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	<title>Hochstaufen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hochstaufen&amp;diff=164537&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Luitold: /* Sonstiges */</title>
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		<updated>2026-01-13T11:34:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sonstiges&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
| BILD               = Hochstaufen01.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG   = Blick auf den Hochstaufen von [[Bayerisch Gmain]] aus&lt;br /&gt;
| HÖHE               = 1771&lt;br /&gt;
| HÖHE-BEZUG         = DE-NHN&lt;br /&gt;
| LAGE               = [[Bayern]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| GEBIRGE            = [[Chiemgauer Alpen]]&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD        = 47/45/19/N&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD         = 12/50/55/E&lt;br /&gt;
| REGION-ISO         = DE-BY&lt;br /&gt;
| DOMINANZ           = 2.4&lt;br /&gt;
| SCHARTENHÖHE       = 1771-1440&lt;br /&gt;
| DOMINANZ-BEZUG     = [[Zwiesel (Chiemgauer Alpen)|Zwiesel]]&lt;br /&gt;
| SCHARTE            = Roßkarscharte&lt;br /&gt;
| NORMALWEG          = [[Bad Reichenhall]] ([[Padinger Alm]]) – Bartlmahd – Reichenhaller Haus – Hochstaufen&lt;br /&gt;
| BILD1              = &lt;br /&gt;
| BILD1-BESCHREIBUNG = &lt;br /&gt;
| BILD2              = &lt;br /&gt;
| BILD2-BESCHREIBUNG = Blick auf den Hochstaufen von Salzburg aus&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hochstaufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein {{Höhe|1771|DE-NHN|link=true}} hoher markanter Felsberg und bekannter Blickfang, der sich zwischen [[Bad Reichenhall]], [[Piding]] und [[Anger (Berchtesgadener Land)|Anger]] erhebt. Er gehört zum Gebirgsstock des [[Staufen (Chiemgauer Alpen)|Staufens]] und ist der östlichste Berg in den [[Chiemgauer Alpen]]. Vom Gipfel hat man einen guten Rundblick, vor allem zu den [[Berchtesgadener Alpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp unter dem höchsten Punkt steht auf der Südseite in exponierter Lage das [[Reichenhaller Haus]], eine im Sommer bewirtschaftete Unterkunftshütte des [[Deutscher Alpenverein|Deutschen Alpenvereins]]. Sie ist die höchstgelegene Hütte der Chiemgauer Alpen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.berchtesgadener-land.com/de/hochstaufen-bergtour/ | titel=Reichenhaller Haus | titelerg= | autor= | hrsg=Berchtesgadener Land Tourismus GmbH | zugriff=2013-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort aus kann man den Sonnenuntergang über dem [[Chiemsee]] beobachten, Richtung Osten sieht man auf [[Salzburg]] mit seinem [[Flughafen]], das auch nachts durch die Beleuchtung gut zu erkennen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Staufen&amp;#039;&amp;#039; kommt aus dem [[Mittelhochdeutsch]]en („stouf“) und bedeutet „steil aufragender Fels“ (siehe auch [[Hohenstaufen (Berg)|Hohenstaufen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Staufen mountain germany.jpg|mini|300px|Luftbild des Staufenmassivs, aufgenommen aus nordöstlicher Richtung. Im Vordergrund die [[Salzach]]niederung, dahinter die Flyschberge um Piding. Im Hintergrund sind von links nach rechts der [[Hochkalter]], die [[Reiter Alpe]], die [[Loferer Steinberge]] und das [[Sonntagshorn]] zu erkennen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1771 Meter hohe