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	<title>Hohenwarthe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hohenwarthe&amp;diff=398487&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Upt96: /* Bauwerke */</title>
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		<updated>2026-03-29T12:35:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bauwerke&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename          = Möser&lt;br /&gt;
| Ortswappen            = Wappen Hohenwarthe.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad           = 52/13/39 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Längengrad            = 11/42/30 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Bundesland            = DE-ST &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe                  = 50 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug            = DE-NHN &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                = 10.25&lt;br /&gt;
| Einwohner             = 1444&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2019-01-01&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle      = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Gemeinde Möser – Meldeamt |Titel=Einwohnerzahlen der Gemeinde Möser inklusive der einzelnen Ortsteile zum Stichtag 01.01.2019 |Datum=2019-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 2010-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1         = 39291&lt;br /&gt;
| Vorwahl1              = 039222&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohenwarthe, Blick vom Weinberg zur Elbe.jpg|mini|Blick vom Weinberg auf die [[Elbe|Elbaue]] bei Hochwasser in Richtung [[Magdeburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohenwarthe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Ortschaft]] der Gemeinde [[Möser]] im [[Landkreis Jerichower Land]] in [[Sachsen-Anhalt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-moeser.de/media/modelfield_files/dokumente/dokument/datei/Hauptsatzung_EG_Moeser_01072014_f_Amtsblatt.pdf |titel=Hauptsatzung der Gemeinde Möser |hrsg=Gemeinde Möser |datum=2014-07-01 |format=PDF |abruf=2019-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Der Ort ist unmittelbar umgeben von wichtigen Verkehrswegen: Am westlichen Ortsrand fließt die [[Elbe]] vorbei, im Norden überquert der [[Mittellandkanal]] die Elbe in einer [[Wasserstraßenkreuz Magdeburg|Trogbrücke]] und südlich verläuft die [[Bundesautobahn 2|Autobahn A&amp;amp;nbsp;2]] mit ihrer Anschlussstelle Lostau-Hohenwarthe. Die Kreisstadt [[Burg (bei Magdeburg)]] und das Zentrum der Landeshauptstadt [[Magdeburg]] sind jeweils 13 Kilometer entfernt. Hohenwarthe liegt an einem zehn Meter hohen Steilufer am Fuße des südlich gelegenen 75 Meter hohen Weinberges und ist von Kiefernwäldern umgeben. Zu Hohenwarthe gehören die Ortsteile Kanalsiedlung und [[Waldschänke (Hohenwarthe)|Waldschänke]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Elbe near Hohenwarthe - Thought-provoking Twilight.jpg|mini|Elbe bei Hohenwarthe im Biosphärenreservat [[Biosphärenreservat Mittelelbe|Flusslandschaft Elbe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Landschaft der Ortschaft Hohenwarthe wurde von den zwei letzten Eiszeiten, der [[Saaleeiszeit]] vor ca. 230.000 bis 130.000 Jahren und der [[Weichseleiszeit]] vor ca. 115.000–10.000 Jahren, geformt. In den Eiszeiten kam es zu größeren Klimaschwankungen, in denen sich das Eis von Norden kommend nach Süden vorschob und in wärmeren Perioden wieder abschmolz. So ist der Weinberg mit einer Höhe von {{Höhe|75.5|DE-NHN|link=true}} eine [[Endmoräne]] des Warthestadiums (vor ca. 130.000 Jahren) der Saaleeiszeit. Er besteht aus Schmelzwassersanden und Geschiebemergel, die beim Abschmelzen der Eismassen an der Gletscherstirn während der Haupteisrandlagen abgelagert wurden. Der Weinberg als der westlichste Ausläufer des [[Fläming]] bietet einen guten Blick auf die um ca. 35&amp;amp;nbsp;m tiefer liegende Elbaue, die im Zuge des [[Breslau-Magdeburg-Bremer Urstromtal|Breslauer-Magdeburger Urstromtals]] entstanden ist. Der Weinberg ist als Naturschutzgebiet und als Geotop des Landes Sachsen-Anhalt eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinberg Hohenwarthe um 1898.jpg|mini|Weinberg bei Hohenwarthe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Geologische Karte vom Preußen.jpg|mini|hochkant=0.85|Geologische Karte von Preußen, erstellt von Johannis