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	<title>Hochwasser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hochwasser&amp;diff=15079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anidaat: /* Schweiz */ Die Zahl wurde auch 2026 von der Informationsbeauftragten des BAFU, D.M. so angegeben - ich verzichte darum auf eine Nennung des Datums.</title>
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		<updated>2026-03-04T11:55:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schweiz: &lt;/span&gt; Die Zahl wurde auch 2026 von der Informationsbeauftragten des BAFU, D.M. so angegeben - ich verzichte darum auf eine Nennung des Datums.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Zustand von Gewässern. Zur Fernsehserie siehe [[Hochwasser (Fernsehserie)]].}}&lt;br /&gt;
{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Flutkatastrophe&lt;br /&gt;
|4=Jahrhunderthochwasser&lt;br /&gt;
|5=Überschwemmung&lt;br /&gt;
|6=Hochwasser&lt;br /&gt;
|2=Juli 2021|1=[[Benutzer:Indoor-Fanatiker|Indoor-Fanatiker]] ([[Benutzer Diskussion:Indoor-Fanatiker|Diskussion]]) 06:51, 28. Jul. 2021 (CEST)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 422 Bild-0086, Köln, Rheinufer, Hochwasser.jpg|mini|Hochwasser am [[Rhein]]ufer [[Köln]] (April 1983, [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sturmflut.JPG|mini|[[Johannes Gehrts]]: &amp;#039;&amp;#039;Sturmflut.&amp;#039;&amp;#039; Gemälde von 1880]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hochwasser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wissenschaftlich/mathematische Abkürzung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HQ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aus „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;och“ und [[Abfluss]]-[[Kennzahl]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Q&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird der Zustand von Gewässern genannt, bei dem ihr [[Wasserstand]] deutlich über dem [[Pegelstand]] ihres [[Mittelwasser]]s liegt. Gegenstück ist „[[Niedrigwasser]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Begriffsverwendung ist zu unterscheiden, woher entsprechendes [[Wasser]] hauptsächlich stammt:&lt;br /&gt;
* [[Gezeiten]]unabhängig (Tide): Aufgrund von [[Starkregen]] („[[pluvial]]“) oder [[Schneeschmelze]] (Wasser von oben), bei [[Fließgewässer|fließenden]] oder [[Stillgewässer|stehenden Gewässern]] („[[fluvial]]“),&amp;lt;ref&amp;gt;22. Juli 2021, [[Zurich Insurance Group|Zurich-Versicherungen]], [https://www.zurich.com/en/knowledge/topics/flood-and-water-damage/three-common-types-of-flood zurich.com: &amp;#039;&amp;#039;Three common types of flood explained&amp;#039;&amp;#039;] („Die drei üblichen Hochwasserarten“) (30. Juli 2021)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Tideabhängig (In der Regel an [[Meer|maritimen]] [[Küste|Gewässerküsten]]):&lt;br /&gt;
** Normalfall: Zustand zwischen zwei Niedrigwassern der Tide, es tritt als Normalzustand ([[Tidehochwasser]]) periodisch alle 12 bis 12½ Stunden auf.&lt;br /&gt;
** Extremfall [[Sturmflut]]: Durch [[Windstärke|Stärke]] und [[Windrichtung|Richtung]] von [[Wind]] bzw. [[Sturm]] bis [[Orkan]] erhöhtes normales periodisches Hochwasser&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich wird Hochwasser häufig mit der [[Flut]] verwechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tideunabhängig ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Danube TMO 2006093.jpg|mini|Donau in Ungarn, Kroatien und Serbien 2006, Flutbild und Normalzustand (NASA-MODIS)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Fluss|Flüssen]] und kleineren [[Fließgewässer]]n spricht man von Hochwasser, wenn ihr [[Wasserstand]] für längere Zeit (mehrere Tage) ihren normalen Pegel deutlich übersteigt. Sie haben meist – je nach Art des [[Einzugsgebiet]]es – eine [[jahreszeit]]liche Häufung, etwa bei der [[Schneeschmelze]] oder nach sommerlichen [[Starkregen]]. Bei starkem Hochwasser muss zunächst die [[Flussschifffahrt]] eingestellt werden, bei weiterem Ansteigen kann es zu [[Überschwemmung]]en kommen. Anschwellende [[Wildbach|Wildbäche]] können Brücken mitreißen und [[Mure]]n oder [[Erdrutsch]]e auslösen. Besonders schnell eintretende Hochwässer können als [[Sturzflut]]en bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tideabhängig ==&lt;br /&gt;
In [[Meer]]en und von [[Gezeiten]] („Tiden“) abhängigen Gewässern bezeichnet „Hochwasser“ den periodischen Eintritt des höchsten Wasserstands ([[Scheitelpunkt]]) nach Eintreten der [[Flut]] und vor dem