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	<title>Hochstift - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T12:45:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hochstift&amp;diff=152081&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-17057-41: Kein Reichsstand (territorialer Staat) im Hl. Römischen Reich war souverän. Der Souverän war bis 1806 der Kaiser und er allein. Die Reichsstände hatten zwar die Attribute der Staatlichkeit, aber im Rahmen des Reichs und daher begrenzt durch die Reichsverfassung (&quot;Kaiser und Reich&quot;).</title>
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		<updated>2026-03-18T15:12:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kein Reichsstand (territorialer Staat) im Hl. Römischen Reich war souverän. Der Souverän war bis 1806 der Kaiser und er allein. Die Reichsstände hatten zwar die Attribute der Staatlichkeit, aber im Rahmen des Reichs und daher begrenzt durch die Reichsverfassung (&amp;quot;Kaiser und Reich&amp;quot;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Ausdrücke &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hochstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und später im Zuge der territorialen Emanzipation &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürststift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürstbistum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bei [[Diözese|Erzbistümern]] entsprechend &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erzstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürsterzstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürsterzbistum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnen im Allgemeinen ein [[geistliches Territorium]] im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] bis 1803, in dem die staatliche Teil[[souveränität]] von einem [[Bischof]] als [[Fürst#Rechts- und Rangstellung|Landesfürsten]], dem [[Fürstbischof]], ausgeübt wurde. Zeitgenössisch wurden diese Territorien oft auch nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, soweit im Reich gelegen auch spezieller [[Reichsstift]]. Hochstifte bzw. Fürstbistümer bildeten [[Reichsstand|Reichsstände]], die Sitz und Stimme auf der [[Geistliche Bank|Geistlichen Bank]] des [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstages]] des [[Heiliges Römisches Reich|Alten Reiches]] besaßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
=== Wortherkunft ===&lt;br /&gt;
Der zweite Wortteil von &amp;#039;&amp;#039;Hochstift&amp;#039;&amp;#039; kennzeichnet die Ländereien als [[Stift (Kirche)|Stifte]] im Sinne von [[Stiftung]]en von [[Römisch-deutscher König|Königen]] und [[Herzog|Herzögen]] an eine [[Kathedra]] mit religiöser und [[Ordnungspolitik|ordnungspolitischer]] Zielsetzung. Der erste Wortteil unterscheidet sie von Kloster- und anderen Stiftungen ohne staatliche Souveränität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochstift versus Fürstbistum ===&lt;br /&gt;
Die vereinfachende Gleichsetzung Hochstift gleich Fürstbistum ist oftmals verwirrend, da beide Begriffe bis Anfang des 19. Jahrhunderts parallel genutzt wurden. Auch in der geschichtswissenschaftlichen Literatur stehen beide Begriffe nebeneinander. In der Geschichtswissenschaft wird allerdings bei Auflistungen der [[Reichsstände]] des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] der Begriff Hochstift vermieden (Kurfürstentum, Fürstbistum, Grafschaft, Reichsstadt etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Hochstift&amp;#039;&amp;#039; zunehmend für eine noch heute –&amp;amp;nbsp;wenn auch nur ideelle&amp;amp;nbsp;– regionale Bezeichnung steht, sollte mit &amp;#039;&amp;#039;Fürstbistum&amp;#039;&amp;#039; das historische Territorium bezeichnet werden, das bis zum [[Reichsdeputationshauptschluss]] 1803 gleichzeitig einen Reichsstand des Heiligen Römischen Reiches bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutiger Gebrauch ===&lt;br /&gt;
