<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hochgern</id>
	<title>Hochgern - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hochgern"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hochgern&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T20:56:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hochgern&amp;diff=96686&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Louis Wu: /* Geographie */ Wikilink angepasst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hochgern&amp;diff=96686&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-10T05:54:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geographie: &lt;/span&gt; Wikilink angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt einen Berg in den Chiemgauer Alpen. Der gleichnamige und mit {{Höhe|1740}} etwa gleich hohe Berg in derselben Gruppe, etwa 16 km südöstlich an der Staatsgrenze zwischen Bayern und Salzburg gelegen, ist unter [[Hochgern (Sonntagshorn)]] beschrieben.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|NAME             = &lt;br /&gt;
|BILD             = Hochgerngipfel.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Hochgerngipfel vor dem Achental&lt;br /&gt;
|HÖHE             = 1748&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG       = DE-NHN&lt;br /&gt;
|LAGE             = [[Bayern]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE          = [[Chiemgauer Alpen]]&lt;br /&gt;
|DOMINANZ         = 10.8&lt;br /&gt;
|SCHARTENHÖHE     = 1748-781&lt;br /&gt;
|DOMINANZ-BEZUG   = [[Dürrnbachhorn]] &lt;br /&gt;
|SCHARTE          = südwestlich Seehaus&lt;br /&gt;
|GESTEIN          = Hauptdolomit, Jura und Unterkreide&lt;br /&gt;
|ALTER            = 215 bis 130 Millionen Jahre&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD      = 47/45/6/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD       = 12/30/58/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO       = DE-BY&lt;br /&gt;
|NORMALWEG        = [[Marquartstein]]&amp;amp;nbsp;– Agergschwendalm&amp;amp;nbsp;– [[Hochgernhaus]]&amp;amp;nbsp;– Gipfel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hochgern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein {{Höhe|1748|DE-NHN|link=true}} hoher [[Berg]] im [[Bayern|bayerischen]] Landkreis [[Landkreis Traunstein|Traunstein]], der zu den [[Chiemgauer Alpen]] gehört. An ihm treffen die Gemeindegebiete von [[Unterwössen]], [[Staudach-Egerndach]] und [[Ruhpolding]] (mit der [[Gemarkung]] [[Urschlauer Forst]]) aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Der Hochgern bildet einen markanten Bergstock innerhalb der [[Bayerische Alpen|Bayerischen Alpen]], der sich südlich über dem [[Chiemsee]] erhebt. Mit einer [[Schartenhöhe]] von 967&amp;amp;nbsp;Metern gehört der Gipfel zu den eigenständigsten der Chiemgauer Alpen. Um seinen zentral gelegenen Gipfel scharen sich mehrere etwas niedrigere Berge, so im Nordosten das [[Silleck (Berg)|Silleck]] ({{Höhe|1565}}), im Osten der [[Bischofsstuhl (Chiemgauer Alpen)|Bischofsstuhl]] ({{Höhe|1516}}), im Süden der [[Hasenpoint]] ({{Höhe|1587}}) und im Westen der [[Zwölferspitz (Chiemgauer Alpen)|Zwölferspitz]] ({{Höhe|1633}}). Der Südgrat verlängert sich über den [[Hochsattel]] ({{Höhe|1547}}) bis hin zur [[Mansurfahrn]] ({{Höhe|1513}}). Der Zwölferspitz fällt gegen Westen über [[Hochlerch]] ({{Höhe|1560}}) und [[Predigtstein (Chiemgauer Alpen)|Predigtstein]] nach Marquartstein ab. Zum Bergstock des Hochgerns zählen noch weitere Gipfel wie der [[Schnappenberg]] ({{Höhe|1256}}) und die [[Luchsfallwand]] ({{Höhe|1324}}) mit [[Madonna (Hochgern)|Madonna]] ({{Höhe|1180}}) im Nordwesten, der [[Köstelkopf]] ({{Höhe|1349}}) mit [[Köstelwand]] ({{Höhe|1115}}) im Nordnordosten und der [[Roßkopf (Chiemgauer Alpen)|Roßkopf]] ({{Höhe|1156}}) im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hydrographie ===&lt;br /&gt;