Hochstaufen ist zwar nicht der höchste [[Berggipfel|Gipfel]] des Staufen-Massivs, dafür aber wohl der markanteste (der [[Zwiesel (Chiemgauer Alpen)|Zwiesel]] ist mit 1782 Meter geringfügig höher). Auf dem Hauptkamm des Staufens nimmt er eine zentrale Mittelposition ein. Mit knapp 1300 Meter überragt er die im Südosten gelegene [[Saalach]]niederung des Beckens von Bad Reichenhall. Der Ostgrat des Hochstaufens beginnt unmittelbar an der &amp;#039;&amp;#039;Staufenbrücke&amp;#039;&amp;#039; über die Saalach bei 480 Meter und zieht dann stetig in WNW-Richtung über den &amp;#039;&amp;#039;Mauthausener Berg&amp;#039;&amp;#039; hoch zum [[Fuderheuberg]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Fuderheustein&amp;#039;&amp;#039; – 1321 m) und zum [[Vorderstaufen]] (1350 m). Nach einer Einsattelung bei den [[Steinerne Jäger|Steinernen Jägern]] (1302 m) wird die Waldzone verlassen und es erfolgt dann der eigentliche Anstieg durch Fels und [[Schrofen]] zum Hauptgipfel. Der Westgrat zieht sodann vom Gipfel zum 1610 Meter hohen [[Mittelstaufen]], der seinerseits über den [[Hendelbergskopf]] (1613 m), mittels der Einsattelung an der &amp;#039;&amp;#039;Roßkarscharte&amp;#039;&amp;#039; (1444 m) und weiter über den [[Zennokopf]] (1756 m) mit dem Zwiesel in Verbindung steht. Über den gesamten Grat verläuft ausgehend von den Steinernen Jägern bis hin zum Zennokopf der &amp;#039;&amp;#039;Mittelstaufensteig&amp;#039;&amp;#039;, das letzte Teilstück zum Zwiesel wird als &amp;#039;&amp;#039;Zwieselsteig&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Grat verlief von ca. 1350 bis 1810 die Landesgrenze zwischen Bayern und Salzburg. Heute bildet er die Grenze zwischen den Gemeinden Piding und Bad Reichenhall (Ostgrat) bzw. Inzell und Bad Reichenhall (Westgrat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pidinger Nordseite des Berges wird vom [[Leitengraben (Saalach)|Leitengraben]] in östlicher Richtung drainiert, welcher über die von Anger kommende [[Stoißer Ache]] in Richtung Saalach fließt. Der Leitengraben entspringt im hufeisenförmigen Talboden von &amp;#039;&amp;#039;Sankt Rupertus&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Kochalm&amp;#039;&amp;#039; (996 m). Dieser Talschluss wird von dem vom Hauptgipfel herunterziehenden Nordwestgrat gebildet, welcher hier noch 1211 Meter erreicht. Am Fuße der Südflanke liegt der [[Listsee]] (627 m), der nach Bad Reichenhall im Osten und weiter zur Saalach entwässert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Staufeneck, Piding, Berchtesgadener Land 5.JPG|mini|300px|Blick über [[Schloss Staufeneck]] zum Hochstaufen. Gut zu erkennen die steil aufragende Deckenstirn und die mit zirka 40° nach Süden einfallende grobe [[Bankung]] des Wettersteinkalks.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochstaufen gehört geologisch zu der nach ihm teilweise benannten [[Staufen-Höllengebirgs-Decke]] des [[Tirolikum]]s. Der Gipfel befindet sich in unmittelbarer Nähe der [[Tektonische Decke|Deckenstirn]], die hier die geomorphologisch weicheren Hügel der [[Flyschzone]] überfährt (&amp;#039;&amp;#039;Adlgasser Schuppenzone&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Südliche Aufbruchzone&amp;#039;&amp;#039; im [[Flysch]]). Die Überschiebungsbahn liegt unmittelbar südlich des [[Frillensee (Inzell)|Frillensees]] und verläuft dann südlich der [[Mairalm (Piding)|Mairalm]] am Fuß des Hochstaufens in Richtung Osten (N 100) zur Saalach. Eingeklemmt