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	<title>Hohenlohisch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hohenlohisch&amp;diff=186091&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Bildbeschreibung eingefügt</title>
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		<updated>2026-02-11T23:55:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildbeschreibung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
| Sprache=Hohenlohisch&lt;br /&gt;
| Länder=[[Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
| Sprecher=| Klassifikation=&lt;br /&gt;
* [[Indogermanische Sprachen|Indogermanisch]]&lt;br /&gt;
*: [[Germanische Sprachen|Germanisch]]&lt;br /&gt;
*:: [[Westgermanische Sprachen|Westgermanisch]]&lt;br /&gt;
*::: [[Hochdeutsche Dialekte|Hochdeutsch]]&lt;br /&gt;
*:::: [[Oberdeutsche Dialekte|Oberdeutsch]]&lt;br /&gt;
*::::: [[Ostfränkische Dialekte|Ostfränkisch]]&lt;br /&gt;
| Amtssprache=&lt;br /&gt;
| ISO1=&lt;br /&gt;
| ISO2=&lt;br /&gt;
| ISO3=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohenlohisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die [[Oberdeutsche Dialekte|oberdeutsche]] [[Dialekt|Mundart]] im nordöstlichen [[Baden-Württemberg]] bezeichnet. Hohenlohisch ist Teil der [[Ostfränkische Dialekte|ostfränkischen Dialektgruppe]]. Die Landesgrenze zu [[Bayern]] ist hier keine Dialektgrenze, vielmehr wird im bayerischen Grenzgebiet mit eng verwandtem Einschlag gesprochen. Zum hohenlohischen Sprachgebiet werden üblicherweise der [[Landkreis Schwäbisch Hall]], der [[Hohenlohekreis]] und das Gebiet des ehemaligen [[Landkreis Mergentheim|Landkreises Mergentheim]] (heute im [[Main-Tauber-Kreis]] aufgegangen) gerechnet. In jüngster Zeit wird der Raum Bad Mergentheim fälschlicherweise auch dem tauberfränkischen Dialektgebiet zugeordnet, wohl aufgrund der Zugehörigkeit zum Main-Tauber-Kreis. Gravierende Unterschiede gibt es zwischen diesen Dialekträumen jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristik ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;hohenlohisch&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom [[Hohenlohe (Adelsgeschlecht)|Adelsgeschlecht der Hohenlohe]] ab, die in mehreren kleineren Fürstentümern in der nach diesem Geschlecht bezeichneten Landschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Hohenlohe]]&amp;#039;&amp;#039; geherrscht haben. Hohenlohe kam zu Beginn des 19. Jahrhunderts überwiegend zu [[Württemberg]], zu einem kleineren Teil zu Bayern ([[Schillingsfürst]]). Erst im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;hohenlohisch&amp;#039;&amp;#039; auch zur Mundartbezeichnung entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb dieses [[Dialekt]]gebietes gibt es deutliche Unterschiede, nicht nur in der Aussprache besonders von Vokalen und des s-Lautes ({{IPA-Phon|s}} oder {{IPA-Phon|ʃ}}), sondern oftmals auch im benutzten Vokabular. So ist die Mundart im [[Landkreis Crailsheim|Altkreis Crailsheim]] der im Raum [[Ansbach]] gesprochenen Mundart näher, Folge wohl auch der früheren politischen Zugehörigkeit. Noch um 1900 nämlich nannten und fühlten sich die Crailsheimer nicht als Hohenloher, sondern als Ansbacher, weil ihr Gebiet bis 1810 über Jahrhunderte zum [[Hohenzollern|hohenzollerischen]] [[Fürstentum Ansbach]] gehörte. Auch zwischen [[Kocher (Fluss)|Kocher]]- und [[Jagst]]tal lassen sich nicht unbeträchtliche mundartliche Unterschiede feststellen. Zuweilen ändert sich die Mundart auch von einem Dorf zum nächsten deutlich. Alles in allem variiert die hohenlohische Sprache regional viel stärker als etwa die [[Schwäbische Dialekte|schwäbische]] Mundart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da zur Zeit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] französische Truppen in Hohenlohe lagerten, gibt es im Hohenlohischen einige französische Lehnwörter, unter anderem &amp;#039;&amp;#039;malad&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Zugehörigkeit zu Württemberg im Rahmen der sogenannten [[Napoléon Bonaparte|napoleonischen]] Flurbereinigung ([[Säkularisation]] und [[Mediatisierung]] 1803 bis 