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	<title>Hohnsteiner Kasper - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T13:48:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hohnsteiner_Kasper&amp;diff=587179&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Knergy: /* Geschichte */ BKL entlinkt</title>
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		<updated>2026-03-28T11:54:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; BKL entlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohnsteiner Kasper&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name eines [[Figurentheater]]s mit [[Handpuppe|Handspielpuppen]] aus der [[Sächsische Schweiz|Sächsischen Schweiz]]. Dabei handelt es sich um eine als [[pädagogisch]] wertvoll bewertete Stilrichtung, die von dem Begründer [[Max Jacob (Puppenspieler)|Max Jacob]] herausgearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich von [[Burg Hohnstein (Sächsische Schweiz)|Burg Hohnstein]] ab, auf der die Spielgruppe und Max Jacob selbst ab 1928 zeitweilig lebten und ihre Aufführungen veranstalteten. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 mussten die Puppenspieler die Burg, die fortan als [[KZ Hohnstein|KZ]] diente, verlassen. Jacob, seine Frau Marie und die &amp;#039;&amp;#039;Kasperfamilie&amp;#039;&amp;#039;, wie sich die Hohnsteiner Mitarbeiterschar nannte, wohnten danach in Sichtweite der Burg im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Kasperhaus&amp;#039;&amp;#039; und betrieben dort eine Spielstätte, das wiederaufgebaute Puppenspielhaus der Pariser Weltausstellung, das nach dem Wegzug Jacobs nach [[Hamburg]] in ein Kino umgewandelt wurde und später leer stand. Mit Hilfe der Sparkassen-Kulturstiftung, Mitteln der EU (Ziel 3) sowie vieler Freiwilliger wurde es inzwischen wieder hergerichtet. Seit 1. März 2013 finden dort regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stil ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eggink01.jpg|mini|links|Der Hohnsteiner Kasper (Figur von [[Theo Eggink]])]]&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt steht der Hohnsteiner [[Kasper]], der seine Probleme und Schwierigkeiten nun nicht mehr mit der Bratpfanne oder dem Prügel löst, sondern mit Humor und Einfallsreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hohnsteiner Kasper ist dabei aber kein [[Witzbold|Tugendbold]], der die Kinder mit Moralpredigten langweilt. „Er tut das Moralische rein vorbildlich, er moralisiert aber nicht. Und dieses Vorbild nehmen die Kinder in sich auf.“ (Max Jacob: Wollt Ihr Kasper spielen? S. 21) Weitere Stilelemente sind das Spiel im Raum (Loslösung von der Spielleiste) sowie die Reduktion der [[Kulisse (Bühne)|Kulissen]] und Utensilien auf das Wesentliche. Statt ausgemalter Kulissen wurden oft verschiedenartige Vorhänge gewählt, vor denen die ausdrucksstarken Figuren noch besser wirkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres für die damalige Zeit neues Stilmittel war der Einsatz von eigens für die Inszenierungen komponierter Musik; bei den Hohnsteinern kam vor allem das [[Akkordeon]] zum Einsatz, live von den Puppenspielern hinter der Bühne gespielt, während auf der Spielleiste der Kasper mit einer Miniausführung des Instruments agierte. Zu den späteren Hohnsteinern gehörte u.&amp;amp;nbsp;a. [[Irmgard Wesemann]], die sich als Komponistin der für den Hohnsteiner Stil typischen Musikstücke verdient gemacht hat: Trotz einfachster Instrumentierung und Melodie hatten diese Musikstücke im Zusammenhang mit den sensiblen Inszenierungen eine tiefgehende Wirkung auf das Publikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1921 erfolgte die erste Kasperaufführung von Max Jacob und seiner Puppenspielertruppe in [[Hartenstein (Sachsen)|Hartenstein]] im Erzgebirge. Neun Jahre später etablierte sich eine zweite Puppenbühne unter der Leitung von Hans Wickert, und ebenfalls im Jahr 1930 begannen Sendungen für das Kinderprogramm des Leipziger Rundfunks. 1934 erhielt die Truppe von der Stadt Hohnstein das so genannte „Kasperhaus“ zur Miete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 traten die Hohnsteiner Puppenspieler auf der [[Weltfachausstellung Paris 1937|Weltausstellung]] in [[Paris]] auf und wurden mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Es folgte die Produktion eines ersten Kinovorfilms der Truppe mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der betrogene Räuber&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde sie zur Truppenbetreuung an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] eingesetzt. Den Krieg überlebten nur Jacob, Jürgen Wetterer und sein zeitweiliges Ensemblemitglied [[Rudolf Fischer (Puppenspieler)|Rudolf Fischer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1946 eröffnete [[Harald Schwarz]] eine Hohnsteiner Bühne in Hohnstein, später leitete er sie als Reisetheater von Essen aus, während der ursprüngliche Begründer der Hohnsteiner, Max Jacob, in Hamburg ansässig wurde. Die dritte Bühne wurde in Zusammenarbeit mit ihm 1949 von [[Friedrich Arndt (Puppenspieler)|Friedrich Arndt]] gegründet. Im Jahr 1953 beendete Jacob seine Bühnenarbeit. Von 1948 bis 1954 entstanden