an der Überschiebungsbahn ist ein dünnes Band aus steil stehenden, tektonisch inkompetenten [[Reichenhaller Schichten]] des [[Anisium]]s. Die Hochstaufen-Überfahrung schneidet somit das [[Bajuvarikum]] vollständig ab, welches westlich des Frillensees auskeilt und erst wieder am &amp;#039;&amp;#039;Staufeneck&amp;#039;&amp;#039; (520 m) als kleiner Zwickel erscheint. Neben Reichenhaller Schichten wird die Bewegungsbahn auch stellenweise durch kleine Vorkommen von [[Haselgebirge]] und [[Werfener Schichten]] begleitet, beispielsweise an der Mairalm.&lt;br /&gt;
Der Bergfuß besteht aus flach nach Süden einfallenden [[Partnach-Schichten]] des [[Ladinium]]s, die eine Gesamtmächtigkeit von 200 Meter erreichen können. Darunter kommt gut 400 Meter mächtiger [[Alpiner Muschelkalk]] zu liegen, der sich aus [[Wurstlkalk]]en, [[Steinalmkalk]] und [[Reifling-Formation]] zusammensetzt. Der komplette Übergang – von Partnachmergeln an der Basis zu Partnachkalk und zur Rifffazies des Wettersteinkalks im [[Hangendes|Hangenden]] – ist an der Nordflanke des Hochstaufens (am Pidinger Klettersteig) hervorragend aufgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Gipfelaufbau des Hochstaufens besteht aus [[Wettersteinkalk]], der relativ steil (mit rund 40 bis 50°) in südliche Richtung einfällt und den aufgebogenen Nordrand einer weit angelegten [[Synklinale|Muldenstruktur]] darstellt. Laut Weede (2002) zeigt die Stirn eine aufgeschleppte sekundäre [[Antiklinale|Antiklinalstruktur]] an ihrer Basis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Weede|Titel=Die Geologie des Hochstaufen unter besonderer Berücksichtigung der Massenbewegungen|Sammelwerk=Diplomarbeit|Verlag=Technische Universität München|Datum=2002}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Muldenachse verläuft nördlich des [[Thumsee]]s am &amp;#039;&amp;#039;Siebenpalfen&amp;#039;&amp;#039; und streicht Nordost. Jüngere [[Verwerfung (Geologie)|Störungen]] haben dieses recht einfache Bauschema in kleinere, teils seitenverschiebende Schollenbereiche zerhackt. Die Staufen-Höllengebirgs-Decke wird dann weiter südlich vom ebenfalls Nordost-streichenden [[Saalach-Westbruch]] mit der &amp;#039;&amp;#039;Kugelbachzone&amp;#039;&amp;#039; (in Hallstätter Fazies) vollkommen abgeschnitten, welche ihrerseits sodann von der [[Juvavikum|hochjuvavischen]] [[Reiter-Alm-Decke]] der &amp;#039;&amp;#039;Berchtesgadener Schubmasse&amp;#039;&amp;#039; überfahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:REI Staufen 01.jpg|mini|300px|Der Gipfelaufbau des Hochstaufens aus Wettersteinkalk mit [[Reichenhaller Haus]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der triassische Wettersteinkalk – die beherrschende [[Formation (Geologie)|Formation]] am Hochstaufen – stammt aus dem Ladinium und [[Karnium]] und weist eine hellgraue bis weiße Farbe auf. Es handelt sich um einen 99-prozentigen, reinen [[Kalk (Gestein)|Kalk]], der zu intensiver [[Karst|Verkarstung]] neigt. Seine Gesamtmächtigkeit darf wie am benachbarten [[Rauschberg]] mit rund 700 Meter angenommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Doben&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. Doben|Titel=Erläuterungen zur geologischen Karte GK 8242 Inzell|Verlag=Bayerisches Geologisches Landesamt|Datum=1973|Seiten=1–124|Ort=München}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die auflagernden tonig-mergeligen [[Raibler Schichten]] des Karniums bilden