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	<title>Hoher Meißner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hoher_Mei%C3%9Fner&amp;diff=120391&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-26302-40: /* Sehenswürdigkeiten */</title>
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		<updated>2026-05-01T07:48:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sehenswürdigkeiten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gebirgsgruppe&lt;br /&gt;
| KARTE = &lt;br /&gt;
| KARTENBESCHREIBUNG = &lt;br /&gt;
| BILD = Meissnerblick rommerode wv d schmidt 06 2007.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG = Hoher Meißner, oberhalb von [[Rommerode]]&lt;br /&gt;
| LAGE-POLITISCH = nahe [[Hessisch Lichtenau]]; [[Werra-Meißner-Kreis]], [[Hessen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| EINTEILUNG NACH = &lt;br /&gt;
| LAGE-GEBIRGE = [[Fulda-Werra-Bergland]] im&amp;lt;br /&amp;gt;[[Osthessisches Bergland|Osthessischen Bergland]]&lt;br /&gt;
| LAGE-GEBIRGE-BEZ = Teil vom&lt;br /&gt;
| HÖCHSTER GIPFEL = [[Kasseler Kuppe]]&lt;br /&gt;
| MAX-HÖHE = 751.2&lt;br /&gt;
| MAX-HÖHE-BEZUG = DE-NHN&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 51/13/41.4/N&amp;lt;!--Kasseler Kuppe--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 9/51/48/E&amp;lt;!--ebenda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = DE-HE&lt;br /&gt;
| MAX-LÄNGE = 10&lt;br /&gt;
| POSKARTE = Deutschland Hessen&lt;br /&gt;
| ALTERNATIVKARTE = &lt;br /&gt;
| TYP = [[Mittelgebirge]]&lt;br /&gt;
| GESTEIN = [[Basalt]], [[Braunkohle]]&lt;br /&gt;
| ALTER = &lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 50&lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN = Trigonometrischer Punkt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoher meissner.jpg|mini|Hoher Meißner von Osten bzw. [[Meißner (Gemeinde)|Meißner]]-[[Weidenhausen (Meißner)|Weidenhausen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Hohe Meißner vom Bilstein von NNW.jpg|mini|Hoher Meißner von Nordnordwesten vom [[Bilstein (Kaufunger Wald)|Bilstein]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meissner aussicht kalbe d schmidt 06 2007.jpg|mini|Ausblick vom Hohen Meißner: Ostblick von der Kalbe]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohe Meißner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Mittelgebirge]]/[[Bergmassiv]] im [[Fulda-Werra-Bergland]], dem Nordteil des [[Osthessisches Bergland|Osthessischen Berglandes]]. Mit Gipfellage im Gebiet der Gemeinde [[Berkatal]] liegt es nahe der Kleinstadt [[Hessisch Lichtenau]] im [[Werra-Meißner-Kreis]] in [[Nordhessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gipfelhöhe des Hohen Meißners wurde im September 2025 nach einer neuen Messung des [[Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation|HLBG]] auf {{Höhe|751.2|DE-NHN|link=true}} (exakt 751,232 m) korrigiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=hessenschau de, Frankfurt Germany |url=https://www.hessenschau.de/panorama/neue-offizielle-hoehe-hoher-meissner-millimetergenau-vermessen-v1,hoher-meissner-116.html |titel=Neue offizielle Höhe: Hoher Meißner millimetergenau vermessen |datum=2025-09-02 |sprache=Deutsch |abruf=2025-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.hessenschau.de/tv-sendung/der-japankaefer-bedroht-unsere-ernaehrung--hessenschau-vom-03092025,video-214888.html Hessenschau]&amp;#039;&amp;#039;. [[Hessenschau|TV-Nachrichtensendung]], 3. September 2025, 28 Minuten. Mit einem Beitrag über die Neuvermessung des Hohen Meißners durch das Landesamt für Bodenmanagement. Moderation: [[Andreas Hieke]]. Bericht: [[Daniela Möllenkamp]]. Eine Produktion von [[HR-Fernsehen]]&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Amtliche Karte|amtlichen Karten]] ist noch die alte Höhe von {{Höhe|753.6|DE-NHN}}{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}} angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überregional bekannt ist der Hohe Meißner als Heimat des Märchens [[Frau Holle]]. Zusammen mit großen Teilen des [[Kaufunger Wald]]es, der [[Söhre]] und dem Ringgau bildet er den weitläufigen [[Geo-Naturpark Frau-Holle-Land]]. Auf großen Teilen seines vielerorts bewaldeten Bergmassivs liegen mehrere &amp;#039;&amp;#039;[[#Schutzgebiete|Schutzgebiete]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft/-änderung ==&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Name des Hohen Meißners