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	<title>Hofbaumeister - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jesi: /* Hofbaumeister vom 15. bis 17. Jahrhundert */ BKL-Link</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hofbaumeister vom 15. bis 17. Jahrhundert: &lt;/span&gt; BKL-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schloss Schwerin (Mecklenburg).jpg|mini|Schloss Schwerin (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hofbaumeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein an den Sitz eines regierenden Fürsten oder Herrschers (Hof) berufener, also ein von einem Landesherren mit der Planung und Durchführung öffentlicher Bauvorhaben betrauter [[Baumeister]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=wortbedeutung.info |url=https://www.wortbedeutung.info/Hofbaumeister/ |titel=Hofbaumeister |hrsg=wortbedeutung.info |datum=2022 |sprache=de |abruf=2022-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sogenannte Hofbaumeister gab es unter anderem in Sachsen, Preußen, Mecklenburg, Braunschweig, Baden, Hessen-Kassel und im Kurfürstentum Trier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Hein |url=https://www.alleburgen.de/baumeister.php |titel=Architekten und Baumeister |datum=2015 |sprache=de |abruf=2022-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Fürstentümern, wie zum Beispiel in [[Mecklenburg-Schwerin]], war der Hofbaumeister auch ein Titel für hohe Baubeamte des Hofes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;  Weitere Titel für leitende Baumeister waren &amp;#039;&amp;#039;Landbaumeister,  Landesbaumeister, Hofbaudirektor, Hofbaurat&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Oberhofbaurat&amp;#039;&amp;#039;. Der Begriff Hofbaumeister verschwand mit dem Ende monarchisch regierender Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hofbaumeister vom 15. bis 17. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Der Begriff des Hofbaumeisters wird bereits für verschiedene Baumeister der [[Renaissance]] im 15. und 16. Jahrhunderts verwendet. Von 1468 bis 1480 wurde das Residenzschloss Dresden zu einer geschlossenen [[Vierflügelanlage]] erweitert. Hofbaumeister [[Arnold von Westfalen]] errichtete 1472 für das Dresdener Residenzschloss ein aufwändiges Torhaus.  Ebenfalls in Sachsen wirkte [[Nikolaus Gromann]]. Er war Hofbaumeister  des sächsischen Kurfürsten [[Johann Friedrich I. (Sachsen)|Johann Friedrich I.]] Ein weiterer wichtiger Vertreter seiner Zunft war [[Blasius Berwart]]. 1563 trat er  in [[Ansbach]] in die Dienste des Markgrafen [[Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg Friedrich I.]] Er arbeitete an einer Erweiterung der [[Residenz Ansbach]] und an der Fertigstellung der [[Plassenburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Baumeister des [[Schloss Güstrow|Güstrower Schlosses]], der Niederländer [[Philipp Brandin|Philip Brandin]] und  [[Franziskus Pahr]] (heute auch Franz Parr) wurden durch [[Ulrich (Mecklenburg)|Herzog Ulrich zu Mecklenburg]] offiziell zu Hofbaumeistern (Pahr 1558, Brandin 1583) ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vertreter des 17. Jahrhunderts war der [[Kanton Graubünden|Graubündner]] Baumeister [[Jakob Engel (Baumeister)|Jakob Engel]] (auch: Jacomo Angelini) (1632–1714). Zusammen mit [[Gabriel de Gabrieli]] prägte er wesentlich das barocke Bild der Stadt [[Eichstätt]]. Seit 1688 war er &amp;#039;&amp;#039;Hochfürstlicher Bau- und Maurermeiste&amp;#039;&amp;#039;r des Eichstätter Fürstbischofs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Arnold Nering]] (1659–1695) war ein [[Mark Brandenburg|kurfürstlich brandenburgischer]] Baumeister. Für den jungen Kurfürsten [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich III.]] (ab 1701 König Friedrich I.) trat Nering unmittelbar nach dessen Regierungsantritt 1688 in die Baukommission zur Anlage der neuen [[Berlin-Friedrichstadt|Friedrichstadt]]. 