<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hollerland</id>
	<title>Hollerland - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hollerland"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hollerland&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T02:34:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hollerland&amp;diff=1304682&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hollerland&amp;diff=1304682&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-01T05:30:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schutzgebiet&lt;br /&gt;
| IUCN_Kategorie     = IV&lt;br /&gt;
| Name               = Westliches Hollerland&lt;br /&gt;
| Bild               = Morgennebel2.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung   = Morgennebel über dem Hollerland&lt;br /&gt;
| Lage               = [[Bremen]]&lt;br /&gt;
| Kennung            = 4&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bremen&amp;quot;&amp;gt;https://umwelt.bremen.de/umwelt/natur/naturschutzgebiete-23904 Naturschutzgebiete der Stadt Bremen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| WDPA-ID            = &lt;br /&gt;
| Kennung-N2000      = &lt;br /&gt;
| Fläche             = 293 ha&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bremen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dim                = &lt;br /&gt;
| Fläche-FFH         = &lt;br /&gt;
| Fläche-Vogelschutz = &lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 53.11909&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 8.87121&lt;br /&gt;
| Region-ISO         = DE-HB&lt;br /&gt;
| Höhe-Min           = &lt;br /&gt;
| Höhe-Max           = &lt;br /&gt;
| Höhe-Mittel        = &lt;br /&gt;
| Einrichtungsdatum  = 1985-04-03&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bremen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Planung            = &lt;br /&gt;
| Verwaltung         = &lt;br /&gt;
| Besonderheiten     = &lt;br /&gt;
| Karte              = &lt;br /&gt;
| Kartentext         = &lt;br /&gt;
| Marker             = &lt;br /&gt;
| Markerfarbe        = &lt;br /&gt;
| Size               = &lt;br /&gt;
| px                 = &lt;br /&gt;
| py                 = &lt;br /&gt;
| Nebenbox           = &lt;br /&gt;
| Koordinate         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;mapframe text=&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Westliches Hollerland&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot; latitude=&amp;quot;53.11909&amp;quot; longitude=&amp;quot;8.87121&amp;quot; zoom=&amp;quot;12&amp;quot; width=&amp;quot;348&amp;quot; height=&amp;quot;348&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;quot;type&amp;quot;: &amp;quot;ExternalData&amp;quot;, &amp;quot;service&amp;quot;: &amp;quot;geoshape&amp;quot;, &amp;quot;ids&amp;quot;: &amp;quot;Q1624813&amp;quot;, &amp;quot;properties&amp;quot;: {&amp;quot;fill-opacity&amp;quot;: 0.1,&amp;quot;stroke&amp;quot;: &amp;quot;#006000&amp;quot;}}&amp;lt;/mapframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hollerland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete ursprünglich eine Kulturlandschaft im Norden und Osten [[Bremen]]s, die von holländischen Siedlern im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert urbar gemacht wurde (der sogenannten „[[Hollerkolonisation]]“). Zum historischen &amp;#039;&amp;#039;[[Gohe (Bremen)|Goh]] Hollerland&amp;#039;&amp;#039; gehörten auch die heutigen Bremer Stadtteile [[Horn-Lehe]] und [[Oberneuland]] sowie Teile vom Ortsteil [[Borgfeld]] und vom Stadtteil [[Osterholz (Bremen)|Osterholz]]. Durch die Anlage ausgedehnter Vorstadtsiedlungen vor allem seit den 1960er Jahren sind von der ursprünglichen von den Holländern urbar gemachten Kulturlandschaft nur noch Reste erhalten geblieben. Heute bezeichnet man nur noch den im Stadtteil Horn-Lehe