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	<title>Hohler Fels - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hohler_Fels&amp;diff=539716&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Glittering Ant: Winterruhe zu Winterschlaf geändert (Für Begründung siehe die Seiten für jeweils Winterschlaf und Winterruhe)</title>
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		<updated>2026-01-06T20:22:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Winterruhe zu Winterschlaf geändert (Für Begründung siehe die Seiten für jeweils Winterschlaf und Winterruhe)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Höhle&lt;br /&gt;
|BILD = Hohler Fels.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Höhleneingang&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Schelklingen]], [[Alb-Donau-Kreis]], [[Baden-Württemberg]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|HÖHE = 534&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = DE-NHN&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 48/22/44.82/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 09/45/14.77/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= DE-BW&lt;br /&gt;
|KATASTERNUMMER= 7624/8&lt;br /&gt;
|GEOLOGIE = [[Oberjura|Malm ε]]&lt;br /&gt;
|TYP = Karsthöhle&lt;br /&gt;
|ENTDECKUNG = &lt;br /&gt;
|SCHAUHÖHLE = &lt;br /&gt;
|BELEUCHTUNG = &lt;br /&gt;
|GESAMTLÄNGE = &lt;br /&gt;
|LÄNGE DES SCHAUHÖHLENBEREICHES = &lt;br /&gt;
|BESUCHER PRO JAHR IM DURCHSCHNITT= [[:Datei:Besucherzahlen Hohler Fels.PNG|4.800]] (2006–2010)&lt;br /&gt;
|BESUCHER AKTUELL = 6.252 (2010)&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = &lt;br /&gt;
|WEBSITE = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Karsthöhle]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohler Fels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt etwa einen Kilometer östlich des Stadtkerns von [[Schelklingen]] im [[Baden-Württemberg|baden-württembergischen]] [[Alb-Donau-Kreis]] in [[Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist seit dem 19. Jahrhundert einer der bedeutendsten [[Archäologie|archäologischen]] Fundplätze des [[Jungpaläolithikum]]s in Mitteleuropa. Seit der Zeit ist außerdem der zusammengeschriebene Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohlefels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; belegt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jäger&amp;quot;&amp;gt;Gustav Jäger, Wendelin Förster: &amp;#039;&amp;#039;Encyklopaedie der Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 9. Verlag E. Trewendt, 1886.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peschel&amp;quot;&amp;gt;Oscar Peschel: &amp;#039;&amp;#039;Völkerkunde.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Leipzig 1897, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; neuerdings auch getrennt und ohne Deklination des Adjektivs als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohle Fels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;vgl. Absatz [[#Namensgeschichte|Namensgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhle besteht aus einem 30 Meter langen Gang und der darauffolgenden Halle, aus der zu beiden Seiten ein jeweils etwas über 20&amp;amp;nbsp;m langer Gang auszweigt. Die Höhlenhalle ist mit bis zu 30&amp;amp;nbsp;m Höhe, 500&amp;amp;nbsp;m² Grundfläche und einem Rauminhalt von 6000&amp;amp;nbsp;m³ eine der größten der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]]. Aufgrund der charakteristischen Form wird der Hohle Fels als Backofenhöhle bezeichnet. Der Eingang liegt {{Höhe|534|DE-NHN}} in einem Schwammstotzen des [[Weißer Jura|Weißen Jura]], am rechten Hangfuß des heutigen [[Ach (Blau)|Achtals]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ewa Dutkiewicz, &amp;#039;&amp;#039;Zeichen – Markierungen, Muster und Symbole im Schwäbischen Aurignacien&amp;#039;&amp;#039;, Kerns Verlag, Tübingen 2021, S. 26, ISBN 978-3-935751-34-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 wurde die Höhle als Bestandteil der [[Weltkulturerbe]]stätte [[Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb]] in die Liste des [[UNESCO-Welterbe]]s aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hohle Fels ist als herausragendes Geotop seit 2017 als Geopoint des [[Geopark Schwäbische Alb|UNESCO