lautet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wissener&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die erstmalige urkundliche Erwähnung des Namens erfolgte 1195. Er lässt sich auf die [[althochdeutsch]]en Stammwörter &amp;#039;&amp;#039;wisa&amp;#039;&amp;#039; (Wiese), &amp;#039;&amp;#039;wizon&amp;#039;&amp;#039; (Weissager) oder &amp;#039;&amp;#039;wiz&amp;#039;&amp;#039; (weiß) zurückführen. Wahrscheinlich ist die Bedeutung des Namens &amp;#039;&amp;#039;Der Weiße&amp;#039;&amp;#039;, da der Winter mit Schneefall auf dem Berg früh einsetzt und lange dauert. Der Name „Meißner“ wird in Akten der landgräflich-hessischen Verwaltung erstmals 1530 erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine langsame Namensumbenennung erfuhr der Berg durch die [[Jugendbewegung]]. Durch den auf ihm stattfindenden [[#Erster Freideutscher Jugendtag|Ersten Freideutschen Jugendtag]] (1913) wurde der Meißner als „Hoher Meißner“ über die deutschen Zeitungen bekannt. Für die [[Wandervogel|Wandervögel]] war dieser Ort schon vor 1913 beliebtes Ziel und mindestens seit 1908 wurde der Berg von ihnen als „Hoher Meißner“ bezeichnet. Diese Namensgebung könnte sich dem Namen des gern gewählten Ziels der Göttinger Wandervögel, dem [[Hoher Hagen (Dransfeld)|Hohen Hagen]], angeglichen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MoRe1988&amp;quot; /&amp;gt; Mit der Zeit wurde immer mehr vom Hohen Meißner gesprochen. Ein Gedenkstein mit einer Informationstafel befindet sich am Parkplatz nahe dem Naturfreundehaus Meißnerhaus, der auf diese Namensänderung hinweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Der Hohe Meißner erhebt sich im [[Geo-Naturpark Frau-Holle-Land]] (Werratal.Meißner.Kaufunger Wald) zwischen den Städten und Gemeinden [[Bad Sooden-Allendorf]] (Nordosten), [[Berkatal]] und [[Meißner (Gemeinde)|Meißner]] (Osten), [[Waldkappel]] (Süden), [[Hessisch Lichtenau]] (Westen; größte Stadt am Bergmassiv) sowie [[Großalmerode]] (Nordwesten). Der Gipfel des flachwelligen Hochplateaus liegt 3&amp;amp;nbsp;km südsüdwestlich des Berkataler Ortsteils [[Frankenhain (Berkatal)|Frankenhain]] und 2,5&amp;amp;nbsp;km südwestlich des Bad Sooden-Allendorfer Ortsteils [[Dudenrode]]&amp;amp;nbsp;– im Gemeindegebiet von Berkatal; die Grenze zur Stadt Bad Sooden-Allendorf verläuft etwa 300&amp;amp;nbsp;m nordöstlich davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am oder auf dem Hohen Meißner, der überwiegend bewaldet, rund 10&amp;amp;nbsp;km lang und 5&amp;amp;nbsp;km breit ist, entspringen die [[Berka (Fluss)|Berka]] und ihre Zuflüsse [[Hollenbach (Berka)|Hollenbach]] und [[Kupferbach (Berka)|Kupferbach]], der [[Gelster]]-Zufluss [[Laudenbach (Gelster)|Laudenbach]] und der [[Wehre]]-Zufluss [[Vierbach (Wehre)|Vierbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturräumliche Zuordnung ===&lt;br /&gt;
Der Hohe Meißner bildet in der [[Naturraum|naturräumlichen]] Haupteinheitengruppe [[Osthessisches Bergland]] (Nr.&amp;amp;nbsp;35), in der Haupteinheit [[Fulda-Werra-Bergland]] (357) und in der Untereinheit [[Meißnergebiet]] (357.8) den Naturraum &amp;#039;&amp;#039;Hoher Meißner&amp;#039;&amp;#039; (357.81). Im Norden schließt sich der Naturraum &amp;#039;&amp;#039;Nördliche Meißnervorberge&amp;#039;&amp;#039; (357.80) an, im Südosten der Naturraum &amp;#039;&amp;#039;Finkenberg-Dachsberg-Zug&amp;#039;&amp;#039; (357.82), die beide auch zum Meißnergebiet gehören, im Westen der Naturraum &amp;#039;&amp;#039;Velmeder Tal&amp;#039;&amp;#039; und im Süden der Naturraum &amp;#039;&amp;#039;Waldkappeler Wehretal&amp;#039;&amp;#039; (357.54), die beide zur Untereinheit [[Witzenhausen-Altmorschener Talung]] (357.5) zählen. Im Osten grenzt in der Haupteinheit [[Unteres Werraland]] (358) und in der Untereinheit [[Unterwerrasattel]] (358.0) der Naturraum &amp;#039;&amp;#039;Meißnervorland&amp;#039;&amp;#039; (358.03) an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BfL-112&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geomorphologie ===&lt;br /&gt;
==== Hoher Meißner – höchster Berg in Nordosthessen ====&lt;br /&gt;