Korn, [[Jakob Stoller]], [[Ernst Zimmermann (Geologe, 1860)|Ernst Zimmermann]], [[Franz Beyschlag]] (Leitung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Hohenwarther Region war schon zur [[Steinzeit|Jungsteinzeit]] (um 2500 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) von Menschen bewohnt. Die deutschstämmige Ortsbezeichnung Hohen-[[Warte]], die auf die hohe Lage an der Elbe Bezug nimmt, weist auf eine [[Germanen|germanische]] Ortsgründung im 12. Jahrhundert hin. Als der Magdeburger Erzbischof Albrecht&amp;amp;nbsp;II. ([[Albrecht I. von Käfernburg]]) 1225 den damals als Honwarde bezeichneten Ort von einem Friedrich von Honwarde für den [[Dominikaner]]orden erwarb,&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Hagedorn: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsgeschichte der Stadt Magdeburg bis zum Ausgange des 13. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichts-Blätter für Stadt und Land Magdeburg. Mitteilung des Verein für Geschichte und Altertumskunde des Herzogtums und Erzstifts Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;, 17. Jahrgang 1882, S. 1–33, 99–127, 292–329, hier: S. 294. [https://www.google.de/books/edition/Geschichts_Bl%C3%A4tter_f%C3%BCr_Stadt_und_Land/q6FXSpXq9aoC Google Books].&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde zu einem [[Klostergut]], das Schafzucht betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit sollen die Mönche auch Wein angebaut haben, von daher hat der nahe gelegene Weinberg seinen Namen. Magdeburger [[Prämonstratenser-Chorherren]] begannen um 1250 mit dem Bau einer Kirche. Sie wurde später der Pfarre [[Glindenberg]] als Filial unterstellt. Im Jahre 1300 verlegte die Elbe nach einer starken Flut ihr Bett bei Hohenwarthe weiter nach Osten, sodass die dorfeigenen Wiesen danach auf dem Westufer lagen. Um 1310&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich W. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, S. 247.&amp;lt;/ref&amp;gt; ließ der Magdeburger Erzbischof [[Burchard&amp;amp;nbsp;III. (Magdeburg)]] an der Elbe bei Hohenwarthe ein Schloss und eine Zollstation für Magdeburger Güter errichten, die per Schiff auf der Elbe transportiert wurden. Die Zollstation wurde jedoch schon bald wieder von den Bürgern der Stadt Magdeburg zerstört, da diese den Zoll als ungerecht und willkürlich empfanden und sich in ihren Handelsrechten eingeschränkt fühlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zollau, die heute ein alter und verlandeter Elbarm ist und zum Ortsteil Glindenberg der Stadt [[Wolmirstedt]] gehört, liegt auf den Elbwiesen gegenüber von Hohenwarthe und hat ihren Namen von der ehemaligen Zollstation. Später wurde dort das [[Vorwerk (Befestigung)]] Neuhof&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Flächennutzungsplan der Stadt Wolmirstedt.&amp;#039;&amp;#039; Vorentwurf Stand November 2017.(pdf.&amp;lt;!-- wo? --&amp;gt;)&amp;lt;/ref&amp;gt; erbaut, wo die Hohenwarther Bauern ihre&amp;lt;ref&amp;gt;Akte des LASA. Nr. A 9c VIII ad Nr.59 &amp;#039;&amp;#039;„Kommission über die von der Gemeinde Hohenwarthe nachgesuchte Ablösung der Naturalabgaben in Getreide“ 1809-1810.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Steuern in Form von Getreide abliefern mussten, solange die Zugehörigkeit zum [[Holzkreis]] und zum Amt Wolmirstedt andauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1539 hatte Hohenwarthe unter der [[Pest]] zu leiden. [[Moritz (Sachsen)|Moritz von Sachsen]] belagerte während des [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieges]] im Jahr 1551 die Stadt Magdeburg. Am 6. März 1551 überfielen ca. 100 Magdeburger Knechte und Fischer, die mit 13 Kähnen von der Neustadt die Elbe stromabwärts fuhren, das Dorf Hohenwarthe, das von sächsischen Truppen besetzt war. Nach einem Gefecht wurde das Dorf geplündert und die Magdeburger kehrten mit zehn gefangenen Knechten zurück in die Stadt. Der „Papenbruch“ oder auch „faffenbruch“, im [[Magdeburger Kammeratlas]] (Blatt 38) kartografiert und am nördlichen Rand von Hohenwarthe gelegen, wurde schon im Kirchen-Visitations-Protokoll von 1562 bis 1564&amp;lt;ref&amp;gt;Akte des Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Magdeburg: A 12 Gen., Nr. 2435 Titel: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen-Visitations-Protokoll derer Kirchen und Schulen im Holzkreise.&amp;#039;&amp;#039; S. 334–336 (Jahr 1562–64), ([https://archive.thulb.uni-jena.de/staatsarchive/receive/stat_file_00000071?