1810) steht der Hohenloher Dialekt unter starkem Anpassungsdruck durch das Schwäbische, da große Teile der [[Honoratioren]] ([[Pfarrer]], [[Lehrer]], [[Beamtentum|Beamte]]) aus dem Schwäbischen kommen, weshalb insbesondere im Raum Schwäbisch Hall (bis 1934 amtlich nur &amp;#039;&amp;#039;Hall&amp;#039;&amp;#039;) der alte hällisch-fränkische Dialekt immer mehr vom Schwäbischen verdrängt wird. Man kann oft beobachten, dass Hohenloher beim Reden mit Fremden nicht etwa ins Hochdeutsche verfallen, sondern das sogenannte [[Schwäbische Dialekte#Honoratiorenschwäbisch|Honoratiorenschwäbisch]] bemühen. Im Gegensatz etwa zu den Altbaiern und Schwaben zeigen die Hohenloher ein sehr schwaches Selbstbewusstsein im Sprachlichen und empfinden ihren Dialekt oftmals als „Bauernsprache“. Dazu beitragen dürfte neben der Dominanz der schwäbischen „Staatssprache“ in Württemberg auch, dass der Hohenloher Dialekt im Gegensatz zum Bairischen und Schwäbischen in Funk und Fernsehen fast gar nicht präsent ist. Insbesondere in den Gebieten mit einem höheren Anteil Zugezogener hat sich teilweise der Gebrauch einer süddeutschen standardisierten Umgangssprache eingebürgert, die mit dem Hohenlohischen wenig zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Musik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerd Ferz 02.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;Gerd Ferz&amp;#039;&amp;#039; mit dem Programm &amp;#039;&amp;#039;Auszeit&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;KULT&amp;#039;&amp;#039; Niederstetten, 2013]]&lt;br /&gt;
Ein renommierter Vertreter der hohenlohischen Mundart-Literatur war der [[Lyrik]]er und [[Theater]]autor [[Gottlob Haag]] aus dem [[Niederstetten]]er Teilort [[Wildentierbach (Niederstetten)|Wildentierbach]]. 2018 veröffentlichte der [[Wiesenbach (Blaufelden)|Wiesenbacher]] Kurt Klawitter seinen ersten Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Hammkumma&amp;#039;&amp;#039;. Von der Crailsheimer Autorin Wildis Streng sind bisher 11 Hohenlohe-Krimis erschienen, die teils ebenfalls in Mundart verfasst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Niederstetten stammende Komponist [[Hartmut Schmidt (Komponist)|Hartmut Schmidt]] hat einen Liederzyklus &amp;#039;&amp;#039;Ärschte Hoheloher Wärrtschaftskandade&amp;#039;&amp;#039; nach Gedichten in Hohenloher Mundart aus dem Band &amp;#039;&amp;#039;Haitzudooch&amp;#039;&amp;#039; von Gottlob Haag für Bariton und Klavier geschrieben. Außerdem hat er den &amp;#039;&amp;#039;Niederstettener Winzertanz&amp;#039;&amp;#039; für Blasmusik bearbeitet. Dieser [[Reigen (Tanz)|Reigentanz]] wird jedes Jahr zum &amp;#039;&amp;#039;Herbstfest&amp;#039;&amp;#039; in Niederstetten von den jungen [[Winzer]]paaren aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Julius Gessinger Notenbeispiel.jpg|mini| Auszug aus &amp;quot;Hohenlohisch-Fränkisches Sing- und Spielbuch&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
Seit den 1940er Jahren hat der aus Kupferzell stammende Komponist [[Julius Gessinger]] Hohenloher Lieder gesammelt, Gedichte vertont und publiziert: &amp;#039;&amp;#039;Hohenlohisch-Fränkisches Sing- und Spielbuch&amp;#039;&amp;#039;, J.G.Musikverlag, Schwäbisch Hall, 1960 und 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenössische Repräsentanten des Hohenlohischen sind die Musiker der ersten Hohenloher Mundartband &amp;#039;&amp;#039;ROCK THEATER PRAXIS&amp;#039;&amp;#039; (die vorwiegend in den 1990ern aktiv waren, aber immer noch gemeinsam auftreten&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.praxishohenlohe.de/ Website von &amp;#039;&amp;#039;Praxis&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;) sowie die Liedermacher &amp;#039;&amp;#039;Kurt Klawitter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Johkurt, Paulaner &amp;amp; Bernd&amp;#039;&amp;#039;. Sehr erfolgreich ist die Band &amp;#039;&amp;#039;Annaweech&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.annaweech.de/index.htm Webseite der Band &amp;#039;&amp;#039;Annaweech&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kabarettist in Hohenloher Mundart tritt Stefan Walz unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Gerd Ferz&amp;#039;&amp;#039; auf. Dieser Besserwisser vom Dorf &amp;#039;&amp;#039;„hat viel Meinung und wenig Ahnung. Er lässt sich über alles aus, was ihn gerade beschäftigt. Und wenn er gerade kein Problem hat, scheut er sich nicht, danach zu suchen.