Übergang zur [[Ebbe]]. Hoch- und Niedrigwasser wechseln sich durchschnittlich alle 6 bis 6½ Stunden ab, verursacht durch die [[Gravitation]] der [[Sonne]] und vor allem des [[Mond]]es. Besonders hohe Tiden bei [[Vollmond|Voll]]- oder [[Neumond]] werden als „[[Springtide]]“ auch „Springflut“ oder „Springhochwasser“ bezeichnet. Normale Hochwasser können durch Wind ([[Driftstrom]]) zu einer [[Sturmflut]] verstärkt werden, die an einer [[Flachküste]] kilometerweit ins Landesinnere vordringen kann. Bei Gewässern ohne merkliche Gezeiten kann es im Zusammenhang mit der Schneeschmelze oder einem Starkregenereignis auch zu einem [[Windstau (Hydrologie)]] kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:diemtigen1.jpg|mini|[[Diemtigen]] (Schweiz) nach einem Hochwasser des [[Chirel]], August 2005]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hitzacker Hochwasser2006 7072.jpg|mini|[[Elbehochwasser 2006]]: Von [[Elbe]] und [[Jeetzel]] überflutete Altstadt von [[Hitzacker (Elbe)|Hitzacker]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochwasser Passau 2013-06-03.jpg|mini|[[Passau]] während der [[Hochwasser in Mitteleuropa 2013]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochwasser Elbe 2013-06-10.jpg|mini|Ausuferung an der Mittel[[elbe]] bei [[Havelberg]], Juni 2013]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochwasser Deutsches Eck 2018.jpg|mini|Hochwasser am [[Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck|Deutschen Eck]] in Koblenz Anfang Januar 2018]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind Hochwasser Bestandteile des natürlichen Geschehens. Zur [[Katastrophe]] ([[Flutkatastrophe]]) werden sie, wenn menschliche Werte betroffen sind. Man kann unterscheiden zwischen regelmäßig wiederkehrenden Hochwassern, ausgelöst etwa durch [[Gezeiten]] oder Schneeschmelze ([[Frühjahrshochwasser]]), und unregelmäßigen oder einmaligen Ereignissen wie [[Tsunami]]s, [[Sturmflut]]en und sogenannte „[[Jahrhunderthochwasser|Jahrhundertfluten]]“ (als solche wurde das [[Elbehochwasser 2002]] sowie das [[Hochwasser in Mitteleuropa 2013]] bezeichnet;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann, T. &amp;amp; Juepner, R. (2014): &amp;#039;&amp;#039;Editorial: The flood risk management plan between spatial planning and water engineering.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Flood Risk Management, [[doi:10.1111/jfr3.12101]].&amp;lt;/ref&amp;gt; inzwischen gab es einige weitere Hochwasser, die diese Bezeichnung relativieren). Bei derartigen, besonders starken Hochwassern wird von „Jahrtausendhochwassern“ gesprochen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Magdalenenhochwasser 1342]] oder [[Oderhochwasser 1997]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/hochwasser/6971 |titel=Hochwasser |werk=Spektrum.de Lexikon der Geowissenschaften |hrsg=Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH |abruf=2020-12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beitrag der [[Globale Erwärmung|globalen Erwärmung]] zum Hochwassergeschehen ist bisher nicht klar. Für manche Regionen prognostiziert man eine Steigerung des Jahresniederschlages, für andere eine Verminderung oder eine andere Verteilung. Dennoch geht das [[Intergovernmental Panel on Climate Change|IPCC]] davon aus, dass Hochwasserrisiken künftig zunehmen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2014): &amp;#039;&amp;#039;Climate Change. Impacts, Adaptation, &amp;amp; Vulnerability: WGII AR5.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen auf www.ipcc.ch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länder mit geringen [[Relief (Geologie)|Reliefhöhen]] wie die [[Niederlande]], [[Deutschland]] (vor allem im Norden) und [[Dänemark]] versuchen, sich durch massive [[Deich]]baumaßnahmen und [[Sperrwerk (Wasserbau)|Sperrwerke]] vor steigendem Meereshochwasser zu schützen. Wird kein intensiver [[Hochwasserschutz]] betrieben, kann es wie in [[Bangladesch]] am Mündungsdelta des [[Ganges]] häufiger zu Katastrophen mit vielen tausend Toten kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochwassersituationen entstehen auch im Landinneren durch das Anschwellen der [[Fluss|Flüsse]] und [[See]]n. Ebenso können durch [[Eisstau]] oder Windeinstau (zum Beispiel [[Hamburg-Sturmflut|Hamburger Sturmflut]]) Hochwasser entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochwasser(scheitel) eines Flusses und eines Nebenflusses können zusammenwirken. Beispiel: Wenn in Koblenz eine Mosel- und eine Rhein-Hochwasserwelle zeitnah zusammentreffen, erhöht