&amp;amp;derivate=stat_derivate_00000170 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Friedrich H. D. Danneil |Titel=Protokoll der ersten lutherischen general-kirchen-visitation im Erzstifte Magdeburg, anno 1562–1564. |Verlag=Im Selbstverlag des Herausgebers. |Ort=Magdeburg |Datum=2004 |Online={{Google Buch |BuchID=cM8rAAAAYAAJ |Seite=65}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt. Er war zu der Zeit ein Grundstück im Besitz der Kirche und gehörte zur Pfarr(stellen)ausstattung, wobei „Pape“ auf den Pfarrbesitz hinweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem damaligen Pfarrer, der die Gemeinde Hohenwarthe betreute, war dieser Papenbruch „das Busch Holz der Papenbruch gemein, ist sehr verwüstet, kann wenig geniessen“ als Teil seines Lebensunterhalts zur Bewirtschaftung überlassen worden. Zum Schutz gegen das Elbehochwasser wurde 1609 von Hohenwarthe aus mit dem Bau eines Deichs bis nach [[Havelberg]] begonnen. Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] musste das Dorf ab dem 27. Mai 1629&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Wilhelm Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 3.&amp;lt;!-- Seite?---&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; die Einquartierung eines Kommandos des Generals [[Gottfried Heinrich zu Pappenheim]] hinnehmen, der zeitweise sein Hauptquartier in Rothensee hatte und zum Heer [[Wallenstein]] gehörte. Die Truppen bauten auf Befehl von Wallenstein eine Schanze, die zwischen Hohenwarthe und Rothensee an der Elbe lag. Mit Hilfe der Anlegung dieser von insgesamt fünf angelegten [[Schanze (Festungsbau)|Schanzen]] um die Stadt sollte Magdeburg von Norden her auf der Elbe abgeriegelt werden, um so den Kornhandel mit der Stadt Magdeburg zu unterbinden oder unter ihre Kontrolle zu bringen und nur noch Schiffe, die mit einem Passierschein, der von Wallenstein persönlich ausgestellt wurde, passieren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Juli des Jahres setzte Wallenstein, der bereits am 23. Juli aus [[Güstrow]] nach Wolmirstedt gekommen war, bei Hohenwarthe über die Elbe, um die von Pappenheims Kommando neu errichtete Schanze zu besichtigen. Am 30. Juli 1629 setzte Wallenstein dann seine Reise von Wolmirstedt nach Halberstadt fort. Im September 1630 wurde Wallenstein auf Befehl des Kaisers [[Ferdinand&amp;amp;nbsp;II. (HRR)]] entlassen und durch [[Johann T’Serclaes von Tilly|Tilly]] ersetzt. 1631 ließ Tilly Hohenwarthe brandschatzen. Im Kirchen-Visitations-Protokoll&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Akte des Landeshauptarchiv Sachsen Anhalt A 2, Nr. 530a Titel: Kirchen-Visitations-Protokoll derer Kirchen und Schulen im Holzkreis&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;104–106 – Jahr 1650. online: ([http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/digital/A_2__Nr_530a.xml online])&amp;lt;/ref&amp;gt; des Holzkreises der Schulen und Kirchen von 1650 ist unter anderem aufgelistet was nach Ende des Dreißigjährigen Krieges an der Kirche zerstört und abhandengekommen ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Kirchengebäude ist allenthalben sehr Baufällig der Steinern giebel nach der Elbewärts halb herunter gefallen, das Dach über und über sehr vernichtet, das es mit 20. Thaler kaum wieder gemachet werden kan. Alles in Gebäude an Boden, Stühlen und Bänken heraus gerißen, die Fenster deren 9 gewesen, auch alle vernichtet, biß auf 2 große und ein kleines, so noch etwas gut. Glocken sind zwey gewesen alß eine große und ein klein Stimmglöcklein so in diesem Kriegswesen beyde wegkomen. Den Kirchen- [[ornat]] und Mobiliar, alß ein überguldeter Kelch sambt der [[Patene]]n, Messgewandt, Altar- und Tauftuch, Klingebeutel, Leuchter, Taufkeßel, Bücher und Register p.(u.s.w.) sind in diesem Kriegswesen alle wegkommen. Ein Zinnerner Kelch ist inzo (insoweit) wieder vorhanden, welcher von neuen hierin angeschaffet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spruch&amp;lt;ref&amp;gt;Otto von Guericke: &amp;#039;&amp;#039;Die Belagerung, Eroberung und Zerstörung der Stadt Magdeburg am 10/20 Mai 1631&amp;#039;&amp;#039;. Nach der Ausgabe von Friedrich Wilhelm Hoffmann. R. Vogtländer Verlag, Leipzig 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich erkenne meine Pappenheimer schon am Gang“ stammt aus der Zeit der Belagerung der Stadt Magdeburg während des Dreißigjährigen Krieges und war auf die Truppen des Generals von Pappenheim bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hohenwarthe war dieser Spruch noch in den 1970er Jahren geläufig, und der Sprecher dieses Spruches nahm für sich in Anspruch, dass er offenbar so schlau sei, eine zwielichtige Person schon an ihrem Gang erkennen zu können. 