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	<title>Holunder-Knabenkraut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T16:03:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Holunder-Knabenkraut&amp;diff=1211443&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Christian Ries: Kraut ist sächlich</title>
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		<updated>2025-10-27T08:30:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kraut ist sächlich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Holunder-Knabenkraut&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Dactylorhiza sambucina&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|L.]]) [[Károly Rezsö Soó von Bere|Soó]] &lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Knabenkräuter&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Knabenkräuter (Dactylorhiza)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Dactylorhiza&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Orchidinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Untertribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Orchideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Orchidoideae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Orchideen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Orchidaceae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Bild             = Dactylorhiza sambucina white NRM.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Holunder-Knabenkraut (&amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza sambucina&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:202 Holunderknabenkraut 31.05.2008.jpg|mini|Rot blühendes Holunder-Knabenkraut]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holunder-Knabenkraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza sambucina&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Knabenkräuter (Dactylorhiza)|Knabenkräuter]] (&amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza&amp;#039;&amp;#039;) in  der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Orchideen]] (Orchidaceae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Holunder-Knabenkraut ist eine [[Ausdauernde Pflanze|ausdauernde]], [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von etwa 10 bis 30 Zentimetern erreicht.&lt;br /&gt;
Am oben kantigen Stängel sind vier bis sechs verkehrt-lanzettliche [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] verteilt. Sie sind immer ungefleckt und laufen spitz zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dactylorhiza sambucina.jpg|mini|Blütenstand der gelbblühenden Form]]&lt;br /&gt;
Die Blüten sind in einer bis zu 15 Zentimeter langen, dichten und reichblütigen [[Ähre]] zusammengefasst. Die laubblattähnlichen [[Tragblatt|Tragblätter]] sind grün gefärbt. Die untersten überragen deutlich die Blüten. Die schwach nach Holunder duftenden [[Blüte]]n sind hellgelb bis leuchtend gelb oder orange- bis purpurrot gefärbt, die Lippenmitte jedoch immer mit dunkelroten Punkten versehen. Das Mengenverhältnis der beiden Farbvariationen (Blütenfarbenpolymorphismus) ist variabel, Mischfarben sind selten. Die seitlichen [[Kelchblatt|Sepalen]] sind zurückgeschlagen. Die fast runde [[Labellum|Lippe]] ist undeutlich dreilappig. Der [[Sporn (Botanik)|Sporn]] ist meist steil abwärts gebogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht je nach Höhenlage und Standort von Ende April bis Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahl beträgt 2n = 40 oder 42.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dactylorhiza sambucina 040531Bw.jpg|mini|Holunder-Knabenkraut in [[Andorra]]]]&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet umfasst fast ganz Europa, beschränkt sich im Mittelmeergebiet aber auf die Gebirge. Es reicht von Spanien und Griechenland bis zur Ukraine, Norwegen und Finnland. Die Art kommt in fast allen Ländern Europas vor und fehlt nur in Portugal, Irland, Island,  Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Moldau, Griechenland, der Türkei und Russland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; Sie kommt von der collinen bis zur alpinen [[Höhenstufe (Ökologie)|Höhenstufe]] vor. In Deutschland steigt sie in den [[Alpen]] bis 1200&amp;amp;nbsp;m Seehöhe, in anderen Alpenländern bis auf 2000 m. Nach [[Helmut Baumann (Botaniker)|Baumann]] und [[Siegfried Künkele|Künkele]] hat die Art in den Alpenländern folgende Höhengrenzen: Deutschland 980–1200 Meter, Frankreich 300–2400 Meter, Schweiz 600–2200 Meter, Österreich 300–2000 Meter, Italien 260–2280 Meter, Slowenien 280–1840 Meter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaumannKünkele1998&amp;quot; /&amp;gt; Sie steigt von 30 Meter bis 2400 Meter Meereshöhe auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaumannKünkele1998&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Alpen ist sie lokal häufig, aber streckenweise – vor allem in Deutschland – fehlend&amp;lt;ref&amp;gt;Angerer: Alpenpflanzen, S. 416&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Österreich ist die Art zerstreut anzutreffen. In Vorarlberg und Nordtirol ist sie ausgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa ==&lt;br /&gt;
