argument gegen den wirksamen Einfluss von psychologischen Stressoren dar. Solche Stressoren können z. B. die Empfänglichkeit für Infektionen beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Guo, K. R. Jia, Y. Shi, X. F. Liu, K. Y. Liu, W. Qi, Y. Guo, W. J. Zhang, T. Wang, B. Xiao, Q. M. Zou: &amp;#039;&amp;#039;Psychological stress enhances the colonization of the stomach by Helicobacter pylori in the BALB/c mouse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stress&amp;#039;&amp;#039; (Amsterdam, Netherlands). Band 12, Nummer 6, November 2009, {{ISSN|1607-8888}}, S.&amp;amp;nbsp;478–485, {{DOI|10.3109/10253890802642188}}, PMID 20102319.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ausmaß der Beeinflussung ist jedoch umstritten und von dem zugrunde liegenden Weltbild des Mediziners abhängig; ob dieser physiologische oder psychologische Ursachen in der Medizin für prädominant hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unerwartetes Ereignis anlässlich der Untersuchungen von Helen Flanders Dunbar erschien die Untersuchung einer ganz bestimmten [[Kontrollgruppe]]. Diese Gruppe war von Dunbar gewählt worden als Gegenbeispiel von offensichtlich nicht durch psychische, sondern augenscheinlich nur durch physische Ursachen betroffenen Kranken, von denen weiter anzunehmen war, dass sie durch Zufall ins Krankenhaus gekommen waren. Bei diesem vermeintlich „zufällig“ erkrankten Personenkreis ging sie davon aus, dass es keine inneren Zusammenhänge mit dem Unfallereignis gibt, ähnlich dem sprichwörtlichen Pech von Menschen, denen „ein Dachziegel auf den Kopf fällt“. Es handelte sich bei der Kontrollgruppe um Patienten auf einer chirurgischen Unfallstation. Im Ergebnis zeigte sich jedoch, dass es eine bestimmte Menschengruppe gibt, die immer wieder von Unfällen heimgesucht wird. Eine genauere Analyse der Zusammenhänge ergab sodann, dass die Art, wie man seine Umwelt gefühlsmäßig erlebt und einschätzt, und die Art, wie man auf ihre Anforderungen reagiert, nicht gleichgültig ist im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit, ob man sich einen Unfall zuzieht oder nicht. Dies hatte bereits im Jahr 1926 [[Karl Marbe]] im Rahmen seiner Untersuchungen für eine Verkehrsgesellschaft in den USA festgestellt. Sie hatte zur Folge, dass bei dieser Gesellschaft die Unfallzahlen auf ein Fünftel reduziert werden konnten, nachdem Fahrer, die dort schon früher Unfälle verursacht hatten, anderweitig beschäftigt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll nicht der Eindruck entstehen, es handle sich um eine allgemein akzeptierte Theorie. Die Einschätzung als psychosomatisch hängt von der Einstellung des jeweiligen Wissenschaftlers ab, welchen Aspekt er bevorzugt. Naturwissenschaftliche Betrachtungsweise bevorzugt vielfach eher somatische denn psychische Aspekte. Meist handelt es sich jedoch bei [[pathogenetisch]]en Erwägungen um eine Vielzahl von Faktoren, die nicht in [[reduktionistisch]]er Art und Weise verabsolutiert werden dürfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NPP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.medizin.uni-tuebingen.de/ppkj/Studium/renner_psychosomatik_ss_14.pdf Kritik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychosomatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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