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	<title>Hofgartenschloss - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T03:37:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hofgartenschloss&amp;diff=1903025&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)</title>
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		<updated>2024-11-01T12:11:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Frankonenschloss.jpg|mini|Das Alte Hofgartenschloss, auch das &amp;#039;&amp;#039;Hofgärtnerhaus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alte Hofgartenschloss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Hofgärtnerhaus oder nach seinem langjährigen Mieter „Frankonenschloß“ genannt, ist ein von [[Johann David Steingruber]] im Auftrag von [[Karl Alexander (Brandenburg-Ansbach-Bayreuth)|Christian Friedrich Carl Alexander von Brandenburg-Ansbach]] 1772 erbautes spätbarockes [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] in [[Triesdorf]]. Es gilt als Idealform des Ansbacher Baustils des späten 18. Jahrhunderts, der das Stadtbild von Ansbach bis heute prägt. Die Fassade des Hauptgebäudes ist älter, sie wurde von der abgebrochenen Carls-Passage (erbaut 1750) abgebaut und am Hofgartenschloss wiederverwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hofgartenschloss war einst Teil der [[Fürstentum Ansbach|markgräflichen]] [[Sommerresidenz]] Triesdorf. In den letzten 40 Jahren wurden das Hauptgebäude und der Ostflügel des [[Denkmalschutz|denkmalgeschützten]] Gebäudes durch den Eigentümer, den [[Mittelfranken#Bezirk|Bezirk Mittelfranken]], und der langjährigen Mieterin des Hauptgebäudes, die [[Landsmannschaft Frankonia zu Triesdorf]], komplett saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sommerresidenz Triesdorf ==&lt;br /&gt;
Triesdorf gehörte ursprünglich den [[Seckendorff (Adelsgeschlecht)|Herren von Seckendorff]]. Am 18. September 1600 kaufte [[Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach]] das Triesdorfer Schlossgut von Wolf Balthasar von Seckendorff. Das Schlossgut bestand damals aus einigen Gebäuden, die zu einem Gutshof gehörten, einer Kirche und dem 1454 erbauten Wasserschloss der Familie von Seckendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden zwei Jahrhunderten bauten die Ansbacher Markgrafen Triesdorf zu einer fürstlichen Residenz im Stil der Zeit aus und gaben dem Ort sein für ein [[Franken (Region)|fränkisches]] Dorf ungewöhnliches Gesicht. Zu einem solchen sommerlichen Refugium gehörte auch ein Gutshof, um die Hofgesellschaft möglichst autark verpflegen zu können. Neben einem eigentlichen Gutshof, der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, wurden auch Gärtner beschäftigt. Das erste Wohnhaus für den Triesdorfer Hofgärtner wurde 1701 unter der Direktion [[Gabriel de Gabrieli|Gabrielis]] durch den Vice-Bauinspektor Johann Braunstein in der Nähe der Meierei errichtet. Noch 1767 wurde das Haus auf einem Plan [[Kneulein]]s als Hofgärtnerhaus bezeichnet. Die damalige Lage des Bauwerks wird durch die unmittelbare Nähe des alten Küchengartens verständlich. Erst 50 Jahre nach Anlage des neuen Küchengartens von 1723 erhielt der Hofgärtner ein Wohnhaus am nunmehrigen Arbeitsplatz. In einem Protokoll Steingrubers vom 14. März 1772 wurde vom Bau eines neuen Hofgärtnerhauses berichtet. Die Baunachricht wurde durch ein Kammerdekret vom 4. April 1772 bestätigt, in dem angeordnet wurde, das Baumaterial der abgebrochenen Carls-Passage zum Bau des neuen Hofgärtnerhauses zu verwenden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Braun&amp;quot;&amp;gt;Braun, Heinz: „Sommerresidenz Triesdorf-Baugeschichte der Anlagen“ Band II; Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1958&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Hofgartenschloss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte hofgartenschloss.JPG|mini|hochkant|Auszug aus einer Karte Paul Amadé Biarelles von 1751. A Straße von Triesdorf zum Merkendorfer Tor/Waldeck, B Orangerie (Standort des heutigen Schlosses), C Gartenanlage, heute Pflanzenversuchsflächen der