sich ab da das Rheinhochwasser. Beim [[Rheinhochwasser 1993|Rheinhochwasser Ende 1993]] wirkten Fluten aus Neckar, Main, Nahe und Mosel zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell werden feste Markierungen an Gebäuden oder anderen Befestigungen in Form von &amp;#039;&amp;#039;[[Hochwassermarke]]n&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Flutmarken&amp;#039;&amp;#039; angebracht, um den Höchststand zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochwasserrisiko ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodenwerder Weser Hochwasser Panorama.jpg|mini|[[Bodenwerder]] bei Hochwasser der [[Weser]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Venezia-Venice-Venedig-at-night JBU-02.JPG|mini|„Regelmäßiges“ Hochwasser in [[Venedig]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der fortschreitenden Landnutzung wuchsen auch die genutzten Flächen, die Hochwassergefahren ausgesetzt sind. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden Hochwasser weniger katastrophal gesehen als heute, waren doch die verbauten Flächen weniger, mitunter galten Hochwasser als Wetter-Ereignisse vergleichbar dem Schnee heute; so empfand der Maler [[Gustav Schönleber]] diese als „angenehme Abwechslung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf Eiermann, Helmuth Mojem, Staatsgalerie Stuttgart: &amp;#039;&amp;#039;Württemberg: Maler entdecken Land und Leute 1750–1900.&amp;#039;&amp;#039; Staatsgalerie Stuttgart 2001, S.&amp;amp;nbsp;46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Flächennutzung und meist damit verbundene [[Flächenversiegelung]] sowie der nicht sachgerechte Ausbau von [[Gewässer]]n (lineare Regulierung, Verminderung der [[Retention (Wasserwirtschaft)|Retentionsräume]]) können verschärfend auf Hochwasserstände wirken. Eine Erweiterung des Abflussquerschnitts vermindert die Überflutungsgefahr lokal, kann sie aber flussabwärts erhöhen. Durch Bewuchs und Anlandungen kann sich der Abflussquerschnitt wieder verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[spiegel.de]], 6. Juni 2013: [https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hochwasser-fakten-zur-flut-an-fluessen-elbe-rhein-donau-a-904232.html &amp;#039;&amp;#039;Ursachen und Prognosen: Zehn Fakten zur Flut&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cedim.de/download/FDA_Juni_Hochwasser_Bericht1.pdf cedim.de] (PDF; 3,9&amp;amp;nbsp;MB) &amp;#039;&amp;#039;Juni-Hochwasser 2013 in Mitteleuropa – Fokus Deutschland. Stand 3. Juni 2013&amp;#039;&amp;#039; (7 S.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kosten]] des Wetterereignisses sind kaum abschätzbar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.dw.com/de/was-kostet-eine-jahrhundertflut/a-58324613 Was kostet eine Jahrhundertflut?]&amp;#039;&amp;#039; in: [[Deutsche Welle|dw.com]], 20. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
Das Hochwasserrisiko eines Gebietes kann je nach Lage anhand folgender Faktoren ermittelt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Höhe über dem Meeresspiegel&lt;br /&gt;
* [[Geomorphologie]]&lt;br /&gt;
* die Verwundbarkeit, das heißt die Empfindlichkeit der betroffenen Einrichtung oder Nutzungen gegenüber Überflutungen und&lt;br /&gt;
* das Ausmaß und die Häufigkeit der Überflutung in jüngerer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Krieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Krieg]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;situationen kann eine vorsätzliche Überflutung als Angriffs- oder als [[Geschichte der militärischen Taktiken|Verteidigungswaffe]] gegen Angreifer eingesetzt werden. Unter anderem hat den [[Niederlande]]n diese Strategie oft Erfolg gegen Angreifer gebracht. Siehe: [[Achtzigjähriger Krieg]], [[Alkmaar]], [[Inundierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 zerstörte die [[Royal Air Force|britische Luftwaffe]] [[Operation Chastise|einige deutsche Talsperren]]. Weitere Angriffe auf Staumauern gab es an der [[DniproHES|Dnjeprostroj]]- und der [[Supung-Talsperre]].&lt;br /&gt;