Geoparks Schwäbische Alb]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfahldorf im Bodensee.jpg|mini|Der „Hohlefels“ (unten rechts), spätes 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830 stieß der Töpfer Karl Friedrich Rixinger in der Höhle beim Graben nach Lehm und Tonerde auf Knochen von [[Höhlenbär]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michel Rahnefeld |url=http://www.arge-grabenstetten.de/www2/2003/12/16/die-alteste-vogeldarstellung-der-welt/ |titel=Die älteste Vogeldarstellung der Welt |hrsg=Arbeitsgemeinschaft Höhle &amp;amp; Karst Grabenstetten e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2003-12-16 |abruf=2013-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die er ohne Fundortangabe dem Ulmer Kreisforstrat [[Friedrich von Mandelsloh]], einem passionierten Sammler von [[Paläontologie|paläontologischen]] Fundstücken der Alb, verkaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 verwertete [[Johann Georg Friedrich Reichenbach|Georg Reichenbach]], Baumwollfabrikant in [[Kloster Urspring|Urspring]], [[Fledermausguano]] und andere Ablagerungen aus der Höhle in größerem Umfang als [[Dünger]]. Ohne Kenntnis davon ließ [[Oscar Fraas]] vom [[Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart|Königlichen Naturalienkabinett]] 1870 den Höhlenlehm untersuchen. Infolge des hohen Gehalts an verwittertem organischen Material (Guano, Knochen) stellte er einen [[Phosphat]]anteil von rund 19 Prozent fest. {{&amp;quot; |Dies ist soviel, daß das Material wohl von Düngerfabriken verwendet werden kann. |}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Grabung von [[Oscar Fraas]] und Pfarrer Josef Hartmann erbrachte 1870/71 Reste von [[Höhlenbär]], [[Ren]], [[Mammute|Mammut]] und [[Wildpferd]]. Der Anthropologische Verein führte 1872 zusammen mit dem Gründer der [[Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte]], [[Rudolf Virchow]], am Rande einer Tagung eine Begehung der Höhle durch. Im Vorfeld der Tagung wurde die Höhle mit einem Gittertor versperrt und mit Holztreppen und -stegen begehbar gemacht. Die Tagungsteilnehmer durften sich aus den Funden der Grabung von 1870/1871 Souvenire mitnehmen. Die restlichen Funde, ein ganzer Eisenbahnwaggon voll, wurden ins Königliche [[Naturalienkabinett]] nach Stuttgart gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später ordnete der Tübinger Prähistoriker [[Robert Rudolf Schmidt]] die bei der Grabung von Oscar Fraas gefundenen Werkzeuge dem [[Aurignacien]] und [[Magdalénien]] (jüngere [[Altsteinzeit]]) zu. Im Jahre 1906 untersuchte Schmidt die Höhle nochmals, jedoch ohne auf archäologische Schichten zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 bis 1960 führten Gertraud Matschak und [[Gustav Riek]] archäologische Grabungen durch. Im Jahre 1966 wurde die Höhle durch Bernhard Mangold, Andreas Pöhler und [[Helmut Frank (Höhlenforscher)|Helmut Frank]] vermessen. Ab 1977 erfolgten [[Ausgrabung]]en durch das Institut für Urgeschichte der [[Universität Tübingen]] unter Leitung von [[Joachim Hahn (Prähistoriker)|Joachim Hahn]] (†&amp;amp;nbsp;1997), die vom [[Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg]] und zeitweilig durch den [[Sonderforschungsbereich]] 53 der Universität Tübingen finanziert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1997 werden die jährlichen Grabungen von [[Nicholas J. Conard|Nicholas Conard]] (Universität Tübingen) geleitet. Insgesamt wurden aus der Höhle bis heute mehr als 80.000 Steinwerkzeuge und fast 300 Schmuckstücke geborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Hiller (Politiker)|Georg Hiller]] und Stefanie Kölbl, Welt-Kult-Ur-Sprung, Jan Thorbecke Verlag, Ulm 2016, S. 35, ISBN 978-3-7995-1168-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Funde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohler Fels Halle Achtal Schelklingen.jpg|mini|Haupthalle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Joachim Hahn 2.jpg|mini|Ab 1977 grub [[Joachim Hahn (Prähistoriker)|Joachim Hahn]] systematisch in der Höhle, brachte viele Funde zu Tage und dokumentierte seine Forschungsarbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelpaläolithikum ===&lt;br /&gt;