Landwirtschaftlichen Lehranstalt, D Zufahrt zum Hofgartenschloss, heute Obstplantage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hofgartenschloss wurde auf dem Platz der [[Orangerie]] am Südrand des neuen Küchengartens unter Verwendung von Teilen der Warmhäuser errichtet. Diese blieben als lange, ebenerdige Flügel teilweise erhalten. Das Haus hat in seiner Fassade die im Fürstentum übliche Gliederung bürgerlicher Häuser mit [[Bossenwerk|rustizierten]] [[Lisenen]] und erhöhten Putzfeldern. Das Dach ist in der Art Steingrubers ausgeführt. Ein schwach vorspringender [[Risalit]] von drei Achsen nimmt die Gebäudemitte ein und ist als [[Mansarde|Mansardgeschoss]] in die Höhe geführt. Je zwei Fenster flankieren den Mittelbau. Zwei weitere Flügel schließen sich beidseitig in gleicher Traufkantenhöhe an und werden durch lange, eingeschossige Warmhäuser verlängert. Das stattliche Portal mit seinem hohen [[Korbbogen]]dach ist das Portal der eingelegten Carls-Passage, das Bauinspektor Steingruber dem Wohnhaus des Hofgärtners als pompösen Eingang einfügen ließ. Neben dem Inhalt der Baunachrichten bestätigt das Monogramm Alexanders im schmiedeeisernen Geländer der Freitreppe, dass das Haus im Auftrag des letzten Markgrafen erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Nutzung ===&lt;br /&gt;
In der nachmarkgräflichen Zeit diente das Gebäude als Abstellkammer und stand längere Zeit leer. 1968 schloss die [[Studentenverbindung]] [[Landsmannschaft Frankonia zu Triesdorf]] einen langfristigen Mietvertrag über das Hauptgebäude ab. In der Folge wurde das Hauptgebäude in mehreren Bauphasen von Grund auf renoviert. Der Gewölbekeller wurde trockengelegt und dient als Veranstaltungsraum. Im Erdgeschoss wurden eine [[Kneipe (Studentenverbindung)|Kneipe]] und Gemeinschaftsräume der Studentenverbindung eingerichtet, im Obergeschoss befinden sich an Studenten vermietete Zimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er-Jahren wurde der Westflügel ebenfalls renoviert. Dort befinden sich Schulräume und eine [[Mosterei]] der Landwirtschaftlichen Lehranstalten. Der noch nicht renovierte Ostflügel enthielt den [[Pauken|Paukboden]] der Studentenverbindung und eine Abstellkammer der Landwirtschaftlichen Lehranstalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der Landsmannschaft Frankonia zu Triesdorf&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der geänderten Brandschutzvorschriften und des Bauzustandes endete dieser Mietvertrag nach mehr als 50 Jahren im Juni 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die ehemalig verpachtete Gärtnerei aufgegeben wurde, umgibt heute das Hofgartenschloß das sogenannte Pomoretum. Im westlichen Anbau befinden sich Wirtschafts- und Schulungsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Carlspassage.jpg|mini|hochkant|links|Die Carls-Passage nach einer Zeichnung von Johann David Steingruber 1750]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die einstigen Carls-Passagen ==&lt;br /&gt;
Der Bau von drei Passagen kann aus der zeitgenössischen Literatur und aus den Hofbauakten nachgewiesen werden. Im Jahre 1750 ließ [[Karl Wilhelm Friedrich (Brandenburg-Ansbach)|Carl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach]] seinem eigenen Namen zu Ehren die Carls-Passage erbauen und als Galanterie für seine Gemahlin [[Friederike Luise von Preußen|Friederike-Louise von Preußen]] noch im gleichen Jahr die Louisen-Passage. Als drittes Jagdhaus ließ er 1755 zu Ehren seiner Schwiegertochter [[Friederike Caroline von Sachsen-Coburg-Saalfeld|Friederike Caroline von Sachsen-Coburg]] die Carolinen-Passage errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried Samuel Ernst: &amp;#039;&amp;#039;Aufstellung über die Triesdorfer Gebäude&amp;#039;&amp;#039;, Mekendorf, den 10. Januar 1757&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Burger: Die Lusthäuser des „Wilden Markgrafen“. Johann David Steingrubers Jagdschlösschen für Markgraf Carl Wilhelm Friedrich von Ansbach, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelfranken 97 (1994/1995) (Ansbach 1996), S. 