Die Pflanze bevorzugt als Standort magere, extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden auf kalkfreiem oder oberflächlich entkalktem Untergrund. Das Holunder-Knabenkraut besiedelt mäßig saure bis schwach basische, kalkarme, meist lockere und sandig-steinige Lehmböden, die etwas humös sein sollten, es bevorzugt Bergwiesen, geht aber auch in lichte Wälder. Es gedeiht gern auf [[Porphyr]] oder [[Gneis]]. Es ist eine Charakterart des Viscario-Festucetum aus dem Verband Koelerio-Phleion phleoidis, kommt aber auch in Gesellschaften des Verbands Violion caninae oder magerer Gesellschaften der Ordnung Arrhenatheretalia elatioris vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kommt an seinen Standorten oft in kleineren, lockeren Beständen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holunder-Knabenkraut war in Mitteleuropa schon immer sehr selten, es kommt dort nur in kalkarmen Mittelgebirgen, im Alpenvorland und in den Alpen vor, und es ist heute wegen der Standortvernichtung durch „Meliorisierung“ in seinem Bestand bedroht. In der Schweiz ist die Art &amp;quot;potenziell bedroht&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] &amp;amp; al. 2010 sind in der [[Schweiz]]: Feuchtezahl F = 2+w+ (frisch aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Das Holunder-Knabenkraut ist in Deutschland durch die [[BArtSchV]] besonders geschützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Das Holunder-Knabenkraut wurde 1755 von [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;Flora Suecica&amp;#039;&amp;#039; ed. 2, S. 312 als &amp;#039;&amp;#039;Orchis sambucina&amp;#039;&amp;#039; erstbeschrieben. Die Art wurde 1962 durch den ungarischen Botaniker [[Károly Rezső Soó von Bere]] (1903–1980) in &amp;#039;&amp;#039;Nomina Nova Generis Dactylorhiza&amp;#039;&amp;#039; S. 3 als &amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza sambucina&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Soó}} in die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza&amp;#039;&amp;#039; gestellt. Ein Synonym ist &amp;#039;&amp;#039;Dactylorchis sambucina&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Verm.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
Der Artikel beruht hauptsächlich auf folgenden Unterlagen:&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3800131315}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3854741405}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3570013499|Seite=34}}&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Aichele]], Heinz-Werner Schwegler: &amp;#039;&amp;#039;Die Blütenpflanzen Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039;, Franckh-Kosmos-Verlag, 2. überarbeitete Auflage 1994, 2000, Band 5, ISBN 3- 440-08048-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt; {{BibISBN|3800131315|Seite=284}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaumannKünkele1998&amp;quot;&amp;gt;[[Helmut Baumann (Botaniker)|Helmut Baumann]], [[Siegfried Künkele]]: &amp;#039;&amp;#039;Orchidaceae&amp;#039;&amp;#039;. In: Oskar Sebald u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage Band 8, Seite 359. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-3359-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1014820|WissName=Dactylorhiza sambucina (L.) Soó|Abruf=2021-03-18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot;&amp;gt;Gerald Parolly: &amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza sambucina&amp;#039;&amp;#039;. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
World Checklist of Selected Plant Families 2010, The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. In: [https://www.europlusmed.org/cdm_dataportal/taxon/8fa607fa-02ce-4b54-afce-e10175779e98 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza sambucina&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commons|Dactylorhiza sambucina|Holunder-Knabenkraut (&amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza sambucina&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.m-klueber.de/or-dactylorhiza-sambucina Die Orchideen der Rhön: &amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza sambucina&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.ageo.ch/ageo_orchideen.php?page=sambucina Schweiz AGEO] &amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza sambucina&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|1872|Dactylorhiza sambucina}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|951}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|1872}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/dact_bunt.htm#Holunder-%20Fingerwurz  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2013.2&lt;br /&gt;
|ID= 175983&lt;br /&gt;
|ScientificName= Dactylorhiza sambucina  &lt;br /&gt;
|YearAssessed= 2011&lt;br /&gt;
|Assessor= Rankou, H.&lt;br /&gt;
|Download= 7. Dezember 2013}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbreitungskarten ====&lt;br /&gt;
* [http://www.orchideen-kartierung.de/GERMANY/DASAMBUC/Dasa.html Deutschland (Arbeitskreise Heimische Orchideen)]&lt;br /&gt;
* {{VKFloraweb|1872}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ageo.ch/orch/k/sambucina.gif Schweiz (Arbeitsgruppe Einheimische Orchideen Aargau)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holunderknabenkraut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knabenkräuter (Dactylorhiza)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alpenflora]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Christian Ries</name></author>
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