Im Juli 2021 wurde von Nicholas Conard und Kollegen der [[Universität Tübingen]] der Fund einer mindestens etwa 65.000 Jahre alten Blattspitze aus [[Feuerstein]] ([[Hornstein (Gestein)|Hornstein]]) aus der Hohle-Fels-Höhle bekannt gegeben. Diese könnte Teil einer [[Lanze|Stoßlanze]] für die Großwildjagd gewesen sein; d.&amp;amp;nbsp;h. ein Beleg dafür, dass die Neandertaler dazu in der Lage waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Conard &amp;#039;&amp;#039;et&amp;amp;nbsp;al&amp;#039;&amp;#039;.: {{Webarchiv|url=https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/geowissenschaften/arbeitsgruppen/urgeschichte-naturwissenschaftliche-archaeologie/forschungsbereich/aeltere-urgeschichte-quartaeroekologie/publikationen/gfu-mitteilungen/ |wayback=20210728181004 |text=Mitteilungen der Gesellschaft für Urgeschichte |archiv-bot=2025-06-26 22:16:50 InternetArchiveBot }} (MGFU), Band 30, 2021, S. 1–28. Dazu:&lt;br /&gt;
* [https://uni-tuebingen.de/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/feuerstein-artefakt-belegt-grosswildjagd-der-neandertaler-am-hohle-fels/ Feuerstein-Artefakt belegt Großwildjagd der Neandertaler am Hohle Fels], Pressemitteilung der [[Universität Tübingen]] vom 22. Juli 2021&lt;br /&gt;
* Nadja Podbregar: [https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/feuerstein-blattspitze-belegt-grosswildjagd-der-neandertaler/ Fund am Hohle Fels: Feuerstein-Blattspitze belegt Großwildjagd der Neandertaler], auf: wıssenschaft.de/DAMALS.de vom 27. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aurignacien ===&lt;br /&gt;
Die [[jungpaläolithische Kleinkunst]] aus dem [[Aurignacien]] der Schwäbischen Alb gilt zugleich als die älteste figurative Kunst der Menschheit. Neben dem Hohlen Fels stammen diese sämtlich aus [[Wollhaarmammut|Mammutelfenbein]] geschnitzten Kunstwerke außerdem aus dem nahe gelegenen [[Geißenklösterle]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hahn2&amp;quot;&amp;gt;[[Joachim Hahn (Prähistoriker)|Joachim Hahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geißenklösterle-Höhle im Achtal bei Blaubeuren I. Fundhorizontbildung und Besiedlung im Mittelpaläolithikum und Aurignacien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg 26.&amp;#039;&amp;#039; Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-8062-0794-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie aus der [[Vogelherdhöhle]] und dem [[Hohlenstein]] im [[Lonetal]]. In den letzten Jahren gelangen mehrere spektakuläre Funde in den unteren Aurignacien-Schichten des Hohlen Fels, die zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit gehören:&lt;br /&gt;
* im Jahre 1999 ein 3,6 [[Zentimeter|cm]] großer Pferdekopf aus Mammut-[[Elfenbein]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conard2&amp;quot;&amp;gt;N. J. Conard: &amp;#039;&amp;#039;Paleolithic ivory sculptures from southwestern Germany and the origins of figurative art.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 426, 2003, S. 830–832. [[doi:10.1038/nature02186]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2001/02 ein in zwei Teilen gefundener, 4,7&amp;amp;nbsp;cm großer Wasservogel aus Elfenbein;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conard2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2002 eine 2,5&amp;amp;nbsp;cm große menschliche Gestalt aus Elfenbein. Diese trägt möglicherweise einen [[Feliden]]kopf, daher die Bezeichnung „Löwenmenschle“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conard2&amp;quot; /&amp;gt; (in Anlehnung an den [[Löwenmensch]] vom Hohlensteinstadel);&lt;br /&gt;
* 2008 in der Schicht V (älteres Aurignacien) die 6&amp;amp;nbsp;cm große „[[Venus vom Hohlefels]]“ mit einem Mindestalter von 32.000&amp;amp;nbsp;BP (entspricht mindestens 35.000 [[Radiokohlenstoffdatierung#Kalibrierung|cal]] [[vor Christus|BC]]), neben der [[Venus vom Galgenberg]] die bisher älteste geborgene [[Venusfigurine]] der Menschheit.&lt;br /&gt;