normalerweise den Übergang zwischen der weitgehend vegetationsfreien Gipfelzone des Wettersteinkalkes und den Waldhängen der Staufensüdseite. Aufgrund ihrer plastischen Eigenschaften sind sie im Gelände nur selten aufgeschlossen. Ihre Grundwasser stauende Ton-Mergel-Wechsellagerung führt zur Ausbildung der für die Weideflächen charakteristischen Nässungen und kleinen [[Quelle]]n. Ihre Gesamtmächtigkeit wird auf 200 Meter eingeschätzt. Unter tektonischen Beanspruchungen reagieren die Raibler Schichten duktil und stellen daher für den auflagernden [[Hauptdolomit]] einen bedeutenden Abscherhorizont dar, wie dies beispielsweise südlich unterhalb der &amp;#039;&amp;#039;Bartlmahd&amp;#039;&amp;#039; der Fall ist. Der über 2000 Meter mächtig werdende Hauptdolomit des Noriums (von denen aber hier nur maximal 400 Meter aufgeschlossen sind) bildet zwischen &amp;#039;&amp;#039;Bartlmahd&amp;#039;&amp;#039; und dem Listsee den Südabhang des Hochstaufens. Der sehr spröd reagierende Hauptdolomit ist ein 95 Prozent reiner [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]] und daher nicht verkarstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gosau-Gruppe ===&lt;br /&gt;
Am Südfuß des Staufen überlagern an einigen Stellen die oberkretazischen [[Gosau-Gruppe|Gosau-Schichten]] die liegenden triassischen Einheiten. Es handelt sich hier um [[Konglomerat (Gestein)|Konglomerate]] mit einem dunkelroten Bindemittel. Bei den Komponenten überwiegt kalkalpines Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quartär ===&lt;br /&gt;
Südöstlich des Hochstaufens liegen [[Quartär (Geologie)|quartäre Sedimente]] des &amp;#039;&amp;#039;[[Reichenhaller Becken]]s&amp;#039;&amp;#039;, die hier die kalkalpinen tirolischen Sedimente verdecken. Während der [[Würm-Kaltzeit]] wurde der Hochstaufen vom Ferneis des [[Saalach-Gletscher]]s umflossen. Der Eisstand reichte auf der Südseite bis auf 1000 Meter, auf der Nordseite bis auf gut 900 Meter hinauf. Überdies hatten sich am Staufenmassiv zwei kleine [[Gletscher|Lokalgletscher]] gebildet, die vom &amp;#039;&amp;#039;Zennokopf&amp;#039;&amp;#039; (1756 m) nach Süden und nach Norden abflossen. Der Gletscher auf der Südseite entwickelte sogar eine kleine [[Endmoräne]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Doben&amp;quot; /&amp;gt; Der Eisstand der vorangegangenen [[Riß-Kaltzeit]] hatte sogar noch gut 100 Meter höher gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Heraushebung des Hochstaufens wurde stark durch diese glazialen Ereignisse überprägt. Die Schürfbewegung der Gletscher führte zu einer Versteilung der Hänge, insbesondere auch zu einem Abhobeln des Gebirgsfußes. So konnte es schon vor dem Würmhöchststadium ([[Letzteiszeitliches Maximum|Maximum der Fernvergletscherung]]) zum Abrutschen einer großdimensionierten [[Bergsturz]]masse, die heute den Komplex der &amp;#039;&amp;#039;Padinger Alm&amp;#039;&amp;#039; aufbaut, kommen. Die Konturen des abgescherten Gesteinskörpers sind heute noch in der Südflanke des Hochstaufens, in der &amp;#039;&amp;#039;Goldtropfwand&amp;#039;&amp;#039;, andeutungsweise zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gipfelaufbau des Hochstaufens wird von zahlreichen, Ost-West-streichenden Spalten durchzogen, die tief hinabreichen und bis zu 10 Meter offen stehen können. Sie deuten auf noch nicht abgebaute Zugspannungen im Berg, die sich womöglich in den weiter unten angesprochenen Erdbebenschwärmen manifestieren. Ihre