1691 wurde er zum &amp;#039;&amp;#039;kurfürstlich-brandenburgischen Oberbaudirektor&amp;#039;&amp;#039; ernannt und bestimmte die wesentlichen Bauten im vorköniglichen Berlin und Brandenburg. Er verantwortete den Umbau und die Erweiterung von [[Schloss Oranienburg]] (1690–1694) und den Bau der [[Rathausbrücke (Berlin)|Langen Brücke]] (heutigen &amp;#039;&amp;#039;Rathausbrücke&amp;#039;&amp;#039;, 1692–1695).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wien wirkte [[Johann Bernhard Fischer von Erlach|Johann Bernhard Fischer]] (1656–1723). Für das Kaiserhaus entwarf er 1688 einen visionären Idealplan für [[Schloss Schönbrunn|Schönbrunn]], dem jedoch später ein völlig neues Konzept folgte. 1698 begann er mit dem Bau des ersten Bauabschnitts des Stadtpalais von [[Eugen von Savoyen|Prinz Eugen]] in Wien. Später konnte er sich beim Wettbewerb um den Bau der [[Wiener Karlskirche|Karlskirche]] durchsetzen. 1705 wurde er in Wien zum &amp;#039;&amp;#039;Oberinspektor sämtlicher Hof- und Lustgebäude&amp;#039;&amp;#039; ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
![[Datei:Gera, rathaus.JPG|mini|x140px|[[Rathaus Gera]], N.Gromann]]&lt;br /&gt;
![[Datei:Westflügel Königsberger Schloss.JPG|mini|x140px|Berwartturm, [[Königsberger Schloss]]]]&lt;br /&gt;
![[Datei:GüstrowSchloss&amp;amp;Park.JPG|mini|x140px|[[Schloss Güstrow|Schloss Güstrow, F.Parr]], Ph. Brandin]]&lt;br /&gt;
![[Datei:20230420 Domschule Güstrow.jpg|mini|x140px|Domschule Güstrow, Ph. Brandin]]&lt;br /&gt;
![[Datei:20010311540NR Dresden Residenzschloß Westflügel.jpg|mini|x140px|Residenzschloss Dresden]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hofbaumeister des 18. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trinitatis Carlsfeld gesamt, 2012-09-07 ama fec.jpg|mini|x155px|Dreifaltigkeitskirche Carlsfeld (Sachsen) W.C.v Klengel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sachsen ===&lt;br /&gt;
Bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zeichneten sich &amp;#039;&amp;#039;Bauverwaltungen&amp;#039;&amp;#039; an den deutschen Höfen noch durch ein Konglomerat von unterschiedlichsten Struktursystemen aus. Diese waren durch die Neuordnung bzw. Neueinrichtung von Bauämtern im Rahmen der Hof- und Staatsverwaltungen nach dem Dreißigjährigen Krieg eingeführt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Simon Paulus |Titel=Von Landbaumeistern und Oberhofbauräten : die Schweriner Plansammlung im Kontext der Entwicklung und Organisation fürstlicher Bauämter im 18. Jahrhundert |Band=Enthalten in: Der Mecklenburgische Planschatz-Essays / Puntigam, Sigrid |Verlag=Sandstein Verlag Dresden |Datum=2020 |Seiten=108-117}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Vorbild für innovative Organisationsformen waren die Strukturen, die in Frankreich zu finden waren. Das königliche Baudepartement in Paris, das bereits im 16. Jahrhundert straff organisiert war, wurde von einem »Surintendant des Bâtiments« geleitet, dem 1706 insgesamt 145 Personen unterstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Nach französischem Vorbild entstand das Bauamt des [[Kurfürstentum Sachsen|Kurfürstentums Sachsen]], das schon in den 1670er Jahren unter [[Wolf Caspar von Klengel]] aufgebaut worden war und im Jahr 1718 ein neues Reglement erhielt. Am Dresdner Bauamt waren im Jahr 1728 insgesamt 59 Personen tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Hierzu gehörten Architekten, Bausekretäre, Landbaumeister, Hofbauschreiber, Kopisten, Kondukteure, Hofgärtner, Hofkünstler und Hofhandwerker.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolfenbuettel Schloss (2006).jpg|mini|x100px|Schloss Wolfenbüttel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braunschweig-Wolfenbüttel ===&lt;br /&gt;