* 2008 wurde in der Schicht Va die [[Gänsegeierflöte vom Hohlefels]], eine fast vollständige [[Flöte]] aus der [[Radius (Anatomie)|Speiche]] eines [[Gänsegeier]]s, gefunden. Die Knochenflöte ist auf einer Länge von 21,8&amp;amp;nbsp;cm erhalten und hat einen Durchmesser von etwa 0,8&amp;amp;nbsp;cm. Die Aurignacien-Schicht Va ist auf mindestens 35.000&amp;amp;nbsp;[[Radiokohlenstoffdatierung#Kalibrierung|cal]] [[vor Christus|BC]] zu datieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conard&amp;quot;&amp;gt;Nicholas J. Conard, Maria Malina, Susanne C. Münzel: &amp;#039;&amp;#039;New flutes document the earliest musical tradition in southwestern Germany.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; Band 460, 2009, S. 737–740, [[doi:10.1038/nature08169]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://idw-online.de/pages/de/news322462 idw-online.de] vom 24. Juni 2009: „Früheste Musiktradition in Südwestdeutschland nachgewiesen“&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei weitere Flötenbruchstücke (Flöte 2 und 3) sind aus Mammutelfenbein, wahrscheinlich in derselben Technik wie Flöte 3 vom Geißenklösterle, hergestellt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conard&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2015 wurde der Fund zweier Elfenbeinbruchstücke aus den laufenden Grabungen vermeldet, die einer zweiten Venusfigurine zugeschrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-tuebingen.de/newsfullview-landingpage/article/es-muss-eigentlich-eine-frau-sein.html Es muss eigentlich eine Frau sein]. Pressemitteilung Universität Tübingen vom 22. Juli 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Print-Frauenfigur-Ausgrabung-Fels-Sensation-Eiszeit-Teile-einer-neuen-Eiszeit-Venus-entdeckt;art4295,3345544 |wayback=20150805014902 |text=Bei Ausgrabungen im Hohlen Fels bei Schelklingen sind Teile einer zweiten etwa 40 000 Jahre alten Frauenfigur gefunden worden |archiv-bot=2025-06-26 22:16:50 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Südwest Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Juli 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2017 wurde der Fund von 40 [[Künstliche Perle|Perlen]] aus Mammutelfenbein bekannt gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://idw-online.de/de/news678954 &amp;#039;&amp;#039;Perlenfunde aus Eiszeithöhlen drückten Gruppenidentität aus.&amp;#039;&amp;#039; (mit Abb.)] Auf: &amp;#039;&amp;#039;idw-online.de&amp;#039;&amp;#039; vom 28. Juli 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Perlen wurden in allen Stadien des Herstellungsprozesses entdeckt, vom Rohling bis zum getragenen Stück.&lt;br /&gt;
* 2019 wurde ein Werkzeug („Reibestein“) gefunden, mit dem Farbpigmente zerrieben wurden. Hauptsächlich handelt es sich um mineralische Farben aus rotem oder gelbem [[Ocker]] sowie [[Rötel]]. Der Fund gilt deshalb als besonders wichtig, weil Wandmalereien in deutschen Höhlen kaum eine Rolle spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sven Koukal |Hrsg= |Titel=Unscheinbarer Gesteinsbrocken löst Steinzeit-Geheimnis. Forscher präsentieren „Fund des Jahres“: Stein aus Welterbe-Höhle gibt Aufschluss über Farbherstellung. |Sammelwerk=Schwäbische Zeitung |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2019-07-26 |ISBN= |Seiten=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Lochstab Hohle Fels.jpg|mini|Lochstab aus Mammutelfenbein zur Seilherstellung]]&lt;br /&gt;
* 2024 wurde ein vierfach durchbohrter [[Lochstab]] aus Mammut-Elfenbein wissenschaftlich beschrieben, von dem bereits im August 2015 insgesamt 15 zusammengehörige Fragmente entdeckt worden waren. Die Rekonstruktion des 20,4&amp;amp;nbsp;cm langen, 3,6&amp;amp;nbsp;cm breiten und 1,5&amp;amp;nbsp;cm dicken Stabs sowie Experimente zu seiner Nutzung ergaben, – gestützt durch Anhaftungen von Pflanzenfasern und feine Riffelungen an seiner Oberfläche – dass es sich vermutlich um ein Werkzeug zum Verdrillen von Fasern zu einem [[Seil]] handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas J. Conard und Veerle Rots: &amp;#039;&amp;#039;Rope making in the Aurignacian of Central Europe more than 35,000 years ago.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science Advances.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, Nr. 5, 2024, [[doi:10.1126/sciadv.adh5217]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2024 wurde ein 5,9 Zentimeter langes Figürchen aus Mammutelfenbein gefunden, das als Darstellung eines [[Fischotter]]s gedeutet wird. (Der Kopf ist nicht erhalten.)