Position ist wahrscheinlich an die zahlreichen internen, steil nach Süden einfallenden Schuppenspäne mit Alpinem Muschelkalk gebunden, welche die Deckenstirn durchsetzen. Derartige Schubspäne sind beispielsweise an der &amp;#039;&amp;#039;Bartlmahd&amp;#039;&amp;#039; und an der &amp;#039;&amp;#039;Buchmahd&amp;#039;&amp;#039; zu beobachten. Sie enthalten eine tektonisch stark reduzierte Folge von Reichenhaller Schichten bis Reiflingerkalken längs steil (50 bis 60°) südfallender Schuppungsbahnen mit sowohl vertikalen als auch horizontalen [[Harnisch]]striemungen und mächtigen [[Brekzie|Reibungsbrekzien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdbeben ===&lt;br /&gt;
Am Hochstaufen treten [[Schwarmbeben]] auf. Zu ihrer Erforschung sind rund um den Berg [[Seismometer]]stationen verteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.erdbeben-in-bayern.de/erdbebendienst/stationen/subnetz-reichenhall &amp;#039;&amp;#039;Subnetz Reichenhall&amp;#039;&amp;#039;], Erdbebendienst Bayern&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese (schwachen) Erdbeben mit einer [[Herdtiefe]] von ein bis vier Kilometern korrelieren mit den Regenfällen am Hochstaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wissen/geologie-regen-laesst-die-erde-beben/1007432.html &amp;#039;&amp;#039;Regen lässt die Erde beben&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergbau ===&lt;br /&gt;
Bis in die Mitte des [[18. Jahrhundert]]s wurde am Hochstaufen [[Bergbau]] betrieben, der bekannteste Stollen war der &amp;#039;&amp;#039;Doktor-Oswald-Stollen&amp;#039;&amp;#039;, der sich nur 60 Meter unter dem Gipfel befand. Abgebaut wurden [[Blei]] und [[Zink]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Routen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gipfelkreuz Hochstaufen.jpg|mini|hochkant|Gipfelkreuz]]&lt;br /&gt;
Bei der Besteigung des Staufens sind über tausend Höhenmeter zu überwinden. Obwohl es Routen zum Gipfel gibt, die technisch nicht anspruchsvoll sind, sind für alle Wege zum Gipfel eine gute bis sehr gute körperliche Kondition sowie ein entsprechendes Maß an Erfahrung in alpinem Gelände Grundvoraussetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bad Reichenhall]] ([[Padinger Alm]]) – Bartlmahd – Reichenhaller Haus – Hochstaufen (Normalweg, leicht)&lt;br /&gt;
* Bad Reichenhall (Padinger Alm) – Buchmahd – „Steinerne Jäger“ – Reichenhaller Haus – Hochstaufen (anspruchsvoll)&lt;br /&gt;
* Bad Reichenhall (Padinger Alm) – Goldtropfsteig (anspruchsvoll, nicht ausgeschildert)&lt;br /&gt;
* [[Piding]] ([[Urwies]] oder [[Mauthausen (Piding)|Mauthausen]]) – [[Mairalm (Piding)|Mairalm]] – „Steinerne Jäger“ – Reichenhaller Haus – Hochstaufen (anspruchsvoll)&lt;br /&gt;
* Piding (Urwies oder Mauthausen) – Mairalm – [[Pidinger Klettersteig]] – Hochstaufen (sehr schwierig, nur mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung)&lt;br /&gt;
* Piding oder [[Anger (Berchtesgadener Land)|Aufham]] bei Anger – [[Steiner Alm]] – Nordflanke – Hochstaufen (mittel)&lt;br /&gt;
* [[Inzell]] bzw. Gasthaus Adlgaß – [[Frillensee (Inzell)|Frillensee]] – Steiner Alm – Nordflanke – Hochstaufen (mittel)&lt;br /&gt;
* Übergang von [[Zwiesel (Chiemgauer Alpen)|Zwiesel]] – Zennokopf – Mittelstaufen – Reichenhaller Haus – Hochstaufen (anspruchsvoll)&lt;br /&gt;
* Übergang von Zwieselalm – Barthlmahd – Reichenhaller Haus – Hochstaufen (leicht)&lt;br /&gt;