1656&amp;lt;ref&amp;gt;Akte des Landesarchivs Sachsen-Anhalt, A 9c XXVIII, Nr. 271 &amp;#039;&amp;#039;Die Bauten und Reparatur der Kirche und Schule zu Hohenwarthe betreffend 1774.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde im Turm der Kirche wieder eine kleine Glocke angebracht, die drei [[Zentner]] und zehn [[Pfund]] schwer war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1658 wurde die Kirche dann in der Amtszeit des damaligen Pastors Christian Becker restauriert. 1669 fiel das Dorf erneut einem Brand während eines schweren Gewitters zum Opfer, dem lediglich die Kirche widerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der 1680 erfolgten Umwandlung des Erzbistums in das [[Herzogtum Magdeburg]] gelangte Hohenwarthe unter [[Mark Brandenburg|brandenburgisch-preußische]] Herrschaft, es wurde dem Amt [[Wolmirstedt]] unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „professions Eydt“ der Gemeinde von 27. August 1684&amp;lt;ref&amp;gt;Akte des Landesarchivs Sachsen-Anhalt, Signatur: A 6, Nr. 162 Titel: Steuerrevisionsprotokoll vom Holzkreis, Bd. 3, ab S.&amp;amp;nbsp;508–526 &amp;#039;&amp;#039;([http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/digital/A_6__Nr_162.xml online])&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; ist aufgeführt das die Bewohner der Gemeinde für den „freien gebrauch der Ambtsfehre auf der Elbe zu Hohenwarthe 1 Flöhthanen (einen Flößen Hahn als jährlichen Abgaben für die Überquerung des Flusses) à 2 Groschen an das Ambte“ Wollmirstedt zu entrichten hatten. Auch wurde in diesem Protokoll unter anderem festgehalten, dass die Gemeinde das Recht der freien Fischerei auf der Elbe besaß: „Hierbey ist noch zu gedencken, daß das Dorff die Fißherey an gewißen örthern auff der Elbe habe“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Magdeburger Festungsbaumeister [[Gerhard Cornelius von Walrave]] ließ sich zum Ärger&amp;lt;ref&amp;gt;Akte des Landesarchivs Sachsen-Anhalt: &amp;#039;&amp;#039;Rep. A 11b Nr. 1499&amp;#039;&amp;#039; „Oberforstmeister Amts Acta. Betreffend die dem General-Major von Wallrave verstattete Urbarmachung des sogenannten Weinberges vor Hohenwarthe, ingleichen die darauf stehenden Eichen zu seinen Nutzen abhauen zu dürfen“&amp;lt;/ref&amp;gt; der Hohenwarther Bauern, die dadurch am [[Weinberg bei Hohenwarthe]] von ihren besten Weiden, der zur „Königlichen Schäfereiwiese“ und der zur Gemeinde gehörigen „Hütungswiese“ für ihre Pferde abgeschnitten wurden im Jahr 1715 auf dem Weinberg ein stattliches Schloss mit dem Namen „Liliput“ als Sommersitz errichten. Vor dem Schloss wurden fünf Kanonen aus dem Dreißigjährigen Krieg aufgestellt. Nachdem Walrave wegen umfangreicher Unterschlagungen zu Festungshaft verurteilt worden war, wurde das Schlossinventar eingezogen und versteigert. Für das Schloss fand sich keine Verwendung mehr und es verfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Jahr 1656 im Kirchturm aufgehängte Glocke zersprang dann im Jahr 1740 wehrend des läuten anlässlich einer Königlichen Trauerfeier. Im Jahr 1793&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Beitrag zur Geschichte des Magdeburgischen Bauernstandes.&amp;#039;&amp;#039; Dr. Friedrich Danneil, Pastor in Jersleben / Bd. 1 Der Kreis Wolmirstedt / gedruckt in Halle a. S. 1890 Druck und Verlag von C. A. Kaemmerer &amp;amp; Co. 1896. S.&amp;amp;nbsp;292. ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0009/bsb00094551/images/ online])&amp;lt;/ref&amp;gt; bittet die Gemeinde Hohenwarthe, dass sie kirchlich zu [[Lostau]] gelegt werden möchte. Der Pastor von Glindenberg (so wird gesagt) musste zu seinen Amtshandlungen in Hohenwarthe auf einen Kahn über die Elbe setzen. Kranke und Sterbende blieben oft ungetröstet, weil die Fahrt häufig mit Lebensgefahr verbunden und zur Winterszeit nicht selten unmöglich war. Von Neujahr bis Ostern müssten die Konfirmanden täglich über die Elbe gefahren werden, bei böser Witterung blieben sie die Nacht in Glindenberg. Sonntags war die Gemeinde nicht selten in der Kirche versammelt, aber der Pastor stand auf dem jenseitigen Elbufer und konnte nicht herüberfahren. Und so wurde durch eine königliche [[Kabinettsorder]] vom 10. April 1794 die Pfarramtliche Verbindung zwischen Glindenberg und Hohenwarthe im Jahr 1794 aufgehoben und Hohenwarthe mit Lostau verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1797 bekam die Kirche dann eine neue Glocke samt Glockenknüppel und Riemen. Der Prediger Schindelhauer aus Lostau leistete für diesen Umguss der Glocke einen Vorschuss von 50 [[Reichstaler]]n. an den Glockengießer Ziegener aus seiner eigenen Tasche, die er dann wieder erstattet bekam. 