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Wolf |url=https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/fund-des-jahres-forscher-zeigen-40-000-jahre-alte-otter-figur,UJYUSy2 |titel=„Fund des Jahres“: Forscher zeigen 40.000 Jahre alte Otter-Figur |werk=br.de |hrsg=Bayerischer Rundfunk |datum=2024-07-25 |abruf=2024-07-26 |abruf-verborgen=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=David Drenovak | Titel=Eiszeit-Forscher entdeckt Fischotter-Figur am Hohle Fels | Sammelwerk=[[Schwäbische Zeitung]] | Datum=2024-07-26 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Pferdekopf, dem Wasservogel und der Venusfigur werden in der Dauerausstellung des [[Urgeschichtliches Museum Blaubeuren|Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren]] auch die Funde der Flöten vom Hohlefels und vom Geißenklösterle gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gravettien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Phallus von Schelklingen.jpg|mini|Der [[Phallus von Schelklingen]], der dem Gravettien zuzuweisen ist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hohle Fels war während der [[Würmeiszeit]] zeitweise [[Winterschlaf|Winterquartier]] für [[Höhlenbär]]en. In Fundschichten des [[Gravettien]]s konnte der bislang einzige direkte Beweis der Jagd auf diese Tiere erbracht werden: Eine Projektilspitze aus [[Feuerstein]] wurde im Brustwirbel eines Höhlenbären steckend gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorwald Ewe: [http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/bdw/tid-8969/tid-8970/mammuts_aid_261950.html Ausrottungskandidat Höhlenbär – Foto und Bericht des Befundes vom Hohlen Fels], Focus online, 23. März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne C. Münzel, Nicholas J. Conard: &amp;#039;&amp;#039;Cave Bear Hunting in the Hohle Fels, a Cave Site in the Ach Valley, Swabian Jura.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue de Paléobiologie.&amp;#039;&amp;#039; 23(2), 2004, S. 877–885.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Höhlenbär wurde vermutlich während seines Winterschlafs in der Höhle erlegt. An anderen Höhlenbärenknochen aus den untersuchten Sedimenten wiesen Archäologen charakteristische [[Schnittspur (Archäologie)|Schnittspuren]] nach, die alle Stadien der Zerlegung der Tierkörper dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2005 wurde in den [[Gravettien]]-Fundschichten ein [[Schlägel|Retuscheur]] aus Kieselstein gefunden, der „[[Phallus von Schelklingen]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Floss: &amp;#039;&amp;#039;Phalliformer Retuscheur aus dem Gravettien des Hohle Fels, Baden-Württemberg (Deutschland).&amp;#039;&amp;#039; In: Gabriele Uelsberg (Hrsg.), Stefan Lötters (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Roots, Wurzeln der Menschheit&amp;#039;&amp;#039;. Rheinisches Landesmuseum Bonn, 2006, S. 345.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magdalénien ===&lt;br /&gt;
Auch in jüngeren Fundschichten traten verzierte Objekte aus dem Genre der jungpaläolithischen Kleinkunst zutage. Ein besonders gut erhaltenes Kalksteinfragment mit roter Punktbemalung wurde im Jahre 1998 gefunden. Es stammt aus der Schicht GH 1k und damit aus dem oberen [[Magdalénien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;CoFlo&amp;quot;&amp;gt;Nicholas J. Conard, Harald Floss: &amp;#039;&amp;#039;Ein bemalter Stein vom Hohle Fels bei Schelklingen und die Frage nach paläolithischer Höhlenkunst in Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologisches Korrespondenzblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 29, 1999, S. 307–316.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Stück ist 7,6&amp;amp;nbsp;cm groß und weist auf der gewölbten Oberseite zwei Doppelreihen von aufgemalten roten Punkten auf, die nach Aussage der Autoren aus [[Ocker]] (also einem Farbstoff auf [[Limonit]]-Basis) bestehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CoFlo&amp;quot; /&amp;gt; Bei den Ausgrabungen im Sommer 2009 wurden vier weitere bemalte Steine gefunden, davon einer mit zwei vollständigen Doppelpunktreihen und einer fragmentarisch erhaltenen Punktreihe (Schicht AH Ia), ein anderer Stein (Schicht AH I) wies verschwommene rote Flecken auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cola 2009&amp;quot;&amp;gt;N. J. Conard, M. Malina: &amp;#039;&amp;#039;Neue Belege für Malerei aus dem Magdalénien vom Hohle Fels.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Ausgrabungen Baden-Württemberg 2009.