Der Hohe Meißner wird von einem [[Hochplateau]] gekrönt, das in Nord-Süd-Richtung maximal rund 4,2&amp;amp;nbsp;km lang und in Ost-West-Richtung maximal etwa 2,2&amp;amp;nbsp;km breit ist, gemessen von der 700-m-[[Höhenlinie]] aufwärts. Dessen höchste Stelle bildet mit {{Höhe|751.232}} Höhe die Kasseler Kuppe. Diese ist nicht, wie in vielen Publikationen wiedergegeben, die höchste Erhebung [[Nordhessen]]s, sondern „nur“ die höchste Nordosthessens. Die höchsten Berge im Nordteil von Nordhessen befinden sich weit westlich im [[Upland]] ([[Langenberg (Rothaargebirge)|Langenberg]]; max.&amp;amp;nbsp;{{Höhe|843.2}}, ca. 91&amp;amp;nbsp;km Luftlinie), dem Nordostausläufer des [[Rothaargebirge]]s, und der höchste des oftmals mit dem Begriff Nordhessen gleichgesetzten [[Regierungsbezirk Kassel|Regierungsbezirks Kassel]] ist die [[Wasserkuppe]] ({{Höhe|950.2}}, ca. 81&amp;amp;nbsp;km Luftlinie) in der weit südlich gelegenen [[Rhön]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dominanz und Prominenz ====&lt;br /&gt;
Mit einer [[Dominanz (Geographie)|Dominanz]] von etwa 59&amp;amp;nbsp;km ist der Meißner (genauer: sein Gipfel, die [[Kasseler Kuppe]]) einer der dominantesten Berge Deutschlands. Die dem Meißner am nächsten gelegene, nächsthöhere Stelle liegt in ebendieser Entfernung unmittelbar an Ausläufern des {{Höhe|916.5}} hohen [[Großer Inselsberg|Großen Inselsbergs]] im südöstlich gelegenen [[Thüringer Wald]], der sein Umland ähnlich wie der Meißner überragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nordöstlich gelegenen [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] findet sich der nächsthöhere Gipfel erst in etwa 66&amp;amp;nbsp;km Entfernung am maximal {{Höhe|865.1}} hohen Kamm [[Auf dem Acker]], in der südlich gelegenen [[Rhön]] wird die Höhe des Meißner erst am {{Höhe|756.9}} hohen [[Auersberg (Hilders)|Auersberg]] in rund 70&amp;amp;nbsp;km Entfernung erreicht, im westlich gelegenen [[Rothaargebirge]] gar erst in 84&amp;amp;nbsp;km Entfernung an der {{Höhe|775.3}} hohen [[Kahle Pön|Kahlen Pön]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Messung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Schartenhöhe|Prominenz]] der Kasseler Kuppe ist nicht der durch das Tal der Werra abgetrennte Thüringer Wald Bezugsgebirge, sondern die ebenfalls zwischen Fulda und Werra gelegene Rhön. Der niedrigste Punkt, zu dem man herab muss, um einen nächsthöheren Punkt in der Rhön zu erreichen, ist nordwestlich von [[Hönebach]] an der Fulda-Werra-Wasserscheide zwischen [[Richelsdorfer Gebirge]] und [[Seulingswald]], 426&amp;amp;nbsp;m tiefer gelegen als der Gipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Berge und Bergkuppen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoher Meissner Kalbe.jpg|mini|Blick von der [[Kalbe (Meißner)|Kalbe]] im Winter]]&lt;br /&gt;
Zu den Bergen und Bergkuppen des Hohen Meißners gehören –&amp;amp;nbsp;sortiert nach Höhe in [[Meter]] (m) über [[Normalhöhennull]] (NHN):{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;250&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[Kasseler Kuppe]] (751,2 m)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=hessenschau de, Frankfurt Germany |url=https://www.hessenschau.de/tv-sendung/hoher-meissner-millimetergenau-vermessen,video-214892.html |titel=Hoher Meißner millimetergenau vermessen |datum=2025-09-03 |sprache=Deutsch |abruf=2025-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kasseler Stein ({{Höhe|748.3}})&lt;br /&gt;
* [[Kalbe (Meißner)|Kalbe]] ({{Höhe|719.5}})&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Heiligenberg ({{Höhe|583.4}})&lt;br /&gt;
* Bühlchen ({{Höhe|537.2}})&lt;br /&gt;
* Hässelkuppe ({{Höhe|514.8}})&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Der Untergrund des Hohen Meißners entstand vor 225&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren im [[Trias (Geologie)|Trias]] und besteht aus [[Muschelkalk]] und [[Buntsandstein]]. Im [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] vor 20&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren befand sich in dem Gebiet eine Senke, wo in tropischem Klima Sumpfwälder wuchsen. Sie bildeten mächtige [[Torf]]schichten, aus denen [[Braunkohle]]lager entstanden. Aufgrund [[vulkan]]ischer Aktivitäten trat vor 12 bis 13&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren&amp;lt;ref&amp;gt;K. H. Wedepohl: Der tertiäre basaltische Vulkanismus der Hessischen Senke, In: Sigmund Koritnig (Schriftleiter): Zur Mineralogie und Geologie der Umgebung von Göttingen mit Westharz und Teilen des Nordhessischen Berglandes. [[Der Aufschluss]], Sonderband 28, 1978, S.&amp;amp;nbsp;156–167.