Ähnlich früh wie in Sachsen hatte man sich auch im [[Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel]] im Zusammenhang mit dem Bau des [[Schloss Salzdahlum|Schlosses Salzdahlum]] ab 1688 ein gut funktionierendes Bauamt als Bestandteil der Hofverwaltung eingerichtet. Die Leitung des gesamten zivilen Bauwesens lag beim &amp;#039;&amp;#039;Landbaumeiste&amp;#039;&amp;#039;r, dem ein &amp;#039;&amp;#039;Bauvogt&amp;#039;&amp;#039; und ein &amp;#039;&amp;#039;Bauschreiber&amp;#039;&amp;#039; unterstellt waren. Die verwaltungstechnische Oberhoheit hatte hier ab den 1720er Jahren der &amp;#039;&amp;#039;Kammerbaudirektor&amp;#039;&amp;#039;. In den Städten Braunschweig und Wolfenbüttel sowie den vier Distrikten gab es jeweils eigene &amp;#039;&amp;#039;Bauschreiber&amp;#039;&amp;#039;.  Das braunschweigische Hof-, Land- und Stadtbauwesen war unter Leitung des &amp;#039;&amp;#039;Landbaumeisters&amp;#039;&amp;#039; [[Hermann Korb]] von 1704 bis zu dessen Tod im Jahr 1735 in einer Hand vereinigt und wurde von diesem straff geführt. Unter Korb erhielt das [[Schloss Wolfenbüttel]] von 1714 bis 1716 eine neue Fassade aus [[Fachwerkhaus|Fachwerk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mecklenburg-Schwerin ===&lt;br /&gt;
Ludwigslust war von 1763 bis 1837 Hauptresidenz der (Groß-)Herzöge von [[Mecklenburg-Schwerin]]. Die großflächige Anlage mit dem Schlossgebäude als Mittelpunkt und der Hofkirche als architektonischem Gegengewicht geht auf Entwürfe von Hofbaumeister [[Johann Friedrich Künnecke]]  zurück. Um 1731 trat Künnecke in regen Briefkontakt mit dem mecklenburgischen Herzog [[Christian Ludwig II. (Mecklenburg)|Christian Ludwig II.]], für den er von 1731 bis 1735 das Jagdschloss in Klenow, den Vorgängerbau des späteren [[Schloss Ludwigslust|Ludwigsluster Schlosses]], errichtete und den dazugehörigen, in seiner Grundstruktur noch erhaltenen Garten anlegte. Sein Hauptwerk jedoch war das von 1726 bis 1732 errichtete, landläufig als [[Schloss Bothmer]] bezeichnete Herrenhaus Bothmer im nordwestlichen Mecklenburg, das zu den größten [[Barock]]anlagen im norddeutschen Raum zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage des Schlosses Ludwigslust wurde später durch Hofbaumeister [[Johann Joachim Busch]] vollendet. 1765 begann Busch mit dem Bau der Hofkirche (heute Stadtkirche) und setzte den Ausbau zur Residenz mit dem barocken Schloss fort, an dem von 1772 bis 1776 gebaut wurde. Um das Schloss herum entstanden am heutigen Schlossplatz, am Kirchplatz sowie in der Schlossstraße Häuser für das Personal. Das Barockschloss mit dem riesigen Schlossgarten, den eleganten Kaskaden und den von Johann Joachim Busch entworfenen Stadthäusern ergeben ein einzigartiges geschlossenes Ensemble.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|[[Datei:Baudenkmal Schloss Ludwigslust in Ludwigslust IMG 8750.jpg|mini|x120px|[[Schloss Ludwigslust]], J.J. Busch]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:20030702330DR Ludwigslust Stadtkirche.jpg|mini|x120px|Ludwigslust Stadtkirche, J.J. Busch]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:20180922 Kaskadenbrunnen, Schloss Ludwigslust.jpg|mini|x120px|Wasserkaskaden, Schloss Ludwigslust]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:15-09-27-Weltkulturerbe-Schwerin-RalfR-N3S 2039-2055.jpg|mini|x120px|[[Neustädtisches Palais]] (Schwerin), J.J. Busch]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:20210212 Schloss Bothmer (Totale).jpg|mini|x120px|Schloss Bothmer, J.F. Künnecke]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hofbaumeisterhäuser in Bartenstein (Hohenlohe) ===&lt;br /&gt;