sieben Kurzfilme mit den Puppen für das Kino. Erste Kasper-[[Schallplatte]]n wurden ab 1958 von Friedrich Arndt bei der Tonträgerfirma Philips ([[Phonogram]]) aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erfolg der Hohnsteiner Bühnen ermöglichte im Oktober 1962 den Aufbau einer weiteren Spieltruppe, die unter der Leitung von [[Erich Kürschner (Puppenspieler)|Erich Kürschner]] ebenfalls von Essen aus durch die Lande reiste, während Kürschners Frau [[Ottilie Kürschner|Ottilie]] die &amp;#039;&amp;#039;Hohnsteiner Werkstatt&amp;#039;&amp;#039; eröffnete. Der Spielbetrieb wurde Mitte der 1970er Jahre nach dem frühen Tod Kürschners eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1964 an entstanden beim [[NDR]] und [[WDR]] unter Mitarbeit von Friedrich Arndt viele Fernsehsendungen, darunter die erste bekannte Kinderfernsehserie überhaupt. Die Hauptfiguren waren der Hohnsteiner Kasper und der Schauspieler [[Peter René Körner]]. Zunächst wurden die Sendungen im Fernsehstudio gedreht, später produzierte man an authentischen Orten rund um die Welt. Das Zusammenspiel von Puppen mit Menschen war Vorbild für spätere Serien, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Hase Cäsar]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Plumpaquatsch]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Sesamstraße]]&amp;#039;&amp;#039;, mit der die Bühne später ebenfalls erfolgreich arbeitete. Auch &amp;#039;&amp;#039;[[Hallo Spencer]]&amp;#039;&amp;#039; wurde hier erfunden. 1970 beendete Arndt seine Bühnentätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach blieb das Theater von Harald Schwarz die einzige in der direkten Nachfolge Max Jacobs tätige Hohnsteiner Puppenbühne. Mit Schwarz’ Tod erlosch die Tätigkeit der Hohnsteiner Puppenbühne. Manches spätere Reisetheater schmückt sich noch mit dem Namen „Hohnsteiner“, doch haben diese Bühnen personell nichts mit dem Original zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohnsteiner Kasperpuppen werden heute noch in Hohnstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Juli 2006 wird die Tradition des Hohnsteiner Handpuppenspiels vom &amp;#039;&amp;#039;Traditionsverein Hohnsteiner Kasper e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Grünwaldt]] (Kostümbildnerin der Hohnsteiner)&lt;br /&gt;
* [[Friedel Kostors]] (Kostümbildnerin der Hohnsteiner)&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buresch]] (ehemaliger Mitarbeiter der Hohnsteiner Bühne von Friedrich Arndt)&lt;br /&gt;
* [[Ottilie Kürschner]] (Kostüm- und Textilfigurenbildnerin und Chefin der &amp;#039;&amp;#039;Hohnsteiner Werkstatt&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Heinz Krause (Puppenspieler)|Heinz Krause]] (Schüler von Max Jacob und Gründer der ersten deutschen [[Polizeipuppenbühne]])&lt;br /&gt;
* [[Trixini]] (Schüler von Max Jacob)&lt;br /&gt;
* [[Peter René Körner]] (TV-Partner von Friedrich Arndt in &amp;#039;&amp;#039;Kasper und René&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Märchenraten mit Kasper und René&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Peter Podehl]] (Regisseur bei &amp;#039;&amp;#039;Kasper und René&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Märchenraten mit Kasper und René&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Max Jacob: &amp;#039;&amp;#039;Mein Kasper und ich.&amp;#039;&amp;#039; Rudolstadt 1964.&lt;br /&gt;
* Ingrid Ramm-Bonwitt: &amp;#039;&amp;#039;Der Lustigmacher auf der deutschen Puppenbühne.&amp;#039;&amp;#039; (= Die komische Tragödie. Band 3). Verlag W. Nold, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-922220-95-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.hohnstein.de/de/Tourismus/Stadt-und-Geschichte/Hohnsteiner%20Kasper Übersicht zu Geschichte und Aktivitäten rund um den Hohnsteiner Kasper] auf hohnstein.de&lt;br /&gt;
* [http://www.hohnsteiner-kasper.de/ Hohnsteiner Kasper]&lt;br /&gt;
* [http://www.max-jacob-theater.de/ Max Jacob Theater] in Hohnstein&lt;br /&gt;
* [http://www.max-jacob-theater.de/verein/ Traditionsverein Hohnsteiner Kasper e.&amp;amp;thinsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.hohnsteiner-puppenspielfest.de/ Hohnsteiner Puppenspielfest] (nächster avisierter Termin: 15.–17. Mai 2020)&lt;br /&gt;
* [http://www.hohnsteiner-handspielpuppen.de/ Hohnsteiner Handspielpuppen], Internetpräsenz der Hohnsteiner Handspielpuppenwerkstatt&lt;br /&gt;
* [https://skd-online-collection.skd.museum/Home/Index?page=1&amp;amp;pId=12790446 Hohnsteiner Puppenspiele] in der Online Collection der [[Staatliche Kunstsammlungen Dresden|Staatlichen Kunstsammlungen Dresden]]&lt;br /&gt;
* [https://www.bad-kreuznach.de/tourismus-kultur-sport/kulturviertel-bad-kreuznach-museen-und-kunst/museum-fuer-puppentheaterkultur-puk/ Internetpräsenz des Museums für PuppentheaterKultur (PuK)] in [[Bad Kreuznach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Puppenbühne|Hohnstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Hohnstein, Sächsische Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsstätte in Sachsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Knergy</name></author>
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