1945 öffneten Soldaten der [[Wehrmacht]] die [[Rurtalsperre]]; am 10. Februar 1945 sprengten sie die Verschlüsse des [[Kermeterstollen]]s am [[Kraftwerk Heimbach]], worauf die Talsperre bis zum Niveau des Kermeterstollens leer lief.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ibiblio.org/hyperwar/USA/USA-E-Last/img/USA-E-Last-p82.jpg |titel=Kermeterstollen 1945 |abruf=2012-09-29 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sprengten auch die Verschlüsse der Grundablassstollen der Staumauer Schwammenauel ([[Rurtalsperre|Rursee]]). Beides zusammen erzeugte flussabwärts ein wochenlanges Hochwasser, das die [[Flussaue]] verschlammte und den Westalliierten den Vormarsch erschweren sollte. Die [[Rur]] wurde von einem kleinen Flüsschen zum reißenden Gewässer; dies verzögerte den Beginn der [[Operation Grenade]] (Übersetzen der [[Ninth United States Army|9. US-Armee]] über die Rur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 2. Dezember 1944 sprengte die Wehrmacht am Niederrhein Deiche, um die vorrückenden Westalliierten am Übersetzen zu hindern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yumpu.com/de/document/view/6099673/hochwasser-1809-hochwasserplattform http://hochwasserplattform.de/ &amp;#039;&amp;#039;Hochwasser 1809 – Hochwasserplattform&amp;#039;&amp;#039;], S.&amp;amp;nbsp;33–44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[Schlacht im Reichswald|Operation Veritable]] (8. – 21. Februar 1945) geriet dadurch ins Stocken, zumal der Winter 1944/45 sehr kalt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juni 2023 wurde in der Ukraine der [[Zerstörung des Kachowka-Staudamms|Kachowka-Staudamm zerstört]]. Dadurch ergoss sich der Kachowkaer Stausee flussabwärts und überschwemmte weite Flächen und forderte mehr als 60 Tote.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.n-tv.de/wissen/So-sieht-es-heute-am-zerstoerten-Kachowka-Staudamm-aus-article24990526.html So sieht es heute am zerstörten Kachowka-Staudamm aus auf ntv.de] (abgerufen am 4. Juni 2025).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualifikation von Hochwassern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochwasserstand Pillnitz Schloss.jpg|mini|hochkant|Hochwassermarken am Schloss Pillnitz bei Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HöhenSturmflutangaben.svg|mini|hochkant=1.5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochwasser werden zumeist mit einer statistischen Bewertung versehen. Grundlage sind langjährige [[Messreihe]]n an [[Pegel (Wasserstandsmessung)|Pegeln]]. Aus diesen werden die Jahreshöchstwerte ausgewählt und Überschreitungswahrscheinlichkeiten ermittelt. Deren [[Kehrwert]] ist die [[Jährlichkeit]]. Diese Jährlichkeiten bezeichnen das statistische Wiederkehr[[Intervall (Mathematik)|intervall]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Fließgewässern ist der einzelne Pegelstand wenig aussagekräftig für die allgemeine Situation. Daher errechnet man hier die [[Abfluss|Durchflussmenge]] am Pegel, die über das jeweilige [[Flusssystem]] aufsummiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Durchflussmenge (bzw. Abflussmenge unterhalb einer Pegelstelle) (in Kubikmeter pro Sekunde) bezeichnet man in der [[Hydrografie]] mit „Q“ (aus {{laS|quantitas|de=Menge}}), den [[Wasserstand]] mit „W“, Hochwasser mit „H“. Daher hat sich für [[Abfluss#Abflusskenngrößen|Abflusskenngrößen]] und damit für die Bezeichnung der Hochwasser selbst die Notation „HQ“ bzw. an Seen und Küsten „HW“ eingebürgert. „HQ100“ oder „HW100“ (auch HQ&amp;lt;sub&amp;gt;100&amp;lt;/sub&amp;gt; notiert) beispielsweise bezeichnet ein statistisch gesehen alle 100 Jahre auftretendes Hochwasserereignis, ein „[[Jahrhunderthochwasser]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen Referenzwerte an Flüssen sind:&lt;br /&gt;
* {{Anker|MHQ}} [[Mittlerer Hochwasserabfluss]] (MHQ): Das arithmetische Mittel aus den höchsten Abflüssen (HQ) gleichartiger Zeitabschnitte für die Jahre des Betrachtungszeitraums. Der Zeitabschnitt und der Betrachtungszeitraum der Angabe ist im Zweifelsfalle hinzuzufügen, so ist zum Beispiel „HQ 1971/1980“ der höchste Abfluss aus den Jahren 1971 bis 1980, „SoHQ 1971/1980“ das höchste in den Sommern 1971 bis 1980, „JulHQ 1971/1980“ der höchste in den Julimonaten der Jahre 1971 bis 1980 aufgetretene Abfluss.&lt;br /&gt;
* {{Anker|HHQ}} [[Höchster jemals gemessener Hochwasserabfluss]] (HHQ, „Höchstes jemals gemessenes Hochwasser“): Historisch belegtes Höchsthochwasser&lt;br /&gt;
* {{Anker|RHHQ}} [[Rechnerisch höchster Hochwasserabfluss]] (RHHQ): Die wasserbauliche Berechnungsgröße des Höchsthochwassers&lt;br /&gt;
Dabei verdrängen zunehmend [[Niederschlags-Abfluss-Modelle]] („NA-Modelle“) die herkömmlichen Tabellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es eine [[Phänomenologie (Methodik)|phänomenologische]] Klassifizierung anhand der Ausmaße der jeweiligen Auswirkung wie Ausuferungen, Überströmen von Sperrwerken oder Ausmaß der Überflutungen. Diese [[Hochwasserwarnstufe]]n sind heute meist an die Abflusskenngrößen gekoppelt (ähnlich der [[Beaufort-Skala]] für [[Windstärke]]n, die nach Windgeschwindigkeiten eingeteilt ist):&lt;br /&gt;