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.niederstetten.de/index.php?view=details&amp;amp;id=139:Kabarett:+Gerd+Ferz+%22Auszeit%22&amp;amp;option=com_eventlist&amp;amp;Itemid=120 | archive-is=20130905092757 | text=Kulturprogramm der Stadt Niederstetten}} (Aufgerufen am 5. September 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Einzelne Wörter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* mâu [{{IPA|mˈə&amp;lt;sup&amp;gt;u&amp;lt;/sup&amp;gt;}}] &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; môô [{{IPA|mˈɔː}}] – Mann&lt;br /&gt;
* fraa [{{IPA|fʀaː}}] – Frau&lt;br /&gt;
* s’kiind [{{IPA|skʰiːnd}}] – das Kind&lt;br /&gt;
* d’kind [{{IPA|dkʰind}}] &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; d’kiind [{{IPA|dkʰiːnd}}] &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; d’kinn [{{IPA|dkʰinn}}] – die Kinder (in der Gegend von [[Bad Mergentheim|Mergentheim]]) &amp;#039;&amp;#039;dagegen&amp;#039;&amp;#039;: d‘borsch [{{IPA|db&amp;#039;ɔʁʃ}}] (von: &amp;#039;&amp;#039;die Burschen&amp;#039;&amp;#039;) – die Kinder (in der [[Ingelfingen|Ingelfinger]] Gegend)&lt;br /&gt;
* âugneem [{{IPA|ˈə&amp;lt;sup&amp;gt;u&amp;lt;/sup&amp;gt;gnˌeːm}}] &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; ôôgneem [{{IPA|ˈɔːgnˌeːm}}] – angenehm&lt;br /&gt;
* uu-âugneem [{{IPA|ˈuːˌə&amp;lt;sup&amp;gt;u&amp;lt;/sup&amp;gt;gneːm}}] &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; uu-ôôgneem [{{IPA|ˈuːˌɔːgneːm}}] – unangenehm&lt;br /&gt;
* kâusch [{{IPA|kʰˈə&amp;lt;sup&amp;gt;u&amp;lt;/sup&amp;gt;ʃ}}], &amp;#039;&amp;#039;auch&amp;#039;&amp;#039; kôôsch [{{IPA|kʰˈɔːʃ}}] oder konnschd – Kannst du … ([[Nullsubjekt]] wie im Spanischen z.&amp;amp;nbsp;B. „puedes“)&lt;br /&gt;
* ebiirâ [{{IPA|&amp;#039;ebiːʁə}}], &amp;#039;&amp;#039;auch&amp;#039;&amp;#039; eebirâ [{{IPA|&amp;#039;eːbiːʁə}}] &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; ääbiirâ [{{IPA|&amp;#039;ɛːbʰiːrə}}] – Kartoffeln (entsprechend „Erdbirnen“, vgl. Erdäpfel)&lt;br /&gt;
* gâunsch [{{IPA|gˈə&amp;lt;sup&amp;gt;u&amp;lt;/sup&amp;gt;nʃ}}] &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; gâuns &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; gâus – Gans&lt;br /&gt;
* hasch [{{IPA|haʃ}}] – Hast du…&lt;br /&gt;
* eeândâr [{{IPA|ˈeː&amp;lt;sup&amp;gt;ə&amp;lt;/sup&amp;gt;ndˌɐ}}] – eher, früher&lt;br /&gt;
* annâweech [{{IPA|ˈanəvˌeːç}}], auch annâwääch [{{IPA|ˈanəvˌɛːç}}] – trotzdem (vergl. Englisch &amp;#039;&amp;#039;anyway&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* kiischdâuk [{{IPA|kʰˈiːʃdˌə&amp;lt;sup&amp;gt;u&amp;lt;/sup&amp;gt;k}}], aachdsou [{{IPA|ˈaːxdsˌə&amp;lt;sup&amp;gt;u&amp;lt;/sup&amp;gt;}}] &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; baggâdsou [{{IPA|bˈagədsˌə&amp;lt;sup&amp;gt;u&amp;lt;/sup&amp;gt;}}] – Backenzahn&lt;br /&gt;
* gugummârlich [{{IPA|gugˈuməʁlˌiç}}] – Gurken&lt;br /&gt;
* balfol [{{IPA|bˈalfˌol}}] – beinahe, fast (wörtlich „&amp;#039;&amp;#039;bald voll(ends)&amp;#039;&amp;#039;“)&lt;br /&gt;
* âmend [{{IPA|ˌəmˈend}}] – schlimmstenfalls sogar, vielleicht (wörtlich „am Ende“)&lt;br /&gt;
* zweâ [{{IPA|tsve&amp;lt;sup&amp;gt;ə&amp;lt;/sup&amp;gt;}}] &amp;#039;&amp;#039;masc.&amp;#039;&amp;#039;, zwuâ [{{IPA|tsvu&amp;lt;sup&amp;gt;ə&amp;lt;/sup&amp;gt;}}] &amp;#039;&amp;#039;fem.&amp;#039;&amp;#039;, zwaa [{{IPA|tsvaː}}] &amp;#039;&amp;#039;neutral; mehr und mehr auch masc. und fem.&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– zwei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausdrücke und Sätze ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;â braads briid&amp;#039;&amp;#039; – ein breites Brett (typisch hohenlohischer Ausdruck, etwa „eine unglaubliche Geschichte“)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hasch wärkli viil z’doâ?