gelegenen und als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] ausgewiesenen Teil als Hollerland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1106 erschienen zur Zeit der Regierung des Königs [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV]] in Bremen sechs Männer aus [[Utrecht]] (Holland). [[Lokator|Angeführt]] durch einen Priester namens Heinrich boten sie dem [[Erzbischof]] [[Friedrich I. von Bremen|Friedrich]] an, das sumpfige Ödland um Bremen zu entwässern und zu bewirtschaften. Der Erzbischof kam dem Ersuchen nach und schloss mit ihnen einen Vertrag. In dem Vertrag verpflichteten sich die Siedler, das Land urbar zu machen, in jedem Jahr für jede [[Hufe]] mit einer Länge von 720 und einer Breite von 30 [[Hufe#kR|Königsruten]] einen Pfennig zu entrichten und den [[Zehnt]]en des Ertrages abzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedler unterwarfen sich der Synodalgerichtsbarkeit und Verfassung der Utrechter Kirche. Ihre weltlichen Rechtshändel durften sie unter sich selbst entscheiden, ohne von einem fremden Richter beeinträchtigt zu werden. Durch dieses „Hollerrecht“ waren sie gegenüber gewöhnlichen norddeutschen Bauern privilegiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bremen.de/leben-in-bremen/wohnen/stadtteile/stadtteilgeschichte-oberneuland |titel=Chronik für Oberneuland - aus der Geschichte |sprache=de |abruf=2022-07-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bremen.de/leben-in-bremen/wohnen/stadtteile/stadtteilgeschichte-horn-lehe |titel=Chronik Horn-Lehe - aus der Geschichte |sprache=de |abruf=2022-07-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Hollerland“ leitete sich von der Kolonisation des Gebietes durch holländische Siedler ab. 1188 wurde es &amp;#039;&amp;#039;Hollandria&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Nova terra&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Vogt]]ei des Gebietes gehört zunächst zu den im Umland regierenden [[Welfen]]. Sie war seit 1219 beim [[Bistum Bremen|Erzbischof von Bremen]]. Um 1212 bis 1220 wurde das Hollerland eine Landgemeinde von Bremen. An die Stelle mehrerer Vögte war seit Anfang des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts das &amp;#039;&amp;#039;[[Gohe (Bremen)|Goh]] Hollerland&amp;#039;&amp;#039; zuständig. Zum Goh gehörten auch die Dörfer Horn, [[Osterholz (Bremen)|Osterholz]] (1426), Oberneuland und Rockwinkel. Der [[Gohe (Bremen)#Gohgräfe|Gohgräfe]] war der Richter des Gohs und Vorsitzender des [[Gohgericht]]s. Das Gericht tagte bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Uppe Angst]]&amp;#039;&amp;#039; genannten Gerichtsstätte &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Rüten&amp;#039;&amp;#039; in Rockwinkel. Die alten Geschworenengerichte blieben bestehen. Gohgräfe waren zunächst Bremer [[Ministeriale|Ministerialen&lt;br /&gt;
]] (Beamte) aus der Familie Monik bzw. von der Helle, die als Anhänger des Erzbischofs auf [[Gut Hodenberg]] residierten. Seit 1500 wurden die Gohgräfe aus dem [[Bremer Rat]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Schwachhausen und Hastedt nicht der Reichsstadt, sondern dem [[Erzstift Bremen]] unterstanden, wurden die Grenzen des Hollerlandes nicht nur im Norden gesichert, wo der [[Wümme]]deich gleichermaßen als [[Landwehr]] diente, sondern auch nach Süden und Südwesten, wo die Landwehr nach einem Bogen um das Dorf Osterholz dem Vahrer Fleth folgte, heute am Straßenzug [[Vahrer Straße]] – [[In der Vahr]] – [[Bürgermeister-Spitta-Allee]] zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1598 wurden Hollerland und [[Blockland]] zusammengefasst. Mit dem [[Zweiter Stader Vergleich|Zweiten Stader Vergleich]] 1741 kam aber das Gebiet des Gohgerichtes Blockland mit Ausnahme des Oberblocklandes unter die Hoheit des [[Kurfürstentum Hannover| Kurfürstentums Hannover]], wobei