&amp;#039;&amp;#039; Theiss Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2364-4, S. 52–56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich wurden in den oberen Magdalénien-Schichten auch Farbstücke gefunden: in Schicht AH Ic ein Stück [[Hämatit]], in Schicht AH Ib ein Stück [[Rötel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cola 2009&amp;quot; /&amp;gt; Das lässt darauf schließen, dass es sich bei sämtlichen roten Farbaufträgen um Rötel bzw. Hämatit handelt, die als Minerale in Karstspalten der Alb natürlich vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bemalten Objekte aus dem Hohlen Fels wurden von November 2011 bis Februar 2012 im [[Museum der Universität Tübingen]] in einer Ausstellung mit dem Titel „Bemalte Steine – das Ende der Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb“ gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.idw-online.de/pages/de/news449812 Bemalte Steine – die bislang älteste Tradition von Malerei in Mitteleuropa] Pressemitteilung der Universität Tübingen (abgerufen am 9. November 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleich alte Funde mit nahezu identischer Punktbemalung gibt es in Süddeutschland aus der [[Klausenhöhle#Obere Klause|Oberen Klausenhöhle]] im [[Altmühltal]] und aus der „Kleinen Scheuer“, der mittleren Halbhöhle des [[Hohlenstein]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Floss u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Bemalte Steine: Die Kunst des Azilien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eiszeit: Kunst und Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, 2009, ISBN 978-3-7995-0833-9, S. 307–316.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weit ältere Farbaufträge gibt es auf Steinen vom nahe gelegenen [[Geißenklösterle]], zum Beispiel einen dreifarbig (schwarz, rot und gelb) bemalten Stein aus der Aurignacien-Schicht IIb.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Floss u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Lascaux auf der Alb? Hinweise auf Höhlenkunst im deutschen Südwesten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eiszeit: Kunst und Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, 2009, ISBN 978-3-7995-0833-9, S. 303–306.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Geißenklösterle bestehen die roten Farbaufträge aus Hämatit, die gelben aus Limonit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den Funden des Hohlen Fels galten aus [[Gagat]] gefertigte Frauenstatuetten des [[Petersfels]] als bedeutendste Objekte des süddeutschen Magdalénien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KarteHohlerFels0.jpg|mini|[[Messtischblatt]] 7624 (Schelklingen), Ausgabe 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ZumHohlenFels.jpg|mini|Wegweiser im Achtal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhle heißt seit der [[Oberamt (Württemberg)|Oberamtsbeschreibung]] von [[Blaubeuren]] im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Hohler Fels,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Beschreibung des Oberamts Blaubeuren&amp;#039;&amp;#039; (Stuttgart 1830)&amp;lt;/ref&amp;gt; was in amtlichen topographischen Karten beibehalten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Topographische Landkarte 1:25.000. &amp;#039;&amp;#039;Blatt 7624 Schelklingen.&amp;#039;&amp;#039; Landesvermessungsamt Baden-Württemberg. Ausgaben von 1949, 1969, 1976 + aktuelle Auflage 2009, ISBN 978-3-89021-181-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Topographische Landkarte 1:50.000. &amp;#039;&amp;#039;Blatt 7624 Schelklingen.&amp;#039;&amp;#039; Digitale Kartenserie der deutschen Landesvermessung. Landesvermessungsamt Baden-Württemberg 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich ist seit dem 19. Jahrhundert die mundartliche Variante &amp;#039;&amp;#039;Hohlefels&amp;#039;&amp;#039; in Zusammenschreibung geläufig,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jäger&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peschel&amp;quot; /&amp;gt; die von Archäologen des 20. Jahrhunderts gleichrangig verwendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Rudolf Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Württemberg in vor- und