Der Bergstock des Hochgerns gehört [[Hydrographie|hydrographisch]] zu drei [[Einzugsgebiet]]en. So entwässert der Westteil über mehrere Bäche und Gräben zur [[Tiroler Achen]] – Beispiele sind der [[Gamsgraben (Tiroler Ache)|Gamsgraben]], der nördlich unterhalb des Gipfels entspringt und als [[Alplbach]] bei [[Staudach-Egerndach]] rechtsseitig in die Tiroler Ache mündet. Oder der auf der Westseite unterhalb der [[Weitalm]] herabfließende [[Talgraben (Tiroler Ache)|Talgraben]], der dann über den [[Wössener Bach]] Richtung Unterwössen drainiert. Am Nordosthang des Gipfels entquillt die [[Weißache (Chiemsee)|Weißache]], die nach Passieren eines [[Wasserfall]]s nach [[Bergen (Chiemgau)|Bergen]] hinauszieht. Auf der Ostseite des Bergstocks nimmt unterhalb des Bischofsstuhls der [[Eschelmoosbach]] seinen Ursprung, welcher ursprünglich nach Osten fließt, sich aber dann nach Süden wendet und nördlich von [[Röthelmoos]] in die [[Urschlauer Achen]] übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zugang ==&lt;br /&gt;
Der Hochgern kann ausschließlich zu Fuß erklommen werden, eine [[Seilbahn]] gibt es nicht. Bei guter Sicht sind im Südosten die [[Berchtesgadener Alpen]] und [[Loferer Steinberge]], im Süden die Zentralalpen mit [[Großglockner]] und [[Großvenediger]] sowie das [[Kaisergebirge]] und im Westen das [[Mangfallgebirge]] zu sehen. Für den Anstieg gibt es mehrere Möglichkeiten, die überwiegend [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|unschwierig]] und markiert sind. In den höheren Steillagen besteht im Winter jedoch durchaus Lawinengefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Normalweg ===&lt;br /&gt;
Diese meistbegangene, leichte und auch bei Mountainbikern beliebte Tour beginnt in [[Marquartstein]] und führt auf einer Forststraße in einer Stunde zur bewirtschafteten [[Agergschwendalm]]. Über einen Wirtschaftsweg erreicht man in etwa 90 Minuten das ganzjährig bewirtschaftete [[Hochgernhaus]] auf {{Höhe|1459}}, wo auch übernachtet werden kann. Bis hierher ist der Weg auch im Winter begehbar und wird auch von Rodlern genutzt. Der Anstieg zum Gipfel besteht in einem schmalen Pfad, der über Grashänge in einer Stunde das [[Gipfelkreuz]] auf {{Höhe|1747.8}} erreicht. Westlich des Gipfels befindet sich über dem Achental die Hochlerch (Kreuz), die eine gute Aussicht auf den Chiemsee und das [[Kampenwand]]massiv bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Süden ===&lt;br /&gt;
Vom [[Unterwössen|Unterwössner]] Ortsteil Au ermöglicht eine direkte, im Sommer wie Winter häufig benutzte Route über Agergschwendalm und Hochgernhaus den Anstieg zum Hochgerngipfel. Der Weg ist etwas steiler als der von Marquartstein, dafür jedoch um 10 bis 20 Minuten kürzer. Im Mai findet seit 1999 auf dieser Route der [[Hochgernlauf]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger begangen ist ein Alternativanstieg, der ebenfalls in Au beginnt und zunächst durch ein kühles, schattiges Tal hinauf zur [[Jochbergalm]] führt. Dort geht es links weiter, über freies Gelände zur Südflanke und schließlich sehr [[Steilhang|steil]] in 2,5 Stunden zum Gipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Norden ===&lt;br /&gt;