Die [[Hohenlohe (Adelsgeschlecht)|Hohenloher]] Residenz [[Bartenstein (Schrozberg)|Bartenstein]] war nicht natürlich gewachsen, sondern eine barocke Stadtanlage, die auf dem Reißbrett geplant und in der Zeit von 1720 bis 1770 errichtet wurde. Die Gebäude wurden zur Unterbringung der Untertanen errichtet, die für den Umbau des Schlosses, die Verwaltung von Grafschaft und Oberamt und die Versorgung des Hofstaates erforderlich waren. Die spätere Erhebung in den [[Reichsfürst]]enstand führte zur Vergrößerung des Hofstaates auf etwa einhundert Bedienstete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anne + Claus Reimann |url=http://ort-bartenstein.de/barocke-stadtanlage/ |titel=Barocke Stadtanlage |datum=2009 |sprache=de |abruf=2022-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der berühmte fürstbischöflich-fuldaische Hofbaumeister [[Andrea Gallasini]] beendete in Bartenstein, mit dem Plan für die barocke Gesamtanlage, sein bedeutendes Lebenswerk. Nach seinem Tod 1766 wurden die abschließenden Bauarbeiten, wie der Bau der drei Stadttore, die Fertigstellung des Schlossplatzes und diverse Baumaßnahmen im Hofgarten von seinen Nachfolgern, Hofbaumeister Wölfling und Hofbaumeister Ernst, überwacht und zu Ende gebracht. An den Bartensteiner Haustafeln finden sich Verweise auf die Wohnhäuser der ehemaligen Hofbaumeister. Eines dieser Häuser wird heute als &amp;#039;&amp;#039;Hofbaumeisterhaus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Auch das Wohnhaus von &amp;#039;&amp;#039;Hofbaumeister&amp;#039;&amp;#039; Ernst wird durch Haustafeln explizit ausgewiesen (vgl. Plan unten). Das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Hofbaumeisterhaus&amp;#039;&amp;#039; wurde um 1760 nach Plänen von &amp;#039;&amp;#039;Baudirektor&amp;#039;&amp;#039; Andrea Gallasini erbaut.  Er lebte hier vermutlich die letzten Jahren seines Lebens. Sein Nachfolger, Hofbaumeister Wölfling, wohnte ab 1768 ebenfalls dort&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|[[Datei:11.4.2019. Das Hofbaumeisterhaus in Bartenstein.jpg|mini|x160px|Hofbaumeisterhaus in Bartenstein]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:11.4.2019. Frühling an Schloss Bartenstein. 03.jpg|mini|x160px|Schloss Bartenstein]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Bartenstein Südansicht.jpg|mini|x160px|Bartenstein Südansicht]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Bartensteiner Haustafeln Seite 2.pdf|mini|x160px|Bartensteiner Haustafeln]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20131027.Wermsdorf Schloss-Hubertusburg.-013.jpg|mini|x250px|J.C.Knöffel, [[Hubertusburg|Schloss Hubertusburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hofbaumeister des Barock und Rokoko – 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
* [[Andreas Schlüter (Architekt)|Andreas Schlüter]]  (    –1714) – Warschau ([[Wilanów-Palast]]), preußischer Schloßbaudirektor und Oberbaudirektor ([[Zeughaus (Berlin)|Berliner Zeughaus]], [[Berliner Schloss|Berliner Stadtschloss]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Donato Giuseppe Frisoni]] (1683–1735) –  Hofbaumeister in [[Ludwigsburg]] ([[Residenzschloss Ludwigsburg]], Pläne für die [[Residenzstadt|Residenzstadt Ludwigsburg]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Pius Bieri |url=https://www.sueddeutscher-barock.ch/In-Meister/a-g/Frisoni_Donato_Giuseppe.html |titel=Donato Giuseppe Frisoni , Stuckateur und württembergischer Hofarchitekt |datum=2002 |sprache=de |abruf=2022-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Julius Löwe (Architekt)|Julius Löwe]] (1690 -um 1752) –  Hofbaumeister [[Mecklenburg-Strelitz]]  (Ausbau der Residenzstadt [[Neustrelitz]])&lt;br /&gt;
