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	<title>Hofgericht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Diebu: Hannover</title>
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		<updated>2026-02-16T16:42:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hannover&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert das höchste landesherrliche Gericht im Mittelalter und in der frühen Neuzeit; zum &amp;lt;!-- Hofgerichts als --&amp;gt;Rechtsorgan der niederen Gerichtsbarkeit in der Grundherrschaft siehe [[Gerichtsherrschaft]].}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hofgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im [[Mittelalter]] und der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] das höchste landesherrliche Gericht in den meisten Territorien des [[HRR|Deutschen Reiches]]. Es war vor allem [[Zivilgerichtsbarkeit (Deutschland)|Zivilgericht]]. Hofgerichte existierten an den Höfen der weltlichen und geistlichen Territorialherrschaften und am Hof des Kaisers. Ab dem 19. Jahrhundert waren Gerichte mit dieser Bezeichnung in der Regel Gerichte zweiter Instanz. Die obersten Gerichte in den Ländern hatten nun oft die Bezeichnung „[[Oberhofgericht]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurden auch regionale Gerichte der niederen Gerichtsbarkeit&amp;lt;!--in einem Herrschaftsbezirk--&amp;gt;, oft auf einer [[Burg]], als &amp;#039;&amp;#039;[[Gerichtsherrschaft|Hofgericht]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strukturen ==&lt;br /&gt;
Weil der König und später auch die Fürsten qua Amt oberste Richter ihrer Untertanen waren, konnten sie eigene Gerichte bilden. Das Hofgericht war damit getrennt von den [[Landgericht (Mittelalter)|Landgericht]]en, die Angelegenheiten des Adels, der Freien und der niederen Bevölkerung als Gerichtsgemeinde bildeten. &amp;lt;!--Je nachdem, wie die Macht zwischen Ständen und Landesherren verteilt war, konnte das Landgericht dem Hofgericht untergeordnet werden oder beide bestanden nebeneinander.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Aufgaben == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtsiegel.jpg|mini|[[Rottweil]]’sches Hofgerichtssiegel auf einer Urkunde anno 1661]]&lt;br /&gt;
* Das Hofgericht war vor allem der Gerichtsstand für alle Personen, die dem Hof zugehörten, denn der fürstliche Haushalt war gegenüber dem Landgericht exemt (unabhängig).&lt;br /&gt;
* Gläubiger konnten ihre Schulden eintreiben lassen. Das Hofgericht konnte Schuldner bestrafen und dem Gläubiger den Besitz des Schuldners zuweisen. Zum Teil wurden auch Städte geächtet.&lt;br /&gt;
* Das Hofgericht war in vielen Territorien auch Berufungsinstanz für Einsprüche aus Landgerichtsprozessen.&lt;br /&gt;
* Das Hofgericht hatte auch notarielle Funktionen und beurkundete Verträge der freiwilligen Gerichtsbarkeit, wie Testamente, Erbverträge, Kaufverträge, Tauschverträge und Schenkungen. Besonders im 14. und 15. Jahrhundert stand das Hofgericht für seine notarielle Funktion in hohem Ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaiserliches und königliches Hofgericht ==&lt;br /&gt;
Wie die Könige der [[Franken (Volk)|Franken]], so übten auch die deutschen Kaiser das ihnen zustehende höchste Richteramt an ihrem Hofe aus. Hier führten sie selbst oder ein von ihnen bestimmter Vertreter den Vorsitz, während die das Urteil aussprechenden Mitglieder aus der jeweiligen Umgegend bestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Reichshofgericht}}Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichshofgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wanderte mit dem Kaiser und hatte keine feste Organisationsform, selbst nachdem [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II.]] im Jahre 1235 mit der Einrichtung des [[Königliches Kammergericht|Königlichen Hofgerichtes]] das Amt eines ständigen Hofrichters geschaffen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kaiserliche Hofgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war prinzipiell zuständig für alle Streitigkeiten der [[Reichsunmittelbarkeit|Reichsunmittelbaren]], die nicht vor ein Landgericht gerufen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;königliche Hofgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; konnte jeden Rechtsstreit von den unteren Gerichten an sich ziehen und entscheiden. Es war dabei nur durch die [[Privilegium de non appellando|Privilegia de non evocando]] eingeschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verhinderung oder beim Tod des Kaisers trat das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsvikariatsgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; an die Stelle des Reichshofgerichts. Seit 1415 trat das vom Kaiser aus [[Hofmeister]] und Räten gebildete [[Königliches Kammergericht|Kammergericht]] an die Seite des Reichshofgerichts. Ab 1450 ersetzte das Kammergericht diese Einrichtung, bis zur Schaffung des [[Reichskammergericht]]s im Jahr 1495. Kurze Zeit später kam ergänzend der [[Reichshofrat]] hinzu, der neben seinen anderen Aufgaben ebenfalls die Rechtsprechung im Reich übte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urteilsverkündigungen des Hofgerichts fanden immer freitags statt, unter Geschützdonner und Trommelwirbel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landesherrliche Hofgerichte ==&lt;br /&gt;
Auch diese Gerichte traten nur im Bedarfsfall zusammen. Vorsitz hatte der Landesfürst oder ein von ihm bestimmter Stellvertreter. Als Urteilsfinder dienten üblicherweise Angehörige des Hofes, fürstliche Räte und andere Freie. Zu einer festen Organisation kam es erst im 15. Jahrhundert, und im 16. Jahrhundert wurden die landesherrlichen Hofgerichte nach dem Muster des Reichskammergerichts vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hofgerichte (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofgerichtsstuhl von 1781 (Kopie) an der Königsstraße.jpg|mini|Hofgerichtsstuhl in Rottweil von 1781 (Kopie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Großherzogtum Baden&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Meersburg]], 1813–1836, eines der vier Hofgerichte&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Mannheim]], [[Unterrheinkreis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Königreich Bayern&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Bamberg]], 1803–&lt;br /&gt;