* das deutsche länderübergreifende Portal &amp;#039;&amp;#039;hochwasserzentralen.de&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise verwendet ein vierstufiges System, das den [[Hochwasserwarnstufen in Deutschland|Warnstufen der einzelnen Länder]] entspricht, in den Grenzen HQ2, HQ10, HQ20, HQ100:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.hochwasserzentralen.de/info.htm |wayback=20140810155252 |text=hochwasserzentralen.de: &amp;#039;&amp;#039;Hinweise zum Internetangebot&amp;#039;&amp;#039; }}, Länderübergreifendes Hochwasserportal, abgerufen am 3. Aug. 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Kleines Hochwasser → Mittleres Hochwasser → Großes Hochwasser → Sehr großes Hochwasser“&lt;br /&gt;
* dabei werden die Binnenhochwasser- und die Sturmflutwarnungen zunehmend korreliert&lt;br /&gt;
* in Österreich sind aktuelle Daten allgemein auf die Periode 1981–2010 [[hydrologisches Jahr]] (30-jähriges Mittel) bezogen. Üblich ist:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa {{Webarchiv|url=https://info.ktn.gv.at/asp/hydro/daten/hydroportal/index.asp |wayback=20140810161507 |text=ktn.gv.at: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Abflusssituation an Kärntens Flüssen&amp;#039;&amp;#039; }}, Hydrographischer Dienst – Kärnten; [https://www.vorarlberg.at/abfluss/ vorarlberg.at: &amp;#039;&amp;#039;Abflussmessstationen in Vorarlberg&amp;#039;&amp;#039;], [[Vorarlberg]], beide jeweils &amp;#039;&amp;#039;Legende&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 3. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** „Extremes Hochwasser“ / extrem selten: HQ100–RHHQ (100-jährliches bis rechnerisch höchstes Hochwasser)&lt;br /&gt;
** „Sehr großes Hochwasser“ / sehr selten: HQ30–HQ100 (30- bis 100-jährliches Hochwasser)&lt;br /&gt;
** „Großes Hochwasser“ / selten: HQ10–HQ30 (10- bis 30-jährliches Hochwasser)&lt;br /&gt;
** „Mittleres Hochwasser“ / selten–häufig: HQ5–HQ10 (5- bis 10-jährliches Hochwasser)&lt;br /&gt;
** „Kleines Hochwasser“ / häufig: HQ1–HQ5 (1- bis 5-jährliches Hochwasser)&lt;br /&gt;
** „Erhöhtes Mittelwasser“ &amp;#039;&amp;#039;(Erhöhte Wasserführung)&amp;#039;&amp;#039; / sehr häufig: MQ–HQ1 ([[Mittelwasser|Mittel]]- bis 1-jährliches Hochwasser)&lt;br /&gt;
* Verbreiteter sind heute aber die [[Hochwasserwarnstufe]]n (Abflusskategorien) 1–3, in den Grenzen &amp;gt;HQ1, &amp;gt;HQ10 und &amp;gt;HQ30, wie das etwa der hydrographische Dienst des Bundes, [[eHYD]], verwendet (Stufe&amp;amp;nbsp;1 entspricht also kleinen und mittleren Hochwassern).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ehyd.gv.at/assets/eHYD/pdf/Aktuelle%20Pegeldaten%20-%20%C3%96sterreichs.pdf ehyd.gv.at: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Pegeldaten österreichischer Gewässer&amp;#039;&amp;#039;], Informationsblatt zum Dienst eHYD: &amp;#039;&amp;#039;Pegel Aktuell&amp;#039;&amp;#039;, Lebensministerium, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Die Abflusskategorien: Hochwasser&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp;f (PDF, abgerufen am 3. August 2014); [[Burgenland]] verwendet wegen der landesübergreifenden Arbeit der Österreichisch-Ungarischen Gewässerkommission.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die besonders aufwendige [[Rheinaufweitung]] auf Höhe Vorarlberg wird für ein 300-jährliches Hochwasser HQ&amp;lt;sub&amp;gt;300&amp;lt;/sub&amp;gt; konzipiert.&lt;br /&gt;
* die Schweiz verwendet das [[BAFU]], ein [[Hochwassergefahrenstufe|Gefahrenstufen]]-System:&lt;br /&gt;
** für Flüsse in den Grenzen HQ2, HQ10, HQ30, HQ100&lt;br /&gt;
** für die Seen das Verhältnis „Sommerkote“ (SK) zu Hochwassergrenze (HWG) in den Grenzen SK+{{Bruch|1|3}}, SK+{{Bruch|2|3}}, HWG und HWG+25&amp;amp;nbsp;cm&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hydrodaten.admin.ch/de/die-5-gefahrenstufen-fur-hochwasser.html hydrodaten.admin.ch: &amp;#039;&amp;#039;Die 5 Gefahrenstufen für Hochwasser&amp;#039;&amp;#039;], [[Bundesamt für Umwelt]], abgerufen am 3. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochwasserschutz ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hochwasserschutz}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Flood in Gechingen in 2009.jpg|mini|Warnschild &amp;#039;&amp;#039;Überflutung&amp;#039;&amp;#039; beim Hochwasser in [[Gechingen]] (2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Maßnahmen zum Hochwasserschutz&amp;#039;&amp;#039; können folgende Aspekte umfassen:&lt;br /&gt;
* Anpassung der Nutzung an die Hochwassergefährdung (Absiedelung, Änderung der landwirtschaftlichen Nutzung, sichere und schadensarme Gestaltung von Bauwerken)&lt;br /&gt;