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch Spalten und [[Verwerfung (Geologie)|Verwerfungen]] mehrfach dünnflüssige [[Lava]] aus und füllte die vorhandene Senke. So erhielt der Hohe Meißner eine heute noch 150&amp;amp;nbsp;m dicke [[Basalt]]decke, die ihn widerstandsfähiger gegenüber [[Erosion (Geologie)|Erosionsprozessen]] machte als sein basaltfreies Umfeld. Bei der weiträumigen Hebung der gesamten Region, die bis in die Jetztzeit andauert, wurde das Basaltplateau als [[Härtling]] aus den weicheren umgebenden Schichten herauspräpariert ([[Reliefumkehr]]), sodass der Hohe Meißner sein Umland heute deutlich überragt.&amp;lt;ref&amp;gt;Arno Semmel: Geomorphologie der Bundesrepublik Deutschland: Grundzüge, Forschungsstand, aktuelle Fragen, erörtert an ausgewählten Landschaften. Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 5. Auflage 1996. ISBN 3 515 06897 X, auf S.&amp;amp;nbsp;117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine geologische Besonderheit stellt die &amp;#039;&amp;#039;Kothsborn-Quelle (Eisquelle)&amp;#039;&amp;#039; dar. Ihre ungewöhnlich niedrige Temperatur von nur 0&amp;amp;nbsp;°C bis max. 2&amp;amp;nbsp;°C entsteht durch Verdunstungskälte im Inneren der Basaltblockhalden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eltmannshsn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GenWiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiete ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Naturschutzgebiet Meißner}}&lt;br /&gt;
Auf Großteilen der Flanken des Hohen Meißners und auf Kleinteilen seines Hochplateaus liegt das [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;Meißner&amp;#039;&amp;#039; ([[Common Database on Designated Areas|CDDA]]-Nr.&amp;amp;nbsp;6969; 1970 ausgewiesen; 9,3293&amp;amp;nbsp;[[Quadratkilometer|km²]] groß). In diesen Bereichen befinden sich zudem das [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat]]-Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Meißner und Meißner Vorland&amp;#039;&amp;#039; (FFH-Nr.&amp;amp;nbsp;4725-306; 20,4282&amp;amp;nbsp;km²) und das daran anschließende FFH-Gebiet &amp;#039;&amp;#039;[[Werra]]- und [[Wehre]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;tal&amp;#039;&amp;#039; (FFH-Nr.&amp;amp;nbsp;4825-302; 244,8191&amp;amp;nbsp;km²). Gänzlich liegt das Bergmassiv im [[Vogelschutzgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;Meißner&amp;#039;&amp;#039; (VSG-Nr.&amp;amp;nbsp;4725-401; 37,2078&amp;amp;nbsp;km²).{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau am Hohen Meißner ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meissner ehem tagebau d schmidt 06 2007.jpg|mini|Blick in den ehemaligen „Tagebau Kalbe“ an der [[Kalbe (Meißner)|Kalbe]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwalbenthal Hoher Meißner.jpg|mini|Ehemaliges Gasthaus Schwalbenthal (vorher: Bergamt), mit Aussichtspunkt vom Hohen Meißner]]&lt;br /&gt;
Der [[Braunkohlebergbau]] begann am Hohen Meißner ab 1560, nachdem man in einem Bach [[Glanzkohle]]stückchen gefunden hatte, und dauerte bis 1929 ausschließlich [[Untertagebau|unter Tage]] an. Die Kohle wurde überwiegend für den Salzsiedebetrieb in Bad Sooden-Allendorf und später im Tagebaubetrieb –&amp;amp;nbsp;insbesondere für das große Kraftwerk in [[Kassel]]&amp;amp;nbsp;– gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stinksteinwand und Schwalbenthal ===&lt;br /&gt;
Ein guter Hinweis auf den jahrhundertelangen Bergbau am Hohen Meißner ist die „Stinksteinwand“, die sich oberhalb der ehemaligen [[Bergamt]]ssiedlung [[Schwalbenthal]] hoch oben am Osthang des Bergmassivs befindet. Dieser Ort wurde in den 1920er Jahren aufgrund eines durch Bergbau entstandenen Erdrutsches nahezu zerstört. Heute ist nur noch das ehemalige Bergamt erhalten. Früher wurde dort unter Tage Kohle abgebaut. Wo sich jetzt der Kalbesee befindet, wurde ab 1952 die Kohle auch über Tage abgebaut. Zuerst musste der Basaltpanzer entfernt werden, welcher hier etwa 150 Meter dick ist. Dadurch entstand auch die Stinksteinwand. Schließlich wurde mit dem Braunkohleabbau begonnen. Aus finanziellen Gründen wurde dieser 1970 eingestellt und nach Demonstrationen 1974 auch nicht wieder aufgenommen. Der Tagebau hinterließ dadurch auch an der Ostseite des Meißners eine charakteristische Mulde im Berg. Rund um Kalbe und Schwalbenthal besteht Erdrutschgefahr. So ist das ehemalige Bergamt Schwalbenthal gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl im 17. Jh., noch während des Untertagebaus, war die [[Braunkohle]] in [[Kohlenbrand|Brand]] geraten, da sie bei Kontakt mit Sauerstoff zur [[Selbstentzündung]] neigt. So wurden dort immer wieder [[Schwelbrand|Schwelbrände]] in den [[Flöz]]en beobachtet, die sich an der Erdoberfläche durch charakteristischen Brandgeruch und Rauchaustritt bis zum heutigen Tag bemerkbar machen. Mehrere derartige Rauchaustritte mit [[Schwefel]]sublimaten („Schwefelblumen“) befinden sich insbesondere im südlichen Tagebauteil, 400&amp;amp;nbsp;m nördlich des Parkplatzes Schwalbenthal. Das Betreten dieses Areals ist aus Sicherheits- und Naturschutzgründen untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im 20. Jh. scheiterten sämtliche Versuche, diese im [[Flözbrand]] befindlichen Kohleflöze zu löschen, so dass man nicht nur am Parkplatz im Schwalbenthal oft einen schwefelartigen Geruch von nicht völlig verbrannter Braunkohle wahrnehmen kann – teils sogar sehr stark. Die nach dem Tagebau freigelegte Braunkohle wurde mit Erde überschüttet. In der bis zu 30 Meter tiefen Abbaugrube bildete sich ein 2&amp;amp;nbsp;ha großer See, der Kalbesee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das etwas unterhalb der Stinksteinwand am Berghang stehende Gasthaus Schwalbenthal ist das letzte Überbleibsel einer einstigen rund zehn Häuser umfassenden Bergbausiedlung, deren Häuser infolge von [[Erdrutsch]]en abgerissen werden mussten. Zu sehen sind auch noch der Bergbaufriedhof Schwalbenthal (etwa 400 Meter von dem Gasthaus entfernt) und am Neuen Erbstollen Schwalbenthal das Haus Halde, ein altes Bergmannshaus, mit einer Schütthalde an der Kohlenstraße, die nach [[Germerode]] hinabführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bransrode ===&lt;br /&gt;
Auf der Nordwestseite des Bergmassivs wurde 1929 bei der Bergarbeitersiedlung [[Bransrode]] der letzte Untertagestollen geschlossen. Der kurz darauf begonnene [[Basalt]]-[[Tagebau|Übertageabbau]] wurde bis 2003 betrieben. Im Rahmen des Weiterbaus der [[Bundesautobahn&amp;amp;nbsp;44]] im Werra-Meißner-Kreis wurde der Basaltabbau wieder aufgenommen, ruht aber derzeit wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalbe (Ex-Tagebau) ===&lt;br /&gt;
An der Basaltkuppe [[Kalbe (Meißner)|Kalbe]] wurde von 1952 bis 1974 über Tage Braunkohle gefördert, was immer noch gut am ehemaligen [[Tagebau]]gelände zu erkennen ist, in dem sich der „Kalbesee“ gebildet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Meissnerhaus.JPG|mini|Blick vom Meißnerhaus in Richtung [[Hessisch Lichtenau]] (Heiligabend 2006)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frau-Holle-Teich 001.jpg|mini|[[Frau-Holle-Teich]] mit Holzfigur der [[Frau Holle]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
An verschiedenen Standorten des Hohen Meißners gibt es [[Aussichtspunkt]]e:&lt;br /&gt;
* [[Kalbe (Meißner)|Kalbe]]: Von der {{Höhe|719.5}} hohen Basaltkuppe blickt man unter anderem zum [[Werra]]tal, [[Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal]], [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]], [[Thüringer Wald]] und zur [[Rhön]]. Dieser Aussichtspunkt ist zum Beispiel über einen am [[Frau-Holle-Teich]] beginnenden [[Wanderweg|Pfad]] zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schwalbenthal: Einfacher zu erreichen als die eben erwähnte Basaltkuppe Kalbe befindet sich 108&amp;amp;nbsp;m tiefer an einem Straßenabzweig der [[Landesstraße]]&amp;amp;nbsp;3241, die von Meißner-[[Vockerode (Meißner)|Vockerode]] kommend in Richtung Meißnerhaus führt, ein ähnlich guter Aussichtspunkt: Nur wenige Meter unterhalb bzw. östlich der [[#Bergbau am Hohen Meißner|hier]] erwähnten Stinksteinwand liegt oberhalb eines Parkplatzes der „Aussichtspunkt Schwalbenthal“, von dem man aus {{Höhe|612}}&amp;lt;!--laut Schild am Aussichtspunkt--&amp;gt; Höhe die Aussicht unter anderem auf das rund 322&amp;amp;nbsp;m tiefer liegende Vockerode (ca.&amp;amp;nbsp;{{Höhe|290}}) genießen kann, aber auch in Richtung [[Thüringen]] hinüber blickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Meißnerhaus und Berggasthof Hoher Meißner: Von der südwestlichen Seite des Bergmassivs schaut man vom Naturfreundehaus Meißnerhaus (ca.&amp;amp;nbsp;{{Höhe|665}}) bzw. vom unweit südöstlich davon stehenden, geschlossenen Berggasthof Hoher Meißner (ca.&amp;amp;nbsp;{{Höhe|715}}) unter anderem zum [[Kellerwald]], zum [[Habichtswälder Bergland|Habichtswald]] und zum [[Kaufunger Wald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren [[Sehenswürdigkeit]]en am Hohen Meißner gehören (alphabetisch sortiert):&lt;br /&gt;