* Übergang von [[Fuderheuberg]] – „Steinerne Jäger“ – Reichenhaller Haus – Hochstaufen (anspruchsvoll)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Pidinger Klettersteig]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 2003 neu eröffnet und ist einer der schwierigsten [[Klettersteig]]e Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen und Legenden ==&lt;br /&gt;
Von der Entstehung der &amp;#039;&amp;#039;Steinernen Jäger&amp;#039;&amp;#039;, über die ein beliebter, aber anspruchsvoller Weg zum Gipfel führt, erzählt eine Sage, dass es sich um zwei Jäger handelt, die dort zu Stein verwandelt wurden. Anstatt zur Andacht zu gehen, verhöhnen sie die Gläubigen, als sie die Glocke aus dem Tal hören. Doch als die beiden versuchen, einen Gamsbock zu schießen, verwandelt sich dieser in den leibhaften Teufel. Die Jäger versuchen zu fliehen, doch als Nebel aufzieht, hört man nur noch einen erstickten Schrei. Als sich der Nebel verzogen hat, sieht man die beiden Jäger, die zu Stein erstarrt nun auf ewig an den Platz ihrer Frevelei gebunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Staufenwinter1.jpg|mini|300px|Der Hochstaufen im Winter, gesehen aus Salzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein der Staufenfreunde kümmert sich um den Erhalt und die Pflege der [[Staufenkapelle]] nahe dem Reichenhaller Haus. Dort wird auch einmal im Jahr die &amp;#039;&amp;#039;Staufenmesse&amp;#039;&amp;#039; abgehalten, die von vielen Wanderern und Gläubigen gern besucht wird. Am Vorabend der Messe, den ersten Samstag nach [[Peter und Paul]], werden die Kapelle und der Gipfelgrat mit unzähligen Feuern beleuchtet. Das Material dafür wird von den Vereinsmitgliedern zum großen Teil zu Fuß lange vor der Messe zum Gipfel gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. August 1921 brach am Hochstaufen ein Waldbrand aus, der zwei Wochen lang anhielt. Betroffen waren die Bereiche unter- und oberhalb der &amp;#039;&amp;#039;Bartelmahd&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Sektion Reichenhall des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins&amp;#039;&amp;#039;, Bad Reichenhall 1925, S. 27 ([https://bibliothek.alpenverein.de/webOPAC/02_AV-Sektionsschriften/Sektion_Bad_Reichenhall/Festschriften/SektionBadReichenhallFS50Jahre1875-1925-web.pdf PDF, 3,8 MB])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein Jahrhundert Geschichte der Sektion Bad Reichenhall im Deutschen Alpenverein&amp;#039;&amp;#039;, Bad Reichenhall 1975, S. 11 ([https://bibliothek.alpenverein.de/webOPAC/02_AV-Sektionsschriften/Sektion_Bad_Reichenhall/Festschriften/SektionBadReichenhallFS100Jahre1875-1975-web.pdf PDF, 3,5 MB])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nationale Bekanntheit erlangte der Berg, als im September 1993 das Wirtsehepaar des [[Reichenhaller Haus]]es bei einem Raubüberfall ermordet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Dörfler: [http://www.traunsteiner-tagblatt.de/zeitung/chiemgau-blaetter_ausgabe,-Der-Mord-auf-dem-Hochstaufen-bei-Bad-Reichenhall-_chid,546.html &amp;#039;&amp;#039;Der Mord auf dem Hochstaufen bei Bad Reichenhall&amp;#039;&amp;#039;]. In: Traunsteiner Tagblatt 43/2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reichenhaller Haus wurde bis zum Einsatz der Hubschrauber von der [[Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230|Tragtierkompanie]] aus der [[Hochstaufen-Kaserne|Kaserne Bad Reichenhall]] versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=W. Erhardt|Titel=Der Staufen. Geologische Aufnahme der Berge zwischen Reichenhall und Inzell.