* Schutz vor dem Hochwasser durch&lt;br /&gt;
** Rückhalt des [[Niederschlag]]swassers in der Fläche, oder durch [[Regenrückhaltebecken]]&lt;br /&gt;
** [[Buhne]]nbauwerke&lt;br /&gt;
** Wiederherstellung der natürlichen Flussgeometrie (eine große Uferlänge durch viele Bögen)&lt;br /&gt;
** Schutz betroffener Gebiete oder Objekte durch [[Deich]]e (in Österreich auch als Hochwasserschutzdämme bezeichnet)&lt;br /&gt;
** Erhöhung der Abfuhrkapazität der Gewässer durch Querschnittserweiterung und [[Flutmulde]]n&lt;br /&gt;
* Rechtzeitige [[Warnung]]en und [[Alarm]]ierung durch automatische Pegelmessstationen und [[Hochwasserwarndienst]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den einzelnen Maßnahmen bestehen Abhängigkeiten. Zum Beispiel können Regulierungen und Deichbaumaßnahmen zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr für [[Unterlieger]] oder Anrainer führen. Die Errichtung von [[Hochwasserrückhaltebecken]] (Retentionsbecken) verringert das Risiko einer häufigen Überflutung zu Lasten eines seltenen, aber katastrophalen Dammbruchs durch ein Totalversagen des Rückhaltebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine umfassende Strategie zur Verminderung der Folgen eines Hochwassers gibt das [[Hochwassermanagement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatliche Schutzmaßnahmen in einzelnen Ländern ===&lt;br /&gt;
Bei allen Hochwasserschutzmaßnahmen ist zu beachten, dass stets ein Restrisiko besteht (Anlageversagen, Überschreitung des [[Bemessungshochwasser]]s).&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Hochwassereinsatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deutschland ====&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2009 haben mehrere Bundesländer Informationskampagnen ins Leben gerufen. Sie setzen hauptsächlich auf freiwillige Vorsorge der Bürger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.gdv.de/2013/03/informationskampagnen-fuer-mehr-naturgefahrenschutz/ |wayback=20130603005050 |text=Informationskampagnen einzelner Bundesländer: Naturgefahren erkennen und handeln}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Wasserhaushaltsgesetz]] (WHG) definiert seit 2010&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann, T. &amp;amp; Albrecht, J. (2014): &amp;#039;&amp;#039;From flood protection to flood risk management: condition-based and performance-based regulations in German water law. Journal of Environmental Law&amp;#039;&amp;#039;, 26(2), S.&amp;amp;nbsp;243–268. [[doi:10.1093/jel/equ015]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochwasser als: „eine zeitlich beschränkte Überschwemmung von normalerweise nicht mit Wasser bedecktem Land“ (§&amp;amp;nbsp;72 WHG) durch oberirdische Gewässer (Flüsse, Seen, Meer). Überschwemmungen aus Abwasseranlagen sind in Deutschland ausdrücklich nicht als Hochwasser definiert. Ergänzende Regelungen finden sich in einigen [[Landeswassergesetz]]en der Bundesländer. Ein gesetzlich festgeschriebenes Schutzniveau gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuständige Behörden der Länder sind durch das Wasserhaushaltsgesetz dazu verpflichtet, Hochwasserrisikomanagementpläne aufzustellen und öffentlich zugänglich zu machen. Diese umfassen auch die Erstellung von Gefahren- und Risikokarten in einem, für große Flüsse und Einzugsgebiete geeigneten, meist großskaligen Maßstab.&lt;br /&gt;
Die erforderlichen [[Hochwassergefahrenkarte]]n sollen das Ausmaß der Überflutung, die Wassertiefen und bei Bedarf die entsprechenden Fließgeschwindigkeiten für verschiedene Wiederkehrintervalle darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|1|WHG_2009|juris}} WHG.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Österreich ====&lt;br /&gt;
In Österreich werden folgende Schutzziele angestrebt:&lt;br /&gt;
:[[Abflussmenge|HQ]]&amp;lt;sub&amp;gt;30&amp;lt;/sub&amp;gt; Untergeordnete Objekte&lt;br /&gt;
:HQ&amp;lt;sub&amp;gt;100&amp;lt;/sub&amp;gt; Standardschutz&lt;br /&gt;