* [[Frau-Holle-Teich]] – kleines, sagenumwobenes Stillgewässer&lt;br /&gt;
* [[Kalbe (Meißner)|Kalbe]] – ehemaliger Braunkohlentagebau mit Kalbesee und Aussichtsberg Kalbe&lt;br /&gt;
* [[Kitzkammer]] (Naturdenkmal – eine Felsnische zwischen Basaltsäulen)&lt;br /&gt;
* [[Seesteine (Hoher Meißner)|Seesteine]] – Basaltfelsen in einem Waldpark mit ehemaligen Stillgewässer&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Berg[[wildpark]] Meißner&amp;#039;&amp;#039; – auf unterem Südosthang, 1,5&amp;amp;nbsp;km südwestlich von Germerode&amp;lt;ref name=&amp;quot;BwpMeißner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Märchen/Sage ==&lt;br /&gt;
Der Hohe Meißner liegt auch im Land der Märchenfigur [[Frau Holle]] am [[Frau-Holle-Pfad]]. Der [[Frau-Holle-Teich]], ein unter Naturschutz stehendes Stillgewässer auf dem Bergmassiv, soll lokalen Sagen zufolge bodenlos und der Eingang in Frau Holles &amp;#039;&amp;#039;Anderswelt&amp;#039;&amp;#039; sein. Am Teich befindet sich seit 2004 eine Holzstatue der Frau Holle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeitgestaltung ==&lt;br /&gt;
Am Hohen Meißner gibt es ein [[Wintersportgebiet]] mit drei [[Skipiste]]n (zwei davon mit [[Skilift]]betrieb) für [[Skifahren|Skiabfahrt]] sowie ausgedehnte [[Loipe]]n für [[Skilanglauf]]. Außerdem sind viele ausgedehnte und ausgeschilderte [[Wanderweg]]e (siehe Abschnitt [[#Verkehr und Wandern|Verkehr und Wandern]]) vorhanden. Seit dem 8.&amp;amp;nbsp;Juni 2008 wird eine permanente Zeitnahme ([[Stoppomat]]) für Radsportler, Läufer, Nordic Walker, Skater und [[Handbike]]r betrieben. Die Bestzeit&amp;lt;!--für was/welche Strecke???--&amp;gt; mit 19:30&amp;amp;nbsp;min. hat derzeit der ehemalige Deutsche Meister [[Dirk Müller (Radsportler)|Dirk Müller]] inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sendeanlagen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sender Hoher Meißner}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Meissner sendetuerme wv ds 06 2007.jpg|mini|Sendeanlagen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fernmeldeturm FmAufklKompanie 947 1981.jpg|mini|Ehemalige Abhöranlage des Bundesnachrichtendiensts am Nordosthang des Hohen Meißners]]&lt;br /&gt;
Der Hohe Meißner ist ein wichtiger Sendestandort des [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunks]] (HR) für [[Ultrakurzwelle|UKW]] und digitales Fernsehen ([[DVB-T]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1952 nahm der Hessische Rundfunk den Versuchsbetrieb für den [[Hörfunk]] auf, der im Juni 1952 abgeschlossen war. Drei Jahre später wurde der Fernsehsender auf dem Hohen Meißner in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Antennentechnik|Antennenbauwerke]] bzw. [[Sendeanlage]]n auf dem Hohen Meißner:&lt;br /&gt;
* {{Höhe|220}} hoher geerdeter, abgespannter [[Stahlfachwerkmast]] für UKW und TV&lt;br /&gt;
* {{Höhe|155}} hoher geerdeter, abgespannter Stahlfachwerkmast, der eine [[Reusenantenne]] für Mittelwelle, Richtfunkantennen und Reserveantennen des Fernsehsenders HR trägt&lt;br /&gt;
* {{Höhe|40}} hoher freistehender Stahlfachwerkturm mit Mobilfunk-Antennen und UKW-Reserveantennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GedenktafelFreideutscherJugendtag.JPG|mini|Nahe dem Meißnerhaus: Gedenkstein und Informationstafel erinnern an den [[Erster Freideutscher Jugendtag|Ersten Freideutschen Jugendtag]] (1913)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. September 2019 stürzte eine Wartungsgondel aus etwa 50 m Höhe ab, drei Insassen starben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/vermischtes/article199594154/Hoher-Meissner-Eschwege-Gondel-an-Sendeturm-abgestuerzt-drei-Tote.html Wartungsgondel an Sendeturm aus 50 Metern abgestürzt – drei Tote.] Artikel auf welt.de, 3. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärische Nutzung und Abhörstationen ==&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg gab es hier eine Flugwetter- und eine Nachtjägerleitstation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Gerhard Piper | Titel=Abhörstaat Deutschland. Die SIGINT-Landschaft seit 1945 in Ost und West | Verlag=Heise Medien | Ort=Hannover | Datum=2015 | ISBN=978-3-95788-028-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Zeit des Kalten Kriegs befanden sich auf dem Hohen Meißner drei Abhörstationen. Zunächst eine 1959 auf der Kalbe errichtete kleinere Abhöranlage der amerikanischen Armee, später vermutlich noch vom BND genutzt. Später entstanden zwei neue Abhörkomplexte: Auf dem Plateau des Hohen Meißners wurde eine Anlage gemeinschaftlich von der US-amerikanischen Armee und der Fernmeldeaufklärungskompanie (FmAufklKp) 947 der Bundeswehr aus Hessisch-Lichtenau betrieben, am Nordosthang hatte der [[Bundesnachrichtendienst]] unter der Tarnbezeichnung „Bundesstelle für Fernmeldestatistik“ eine eigene Anlage errichtet. Nach 1990 wurden die Stationen aufgegeben und bis 2002 schrittweise abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Freideutscher Jugendtag ==&lt;br /&gt;