* [[Simon Louis du Ry]]   (1726–1799) – [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|Hessen-Kasseler]] Oberhofbaumeister&lt;br /&gt;
* [[Balthasar Neumann]] (1687–1753) – Baumeister und Oberbaudirektor in  [[Würzburg]] ([[Würzburger Residenz]])&lt;br /&gt;
* [[Matthäus Daniel Pöppelmann]] (1662–1736) – Sächsischer Baumeister ([[Zwinger (Dresden)|Dresdener Zwinger]], [[Japanisches Palais]], [[Schloss Pillnitz]], Dresdner [[Augustusbrücke]])&lt;br /&gt;
* [[Johann Christoph Knöffel]] (1686–1752) – Sächsischer Oberlandbaumeister ([[Schloss Wackerbarth]], [[Brühlsche Galerie]], [[Hubertusburg]])&lt;br /&gt;
* [[Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff]] (1699–1753)  – Baumeister [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.(Preußen)]]  (Schlösser [[Schloss Rheinsberg|Rheinsberg]], [[Schloss Monbijou|Monbijou]], [[Schloss Charlottenburg|Charlottenburg]] und [[Potsdamer Stadtschloss|Potsdam]], der Bau des [[Staatsoper Unter den Linden|Opernhauses Unter den Linden]] und des [[Sanssouci|Schlosses Sanssouci]] sowie die Planung des [[Forum Fridericianum]] und des [[Großer Tiergarten|Großen Tiergartens]] in Berlin), Hauptvertreter des [[Friderizianisches Rokoko|Friderizianischen Rokoko]]&lt;br /&gt;
* [[Johannes Seiz]] (1717–1779) – Hofbaumeister im [[Kurfürstentum Trier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
![[Datei:Aerial image of the Ludwigsburg Palace.jpg|mini|x150px|Residenzschloss Ludwigsburg (D.G.Frisoni)]]&lt;br /&gt;
![[Datei:Neustrelitz, Mecklenburg-Vorpommern - Marktplatz (2) (Zeno Ansichtskarten).jpg|mini|x150px|Marktplatz Neustrelitz (J.Löwe)]]&lt;br /&gt;
![[Datei:1744 wurde der Bau der barocken Residenz in Würzburg fertiggestellt. 03.jpg|mini|x150px|Würzburger Residenz (B.Neumann)]]&lt;br /&gt;
![[Datei:20040310400DR Dresden-Pillnitz Schloß Pillnitz Wasserpalais.jpg|mini|x150px|Schloss Pillnitz (M.D.Pöppelmann)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hofbaumeister des 19. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch um 1800 war Berlin eine eher beschauliche Residenzstadt mit etwa 150.000 Einwohnern. 1900 lebten in der Hauptstadt des deutschen Kaiserreiches bereits fast zwei Millionen Menschen. Die Fläche der Stadt hatte sich verfünffacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Kürth, Aribert Kutschmar |Titel=Vom Klassizismus bis zur historisierenden Baukunst der Gründerjahre |Sammelwerk=Baustilfibel |Verlag=Volk und Wissen Verlag |Ort=Berlin |Datum=1984}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeit war geprägt von einer Verschiebung der Macht der feudalen Fürsten und Landesherren hin zum aufstrebenden Bürgertum. Der wichtigste Produktionszweig war nicht mehr die Landwirtschaft, sondern die Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit zwischen 1770 und 1840 war die Zeit der klassizistischen Architektur. Der Klassizismus löste den [[Barock]] bzw. das [[Rokoko]] ab.  Seine Architektur basiert auf dem [[Formenkanon]] des [[Griechischer Tempel|griechischen Tempelbaus]], lehnt sich teilweise aber auch an die italienische [[Frührenaissance]] an. Zu den wichtigsten deutschen Vertretern des Klassizismus gehören [[Karl Friedrich Schinkel]] und [[Leo von Klenze]]. In Berlin, in München oder in Karlsruhe finden sich hervorragende Beispiele klassizistischen Städtebaus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karl Friedrich Schinkel – Klassizismus in Berlin und Potsdam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preußens berühmtester Baumeister war [[Karl Friedrich Schinkel]] (1781–1841). Er war der klassizistische Stararchitekt des Königreichs [[Preußen]] und wurde 1815 zum &amp;#039;&amp;#039;Geheimen Oberbaurat&amp;#039;&amp;#039; ernannt. Damit war er auf dem Höhepunkt seiner Baumeisterkarriere