Bremen allerdings die Gerichtsbarkeit behielt. Auf dem [[Reichsdeputationshauptschluss]] 1803 erhielt Bremen die Landeshoheit zurück. Als [[Kirchspiel]] war anfänglich für das Hollerland nur das Kirchspiel Horn zuständig und später für den östlichen Teil des Hollerlandes das Kirchspiel [[Oberneuland]] sowie für den nördlichen Teil das Kirchspiel [[Borgfeld]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bremer Franzosenzeit]] mit seinen Kantonen im [[Departement der Wesermündungen]] von 1811 bis 1814 wurde seit 1815 das Hollerland durch den Landherren auf dem rechten Weserufer im [[Landherrnamt]] regiert. Seit 1946 sind für das Hollerland die [[Ortsamt (Bremen)|Ortsämter]] von [[Horn-Lehe]], Oberneuland und Osterholz zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutzgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fallturmblick NO q2016-05.jpg|miniatur|Blick von der Spitze des [[Fallturm Bremen|Bremer Fallturms]] auf das Hollerland, vorne die [[Bundesautobahn 27|A&amp;amp;nbsp;27]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Naturschutzgebiet westliches Hollerland umfasst einen 293&amp;amp;nbsp;ha großen Restteil der von Holländern urbar gemachten Kulturlandschaft im Stadtteil [[Horn-Lehe]] zwischen Kuhgrabenweg, Lehesterdeich, Hollergrund und Autobahn A&amp;amp;nbsp;27. Mit Wirkung vom 3. April 1985 wurden Dreiviertel des westlichen Gebietes unter Schutz gestellt, eine Erweiterung erfolgte im Jahre 1991. Das zur Entwässerung angelegte, etwa 90&amp;amp;nbsp;km lange Grabennetz ist zusammen mit dem großräumig naturverträglich genutzten Feuchtgrünland ein überregional bedeutender Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen, wie zum Beispiel für mehrere hunderttausend [[Krebsschere]]n. Im Norden grenzt es an das Naturschutzgebiet [[Untere Wümme (Bremen)|Untere Wümme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Im Gebiet wachsen mehr als 40&amp;amp;nbsp;gefährdete Pflanzen der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]]. Besondere Bedeutung kommt der „[[Pannlake]]“ zu, einer [[Binnensalzstelle]], deren Quelle aus dem Salzstock [[Lilienthal]] entstammt. In der Pannlake wachsen [[Erdbeerklee]], [[Salz-Binse]], [[Brackwasser]][[röhricht]]e und größere Bestände von Salzteich- und [[Strandsimse]], die sonst nur im Küstenbereich anzutreffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Das Hollerland zählt zu den wertvollsten Brutgebieten für Wiesenvögel wie [[Uferschnepfe]], [[Bekassine]], [[Kiebitz (Art)|Kiebitz]] und [[Rotschenkel]]; für die Zugvögel ist es wichtiges Vogel-Rastgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund des dichten Grabennetzes, zahlreicher Senken und Kleingewässer hat das Hollerland ebenfalls eine herausragende Bedeutung für Amphibien und Insekten, insbesondere Libellen. Es wurden bislang 26 Libellenarten, darunter die hier sehr häufige [[Grüne Mosaikjungfer]] (Libellenart), die mit der in den Gräben des Hollerlandes weit verbreiteten [[Krebsschere]] eine Symbiose zur Fortpflanzung eingeht. In den Gräben leben unter anderem die Fischarten [[Moderlieschen]], [[Steinbeißer (Fisch)|Steinbeißer]] und [[Schlammpeitzger]], die bundesweit gefährdet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgerinitiative für die Erhaltung des Hollerlandes ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BIHollerland.JPG|miniatur|Emblem der Bürgerinitiative Hollerland]]&lt;br /&gt;