&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hasch awwâr viel z’duâ&amp;#039;&amp;#039; – Hast du wirklich/zur Zeit viel zu tun? Beachte, &amp;#039;&amp;#039;wärkli&amp;#039;&amp;#039; hat oft die Bedeutung ‚zur Zeit‘.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dô hewâdâr eich awwâr aa s’scheenschd Weedâr rausgsuâchd.&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dô heddâr eich … s´beschd …&amp;#039;&amp;#039; – Da habt ihr euch aber auch das schönste/beste Wetter herausgesucht. (Gern zu Radfahrern, die bei strömendem Regen unterwegs sind)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;S’isch hald (âmôôl) âsâu.&amp;#039;&amp;#039; – Es ist halt (einmal) so.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mir schlôchâ d’Mausch mim Beese dôâd.&amp;#039;&amp;#039; – Wir schlagen die Maus mit dem Besen tot. Illustriert die häufige Nutzung des „sch“ (in manchen Teilen von Hohenlohe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hädsch des ned eândâr sôôchâ kennâ?&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;… friâr …&amp;#039;&amp;#039; – Hättest du das nicht früher sagen können?&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wo die Haasâ Hoosâ haasâ un diâ Hoosâ Hâusâ haasâ, dôô bin i dâhôôm! &amp;#039;&amp;#039; – Wo die Hasen &amp;#039;&amp;#039;Hoosâ&amp;#039;&amp;#039; heißen und die Hosen &amp;#039;&amp;#039;Hâusâ&amp;#039;&amp;#039; heißen, da bin ich daheim! (zur Charakterisierung der Hohenloher) – je nach Region sind neben &amp;#039;&amp;#039;Hoosâ&amp;#039;&amp;#039; auch die Formen &amp;#039;&amp;#039;Hooschâ&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hâusâ&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fraa! Wos’n d’Glaadârbirschd? I muâs dr’Hâusâbâudâ abbirschdâ!&amp;#039;&amp;#039; – Wo ist denn bitte die Kleiderbürste, meine Liebste? Ich müsste (das Hinterteil) meine(r) Hose ausbürsten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hohenlohischen gab es bis ins 19. Jahrhundert den vorweihnachtlichen [[Brauch]] des &amp;#039;&amp;#039;Âuglebfârlâ&amp;#039;&amp;#039; (Anklöpferlein). Kinder baten bei Bekannten oder Verwandten um die Âuglebfârlâ, bei denen es sich in aller Regel um kleine Mengen Nahrungsmittel wie Früchte oder Brot handelte. Es wird auch heute noch in kleineren Ortschaften praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hohenlohisch&lt;br /&gt;
! Hochdeutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ouglobfâ Hämmârle,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s‘Brôâd laid im Kämmârle,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s‘Messâr laid dâneewâ,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kâusch mr ewâs geewâ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebfl raus, Biirâ raus,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geh mr in â andârs Haus!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S andâr Haus is gschlossâ,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dô sin mr reechd vârdrossâ.&lt;br /&gt;
|Anklopfen Hämmerchen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Brot liegt im Kämmerchen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Messer liegt daneben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kannst du mir etwas geben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äpfel raus, Birnen raus,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gehen wir in ein anderes Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das andere Haus ist verschlossen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
drum sind wir sehr verdrossen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die letzten 2 Verse auch:&lt;br /&gt;
Andârs Haus wôâr zuâgschlossâ -&lt;br /&gt;
had mi doch des Ding vârdrossâ.&lt;br /&gt;
Übersetzt etwa: Ein anderes Haus war zugeschlossen – über diese Sache war ich sehr enttäuscht.&lt;br /&gt;