und konnte sich damit hauptsächlich seiner eigentlichen Profession, der Architektur, widmen. In dieser Position war Schinkel der &amp;#039;&amp;#039;Architekt des Königs&amp;#039;&amp;#039;  und nicht nur dafür verantwortlich, Berlin in eine repräsentative Hauptstadt für Preußen umzugestalten, sondern auch für Projekte in den preußischen Territorien vom Rheinland im Westen bis [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine berühmtesten Gebäude findet man in [[Berlin]] und [[Potsdam]]. Zu den Höhepunkten seines Schaffens zählt das [[Schauspielhaus Berlin|Schauspielhaus]] (1819–1821) auf dem [[Gendarmenmarkt]], das ein 1817 vom Feuer zerstörtes älteres Theater ersetzte. Auch die [[Friedrichswerdersche Kirche|Friedrichwerdersche Kirche]], die [[Schloßbrücke (Berlin-Mitte)|Schlossbrücke]] in Berlin-Mitte oder die [[Luisenkirche (Berlin-Charlottenburg)|Luisenkirche in Charlottenburg]] und das [[Nationaldenkmal für die Befreiungskriege]] in Kreuzberg tragen seine Handschrift. Zu seinen wichtigsten Gebäuden gehört zweifelsohne das [[Altes Museum|Alte Museum]]. Es war das erste öffentliche Museum Berlins und vollendete städtebaulich den Lustgarten gegenüber dem königlichen Schloss. Dem Bau lag ein Entwurf zugrunde, den er gemeinsam mit seinem Freund, dem &amp;#039;&amp;#039;Oberbaurat&amp;#039;&amp;#039; und späteren Direktor der Bauakademie [[Johann Carl Ludwig Schmid]], entwickelt hatte. In Potsdam ist mit dem [[Schloss Charlottenhof]] ein Schinkelscher Repräsentationsbau inklusive Inneneinrichtung zu besichtigen. Bereits 1800–1801 entwarf und führte er sein wahrscheinlich erstes Bauwerk aus: den [[Pomonatempel]] neben dem  Belvedere auf dem Pfingstberg in Potsdam. Weitere Bauten Schinkels in Potsdam sind eine Kaserne in der Jägerallee, Wohnhäuser in der Yorckstr. 3 und 4 und die &amp;#039;&amp;#039;Schinkelhalle&amp;#039;&amp;#039; in der Schiffbauergasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stadt Potsdam |url=https://www.potsdam.de/content/karl-friedrich-schinkel |titel=Karl Friedrich Schinkel |datum=2015 |sprache=de |abruf=2022-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|[[Datei:Sala de Conciertos, Berlín, Alemania, 2016-04-22, DD 22-24 HDR.jpg|mini|x130px|Schauspielhaus Berlin]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Berlin, Mitte, Werderscher Markt, Friedrichswerdersche Kirche 07.jpg|mini|x130px|Berlin, Friedrichswerdersche Kirche]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Altes Museum, Berlin-Mitte, 170117, ako.jpg|mini|x130px|Altes Museum, Berlin]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Nikolaikirche Potsdam 2010.jpg|mini|x130px|[[St. Nikolai (Potsdam)|Potsdamer Nikolaikirche]]]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neuhardenberg - 2015-07-03 - Schloss Neuhardenberg (32).jpg|mini|x130px|[[Schloss Neuhardenberg]]]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leo von Klenze – Klassizismus in München ===&lt;br /&gt;
Mit Monumentalplätzen, Prachtbauten und der Anlage der Ludwigstraße prägte [[Leo von Klenze]] (1784–1864) den architektonischen Charakter Münchens. Die von ihm geschaffene [[Glyptothek]] und die [[Alte Pinakothek]] zählen zu den herausragenden Werken des 19. Jahrhunderts in Europa. Er gilt neben [[Karl Friedrich Schinkel]] als bedeutendster Baumeister des [[Klassizismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1830 initiierte Klenze die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Obersten Baubehörde&amp;#039;&amp;#039; und legte so den Grundstein für die &amp;#039;&amp;#039;Bayerische Staatsbauverwaltung&amp;#039;&amp;#039;. [[Ludwig I. (Bayern)|König  Ludwig I.]] ernannte ihn zu ihrem ersten Leiter. Der &amp;#039;&amp;#039;Obersten Baubehörde&amp;#039;&amp;#039; war das