219–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigenartige Benennung der Gebäude ist unterschiedlich gedeutet worden. Meist wurde ihre Bezeichnung in dem Sinn verstanden, dass in ihr die Möglichkeit der Durchfahrt durch das Gebäude zum Ausdruck kommen sollte, wobei man annahm, dass die Lusthäuser über dem Achsenkreuz zweier Fahrstraßen errichtet waren. Schon die Lage dieser Bauwerke schließt diese Deutung aus. Sie befanden sich abseits der Verkehrswege inmitten der Wiesen des [[Altmühl]]tales. Der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Passage&amp;#039;&amp;#039; hat aber neben seiner räumlichen Bedeutung auch einen zeitlichen Gehalt, etwa in dem Sinn, das Vorübergehende eines kurzfristigen Aufenthalts auszudrücken. Diese Erklärung würde auch der Bestimmung der Lusthäuser näher kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenössische Quellen berichteten, dass 1750 die Carls- und Louisen-Passage „der Paiz halben“ erbaut wurden. Als Jagdhäuser dienten sie dem vorübergehenden Aufenthalt der fürstlichen Jagdgesellschaft als Ausgangs- und Sammelpunkt bei der [[Beizjagd|Reiherbeize]] (Falkenjagd). Von dieser Bestimmung her sind sowohl die Lage als auch die Bauform der Passagen klargestellt. Sie waren kleine Filialen des größeren Falkenhauses im Ortskern und dazu bestimmt, als eine Art von komfortablem [[Ansitzjagd|Ansitz]] auf Vogelwild bei der Falkenjagd zu dienen. In Triesdorf boten sich die Wiesen und Weiden des breiten Altmühltales als ideales Revier für diese Jagdart an. Die Beizjagd unterscheidet zwei Arten ihrer Ausführung: die Jagd &amp;#039;&amp;#039;von der Faust&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;Anwarten&amp;#039;&amp;#039;. Im ersten Fall wird der Falke erst dann von der Faust geworfen, wenn der Treiber beizbares [[Wild]] „hochmacht“. Beim &amp;#039;&amp;#039;Anwarten&amp;#039;&amp;#039; steigt der zum hohen Flug geworfene Falke in weiten Spiralen in die Luft, um in großer Höhe über seinem Herrn stehen zu bleiben, bis dieser das zu jagende Vogelwild auffliegen lässt. Dann erst stürzt sich der anwartende Falke auf den aufsteigenden Reiher. Für diese zweite Beizart scheinen die Passagen erbaut worden zu sein. Bei ihrer Ebenenlage boten sie der Jagdgesellschaft eine erhöhte Bühne, von der aus die Szene beobachtet werden konnte. Dieser Absicht trug Steingruber bei seinen Entwürfen Rechnung. Er umgab die Carls-Passage mit einer Terrasse und entwarf bei der Louisen-Passage vier sich nach den Himmelsrichtungen öffnende Balkone. Das gänzliche Fehlen von Wohnkabinetts und Schlafräumen bestätigt, dass die Lusthäuser nur kurz befristetem Jagdvergnügen Raum geboten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Promemoria des Hauptmanns von Schlammersdorf, Archiv der Stadt Ansbach&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Braun&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein exakter Zeitpunkt, wann Markgraf [[Karl Alexander (Brandenburg-Ansbach-Bayreuth)|Carl Alexander]] die Passagen seines Vaters einlegen ließ, ist nicht bekannt, die Carls-Passage wurde spätestens 1772 eingelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Ramisch Landkreis Feuchtwangen|SEITE = 126 |SEITE_BIS = }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hofgartenschloss Triesdorf|Hofgartenschloss}}&lt;br /&gt;
* [http://www.triesdorf.de Website der Landwirtschaftlichen Lehranstalten]&lt;br /&gt;
* [http://www.frankonia-triesdorf.de Website der Landsmannschaft Frankonia]&lt;br /&gt;
* [http://www.freundetriesdorf.de Verein der Freunde Triesdorf und Umgebung e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Ansbach}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=49.206332|EW=10.659584|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Landkreis Ansbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Weidenbach (Mittelfranken)|Hof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk von Johann David Steingruber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Weidenbach (Mittelfranken)|Hof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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