Seit 1978 kämpften Naturschützer um [[Gerold Janssen]] (1923–2012), die sich in der „Bürgerinitiative für die Erhaltung des Hollerlandes“ zusammengeschlossen haben, um den Erhalt dieser einmaligen norddeutschen Kulturlandschaft mit schützenswerten Pflanzen und Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren wurden von der [[Neue Heimat|Neuen Heimat]] weite Flächen des Hollerlandes aufgekauft, um sie einer Bebauung zuzuführen. Ähnlich wie die [[Neue Vahr]] sollte hier ein riesiges Wohngebiet&amp;amp;nbsp;– die „Hollerstadt“&amp;amp;nbsp;– mit 15.000 Wohneinheiten für annähernd 50.000 Einwohner entstehen. Geplant waren auch Arbeits-, Einkaufs- und Sportstätten, einschließlich einer Regattastrecke. Angesichts nachlassender Nachfrage, der wachsenden Kritik an Großvorhaben und des Baulandskandals wurde die Planung zunächst eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurden die Planungen durch den Bausenator [[Hans Stefan Seifriz|Stefan Seifriz]] mit der Vorlage einer Pilotstudie, der sogenannten Osthaus-Studie, wieder aufgenommen. Die daraufhin von Gerold Janssen, dem Horner Pastor Friedrich Bode und Dieter Stratmann gegründete „Bürgerinitiative zur Abwehr der Hollerstadt“ begann mit der Mobilisierung der Bürger gegen die neuerlichen Pläne. Auf Drängen der Bürger und Naturschützer schaltete der Bausenator den Wissenschaftler Professor Pflug aus [[Aachen]] zur Erstellung eines „landschaftsökologischen Gutachtens“ ein. Die erste Skizze Pflugs, in der er das Hollerland aufteilt in Naturschutzgebiet und vorgeschlagene Bauflächen, wurde den Politikern als Endgutachten vorgelegt. Die Baudeputation beschloss eine Teilbebauung des Hollerlandes; 270&amp;amp;nbsp;ha sollten als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] ausgewiesen werden. Damit war die „Hollerstadt“ gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BI benannte sich um in „Bürgerinitiative für die Erhaltung des Hollerlandes“. Im Juli 1984 musste das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren für den Bau eines Schmutzwasserkanals in die Bremer Stadthalle verlegt werden, die Proteste der Teilnehmer führten zum Abbruch der Versammlung und damit zur Verzögerung der Maßnahme um ein Jahr. Die BI ließ schützenswerte Flora und Fauna von Professoren der Bremer Uni kartieren, sammelte Unterschriften gegen die Hollerlandbebauung, organisierte eine vielbeachtete Ausstellung in der unteren Rathaushalle des Bremer Rathauses und legt einen gemalten „Naturlehrpfad“ mit Sprüchen wie „hier kurvte die Mosaikjungfer“ oder „hier leuchtete das Nachtpfauenauge“ auf den Wegen um das Hollerland an. 1985 wurden dann mehr als 3/4 des westlichen Hollerlandes als Naturschutzgebiet ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 erhielt die Bürgerinitiative von der Umweltsenatorin [[Eva-Maria Lemke (Politikerin)|Evi Lemke]] den Umweltschutzpreis und übergab zahlreiche Proteste von Libellenspezialisten aus der ganzen Welt gegen die Zerstörung der Libellenbiotope. Im gleichen Jahr errang die erstmals zur Deichverbandswahl auftretende, von der BI und dem [[BUND]] ins Leben gerufene „Naturschutzliste“ unter dem Motto „Deichschutz ja&amp;amp;nbsp;– Naturzerstörung nein!“ auf Anhieb die Mehrheit der Sitze. Der Vorstand setzt sich aus vier Umweltschützern und einem Landwirt zusammen. [[Gerold Janssen]] wurde zum Deichhauptmann gewählt. Im Oktober 1989 kam es zum Hollerland-Kompromiss. Bausenator [[Konrad Kunick]], der Sprecher der Baudeputation Schreiber und der Umweltschützer Janssen legten die Baugrenze zwischen dem zu bebauenden Hollergrund und den in das [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] einzubeziehenden Flächen des Hollerwaldes und der westlichen Wiesenflächen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach Ausweisung als NSG gab es immer wieder Pläne, das Hollerland zu bebauen. Im Gespräch waren z.&amp;amp;nbsp;B. der Bau einer „Technologiestadt“ (2003), eine Nutzung als Gewerbegebiet und immer wieder der Bau einer Schnellstraße durch das Gebiet (Hollerlandtrasse). Einer Initiative des Beirates Borgfeld zum Bau einer Trasse erteilen sämtliche politische Parteien eine Absage.&amp;lt;ref&amp;gt; Maren Brandstätter: &amp;#039;&amp;#039;Hollerland bleibt tabu.&amp;#039;&amp;#039; In: Stadtteil-Kurier vom 17. März 2022, Nr. 64, (S. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 ist das Naturschutzgebiet Westliches Hollerland&amp;amp;nbsp;– mit 293&amp;amp;nbsp;ha das drittgrößte in Bremen&amp;amp;nbsp;– nach über 25-jähriger Auseinandersetzung endgültig unter den Schutz der [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie]] gestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seinen Einsatz gegen die Bauunternehmen erhielt Janssen 2009 den &amp;#039;&amp;#039;Bürgerpreis der [[Sparkasse Bremen|Bremer Sparkasse]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sparkasse-bremen.de/content/dam/myif/sk-bremen/work/dokumente/pdf/Pressemitteilungen/2017/4.%20Quartal%20(Okt.-Dez.)/17_PM%20Bürgerpreis%202017%20Historie_final.pdf |titel=Vorausschauend engagiert: Der Deutsche Bürgerpreis in Bremen |hrsg=Sparkasse Bremen |datum=2017-10-23 |abruf=2022-07-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Naturschutzgebiete in der Freien Hansestadt Bremen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;800 Jahre Horn-Lehe&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von den Kirchengemeinden Horn I und II, Ortsamt und Bürgerverein Horn-Lehe.&lt;br /&gt;
* Gerold Janssen u. Dieter Mazur: &amp;#039;&amp;#039;Hör ich recht? Trasse durch das Hollerland? Die spinnen wohl!&amp;#039;&amp;#039; Bremen 1999.&lt;br /&gt;
* Gerold Janssen: &amp;#039;&amp;#039;Hier weiht de Wind&amp;amp;nbsp;– Hände weg vom Hollerland!&amp;#039;&amp;#039; [[Donat Verlag]], Bremen, ISBN 978-3-938275-24-5.&lt;br /&gt;
* Michael Koppel: &amp;#039;&amp;#039;Horn-Lehe-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. [[Edition Temmen]], Bremen 2012, ISBN 978-3-8378-1029-5.&lt;br /&gt;
* Senator für Frauen, Gesundheit, Jugend, Soziales und Umweltschutz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiete und Naturschutzarbeit in Bremen&amp;#039;&amp;#039;. Bremen 1999.&lt;br /&gt;
* E. Dünzelmann: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Bremischen Landgebietes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Gesellschaft Bremen#Bremisches Jahrbuch|Bremisches Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 15, Bremen 1889, S.&amp;amp;nbsp;96–117.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
* Der Traum des Gerold Janssen; Buch/Kamera/Schnitt: Jörg Streese; streese.film.produktion; D&amp;amp;nbsp;2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks == &lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chronik-horn-lehe.de Chronik Horn-Lehe]&lt;br /&gt;
* [http://www2.bremen.de/info/hollerland/ Bürgerinitiative für die Erhaltung des Hollerlandes]&lt;br /&gt;
* [https://umwelt.bremen.de/umwelt/natur/naturschutzgebiete-23904 Nr. 4 Westliches Hollerland (Leherfeld)], Naturschutzgebiete, Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft&lt;br /&gt;
* [https://www.erlebnisraum-natur.de/schutzgebiete/naturschutzgebiete/westliches-hollerland Westliches Hollerland (Leher Feld)], &amp;#039;&amp;#039;Erlebnisraum Natur&amp;#039;&amp;#039;, Internetpräsentation der Bremer Naturschutzbehörde mit Informationen, Detailkarten und Download-Bereich für Faltblätter zu Schutzgebieten im Land Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Land Bremen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet in Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Freie Hansestadt Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Gebiet in der Freien Hansestadt Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberneuland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Horn-Lehe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Borgfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäisches Vogelschutzgebiet in der Freien Hansestadt Bremen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 1985]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
	</entry>
</feed>