:HQ&amp;lt;sub&amp;gt;150&amp;lt;/sub&amp;gt; Ausbaugrad Wildbach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinausgehende Schutzgrade werden bei besonderer Schutzerfordernis (zum Beispiel für die Stadt [[Wien]]) angestrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Umweltministerium lässt eine Hochwassersimulation durch [[VRVis]] erstellen. Es basiert auf einer Vermessung des Geländes und stellt für Objekte das Schadenrisiko in 3 Kategorien dar. Ab Herbst 2020 sollen alle Gemeinden abgedeckt und unter der Website hora.gv.at (HORA [[Hochwasserrisikozonierung Austria]]) abrufbar sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus |url=https://www.naturgefahren.at/massnahmen/gefahrendarst/hora.html |titel=HORA Hochwasserrisikozonierung Austria |abruf=2020-12-13 |archiv-datum=2020-11-23 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201123224053/https://www.naturgefahren.at/massnahmen/gefahrendarst/hora.html |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schweiz ====&lt;br /&gt;
Im Juni 1877 wurde das Bundesgesetz über die Wasserbaupolizei erlassen. Von 1982 bis 2002 waren zwei Drittel der Gemeinden der Schweiz einmal von einem Hochwasser betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=1892 125 Jahre Hochwasserschutz in der Schweiz], Pressemitteilung des Bundesamtes für Wasser und Geologie, 18. Juni 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterschiedlich gefährdete Gebiete werden auf Gefahrenkarten ausgewiesen und haben Auflagen zu Bauten zur Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/1464.pdf Hochwasserschutz im Fluss], Bundesamt für Wasser und Geologie, 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Gefahrenkarten waren im Jahr des grossen [[Alpenhochwasser 2005#Schweiz|Hochwassers von 2005]] in einem Drittel der Gemeinden der Schweiz erstellt gewesen, wo sie vorgelegen hatten, stimmten sie grösstenteils mit den tatsächlich vom Hochwasser betroffenen Gebieten überein. «Nur 10 Prozent des Hochwassers betrafen Gebiete ausserhalb der markierten Gefahrengebiete.»&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/wissenschaft/warnt-die-gefahrenkarte-zuverlaessig-murgang-im-misox-tal-wirft-fragen-auf-ld.1838809 Die Gefahrenkarte soll vor Murgängen, Hochwasser oder Bergstürzen warnen. Doch wie verlässlich ist sie?], [[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]], 11. Juli 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft]] führt die mit Daten seit 1972 öffentlich einsehbare Unwetterschadens-Datenbank der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wsl.ch/de/naturgefahren/hochwasser-und-ueberschwemmung/unwetterschadens-datenbank/ |titel=Unwetterschadens-Datenbank der Schweiz |sprache=de-CH |abruf=2024-07-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weit mehr Gebäuden, nämlich rund zwei Dritteln aller Gebäude in der Schweiz, drohen Schäden durch [[Oberflächenwasser|Oberflächenabfluss]]. Die Hälfte davon steht in gefahrenfreien Gebieten laut Hochwasser-Gefahrenkarte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ost.ch/fileadmin/dateiliste/3%20forschung%20dienstleistung/institute/umtec/fachartikel/2022/22-06%20regenwasser%20im%20siedlungsraum.pdf Regenwasser im Siedlungsraum], [[Bundesamt für Umwelt]], 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Niederlande ====&lt;br /&gt;
In den Niederlanden werden differenzierte Schutzniveaus hantiert. Während in einigen Teilen des Landes ein Schutzniveau gegen ein HQ 1.250 besteht, wird zum Beispiel ein Großteil der [[Randstad]] gegen ein Ereignis, das statistisch einmal in 10.000 Jahren vorkommt, geschützt. Während [[Rijkswaterstaat]] für nationalen Hochwasserschutz (d.&amp;amp;nbsp;h. für große Wasserstraßen sowie Küstenschutz) zuständig ist, werden die regionalen Schutzziele von den 26 Waterschappen (ähnlich den Wasserverbänden in NRW) verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann, T. &amp;amp; Spit, T.J.M.: &amp;#039;&amp;#039;Managing riverside property: Spatial water management in Germany from a Dutch perspective.&amp;#039;&amp;#039; In T. Hartmann &amp;amp; B. Needham (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Planning by law and property rights reconsidered&amp;#039;&amp;#039; (S.&amp;amp;nbsp;97–116). Ashgate, Farnham (Surrey) 2012 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== USA ====&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|USA]] wurde der Hochwasserschutz vom dafür zuständigen [[US&amp;amp;nbsp;Army Corps of Engineers]] auf das Niveau eines 230-jährlichen Hochwassers festgelegt. Dieses Niveau ist auch gewährleistet, jedoch hat die Überflutung von [[New Orleans]] zu der Erkenntnis geführt, dass dieses Schutzniveau nicht ausreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organisation des Hochwasserschutzes ===&lt;br /&gt;
==== Deutschland ====&lt;br /&gt;
