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	<title>Hochzeitsflug - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T20:26:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hochzeitsflug&amp;diff=374802&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: /* Einleitung */ Synonyme</title>
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		<updated>2024-11-07T15:39:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; Synonyme&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hochzeitsflug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paarungsflug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Begattungsflug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Ausflug [[Staat (Biologie)|staatenbildender Insekten]] aus der Elternkolonie zur Gründung einer neuen [[Kolonie (Biologie)|Kolonie]]. Er wird von den geschlechtsreifen Weibchen (Königinnen) sowie den Männchen der Kolonie unternommen. Zu beobachten ist dieser Hochzeitsflug bei [[Ameisen]] und [[Termiten]]. Bei [[Honigbienen]] finden auch Hochzeitsflüge statt, die aber nicht direkt zur Gründung einer neuen Kolonie, sondern im Zusammenhang mit einer Volksteilung, dem [[Schwarmtrieb]] (Auszug der alten [[Bienenkönigin]]) oder der Erneuerung einer alten Königin (Umweiselung) stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochzeitsflug ist ein aus evolutionärer Sicht interessanter Vorgang. Für staatenbildende Insekten stellt er eine zentrale Verhaltensweise dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochzeitsflug der Bienen ==&lt;br /&gt;
Sechs  bis zehn Tage nachdem eine junge Bienenkönigin geschlüpft ist, geht diese bei guter Witterung auf den Hochzeitsflug, um sich auf einem [[Drohnensammelplatz]] mit mehreren [[Drohn]]en zu paaren, deren Spermien sie in ihrer [[Samenblase]] bis an ihr Lebensende aufbewahrt und verwendet. Die Paarung findet in der Luft, im Flug statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochzeitsflug und die damit verbundene Mehrfachpaarung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz der Königin als alleiniges sich reproduzierendes Weibchen und die Vitalität der Gesamtheit des Bienenvolks (des [[Bien]]s), das auch als „Säugetier in vielen Körpern“ bezeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tautz&amp;quot;&amp;gt;[[Jürgen Tautz]]: &amp;#039;&amp;#039;Phänomen Honigbiene.&amp;#039;&amp;#039; Mit Fotografien von Helga R. Heilmann. Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-827418-45-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akzeptanz der Königin ===&lt;br /&gt;
Die nachfolgenden Betrachtungen setzen voraus, dass Honigbienen sehr differenziert unterscheiden können, wie eng sie untereinander [[Verwandtschaft|verwandt]] sind. Tatsächlich können sie über ihren hervorragend ausgeprägten [[Geruchssinn]] (in den Chemosinneszellen der [[Fühler (Biologie)|Fühler]]) genau unterscheiden, ob eine Biene zur eigenen Kolonie gehört. So wehren sie stockfremde Artgenossinnen am Flugloch ab. Dressurexperimente zeigen, dass sie noch zu viel feineren Unterscheidungen in der Lage sind&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tautz&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würden alle [[Arbeiterin (Bienen)|Arbeiterinnen]] von nur einem Drohn abstammen, wäre der mittlere genetische [[Verwandtschaftskoeffizient]] (Verwandtschaftsgrad, definiert durch den Biomathematiker [[Gustave Malécot]]) untereinander höher (r=0,75) als zur eigenen Mutter, der Königin mit r=0,5. Dies kommt durch die Besonderheit zustande, dass die Drohnen aus unbefruchteten Eiern mit nur einem Chromosomensatz entstehen, siehe auch [[Parthenogenese]], [[Allel]]e und [[Haplodiploidie]]. Durch die Abstammung von im Mittel etwa 12 Drohnen sinkt der Verwandtschaftskoeffizient unter den Wert zur eigenen Mutter. Damit ist das so genannte „genetische Interesse“ besser gewahrt, die Königin und nicht eigene Schwestern (siehe [[Afterweisel]]) bei der Weitergabe des möglichst eigenen (!) Erbgutes zu unterstützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Nachteil für die Königin würde durch die Paarung mit nur einem Drohn dadurch entstehen, dass eine aus ihrer eigenen Brut erzeugte Königin auch den Verwandtschaftskoeffizienten zu den Arbeiterinnen auf r=0,75 erhöhen würde. Tatsächlich kann gelegentlich in der Imkerpraxis beobachtet werden, dass Arbeiterinnen eine junge, gerade erste Eier legende Königin dazu bringen, eine [[Weiselzelle]] zu bestiften, mit dem Ziel, sich selbst zu ersetzen. Allerdings kommen auch noch andere Ursachen für dieses Verhalten infrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitalität des Bienenvolks ===&lt;br /&gt;
Der zweite Vorteil der Abstammung von mehreren Drohnen liegt in der Variation der Eigenschaften, was sich auch nachweislich in einer entsprechenden Spezialisierung (Fraktionierung) einzelner Arbeiterinnengruppen widerspiegelt. Hierdurch ist das Bienenvolk besser in der Lage, sich veränderten Umweltbedingungen anzupassen und Stresssituationen zu begegnen. Es hat damit bessere Überlebenschancen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Ruttner: &amp;#039;&amp;#039;Naturgeschichte der Honigbienen. Biologie, Sozialleben, Arten und Verbreitung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09477-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paarungsverhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imkerei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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