(Östlich Blaufelden/Zeitzeuge)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsnamen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Titelblatt Hohenlohisch.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;„Aetsch Gäwele!“ Allerhand Luschtichs und Anders aus ’m Frankeland aus de Owerämter Aehringe [Öhringen], Craalse [Crailsheim], Gaaldorf [Gaildorf], Gärabrunn [Gerabronn], Hall, Hallbrunn [Heilbronn], Künzelse [Künzelsau], Merchedool [Bad Mergentheim], Neckersulm [Neckarsulm] und Wei’schberch [Weinsberg].&amp;#039;&amp;#039; Titelblatt eines Buches aus dem Jahr 1908.]]&lt;br /&gt;
Gesprochene Ortsbezeichnungen unterscheiden sich oft von ihrer hochsprachlichen Schriftform stark, insbesondere Verschleifungen am Wortende ({{IPA-Phon|ə}} für -heim) und vom Schriftlichen abweichender Vokalismus ([{{IPA|aː}}] für -ai-, [{{IPA|iχ}}] bzw. {{IPA-Phon|i}} für -ach) kommen nicht selten vor. Der Unterschied kann dabei sowohl vom Lautwandel herrühren als auch von einer phonetisch ungenauen Verschriftlichung.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ôldôrf&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈɔːlˌdɔʀf}}]) – [[Großaltdorf (Vellberg)|(Groß-)Altdorf]], Dorf der Gemeinde [[Vellberg]], am [[Aalenbach (Bühler)|Aalenbach]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ähringâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈɛːriŋə}}]) – die Große Kreisstadt [[Öhringen]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aschbich&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈaʃˌbiχ}}]) – [[Oberaspach (Ilshofen)|Oberaspach]], Dorf der Kleinstadt [[Ilshofen]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bardâschdou&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈbardəˌʃdəu̯}}]) – [[Bartenstein (Schrozberg)|Bartenstein]], Dorf der Kleinstadt [[Schrozberg]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bredâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈbreːˌdə}}]) – [[Brettheim (Rot am See)|Brettheim]], Dorf der Gemeinde [[Rot am See]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Craaldsâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈgʀaːlˌʦə}}]) – die Stadt [[Crailsheim]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Därbâ&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(bâ Schdâidâ)&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈdɛʀˌbə}}] [{{IPA|bə ˈʃdəɪ̯ˌdə}}]) – [[Wildentierbach (Niederstetten)|Wildentierbach]], Dorf der Kleinstadt [[Niederstetten]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dingldâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈdɪŋl̩ˌdə}}]) – [[Tüngental]], Stadtteil von [[Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dôlâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈdɔːˌlə}}]) – [[Talheim (Vellberg)|Talheim]], Stadtteil von [[Vellberg]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eschldâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈeʃl̩ˌdə}}]) – [[Eschental (Kupferzell)|Eschental]], Dorf von [[Kupferzell]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fâinich&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈfəɪ̯ˌniχ}}]) – [[Veinau]], Weiler des Stadtteils Tüngental von Schwäbisch Hall&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gaaldorf&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈgaːlˌdɔʀf}}]) – [[Gaildorf]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grindârdt&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈgʀinˌdɐt}}]) – [[Gründelhardt]], Dorf der Gemeinde [[Frankenhardt]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Haangâbuusch&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈhaːŋgəˌbuːʃ}}]) – [[Heinkenbusch]], Weiler im Stadtteil Triensbach von Crailsheim&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hesldâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈheslˌdə}}]) – [[Hessental]], Stadtteil von Schwäbisch Hall&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hoordt&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈhoːɐ̯t}}]) – [[Honhardt]], Dorf der Gemeinde [[Frankenhardt]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ingârschâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈiŋɐˌʃə}}]) – [[Ingersheim an der Jagst|Ingersheim]], Stadtteil von