Heutzutage wird im Raum des [[Hochstift Paderborn (Region)|Hochstiftes Paderborn]] noch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hochstift&amp;#039;&amp;#039; für das Gebiet der Kreise [[Kreis Paderborn|Paderborn]] und [[Kreis Höxter|Höxter]] verwendet. Auch im alten [[Hochstift Fulda]] ist diese Bezeichnung bis heute gebräuchlich, beispielsweise bei der Biermarke &amp;#039;&amp;#039;Hochstift&amp;#039;&amp;#039;. Im früheren [[Hochstift Hildesheim]] ist hingegen nur der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Stift (Stiftsdörfer)&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich. Im Gebiet des ehemaligen [[Hochstift Münster|Hochstifts Münster]] wird zwischen dem (südlichen) [[Oberstift Münster|Oberstift]] und dem (nördlichen) [[Niederstift Münster|Niederstift]] unterschieden. Dies sind jedoch rein historisch-geographische Bezeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Hochstift Meißen]], gegründet im Jahr 968, existiert hingegen bis heute als eine [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft des öffentlichen Rechts]] der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens|Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl von „Stift“ ist „Stifte“ oder „Stifter“.&amp;lt;ref&amp;gt;In Grimms &amp;#039;&amp;#039;Deutschem Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; wird unter „Stift“ die Entwicklung von „Stift“ über „Stifte“ zu dem dann lange üblichen „Stifter“ beschrieben. {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=stift |Wortart=m. |Band=18 |Sp=2867 |lemid=S46993}} Inzwischen ist „Stifte“ üblich, „Stifter“ seltener. [https://www.duden.de/rechtschreibung/Stift_Einrichtung_Koerperschaft Duden.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinition ==&lt;br /&gt;
Hochstifte waren Gebiete, in denen [[Bischof|Bischöfe]] in ihrer Eigenschaft als [[Reichsfürst]]en die &amp;#039;&amp;#039;weltliche&amp;#039;&amp;#039; Landesherrschaft ausübten. Sie werden auch „Fürstbistümer“ genannt (siehe auch [[Fürst#Kirchenfürsten|Kirchenfürsten]]). Das weltliche Herrschaftsgebiet eines [[Erzbischof]]s hieß „[[Erzstift]]“ oder „Fürsterzbistum“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Hochstifts oder Fürstbistums ist vom [[Bistum]], der Diözese, in der der Bischof die &amp;#039;&amp;#039;kirchliche&amp;#039;&amp;#039; Aufsicht innehatte, zu unterscheiden. Letzteres umfasste auch Gebiete, die der Regierung anderer Fürsten, manchmal sogar der (weltlichen) Herrschaft anderer Bischöfe unterstanden und richtete sich allein nach [[Kirchenrecht]], während die Hochstifte dem [[Heiliges Römisches Reich#Grundgesetze|Reichsrecht]] unterstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erz- und Hochstifte, wie auch die reichsunmittelbaren Territorien der reichsfreien Klöster, wurden zwar von Geistlichen der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] regiert, waren aber keine kirchenrechtlichen Institutionen, sondern formal [[Zepterlehen]] des [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen Königs]] an einen bestimmten [[Kathedra|Prälatenstuhl]]. Daher verstieß nach der [[Reformation]] die faktische Aneignung von [[Säkularisation|säkularisierten]] [[Reichsabtei]]en durch benachbarte [[Fürst#Wortbedeutung|Landesfürsten]] bzw. die Administration von Erz- und Hochstiften durch evangelische Bischöfe, sofern vom Kaiser als Lehnsherr nicht bestätigt, gegen Reichsrecht, was Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand&amp;amp;nbsp;II.]] auf dem Höhepunkt seiner Macht im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] 1629 zum Anlass für sein [[Restitutionsedikt]] nahm – eine politische Maßnahme, welche die evangelischen Reichsstände brüskierte und den Krieg bedeutend verlängerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Hochstifte waren (wie auch die [[Reichsprälat]]uren) im Rahmen des [[Königsdienst]]es zur [[Heeresfolge]] verpflichtet, was ab 1521 in der [[Reichsmatrikel]] geregelt war. In der Praxis wurden die militärischen Aufgaben von den zumeist gräflichen [[Vogt|Vögten]] der Hochstifte und Klöster mit ihrem Rittergefolge wahrgenommen, bisweilen setzten sich die Bischöfe aber auch selbst an die Spitze ihres Aufgebots.