1807 wurde von der Gemeinde Hohenwarthe ein Antrag auf kirchlicher Wiedervereinigung von Hohenwarthe und Glindenberg gestellt, Grund war der Verlust von Einnahmen der Gemeinde Hohenwarthe durch die Trennung von Glindenberg. Dies wurde aber vom [[Konsistorium]] in Magdeburg abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Brief von Cornelius Walrave an.jpg|mini|hochkant|Akte aus dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt, A11b Oberforstmeister des Herzogtums Magdeburg zu Colbitz. Nr. 1499]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Königreich Preußen|preußischen]] Verwaltungsreform von 1815 ergab sich für den Ort, der jetzt 173 Einwohner hatte, auch eine politische Neuzuordnung, er wurde dem neuen [[Landkreis Jerichow I|Kreis Jerichow I]] mit der Kreisstadt Burg unterstellt. 1827&amp;lt;ref&amp;gt;Akte des Landesarchivs Sachsen-Anhalt, Rep. C 30 Jerichow I A, Nr. 154 „den Wiederaufbau des abgebrannten Schul- und Küsterhauses zu Hohenwarthe betr. 1828/29“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist das im Jahr 1818 erweiterte Schul- und Küsterhauses abgebrannt und wurde bis 1829 wieder aufgebaut mit der Auflage, dass das Schul- und Küstergebäude zu Hohenwarthe nach ihrem wahren Wert bei der Feuerkasse versichert wird. Nachträglich wurde auch noch ein dazugehöriges „Abtritts Gebäude“ [[Toilette]] von der Gemeinde errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1846 eröffnete Bahnstrecke Magdeburg–Potsdam berührte zunächst auch Hohenwarthe. Im Jahr 1849&amp;lt;ref&amp;gt;Akte des Landesarchivs Sachsen-Anhalt, C 28 le II. Nr. 729 Titel: Gemeindeangelegenheiten &amp;#039;&amp;#039;([http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/digital/C_28_Ie_II__Nr_792.xml online])&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde durch ein Umlageverfahren, das von allen Bürgern der Gemeinde im Verhältnis zu ihrem Klassenstand zu zahlen war, eine Feuerspritze angeschafft, die 400 Reichstaler kostete und wozu die Magdeburgsche Land-Feuer-Societät 75 Reichstaler als [[Bonifikation]] dazu gezahlt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor waren nur zwei Wasserfässer nebst [[Schoppen]] als gemeinschaftliche Feuerlösch-Gerätschaften in der Gemeinde vorhanden. 1873 wurde die Bahnstrecke Magdeburg-Potsdam dann weiter in Richtung Osten entlang der Ortschaft Möser verlegt, da das häufig auftretende Hochwasser der Elbe eine ständige Bedrohung für die alte Bahnstrecke entlang der Gemeinde Hohenwarthe und Lostau (siehe Karte) war. Und somit wurde dann die Bahnstrecke von Magdeburg über Lostau und Hohenwarthe nach Burg wieder geschlossen und der Ort verlor seine Zuganbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbesserten sich die Straßenverhältnisse, zunächst 1905 durch den Bau der Chaussee nach [[Körbelitz]], mit der auch eine Anbindung zur Fernstraße Magdeburg–Potsdam hergestellt wurde, und später mit dem Bau der Straße nach Burg über [[Niegripp]], die 1909 fertiggestellt wurde. Bis zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] hatte sich die Zahl der Einwohner auf über 600 erhöht. Der Krieg forderte das Leben von 33 Hohenwarther Soldaten, denen 1920 ein [[Ehrenmal]] errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 wurde erstmals eine Autobusverbindung nach Magdeburg aufgenommen, der später auch eine zur Kreisstadt Burg folgte. Die Bauarbeiten für den Mittellandkanal erreichten Hohenwarthe 1928, in deren Verlauf im Ort eine Brückenüberführung für die Straße nach Niegripp errichtet wurde. Als Orientierungspunkt für den aufkommenden Flugverkehr wurde 1935 auf dem Weinberg ein Leuchtturm aufgestellt. Am 10. Januar 1937 wurde südlich von Hohenwarthe die die [[Elbebrücke Hohenwarthe|Elbe überspannende Autobahnbrücke]] der Strecke Magdeburg–Berlin dem Verkehr übergeben. 