|Sammelwerk=Wiss. Veröff. D.Ö.A.V.|Datum=1931|Band=11|Seiten=1–52|Ort=Innsbruck}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Rüdiger Heinrich|Titel=Die Geologie des Hochstaufen in den nördlichen Kalkalpen. Dissertation an der Philipps-Universität Marburg|Datum=1979|Seiten=1–187|Ort=Marburg}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=D. Herm|Titel=Die Schichten der Gosau und des Alttertiärs im Becken von Reichenhall und in seinem südlichen und westlichen Randbereich|Datum=1957|Verlag=TH München unveröff. Dipl.-Arb.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=T. Kraft, J. Wassermann, E. Schmedes und H. Igel|Titel=Meteorological triggering of earthquake swarms at Mt. Hochstaufen, SE-Germany|Sammelwerk=Tectonophysics|Datum=2006|DOI=10.1016/j.tecto.2006.03.044}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=S. Hainzl, T. Kraft, J. Wassermann, H. Igel, E. Schmedes|Datum=2006|Titel=Evidence for rainfall-triggered earthquake activity|Sammelwerk=Geophys. Res. Lett| DOI=10.1029/2006GL027642}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Karl August Reiser (Geologe)|Karl August Reiser]]|Titel=Geschichte des Blei- und Galmei-Bergwerks am Rauschenberg und Staufen in Oberbayern|Datum=1895|Verlag=Wolf|Ort=München}} ([http://digital.slub-dresden.de/id416515843 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=E. Schmedes|Titel=Die seismische Aktivität im Raum Bad Reichenhall|Sammelwerk=Geol. Jb.|Datum=1971|Band=C 22|Seiten=91–101|Ort=Hannover}}&lt;br /&gt;
* Toni Schmidberger: &amp;#039;&amp;#039;Bad Reichenhall – Naturschutz im Alpenverein.&amp;#039;&amp;#039; Alpenvereinssektion Bad Reichenhall, Neuauflage von 1992; beinhaltet&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Errichtung des Kreuzes auf dem Hohenstaufen – Bergfahrt und Predigt&amp;#039;&amp;#039;, Bad Reichenhall 1854&lt;br /&gt;
** Dr. C. C. Hosseus: &amp;#039;&amp;#039;Flora des Staufens bei Bad Reichenhall&amp;#039;&amp;#039;, 1911&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=M. Weede|Titel=Die Geologie des Hochstaufen unter besonderer Berücksichtigung der Massenbewegungen|Sammelwerk=Diplomarbeit|Verlag=Technische Universität München|Datum=2002}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heinrich Zankl und Rüdiger Heinrich|Titel=Die Geologie des Hochstaufenmassivs in den Nördlichen Kalkalpen|Sammelwerk=Verh. Geol. Bundesanstalt|Datum=1981|Seiten=31–57|Ort=Wien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dav-badreichenhall.de/ DAV Bad Reichenhall mit Infos zum Reichenhaller Haus]&lt;br /&gt;
* [http://www.derchiemgauer.de/Sehenswuerdigkeiten/bergereichenhall.htm Berge bei Reichenhall]&lt;br /&gt;
* [http://programm.ard.de/TV/Programm/Alle-Sender/?sendung=284876763336615 Am Puls des Planeten – Erdbebenforschung / Spitzenforschung in Deutschland], [[ARD-alpha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chiemgauer Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Landkreis Berchtesgadener Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Landkreis Traunstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Reichenhall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Piding)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Inzell)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Luitold</name></author>
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