Diese ebenfalls stark begangene Route beginnt in [[Staudach-Egerndach]], von wo es anfangs durch ein romantisches Tal und ein Waldstück zur [[Staudacheralm]] hinauf geht. Ab dort leitet ein schmaler, teilweise felsiger und rutschiger Steig, der Trittsicherheit erfordert, durch die Nordflanke in zahlreichen Serpentinen anstrengend empor zum Gipfel. Die Gehzeit beträgt drei Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochgern Gipfel HQ.jpg|mini|Gipfel des Hochgerns (April 2001)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staudacheralm ist auch über die [[Schnappenkirche]] zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Osten ===&lt;br /&gt;
Landschaftlich reizvoll und im Gegensatz zum Normalweg still ist dieser Anstieg, der einen in rund 3 Stunden von [[Bergen (Chiemgau)|Bergen]] auf den Hochgern bringt. Mit dem Auto kann man auf einem Sträßchen bis zum Weiler [[Kohlstatt (Bergen)|Kohlstatt]] fahren. Von dort beginnt auf einer Forststraße der wenig begangene, aber beschilderte Aufstieg. Anfangs an der Weißachen entlang zieht der Weg stetig steigend an einer Schlucht vorbei nach [[Eschelmoos]]. Von dort geht es auf einem Wirtschaftsweg weiter zur [[Hinteralm (Bergen)|Hinteralm]]. Ab hier dann über einen teilweise steilen und felsigen Steig zur [[Bischofsfellnalm]] ({{Höhe|1389}}). Nach einer kurzen Flachetappe wird über einen steilen Weg der Kamm des Hochgerns erklommen. Zum Gipfel sodann stetig bergauf – zunächst durch ein Wäldchen und zuletzt auf schmalem Pfad über die steil abfallenden Grashänge. Ab der Hinteralm ist Trittsicherheit und auf den letzten 100 Höhenmetern Schwindelfreiheit erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bischofsfellnalm (und somit der Hochgern) kann auch von Ruhpolding aus erreicht werden. Der recht lange Zugang erfolgt auf Forststraßen ausgehend  von [[Urschlau (Ruhpolding)|Urschlau]] über die [[Längaueralm]] und die [[Eschelmoosalm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochgern 18062006.JPG|mini|Bergstock des Hochgerns, gesehen vom Hochfelln im Osten]]&lt;br /&gt;
Der Bergstock des Hochgerns liegt im Bereich der [[Lechtal-Decke]] des [[Bajuvarikum]]s. Er befindet sich 1,4 Kilometer südlich hinter der [[Tektonische Decke|Deckenstirn]], an der die Lechtal-Decke mit steil nach Süd einfallendem [[Hauptdolomit]] die ihr vorgelagerte [[Allgäu-Decke]] überfährt. Das tiefere Stockwerk des Hochgerns wird aus leicht [[Falte (Geologie)|undulierendem]] Hauptdolomit des [[Norium]]s aufgebaut, in welchem auf der Südseite des Berges zwei [[Synklinale|Mulden]] eingefaltet sind. Die beiden Mulden werden durch einen [[Antiklinale|Sattel]] – den &amp;#039;&amp;#039;Bischofsfelln-Sattel&amp;#039;&amp;#039; – voneinander getrennt, dessen Kern aus [[Wettersteinkalk]] rasch nach Osten abtaucht. Der Muldeninhalt beginnt mit der [[Kössen-Formation]] gefolgt vom [[Oberrhätkalk]]. In der nördlichen Mulde sind außerdem noch [[Unterjura]] ([[Scheibelberg-Formation]]) bis unterer [[Dogger (Geologie)|Dogger]] ([[Spatkalk-Schichten]]) zugegen. Direkt am Gipfel verläuft eine Ost-West-streichende [[Verwerfung (Geologie)|Störung]], an der die nördliche der beiden Mulden gegen den Nordflügel des Bergstocks aufgepresst wurde. Diese lokale Aufschiebung wird als &amp;#039;&amp;#039;Hochgern-Schuppe&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Sie bewirkte eine ausgeprägte  Asymmetrie in der an der Nordseite des Berges vorgelagerten &amp;#039;&amp;#039;Hochlerch-Silleck-Mulde&amp;#039;&amp;#039;, deren Südflügel versteilte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ost- bis Ostsüdost-streichende Hochlerch-Silleck-Mulde enthält an ihrem Südflügel über Hauptdolomit, Lias, Dogger (Spatkalk-Schichten), [[Oberjura]] ([[Haßlberg-Kalk]]) und [[Unterkreide]] ([[Schrambach-Formation]]). Ihr Nordflügel fällt jedoch nur sehr flach nach Süden ein und zeigt über Hauptdolomit dachartig vorspringenden Haßlbergkalk des [[Malm]]s. Das Hangende des Hauptdolomits ist [[Mylonit|mylonitisiert]], was auf starke tektonische Beanspruchung schließen lässt. Lias und Dogger fehlen hier, weswegen für den Mulden-Nordflügel ein ehemaliger [[Schwelle (Geomorphologie)|Schwellenbereich]] mit Sedimentationslücke angenommen werden muss. Laut Trischler weist der Jura des Südflügels starke Mächtigkeitsschwankungen auf (12 bis maximal 88 Meter) – mit bis zu 8 Meter an &amp;#039;&amp;#039;Hochfellnschichten&amp;#039;&amp;#039; des Lias sowie bis zu 80 Meter an rotem Schwellenkalk des Oberen Doggers und Malms.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Trischler|Titel=Geologisch-paläontologische Untersuchungen in den Chiemgauer Alpen: Hochgern-Gebiet|Sammelwerk=Unveröff. Diplom-Arb. Univ. München|Datum=1967|Seiten=97|Ort=München}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Bischofsstuhl liegt unter der Kieselkalkfolge der Hochfellnschichten ausnahmsweise noch roter Crinoidenspatkalk in [[Hierlatzkalk|Hierlatzfazies]]. In den beiden Mulden der Hochgern-Südseite kann allein der in [[Becken (Geomorphologie)|Beckenfazies]] ausgebildete Lias immerhin bis zu 140 Meter erreichen. Seine Abfolge – dunkelgrauer Spongienkieselkalk, graubrauner Hornsteinfleckenkalk und kieselreicher Crinoidenspatkalk – wird jetzt zur Scheibelberg-Formation gerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Gipfelkreuz des Hochgerns stehen flach liegende, stark verkieselte [[Crinoiden]]spatkalke mit Spezialfaltung an – der &amp;#039;&amp;#039;Hochgern-Crinoidenkalk&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Avinash C. Mathur|Titel=Stratigraphy and depositional environments of the crinoidal limestone of Hochgern, Bavarian Alps (Chiemgau)|Sammelwerk=Arquipélago. Série Ciências da Natureza|Datum=1981|Seiten=103–120}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der rund 50 Meter mächtige Crinoidenspatkalk unterteilt sich in eine knapp 40 Meter mächtige weiße Fazies im [[Liegendes|Liegenden]] und in eine 13 Meter mächtige rosafarbene Fazies im [[Hangendes|Hangenden]]. Sein Alter reicht vom [[Pliensbachium]] bis zum unteren Dogger. Der [[Belemnit]] &amp;#039;&amp;#039;[[Nannobelus|Nannobelus engeli]]&amp;#039;&amp;#039; verweist auf oberstes [[Sinemurium]] bis Pliensbachium für die weiße Fazies. Die [[Ammoniten]]funde [[Harpoceras]] und [[Hildoceras]] deuten auf [[Toarcium]] für die rosa Fazies, die vorhandenen Belemniten erweitern dies jedoch bis in den unteren Dogger. Die unterlagernde 86 Meter mächtige Scheibelberg-Formation (auch &amp;#039;&amp;#039;Basiskalk&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Liasfleckenmergel&amp;#039;&amp;#039;) wird aufgrund der Anwesenheit von &amp;#039;&amp;#039;[[Schlotheimia (Ammonitengattung)|Schlotheimia