Am 11.&amp;amp;nbsp;und 12.&amp;amp;nbsp;Oktober 1913 trafen sich auf dem Hohen Meißner zwischen 2000 und 3000 Teilnehmer, vorwiegend Jugendliche, zum [[Erster Freideutscher Jugendtag|Ersten Freideutschen Jugendtag]], ein „Fest der Jugend“ und Treffen der [[Jugendbewegung]]. Diese Veranstaltung sollte ein Gegenprogramm zu militaristischen Gedenkveranstaltungen zum 100.&amp;amp;nbsp;[[Jahrestag]] der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] (Oktober 1813) sein;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EFJ&amp;quot; /&amp;gt; am 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1913 wurde das [[Völkerschlachtdenkmal]] eingeweiht; auch dies war Anlass für große öffentliche Aufmerksamkeit für diesen 100.&amp;amp;nbsp;Jahrestag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr und Wandern ==&lt;br /&gt;
Der Hohe Meißner ist über von den Bundesstraßen [[Bundesstraße 7|7]], [[Bundesstraße 27|27]] und [[Bundesstraße 451|451]] abzweigende [[Landesstraße]]n zu erreichen; die zuerst und zuletzt genannte Bundesstraße haben Anschluss an einen bereits fertig gestellten Abschnitt des nordosthessischen Teils der [[Bundesautobahn 44|A&amp;amp;nbsp;44]]. Über die Meißner-Westflanke sowie insbesondere über den Südteil des Meißner-Hochplateaus und die Meißner-Ostflanke verläuft im Rahmen der Landesstraßen&amp;amp;nbsp;3241 und 3242 ein Abschnitt der „Frau-Holle-Route“ der [[Deutsche Märchenstraße|Deutschen Märchenstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Hochplateau des Hohen Meißners führen zum Beispiel der [[Frau-Holle-Pfad]], der [[Grimmsteig]], der [[Hessenweg 11|Hessenweg&amp;amp;nbsp;11]] und der zertifizierte &amp;#039;&amp;#039;Premiumweg Hoher Meißner&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;P1&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Sendeanlagen in Hessen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ernst Baier, Cord Peppler-Lisbach, Volker Sahlfrank: &amp;#039;&amp;#039;Die Pflanzenwelt des Altkreises Witzenhausen mit Meißner und Kaufunger Wald&amp;#039;&amp;#039;. 2., ergänzte und verbesserte Auflage. Schriften des Werratalvereins Witzenhausen, Heft&amp;amp;nbsp;39. Werratalverein (WTV) Witzenhausen, Witzenhausen 2005, ISBN 3-9807194-2-1&lt;br /&gt;
* Erich Hildebrand (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Land an Werra und Meißner – Ein Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;. Korbach: Bing-Verlag 1983, mit Aufsätzen von 40&amp;amp;nbsp;Autoren, 384&amp;amp;nbsp;S., sehr zahlr. Abb&lt;br /&gt;
* Herwig Klemp und Marco Leonarduzzi: &amp;#039;&amp;#039;Der Hohe Meißner – Unterwegs im Reich der Frau Holle&amp;#039;&amp;#039; (Natur in Hessen). Wardenburg/Tungeln 2001&lt;br /&gt;
* [[Karl Kollmann (Historiker)|Karl Kollmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Frau Holle und das Meißnerland Einem Mythos auf der Spur&amp;#039;&amp;#039;. Eschwege 2005: Historische Ges. des Werralandes / Werratalverein (Hrsg.), 168&amp;amp;nbsp;S&lt;br /&gt;
* [[Manfred Lückert]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Meißner – Ein Leben mit dem Berg. Historisches zwischen Höllental, Werratal und Gelstertal&amp;#039;&amp;#039; (mit Beiträgen von Karlfritz Saalfeld, F.&amp;amp;nbsp;W. Moosebach und Horst Beck), Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2011, ISBN 978-3-86777-180-1&lt;br /&gt;
* Bodo Mrozek: &amp;#039;&amp;#039;Vom Hohen Meißner in die Zeltlagerdemokratie – Historiker suchen Spuren der Jugendbewegung&amp;#039;&amp;#039;. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt am Main Nr.&amp;amp;nbsp;83 vom 10.&amp;amp;nbsp;April 2013, S.&amp;amp;nbsp;N&amp;amp;nbsp;4 (Naturwissenschaften)&lt;br /&gt;
* Thomas F. Klein: &amp;#039;&amp;#039;Hessisch Lichtenau – Tief im Hohen Meißner lebt Frau Holle&amp;#039;&amp;#039;. [mit einer kleinen Karte des „Hohen Meißner“]. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 9.&amp;amp;nbsp;August 2013, Nr.&amp;amp;nbsp;183, Frankfurt am Main 2013, S.&amp;amp;nbsp;56&lt;br /&gt;