1939 hatte Hohenwarthe 1056 Einwohner. Bedingt durch den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden 1942 die Arbeiten am Mittellandkanal eingestellt. Die Elbüberführung und das Kanalbett nördlich von Hohenwarthe sowie das bereits halb fertiggestellte [[Schiffshebewerk|Doppelschiffshebewerk]] blieben unvollendet zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1945 wurde die Autobahnbrücke von der deutschen [[Wehrmacht]] gesprengt. Eine nach Kriegsende von den Amerikanern errichtete Holzbrücke diente für mehrere Jahre als Ersatz. Erst 1952 wurde wieder eine feste Brücke gebaut, die allerdings nur einspurig befahren werden konnte. Im gleichen Jahr führte die DDR-Regierung eine territoriale Neuordnung durch, in deren Folge Hohenwarthe in den Kreis Burg eingegliedert wurde. Im Zuge der Kollektivierung der Landwirtschaft gründeten zwanzig Landwirtschaftsbetriebe und Landarbeiter am 25. Oktober 1952 eine [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]] (LPG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1963&amp;lt;ref&amp;gt;[[DEFA]]-Stiftung, Trailer: &amp;#039;&amp;#039;Historie der DEFA&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.defa-stiftung.de/filme/bestaende-entdecken online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; fanden an der Elbe bei Hohenwarthe Filmaufnahmen der [[DEFA]] für den Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Karbid und Sauerampfer]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem Hauptdarsteller des Films [[Erwin Geschonneck]] statt, dazu wurde die alte nicht fertiggestellte Überführung des Mittellandkanals über die Elbe in Szene gesetzt und per Filmtrick zu einer zerstörten Verkehrsbrücke umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1958 und 1968 sank die Einwohnerzahl von 1098 auf 1057. Neben der LPG waren im Ort zu dieser Zeit noch acht Handwerksbetriebe tätig, darunter drei Schneider, ein Bäcker, ein Schuster und ein Stellmacher. Eingestellt wurde 1969 nach über 250 Jahren der Fährverkehr über die Elbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ministerratsbeschluss vom 16. April 1970 sollte in der [[DDR]] ein neues [[Atomkraftwerk]] gebaut werden. Einer von mehreren Standorten für dieses Kraftwerk wurde in Hohenwarthe erkundet und erhielt mit Bearbeitungsstand: „Standortstudie 1971/72 IVE“ den Namen „Hohenwarthe-Ost, Kreis Burg“.&amp;lt;ref&amp;gt;ycdt.de Titel: &amp;#039;&amp;#039;Kernkraftwerk Stendal – die wechselvolle Geschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1971 wurde der Aufbaustab KKW III mit Sitz in Rheinsberg gegründet. Die neuen sowjetischen 1000&amp;amp;nbsp;[[Watt (Einheit)|MW]] Reaktoren sollten zum Einsatz kommen. Das KKW III, auch KKW Magdeburg genannt, sollte in der Nähe des Ballungszentrums Magdeburg entstehen. Hohenwarthe an der Elbe war der aussichtsreichste Standort. Der Aufbaustab zog Mitte 1972 nach Burg bei Magdeburg um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Wohnunterkunft für die ersten Mitarbeiter wurde eine Hoteletage in einem Hotel in Möser in Nähe der Autobahn angemietet. Für&amp;lt;ref&amp;gt;invenio.bundesarchiv.de, Titel: &amp;#039;&amp;#039;Erkundung des Standortes für das Kernkraftwerk III, Typ WWER 440 im Bezirk Magdeburg (Stendal)&amp;#039;&amp;#039; /Archivaliensignatur: Bundesarchiv, BArch DG 12/951&amp;lt;/ref&amp;gt; dieses Bauvorhaben sollte im Külzauer Forst links der heutigen [[Bundesautobahn 2]] in Fahrtrichtung Berlin eine Sperrfläche für diesen Bebauungsplan von 2600&amp;amp;nbsp;m ×&amp;amp;nbsp;1600&amp;amp;nbsp;m Größe und eine Schutzzone von 1500 Metern im Radius ab den geplanten Reaktoren eingerichtet werden. Auf Bitten der sowjetischen Seite wurde der Reaktortyp in WWER 440 geändert (im Bau befindlich war zu dieser Zeit nur der WWER-1000-Prototyp in der [[Sowjetunion|UdSSR]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den WWER 440 war dann auch Hohenwarthe als Standort laut DDR Atomgesetz nicht mehr möglich. Das Arneburger Plateau mit dem Dorf [[Niedergörne]] Kreis [[Osterburg (Altmark)]] wurde der neue Standort des geplanten [[Kernkraftwerk Stendal]]. 1974 wurde in Hohenwarthe eine [[Kaufhalle]] eröffnet, 1976 schlossen sich die [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] in Hohenwarthe und Lostau zur LPG ‚Karl Marx‘ zusammen, die sich auf Viehzucht spezialisierte. Die Hohenwarther Schule wurde 1979 geschlossen, neuer Schulstandort war künftig Niegripp. In den 1980er Jahren wurde eine zentrale Wasserversorgung eingerichtet, an die fast alle Haushalte angeschlossen werden konnten. 