Um die mit dem Hochwasser verbundenen Gefahren sowohl an den deutschen Küsten als auch an den Flüssen einzuschätzen, haben die Bundesländer ein [[Länderübergreifendes Hochwasserportal]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hochwasserzentralen.de/ Länderübergreifendes Hochwasserportal hochwasserzentralen.de], abgerufen am 7. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Internet eingerichtet. Regional und lokal gibt es unterschiedliche Warn- und Alarmstufen. Die Meldesysteme arbeiten meist computergestützt und sind in der Lage, Hochwasservorhersagen oder -abschätzungen für mehrere Stunden im Voraus zu liefern. Durch kurzfristige Wetteränderungen sind längerfristige Vorhersagen mit Fehlern behaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Katastrophenschutz]] fällt in die Zuständigkeit der jeweiligen Innenbehörden, die für Rettungsmaßnahmen auf die [[Feuerwehr in Deutschland|Feuerwehren]], das [[Technisches Hilfswerk|THW]], die [[Bundeswehr]] u.&amp;amp;nbsp;a. zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Österreich ====&lt;br /&gt;
Die unmittelbare Hilfe und Abwehr im Hochwasserfall erfolgt durch die örtliche [[Feuerwehr in Österreich|Feuerwehr]]. Langfristigere Hilfe erfolgt durch den [[Katastrophenhilfsdienst]] der Feuerwehr und Assistenzeinsätze des [[Österreichisches Bundesheer (2. Republik)|Bundesheeres]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier ist das meist benutzte Hilfsmittel beim Hochwasserschutz der [[Sandsack]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Errichtung, Erhaltung und Betrieb von Hochwasserschutzmaßnahmen erfolgt durch die individuell Betroffenen, [[Wassergenossenschaft]]en, [[Gemeinde|Kommunen]] und [[Wasserverband|Wasserverbände]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Hochwasser-Ereignissen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste nationaler und internationaler hydrographischer und Hochwasserdienste]] – mit Links auf Wasserstandswerte weltweit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Floods|Hochwasser|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Kategorie:Hochwasser}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4025289-9}}&lt;br /&gt;
* {{dmoz|World/Deutsch/Wissenschaft/Geowissenschaften/Naturkatastrophen/Hochwasser|Hochwasser}}&lt;br /&gt;
* Hannah Fuchs: [https://www.dw.com/de/hochwasser-die-kraft-des-wassers/a-58313006 &amp;#039;&amp;#039;Die Kraft des Wassers&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Deutsche Welle|dw.com]], 19. Juli 2021&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall]] e.&amp;amp;nbsp;V. (DWA): [https://de.dwa.de/de/thema-hochwasser.html de.dwa.de: &amp;#039;&amp;#039;Hochwasser – Hochwasserrisikomanagement&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [[Bundesamt für Kartographie und Geodäsie]], [https://gdz.bkg.bund.de/index.php/default/hochwasseratlas.html gdz.bkg.bund.de: &amp;#039;&amp;#039;Der digitale Hochwasseratlas&amp;#039;&amp;#039;] (Für Jedermann, kostenfrei, anmeldepflichtig)&lt;br /&gt;
* [[Bundesanstalt für Gewässerkunde]] (BfG), [[Koblenz]]: [https://www.bafg.de/ bafg.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.hochwasserzentralen.de/ hochwasserzentralen.de: Portal der Hochwasserzentralen Deutschland]&lt;br /&gt;
* Hochwasser-Kompetenz-Centrum e.&amp;amp;nbsp;V. (HKC): [https://hkc-online.de/de hkc-online.de]&lt;br /&gt;
* {{§§|whg_2009|juris|text=Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz – WHG)}}, geltende Fassung&lt;br /&gt;
* [[Umweltbundesamt (Deutschland)|Umweltbundesamt]]: [https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/uba_hochwasser_barrierefrei_new.pdf Hochwasser verstehen, erkennen, handeln!] (PDF; 7,9&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
* [https://www.hora.gv.at/ hora.gv.at: &amp;#039;&amp;#039;Natural Hazard Overview &amp;amp; Risk Assessment Austria&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* „Niederösterreichischer Zivilschutzverband“, [http://www.noezsv.at/noe/pages/startseite/zivilschutz-themen-a---z/hochwasser.php noezsv.at: &amp;#039;&amp;#039;Hochwasser – Wasser als Naturgewalt&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
* [[Bundesamt für Umwelt]] (CH), [https://www.hydrodaten.admin.ch/ hydrodaten.admin.ch: &amp;#039;&amp;#039;Gefahren und Warnungen&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4025289-9|LCCN=sh85049168|NDL=00566917}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederschlag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gezeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anidaat</name></author>
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