* Susanne Rappe-Weber: &amp;#039;&amp;#039;Aufbruch der Jugend – Der 1. Freideutsche Jugendtag&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[auf dem Meißner, heute: „Hoher Meißner“] jährt sich zum 100.&amp;amp;nbsp;Mal&amp;#039;&amp;#039;. In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1934 e.&amp;amp;nbsp;V, Nr.&amp;amp;nbsp;64, Juli 2013, S.&amp;amp;nbsp;62–83&lt;br /&gt;
* Susanne Rappe-Weber: &amp;#039;&amp;#039;Ereignis, Erinnerung, Neubestimmung. Der Freideutsche Jugendtag auf dem Hohen Meißner 1913&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift [Jahrbuch] des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde [ZHG], Band 117/118, 2012/13, Kassel 2013, S.&amp;amp;nbsp;197–204, 4&amp;amp;nbsp;Abb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [http://www.naturparkfrauholle.land/ &amp;#039;&amp;#039;Geo-Naturpark Frau-Holle-Land&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Werratal.Meißner.Kaufunger Wald&amp;#039;&amp;#039;] (offizielle Seite), auf naturparkfrauholle.land&lt;br /&gt;
* {{GeoPfad|http://geographie.giersbeck.de/fulda-werra-bergland.kmz}} des Meißner mit 500-m-Höhenlinie und allen wichtigen Erhebungen der Umgebung, [http://geographie.giersbeck.de#osthessisches_bergland/ Placemarks] ([[Google Earth]] erforderlich)&lt;br /&gt;
* {{GeoQuelle|DE|BFN-SB|35703|Hoher Meißner|ref=nein}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=MAA4V9VgP30 Luftbildvideo Hoher Meißner] (vom [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunk]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MoRe1988&amp;quot;&amp;gt;vgl. Mogge/Reulecke 1988: Hoher Meißner 1913, S.&amp;amp;nbsp;390&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BfL-112&amp;quot;&amp;gt;Hans-Jürgen Klink: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt&amp;amp;nbsp;112]] Kassel.&amp;#039;&amp;#039; Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969. →&amp;amp;nbsp;[http://geographie.giersbeck.de/karten/112.pdf Online-Karte] (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Messung&amp;quot;&amp;gt;Messung über [http://geographie.giersbeck.de/#Download-Übersicht Placemarks], Verifizierung über  {{Webarchiv|text=BfN-Kartendienste |url=http://www.bfn.de/0503_karten.html |wayback=20121219061530 |archiv-bot=2018-04-15 03:14:29 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eltmannshsn&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.eltmannshausen.de/meissner.html |wayback=20041016160233 |text=&amp;#039;&amp;#039;V. Die Eisquelle&amp;#039;&amp;#039;}}, auf archive.org, in &amp;#039;&amp;#039;Der Hohe Meißner&amp;#039;&amp;#039;, aus eltmannshausen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GenWiki&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.genealogy.net/Hoher_Mei%C3%9Fner &amp;#039;&amp;#039;Kothsborn-Quelle (Eisquelle)&amp;#039;&amp;#039;] (in &amp;#039;&amp;#039;Hoher Meißner&amp;#039;&amp;#039;), auf wiki.genealogy.net&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BwpMeißner&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bergwildpark-meissner.de/ &amp;#039;&amp;#039;Bergwildpark Meißner&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;Mai 2017, auf tierpark.naturpark-mkw.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EFJ&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2013/02/erster-freideutscher-jugendtag-1913/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Feuer machen, Tanzen, Frei sein&amp;#039;&amp;#039;], ZEIT Geschichte Nr.&amp;amp;nbsp;02/2013, auf zeit.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;P1&amp;quot;&amp;gt;[https://www.naturparkfrauholle.land/wandern/premiumwege/detail/premiumweg-p1-hoher-meissner/ &amp;#039;&amp;#039;Premiumweg P1 Hoher Meißner&amp;#039;&amp;#039;], auf naturparkfrauholle.land&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4038484-6|LCCN=sh/85/83348|VIAF=315124977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Meissner, Hoher}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelgebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordhessisches Braunkohlerevier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturraum im Osthessischen Bergland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdbrand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
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