1984 begann in Eigeninitiative der Bau von 43 Eigenheimen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Veränderungen für Hohenwarthe brachten die Jahre nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|politischen Wende]] von 1989. Mit der 1993 begonnenen Erschließung des Wohngebietes Eulenbruch stieg die Einwohnerzahl auf über 1400 an. Am 11. Dezember 1997 wurde die auf sechs Spuren erweiterte Hohenwarther Autobahnbrücke in Betrieb genommen, 2003 waren die [[Trogbrücke]] und das in Richtung Osten führende Kanalbett des Mittellandkanals fertiggestellt. In den Jahren 2004 und 2006 wurden mit &amp;#039;&amp;#039;Hoppegang&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schulplatz&amp;#039;&amp;#039; zwei weitere neue Wohnungsbauareale zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohenwarthe gehörte von 2005 bis 2009 zur [[Verwaltungsgemeinschaft Biederitz-Möser]]. Bis zum 31. Dezember 2009 war Hohenwarthe eine selbstständige Gemeinde. Letzter Bürgermeister Hohenwarthes war Peter Bergmann. Am 1. Januar 2010 wurde Hohenwarthe in die Gemeinde Möser eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2010.html StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Als Ortschaft der Einheitsgemeinde Möser übernimmt ein sogenannter [[Ortschaftsrat]] die Wahrnehmung der speziellen Interessen des Ortes innerhalb bzw. gegenüber den Gemeindegremien. Er wird aus sieben Mitgliedern gebildet. Als weiteres ortsgebundenes Organ fungiert der Ortsbürgermeister, dieses Amt wird zur Zeit von Frank Winter ([[CDU]]) wahrgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-moeser.de/gemeinde-buergerservice/ortschaften/hohenwarthe/ortsbuergermeister/ |titel=Ortsbürgermeister + Ortschaftsrat |werk=gemeinde-moeser.de |hrsg=Gemeinde Möser |abruf=2022-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Wappenbild      = DE-ST 15-0-86-145 Hohenwarthe COA.png&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung = &lt;br /&gt;
|Blasonierung    = Geteilt von Rot über Silber; belegt mit zwei ins [[Andreaskreuz]] gelegten Fischen in verwechselten Tinkturen.&lt;br /&gt;
|Zusatz          = Das Wappen wurde von der Heraldischen Gesellschaft „Schwarzer Löwe“ Leipzig gestaltet und am 16. November 1992 durch das Ministerium des Innern genehmigt.&lt;br /&gt;
|Quelle          = &lt;br /&gt;
|Begründung      = Die beiden gekreuzten Fische entstammen einer Bodenreformmarke, die vermutlich auf das alte Siegel der Gemeinde zurückzuführen ist. Die Tingierung erfolgte auf Grund der Zugehörigkeit zum ehemaligen [[Erzbistum Magdeburg]] und späteren als ein [[Herzogtum]] zum [[Herzogtum Magdeburg]]. Die Fische symbolisieren die einst ausgeübte Flussfischerei.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Kirche}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Kirche Hohenwarthe|Siehe auch [[Pfarrkirche Hohenwarth]].}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmale in Möser}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die evangelische Kirche von Hohenwarthe steht unmittelbar am Hochufer der Elbe. Sie wurde in für die Gegend des Fläming typischer Bauweise mit [[Bruchstein]]en (Baumaterial) aus Gommern und [[Feldstein (Baumaterial)|Feldsteinen]], die aus der Umgebung des Ortes stammten&amp;lt;ref&amp;gt; Buch: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Historischen Commission der Provinz Sachsen. XXI. Heft. Die Kreise Jerichow. Halle a. d. S. Druck und Verlag von Otto Hendel. 1898 Seite 112 ([https://www.google.de/books/edition/Beschreibende_darstellung_der_älteren_b/UiJAAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1 online]) &amp;lt;/ref&amp;gt;, im [[Romanik|spätromanischen]] Baustil errichtet und besteht aus dem [[Kirchenschiff]], einem etwas schmaleren [[Altar]]raum und einer halbkreisförmigen [[Apsis]]. Das ehemalige Nordportal wurde später zugemauert, die Fenster erhielten bei Umbauarbeiten im Jahre 1658 [[barock]]e Formen. Der [[Glockengiebel]] an der Westseite der Kirche erfuhr um 1880 mit einer offenen Glockenarkade und achteckigem Helm aus Backsteinen eine auffallende Umgestaltung. Auch wurde an der Südseite in westlicher Richtung eine kleine Vorhalle als Eingang zur Kirche nachträglich aus [[Backstein]]en angebaut. Von dem alten romanischen [[Taufbecken]] ist nur noch der Fuß erhalten, er befindet sich im Eingangsbereich der Vorhalle links an der Wand. Rechts vor dem Eingang außerhalb der Kirche stand früher der alte Aufsatz der ehemaligen [[Wetterfahne]], die auf der Kirchturmspitze aufgesetzt war. Die