frühgeschichtlicher Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Forschungen, Band 17, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Blumentritt, Joachim Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Der Hohlefels bei Schelklingen, Alb-Donau-Kreis: eine urgeschichtliche Fundstelle im Achtal&amp;#039;&amp;#039;. (= Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Band 46). [[Landesdenkmalamt Baden-Württemberg]], Stuttgart 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg, Band 154, 1998, S. 247–250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Dilemma besteht in der Häufigkeit beider Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Hohler Fels&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Hohlefels&amp;#039;&amp;#039; im Gebiet der Schwäbischen Alb und [[Frankenalb]], was die Verwechslungsgefahr mit archäologischen Fundplätzen gleichen Namens mit sich bringt (zum Beispiel [[Hohler Fels (Happurg)|Hohler Fels]] bei [[Happurg]], Hohlefels bei [[Hütten (Schelklingen)|Hütten]] im Schmiechtal). Die historisch tradierte Zusammenschreibung &amp;#039;&amp;#039;Hohlefels&amp;#039;&amp;#039; wurde jedoch bis in die 1990er Jahre zunehmend zum Erkennungsmerkmal des Hohlen Felsens im Achtal und meistens in den Publikationen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1990er Jahre kam in Publikationen des Tübinger Instituts für [[Ur- und Frühgeschichte]] vereinzelt die Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Hohle Fels&amp;#039;&amp;#039; als [[Deklination (Grammatik)|undeklinierter]] Eigenname auf, um in der Bezeichnung ein [[Alleinstellungsmerkmal]] zu erzeugen. Mit der Grabungsleitung durch Nicholas J. Conard im Jahre 1997 wurde diese Schreibung für Publikationen des Tübinger Instituts als verbindlich festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conard Venus&amp;quot;&amp;gt;Nicholas J. Conard: &amp;#039;&amp;#039;Die Entdeckung und Bedeutung der Venus vom Hohle Fels.&amp;#039;&amp;#039; In: Nicholas J. Conard, Stefanie Kölbl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Venus vom Hohle Fels.&amp;#039;&amp;#039; Fundstücke 1 (Museumsheft 9), Urgeschichtliches Museum Blaubeuren, 2010, {{ISSN|1617-2655}}, S. 7–38 (zur Namensgeschichte bzw. Umbenennung siehe S. 15)&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätestens seit der Einführung des Eigennamens „[[Venus vom Hohle Fels]]“ durch das Tübinger Institut&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conard Venus&amp;quot; /&amp;gt; wird diese Schreibweise auch in Pressemitteilungen der Universität Tübingen verwendet und von Teilen der Medien übernommen, obwohl das einer topographischen Umbenennung gleichkommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Da nicht historisch tradiert, widerspricht die Auseinanderschreibung von [[Adjektiv]] und [[Substantiv]] ohne Deklination des Adjektivs der deutschen Rechtschreibung, siehe [[Duden]], Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; Mannheim 1984, S. 288 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch das Landesamt für Denkmalpflege verwendet diese Schreibweise.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.iceageart.de/index.php?id=2061 |titel=Sechs Höhlen in zwei Tälern |werk=www.iceageart.de |hrsg=Land Baden-Württemberg, Landesamt für Denkmalpflege |datum= |sprache=de |abruf=2017-07-10 |archiv-datum=2019-01-25 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190125193916/https://www.iceageart.de/index.php?id=2061 |offline=ja |archiv-bot=2025-06-26 22:16:50 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der digitalen topographischen Karte des LUBW wird die Höhle als &amp;#039;&amp;#039;Hohle Fels&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/pages/map/command/index.xhtml?mapId=7d391a39-d0ad-427d-9398-2b9d2a103678&amp;amp;useMapSrs=true&amp;amp;mapSrs=EPSG:25832&amp;amp;mapExtent=554195.6003125807,5357714.075865155,557958.4652869614,5360342.716773938 |titel=Karte: Digitale Topographische Karte – Daten- und Kartendienst der LUBW |abruf=2024-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Schon bald nach der Ausgrabung von 1870/71 fanden die ersten Höhlenfeste statt, seit dem beginnenden 20. Jahrhundert wurde der Höhlenraum in größeren Zeitabständen auch beleuchtet. Während des Zweiten Weltkrieges diente die Höhle der [[Wehrmacht]] als [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]] und Lager für Feuerwehrspritzen der Firma [[Deutz AG|Klöckner-Humboldt-Deutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von örtlichen Vereinen und der Stadtverwaltung getragene Höhlenfeste werden seit 1950 alljährlich durchgeführt. Seit längerer Zeit finden wegen der guten Akustik gelegentlich Höhlenkonzerte und Tonaufnahmen statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christoph Haas |url=https://www.the-ocean-of-rhythm.com/hoehlenkonzerte.htm |titel=Höhlenkonzerte |werk= |hrsg=TOOR |datum=2020 |abruf=2020-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hohler Fels Flöte als Inspirationsquelle ==&lt;br /&gt;
Der kanadische Komponist Todd Harrop&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Todd Harrop |url=https://www.toddharrop.de/audio |titel=Hohler Fels |abruf=2025-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; schrieb ein Duo für Flöte und Halb-Klarinette unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohler Fels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Urgeschichte Baden-Württembergs]]&lt;br /&gt;
* [[Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura]]&lt;br /&gt;
* [[Helga-Abri]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Reiner Blumentritt]], [[Joachim Hahn (Prähistoriker)|Joachim Hahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Hohlefels bei Schelklingen, Alb-Donau-Kreis: eine urgeschichtliche Fundstelle im Achtal.&amp;#039;&amp;#039; Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Heft 46, 1978.&lt;br /&gt;
* Rainer [sic] Blumentritt, Joachim Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Der Hohle Fels.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Museumsgesellschaft Schelklingen. Schelklinger archäologische Führer, Bd. 1, 1991.&lt;br /&gt;
* [[Nicholas J. Conard]], Michael Bolus, [[Ewa Dutkiewicz]], Sibylle Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Eiszeitarchäologie auf der Schwäbischen Alb.&amp;#039;&amp;#039; Kerns Verlag, Tübingen 2015, ISBN 978-3-935751-24-7, Kapitel: Die Fundstellen im Achtal/Das Achtal/Hohle Fels S.&amp;amp;nbsp;127–138.&lt;br /&gt;
* Jill Cook: &amp;#039;&amp;#039;Ice Age Art: the Arrival of the Modern Mind.&amp;#039;&amp;#039; [… to accompany the exhibition of the British Museum from 7 February to 26 May 2013]. British Museum Press, London 2013, ISBN 978-0-7141-2333-2.&lt;br /&gt;
* [[Hans Binder (Höhlenforscher)|Hans Binder]], Herbert Jantschke: &amp;#039;&amp;#039;Höhlenführer Schwäbische Alb&amp;#039;&amp;#039; DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2003, ISBN 3-87181-485-7, Kapitel: L&amp;amp;nbsp;7724 Ulm an der Donau/Hohler Fels, S.&amp;amp;nbsp;210–211.&lt;br /&gt;
* [[Georg Hiller (Politiker)|Georg Hiller]], Stefanie Kölbl: &amp;#039;&amp;#039;Welt-Kult-Ur-Sprung.&amp;#039;&amp;#039; Jan Thorbecke Verlag, Ulm 2016, ISBN 978-3-7995-1168-1, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Hohle Fels&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;34–35 und S.&amp;amp;nbsp;38–45 (deutsch und englisch)&lt;br /&gt;
* Sibylle Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Schmuckstücke – Die Elfenbeinbearbeitung im Schwäbischen Aurignacien.&amp;#039;&amp;#039; Kerns Verlag, Tübingen 2015, ISBN 978-3-935751-21-6, Kapitel 5: Der Hohle Fels S.&amp;amp;nbsp;77–116 und Tafeln 1–31, S.&amp;amp;nbsp;117–179.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schauhöhlen in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Alb-Donau-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schauhöhle der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhle in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schelklingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhle im Alb-Donau-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturdenkmal im Alb-Donau-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotop im Alb-Donau-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aurignacien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gravettien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magdalénien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karsthöhle in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Glittering Ant</name></author>
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