hypolepta]]&amp;#039;&amp;#039; in den Zeitabschnitt [[Hettangium]] bis Sinemurium gestellt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der im Süden sich hinter der Hasenpoint anschließende Hochsattel stellt eine weitere Schuppenstruktur dar, die Ost-streichende &amp;#039;&amp;#039;Hochsattel-Schuppe&amp;#039;&amp;#039;. Sie enthält [[Plattenkalk]], Kössen-Formation und Oberrhätkalk und wird auf ihrer Südseite erneut von Hauptdolomit überschoben. Die Südgrenze der Hochsattel-Schuppe bildet den Westabschnitt einer die gesamte Lechtal-Einheit zweiteilenden Zäsur. Sie ist über einige Querstörungen hinweg nach Osten mit der Überfahrung der &amp;#039;&amp;#039;Eisenberg-Schuppe&amp;#039;&amp;#039; auf das [[Cenomanium]] ([[Branderfleck-Formation]]) des Urschlauer Achentales zu verbinden. Diese Strukturgrenze verläuft in westlicher Richtung bis in das Tal der Tiroler Ache.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Dhein&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Dhein|Titel=Geologie der Alpenrandzone zwischen Marquartstein und Bergen in Oberbayern|Sammelwerk=N. Jb. Mineral.|Datum=1944|Seiten=176–228|Ort=Stuttgart}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das den Bergstock des Hochgerns im Osten begrenzende Tal des Eschelmoosbaches ist eine bedeutende, Nordnordwest-streichende Störungszone. Diese hat die tektonischen Strukturen rechts versetzt (mit einem maximalen Betrag von bis zu 500 Meter), die Fortsetzung der Hochlerch-Silleck-Mulde in die &amp;#039;&amp;#039;Nesselauer Mulde&amp;#039;&amp;#039; und auch die Verlängerung des Bischofsfelln-Sattels lassen sich aber erkennen. Dennoch kann ein generelles Umbiegen des [[Streichen (Geologie)|Streichens]] von Ost auf Ostsüdost festgestellt werden. Auch der tektonische Baustil ändert sich – zeigt der Hochgern noch Schuppenstrukturen, so gehen diese weiter im Osten (Fortsetzung des Hochfelln-Südkammes) in relativ breite Sättel und Mulden über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinere Querbrüche durchziehen auch die Hochlerch-Silleck-Mulde. Ihre Richtungen sind vorwiegend Nordnordost (linksversetzend), untergeordnet Nordnordwest (rechtsversetzend), Nord und Nordwest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Riß-Kaltzeit ===&lt;br /&gt;
Im [[Kaumgraben]], nördlich von Eschelmoos, stehen bereits verfestigte, unter Würm-Lokalmoräne liegende Schotter der [[Riß-Kaltzeit]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Würm-Kaltzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mansurfahrn.jpg|mini|Blick vom Hochgern-Gipfel nach Süden in Richtung Mansurfahrn ({{Höhe|1513}}) und Röthelmoos. Links unten die Bischofsfellnalm ({{Höhe|1389}}).]]&lt;br /&gt;
Im Verlauf der [[Würm-Kaltzeit]] hatten sich am Bergstock des Hochgerns fünf [[Gletscher|Lokalgletscher]] gebildet, drei im Nord- und Nordwestsektor (Gamsgraben bis [[Brachtalm]], Hochgern-Nordflanke und unterhalb dem 1596 Meter hohen [[Moarbichl]]), einer im Nordosten im Weißachental nordseitig des Bischofsstuhls und einer nordöstlich des Hochsattels. Letzterer teilte sich in zwei Äste, der nördliche floss in Richtung Bischofsfellnalm, der südliche hingegen in Richtung Eschelmoosalm. [[Moräne]]nablagerungen dieser Talgletscher finden sich in der Nordostflanke unterhalb des Gipfels, bei der Hinteralm, südlich der &amp;#039;&amp;#039;Schindeltal-Diensthütte&amp;#039;&amp;#039; (alle Weißachen-System) und um die [[Grundbachalm]] ({{Höhe|1380}} – Hochsattel-System). Ein recht großes Moränenfeld erstreckt sich zwischen der [[Staudacheralm]] ({{Höhe|1142}}) und der Brachtalm an der &amp;#039;&amp;#039;Seichrinne&amp;#039;&amp;#039;. Es wurde von zwei der Lokalgletscher des Nord- und Nordwestsektors angelegt, welche den südlich der Seichrinne gelegenen Felsriegel ({{Höhe|1312}}) umströmt hatten und in dessen Lee dann ihre Sedimentfracht absetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tal der Tiroler Ache zogen an der Westseite des Bergstocks die Ferneismassen des [[Tiroler-Achen-Gletscher]]s vorbei. Diese machten nördlich von Marquartstein eine Richtungsänderung, drehten als [[Chiemgau-Gletscher]] auf Nordost und Ost und stießen über Bergen hinweg bis nach [[Eisenärzt]] vor. Der Hochgern wurde somit im Westen, Nordwesten und Norden vom Ferneis umflossen. Laut Klaus Doben standen die Eismassen im Norden des Hochgerns etwas höher als 900 Meter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Doben|Titel=Erläuterungen zum Blatt Nr. 8241 Ruhpolding|Sammelwerk=Geologische Karte von Bayern 1:25.000|Datum=1970|Verlag=Bayerisches Geologisches Landesamt|Ort=München}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Würmzeitliche [[Geschiebemergel|Tillablagerungen]] des Ferneises sind im weiteren Umkreis im Westen und Nordwesten des Hochgerngipfels anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chiemgau-Gletscher behinderte den Abfluss der Weißachen, weswegen aufgrund des Rückstaus bedeutende Stausedimente (über 50 Meter mächtige Stauschotter) in der Talung abgelagert wurden. Auch im &amp;#039;&amp;#039;Kehrergraben&amp;#039;&amp;#039; und im Tal des &amp;#039;&amp;#039;Alplbachs&amp;#039;&amp;#039; östlich von Staudach-Egerndach hatten sich Rückstausedimente abgesetzt. Ähnliches bewirkte auch der [[Urschlauer-Achen-Gletscher]] im Südosten, der den Eschelmoosbach und den [[Weißgraben (Eschelmoosbach)|Weißgraben]] unterhalb des &amp;#039;&amp;#039;Jochbergtals&amp;#039;&amp;#039; an der Längaueralm abgeriegelt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dhein&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stausedimente reichen von kalkig-schluffigem Seeton über Sand und Schotter mit [[Schrägschichtung]] bis zu grobem Wildbachschotter. Die Oberfläche der Schotterfluren steigt talwärts an und bildet am oberen Talende meist ausgedehnte Verebnungsflächen. Die Erosionsterrassen in den Schotterkörpern entstanden spät- bis postglazial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holozän ===&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [[Holozän]]s wurde das eiszeitliche Relief intensiv durch die Erosionskraft des fließenden Wassers modelliert. Es entstanden um den Bergstock des Hochgerns verteilt größere [[Hangschutt]]felder (mit Schuttkegeln), insbesondere unterhalb seiner Felsabbrüche auf der Nordseite zwischen Zwölferspitz und Silleck sowie beiderseits des Südgrats bis zum Hochsattel und nördlich der Mansurfahrn. Ein [[Schutt|Blockschuttfeld]] hat sich am Fuß der großen Abbrüche im Nordwesten des Gipfels angesammelt. Bemerkenswert ist die Bildung von [[Torf]] eines [[Anmoor]]es auf 1516 Meter Höhe in einer Depression zwischen Zwölferspitz und Hochgerngipfel. Anmoortorf findet sich auch an der Grundbachalm. In der weitläufigen Niederung am Eschelmoos konnte auf 1050 Meter Höhe ein [[Hochmoor]] heranwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höhlenbildungen ===&lt;br /&gt;