Wetterfahne trug die Jahreszahl 1749 und verwies auf den in diesem Jahr neu erbauten Kirchturm hin. An der Nordseite der Kirche ist eine zugemauerte rundbogige Pforte zu erkennen, bei der es sich um eine [[Priesterpforte]], im Volkstümlichen auch als „Frauenpforte“ bezeichnet, handelt (siehe [[Evangelienseite]]), die sich links neben einem mit Backsteinen umfassten Fenster befand. Das Kirchenschiff wird innen mit einer flachen Decke abgeschlossen, die mit Schablonenmalereien verziert ist. Schiff und Altarraum werden durch einen so genannten runden Triumphbogen getrennt. An der West- und Nordseite des Kirchenraums sind [[Empore]]n angebracht, die ebenso wie das meiste Inventar um 1700 angefertigt wurden. Noch aus romanischer Zeit stammt die Altarplatte, während der Altaraufsatz in der [[Gotik|Spätgotik]] der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts geschnitzt wurde. Sowohl der Mittelteil als auch die beiden Flügel sind kunstvoll mit biblischen Figuren geschmückt. Die Kirchturmglocke wurde 1797 in der Werkstatt des Magdeburger Glockengießers Christian Gotthold Ziegener aus dem Material der alten zersprungenen [[Glocke]], ergänzt um einen Materialzusatz, neu gegossen und im Glockenturm der Kirche wieder aufgehängt. Das Gewicht dieser Glocke beträgt 3 Zentner und 72 Pfund laut dem damaligen offiziellen Waagezettel. Die Arbeitskosten der Gemeinde für diesen Umguss der Glocke wie der Transport der Glocke zum Glockengießer Ziegener nach Magdeburg und zurück, das Einrüsten des Kirchturms zum Ab- und Aufhängen der Glocke im Glockenturm und bereitgestellte Nebenmaterialien für den Umguss der Glocke betrugen 35 [[Reichstaler]]. und 12 [[Groschen]] und mussten von der Gemeinde getragen werden. Die Kosten für das Gießen der Glocke betrugen 49 Reichstaler, 13 Groschen und 6 [[Pfennig]] und wurden aus dem hiesigen Kirchen-Bau-Fond, gültig für die Abrechnungsjahre 1799/1800, an den Glockengießer Ziegener bezahlt. Die&amp;lt;ref&amp;gt; Festschrift der Gemeinde Hohenwarthe anlässlich der 775 Jahrfeier des Ortes &amp;lt;/ref&amp;gt; Glocke trägt an der Ostseite die Namen „Johann Karl Schindelhauer Pastor zu Hohenwarthe I.A. May Kantor I.C. Borg Schulze“ und an der Westseite „I.P. Schlüter, Müller (die Kirchväter, [[Kirchvater]]) Es goß mich C.G. Ziegener Magdeburg, 1797“ als Inschrift. Das Dach der Kirche ist mit einer doppelten [[Biberschwanz]]-Eindeckung aus Ton eingedeckt, da der damals zuständige [[Landbaumeister]] des Herzogtum Magdeburg Christoph Friedrich Berghauer schon im Jahr 1775&amp;lt;ref&amp;gt;Akte des Landesarchivs Sachsen-Anhalt, A 9c XXVIII, Nr. 271 &amp;#039;&amp;#039;Die Bauten und Reparatur der Kirche und Schule zu Hohenwarthe betreffend 1774.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; bei einer zu dieser Zeit geplanten Neueindeckung des Daches der Meinung war, dass diese Art der Eindeckung die zweckmäßigste sei: „Diese Kirche stehet bekanter maßen auf einen hohen Berg und ist denen Wind Stürmen sehr exponirt, es würde dahero das sicherste Mittel sein diese Kirche mit einen doppelten Biberschwanz Dach zu bedecken.“ Südlich des Dorfes befindet sich seit 1984 die [[Bockwindmühle]] Hohenwarthe.&lt;br /&gt;
* [[Bockwindmühle Hohenwarthe]]&lt;br /&gt;
* [[Wasserstraßenkreuz Magdeburg]]&lt;br /&gt;
* [[Schleuse Hohenwarthe]]&lt;br /&gt;
* [[Elbebrücke Hohenwarthe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Dorfkirche Hohenwarthe.jpg|Kirche von Norden&lt;br /&gt;
  HohenwKircheWest.jpg|Kirche von Westen&lt;br /&gt;
  HohenwKircheOst.jpg|Kirche von Osten&lt;br /&gt;
  Trogbrücke.jpg|Bau der Trogbrücke&lt;br /&gt;
  Howa-4.jpg|Schleuse Hohenwarthe&lt;br /&gt;
  Erwin Geschonneck auf der Elbe.jpg|Die alte Kanalbrücke&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
* Sportverein „Eintracht“ Hohenwarthe&lt;br /&gt;
* Sportverein Supernova&lt;br /&gt;
* Ortsteilentwicklungsverein Hohenwarthe – Waldschänke e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-moeser.de/de/gemeinde-buergerservice/ortschaften/hohenwarthe/ Informationen zur Ortschaft] auf &amp;#039;&amp;#039;gemeinde-moeser.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Jerichower Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Jerichower Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Elbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1225]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Möser)]]&lt;/div&gt;</summary>
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