gesamte staatliche Bauwesen in Bayern untergeordnet. Für den König verwirklichte Leo von Klenze dessen Traum von einem &amp;#039;&amp;#039;neuen München&amp;#039;&amp;#039;, einer Residenzstadt, die geschichtliche Größe ausstrahlen sollte. Es entstanden monumentale Plätze wie der Königs-, der Odeons- und der Max-Joseph-Platz. Mit den zahlreichen Prachtbauten und der Anlage der Ludwigstraße gab Klenze dem Stadtbild Münchens eine Prägung, die bis heute den architektonischen Charakter der Stadt bestimmt. Mit der Glyptothek und der Alten Pinakothek schuf er zwei Maßstab setzende Museumsbauten, die Vorbild für zahlreiche Nachfolger waren.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|[[Datei:Glyptothek in München in 2013.jpg|mini|x130px|Glyptothek in München]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Alte Pinakothek.JPG|mini|x130px|[[Alte Pinakothek]]]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Max-Joseph Platz - panoramio.jpg|mini|x130px|Max-Joseph Platz, München]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Ruhmeshalle und Bavaria München Schwanthalerhöhe.jpg|mini|x130px|Ruhmeshalle in München]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historismus ===&lt;br /&gt;
Das selbstbewusste Bürgertum griff im Laufe des 19. Jahrhunderts beim Bauen auch auf andere Architekturstile der Vergangenheit zurück. Von der Romanik bis hin zum Barock wurden die historischen Bauformen nachgeahmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Es entstand der [[Historismus]], der insbesondere im späteren 19. und frühen 20. Jahrhundert ein weit verbreitetes Phänomen war. Aber auch viele Fürsten dieser Zeit bedienten sich für ihre Repräsentativbauten historisierender Architekturformen. Ein besonderes Beispiel für den romantischen Historismus  ist das Residenzensemble der Stadt Schwerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere bedeutende Hofbaumeister des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Gentz]] (1766–1811) – Oberhofbaurat und erster Direktor der [[Berliner Schloss]]baukommission&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Semper]] (1803–1879) -[[Sempergalerie]], [[Semperoper#Der zweite Bau|Neues Hoftheater (Semperoper)]], [[Schweriner Schloss]]  (gemeinsam mit [[Friedrich August Stüler]], [[Georg Adolf Demmler]])&lt;br /&gt;
* [[Georg Adolf Demmler]] (1804–1886) – In Schwerin: [[Schweriner Schloss]]  (gemeinsam mit [[Friedrich August Stüler]], [[Gottfried Semper]]) Rathausfassade im [[Tudorstil]],  [[Schweriner Marstall|Marstall]], [[Klassizismus|Klassizistische]] [[Berliner Torhäuser]] und [[Güstrower Torhäuser]], [[Arsenal am Pfaffenteich]]&lt;br /&gt;
* [[Hermann Willebrand]]  (1816–1899) –  [[Augustenstift zu Schwerin]],  [[Hauptgebäude der Universität Rostock|Hauptgebäude der Universität in Rostock]], [[Siegessäule (Schwerin)|Siegessäule]] am Alten Garten in Schwerin, Schloss [[Klein Trebbow]], &amp;#039;&amp;#039;Bethlehem-Stift&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Johanniter-Hospital&amp;#039;&amp;#039; in Ludwigslust&lt;br /&gt;
* [[Carl Gotthard Langhans|Karl Gotthard Langhans]] (1732–1808) – preußischer Oberhofbaurat&lt;br /&gt;
* [[Carl Theodor Ottmer]] (1800–1843) – Hofbaumeister in Braunschweig&lt;br /&gt;
* [[Carl Slevogt (Architekt)|Heinrich Carl Slevogt]] (1787–1832) – Oldenburger Hofbaumeister&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hofbaumeister}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Bauwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baustil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofamt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofbaumeister| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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