Crailsheim&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jôgsâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈjɔːˌksə}}] – [[Jagstheim]], Stadtteil von Crailsheim&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kinzlsâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈkʰinʦl̩ˌsə}}]), &amp;#039;&amp;#039;Kiau&amp;#039;&amp;#039;) – die Stadt [[Künzelsau]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Läâfls&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈlɛə̯ˌfl̩s}}]) – [[Leofels (Ilshofen)|Leofels]], Weiler von [[Ilshofen]] mit [[Burg Leofels]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Merchâdôl&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈmɛʀxəˌdɔːl}}]) – Bezeichnung der Einheimischen für die Stadt [[Bad Mergentheim]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naifls&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈnaiˌfl̩s}}]) – Neufels, Weiler mit [[Burgruine Neufels (Neuenstein)|gleichnamiger Burgruine]] im Stadtteil Neureut von [[Neuenstein (Hohenlohe)|Neuenstein]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Miingâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈmiːŋˌgə}}]) – Bezeichnung der Einheimischen für die Gemeinde [[Untermünkheim]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oântsâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈoə̯nˌʦə}}]) – [[Onolzheim]], Stadtteil von Crailsheim&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rôôschbäärich&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˌrɔːʃˈbɛːʀiχ}}]) – [[Reinsberg (Wolpertshausen)|Reinsberg]], Ortsteil von [[Wolpertshausen]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Râud&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈrəud}}]) – die Gemeinde [[Rot am See]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Saidâbärch&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈsaɪ̯dəˌbɛʀx}}]) – [[Seibotenberg]], Weiler der Kleinstadt [[Gerabronn]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schaambâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈʃaːmˌbə}}]) – [[Schainbach (Wallhausen)|Schainbach]], Weiler der Gemeinde [[Wallhausen (Württemberg)|Wallhausen]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schbachbiil&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ʃbaxˈbiːl}}]) – [[Spaichbühl]], Weiler im Gemeindeteil Gründelhardt von Frankenhardt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scheâdôâl&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈʃeə̯ˌdɔə̯l}}]) – die Gemeinde [[Schöntal]] mit [[Kloster Schöntal]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Suundâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈsuːnˌdə}}]) – [[Obersontheim]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weschdâ&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈvɛʃˌdə}}]) – [[Westheim (Rosengarten)|Westheim]], Dorf in der Gemeinde [[Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall)|Rosengarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Alfred Kuppler: &amp;#039;&amp;#039;Hohenlohisch soll nicht sterben!&amp;#039;&amp;#039; Hohenloher Druck- und Verlagshaus, Gerabronn/Crailsheim 1988, ISBN 3-87354-168-8.&lt;br /&gt;
* Erwin Strasser: &amp;#039;&amp;#039;Tausend Worte Hohenlohisch&amp;#039;&amp;#039;. W. Eppe Verlag, Bergatreute 1988, ISBN 3-89089-209-4.&lt;br /&gt;
* Eberhard Zanzinger: &amp;#039;&amp;#039;Hohenloher Ausdrücke und Redensarten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Robert Baier, Crailsheim 2004, ISBN 3-929233-32-0. (mit CD mit Hörbeispielen)&lt;br /&gt;
* Klawitter, Kurt: Hammkumma. Gedichte von Kurt Klawitter. BOD Norderstaedt 2018, 52 S., ISBN 978-3-7528-3097-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://de.mini.wikia.com/wiki/Hohenlohisch Hohenlohisch-Wiki]&lt;br /&gt;
* [http://www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de/dialektie_hohenlohisch.html landeskunde-baden-wuerttemberg.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohenlohe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostfränkische Dialekte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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