** [[Appellationsgericht (Bayern)|weitere Hofgericht]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herzogtum und Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg beziehungsweise Kurhannover&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Celle]], 1535–1810 ursprünglich in Uelzen gegründet, 1564 nach Celle verlegt und 1810 aufgehoben&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Hannover]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landgrafschaft Hessen&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Marburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, dann Großherzogtum Hessen&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Hofgericht (Großherzogtum Hessen)|Gerichte]] [[Instanz (Recht)|zweiter Instanz]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Darmstadt]] für die [[Starkenburg (Provinz)|Provinz Starkenburg]], bis 1879&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Gießen]] für die [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]] bis 1879&lt;br /&gt;
** [[Landgericht Arnsberg|Hofgericht Arnsberg]] für das [[Herzogtum Westfalen]], 1802 bis 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fürstentum Lippe&lt;br /&gt;
** [[Lippisches Hofgericht]], 1593–1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mecklenburgische Herzogtümer (gemeinsam)&lt;br /&gt;
** [[Land- und Hofgericht Güstrow]]&lt;br /&gt;
** [[Land- und Hofgericht Parchim]]&lt;br /&gt;
** [[Land- und Hofgericht Sternberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herzogtum Nassau&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Dillenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herzogtum Pommern&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Greifswald]], für Schwedisch-Pommern&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Köslin]], Hinterpommern&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Wolgast]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herzogtum Preußen, dann Königreich Preußen&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Königsberg]], 1506–1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kurfürstentum Sachsen&lt;br /&gt;
** [[Oberhofgericht Leipzig]]&lt;br /&gt;
** [[Hofgericht Wittenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herzogtum Schwaben&lt;br /&gt;
** Kaiserliches [[Hofgericht Rottweil]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- eigener Artikel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kaiserliche Hofgericht Rottweil war das bedeutendste der Kaiserlichen Landgerichte im deutschen Südwesten des späten Mittelalters. Das Gericht war für Zivilverfahren (Acht und Anleite) sowie Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es übte in Schwaben und darüber hinaus kaiserliche Gerichtsbarkeit aus und stand damit in Konkurrenz zu der sich entwickelnden territorialen Gerichtsbarkeit der Landesherren. Es galt als ausgesprochen judenfreundlich. Insbesondere seit der Gründung des [[Reichskammergericht]]s war das Hofgericht massiven Angriffen der Reichsstände ausgesetzt, die die Möglichkeit zur Appellation an das neue Gericht nutzten, um Prozesse am Hofgericht zu unterbrechen und die Vorteile des Rottweiler Prozesses (geringere Kosten, schnellere Verfahren) zu untergraben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herzogtum Württemberg&lt;br /&gt;
** [[Württembergisches Hofgericht]] Stuttgart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Kirchgässner, Hans-Peter Becht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Residenzen des Rechts.&amp;#039;&amp;#039; Sigmaringen 1993, S. 19–35.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- regional spezifische Literatur: --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* L. Müller: [https://periodika.digitale-sammlungen.de/schwaben/Blatt_bsb00010272,00101.html?prozent= &amp;#039;&amp;#039;Aus fünf Jahrhunderten Beiträge zur Geschichte der jüdischen Gemeinden im Ries&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg&amp;#039;&amp;#039;, Band 26, 1899, S.&amp;amp;nbsp;116–120.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- spezielle Literatur zu einzelnen Artikeln&lt;br /&gt;
* Paul Matthias Wehner: &amp;#039;&amp;#039;Alte vnd Ernewerte Ordnung vnd Reformation der Römischen Keyserlichen Majestät Keyserlichen Hoffgerichts zu Rotweil&amp;#039;&amp;#039;. Franckfurt 1610 ([http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/drwWehner1610 Digitalisat])--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Des Rheinischen Reichsvikariats-Hofgerichts Conclusa im Jahre 1790&amp;#039;&amp;#039;. München ([http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/periodical/structure/1882163 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* Peter Findeisen: &amp;#039;&amp;#039;Zur Stätte des Hofgerichts in Rottweil&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Denkmalpflege in Baden-Württemberg (Zeitschrift)|Denkmalpflege in Baden-Württemberg]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Jg. 1990, Heft 3, S. 141–147; [http://www.denkmalpflege-bw.de/fileadmin/media/publikationen_und_service/nachrichtenblaetter/archiv/1990-3.pdf denkmalpflege-bw.de] (PDF)&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|13|Hof-Gerichte zu Rothweil|434|436|Hof-Gerichte zu Rothweil}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;amp;term=hofgericht-1 Hofgericht] Deutsches Rechts-Wörterbuch (DRW)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4160406-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Gericht (Deutschland)|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höfische Organisation|Gericht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diebu</name></author>
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