Am Bergstock des Hochgerns sind einige [[Höhle]]n erwähnenswert, so beispielsweise das &amp;#039;&amp;#039;Zwölferloch&amp;#039;&amp;#039; in der Zwölferspitze – eine [[Karst]]höhle in rotem Hierlatzkalk der Hochlerch-Silleck-Mulde –, das &amp;#039;&amp;#039;Schinderloch&amp;#039;&amp;#039; bei der Bischofsfellnalm (in verkarstetem [[Wettersteinkalk]]) und die &amp;#039;&amp;#039;Steinackerhöhle&amp;#039;&amp;#039; oberhalb der Staudacheralm (in rotem Hierlatzkalk). Von Interesse ferner die eigentliche &amp;#039;&amp;#039;Hochgernhöhle&amp;#039;&amp;#039; etwa 200 Meter westlich unterhalb des Gipfels sowie ein Schacht im [[Kar (Talform)|Kar]] westlich des Hochgerns auf etwa 1570 Meter Höhe (ebenfalls in Hierlatzkalk).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geotope ===&lt;br /&gt;
Am Bergstock des Hochgerns sind drei [[Geotop]]e ausgewiesen – der ehemalige [[Gips]]bruch am &amp;#039;&amp;#039;Gipsgraben&amp;#039;&amp;#039; nördlich des Sillecks sowie das [[Karre (Rinne)|Karrenfeld]] und die [[Doline]]n an der Bischofsfellnalm. Der Gipsbruch befindet sich in [[Raibler Schichten]] und ist unter der Nummer 189G008 eingetragen. Die Grube dürfte schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgelassen worden sein. Die [[Karst|Verkarstung]] im Umfeld der Bischofsfellnalm betrifft Hauptdolomit und weiter südlich Wettersteinkalk. Dieses Geotop trägt die Nummer 189R035. Ein weiteres Geotop mit der Nummer 189R036 liegt etwas weiter östlich an der &amp;#039;&amp;#039;Eschelmoos-Diensthütte&amp;#039;&amp;#039;. Hier sind Großdolinen im Wettersteinkalk ausgebildet, welche über zwei [[Ponor]]e in Richtung Weißachen drainieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Klaus Doben|Titel=Erläuterungen zum Blatt Nr. 8241 Ruhpolding|Sammelwerk=Geologische Karte von Bayern 1:25.000|Datum=1970|Verlag=Bayerisches Geologisches Landesamt|Ort=München}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=A. Dhein|Titel=Geologie der Alpenrandzone zwischen Marquartstein und Bergen in Oberbayern|Sammelwerk=N. Jb. Mineral.|Datum=1944|Seiten=176–228|Ort=Stuttgart}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=O. Ganss|Titel=Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1 : 25 000 Blatt Nr. 8240 Marquartstein|Datum=1967|Seiten=276|Ort=München}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=A. C. Mathur|Titel=Der untere Lias in der Hochlerch-Silleck-Mulde (Chiemgauer Alpen)|Sammelwerk=Mitteilungen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie|Band=13|Datum=1973|Seiten=199–205|Ort=München}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Alexander Tollmann]]|Titel=Tektonische Karte der Nördlichen Kalkalpen. 2. Teil: Der Mittelabschnitt|Sammelwerk=Mitt. Geol. Ges. Wien|Datum=1969|Seiten=124–181|Ort=Wien}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=J. Trischler|Titel=Geologisch-paläontologische Untersuchungen in den Chiemgauer Alpen: Hochgern-Gebiet|Sammelwerk=Unveröff. Diplom-Arb. Univ. München|Datum=1967|Seiten=97|Ort=München}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kraxl.de/hochgern-2.html Tourenbeschreibung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7632162-9|VIAF=239237580}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Landkreis Traunstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chiemgauer Alpen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Louis Wu</name></author>
	</entry>
</feed>