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Reichsmatrikel von 1521 zählten zu den geistlichen [[Reichsfürst]]en –&amp;amp;nbsp;neben den drei geistlichen Kurfürsten (der Erzstifte [[Kurmainz]], [[Kurköln]], [[Kurtrier]])&amp;amp;nbsp;– die Erzbischöfe von [[Erzstift Salzburg|Salzburg]], [[Erzstift Magdeburg|Magdeburg]], [[Erzstift Bremen|Bremen]] und [[Erzstift Besançon|Besançon]], ferner 46 weitere Fürstbischöfe. Hinzu kam eine große Anzahl von Reichsprälaten. Die geistlichen Reichsfürsten verringerten sich bis 1792 auf 33, darunter die drei Kurfürsten, die beiden Erzbischöfe von Salzburg und Besançon, 22 Fürstbischöfe und einige Fürstäbte. Kurz vor der [[Säkularisation]] von 1802/1803 umfassten die reichsunmittelbaren geistlichen Staaten 25 Erz- und Hochstifte und 44 [[Fürstpropst]]eien und [[Reichsprälat|Reichspropsteien]]. Mit mehr als drei Millionen Einwohnern lebte ein Achtel der Bevölkerung des Heiligen Römischen Reichs „unter dem [[Krummstab]]“; flächenmäßig gehörte mit knapp 95.000 Quadratkilometern sogar ein Viertel des Reiches zur „[[Germania Sacra]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Redensart ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Unterm [[Krummstab]] ist gut leben!&lt;br /&gt;
 |Quelle=Deutsches Sprichwort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Redensart beruht wohl darauf, dass mit dem kirchlichen [[Zehnt]]en, der auch in den weltlichen Territorien als Steuer gezahlt werden musste, auch die sonst noch zusätzlich zu leistenden Abgaben an den Landesherren abgegolten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Erz- oder Hochstiften ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geistliches Territorium#Liste der geistlichen Territorien des Heiligen Römischen Reichs}}&lt;br /&gt;
Folgende Erz- oder Hochstifte thematisiert jeweils ein eigener Wikipedia-Artikel:&amp;lt;!-- Weiterleitungen auf das Bistum sind großer Murks. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Erzstift Besançon]] – [[Erzstift Bremen]] – [[Erzstift Köln]] – [[Erzstift Magdeburg]] – [[Erzstift Mainz]] – [[Erzstift Salzburg]] – [[Erzstift Trier]]&lt;br /&gt;
* [[Hochstift Augsburg]] – [[Hochstift Bamberg]] – [[Hochstift Basel]] – [[Hochstift Brandenburg]] – [[Hochstift Brixen]] – [[Hochstift Cambrai]] – [[Hochstift Cammin]] – [[Hochstift Eichstätt]] – [[Hochstift Freising]] – [[Hochstift Fulda]] – [[Hochstift Halberstadt]] – [[Hochstift Hildesheim]] – [[Hochstift Konstanz]] – [[Hochstift Lübeck]] – [[Hochstift Lüttich]] – [[Hochstift Meißen]] – [[Hochstift Merseburg]] – [[Hochstift Metz]] – [[Hochstift Minden]] – [[Hochstift Münster]] – [[Hochstift Naumburg]] – [[Hochstift Osnabrück]] – [[Hochstift Paderborn]] – [[Hochstift Passau]] – [[Hochstift Regensburg]] – [[Hochstift Schwerin]] – [[Hochstift Speyer]] – [[Hochstift Straßburg]] – [[Hochstift Trient]] – [[Hochstift Utrecht]] – [[Hochstift Verden]] – [[Hochstift Worms]] – [[Hochstift Würzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fürstabt]]&lt;br /&gt;
* [[Fürstpropstei]]&lt;br /&gt;
* [[Fürstbischof]]&lt;br /&gt;
* [[Römisch-katholische Kirche im Heiligen Römischen Reich]]&lt;br /&gt;
* [[Geistliches Territorium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4160263-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistliches Reichsfürstentum|!Hochstift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Neuzeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-17057-41</name></author>
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